Pressewahnsinn: „Rechtsstaat darf nicht dem Schutz der Bürger geopfert werden“

Max Erdinger Foto: JouWatch

 

Beim Tagesspiegel ist gestern ein Kommentar von Gerd Nowakowski erschienen, der in seiner ganzen Bemühtheit, die Realität zu verdrängen, sicherlich interessant für einen Psychiater wäre. Eine Medienkritik.

von Max Erdinger

 

Nowakowski Schlagzeile – Zitat: „Der Rechtsstaat darf nicht dem Schutz der Bürger geopfert werden.“ – Zitatende.

 

Da hat er etwas Wichtiges verpasst, der Herr Nowakowski. Was bereits geopfert worden ist, kann nicht noch einmal geopfert werden. Der Rechtsstaat ist bereits geopfert worden. Und zwar von Frau Merkel und ihrer Regierung. Asylrecht? – Interessierte nicht die Bohne. Schutz der Grenzen dieses Rechtsstaats? – Abgeschafft. Freie und unabhängige Presse? – Praktisch inexistent. Recht auf freie Meinungsäußerung? – Per Kunstbegriffen wie „Fake-News“ und „Hate-Speech“ in den Orkus befördert. Bürgerrechte? – Zugunsten globaler „Menschenrechtlichkeit“ verraten. Was bitteschön, hätte da heute noch „dem Schutz der Bürger“ geopfert werden können? Und wieso überhaupt „Bürger“? Die Bürger sind schon längst zu „die Menschen“ degeneriert, unterteilt in solche, „die schon länger hier leben“ und solche, die „neu dazugekommen sind“ – wobei Letztere sich in einem ernüchternden Ausmaß weigern, das Rechts- und Wertesystem dieser völlig degenerierten und dekadenten Meinungs-Gesellschaft zu akzeptieren, die sie im tiefsten Inneren verabscheuen.

 

Aber angenommen, es ginge tatsächlich darum, den Rechtsstaat erst jetzt „nicht zu opfern“, und zwar „dem Schutz der Bürger nicht“: Frau Merkels Phantastereien von der Menschlichkeit und ihren roten Feudalattitüten hätte sie wohl geopfert werden dürfen, ja? Dem Schutz der Bürger aber nicht?

 

Zitat: „Deutschland wird mit Taten wie in Hamburg leben müssen.“ – Zitatende.

 

Nein. Deutschland wird zusehen müssen,wie es das Gesindel wieder loswird, das hierzulande solche Straftaten begeht.

 

Zitat: „Wenn es etwas Tröstliches in der furchtbaren Attacke gibt, dann, dass sich eine wehrhafte Zivilgesellschaft gezeigt hat.“ – Zitatende.

 

Die wehrhafte Zivilgesellschaft hat sich gezeigt? Wie damals auf der Kölner Domplatte, so wehrhaft? Ein einziges Mal setzen sich „Bürger der Zivilgesellschaft“ zur Wehr, Tunesier meines Wissens, und vereiteln die Flucht des Täters, während in Konstanz einer mit einer MI 16- Maschinenpistole in der Disco herumschießt – und im Tagesspiegel phantasiert ein gewisser Nowakowski von der Tröstlichkeit einer „wehrhaften Zivilgesellschaft“ daher? Vier „wehrhafte Zivilisten“ in drei Tagen tot, weil sie so wehrhaft gewesen sind? Eine wehrhafte Zivilgesellschaft, der über Jahrzehnte eingebläut worden ist, daß Waffen gefährlich sind, daß bei Gegenwehr die Verhältnismäßigkeit strikt zu bewahren ist, daß Gewalt per se zu ächten ist, daß sämtliche Konflikte auf Waschweiberart verbal zu lösen sind und daß es nichts heiligeres gibt, als das staatliche Gewaltmonopol? Das soll eine „wehrhafte Zivilgesellschaft“ sein? Das einzige, was meinereiner aus einer solchen lächerlichen Behauptung schließt, das ist, daß es anscheinend größere Lücken im Betäubungsmittelgesetz gibt, die ein gewisser Redakteur des Tagesspiegel zu nutzen weiß.

 

Zitat: „Nicht schon wieder! Diesmal Hamburg. Im Erschrecken des ersten Augenblicks rücken wieder die Bilder nah heran. Aus Würzburg, wo vor einem Jahr ein 16-jähriger Flüchtling mit einer Axt im Nahverkehrszug fünf Menschen schwer verletzte, bevor er selbst erschossen wurde. Oder Ansbach, wo ein Anschlag mitten auf einem Musikfestival nur deswegen verhindert wurde, weil die Ordner den Täter nicht auf das Gelände ließen. So tötete seine Rucksackbombe nur ihn selbst, verletzte aber zudem 15 Menschen. Vor allem werden die Bilder der Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt wieder schmerzhaft präsent.“ – Zitatende.

 

Na ja, Nowakowski, so ist das eben in der „wehrhaften Zivilgesellschaft“: Die Wehrhaften werden einfach mit Äxten erschlagen, mit Messern abgestochen, die Treppen hinuntergeschubst, auf Gleise gestossen, totgeprügelt, mit Säure überschüttet oder mit LKW und PKW totgefahren.

 

Zitat: „In Hamburg war der Täter wieder ein Asylbewerber. Ein Mensch, dem Deutschland Aufnahme und Schutz bot.“ – Zitatende.

 

Ersetze „Mensch“ durch „Arschloch“ und der Satz stimmt.

 

Zitat: „Er hat diese Gastfreundschaft missbraucht, um diese freie Gesellschaft zu attackieren im Namen eines radikal-verblendeten Islam.“ – Zitatende.

 

Freie Gesellschaft? Wo lebt er denn, der Herr Nowakowski? Hunderttausend Regeln und Vorschriften, Rauchverbote in den Stammkneipen, Fahrverbote in den Städten, Führerscheinentzug für alles, Zensur in den sozialen Medien, Bürger, die sich nachts nicht mehr vor die Haustür trauen, immer mehr No-Go-Areas in immer mehr Städten, politisch-korrekte Sprachregelungen, Blockwartattitüden allüberall, Parallelgesellschaften, die das Land terrorisieren, volkspädagogische Linksindoktrination im TV selbst bei der albernsten Rosamunde-Pilcher-Verfilmung noch, die Terrorherrschaft linker Soziologen und die Verherrlichung der „Hinübergeschlechtlichen“ – und-und-und, – aber „freie Gesellschaft“? Wohl mit dem Klammerbeutel gepudert, Nowakowski?

 

Zitat: „Der Angriff wird die Ermittler beschäftigen und gewiss ein Wahlkampfthema sein.“ – Zitatende.

 

Ach, wird er das? Wie´s wohl kommt? Was es wohl nützen wird?

 

Zitat: „Es werden, so steht zu befürchten, wieder schnelle Schuldzuweisungen, probate Patentlösungen und böse und pauschale Attacken gegen Flüchtlinge zu hören sein.“ – Zitatende.

 

Ich weiß nicht, was der Nowakowski für ein Problem hat. Pauschale Attacken des Staates auf die Freiheit jedes Einzelnen sind gang und gäbe und werden von den Nowakowskis dieser Republik niemals kritisiert. Weil ein paar Leute gierig und maßlos sind und deswegen keinen vernünftigen Umgang mit Marihuana pflegen können, ist jeder Kiffer von staatlicher Verfolgung bedroht. Weil einige wenige die Verkehrssicherheit nicht in ihre dummen Schädel bekommen, müssen alle über die Speedbreaker hoppeln und Rechts-vor-links-Regeln beachten. Weil einige gerne übermäßig saufen, darf keiner mehr an der Tanke nach 22 Uhr Bier einkaufen – was in aller Welt ist dein Problem, Nowakowski? Und was für Flüchtlinge überhaupt? Der größte Teil dieser Leute sind schlicht und einfach illegale Immigranten. Alle Pauschalattacken auf alle illegalen Immigranten sind pauschal gerechtfertigt! So schaut´s aus, Meister!

 

Zitat: „So ernst das Thema ist – niemand darf ein Interesse daran haben, die gesellschaftliche Stimmungslage mit unverantwortlich scharfmacherischen Worten aufzuheizen und einen Generalverdacht gegen Geflüchtete zu schüren. Es muss geklärt werden, ob es Versäumnisse gab.“ – Zitatende.

 

Du wirst mir nicht vorschreiben, woran ich ein Interesse haben darf, Nowakowski, verstanden? Und der Generalverdacht kann nun wirklich nicht das Problem von Leuten deiner Couleur sein. Deinereiner hat nämlich einen Generalverdacht gegen alle, die nicht seiner Meinung sind. Es muß auch nicht erst geklärt werden, ob es Versäumnisse gab. Es gab sie massenweise. Das steht fest. Das erste im September 2015, als die Grenzen ungeschützt geblieben sind.

 

Zitat: „Selbstverständlich muss geklärt werden, ob es in Hamburg Versäumnisse bei staatlichen Institutionen gegeben hat. Vor allem, wenn der Angreifer den Sicherheitskräften als radikaler Islamist bekannt war.“ – Zitatende.

 

Wir müssen also klären, ob ein Versäumnis auch tatsächlich ein Versäumnis ist, oder wie?

 

Zitat: „Schließlich ist auch im Fall des Berliner Attentäters Anis Amri hinterher stückweise bekannt geworden, dass es gute Gründe gegeben hätte, ihn vor seiner Tat festzunehmen und abzuschieben – zumal er einen gültigen Pass besaß.“ – Zitatende.

 

Nein! Ist das so gewesen!? Und weil das so gewesen ist, muß jetzt überprüft werden, ob es in Hamburg eventuell genauso gewesen sein könnte? Wir könnten natürlich auch überprüfen, ob es angesichts einer nach Blitzschlag abgebrannten Scheune ein Gewitter gegeben hat! Was hältst du davon, Nowakowski?

 

Zitat:“Die Bevölkerung muss sich darauf verlassen können, dass Sicherheitsbehörden ihre Arbeit qualifiziert und effektiv leisten und das dafür notwendige Personal und die Mittel haben. Es darf nicht sein, dass eine Überwachung wie in Berlin im Fall Amri eingestellt wird, weil Polizisten dringend andere Aufgaben erledigen müssen. Das gilt umso mehr, als die Gefahr von Terrorattacken hierzulande gerade wegen des Verlusts des IS-Kalifats im Irak und in Syrien zunimmt. Doch an der Effektivität mancher Behörden kann man zweifeln. Da ist aktuell etwa die Freilassung von islamistischen Hetzern in Mecklenburg-Vorpommern, weil Polizei und Staatsanwaltschaft eine rechtzeitige Haftprüfung versäumten.“ – Zitatende.

 

Sag´doch gleich, daß du einen Polizeistaat willst, Nowakowski. Ich will keinen. Ich will ein freies Land, in dem ein kultureller Grundkonsens herrscht, welcher es erlaubt, sich auf die Bürger selbst zu verlassen, anstatt auf die Polizei. „Es darf nicht sein … Überwachung … Personalmangel … IS-Kalifat … Überlastung“ – laß´ mich in Ruhe mit diesem staatshörigen Blödmannsgewäsch, Nowakowski!

 

Zitat: „Bei allen Vorschlägen, wie Terrorunterstützern begegnet werden kann, muss es trotzdem Konsens sein, dass in der Bedrohung nicht der demokratische Rechtsstaat geopfert wird.“ – Zitatende.

 

Schwaller. Der ist längst geopfert worden,wie ich dir oben schon dargelegt habe.

 

Zitat: „Die kürzlich von Bayern beschlossene Präventivhaft, die ohne Anklage bis auf ein Jahr ausgedehnt werden kann, ist eine Grenzüberschreitung. Kritisch sehen kann man auch die Pflicht zum Tragen einer elektronischen Fußfessel. Die juristische Niederlage der Bundesregierung bei der zu weitreichenden Übermittlung von Fluggastdaten an Kanada ist eine Warnung.“ – Zitatende.

 

Einen vernünftigen Menschen interessiert nicht, wie jemand die Dinge sehen kann, sondern den interessiert, wie die Dinge sind. Merke: „Meinungen sind wie Arschlöcher. Jeder hat eines.“ (Clint Eastwood als „Dirty Harry“)

 

Zitat: „Mit jeder Tat wird klarer: Unser Land ist verwundbar.“ – Zitatende.

 

Klarheit ist klasse, oder? Mehr Taten bitte für noch mehr Klarheit, oder was? Unser Land ist verwundbar? Ist das schon der Klarheit letzte Erkenntnis, oder kommt noch was?

 

ZItat: „Von der Wirksamkeit der Mittel zu schweigen: Wie sich 2015 in Berlin zeigte, kann eine elektronische Fußfessel keine Attacke verhindern.“ – Zitatende.

 

Nein! Ist das so? Eine elektronische Fußfessel kann das nicht? Was hätte es denn gekonnt, Nowakowski?

 

Zitat: „Ein neues Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Abschiebung von Gefährdern zulässt, auch wenn die noch keine Straftat begangen haben, belegt aber, dass diese Demokratie rechtlich einwandfreie Mittel hat und nicht wehrlos ist.“ – Zitatende.

 

Ist dir schon einmal aufgefallen, Nowakowski, daß Urteile des Bundesverfassungsgerichts von dieser Regierung eher als lästig empfunden werden und gerne ignoriert werden? Es gibt beispielsweise ein Verfassungsgerichtsurteil aus dem Jahre 1987, dem zufolge die Identität des Deutschen Staatsvolks zu schützen wäre. Und? Interessiert es jemanden? Weiter gefragt: Müssten wir uns heute die Fragen stellen, die du hier gerade erfindest, wenn dieses Verfassungsgerichtsurteil von 1987 strikt beachtet worden wäre?

 

Zitat: „Mit jedem Anschlag wird den Menschen deutlicher, dass Deutschland verwundbar ist. Das ist kein beruhigender Gedanke.“ – Zitatende.

 

Wunschdenken, Nowakowski. Mit jedem weiteren Anschlag wird den „die Menschen“ deutlicher, daß sie als Bürger dieses Landes von ihrer eigenen Regierung nach Strich und Faden verarscht, verraten und verkauft werden. Das ist das, was den „die Menschen in Deutschland“ immer deutlicher wird. Und was dir allmählich immer deutlicher werden sollte, Nowakowski, das ist, daß Schreiberlinge deiner Couleur in der Gefahr stehen, ihren Job auf Lebenszeit zu verlieren! Und zwar völlig zu recht!

 

Zitat: „Viele Attacken mögen im Vorfeld verhindert werden, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt – aber das gelingt eben nicht immer.“ – Zitatende.

 

Es wird wohl dein kleines Geheimnis bleiben, Nowakowski, was man als gelungen daran betrachten kann, daß die Öffentlichkeit nichts von vereitelten Anschlägen erfährt. Das Gelingen: Wir konnten dafür sorgen, daß die Bürger keine Ahnung haben, in welcher Gefahr sie schweben, oder was? Du hast Glück, daß wir zwei Hübschen nicht mehr zusammen im Kindergarten sind. Du müßtest sonst flennend zur Kindergartentante rennen und ihr klarmachen, was sie wieder einmal nicht verhindern konnte.

 

Zitat: „Damit müssen wir leben, so schwer das fällt.“ – Zitatende.

 

Nein, müssen wir nicht. Wir müssen dafür sorgen, daß dieses Gesindel erst gar nicht ins Land kommt. Die Polen, die Slowaken, die Ungarn machen es vor. Alles Nazis, oder was?

 

Zitat: „Wenn es etwas Tröstliches in der furchtbaren Attacke von Hamburg gibt, dann ist es, dass sich eine im besten Bürgersinne wehrhafte Zivilgesellschaft gezeigt hat.“ – Zitatende.

 

Du wiederholst dich. Davon wird´s aber auch nicht richtig.

 

Zitat: „Mehrere Hamburger besiegten ihre Angst um sich, überwältigten den Angreifer und verhinderten so weitere Opfer. Solche Helden braucht die Demokratie.“ – Zitatende.

 

Diese Hamburger waren, wie gesagt, Tunesier, so weit ich das mitbekommen habe. Solche Helden braucht Tunesien. Oder willst du den armen Nordafrikanern ihre Helden abziehen? Da wärst du ja glatt nicht nur dumm, sondern auch noch habgierig!?

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Hass- und Hetz-Republik

“In der BRD ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht, das ist barbarisch.”

In der BRD ist die Meinung zu äußern nur dann frei, wenn man die politische Ideologie dieses von den Siegern aus der Taufe gehobene Staatsgebildes wiedergibt. Abweichende Meinungen werden mit Berufsvernichtung, öffentlicher Ächtung bis hin zu lebenslangen Freiheitsstrafen geahndet.

Cora Stephan, eine WELT-Kolumnistin, bringt die Elendszustände in der BRD, die mehr an Nordkorea erinnern als an ein Land in der Tradition der europäischen Aufklärung, auf den Punkt. Sie deutet an, dass die Sieger des Zweiten Weltkriegs die politischen Vorgaben noch heute bestimmen (was und wie gesagt werden darf bzw. muss), was allerdings nichts mit Wahrheit und Unwahrheit zu tun habe.

Frau Stephan beschreibt, wie jedermann fertiggemacht wird, der gegen diese Meinungsvorgaben verstößt. Sie nimmt zwar Thilo Sarrazin als Beispiel, verweist aber indirekt auch auf die Maulkorbgesetzgebung in Sachen Holocaust-Wahrheit. Cora Stephan nimmt Sarrazin als Beispiel der Zerstörung von Menschen in der BRD, indem man ihn einen “Zahlenfetischist” nenne. Da interessiert es nicht mehr, ob seine Zahlen richtig sind, ein Hetzwort ist stärker als jede Wahrheit. Dieses Menschenzerstörungsprogramm wird in weitaus schlimmerem Maß gegen die freien Holocaust-Forscher angewandt. Wenn sie zum Beispiel argumentieren, dass in Auschwitz gemäß offiziellen Zahlen mehr als  90 Prozent der angenommenen Toten nicht gestorben sind, werden sie ebenfalls als “kaltherzige Zahlenfetischisten” gebrandmarkt, als ob das nicht den ganzen Holocaust-Komplex ausmache.

Die Autorin beschreibt, dass in dieser Siegerrepublik jeder Feind ist, der nicht die Systemmeinung vertritt. Sie legt beeindruckend dar, wie Fakten gemordet werden, nämlich mit der Waffe “Entrüstung” und “Tränendrüsen”. Wer in den sogenannten Talkshows als Sieger hervorgehen will, so Stephan, braucht nicht nur keine Argumente, sondern sollte Argument tunlichst vermeiden. Die Definitionshoheit in den politischen Talkshows werde durch das schauspielerische Darstellen von “verletzten Gefühlen” errungen, nicht durch Fakten. Tatsachen werden in der BRD, wenn sie dem System nicht passen, als “kalt und unmenschlich” diffamiert, und schon sei die Wahrheit besiegt. Es werde nicht gefragt, ob der Beschimpfte vielleicht recht haben könnte, er wird einfach vernichtet, so Stephan.

Cora Stephan vergleicht die Meinungsdespotie, das Massaker an der Meinungsfreiheit in der BRD mit “Ketzerverfolgung und Religionskriegen”. Jedem, der wahrheitsgemäße Fakten, die vom System nicht geduldet werden, vertritt, wird vorgeworfen “sich zu versündigen”. Die Autorin kommt zu dem Schluss, in der BRD münden systemabweichende Meinungen und Wahrheiten in einer Tödlichkeit des Meinungskonflikts. Die Abweichler, die Fakten und Wahrheiten präsentieren, werden als “Unmenschen und Barbaren” stigmatisiert – das sei “barbarisch”, so Stephan. “Das ist Vernichtungswille”, attestiert Stephan und prangert an, dass der Abweichler in der BRD außerhalb des Rechts gestellt werde – weil der den falschen Glauben habe. Stephan:

“Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht.”

Lesen Sie hier die wichtigsten Passagen von Cora Stephan, dann werden Sie verstehen, warum u. a. der Geistestitan Friedrich von Schiller seine Schriften in Russland drucken lassen musste. Schiller war damals als Freidenker verfolgt, so wie die freien Holocaust-Forscher heute.

www.welt.de/print/die_welt/debatte/article106385469/Streitet-euch-aber-richtig.html Die Welt, 29.05.2012, S. 2

Streitet euch, aber richtig

Respekt vor dem Gegner ist die Basis fairer Auseinandersetzung. Doch wie schwach unsere Streitkultur ausgeprägt ist, zeigt die jüngste Debatte über die Thesen des Thilo Sarrazin

Von Cora Stephan

Dabei hatte man doch einst aus der Tragödie des Dreißigjährigen Kriegs gelernt, der ein verheerender Religionskrieg war. Wir verdanken in Sachen Streitkultur dem Westfälischen Frieden mindestens so viel wie der Aufklärung: Die Schlacht beendet den Krieg wie die Prügelei den Streit. Wer siegt, hat Glück gehabt, mehr nicht. Über Gut und Böse, über wahr und nicht wahr aber ist damit nicht entschieden. Auch nicht über “Schuld” oder den rechten Glauben. …

Der Respekt vor dem Gegner ist die Grundlage des Streits. Er ist nicht Feind, sondern Kontrahent, “auf Augenhöhe”, wie Politiker gern sagen, und hat, genau wie die eigene Seite, jedes Recht, seinen Standpunkt zu vertreten und zu verteidigen. Die zivile Seite dieses Respekts vor dem Gegner ist die Meinungsfreiheit. Streit im aufgeklärten Sinne fordert keine Konversion. Er ist der temperamentvolle Schlagabtausch zwischen Menschen, die Argumente haben und, sollten diese sich als schwach erweisen, sich nicht auf ihren Glauben oder ihre Gefühle herausreden. Oder auf ihr eigenes Erleben. Diese Flucht aus der Logik in die reine Subjektivität galt einmal als “weibisch”. Heute gilt sie als “menschlich”. Welch Fortschritt.

Jede Talkshow zeigt: Wer heute im Kampf um die Definitionshoheit siegen will, kommt gänzlich ohne Argumente aus, ach was, von ihrem Einsatz ist dringend abzuraten. Am besten, man zeigt verletzte Gefühle. Ist nicht ein logisches Argument per se irgendwie kalt und also unmenschlich? Na bitte. Auch verallgemeinernde Schlüsse kann man auf diese Weise kontern. Was soll mir eine Statistik oder eine Durchschnittsgröße, wenn ich persönlich die Realität doch ganz anders wahrnehme? Fühlen und Glauben, das bringt Szenenapplaus. “Ich glaube” und “ich fühle” sind die vergifteten Pfeile aus dem Hinterhalt, die den Gegner erledigen, bevor er auch nur Gehör gefunden hat. Was muss ich auch wissen, was der andere denkt und sagt, wenn ich ihn eh nicht leiden kann?

Der Umgang mit Thilo Sarrazin etwa ist ein Schaustück avancierter Streit-”Kultur”. Noch bevor sein jüngstes Buch zur Euro-Krise erschienen ist und gelesen werden konnte, bekundeten Kritiker in Qualitätszeitungen, es gar nicht erst zur Kenntnis nehmen zu wollen, man wisse ja eh, dass Sarrazin drin sei, wo Sarrazin draufsteht. Also “Schwachsinn” (Robbe), “Unsinn” (Künast) und “himmelschreiender Blödsinn” (Schäuble), dem man keine Plattform bieten, ja den man am besten nicht zur Kenntnis nehmen dürfe. Schließlich wolle er mit seinen “Provokationen” ja bloß Geld verdienen. Und das geht ja schon mal gar nicht.

Warum solche wie ihn nicht gleich verbieten? Andernorts ist man da weiter. Wer Menschen, die Zweifel an der These von der Klimaerwärmung äußern und gar die Ursache von Klimawandel – Täter Mensch – infrage stellen, “Klimaleugner” nennt, zieht Parallelen zu “Holocaustleugnern”, denen man das Maul verbieten darf. Warum nicht auch den “Klimaleugnern” – obwohl die gar nicht das Klima leugnen, sondern lediglich die wissenschaftliche Grundlage weitreichender politischer Forderungen? Und wie wär’s mit dem Verbot von “Islamophobie”? Ein solches Verbot eröffnete weite Spielräume. Ist islamophob, wer meint, dass hierzulande das Grundgesetz und nicht die Scharia gelten sollte? Überhaupt, Phobie: Ist vielleicht krank, wer nicht erkennt, dass Islam Frieden ist, auch wenn dessen beleidigte Vertreter das Gegenteil bezeugen?

Verblüffend, wie viele der Vokabeln, mit denen heute die Meinungsschlachten geschlagen werden, an Ketzerverfolgung und Religionskrieg erinnern, so etwa, wenn es über Kritiker des Kulturstaates heißt, sie “versündigten” sich an ihm. Besonders interessant ist, was die Vorkämpfer für mehr Menschlichkeit ins Spiel bringen. Die “nackte Logik der Zahlen” sei ohne Menschlichkeit, verkündete jüngst ein Autor der “Zeit”. Klar, wen er meint: Thilo Sarrazin, den wiederum Mely Kiyak in der “Frankfurter Rundschau” und “Berliner Zeitung” als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur” bezeichnet hat. Der Artikel wurde erst online bereinigt, mittlerweile ist er ganz entfernt, eine halbherzige Entschuldigung der Autorin nachgereicht. Ist da doch jemandem aufgefallen, dass man so etwas nicht sagt?

Die Entmenschlichung des Gegners ist ein gutes Indiz für die Tödlichkeit des Konflikts. Denn wer den anderen zum Unmenschen oder Barbaren erklärt, trifft damit ja kein objektives Charakterurteil, sondern verkündet vor allem, wie er selbst mit solchen Kreaturen umzugehen gedenkt: barbarisch eben. Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht und die höchste Stufe des Konflikts. Das ist dann kein Streit mehr. Das drückt Vernichtungswillen aus. Es unterstellt, der Gegner habe weder das Recht noch ein Argument auf seiner Seite. Er hat den falschen Glauben und selbst konvertieren hilft ihm nicht mehr.

“Wir würden viel weniger Streit in der Welt haben, nähme man die Worte für das, was sie sind – lediglich die Zeichen unserer Ideen und nicht die Dinge selbst”, schrieb einst John Locke. Schön wär’s, dann könnte man abrüsten. Denn wichtiger als die Frage, ob Sarrazin ein menschlich kalter Zahlenfetischist ist, wäre doch, ob nicht auch der Schurke ein richtiges Argument haben könnte. Das meinte einst Voltaire, als er versprach, sich für die Meinungsfreiheit auch des ärgsten Feindes einzusetzen.

Das, in der Tat, wäre Streitkultur.

Die Autorin hat zahlreiche Sachbücher und, unter ihrem Pseudonym Anne Chaplet, mit “Erleuchtung” soeben ihren zehnten Kriminalroman veröffentlicht.

http://globalfire.tv/nj/12de/verfolgungen/die_hass_und_hetzrepublik.htm

Das Verdikt ‘Antisemitismus’

„Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er missachtet wird; das Verdikt ‘Antisemitismus’ ist geläufig“

Noch war der Bundespräsident der BRD nicht in Israel angekommen, da sagt man via Medien, was von ihm erwartet wird.

Der israelische Botschafter zum Beispiel, er warnt vor einen aufkommenden Antisemitismus und Rassismus. Er koppelt den nach seiner Meinung umgreifenden Antisemitismus in Europa (der auch in Deutschland zunimmt) mit Fremdenhass. Der Antisemitismus sei Teil eines weitverbreiteten Fremdenhasses, so der Herr Botschafter Hadas-Handelsman in der WELT online:

„Anti alles, was nicht genau wie wir ist, wir Deutschen oder Franzosen oder Engländer oder Schweden usw,“

Und dann sagte er sehr deutlich wie es weitergeht:

“Selbstverständlich ist die Vergangenheit immer da und soll und wird dableiben. Das ist der Hintergrund für unsere gegenwärtige und zukünftige Zusammenarbeit”.

Haben Sie das verstanden? Die Vergangenheit (und jeder weiß was er damit eigentlich meint) ist der Maßstab für alles gegenwärtige und zukünftige. Die immerwährende Schuld. Das immerwährende Zahlungsmittel.

Rassismus findet für den Botschafter also in zunehmenden Maße in Europa statt. Ob er dabei sein Heimatland im Blicke hatte (dort gehen die Menschen wegen Fremde auf die Straße und protestieren) als er in bester Gutmenschensprache dem Bundespräsidenten einen „Mahnfinger“ mit auf die israelische Reise gab, wissen wir nicht. Die Grass-Debatte wird ein Thema sein, sagte der Botschafter, wolle aber keine Erwartungen an den Bundespräsidenten formulieren.

Grass liegt den Zionisten im Magen und zwar quer. Der Aufschrei kam wie auf Kommando umfassend. Und wer sich die kleine Mühe machte, mal alle Berichte, Artikel und veröffentlichten Meinungen sortierte, kann jetzt ein sehr schönes Bild (oder sollte man besser Muster sagen) sehen, wer für einen Waffengang und damit weiteren Krieg ist, nur um die israelische Heiligkeit, quasi den „Welt-Sanhedrin“ mit seiner Deutungshoheit nicht written zu beschädigen.

Damit wird dieser Text automatisch zum Antisemitismus, denn wer etwas gegen die Welt-Deutungshoheit schreibt, muss ein Antisemit (was immer das auch ist) sein. Vielleicht sollte der Herr Botschafter mal in der europäischen Geschichte lesen, wie Europa zur Demokratie kam und vor allem was Demokratie in Wirklichkeit ist.

Lassen Sie uns mit einer starken Querdenkerin (das ist in einer Demokratie etwas ganz normales, Herr Botschafter) antworten, Evelyn Hecht-Galinski:

„Durch Kanzlerin Merkel und ihre Befehlsempfänger ist ein neuer Ungeist in Deutschland eingezogen. Der Beginn datiert selbstverständlich schon länger zurück, als der damalige Außenminister Joschka Fischer den unsäglichen Kosovokrieg mit Auschwitz rechtfertigte. Der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping faselte von einem „Quantensprung“, als Deutschland wieder im Krieg mitspielen durfte, und danach wollte Verteidigungsminister Struck unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen. Wohin uns das geführt hat, sehen wir jetzt.“ (Evelyn Hecht-Galinski/ Das Elfte Gebot: Israel Darf Alles / Palmyra Verlag 2012)

Und jetzt bitte lesen Sie das „Gedicht“ von Herrn Grass, dann werden Sie vielleicht besser verstehen, was Grass gemeint hat.

 

http://prekariat-pressedienst.blogspot.it/2012/05/das-allgemeine-verschweigen-dieses.html