Die Macht der Pharma Firmen

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Deutsche müssen teure Medikamente kaufen

Die Deutschen zahlen 4,6 Milliarden Euro zu viel für Medikamente.

Patienten und Kassen könnten jedes Jahr Milliarden sparen, wenn Ärzte
verstärkt die günstigeren Alternativpräparate verschreiben.

Doch die Pharma-Industrie blockt ab. Ab 2014 werden Medikamente noch teurer.

Die Deutschen könnten jährlich insgesamt 4,6 Milliarden Euro bei den Ausgaben
für Medikamente sparen. Ärzte müssten einerseits konsequent günstigere Generika
verschreiben. Andererseits müsste das Preisniveau patentgeschützter Medikamente
auf das Niveau der Preise in Frankreich herabgesetzt werden.

Hier sind patentgeschützte Präparate im Schnitt ein Drittel günstiger als in Deutschland.

Auch in Großbritannien, Schweden und in den Niederlanden sind die Preise niedriger
als in Deutschland. Der Staat kann in diesen Ländern als größter Abnehmer der
Arzneimittel hohe Rabatte in Verhandlungen mit der Pharmaindustrie herausschlagen.

„Würde jeweils das günstigste Generikum verordnet, könnten 1,6 Milliarden Euro eingespart
werden“, heißt es in einer Studie der AOK. Im Durchschnitt kosten patentgeschützte Arzneimittel
zehnmal mehr als Generika-Präparate, die die gleiche Wirkung haben, so die AOK-Studie.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Chemie im Wasser – Die unsichtbare Bedrohung

Medikamente und Chemikalien gelangen in stetig wachsenden Mengen in Gewässer und Trinkwasser.

Viele Jahre beschwichtigten Behörden und Wissenschaftler, die gemessenen Konzentrationen
seien weit unterhalb der Wirkschwelle, Gefahren deshalb ausgeschlossen.

Doch immer häufiger entdecken Forscher negative Auswirkungen dieses chemischen Cocktails.

Fische und Amphibien verweiblichen, Schäden an Gehirn, Leber und Kiemen nehmen zu.

Auch bei Menschen breiten sich Allergien und Antibiotika-Resistenzen aus.

Bislang fehlen eindeutige Belege für einen Zusammenhang mit den chemischen Rückständen im Wasser.

Doch niemand kann sagen, welche Folgen es hat, wenn Menschen über lange Zeit Hunderte von Stoffen
über das Trinkwasser zu sich nehmen – und sei es in niedrigen Konzentrationen.

Der Ökotoxikologe Peter von der Ohe vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig sammelt
Wasserdaten aus ganz Europa. Sein Ergebnis: „Europas Gewässer werden auf viel zu wenige Stoffe
untersucht und die Grenzwerte sind zu hoch.

Nach unseren Daten können nur 15 Prozent der Gewässer als wirklich sauber gelten.

Rund die Hälfte ist dagegen deutlich beeinträchtigt.“ Andere europäische Wissenschaftler bestätigen
diese Einschätzung. So kann die Pariser Biologin Barbara Demeneix nachweisen, wie die Schadstoffe
im Wasser die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen, und ihr britischer Kollege Charles Taylor zeigt
auf, dass die kontaminierte Flüssigkeit dazu führt, dass Fischmännchen Eier produzieren statt Spermien.