Exodus bei Morgan Stanley

Wenn Topmanager einer US-Großbank zu Dutzenden die Flucht ergreifen, dann ist Gefahr im Verzug. Fast 50 Top-Direktoren haben bei Morgan Stanley überraschend gekündigt. MMnews exklusiv: 50 Milliarden in den Büchern einiger betroffener Topmanager. Droht Lehman 2.0?

 

Freitagabend meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass bis zu 48 Topmanager die US-Bank Morgan Stanley verlassen möchten – und zwar Hals über Kopf. Der plötzliche Abgang der hochdotierten Manager muss als Alarmzeichen gewertet werden – gerade deshalb, weil eher lapidare Gründe für die Kündigung genannt wurden.

 

Nie zuvor kam es bei einer Bank zu einem solchen freiwilligen Massenexodus. In Anbetracht der zu erwartenden Boni und sonstigen Zulagen muss es ernsthafte Gründe geben, einenn solchen Schritt zu wagen. Schon machen Gerüchte die Runde, dass es zu Milliarden-Schieflagen gekommen sein könnte – schlimmer als zuletzt bei JPMorgan.

 

Als offizielle Begründung für den plötzlichen Weggang des Toppersonals wurden angeblich „technische Gründe“ genannt. Diese beklagten mangelnde Ausführungen und zeitliche Verzögerung ihrer Milliarden-Deals, sowie angeblich mangelnde Infrastruktur innerhalb der Bank. Eine solche Begründung ist natürlich absolut lächerlich.

 

Im Gespräch sind aber auch „falsche“ Kontoinformationen und geplatzte Schecks. Diese Aussagen lassen Abgründe befürchten. Denn ein Teil der Manager verwaltete angeblich das Geld vermögender US-Kunden. Wurde hier etwa gemauschelt? Gar betrogen?  – Morgan Stanley ist nämlich der grlößte Vermögensverwalter der USA. Befürchtungen machen die Runde, dass hier sogar Kundengelder veruntreut wurden. Dies sind bis jetzt alles nur Gerüchte. Fakt jedoch ist, das in diesem Bereich offenbar einige Manager die Flucht ergriffen haben.

 

Hat Morgan Stanley etwa das Geld seiner Kunden verzockt? Bekamen die Manager deshalb Angst und suchten schnell das Weite?

 

Eine andere Spekulation geht in die Richtung, dass sich Morgan Stanley offenbar in ähnlicher Weise wie JPMorgan mit Credit Default Swaps verzockt hat. Bei JPM drohen deshalb Milliardenverluste.

 

Wie MMnews aus exklusiver Quelle erfuhr, hinterlässt ein Teil der Topmanager Handelsbücher im Wert von bis zu 50 Milliarden Dollar im Bereich des Währungshandels. Alles OTC (Over the counter, Bank zu Bank Geschäfte ohne offizielle Börse – das macht es noch schwieriger, die Deals zu entwirren).  Das Wiederum nährt Spekulationen, dass sich Morgan Stanley auch im Bereich der Währungsspekulation verzockt haben könnte.

 

Falls sich die Spekulationen um Morgan Stanley bewahrheiten, droht Lehman 2.0 – mit noch schlimmeren Konsequenzen. Die Pleite von Lehman konnte das Finanzsystem noch verkraften. Eine Schieflage von Morgan Stanley allerdings könnte zum Super-Gau werden.

 

MS hat angeblich mindestens 300 Milliarden an Derivatepositionen in den Büchern. Eine Pleite würde unweigerlich eine weltweite Kettenreaktion auslösen. Haupthandelspartner von Morgan Stanley sind Insider-Hinweisen zufolge Deutsche Bank und BNP Paribas. Sollte der Fall Morgan Stanley tatsächlich ernst werden, hätte dies aber unweigerlich Konsequenzen auf alle Banken rund um den Globus. Denn wegen der inzwischen globalen Vernetzung sind alle praktisch systemrelevant.

 

2008 sind mit letzter Kraft noch mal die Staaten eingesprungen, um Dominoeffekte zu verhindern. Ob dies auch in 2012 noch mal gelingen kann, ist ungewiss. Denn seitdem sind auch die Staaten bekanntermaßen überschuldet und können wohl kaum noch Billionen für Bankenrettungen hervorzaubern.

 

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Facebook: Betrug?

Milliarden-Klage gegen von Aktionären gegen Facebook und die Banken. Auch US-Finanzaufsicht leitet Untersuchungen ein. Banken hielten negative Analysen angeblich zurück.

 

Der Facebook Börsengang droht nun ein gerichtliches Nachspiel zu haben. Anlgeger fühlen sich hinters Licht geführt in Bezug auf negative Geschäftsentwicklungen, die zwar den Banken bekannt war, von diesen jedoch verschwiegen wurde. Diese Vorspiegelung falscher Tatsachen könnte als Betrug gewertet werden.

Auslöser seien Berichte gewesen, die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs hätten unvorteilhafte Änderungen an Analysen zu Facebook nur unzureichend veröffentlicht, meldete das „Wall Street Journal“.

Auch die US-Börsenaufsicht SEC knöpft sich nun Facebook vor und kündigte Untersuchungen an. Es gebe viele Gründe, den Märkten und ihrer Funktionsweise zu vertrauen, sagte SEC-Chefin , Mary Schapiro. „Aber es gibt einige Probleme, die wir uns anschauen müssen, vor allem im Zusammenhang mit Facebook.“

Morgan Stanley als Konsortialführer für das Facebook-Aktiendebüt teilte nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit, man habe sich so verhalten wie bei anderen Börsengängen auch. Vorschriften seien dabei nicht verletzt worden, betonte die Investmentbank. Die Bank denke offenbar jedoch darüber nach, Facebook Erstzeichner möglicherweise zu entschädigen, war aus New York zu hören.

Allein mit der Erhöhung der Aktienzahl um 100 Millionen in letzter Sekunde haben sich Altinvestoren und Banken – u.a. Goldman Sachs –  schnell noch mal ein paar Extra-Milliarden reingezogen. Auf Kosten der Anleger, die nun das Nachsehen haben.

 

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Facebook crasht

Der größte Börsengang der Geschichte wird wohl auch zum größten Flop. Der Facebook-Kurs fällt drastisch unter 38$ (Ausgabekurs). Kommt jetzt auch Morgan Stanley in Schwierigkeiten?

 

Der Börsengang von Facebook droht zum größten Flop der Börsengeschichte zu werden. Im vorbörslichen Handel stürzte die Aktie unter den Ausgabekurs von 38$. Der Verkaufsdruck scheint nach wie vor immens zusein. Altaktionäre wollen Kasse machen und das um jeden Preis.

Insider Selling im November dürfte zusätzlichen Druck auf die Aktie ausüben, nämlich dann, wenn viele Mitarbeiter, deren Aktien bis dahin für den Verkauf gesperrt sind, ebenfalls ihre Papiere auf den Markt werfen dürfen.

Unterdessen dürfte mit dem Niedergang von Facebook auch die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs Probleme bekommen. Noch am Freitag wurden laut Bloomberg 43 Millionen Aktien zu 38$ gekauft, um den Kurs zu stützen. Sollte Facebook weiter fallen, dürfte dies eine unberechenbare Verlustposition sein, welche zu Panikverkäufen führen könnte, um die Verluste zu begrenzen.

Facebook Kurs realtime