Das Lächerlichste an der „Diskussion“ um die Bargeldabschaffung ..

1323.. ist, dass so getan wird, als gäbe es nur
die Alternativen: „Baumwollzettel“ oder Giralgeld.

Ich bin kein IT-Spezialist, bin mir aber sicher, dass es genügend andere
und sichere (zumindest so sicher wie Papierzettel) Alternativen in Form
von Datenträgern gäbe, die man mit „Bargeld“ aufladen könnte, und die
dann auch der Freiheit und Anonymität von Bargeld entsprächen.

Das bedeutet Geld, welches sich nicht in Verwahrung und Gewalt
einer Bank befindet, und so frei wie anonym verwendet werden kann.

Ich habe bereits in mehreren Beiträgen erwähnt, dass es sogar das Beste
wäre, sich sein Gehalt auf diese Weise auszahlen zu lassen. Weshalb wird
jeder Gehaltsempfänger zu einem Gehaltskonto gezwungen, auf welchem er
lediglich einen Anspruch auf Auszahlung von Bargeld erwirbt.

Dadurch wurde dieses verkommene Bankstersystem
in seinem ganzen Ausmaß erst ermöglicht.

Verfüge ich beispielsweise über eine „Karte“ oder Ähnliches, die oder das mit
„Bargeld“ geladen ist, ist dies kein Giralgeld unter Kontrolle und in Besitz
der Banken mehr, sondern „echtes“ Zentralbankgeld.

Früher hatten nur Firmen oder reiche Leute Bankkonten. Löhne wurden mittels
Lohntüten oder direkt an der Firmenkasse ausbezahlt. Heute könnten diese Firmen
Dir stattdessen mit der Gehaltsabrechnung eine oder mehrere  (mit geringem
Aufwand prüfbare) geladene Karten oder andere Datenträger „bar in die Hand“
geben, mit denen Du überall anonym bezahlen könntest und auch in der Lage
wärst vom PC oder Handy aus Überweisungen zu tätigen.

Damit wäre dann sowohl das lächerliche Argument der „Hygiene“ des Bargeldes
entkräftet als auch die Möglichkeit gegeben durch gestaffelte Gültigkeit oder
schrittweise Entwertung solcher „Karten“ oder Datenträger „negative Zinsen“
bei höheren und über Jahre „gesparten“ bzw.nicht verwendeten Beträgen durchzusetzen.

Es geht dem Pack (sorry, aber es ist nichts anderes) hinsichtlich der Bargeldabschaffung
also ausschließlich darum, dass sich Geld stets in Besitz und unter Kontrolle einer Bank
befindet. Wer den „Besitz“ hat, hat auch die Gewalt über eine Sache.

Alle anderen Argumente sind Scheinargumente.

von PecuniaOlet

Die Zumutung, Bankkunde sein zu müssen

bargeld-abschaffungDie Bargeldabschaffung ist bereits der zweite Schritt. Der erste, der aus Bequemlichkeit
und falschem Vertrauen wie selbstverständlich vollzogen wurde, war der Zwang zu einem
Gehaltskonto durch Abschaffung der „Lohntüte“. Man hat es aufgrund eines völlig
ungerechtfertigten Vertrauens den Banken immer zu leicht gemacht.

Ohne Gehaltskonten etc. wäre der durch das frakt(ion)ale Reservesystem (in diesem Ausmaß)
erst ermöglichte Betrug gar nicht möglich gewesen. Um mit Karte zu zahlen oder Geld zu
empfangen, wäre im Übrigen auch gar keine Bank nötig.

Weshalb sollte es technisch nicht möglich sein, das Gehalt beim Arbeitgeber auf eine oder
mehrere Karten oder Ähnliches geladen zu bekommen, die „bargeld-wert“ wären und auf Wunsch
anonym und mit derselben Sicherheit wie eine „Bankkarte“ genutzt werden könnten?

Zu meiner Bundeswehrzeit bekam man den Sold auch bar ausbezahlt, das
ging sehr fix, und war jedesmal ein „sinnliches“ Erlebnis für sich.

Nur Bares ist Wahres! Am Wahrheitsgehalt dieser Aussage wird sich nichts ändern.

Es ist im Grunde bereits jetzt eine Frechheit, statt Bargeld als Gehalt lediglich
eine Forderung an die Bank ausbezahlt zu bekommen, deren gleichzeitige Inanspruchnahme
aller Gehaltsempfänger die Bank möglicherweise in die Pleite treiben würde.

Wo sind wir denn? Und wer sind wir, dass wir uns das gefallen ließen?

Man erhält als Gehalt kein echtes und gültiges Geld, sondern eine Forderung auf Auszahlung
desselben, und würden alle dies realisieren, müsste die Bank schließen. Und für diesen
Schwachsinn verlangen die Herren dann auch noch Gebühren für Überweisungen, Kontoführung etc.

Es geht nicht darum, ob Geld aus Papier oder Plastik ist, es geht letzten Endes um
die letzte Verfügungsgewalt und die Kontrolle der Zahlungsflüsse. Bargeldabschaffung
im geplanten Sinne entspricht einer Zwangsanleihe an die Bank.

Eine Bank meines Vertrauens gibt es nicht. Bereits ein Gehaltskonto ist Nötigung
und der erste Sündenfall, der den Weg zur Hölle der Bargeldabschaffung ebnete :
„Wir machen den Weg frei!“

von PecuniaOlet

 

Ein Recht auf die „Lohntüte“ !?

lohntütejpg

Die Abhängigkeit der Bürger vom „lebensnotwendigen“ Bankkonto hat
sich in Deutschland erst innerhalb der letzten 40-50 Jahre entwickelt.

Erhielten Arbeiter und Angestellte früher echtes Zentralbankgeld vom
Arbeitgeber bar auf die Hand, dessen eventuelle Überschüsse sie in ein
Postsparbuch einzahlten, so erhalten sie heute als Lohn nicht einmal mehr
richtiges, als gesetzliches Zahlungsmittel anerkanntes Geld, und dürfen
dafür zumeist auch noch Gebühren entrichten.

In den Sechzigern entdeckten die Banken das gewaltige schlummernde
Potential  deutscher „Haushaltskassen“ und überzeugten die Arbeitgeber
von der bargeldlosen Gehaltszahlung.

Die Bürger erhielten ein zunächst kostenloses Konto, und erst, als jeder
von einem solchen abhängig war, wurde kräftig an der Gebührenschraube gedreht.

Für das Zentralbankgeld, das der Bank für eine gewisse Zeit
kostenlos zur Verfügung stand, gab es indes keine Entschädigung.

Dagegen wurde für Abhebungen an Automaten anderer Banken und anderes
teils Gebühren erhoben, dass man meinen konnte, die Bank hätte dafür
eigens einen laufenden Geldboten losgeschickt.

Nicht zuletzt aufgrund der derzeitigen Diskussion über ein Bargeldverbot,
frage ich mich, weshalb ein zinsloses Gehaltskonto überhaupt bei einer
Bank geführt werden muss. Warum sollte einem der Arbeitgeber beispielsweise
(es gäbe diesbezüglich viele Möglichkeiten) nicht monatlich eine nicht
personalisierte, aber mit entsprechenden Sicherheitscodes versehene
„Gehaltskarte“ zusammen mit der Abrechnung „bar“ in die Hand geben können,
mit der man überall bezahlen oder sich mit Bargeld versorgen kann?

Oder weshalb sollte ein Konto auf Guthabenbasis nur bei einer Bank geführt
werden können? Weshalb nicht bei anderen Anbietern, die Nicht-Banken sind,
oder gar bei manch größeren Arbeitgebern selbst, in welchem ein „Dispo“
dann einer Art Vorschuss auf das nächste Gehalt entspräche?

Personaldarlehen gibt es ohnehin schon.

Dann bräuchten die Banken auch keinen Bank-Run befürchten.

Wer das Recht zur Geldschöpfung hat, dieses Recht gnadenlos missbraucht,
von den Bürgern kostenlos Zentralbankgeld zur Verfügung erhält, dafür
auch noch Gebühren verlangt, bei größeren Barabhebungen „herumzickt“
und dämliche Fragen stellt, sollte der auch noch ein Monopol
auf Führung eines Kontos haben ?

Wie blöd sind wir eigentlich, dies alles als völlig
normal zu empfinden und uns gefallen zu lassen ?