X22 Report 17.10.2019 – Die Panik ist echt, Nahost-Plan perfekt ausgeführt, 17, Zufall – 1998b

 

Qlobal-Change

Am 18.10.2019 veröffentlicht

Artikel: https://qlobal-change.blogspot.com/20…
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Das vom französischen Kolonialismus geplante Kurdistan

 

Entgegen einer landläufigen Meinung ist Rojava kein Staat für das kurdische Volk, sondern eine französische Fantasievorstellung der Zwischenkriegszeit. Ziel war es, einen Pseudo-Staat mit Kurden zu schaffen, der dem Großisrael entspricht, der mit Juden ins Auge gefasst wurde. Dieses koloniale Ziel wurde von den Präsidenten Sarkozy, Hollande und Macron wiederbelebt, bis zur ethnischen Säuberung der Region, um dort das kurdische Volk zu beherbergen.

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Präsident Francois Hollande und sein damaliger Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian empfingen im Elysée-Palast eine kurdische Delegation, in Anwesenheit von Bernard-Henri Lévy, der die Katastrophen in Tunesien, Ägypten und Libyen anordnete.
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Der französische Hochkommissar für die Levante, General Henri Gouraud, rekrutiert mit Hilfe der Türken 900 Mann aus dem kurdischen Millis-Clan, um die arabisch-nationalistische Rebellion in Aleppo und Raqqa niederzuschlagen. Diese Söldner kämpften als französische Gendarmen unter der Flagge der heutigen Freien Syrischen Armee (Telegramm vom 5. Januar 1921).
Quelle: Archives de l’armée de Terre française.

Das kurdische Volk hatte nie einen Traum von seiner Vereinigung, mit Ausnahme des Projekts des Fürsten von Rewanduz. Im 19. Jahrhundert wurde dieser von der deutschen Nationalauffassung inspiriert und wollte daher die Sprache vereinheitlichen. Noch heute gibt es mehrere (kurdische) Sprachen, die eine sehr ausgeprägte Trennung zwischen den Kurmandschi-, Sorani-, Zazaki- und Gurani-Clans verursachen.

Nach bisher unerschlossenen Dokumenten, über die der libanesische Intellektuelle Hassan Hamade derzeit ein verblüffendes Buch schreibt, verhandelte der Präsident des französischen Ministerrats, Léon Blum, 1936 mit dem Leiter der Jewish Agency, Chaim Weizmann und den Briten, über die Schaffung eines Großstaates Israel, von Palästina bis zum Euphrat, der daher die damals unter französischem Mandat stehenden Gebiete des Libanon und Syriens einbinden sollte. Dieses Projekt scheiterte aufgrund des wütenden Widerstands des französischen Hochkommissars in der Levante, Graf Damien de Martel. Frankreich – und wahrscheinlich das Vereinigte Königreich – erwogen damals, östlich des Euphrat einen Staat Kurdistan zu schaffen.

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Am 4. Februar 1994 empfing Präsident Mitterrand eine kurdische Delegation von Mitgliedern der türkischen PKK.

Die Kurdenfrage wurde erneut zu einer Priorität bei Präsident Francois Mitterrand. Mitten im Kalten Krieg wurde seine Frau Danielle zur „Mutter der Kurden [des Barzani-Clans]“. Am 14. und 15. Oktober 1989 organisierte sie in Paris ein Symposium mit dem Thema: „Die Kurden: Kulturelle Identität, Achtung der Menschenrechte“. Sie spielte eine verlogene Rolle, indem sie den Tod der Kurden des Dorfes Halabscha während des Irak-Iran-Krieges der Grausamkeit von Präsident Saddam Hussein anlastete, während die Berichte der US-Armee bezeugen, dass tatsächlich der Wind während einer schrecklichen Schlacht iranisches Gas verlagert hat [1]. 1992 half sie bei der Bildung einer kurdischen Marionettenregierung in der irakischen, von Angelsachsen besetzten Zone.

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Am 31. Oktober 2014 begleitete François Hollande Recep Tayyip Erdogan auf den Stufen des Elysée-Palastes. Ein anderer Gast hat sich gerade heimlich durch die Hintertür entfernt, der pro-türkische Kurde Salih Muslim.

Während der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy im Jahr 2011 schloss Alain Juppé mit der Türkei ein geheimes Protokoll zur Schaffung eines Pseudo-Kurdistans ab. Syrien reagierte nicht. Am 31. Oktober 2014 empfing Präsident François Hollande offiziell den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Elysée-Palast, angeblich mit dem Ko-Vorsitzenden der YPG, Salih Muslim, um die Zerstückelung Syriens vorzubereiten. Die kurdischen Kämpfer hörten auf, sich als Syrer zu betrachten und begannen ihren Kampf für ihre eigene Heimat. Syrien hörte sofort auf, ihre Gehälter zu zahlen.

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Am Ende der Schlacht von Kobane wechselte François Hollande die Seiten und bekundete seine Unterstützung für die Kurden, indem er am 8. Februar 2015 eine pro-US-Delegation der YPG im Elysée-Palast empfing.

Einige Monate später rief Präsident Barack Obama jedoch Frankreich zur Ordnung auf. Es stehe Paris nicht zu, ein Pseudo-Kurdistan gemäß seinen alten kolonialen Träumen auszuhandeln, sondern nur dem Pentagon, entsprechend dem ethnischen Plan Rumsfeld/Cebrowski. François Hollande beugt sich und empfängt eine pro-US-kurdische Delegation von Ain al-Arab („Kobane“ in kurdischer Sprache). Die Türkei aber weigert sich, sich Washington zu unterwerfen. Dies ist der Beginn einer langen Meinungsverschiedenheit zwischen den Mitgliedern der Atlantischen Allianz. In Anbetracht der Tatsache, dass die französische Kehrtwende gegen das Abkommen vom 31. Oktober 2014 verstößt, organisieren die türkischen Geheimdienste mit Daesch die Anschläge vom 13. November 2015 gegen Frankreich und vom 22. März 2016 gegen Belgien, das sich gerade auch auf Washington ausgerichtet hat. [2]. Präsident Erdogan wird die Attentate auf Belgien unmissverständlich verkünden, und seine Presse wird sie für sich beanspruchen. Schließlich organisierte Salih Muslim die Wehrpflicht für junge Kurden und baute seine Diktatur auf, während Ankara einen Haftbefehl gegen ihn erließ.

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Dekret zur Zwangskurdisierung Nordsyriens. Dieses Dokument, das von den assyrischen christlichen Opfern veröffentlicht wurde, zeugt von der ethnischen Säuberung durch die SDF unter US-Militäraufsicht.

Im Oktober 2015 gründete das Pentagon die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), eine Einheit türkischer und syrisch-kurdischer Söldner, darunter einige Araber und Christen, um ethnische Säuberungen durchzuführen, ohne öffentlich die Verantwortung dafür zu übernehmen. Die SDF vertreiben assyrische arabische und christliche Familien. Kämpfer aus dem Irak und der Türkei ließen sich in ihren Häusern nieder und nahmen ihr Land in Besitz. Der syrisch-katholische Erzbischof von Hassake-Nisibi, Erzbischof Jacques Behnan Hindo, wird mehrmals bezeugen, dass kurdische Führer vor ihm über einen Plan zur Ausrottung der Christen der „Rojava“ gesprochen haben. Französische Spezialeinheiten werden Zeuge dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit, ohne sich zu rühren. Am 17. März 2016 wurde die Autonomie von «Rojava“ (Pseudo-Kurdistan in Syrien) erklärt. [3]. Aus Angst vor der Verbindung zwischen der türkischen PKK und dem irakischen Barzani-Clan, die den Weg für die Schaffung eines Großkurdistans ebnen würde, schickte die irakische Regierung Waffen an die PKK, um die Barzanis zu stürzen. Das Ergebnis war eine Serie von Morden an kurdischen Führern durch gegnerische Clans.

Ende 2016 markierte der teilweise Rückzug der russischen Armee, gefolgt von der Befreiung Aleppos durch die syrische arabische Armee, die endgültige Umkehr des Krieges. Sie fallen im Januar 2017 mit der Ankunft von Präsident Donald Trump im Weißen Haus zusammen, dessen Wahlplattform ein Ende der Rumsfeld/Cebrowski-Strategie, ein Ende der massiven Unterstützung für Dschihadisten und den Abzug der NATO- und US-Truppen aus Syrien fordert. Frankreich erleichtert die Reise junger anarchistischer Kämpfer nach Rojava, welche, überzeugt die kurdische Sache zu verteidigen, aber für das Atlantische Bündnis kämpfen [4]. Nach Frankreich zurückgekehrt, werden sie sich als ebenso unkontrollierbar erweisen wie die jungen französischen Dschihadisten. So wird nach Angaben der DGSI (Innerer Abwehrdienst) einer dieser Kämpfer versuchen, während der Evakuierung des Flughafens Notre-Dame-des-Landes einen Gendarmerie-Hubschrauber abzuschießen [5].

Im Juni 2017 genehmigte Präsident Trump eine gemeinsame Operation der syrischen arabischen Armee (unter der Leitung von Präsident Baschar al-Assad) und der SDF (d. h. pro-amerikanischer kurdischer Söldner) zur Befreiung von Raqqa, der Hauptstadt von Daesch. [6]. Der Krieg ist vorbei, aber weder Frankreich noch Deutschland sehen das so.

Allmählich entglitt den Vereinigten Staaten die Kontrolle über die YPG, und sie interessierten sich nicht mehr dafür. Die Terrororganisation wird dann zu einem französischen Spielzeug, wie die Muslimbruderschaft eine britische Marionette ist.

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Diese wurde Karte von der Agentur Anadolu im Januar 2019 veröffentlicht. Sie lässt 9 französiche Militärbasen in Rojava erkennen, von denen 8 von Präsident Emmanuelle Macron eingerichtet wurden.

Die Türkei ließ daraufhin ihre offizielle Agentur Anadolu eine Karte der französischen Militärstützpunkte in Rojava veröffentlichen, deren Zahl unter der Präsidentschaft von Emmanuel Macron auf neun erweitert wird. Bis dahin war nur das Zementwerk Lafarge bekannt. Ankara will betonen, dass Frankreich entgegen seinen offiziellen Erklärungen und im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten weiterhin für die Teilung Syriens ist.

Im Februar 2018 enthüllte der UN-Botschafter der Russischen Föderation, Vassily Nebenzia, dass die syrischen Kurden gerade 120 Daesch-Führern Amnestie gewährt und in die YPG aufgenommen hätten.

Seit September 2018 bereitet Präsident Trump den Abzug der US-Truppen aus ganz Syrien vor [7]. Die Aufgabe von „Rojava“ ist an die Bedingung geknüpft, dass die iranische Route, die dieses Gebiet überqueren könnte, um den Libanon zu erreichen, abgeschnitten wird. Dazu wird sich Präsident Erdogan auch im August bekennen. Die US-Soldaten überwachten dann die Zerstörung der kurdischen Verteidigungsstrukturen. Ein Abkommen wurde am 16. September von Russland, der Türkei und dem Iran gebilligt. Daher steht das Ende dieses Pseudo-Kurdistans bevor. Frankreich versteht überhaupt nicht, was geschieht, und ist fassungslos, wenn dann türkische Truppen brutal in diesen pseudoautonomen Staat eindringen und die Bevölkerung, die ihn illegal besetzt, flieht.

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Von sich selbst sehr eingenommen und von der Realität völlig abgekoppelt, versichert Jean-Yves le Drian am Set von France 2, dass Frankreich seine Ziele in Syrien ohne Risiko verfolgt.

Außenminister Jean-Yves le Drian, der am 10. September zu France2 eingeladen wurde, versucht die Franzosen hinsichtlich der Folgen dieses Fiaskos zu beruhigen. Er versichert, dass Frankreich die Situation kontrolliert: Die in Rojava inhaftierten Dschihadisten werden nicht freigelassen, sondern in diesem Gebiet vor Gericht gestellt, obwohl es vor Ort keine Institutionen mehr gibt. Er fährt fort mit der Behauptung, dass Präsident Erdogan Frankreich unnütz bedrohe. Schließlich weigert er sich, eine Frage zur Mission der französischen Armee vor Ort zu beantworten, mitten in dem Debakel.

Wenn man auch das Schicksal ausblendet, das die inhaftierten Dschihadisten und die Zivilbevölkerung, die dieses Land gestohlen haben, erwartet, hat man keine Nachricht über das Schicksal der Soldaten der neun französischen Militärstützpunkte. Sie sind im Kreuzfeuer, zwischen der türkischen Armee, die Präsident Hollande verraten hat, und der YPG, die Präsident Macron aufgegeben hat und die der Arabischen Republik Syrien erneut die Treue geschworen hat.

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

[1] “A War Crime Or an Act of War?”, Stephen C. Pelletiere, The New York Times, January 31, 2003.

[2] Nach Ansicht von Anti-Terror-Experten wurden diese Angriffe nicht mit einem Modus operandi durchgeführt, der mit dem der anderen von Daesh behaupteten Anschläge vergleichbar ist, sondern tragen die Spur einer akribischen militärischen Organisation, einem Kriegsakt, der von einem Staat verübt wird. „Der Beweggrund der Attentate von Paris und Brüssel“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Sabine, Voltaire Netzwerk, 28. März 2016.

[3] „Deklaration von Rojava für ein föderales Syrien“, Übersetzung Ralf Hesse, Voltaire Netzwerk, 17. März 2016.

[4] „Die Anarchisten-Brigaden der NATO“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 12. September 2017.

[5] « Ces revenants du Rojava qui inquiètent les services de renseignement », Matthieu Suc et Jacques Massey, Médiapart, 2 septembre 2019.

[6] “Secret Russian-Kurdish-Syrian military cooperation is happening in Syria’s eastern desert”, Robert Fisk, The Independent, July 24, 2017.

[7] “Trump eyeing Arab ‘boots on the ground’ to counter Iran in Syria”, Travis J. Tritten, Washington Examiner, September 29, 2018.

https://www.voltairenet.org/article207964.html

Syrien befriedet sich

Bayern ist FREI

Die Aufregung um Erdoğans Vorstoß in Nordsyrien war fast überflüssig. Wer russische Medien las, wusste mehr. Syriens Arabische Armee (Assad) übernimmt mit russischer Unterstützung jetzt an Stelle der Kurden die Grenzregion Syriens zur Türkei, und alle sind zufrieden, auch Erdoğan.

Die unter russischer Moderation in Astana erarbeitete Nachkriegsordnung kommt nun schnell zum Zuge. Die Parteien, einschließlich Türken, haben sich jahrelang getroffen. Die Stellung der USA war unhaltbar. Deutschland und Frankreich waren eingeladen aber zogen sich abrupt zurück. Der Prozess war für die USA unbequem. Jetzt ist der ganze Westen draußen vor der Tür. Der Wiedereintritt Syriens in die Arabische Liga scheint nach Putins Besuch in Riad, der zu umfassender Kooperation führte, nun auch unter Dach und Fach zu sein. Mit der Wiederherstellung der vollen syrischen Staatlichkeit ist dem IS auch der Boden entzogen. Nur Westeuropa wird sich weiter in seinem Weltbild einbunkern. Gerade erst hat es wieder die Russland-Bumerang-Sanktionen…

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Die Genealogie der Kurdenfrage

 

Die einhellige internationale Gemeinschaft verurteilt fortlaufend die Militäroffensive in Rojava und schaut hilflos zu, wie zehntausende Kurden, die von der türkischen Armee verfolgt werden, fliehen. Niemand greift jedoch ein, weil man denkt, dass angesichts der von Frankreich geschaffenen unlösbaren Situation und der von kurdischen Kämpfern und Zivilisten begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ein Massaker vielleicht der einzig mögliche Weg zur Wiederherstellung des Friedens ist.

Zehntausende kurdische Zivilisten fliehen vor der türkischen Armee, verlassen das von ihnen eroberte Land, das sie hofften, zu ihre Heimat zu machen.

 

Alle Kriege beinhalten einen Vereinfachungsprozess: Es gibt nur zwei Lager auf einem Schlachtfeld und jeder muss das Seine wählen. Im Nahen Osten, wo es eine unwahrscheinliche Menge von Gemeinschaften und Ideologien gibt, ist dieser Prozess besonders erschreckend, da keine der Besonderheiten dieser Gruppen mehr zum Ausdruck gebracht werden kann und jeder sich mit anderen verbünden muss, die er missbilligt.

Wenn ein Krieg zu Ende geht, versucht jeder, die Verbrechen, die er – ob freiwillig oder nicht – begangen hat, zu vertuschen und manchmal auch unangenehme Verbündete verschwinden zu lassen, die er vergessen möchte. Viele versuchen dann, die Vergangenheit wiederaufzubauen, um sich selbst in gutem Licht erscheinen zu lassen. Genau das erleben wir heute mit der türkischen Operation „Quelle des Friedens“ an der syrischen Grenze und den unglaubwürdigen Reaktionen, die sie hervorruft.

Um zu verstehen, was vor sich geht, reicht es nicht aus zu wissen, dass alle lügen. Man muss auch herausfinden, was jeder verbirgt und es akzeptieren, auch wenn man dann feststellt, dass diejenigen, die man zuvor bewunderte, tatsächlich Schurken sind.

Genealogie des Problems

Glaubt man dem europäischen Diskurs, könnte man meinen, dass die bösen Türken die netten Kurden ausrotten werden, die die klugen Europäer trotz der feigen US-Amerikaner zu retten versuchen. Keine dieser vier Mächte spielt die Rolle, die man ihr unterstellt.

Das aktuelle Ereignis muss zunächst im Kontext des „Krieges gegen Syrien“ betrachtet werden, von dem er nur eine Schlacht ist, und in den Kontext der „Umgestaltung des erweiterten Nahen Ostens“, von der der Syrien-Konflikt nur eine Etappe ist. Anlässlich der Anschläge vom 11. September 2001 passten US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und sein neuer Direktor für die „Force Transformation“, Admiral Arthur Cebrowski, die Strategie des Pentagons dem Finanzkapitalismus an. Sie beschlossen, die Welt in zwei Zonen zu unterteilen: eine, die die der wirtschaftlichen Globalisierung sein würde, und die andere, die als bloße Rohstoffreserve angesehen würde. Die US-Armeen sollten damit beauftragt werden, die staatlichen Strukturen in diesem zweiten Teil der Welt zu beseitigen, damit niemand dieser neuen Arbeitsteilung widerstehen kann [1]. Sie begannen mit dem „Erweiterten Nahen Osten“.

Es war geplant, die Arabische Republik Syrien nach Afghanistan und dem Irak im Jahr 2003 (Syrian Accountability Act) zu zerstören, aber verschiedene Zufälle drängten diese Operation auf 2011 zurück. Der Angriffsplan wurde angesichts der britischen Kolonialerfahrung in der Region neu organisiert. London riet, die Staaten nicht vollständig zu zerstören, einen minimalen Staat im Irak wiederherzustellen und Marionettenregierungen zu behalten, dazu in der Lage, das tägliche Leben der Völker zu verwalten. Basierend auf der „Großen arabischen Revolte“ von Lawrence von Arabien, die die Briten 1915 organisierten, war das Ziel, einen „arabischen Frühling“ zu organisieren, der die Muslimbruderschaft an die Macht bringt anstelle der Wahhabiten [2]. Die prowestlichen Regime Tunesiens und Ägyptens wurden zuerst gestürzt und dann wurden Libyen und Syrien angegriffen.

Zunächst weigerte sich die Türkei, ein NATO-Mitglied, am Krieg gegen Libyen teilzunehmen, das ihr erster Kunde war, und dann auch an dem gegen Syrien, mit dem sie einen gemeinsamen Markt geschaffen hatte. Der französische Außenminister Alain Juppé hatte dann die Idee, zwei Dinge mit einem Schlag zu erledigen. Er schlug seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoğlu vor, gemeinsam die Kurdenfrage im Gegenzug für den Beitritt der Türkei zum Krieg gegen Libyen und Syrien zu lösen. Die beiden Männer unterzeichneten ein Geheimprotokoll, das die Schaffung eines Kurdistans nicht in den kurdischen Gebieten der Türkei, sondern in den aramäischen und arabischen Gebieten Syriens vorsah. [3]. Die Türkei, die ausgezeichnete Beziehungen zur irakischen Regionalregierung Kurdistans unterhält, wollte die Schaffung eines zweiten Kurdistans, weil sie an das Ende der kurdischen Unabhängigkeitsbewegung auf ihrem eigenen Boden denkt. Frankreich, das 1911 kurdische Stämme rekrutiert hatte, um arabische Nationalisten zu unterdrücken, beabsichtigte schließlich, in der Gegend ein Pseudo-Kurdistan zu schaffen, wie es den Briten gelungen war, eine jüdische Kolonie in Palästina zu schaffen. Die Franzosen und Türken gewannen die Unterstützung der Israelis, die bereits das irakische Kurdistan mit dem Barzani-Clan kontrollierten, der offiziell Mitglied des Mossad war.

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Hellbraun: das von der King-Crane Kommission entworfene Kurdistan, bestätigt von US-Präsident Woodrow Wilson und 1920 von der Konferenz von Sèvres verabschiedet.

Die Kurden sind ein nomadisches Volk (das ist die genaue Bedeutung des Wortes „kurdisch“), das sich im Euphrat-Tal, im Irak, in Syrien und in der Türkei von heute bewegte. Nicht als Stämme, sondern als Clane organisiert, und bekannt für seinen Mut, schuf es viele Dynastien, die in der arabischen Welt (einschließlich der von Saladin dem Prächtigen) und der persischen Welt herrschten, und stellte verschiedenen Armeen Hilfstruppen zur Verfügung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden einige von ihnen von den Osmanen rekrutiert, um die nichtmuslimische Bevölkerung der Türkei, insbesondere die Armenier, zu massakrieren. Bei dieser Gelegenheit ließen sie sich in Anatolien nieder, während die anderen nomadisch blieben. Am Ende des Ersten Weltkriegs schuf US-Präsident Woodrow Wilson, gemäß Paragraph 12 seiner 14 Punkte (Kriegsziele), auf den Trümmern des Osmanischen Reiches ein Kurdistan. Um das Gebiet einzugrenzen, schickte er die King-Crane-Kommission vor Ort, während die Kurden das Massaker an den Armeniern fortsetzten. Die Experten bestimmten ein Gebiet in Anatolien und warnten Wilson vor den verheerenden Folgen einer Erweiterung oder Verschiebung dieses Territoriums. Aber das Osmanische Reich wurde von innen durch Mustafa Kemal gestürzt, der die Republik ausrief und den territorialen durch das Wilson-Projekt auferlegten Verlust verweigerte. Kurdistan ist schließlich nicht entstanden.

Ein Jahrhundert lang versuchten die türkischen Kurden, sich von der Türkei abzuspalten. In den 1980er Jahren begannen die Marxisten-Leninisten der PKK einen echten Bürgerkrieg gegen Ankara, der hart unterdrückt wurde. Viele flohen nach Nordsyrien, unter den Schutz von Präsident Hafez al-Assad. Als ihr Anführer Abdullah Öcalan von den Israelis verhaftet und den Türken übergeben wurde, gaben sie den bewaffneten Kampf auf. Am Ende des Kalten Krieges wurde die PKK, die nicht mehr von der Sowjetunion finanziert wurde, von der CIA unterlaufen und mutierte. Die PKK gab die marxistische Doktrin auf und wurde anarchistisch, verzichtete auf den Kampf gegen den Imperialismus und stellte sich in den Dienst der NATO. Die Atlantische Allianz nutzte ihre terroristischen Operationen ausgiebig aus, um die Impulsivität ihres türkischen Mitglieds einzudämmen.

Außerdem führte die internationale Gemeinschaft 1991 einen Krieg gegen den Irak, der gerade in Kuwait einmarschiert war. Am Ende des Krieges ermutigte der Westen die schiitische und kurdische Opposition, gegen das sunnitische Regime von Präsident Saddam Hussein aufzubegehren. Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich ließen 200.000 Personen massakrieren, besetzten aber ein Gebiet des Landes, aus dem sie die irakische Armee verbannten. Sie vertrieben die Bewohner und brachten dort die irakischen Kurden zusammen. Es war dieses Gebiet, das nach dem Krieg 2003 wieder dem Irak einverleibt wurde und um den Barzani-Clan herum zum Irakisch-Kurdistan wurde.

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Die Rumsfeld/Cebrowski-Generalstabskarte von der “ Neugestaltung des Erweiterten Nahen Ostens“.
Quelle: “Blood borders – How a better Middle East would look”, Colonel Ralph Peters, Armed Forces Journal, June 2006.

Zu Beginn des Krieges gegen Syrien verlieh Präsident Baschar al-Assad kurdischen politischen Flüchtlingen und ihren Kindern die syrische Staatsbürgerschaft. Sie stellten sich sofort in den Dienst von Damaskus, um den Norden des Landes vor ausländischen Dschihadisten zu verteidigen. Aber die NATO erweckte die türkische PKK wieder zum Leben und schickte sie zur Mobilisierung der Kurden in Syrien und dem Irak, um ein sehr Großes-Kurdistan zu schaffen, wie es das Pentagon seit 2001 geplant hatte und durch die 2005 durchgesickerte Generalstabskarte von Oberst Ralph Peters gezeigt wurde.

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Die nach dem Scheitern des ersten Krieges gegen Syrien veränderte Karte der Neugestaltung des “ Erweiterten Nahen Osten“.
Quelle: “Imagining a Remapped Middle East”, Robin Wright, The New York Times Sunday Review, September 28, 2013.

Dieses Projekt (das darauf abzielte, die Region aus ethnischen Gründen zu spalten) entsprach überhaupt nicht dem von Präsident Wilson im Jahr 1919 (zur Anerkennung des Rechts des kurdischen Volkes) und auch nicht dem der Franzosen (zur Belohnung von Söldnern). Es war viel zu groß für sie und sie konnten nicht hoffen, es zu kontrollieren. Auf der anderen Seite begeisterte es aber die Israelis, die es als eine Möglichkeit sahen, Syrien von hinten einzudämmen. Die Verwirklichung erwies sich jedoch als nicht möglich. Die USIP, ein mit dem Pentagon verbundenes „Five Eyes“-Institut, schlug vor, es zu ändern. Großkurdistan würde zugunsten einer Ausweitung des irakischen Sunnistan reduziert [4], das einer dschihadistischen Organisation anvertraut werden würde: dem zukünftigen Daesch.

Die Kurden der YPG, des syrischen Ablegers der PKK, versuchten mit Hilfe der US-Streitkräfte, einen neuen Staat Rojava zu schaffen. Das Pentagon nutzte sie, um die Dschihadisten auf das ihnen zugewiesene Gebiet zu beschränken. Es gab nie einen theologischen oder ideologischen Kampf zwischen der YPG und Daesch, es war nur eine Rivalität um ein Gebiet, das auf Kosten des Irak und Syriens geteilt werden sollte. Und übrigens, als das Emirat Daesch zusammenbrach, half die YPG den Dschihadisten, sich den Al-Kaida-Kräften in Idlib anzuschließen, indem sie sie ihr „Kurdistan“ überqueren ließ.

Die irakischen Kurden des Barzani-Clans waren direkt an der Eroberung des Irak durch Daesch beteiligt. Nach Angaben der PKK, habe der Sohn des Präsidenten und Geheimdienstchefs der irakischen kurdischen Regionalregierung, Masrour „Jomaa“ Barzani, am geheimen CIA-Treffen, das diese Operation plante, in Amman am 1. Juni 2014 teilgenommen. [5]. Die Barzani kämpften nie gegen Daesch. Sie begnügten sich ihr Territorium zu schützen und schickten sie zur Konfrontation mit den Sunniten. Schlimmer noch, sie ließen Daesch nicht-muslimische Kurden, die Yeziden, in der Schlacht von Sindschar, versklaven. Die Geretteten wurden von türkischen PKK- und syrischen YPG-Kämpfern gerettet, die zum Einsatzort geschickt wurden.

Am 27. November 2017 hielten die Barzani – mit der alleinigen Unterstützung Israels – ein Referendum über die Selbstbestimmung im irakischen Kurdistan ab, das sie trotz offensichtlicher Tricks verloren. In der Wahlnacht war die arabische Welt fassungslos, als in Erbil eine Flut israelischer Flaggen entdeckt wurde. Laut dem Magazin Israel-Kurd habe der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versprochen, im Falle eines Sieges bei dem Referendum, 200.000 israelische Kurden zum Schutz des neuen Staates zu überführen.

Um das Recht auf Selbstbestimmung genießen zu können, muss ein Volk zuerst vereint sein, was für die Kurden nie der Fall war. Es muss dann auch auf einem Gebiet leben, in dem es in der Mehrheit ist, was nur in Anatolien seit dem Völkermord an den Armeniern der Fall war, dann auch im Nordirak seit der ethnischen Säuberung dank der Flugverbotszone nach der Operation „Wüstensturm“ und schließlich im Nordosten Syriens, seit der Vertreibung der christlichen Assyrer und Araber. Ihnen dieses Recht heute anzuerkennen, bedeutet, Verbrechen gegen die Menschlichkeit gutzuheißen.

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

[1] Diese Strategie wurde erstmals erwähnt von Oberst Ralph Peters in der „Stability, America’s Ennemy“, Parameteers 31-4 (US-Heereszeitschrift), Winter 2001. Dann deutlicher dargestellt für die Öffentlichkeit durch Admiral Cebrowski‘s Assistent in The Pentagon’s New Map, Thomas P. M. Barnett, Putnam Publishing Group, 2004. Schließlich veröffentlichte Oberst Peters die Karte, die der US-Generalstab aufgestellt hat in “Blood borders – How a better Middle East would look”, Colonel Ralph Peters, Armed Forces Journal, June 2006.

[2] Eine große Anzahl von Dokumenten, die bereits 2005 zur Verfügung stehen, bezeugen die Vorbereitung dieser Operation durch den MI6. Insbesondere die E-Mails des Auswärtigen Amtes, die der Whistleblower Derek Pasquill enthüllte. Siehe : Sous nos yeux. Du 11-Septembre à Donald Trump, Thierry Meyssan, Demi-Lune (2017).

[3] Die Existenz dieses Geheimprotokolls wurde damals von der algerischen Presse enthüllt. Syrische Diplomaten haben es mir ausführlich beschrieben. Leider wurden die Archive in Damaskus anlässlich eines dschihadistischen Angriffs überstürzt übersiedelt. Es ist daher derzeit nicht verfügbar, wird aber nach der Sortierung dieser Archive öffentlich werden.

[4] “Imagining a Remapped Middle East”, Robin Wright, The New York Times Sunday Review, September 28, 2013.

[5] «Yer: Amman, Tarih: 1, Konu: Musul», Akif Serhat, Özgür Gündem, 6 juillet 2014

Angriff auf Saudi-Arabien: Iran, Huthi-Rebellen oder der tiefe Staat?

 

LION Media

Am 17.09.2019 veröffentlicht

Outro Musik: „Eternal“ prod. by El Draco (alle Rechte liegen beim Künstler)

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Nach Huthi-Angriff auf Öl-Raffinerie droht Wirtschaftskrise: USA wären gerüstet, Deutschland nicht

Von Reinhard Werner

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben sich zu dem folgenschweren Drohnenangriff auf die saudi-arabische Ölraffinerie in Abkaik bekannt. Die USA wollen weitere Untersuchungen abwarten, ehe Präsident Donald Trump über allfällige Reaktionen entscheidet. Der Produktionsausfall in Saudi-Arabien ruft Ängste ob einer möglichen drastischen Steigerung des Ölpreises hervor.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten stets deeskalierend auf iranische Provokationen reagiert und versucht, dem Regime in Teheran eine Rückkehr zu konstruktivem Verhalten zu ermöglichen.

Nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne über internationalen Gewässern in der Golfregion hat der Präsident im Juni bereits zum Vergeltungsschlag in der Luft befindliche Kampfjets zurückbeordert, um Menschenleben zu schonen. Im gleichen Monat stellte er dem Iran Gespräche und Möglichkeiten zur Wirtschaftsentwicklung in Aussicht, sollte das Regime seine Ambitionen aufgeben, eine Atombombe zu entwickeln. In der Vorwoche entließ Trump seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton, der für eine entschlossenere Politik gegenüber Teheran eintrat.

Dass am Samstag (14.9.) ein Angriff mit zehn Drohnen auf die wichtigen Ölraffinerien der Saudi Aramco in Abkaik bis auf Weiteres zum Ausfall von mehr als der Hälfte der saudi-arabischen Ölproduktion geführt hat, könnte eine neue Eskalationsstufe in der Strategie Teherans darstellen, die US-Regierung entweder als zahnlosen Tiger dastehen zu lassen oder im Fall einer spürbaren Reaktion den Nahen Osten und die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen.

„Noch nie dagewesener Angriff auf die weltweite Energieversorgung“

Die Raffinerie, die am Samstag angegriffen wurde, produziert täglich 5,7 Millionen Barrel an Rohöl, das sind mehr als fünf Prozent des weltweiten Bedarfes. 

In einem Beitrag auf Twitter erklärt US-Präsident Donald Trump, es gibt „Gründe, davon auszugehen dass wir den Urheber kennen, und sind im Fall der Bestätigung zur unverzüglichen Reaktion bereit“, man wolle aber erst mit dem Königreich Saudi-Arabien abklären, welches Ergebnis die dortigen Untersuchungen ergäben und unter welchen Voraussetzungen man fortfahren solle.

Während Trump nicht explizit den Iran als möglichen Urheber nannte, deuten US-Ermittlern zufolge, wie „Fox News“ berichtet, erste Spuren in Richtung Teheran. Auch Außenminister Mike Pompeo unterstreicht auf Twitter, dass die Wahrscheinlichkeit einer iranischen Urheberschaft des Angriffs hoch sei:

Teheran steckt hinter fast 100 Angriffen auf Saudi-Arabien, während Rohani und Sarif so tun, als ob sie an Diplomatie interessiert wären, hat der Iran einen noch nie dagewesenen Angriff auf die weltweite Energieversorgung gestartet. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Angriffe aus dem Jemen kämen.“

Die dortigen, als Proxys des Iran agierenden Huthi-Rebellen haben ihrem Brigadegeneral Jahia Sarie zufolge bereits die Verantwortung für den Angriff übernommen. Er sprach von einem „massiven Angriff mit zehn Drohnen“, den die schiitischen Extremisten durchgeführt hätten. Bereits im Vormonat und im Mai hatten die Huthis Öl- und Erdgasanlagen in Saudi-Arabien mit Drohnen angegriffen.

Verfügen Terroristen über Drohnen mit Motoren aus Deutschland?

In der Vergangenheit hatte es zwar oft Zweifel darüber gegeben, dass die Rebellen in der Lage wären, die 800 Kilometer von der jemenitischen Grenze entfernte Anlage mit ihren Waffensystemen erreichen zu können. Dafür spricht jedoch, dass die Huthis einem UN-Bericht zufolge dank Aufrüstung durch den Iran über Drohnen mit einer Reichweite von bis zu 1500 Kilometern verfügen, die zudem bis zu 18 Kilogramm Sprengstoff transportieren können.

Gil Yaron weist in einer Analyse für die „Salzburger Nachrichten“ darauf hin, dass die Rebellen den UN-Erkenntnissen zufolge bereits Zugriff auf eine neue Drohne vom Typ UAV-X mit „deutlich erhöhter Lebensdauer und Reichweite“ haben sollen – auch dank der Nutzung von „in Deutschland hergestellten Motoren vom Typ 3W110i B2“.

Darüber hinaus sind aber auch andere Ausgangspunkte des Angriffs denkbar. Das Bezug habende Kommuniqué der Huthis spricht selbst von einer „Kooperation ehrenhafter Menschen“ in Saudi-Arabien selbst, was zum einen ein Ablenkungsmanöver und einen Versuch darstellen könnte, die eigene Bedeutung zu übertreiben – zum anderen aber auch der Wahrheit nahekommen und illustrieren könnte, dass der Iran tatsächlich bereits Einfluss auf die schiitische Minderheit im Osten des Königreichs Saudi-Arabien gewonnen hätte. Zudem hätte auch eine iranische Proxy-Gruppe im Irak den Angriff durchführen können.

Teheran könnte über Schädigung der Weltwirtschaft Trump-Wiederwahl verhindern wollen

Die öffentliche Erörterung der mutmaßlichen Verantwortlichkeit für den Angriff auf die saudische Raffinerie hat den Iran unterdessen zu weiteren Drohungen veranlasst. Man sei „zu einem umfassenden Krieg bereit“, erklärte Amir Ali Hadschisadeh, Befehlshaber der Luftwaffe der in den USA als terroristische Vereinigung eingestuften „Iranischen Revolutionsgarde“.

Alle amerikanischen Stützpunkte und ihre Flugzeugträger würden sich „in einer Entfernung von bis zu 2.000 Kilometern in Reichweite unserer Raketen befinden“, zitiert die Agentur Tasnim den Kommandanten. Gleichzeitig bezeichnet Teheran die Berichte über eine iranische Handschrift hinter dem Angriff als „größtmögliche Lügen“.

Unterdessen wächst die Angst vor tiefgreifenden Folgen für die Weltwirtschaft. Die „Welt“ schreibt von Befürchtungen, der Ölpreis könnte infolge der neuerlichen Erinnerung an die Verwundbarkeit eines der größten weltweiten Produktionsländer schon bald von derzeit 60 auf etwa 100 US-Dollar je Barrel ansteigen. Dies könnte nach dem Handelsstreit, den Unsicherheiten rund um den Brexit und einer generell erlahmten Konjunktur den endgültigen Anstoß zu einer globalen Rezession geben.

Im Wissen um den Unwillen der US-Regierung, eine kriegerische Eskalation im Nahen Osten herbeizuführen, könnte der Iran gezielt versuchen, mit Provokationen dieser Art die US-Wirtschaft auf Umwegen über einen höheren Ölpreis zu treffen. Eine globale Rezession, die auch die USA nicht verschonen würde, könnte Präsident Donald Trump im Wahljahr schaden und die Chance erhöhen, dass ein demokratischer Kandidat zum Präsidenten gewählt wird, der gegenüber dem Iran eine freundlichere Politik verfolgen würde.

Der aussichtsreichste Kandidat der Demokraten, Joe Biden, war Vizepräsident, als Barack Obama 2015 seinen umstrittenen Atomdeal mit Teheran ausgehandelt hatte. Biden tritt explizit mit dem Versprechen an, an die Politik der Administration Obama anzuknüpfen.

Strategische Ölreserve steht in den USA bereit

In den USA ist man auf dieses Szenario eingestellt. Am Sonntag hat Präsident Donald Trump die Nutzung der nationalen Notreserve an Öl für Texas und mehrere andere Bundesstaaten bewilligt. Die Strategische Ölreserve wird vom Energieministerium administriert und reicht als Einrichtung in die Zeit der Ölkrise der 1970er Jahre zurück. Mit der Option auf Nutzung der Reserve, die zuletzt im Zuge der Libyen-Krise 2011 freigegeben wurde, will Trump einem zu erwartenden Preisschock an den Rohstoffmärkten entgegenwirken.

Bereits am Sonntag erlebte bei Markteröffnung der Preis für die Nordsee-Sorte Brent einen Anstieg um mehr als 19 Prozent auf 71,95 Dollar je Barrel. Auch an der Warenterminbörse Mercantile Exchange in New York legte der Preis für US-Rohöl am Montagmorgen um 5,61 Dollar je Barrel oder 10,2 Prozent auf 60,46 Dollar zu. Leichtöl erlebte einen Anstieg um mehr als 15 Prozent auf 63,34 US-Dollar. Im weiteren Verlaufe des Handelstages trat eine leichte Erholung ein.

Die USA selbst hätten von einem Engpass im Bereich der Ölversorgung wenig zu befürchten. Sie sind im Laufe der vergangenen Jahren selbst zum weltgrößten Produzenten aufgestiegen, verfügen über dezentrale Produktionsschwerpunkte und können nicht nur sich selbst ausreichend mit Öl versorgen, sondern auch Verbündete. Allerdings würde ein dauerhafter drastischer Anstieg der Preise auf den Weltmärkten vor allem Schwellenländer wie die Volksrepublik China, Indien oder die Türkei treffen und auf diese Weise das Wachstum der Weltwirtschaft erlahmen lassen. Auch die Verbraucherpreise würden in den USA steigen und der Preisschock würde am Konsumenten nicht vorbeigehen.

Für Deutschland 34 Milliarden US-Dollar an Mehrkosten möglich

Deutschland hingegen könnte im Fall eines Anstiegs des Ölpreises auf 100 US-Dollar davon ausgehen, künftig zusätzliche 34 Milliarden US-Dollar in seine Versorgung investieren zu müssen, schreibt die „Welt“ weiter – in einer Zeit, in der Politik, Medien und die sogenannte Zivilgesellschaft unisono nach Wegen suchen, preiswerte und versorgungssichere Energieträger aus ideologischen Gründen durch kostspieligere und unstete Energieträger zu ersetzen.

Immerhin wäre ein Preisniveau dieser Art immer noch 50 US-Dollar von jenem entfernt, das der Ölpreis Ende der 2000er Jahre kurz vor dem Ausbruch der Finanzmarktkrise erreicht hatte.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/nach-huthi-angriff-auf-oel-raffinerie-droht-wirtschaftskrise-usa-waeren-geruestet-deutschland-nicht-a3003479.html

Kushners Friedensplan: Milliarden für Palästina

 

LION Media

Am 27.06.2019 veröffentlicht

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USA: Nahost-Friedensplan kann Palästinensern Milliarden-Investitionen bringen

Epoch Times

Altes Militärfahrzeug im Gaza-Streifen. Symbolbild.

Die USA wollen mit ihrem Nahost-Friedensplan für Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) in den Palästinensergebieten sorgen.

Innerhalb von zehn Jahren solle sich das Bruttoinlandsprodukt der Palästinenser verdoppeln, teilte die Regierung von US-Präsident Donald Trump am Samstag mit.

Der Plan schlägt demnach eine Reform der palästinensischen Wirtschaft vor, um umfangreiche internationale Investitionen zu erzielen.

Die US-Regierung hat die Veröffentlichung des Friedensplans, der unter anderem von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner erarbeitet wurde, schon mehrfach verschoben.

Der wirtschaftliche Teil soll am Dienstag und am Mittwoch bei einer Konferenz in Bahrain vorgestellt werden. Die Palästinenserführung will die Konferenz allerdings boykottieren. Sie kritisiert Trumps Regierung als parteiisch und pro-israelisch.

Von dem US-Friedensplan, der in Gänze womöglich erst im November vorgestellt wird, sind bisher nur wenige Details bekannt. Es soll darin nicht von „zwei Staaten“ die Rede sein, was bei Palästinensern scharfe Kritik hervorgerufen hat.

Im Nahost-Konflikt ist die Zwei-Staaten-Lösung, die einen eigenen Staat für die Palästinenser vorsieht, seit Jahrzehnten der zentrale Ansatz internationaler Vermittlungsbemühungen. (afp)

https://www.epochtimes.de/politik/welt/usa-nahost-friedensplan-kann-palaestinensern-milliarden-investitionen-bringen-a2922478.html

Auswirkungen der Tankerangriffe: Iran verhaftet CIA-Agenten

 

LION Media

Am 19.06.2019 veröffentlicht

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SerialBrain2 – Trump stürzt die Kabale und rettet unsere Kinder

von https://qlobal-change.blogspot.com

 

https://qlobal-change.blogspot.com/2019/03/serialbrain2-trump-sturzt-die-kabale.html

 

Tagesbericht: [Deepstate] bloßgestellt – Die Welt wird sehen, wie der [Deepstate] durch die Gesetze navigiert – X22 Episode 1826

von https://qlobal-change.blogspot.com

  • Nur 7% der Briten unterstützen May.
  • Die Fed wird jetzt gefangen genommen, die Fed wird nicht in der Lage sein, aus dieser Situation herauszukommen.
  • Das ist der Plan der Patrioten, alle diese Menschen für das, was sie sind, zu entlarven.
  • Trump wird höchstwahrscheinlich die Fed dazu bringen, die Zinsen senken lassen, wenn die Wirtschaft ins Stocken gerät.
  • Der [DeepState] gerät in Panik, die Wände rücken näher um sie herum, sie versuchen, alles zu vertuschen.
  • Die MSM halten sich an die Propaganda.
  • Q droppt mehr und entlarvt den Jussie Smollett Fall, verbindet alle Punkte.

https://x22report.com/ds-exposed-the-world-will-see-how-the-ds-navigates-around-the-laws-episode-1826/

https://qlobal-change.blogspot.com/2019/03/tagesbericht-deepstate-blogestellt-die.html

Ergänzung:

Amerika erwacht: Die Nachbeben des Mueller-Berichts

 

LION Media

Am 27.03.2019 veröffentlicht

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