Der Schlag der Junta in Brüssel: Diese Mal gehts an die Schwimmbäder. Hier haben sich die EU-Schergen etwas ganz besonderes ausgedacht: Sprungtürme dürfen nicht in Richtung Sonne zeigen. Folge: Viele Sprungtürme in Deutschlands Schwimmbädern werden gesperrt.
25000 EU-Beamte beschäftigen sich bekanntlich damit, in das Alltagsleben ihrer Untertanen einzudringen und es zu gestalten. Den Glühbirnen-Verbot-drangsalierten Menschen in der EU droht jetzt auch eine Einschränkung beim Badespaß. Seit 2013 nämlich sind in öffentlichen Bädern Sprungtürme verboten, die in Richtung Sonne zeigen. Begründung u.a.: Der Springer könnte geblendet werden und über den Beckenrand hinausschießen.
Beispiel Dieburg, Landkreis Darmstadt-Dieburg:
In der südhessischen Kleinstadt Dieburg wurde der 10-Meter-Sprungturm des Schwimmbades geschlossen, da „die Sprungturm-Situation nicht mehr den aktuellen Vorgaben entspricht“, wie der Dieburger Bürgermeister Werner Thomas erläuterte.
Begründet wird die Sperrung mit einer EU-Sicherheitsbestimmung die unter anderem besagt, dass Badegäste nicht gegen die Sonne springen dürfen, der Turm zeige in die falsche Himmelsrichtung, so könnten sie ja geblendet werden und Schwimmer im Becken übersehen. Nach der neuen EU-Verordnung darf nur noch mit Blick nach Norden ins kühlende Nass gehüpft werden.
Der Sprungturm im Dieburger Freibad ist nunmehr bis auf weiteres gesperrt.
Auch in vielen anderen Schwimmbädern Deutschlands gelten diese Saison die neuen Vorgaben aus Brüssel. Die Kommunen müssen die Sprungtürme sperren, weil sonst der Verlust der Versicherung droht.