N24-Talkrunde: Mit Populismus-Keule gegen die AfD

Die AfD will offen über eine Alternative zur etablierten Euro-Rettungspolitik diskutieren und ist wiederholt populistischen Anfeindungen ausgesetzt, wie im jüngsten Fall einer N24-Talkrunde.

Vor den Europawahlen wächst offensichtlich die Angst der etablierten Parteien vor politischen Kräften, die die bisherige Euro-Rettungspolitik ablehnen und den Euro als Einheitswährung in Europa in seiner jetzigen Form kritisieren. In Deutschland wird im Rahmen öffentlicher politischer Diskussionen immer wieder versucht, die Alternative für Deutschland (AfD) an den rechten Rand zu rücken, um die junge Partei auf diese Weise zu diskreditieren.

Selten trauen sich Gesprächspartner aus anderen Parteien, sich in rein argumentativer Weise mit den Inhalten der AfD auseinanderzusetzen. Man wirft der AfD Populismus vor, hat dem aber in der Regel nichts als eigenen Populismus entgegenzusetzen. Jüngstes Beispiel ist die N24-Dreier-Talkrunde Studio Friedman, die der ansonsten stets geduldig argumentierende AfD-Sprecher Bernd Lucke nach 11 Minuten aus Protest verließ.

Gastgeber Michel Friedman hatte ihn zuvor immer wieder nur mit strittigen, teils verdrehten Formulierungen konfrontiert und ihn dabei auch noch wiederholt in seiner Argumentation unterbrochen. Interessanterweise fängt Moderator Friedman erst dann konkrete und kritische Fragen zur Euro-Rettung zu stellen, nachdem Lucke das Studio verlassen hat  – und zwar an den zweiten Talkgast: Manuel Sarrazin, den europapolitischen Sprecher von B90/Die Grünen.

 

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