Julia Klöckner im Nestlé-Shitstorm

 

Julia Klöckner macht ein absurdes Werbevideo für
Nestlé – den sympathischen Konzern, der weltweit
Wasserrechte kauft und den Menschen dann ihr
eigenes Grundwasser in Flaschen zurückvertickt.

Geheimliste veröffentlicht: Diese Lobbyisten haben freien Zugang zum Bundestag

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Wie groß der Einfluss von Lobbyisten auf die Politik ist, zeigt jetzt die Veröffentlichung einer Liste von Lobbyisten, die regelmäßig freien Zugang zum Bundestag haben. Die Transparenz-Plattform Abgeordnetenwatch veröffentlichte die brisanten Informationen. Demnach stehen denjenigen, die einen Hausausweis für den Deutschen Bundestag haben, alle Türen des Parlamentsgebäudes offen. Der Ausweis muss lediglich an der Pforte gezeigt werden und schon wird man durchgewinkt.

778 Lobbyisten haben derzeit weitgehend unbegrenzten Zugang zum Bundestag, genauso wie zu den Büros der Abgeordneten sowie zu den Fraktionsräumen und zum Bundestagsrestaurant. Wie es scheint, können diese überall wie Abgeordnete herumspazieren und ihre Interessen wie selbstverständlich anbringen und vertreten. Die Bundestagsverwaltung hatte auf einen Antrag von abgeordnetenwatch.de diese Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz herausgegeben. In der Liste werden insgesamt 500 Verbände, Vereine und andere Organisationen aufgeführt.

Darunter sind zahlreiche Banken zu finden, z. B: die Deutsche Bank, die Commerzbank und die UBS-Bank. Freien Zugang hat zudem der Bundesverband für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie die Rüstungsunternehmen Heckler & Koch und Krauss-Maffei-Wegmann. Weitere Lobbyisten mit freiem Zugang sind die Zigarettenindustrie, das Deutsche Rote Kreuz sowie die großen Mineralölkonzerne BP, Esso und Shell.

Allerdings wurde die Liste der Lobbyisten mit Hausausweisen nicht einfach so vom Bundestag herausgegeben. Abgeordnetenwatch.de musste erst klagen, um an die Hausausweisliste zu gelangen. Bei der Liste fiel Abgeordnetenwatch auf, dass die größte Einzelgruppe der Hausausweisinhaber aus dem Bereich „Soziales“ (Unicef, SOS-Kinderdorf etc.) kommt. Erst danach folgen die eher klassischen Lobbyisten aus Wirtschaftsverbänden, der Energie- oder Immobilienbranche.

Die Hausausweise zum Bundestag sind bei den Lobbyisten selbstredend hochbegehrt. So ließ sich an der neuen Liste ablesen, dass 95 neue Verbände im Vergleich zum Vorjahr neu dazugekommen sind. Auffällig ist die Zunahme der Lobbyisten aus der Bau- und Immobilienbranche, die im Übrigen im Jahr 2018 besonders großzügig bei den Parteispenden war. LobbyControl berichtete.

Derzeit fällt auf, dass ein Bundesminister besonders regen Austausch mit Lobbyisten pflegt: Es ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). In dem Bericht von abgeordnetenwatch.de heißt es, dass „auffallend viele Vertreter telefonisch zu ihm durchgestellt worden seien.“ Es hat sich besonders häufig um Gewerkschaften gehandelt, die den Sozialdemokraten nahestehen, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Heil habe innerhalb weniger Wochen dreimal mit Vertretern des DGB telefoniert, was ungewöhnlich häufig sei. Auch Chefs von IG Metall, Verdi und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie hätten häufig bei Heil vorgesprochen.

Abgeordnetenwatch reicht diese Liste allerdings nicht. „Die jetzt bekannt gewordene Liste der Bundesregierung sei lediglich die Spitze des Eisbergs“, sagte die Abgeordnetenwatch-Sprecherin Léa Briand. Denn viele Kontakte würde die Große Koalition gar nicht offenlegen. Deshalb sei ein verbindliches Lobbyregister unumgänglich.

https://www.watergate.tv/geheimliste-veroeffentlicht-diese-lobbyisten-haben-freien-zugang-zum-bundestag/

Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft wird Ihnen präsentiert von: Coca-Cola

Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft wird Ihnen präsentiert von: Coca-Cola

Nach der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Rumänien sorgten Fotos für Aufsehen, die das Logo der Präsidentschaft neben dem von Coca-Cola zeigen. Um das Thema ist eine Debatte entbrannt, bei der auch die Motive der Sponsoren hinterfragt werden.

Ende Januar sorgte ein Tweet des ZDF-Journalisten Stefan Leifert für Aufsehen. Der Brüsseler Korrespondent des Senders veröffentlichte Fotos vom Tagungsort der EU-Außenminister in Bukarest. Darauf zu sehen: Das Coca-Cola-Logo neben dem der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft auf Tafeln und Bannern, Coca-Cola-Sitzsäcke, Coca-Cola-Getränkeautomaten …

Die EU-Ratspräsidentschaft listet auf ihrer Webseite ihre Sponsoren auf: Neben Coca-Cola sind dies in der Kategorie „Platin“ Mercedes-Benz, Renault und und das Telekommunikationsunternehmen Digi. Um die „Platin“-Kategorie zu erlangen, müssen die Unternehmen mindestens 40.000 Euro überweisen – oder Leistungen von diesem Wert zur Verfügung stellen.

Nachdem das Coca-Cola-Sponsoring durch das offensive Auftreten des Sponsors öffentliche Aufmerksamkeit erfuhr, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sprach von Lobbyismus und startete eine Online-Petition gegen das Sponsoring:

Und das in Zeiten, in denen über die Einführung einer Limo-Steuer diskutiert wird! Wir finden es schlichtweg inakzeptabel, wenn eine der wichtigsten politischen Institutionen der EU durch den größten Getränkekonzern der Welt gesponsert wird. Diese unverfrorene Lobbyarbeit, das Sponsoring und der Einfluss der Lebensmittelindustrie auf die Politik müssen beendet werden.

LobbyControl nannte die Werbepartnerschaften der EU-Ratspräsidentschaften ein grundsätzliches Problem:

Das ist hochproblematisch. Schließlich sollte die Politik in einer Demokratie unabhängig sein und sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen. Der Kuschelkurs mit den Konzernen dagegen verschafft den Unternehmen wichtige Lobbykontakte und die Möglichkeit, ihre eigene Agenda besser durchzusetzen.

In der vergangenen Woche griff die WDR-Sendung Monitor in einem Beitrag das Thema auf. Die Autoren legten dar, dass die letzten zehn Ratspräsidentschaften durchweg gesponsert wurden, und unterstellten auch eine Verbindung zwischen dem Sponsoring und politischen Entscheidungen der EU.

So seien während der griechischen Ratspräsidentschaft 2014, als die Bankenaufsicht in der EU diskutiert wurde, auffallend viele griechische Banken als Sponsoren aufgetreten. Auch eine Beeinflussung bei den Themen Netzneutralität und Luftverschmutzung liege nahe: Unternehmen wie Microsoft und Autohersteller wie BMW und Mercedes fänden sich immer wieder unter den Sponsoren.

Das Coca-Cola-Sponsoring falle in eine Zeit, in der intensiv über eine „Lebensmittelampel“ und eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke diskutiert wird. Auf eine mögliche Beeinflussung in dieser Frage hatte schon Foodwatch hingewiesen.

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2007 konnte durch Sponsoring Waren und Dienstleistungen im Wert von 7,5 Millionen Euro einbringen, was einem Viertel der Ausgaben für die Veranstaltungen der Präsidentschaft und des G8-Gipfels entsprach. Als Sponsoren traten VW, Audi, BMW, Telekom und Vattenfall in Erscheinung.

Auf die Frage Monitors, ob der Rat der Europäischen Union für derartiges Sponsoring keine Regeln habe, wo die EU doch sonst jede Kleinigkeit reglementiere, antwortete dieser:

Es gibt keine Regeln oder Gesetze, die solche kommerziellen Partnerschaften im Rahmen der EU-Präsidentschaft regeln. Es ist Sache der jeweiligen Präsidentschaft, über die genaue Form dieser Partnerschaften zu entscheiden.

Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft hat auf die Kritik reagiert. Das Coca-Cola-Logo ist nun nicht mehr direkt dem der Ratspräsidentschaft zu finden.

Mehr zum ThemaFoodwatch: Coca-Cola macht die Gesellschaft kränker

https://deutsch.rt.com/europa/85931-rumanische-eu-ratsprasidentschaft-wird-ihnen/

SPD-Treffen mit Friedrich Merz und Blackrock: Lobbyarbeit vom Feinsten

http://www.shutterstock.com, 360b, 182075147

Die SPD hat Friedrich Merz über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich kritisiert. Der Politiker strebte das Amt des Vorsitzenden der CDU an. Nun stellt sich nach einem Bericht der „Welt“ heraus, dass Merz als Blackrock-Vertreter einige Male Minister der SPD traf. Offensichtlich ein Lobbyisten-Treffen. Die SPD hat darüber nicht eigenständig berichtet….

„Millionäre aus der Finanzindustrie“

Dabei habe sich die SPD insgesamt gleich vier Mal mit Merz getroffen, so die „Welt“. Die zitiert aus einer Antwort der Bundesregierung nach der Anfrage von Fabio de Masi von der „Linken“. Die Treffen fanden zu einer Zeit statt, in der Merz noch eindeutig „Interessenvertreter“ bzw. sogar Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock Deutschland gewesen ist.

Am 17.10.2017 sowie am 7.3.2018 etwa traf der den damaligen Außenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel. Am 12.9.2018 hatte Merz ein Treffen mit dem Finanzminister Olaf Scholz und dessen Staatssekretär Jörg Kukies, der eine eigene besondere Geschichte hat: Kukies kam vom US-Investmentbankhaus Goldman Sachs. Bei dem Treffen ging es um „Finanzmarktfragen“.

Schließlich traf sich Merz auch mit dem Chef des Kanzleramtes Helge Braun von der CDU – am 26.4.2018. Die SPD muss sich jetzt den Vorwurf gefallen lassen, sie würde die Personalie Merz verlogen behandeln. Denn Ralf Stegner, Vize in der SPD, twitterte bei dessen Bewerbung um den Unions-Parteivorsitz fröhlich, dass es fraglich sei, sofern „Millionäre aus der Finanzindustrie politische Ämter in Volksparteien anstreben“.

Blackrock wiederum möchte die Altersvorsorge in Deutschland als derzeit größter Vermögensverwalter der Welt privatisieren. Daran verdient Blackrock. Zudem hat Blackrock jetzt bereits namhafte Anteile an großen deutschen Unternehmen aus dem Dax. Die SPD scheint sich dennoch mehrfach mit Blackrock-Merz getroffen zu haben – und in aller Öffentlichkeit denselben Mann bei dessen Offensive in Bezug auf den Vorstand angegriffen zu haben. Eine deutliche Politik jedenfalls sähe anders aus.

https://www.politaia.org/spd-treffen-mit-friedrich-merz-und-blackrock-lobbyarbeit-vom-feinsten/

Nigel Farage : Wie viele Abgeordnete hier im EU-Parlament haben Geld von George Soros erhalten?“

 

Der britische Europaabgeordnete Nigel Farage hat gestern im
Europäischen Parlament in Straßburg bei der Debatte über die
Paradise Papers den Einfluss des Multimilliardärs und
selbsternannten Philanthropen George Soros ins Spiel gebracht.

Farage zufolge treibe dieser intensive Lobbyarbeit unter den
europäischen Entscheidungsträgern. Es könnte sich hier um die
„größte und weitreichendste internationale, politische, geheime
Absprache in der Geschichte“ handeln, meint Farage.

Korrumpiert: Das sind die deutschen Mitglieder der US-Lobbyorganisation »Atlantikbrücke«

Von Anonymous

Transatlantisches Netzwerk im Solde Washingtons: Die Atlantikbrücke rekrutiert ihre Mitglieder in Deutschland vornehmlich aus Politik und Medien

 

Journalisten erklären uns die Welt, beeinflussen unsere Meinung, machen Politik. Wer aber erklärt den Journalisten die Welt, beeinflusst ihre Meinung und macht somit Politik? In Berlin gibt es die Hintergrundkreise in denen Politiker mit den Hauptstadtjournalisten kungeln. Gezielt werden bei einem guten Essen und reichlich teurem Rotwein sogenannte Hintergrundinformationen gegeben, unter dem Mantel der Verschwiegenheit Gerüchte gestreut und den Journalisten ein Gefühl der exklusiven Nähe vermittelt.

 

Folgende Journalisten sind Mitglied der Atlantikbrücke:

 

  • Schönenborn Jörg -ARD – Chefredakteur WDR-Fernsehen
  • Deiß Matthias -ARD – Hauptstadtstudio
  • Roth Thomas -ARD – Korrespondent New York
  • Mikich Sonja Seymour-ARD – Leiterin der Programmgruppe Inland des WDR – Monitor
  • Wabnitz Bernhard -ARD – Moderator Weltspiegel
  • Hassel Tina -ARD – Studio Washington seit 01.07.2012
  • Zamperoni Ingo -ARD – Tagesthemen, Nachtmagazin
  • Ehni Ellen -ARD – WDR Fernsehen – Leiterin der Programmgruppe Wirtschaft und Recht
  • Jahn Frank -ARD- Korrespondent London
  • Löwe Rüdiger -Bayrischer Rundfunk
  • Wilhelm Ulrich -Bayrischer Rundfunk – Intendant
  • Schröder Dieter -Berliner Zeitung – Herausgeber bis2001, seither Leitartikler, Autor
  • Schoeller Olivia -Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau – Leiterin Ressort Panorama zuvor USA Korrespondentin
  • Diekmann Kai -Bild Zeitung – Chefredakteur
  • Kessler Katja -Bild Zeitung – Klatschkolumne
  • Blome Nikolaus -Bild Zeitung – Leitung Hauptstadtbüro
  • Kallen Paul-Bernhard -Burda Media – Vorstandsvorsitzender
  • Pleitgen Frederik -CNN, davor ZDF, RTL, NTV
  • Feo de, Dr. Marika -Corriera della sera – Deutschlandkorrespondentin
  • Aslan Ali -Deutsche Welle TV
  • Meurer Friedbert -Deutschlandradio – Ressortleiter Redaktion Zeitfunk
  • Stürmer Michael -Die Welt – Chefkorrespondent, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur – Autor
    Sommer Theo -Die Zeit – Herausgeber, seit 2000 Editor-at-Large
  • Joffe Josef -Die Zeit – Herausgeber
  • Naß Matthias -Die Zeit – Internationaler Korrepondent
  • Brost Marc -Die Zeit – Leiter Hauptstadtbüro
  • Leicht Robert -Die Zeit – Politischer Korrespondent, Kolumnist Berliner Tagesspiegel
  • Ross Jan -Die Zeit – Redakteur
  • Stelzenmüller Constanze -Die Zeit – Redakteurin, Leitung des Berliner Büros des German Marshall Fund seit 2009 Senior Transatlantic Fellow
  • Klingst Martin -Die Zeit – US-Korrespondent
  • MCLaughlin Catriona -Die Zeit Referentin der Geschäftsführung, Zeit online
  • Heckel Margret -ehem. Welt – Welt am Sonntag – Financial Times Deutschland Politikchefin seit 2009 freie Journalistin und Buchautorin
  • Busse Dr. Nikolas -FAZ
  • Frankenberger Klaus Dieter-Frankfurter Allgemeine – Redakteur
  • Wrangel, von Cornelia -Frankfurter Allgemeine Zeitung – Redakteurin
  • Kammerer Steffi -Freie Journalistin schreibt für Stern, Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Spiegel online, Park Avenue
  • Seligmann Rafael -Freier Journalist – publiziert in Spiegel, B.Z., die Welt, Bild, Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung, Jüdische Allgemeine, Atlantic Times
  • Herles Helmut -Generalanzeiger – Chefredakteur
  • Schulte-Hillen Gerd -Gruner und Jahr – Bertelsmann bis 2003
  • Innacker, Dr. Michael J.-Handelsblatt – stellvertr. Chefredakteur
  • Steingart Gabor -Handelsblattgruppe – Geschäftsführung
  • Klasen-Bouvatier Korinna-Jungle World
  • Ippen Dr. Dirk -Münchner Merkur – Verleger
  • Marohn Anna -NDR – Persönliche Referentin von Intendant Lutz Marmor
  • Diehl Julia -NDR – Redakteurin
  • Bremer Heiner -ntv – Moderator „Das Duell“, Stern Chefredakteur
  • Kolz Michael -Phoenix – Leiter Redaktion Ereignis 2 – Stellvertr. Programmgeschäftsführer
  • Augter, Dr. Stefanie -Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, Brüssel, Pressesprecherin Familienministerium, Wirtschaftswoche, Handelsblatt
  • Arnold Tim -Pro-Sieben-Sat-1 – Senior Vice President Political Strategy der ProSiebenSat.1 Group
  • Schremper Ralf -ProsiebenSat1 – CFO Digital & Adjacent
  • Ebeling Thomas -ProSiebenSat1 Vorstandsvorsitzender
  • Procházková Bára -Respekt, Zeitschrift Tschechien
  • Krauel Thorsten Wilhelm-Rheinischer Merkur – Ressortleiter Innenpolitik
  • Ulbrich Sabine -Sat 1 – N24 Korrespondentin Washington
  • Ridderbusch Katja -schreibt aus Atlanta für Welt Handelsblatt Spiegel online, Deutschlandfunk, WDR, The European
  • Stuff Eckhard -SFB Ausbildungsleiter, RBB Kulturradio
  • Hoffman Christiane -Spiegel – Leiterin Hauptstadtbüro, FAZ
  • Hujer Marc -Spiegel online
  • Trautmann Clemens -Springer Verlag – Büroleiter Döpfner
  • Klaeden von Dr. Dietrich-Springer Verlag – Leiter Regierungsbeziehungen
  • Döpfner Mathias -Springer Verlag – Vorstandsvorsitzender
  • Gloger Katja -Stern – Korrespondentin, Washington – Ehefrau von Georg Mascolo, Chefredakteur Spiegel
  • Gohlke Reiner Maria -Süddeutsche – Vorsitzender der Geschäftsführung des Süddeutschen Verlags bis 2000
  • Wernicke Christian -Süddeutsche – US-Korrespondent
  • Klüver Reymer -Süddeutsche – USA-Korrespondent
  • Kornelius Stefan -Süddeutsche- Leiter Ressort Aussenpolitik
  • Dewitz von Ariane -Tagesspiegel
  • Schäuble Juliane -Tagesspiegel
  • Marschall, von Christoph-Tagesspiegel – Korrespondent Washington – Kommentator Deutschlandfunk, Deutschlandradio, Cicero, Atlantic Times
  • Rohwedder Cecilie -Tagesspiegel – Redakteurin
  • Rimscha, von Robert -Tagesspiegel bis 2004, FDP, 2011 Botschafter Laos
  • Lehming Malte -Tagesspiegel Us-Korrespondent
  • Görlach Alexander -The European – Herausgeber
  • Karnitschnig Matthew -Wall Street Journal – Büroleiter Deutschland
  • Kiessler Dr. Richard -WAZ – Sonderkorrespondent Aussenpolitik bis 2011, Freier Journalist, Kommentator deutschlandfunk, Deutsche Welle
  • Hombach Bodo -WAZ-Mediengruppe – Geschäftsführer, Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP)
  • Plättner Anke -WDR
  • Siegloch Klaus-Peter -ZDF – Korrespondent Washington, seit 2011 Lobbyist als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)
  • Biedenkopf-Kürten Susanne Gabriele-ZDF – Europaredaktion
  • Koll Theo -ZDF – Hauptredaktion Außen-, Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik
  • Burgard Jan Philipp -ZDF – Hauptstadtstudio, Morgenmagazin
  • Bellut Thomas -ZDF – Intendant
  • Kampen van Udo -ZDF – Leiter Studio Brüssel
  • Kleber Claus-Detlev -ZDF – Moderator Heute Journal
  • Schmiese Wulf -ZDF – Moderator Morgenmagazin
  • Jobatei Cherno -ZDF – Morgenmagazin
  • Theveßen Elmar -ZDF – Stellvertretender Chefredakteur – Leiter Hauptredaktion Aktuelles
  • Sölch Rudi -ZDF – Verwaltungsdirektor

 

Auszug aus »Gekaufte Journalisten« von Udo Ulfkotte

 

Lobbyisten bearbeiten nicht nur Politiker und hohe Beamte, sondern auch die Hauptstadtkorrespondenten. PR-Agenturen liefern fertige Texte in denen sie die Sicht ihrer Auftraggeber verbreiten. Und dann gibt es noch die Vereinigungen der Strippenzieher, Stiftungen, Institute, Center und Konvente. Eine der ältesten und auch wohl einflussreichsten Verbindungen von Finanzwelt, Grossindustrie, Militärs, Politik, Geheimdienst und Journalismus, ist die Atlantikbrücke. 1952 von dem Deutsch-Amerikanischen Bankier Eric M. Warburg in Hamburg gegründet hat sie sich die Pflege der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA auf die Fahnen geschrieben.

 

Buchtipp zum Thema: Gekaufte Journalisten von Udo Ulfkotte

 

Ein Autor mit dem Pseudonym Richard Schapke erklärt die Bedeutung der Atlantik-Bücke wie folgt:

 

„Mit dem beginnenden Kalten Krieg sorgten die Vereinigten Staaten sich um ihren politischen Einfluß in Mitteleuropa. Da man die Bundesrepublik nicht mehr wie zu Zeiten alter Besatzungsherrlichkeit per Dekret beherrschen konnte, verlegte der Rat für auswärtige Beziehungen (CFR), gewissermaßen die imperiale Denkfabrik der USA, sich auf eine mehr informelle Einflußnahme. Ergebnis war die Gründung des American Council on Germany. In diesem Ableger formulieren Vertreter der CIA-nahen Gewerkschaft AFL-CIO, die nicht ohne Einfluß auf die Gründung der antisozialistischen Einheitsgewerkschaft DGB war, gemeinsam mit Exponenten solch illustrer Bankhäuser wie Chase Manhattan (Rockefeller), Morgan Stanley, Brown Brothers Harriman (Bush), Goldman Sachs, Warburg oder der Bundesbank Federal Reserve die Grundzüge der amerikanischen Deutschlandpolitik. Mit am Tisch sitzen ferner die CIA und die US-Großkonzerne wie Exxon oder Pfizer.“

 

Transatlantische Netzwerk

 

Im Magnus-Haus in Berlin gegenüber der Museumsinsel befindet sich seit 1999 die Zentrale der Atlantik-Brücke. Im selben Haus hat auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker sein Büro. Nebenan patrouillieren Polizisten, dort wohnt Kanzlerin Angela Merkel. Bundespräsident Joachim Gauck gehört dazu, auf der Liste stehen Führungskräfte aus Banken und Konzernen, Spitzenpolitiker der maßgeblichen Parteien und bekannte Medienvertreter: der Fabrikant Arend Oetker, der Unternehmensberater Roland Berger, der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, ZDF-Moderator Theo Koll, Zeit-Herausgeber Josef Joffe und der Zeit-Journalist Matthias Naß, der auch bei den Bilderbergern geführt wird.

 

Zahlreiche Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag treffen sich hier, so der Vorsitzende Ruprecht Polenz und Philipp Mißfelder (beide CDU). Polenz tritt vehement für eine türkische Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein, was den Wünschen der Vereinigten Staaten entspricht. Vor diesem Hintergund ist es interessant, daß er sich im September 2011 im Magnus-Haus mit türkischen und amerikanischen Politikern zu einem „Arbeitsfrühstück“ traf.

 

Neben natürlichen Personen sind auch Institutionen und Unternehmen vertreten, etwa der Daimler-Konzern, die Deutsche Bank, Goldman Sachs, und der American Jewish Congress. Die Atlantik-Brücke ist eng verbunden mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) (die als eine Kopie des amerikanischen Originals gegründet wurde), mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) oder mit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Besondere Bedeutung haben die „Young Leaders“-Programme, die Nachwuchskräfte in die transatlantischen Netzwerke einbinden. Zu den „Young Leaders“ zählen Altpräsident Christian Wulff, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Grünen-Türken-Chef Cem Özdemir.

 

Je mehr ein Politiker seine Karriere dem transatlantischen Netzwerk verdankt, um so mehr hängt sein soziales Prestige davon ab und ist er diesem verpflichtet. Der Grüne Cem Özdemir verzichtete 2002 auf sein Bundestagsmandat, nachdem er wegen einer Bonusmeilen-Affäre in die Schlagzeilen geraten war. Er nutzte die Auszeit für ein Stipendiat in den Vereinigten Staaten, dort machte er sich mit dem amerikanischen Politikbetrieb vertraut. Unter anderem hatte er Kontakt zum „Project for the New American Century“, einer Denkfabrik, die für die weltweite Dominanz der Vereinigten Staaten wirkt. Nach seiner Rückkehr zog er ins Europaparlament ein, wo er Mitglied des Außenpolitischen Ausschusses wurde. Heute befürwortet Özdemir eine europäische Banken- und Schuldenunion, die auch von der Regierung in Washington angemahnt wird. Für den EU-Beitritt der Türkei ist er ohnehin.

 

Auch der CDU-Politiker Eckart von Klaeden und sein Bruder Dietrich gehören der Atlantik-Brücke an. Bis 2009 war Eckart von Klaeden außenpolitischer Sprecher seiner Partei, heute ist er Staatsminister im Kanzleramt. FDP-Mitglied Dietrich von Klaeden ist beim Springer-Konzern für die Kontakte zu Regierung und Parlament zuständig.

 

CDU-Spendenaffäre

 

Maßgeblich Beteiligte an der CDU-Spendenaffäre waren wie der Ehrenvorsitzende der Atlantik-Brücke, Walther Leisler Kiep, Mitglieder der Atlantik-Brücke e.V.

 

Protegierte

 

Ein Verfasser mit dem Pseudonym Richard Schapke berichtete 2002, daß einige bekannte Persönlichkeiten der Atlantik-Brücke zum 50. Jubiläum gratuliert und expliziert erklärt hätten, sie verdankten der Atlantik-Brücke ihre Karriere:

 

„Zum Jubiläum gratulierten der Atlantikbrücke (…) zahlreiche Personen, und zwar durch eine imposante Anzeige in der ,Welt’ vom 17. April 2002. Die Unterzeichner erklärten explizit, dem Netzwerk der Atlantikbrücke ihre Positionen zu verdanken. Zu der beunruhigenden pressure group rechnen sich unter anderem: Heinrich Aller (SPD) als niedersächsischer Finanzminister, Joachim von Arnim als Gesandter der BRD bei der NATO, Susanne Gabriele Biedenkopf-Kürten als Leiterin der ZDF-Europaredaktion, Johannes K. Borsche als Vizepräsident der Frankfurter Morgan Stanley-Niederlassung, Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD, (…) Thomas W. Geisel aus dem Ruhrgas-Vorstand, Bundesbankdirektor Dr. Klaus D. Geisler, Wolfgang Ischinger als BRD-Botschafter in Washington, Eckart von Klaeden als Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der Telekom-Vizevorstandsvorsitzende Dr. Raphael Kübler, Dr. Rudolf Lang als Vorstandsmitglied von Goldman & Sachs, Nikolaus Graf Lambsdorff als Kabinettschef der UNMIK-Protektoratsverwaltung im Kosovo, Kathrin Leeb als Vizepräsidentin der Deutschen Bank, der Schering-Manager Knut Mager, der Springer-Vorstand Steffen Naumann, der als Kriegshetzer gegen den Irak auffallende CDU-Außenpolitiker Dr. Friedbert Pflüger, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering als Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten im Europaparlament, der SPD-Politiker Ottmar Schreiner, Gottfried Spelsberg-Korspeter als RWE-Vorstandsmitglied, Michael Zissis Vassiliadis als Vorstandssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Matthias Witt als Geschäftsführer der Vogel Burda Communications GmbH sowie Redaktionsmitglieder des STERN, der “Financial Times Deutschland”, der FAZ, des “Tagesspiegel”, der ZEIT, des Bayerischen Rundfunks, von N24, SAT1 und der Süddeutschen Zeitung.” Wir gestatten uns abschließend, diese “unabhängigen Journalisten” namhaft zu machen: Dr. Nikolaus Busse, Christiane Hoffmann (FAZ), Katja Gloger (STERN), Malte Lehming (Tagesspiegel, US-Korrespondent), Theo Koll (Frontal21, ZDF), Rüdiger Löwe (Bayerischer Rundfunk), Eck Stuff (Ausbildungsleiter des SFB), Christian Wernicke (Europakorrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ in Brüssel), Sabine Ulbrich (Korrespondentin von N24 und SAT1 in Washington), Margaret Heckel (Financial Times Deutschland), Matthias Naß (Stellvertretender Chefredakteur der ZEIT), Anke Plättner (WDR).“

http://www.anonymousnews.ru/2016/07/26/korrumpiert-das-sind-die-deutschen-mitglieder-der-us-lobbyorganisation-atlantikbruecke/

DER FEHLENDE PART : Im Gespräch mit einem „Verschwörungstheoretiker“

 

Es gibt Verschwörungstheorien und es gibt Verschwörungspraxis. In vielen Bereichen
des Lebens gehören Verschwörungen zum Tagesgeschäft. Sei es bei Geheimdiensten,
organisierter Kriminalität oder so genannten Think Thanks, die Einfluss auf
politische Entscheidungen nehmen wollen.

Diese Meinung vertritt Journalist und Historiker Wolfgang Eggert, der zu
Themen wie Geheimdienste und okkulte Netzwerke mehrere Bücher verfasst hat.

RT Deutsch-Moderatorin Jasmin Kosubek besuchte den „berüchtigten
Verschwörungstheoretiker“ zu Hause und sprach mit ihm über sein Weltbild.