Asphaltierter Notstand – Marode Straßen und Brücken

 

Überall in der Republik liegt die Verkehrsinfrastruktur im Argen. Die Zustände
verschlechtern sich kontinuierlich, denn Deutschlands Straßen und Brücken werden
immer stärkeren Belastungen ausgesetzt.

Auf vielen Brücken gilt schon jetzt ein Tempolimit, weil sie sich in schlechtem
Zustand befinden und für den Verkehr von heute nicht ausgelegt sind.

Viele wurden im Nachkriegsdeutschland gebaut.

Leere Kassen in den Kommunen führen auf den Straßen zur Flickschusterei.
Qualitätsstandards spielen im Grunde keine Rolle mehr, es geht nur noch
um Gefahrenbeseitigung und Erhaltung der Verkehrssicherheit.

Dabei ist Deutschland das Transitland Europas und
eine funktionierende Infrastruktur essenziell.

Forscher versuchen, das Problem vor allem mit zwei Strategien in
den Griff zu bekommen: der Optimierung des bestehenden Straßennetzes
und der Erweiterung der Infrastruktur.

Spezielle Baustoffe, große Bauvorhaben und Hightech sollen helfen, Deutschlands
Straßen fit zu machen.Die Dokumentation „Asphaltierter Notstand“ berichtet über
marode Straßen und Brücken und fragt: Ist genug Geld da für dringend benötigte
Infrastrukturmaßnahmen, wird die Materialforschung ausreichend vorangetrieben?

Und hier ein passender Artikel aus der Süddeutschen Zeitung : Befahren verboten

Wahr und Unwahr ..

thWahr ist , dass Datenautobahnminister Alexander Dobrint eine umfassende Mautpflicht für
die Benutzung von Straßen in der BRD einführen will, und dass er diese Maut — ganz nach
dem Erfolgsmodell der Umwandung der “Rundfunkgebühr” in eine Quasikopfsteuer — lieber
als eine “Infrastrukturabgabe” benennt, weil das nun einmal besser als Maut klingt.

Unwahr ist hingegen (noch), dass demnächst auch Vignetten für Schuhe, Rollstühle,
Fahrräder, Rollatoren, Krücken und Inline-Skates erworben werden müssten, weil es
sich dabei um “neuartige Kraftfahrzeuge” handele. Eine solche Ausweitung der Mautpflicht
(Infrastrukturabgabe) ist nach Aussagen von gewöhlich völlig uninformierten Kreisen erst
in der nächsten oder übernächsten Legislaturperiode zu erwarten.

Gefunden bei : Proll Blog

Friedrich will Maut-Daten zur Überwachung nutzen

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Die Union will einem Medienbericht zufolge schon bald umfassende Bewegungsprofile
von Reisenden auf deutschen Autobahnen erstellen lassen. Sicherheitsbehörden sollten
nach Plänen des amtierenden Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) künftig
auf Millionen Datensätze aus dem Mautsystem zugreifen können,
berichtete „Spiegel Online“ am Mittwoch.

Dies gehe aus einem Forderungskatalog der Union für die Arbeitsgruppe
Innen und Justiz in den Koalitionsverhandlungen hervor.

Demnach bemängeln CDU und CSU, dass die Maut-Daten des Betreiberkonsortiums
Toll Collect bislang ausschließlich zur Bezahlung von Lkw-Autobahngebühren
genutzt werden dürfen und eine Weitergabe an andere Ämter strikt untersagt ist.

„Damit haben Sicherheitsbehörden auch zur Aufklärung von Kapitalverbrechen
oder zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben keinen Zugriff“, heißt es
in dem 30-seitigen Verhandlungspapier, das „Spiegel Online“ nach
eigenem Bekunden vorliegt.

Ziel sei deshalb die „Aufhebung der strengen Zweckbindung“.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : handelsblatt.com

CSU fordert Mittelmeerüberquerungsmaut für Nicht-EU-Bürger

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München (dpo) – Als Konsequenz aus der jüngsten Flüchtlingstragödie vor Lampedusa fordert
die CSU die Einführung einer Maut für illegale Mittelmeer­über­querungen. Vorgesehen ist,
dass Schlepper künftig einen festen Betrag zahlen müssen, wenn sie Hunderte Menschen in
einem winzigen Boot von Afrika nach Europa transportieren wollen.

EU-Bürger, die in die Gegenrichtung fliehen, sind von der Maut ausgenommen.

Innenminister Hans-Peter Friedrich und Verkehrsminister Peter Ramsauer erklärten
heute bei einer Pressekonferenz, warum die CSU die Maut schnellstmöglich im
EU-Parlament beschließen lassen will.

Friedrich bei der Präsentation der Mautpläne :

„Es kann nicht sein, dass diese Ausländer unser schönes Mittelmeer mit Leichen zumüllen und
nichts für die Bergung bezahlen“, wetterte Friedrich und gab zu bedenken: „Was für Sattelschlepper
auf deutschen Autobahnen gilt, muss auch für Menschenschlepper auf dem Mittelmeer gelten.“

Sobald die Mittelmeerüberquerungsmaut beschlossen ist, kann in allen größeren nordafrikanischen
Städten eine Vignette erworben werden, die gut sichtbar am Boot befestigt werden muss.

Wochen- (25 Euro), Monats- (50 Euro) und Jahresvignetten (200 Euro) sollen dabei
jeweils günstiger sein als Vignetten für eine einmalige Überfahrt (10 Euro).

Booten in Seenot wird nur dann von der Küstenwache geholfen, wenn sie über eine
gültige Vignette verfügen und diese noch gut sichtbar aus dem Wasser ragt.

Ein Teil der Einnahmen soll dabei auch in die Instandhaltung der Strände Italiens,
Spaniens und insbesondere Mallorcas fließen. Hans-Peter Friedrich verspricht sich
durch die Einführung der Mittelmeermaut außerdem einen Rückgang der Armutsflüchtlinge,
die ihm schon lange ein Dorn im Auge sind.

Schlepper und Flüchtlinge würden sich künftig zweimal überlegen, ob sie die lebensgefährliche,
illegale Überfahrt in einem winzigen Boot riskieren sollen, wenn sie dafür bezahlen müssten.

Gefunden bei : Der Postillon

LKW Maut rechtswidrig

Bund drohen Milliardenverluste bei der LKW-Maut. Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster hatte Ende Oktober 2012 der Klage eines Fuhrunternehmers gegen die Bundesrepublik Deutschland stattgegeben und die Berechnung der LKW-Maut für unwirksam erklärt.

 

Dem Bund drohen Mautrückzahlungen in Milliardenhöhe. Wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) berichtet, liegen dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in Köln rund 6000 Anträge auf Mauterstattung vor. „Zudem sind derzeit 27 Erstattungsklagen rechtsanhängig“, bestätigte das BAG auf Anfrage. Die geltend gemachten Ansprüche belaufen sich „nach überschlägigen Hochrechnungen des BAG auf Basis der eingereichten Klageforderungen auf bis zu 1,75 Milliarden Euro“, bestätigte ein Sprecher des Amtes dem Handelsblatt.
Auslöser für die Rückerstattungswelle ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster. Dies hatte Ende Oktober 2012 der Klage eines Fuhrunternehmers gegen die Bundesrepublik Deutschland stattgegeben und die Berechnung der LKW-Maut für unwirksam erklärt. Der Bund hat zwar Ende Januar Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Urteil eingelegt, allerdings rechnen Experten mit dem Schlimmsten. „Das Urteil ist überdeutlich“, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter dem Handelsblatt.
Wird das Urteil endgültig rechtskräftig, dann wirkt sich dies auch auf Musterklagen gegen die Mautberechnung aus, die derzeit beim Verwaltungsgericht Köln anhängig sind. „Die Kammer wird sich an dem Münsteraner Entscheidung orientieren“, sagte ein Gerichtssprecher dem Handelsblatt.
Auch die Schadensersatzklage gegen den Mautbetreiber Toll Collect gerät mit dem Urteil ins Wanken. Wie das Handelsblatt aus Kreisen des Konsortiums um die Anteilseigner Daimler AG und Deutsche Telekom AG erfuhr, argumentieren die Anwälte inzwischen im Schiedsverfahren, dass die Grundlage für die Klage mit dem Münsteraner Urteil entfallen sei. Der Bund verlangt seit mehr als acht Jahren von Toll Collect rund fünf Milliarden Euro plus Zinsen zurück, weil das Mautsystem erst 2005 und nicht wie geplant 2003 starten konnte.

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/etc/12335-lkw-maut-rechtswidrig

SPD / GRÜNE wollen Bus-Maut

In ihrem ständigen Bemühen, den Untertanen noch mehr Geld aus den Taschen zu pressen, planen SPD und Grüne eine generelle Bus-Maut. Betroffen sind vor allem jene, die sich sonstige Reisen kaum leisten können: Arbeitslose, Rentner und Jugendliche.

 

SPD und Grüne wollen offenbar die Einführung einer generellen Bus-Maut in Deutschland vorantreiben. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet, ist auch deshalb die Umsetzung eines preisgünstigen, neuen Fernbusliniennetzes ins Stocken geraten.

Das Vorhaben hänge gut ein Jahr nach dem Beschluss des Bundeskabinetts im parlamentarischen Verfahren fest.

Derzeit werden in Deutschland Lkw zur Kasse gebeten, wenn sie Autobahnen oder bestimmte Bundesstraßen nutzen. Bei Bussen ist das nicht der Fall, ob bei Kaffeefahrten oder Urlaubsreisen. Laut Zeitung plant die Regierung im Rahmen der Liberalisierung des Fernbusverkehrs lediglich eine Prüfung der Bus-Maut bis 2015. Im Verkehrsministerium wolle man abwarten, wie teuer die Nutzung von Fernbussen für den Verbraucher werden wird. SPD und Grüne seien hingegen für eine „Maut für Kraftomnibusse“, um Nachteile für die Bahn und die öffentlich finanzierten Nahverkehrsangebote durch Fernbusse zu vermeiden.

Zur Umsetzung seiner Pläne benötigt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Hilfe der Opposition, denn der Bundesrat muss dem Vorhaben noch endgültig zustimmen. Ramsauer sagte der Zeitung, er hoffe sehr, „dass das Gesetz bald vorankommt“.

http://www.mmnews.de/index.php/politik/10363-spdgruene-wollen-bus-maut

BAG – Polizeikontrolle auf Autobahn – Die Begegnung mit den modernen Raubrittern

Am 15.5.2012 um ca. 8.30 Uhr,erhielt ich einen Anruf von unserem Kraftfahrer, Hr. Lutz Bundesmann. Dieser berichtete mir am Telefon, dass er sich in einer BAG-Kontrolle  auf dem Autobahnparkplatz an der A 4 zwischen den Anschlußstellen Ottendorf Okrilla und Hermsdorf in Fahrtrichtung Dresden befindet.Die Leute vom BAG wollten seine Papiere ausgehändigt haben, um einen Kontrollbericht über die nicht entrichtete Autobahnmaut zu fertigen.

Da er von mir eine schriftliche Weisung über das Verhalten bei Kontrollen durch BAG, Polizei und Zoll, mitführt, fragte er mich, was er nun tun solle. Er sollte mir einen Kontrolleur ans Telefon geben, damit ich ihm die Rechtslage schildern konnte. Nach meiner Frage nach seinem Ausweis, bestätigte mir der Kontrolleur, im Besitz eines Dienstausweises zu sein. Daraufhin klärte ich ihn auf, dass er für diese Angelegenheit nicht zuständig ist und forderte ihn auf, das Fahrzeug weiterfahren zu lassen.

Er entgegnete mir, die Polizei zu rufen, wenn der Fahrer die geforderten Dokumente nicht herausgibt. Meine Antwort:“Dann tun sie das!“. Meinen Fahrer wies ich noch einmal an, die BAG zu ignorieren, um seine Fahrt fortzusetzen. Dies war nicht möglich, da einer der Kontrolleure sich vor den LKW stellte um die Weiterfahrt zu verhindern. Kurzentschlossen fuhr ich mit dem PKW zur Kontrollstelle. Beim meinem Eintreffen war die angeforderte Polizei noch nicht vor Ort, dafür aber zwei zusätzliche BAG-Kontrollfahrzeuge. Eines davon stand quer vor dem Führerhaus, das andere daneben.

Als bemerkt wurde, dass ich die Lage bildlich festhalte, flüchtete das quer vorm Führerhaus stehende BAG-Kontrollfahrzeug.Wie sich später herausstellte,war die „Flüchtende“ (CARINA JAKSCHIK), die Kontrolleurin vom Vortag.

Auf meine Frage, was denn hier los sei, wurde ich aufgefordert, mich auszuweisen. Dies tat ich mit meinem Personenausweis, worauf man mich fragte, was das sei. Meine Antwort: “Das ist mein Personenausweis!“.

Man forderte mich auf, meinen PERSONALausweis vorzulegen. Ich sagte: “Ich habe keinen PERSONALausweis mehr, ich bin Selbstverwalter!“ und forderte die beiden BAG Leute auf, sich auszuweisen. Herr STEFFEN MOCHE zeige seine DIENSTausweis, der andere verweigerte die Angabe seines Namens und Vorlage seines Ausweises.

Inzwischen traf auch die angeforderte Polizei ein und erkundigte sich beim BAG über die Sachlage. Zwei weitere BAG-Leute kamen hinzu, um das Gespräch zu verfolgen. Polizeihauptmeister(PHM) LUTZ FANKHÄNEL von der Autobahnpolizei Bautzen fragte: “Warum wurde die Polizei gerufen? Mautkontrolle ist doch Aufgabe des BAG!“

Ich sagte ihm, dass wir aufgrund fehlender Gesetzeslage keine Maut mehr bezahlen. Das BAG ist anderer Meinung und verhindert die Weiterfahrt. Ich möchte eine Anzeige wegen Nötigung und Rechtsbeugung machen. Darauf ließ er sich nicht ein. Nun forderte die Polizei vom Fahrer die angeforderten Dokumente und übergab diese dem BAG, worauf sie ihren Kontrollbericht fertigten. Polizeiobermeister (POM) REMO VOGEL kam auf mich zu und wies mich an, dass der LKW an der Abf Hermsdorf die Autobahn zu verlassen hat, sich an der Tankstelle in das Mautsystem einbuchen MUSS, sonst würde er den LKW festsetzen. Auf meine Frage, wie er das tun wolle, entgegnete er mir: “Ich lege den LKW an Ketten!“

PHM FANKHÄNEL erklärte ich die Rechtslage und übergab ihm das Schreiben vom Polizeigewerkschafter Volker Schöne und das Schreiben „An alle anständigen Verwaltungsbeamten der BRD“.

Mein Chef, Selbstverwalter Dietmar Erich S c h n e i d e r , rief mich an um mir mitzuteilen, dass Hr. Hottinger (Chef der Autobahnpolizei Bautzen) auf einen Rückruf von mir wartet. Unverzüglich telefonierte ich mit Hr. Hottinger, erklärte ihm Situation und Rechtslage. Von dieser „neuen Rechtslage“ hatte er noch nie etwas gehört und schlug mir vor, eine einstweilige Verfügung bei Gegicht zu erwirken um eine Weiterfahrt zu ermöglichen. ;-) ).

Ich erklärte ihm dass Privatgerichte für mich nicht zuständig sind, sondern nur der Internationale Strafgerichtshof in DEN HAAG. Um die strafrechtlichen Konsequenzen gegen seine beiden Kollegen zu vermeiden, bat ich ihn, diese anzuweisen, sich vom Ort des Geschehens zu entfernen. Vermutlich ging er auf meinen Vorschlag ein, denn Minuten später saßen die beiden Polizisten im Auto und verschwanden. Nun beschloss ich den LKW zu übernehmen um die Fahrt nach Bülstringen bei Magdeburg fortzusetzen.

Der sich mir nicht ausgewiesene „Mann“ vom BAG wies mich an, in Hermsdorf die A4 zu verlassen, drohte bei Zuwiderhandlung mit einem erneutem Wiedersehen an der Anschlußstelle DD Flughafen. Ich sagte: “Ok.!“ und fuhr los. nzwischen war es 10.15 Uhr. Das Kontrollorgan des BAG folgte sofort. Natürlich ignorierte ich seine Anweisung und blieb auf der Autobahn. Kurz vor DD Flughafen überholten sie mich, schalteten Blaulicht ein und den debase blinkenden Schriftzug „Bitte folgen-Follow me“ und bremsten mich aus.

Ich blieb auf der Mittelspur, überholte sie und ignorierte auch diese Aufforderung.Nun schalteten sie empörter Weise das Blaulicht wieder aus. An der nächsten Abfahrt versuchte sie zwischen mich und dem vorrausfahrendem LKW einzuscheren, natürlich wieder mir komplett eingeschalteter „Beleuchtungsanlage“. Damit ihnen das gelang, hielt ich den Abstand gering. Der Puls der „BAG Beamten“ schnellte in die Höhe. Spielstand 2:0 für mich.

Ihnen blieb nichts anderes übrig, als sich hinter mir einzuordnen. Kurz vor der Raststätte Wilsdruff am Autobahndreieck kam ein Auto vom Zoll aus Richtung Prag und blieb auf gleicher Höhe rechts neben mir. In der Ausfahrtspur zur Raststätte beschleunigte der Zoll und setzte sich vor den zweiten vor mir fahrenden russischen LKW. Der LKW vor mir, setzte zum Überholen an, das tat ich ebenfalls und fuhren an der Raststätte vorbei. Spielstand 3:0.

An der Abf. Wilsdruff verließ der Zoll mit dem russischen LKW die Autobahn. Ca. 3 km weiter Richtung Chemnitz stand ein Auto der grünen Polizei am Standstreifen und beobachtete den Verkehr. Beim Passieren gab das hinter mir fahrende BAG Auto Lichthupe zum Auto der Polizei. Mir war sofort klar, hier wird Verstärkung angefordert. Das beim Spielstand 3:0! Am Autobahndreieck Nossen überholte mich dieses Polizeiauto und fuhr mit Abstand und 90 km/h vor mir her. So passierten wir die Abf. Nossen-Ost. Kurz vor der Abf. Nossen-Nord schaltete der hinzugekommene Mitspieler seine „Lichtverständigungsanlage“ein und signalisierte mir somit ein erneutes Verlassen der Autobahn. Der Mitspieler vom BAG begleitete mich links, mit vollständig eingeschalteter „Beleuchtungsanlage“. Da nun in Überzahl gespielt wurde, entschloss ich mich für eine kurze Auszeit. Wir verließen die Autobahn, fuhren auf den ESSO-Autohof.

Auf dem Parkplatz angekommen, sprang die neu hinzugekommene blonde Mitspielerin des Polizeiautos aus dem Wagen, stellte sich vor meine Fahrertür, ich ließ die Scheibe herunter, sie sagte: “Guten Tag, Autobahnpolizei, steigen sie aus, ich möchte ihre Papiere sehen.“

Darauf ich: “Guten Tag, können sie sich bitte ausweisen?“.

Darauf riss diese blonde, mir unbekannte Frau meine Fahrertür auf und schrie mit in ihre Hüften gestemmten Armen: “Steigen sie sofort aus!“.

Ich nahm die Fahrertür, knallte sie wieder zu und verriegelte von innen. Dann sagte ich: “Ich bleibe in meinem Fahrzeug, bitte weisen sie sich aus!“.

Sie: “Das kann ja wohl nicht war sein, ich brauche mich nicht ausweisen, es ist ja wohl zu sehen, dass ich die Polizei bin und verwieß auf den Schriftzug “Polizei“ auf ihrer Kleidung.

Ich: “Da kann ja jeder kommen, bitte weisen sie sich aus!“.

Sie spurtete auf die Beifahrerseite, riss diese auf und brüllte: “Steigen sie jetzt SOFORT aus!!!“.

Kurzentschlossen sprang ich auf die Beifahrerseite, riss die Tür, welche sie noch festhielt, zu, verriegelte sie ebenso von innen. Der Spielstand in diesem Moment ist unklar. Ich setzte mich wieder auf den Fahrersitz, öffnete die Scheibe und sagte: “Bitte weisen sie sich aus!“

Sie brüllte: “Ich habe keinen Ausweis!“.

Nun kam ein empörter Kollege hinzu, ich fragte ihn: “Können sie sich ausweisen?“.

Er zeigte mir seinen Dienstausweis, darauf sagte ich zu ihm: “Bitte zeigen sie mir ihren Personalausweis, dieser gehört bei Vorlage eines Dienstausweises dazu, da sie Privathafter sind und ich ihre Adresse für die weitere Korrespondenz benötige.“

Nun brüllten beide: “kommen sie SOFORT raus!!!!“

Ich:“ Nein ich bleibe sitzen!“.

Daraufhin stellten sie das Polizeiauto quer vor mein Fahrerhaus und das BAG Auto stellte sich Quer hinter den LKW. Nun wurde das Überzahlspiel astray und ich entschloss mich einen Unparteiischen hinzuzuziehen, wählte auf meinem Telefon 110. Das war ja nun wirklich Nötigung!

Bei Annahme des Notrufes, gab ich meinen Namen, den aktuellen Standort sowie Angabe der Tatsache, von zwei Fahrzeugen von der Autobahn gedrängt worden zu sein, durch. Weiterhin gab ich an, von den Fahrzeuginsassen an meiner Weiterfahrt gehindert zu werden. Ich fragte, ob die Kennzeichen dieser Fahrzeuge benötigt werden, was bestätigt wurde. Folgende Daten wurden aufgenommen: Kennzeichen BAG-Fahrzeug: K-MK 7620, Kennzeichen des anderen Autos kann ich im Moment nicht erkennen, aber es sieht aus, wie ein Polizeiwagen.

Darauf fragte er mich, ob er einen dieser Kollegen sprechen kann. Das versuchte ich, rief POM STEFAN REICHEL: “Kommen sie bitte ans Telefon, der Polizeinotruf möchte mit ihnen sprechen!“.

POM REICHEL brüllte: “Ich unterhalte mich nicht mit ihrem Telefon, steigen sie aus!“.

Ich sagte zum Notrufmann: “Ich glaube, er möchte nicht mit ihnen sprechen, schicken sie bitte jemanden von der Polizei vorbei, um diese Situation aufzuklären.“

Wir beendeten das Gespräch. Die blonde, mir unbekannte Frau kam wieder ans Fenster und schrie mich an: “Steigen sie SOFORT aus!!!“.

Ich : “Bleiben sie ruhig, die Polizei kommt gleich vorbei!“.

Sie schrie wieder: “Wir sind wohl keine Polizei oder was?“.

Ich: “Sie können sich doch nicht ausweisen!“, schloss das Fenster, sinnierte über den Spielstand und wartete auf das Eintreffen der Polizei. Zwischenzeitlich kamen wieder neue Mitspieler dazu: Ein PKW vom BAG, drei weitere Polizeiautos, ein Krankenwagen und der Notarzt. Nun traf der über Notruf verständigte PHM JENS VOLKMANN ein. Die komplette Spielgemeinschaft versammelte sich an seinem Fahrzeug-Lagebesprechung-Ermittlung des Spielstandes.

Der Unparteiische kam an mein Fenster und fragte, ob er mit mir reden könne. Ich bejahte und fragte: “Können sie sich ausweisen?“. Er: “Mein Name ist VOLKMANN, ich habe hier meine Visitenkarte für sie.“ und reichte mir diese. Diese Form der Ausweisung der Polizei war völlig neu für mich.

Da der Unparteiische durch mich angefordert wurde, akzeptierte ich und kam seinem Wunsch entgegen, auszusteigen um auf gleicher Augenhöhe zu reden. Er bat um meinen Ausweis, ich legte ihm meinen Personenausweis vor.

Seiner Frage nach dem Personalausweis, erwiederte ich, dass ich nicht im Besitz eines solchen bin, und unter  Selbstverwaltung stehe. Er forderte noch Fahrzeugscheine, Ladedokumente, EU-Lizenz, Führerschein und Fahrerkarte des elektronischen Kontrollgerätes. Ich händigte ihm alles aus, er übergab es dem BAG, welche wiederum Kontrollberichte/Anzeigen fertigten, dies geschah ohne meinem Beisein.

Inzwischen wurde die blonde, mir unbekannte Frau intensivst vom Notarzt auf über Körperverletzungsspuren untersucht. Nach Beendigung des Prozedere kam PHM VOLKMANN wieder zu mir und gab mir die ausgehändigten Dokumente zurück. Er wollte wissen, ob ich die Fahrt nach Magdeburg fortsetzen werde. Das bestätigte ich ihm.

Darauf gab er mir zu verstehen, dass mit weiteren Maßnahmen seiner Firma zu rechnen sei, wenn ich keine Maut buche. Ihm wurde von mir noch einmal die Rechtslage erklärt. Er erwiderte, dies sei nur meine Meinung, worauf ich ihn noch einmal auf die Faktenlage hinwies.

Wir verabschiedeten uns, ich ging mit meinem Kraftfahrer Lutz Bundesmann, er war die ganze Zeit Zeuge des Geschehens, einen Kaffee trinken um die Geschehnisse zu besprechen. Wir konnten beobachten, dass sich hinzugekommene Mitspieler vom „Spielfeld“ zurückzogen. Nur zwei BAG-Autos blieben übrig. Als ich wieder zurück zum LKW ging, fuhr das BAG-Auto von Ottendorf-Okrilla auf mich zu und der mir Unbekannte Kontrolleur wies mich wiederum an, mich ins Mautsystem einzubuchen. Dann verließen beide BAG-Autos den Ort des Geschehens.

Vermutlich hatten sie sich mit dem neuen Spielstand 3:1 abgefunden, wobei ich mir nicht sicher bin, ob 3:1 satisfactory ist?! Inzwischen war es 12.45 Uhr und ich begann die Fahrt auf der Autobahn nach Magdeburg fortzusetzen. An der Raststätte Hansens Holz bemerkte ich beide Mitspieler des BAG erneut, sie folgten mir wieder. Am Parkplatz Leisnig fuhren sie beide ab. Hatten sie etwa keine Lust mehr, weiterzuspielen? So fuhr ich ungestört weiter, bis Ausfahrt Klinga. Dort verließ der PKW vom BAG die Autobahn.

An der Raststätte vor Abf. Könnern machte ich kurz Pause, um etwas zu trinken zu kaufen. Plötzlich stellte ich fest, es gab noch Mitspieler. Ein BAG-Transporter fuhr langsam an mir vorbei, postierte sich in der Schwerlastparkspur zur Ausfahrt auf die Autobahn. Ein Polizeiauto von Sachsen-Anhalt stellte sich vor mir auf den PKW-Parkplatz, zwei übergewichtige Mitspieler stiegen aus und beobachteten mich.

Völlig unbeeindruckt lief ich an ihnen vorbei und ging in die Raststätte. Als ich zurück kam, sprachen beide übergewichtigen Mitspieler mit dem inzwischen aufgetauchten Fahrzeuginsasse des BAG-PKW (vom Aktionsort Nossen). Ich stieg ein und fuhr los. Der BAG-Transporter von der Schwerlastspur folgt mir. An der Abf. Könnern verließ ich die Autobahn und setzte meine Fahrt auf der Bundesstraße nach Magdeburg fort. Der BAG-Transporter folgte mir bis hinter Bernburg und fuhr in Staßfurt wieder auf die Autobahn Richtg. Magdeburg auf. Nach einigen Kilometern bemerkte ich, dass der BAG-PKW (Aktionsort Nossen) mir noch immer folgte. Das versuchte er unauffällig bis Magdeburg.

Auf der Schnellstr. in Magdeburg vergrößerte sich sein Abstand durch hohes Verkehrsaufkommen, hinter einer Rechtskurve,in die er nicht einsehen konnte, befindet sich Ausfahrt Kannenstieg, an der ich nun abfuhr. Als er dies bemerkte, hatte er verloren…..er konnte meinem Weg nicht mehr folgen. Endstand 4:1! Spielende. Leider hatte ich keine Telefonnummer von ihm, um ihn erklären zu können, wo er lang fahren soll, um mich wiederzufinden. Drum ist der Weisheit letzter Schluß, dass dieser Mensch was lernen muss.

Ein paar Bilder aus der Aktion:

http://staseve.wordpress.com/2012/05/21/die-begegnung-mit-den-modernen-raubrittern/