Warum sich der neue Hauptsitz der neuen Weltordnung im Nahen Osten befindet

ddbnews.wordpress.com

Der Nahe Osten ist die Region, von der aus eine Zentralverwaltung für die ganze Welt mit größter Effizienz arbeiten kann.

Das Gebiet verbindet drei der sechs Kontinente des Planeten: Europa, Asien und Afrika sowie 6,4 Milliarden seiner angeblichen 7,4 Milliarden Menschen.

Zwei der verbleibenden drei Kontinente, Nord- und Südamerika, beherbergen die verbleibenden 13% der Weltbevölkerung.

Der Kontinent Nummer sechs, die Antarktis, hat keine einheimische Bevölkerung.

Die zukünftigen Generationen, die den Krieg überleben, können sich unter anderem auf Hochgeschwindigkeitszüge als Streitkräfte zwischen der bevorstehenden Zentralmacht im heutigen Nahen Osten und Großbritannien und Nord-Golgatha in Europa freuen; Kamtjakta, Japan und Singapur in Asien und Kapstadt in Afrika.

Die Entfernung zwischen dieser Region und den Außengrenzen der eurasischen und afrikanischen Landmassen beträgt zwischen 500 und 800 Meilen.

Wusste der Leser, dass am 27. Juli ein Weltgipfel stattfand?

Anders als die Bilderberg-Gruppe flattert dieses Treffen nicht herum und wechselt seinen Standort, sondern ist immer…

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Warum setzt Washington Jordanien unter Druck?

von Thierry Meyssan

Markieren die jordanischen Proteste eine neue Episode des arabischen Frühlings, oder setzen sie im Gegenteil König Abdallah II. unter Druck, damit er den US-Plan für Palästina akzeptiert?

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Anfang Juni wurde Jordanien durch eine Woche friedlicher Demonstrationen gegen einen Steuerbescheid erschüttert. Er sah eine Steuererhöhung von 5 bis 25 % für alle jene vor, die ein Jahreseinkommen über 8 000 Dinar ($11 245) haben. Die Demonstranten, deren Lebensstandard durch die Rückschläge des westlichen Krieges gegen Syrien schwer beeinträchtigt wurde, haben den Rücktritt des Premierministers und die Rücknahme des Gesetzentwurfs gefordert und auch erhalten.

In Wirklichkeit hat das Königreich kaum eine andere Wahl: diese Maßnahme war im Einklang mit den im Jahr 2016 eingegangenen Abkommen, als ein Kredit des Internationalen Währungsfonds gezeichnet wurde. Er ist aufgrund des Krieges mehrmals aufgeschoben worden und wurde dem Parlament erst vorgelegt, als dieser zu Ende ging. Eine Modifikation des Kredits würde eine komplette Änderung der Wirtschaftspolitik erfordern, die nicht an der Tagesordnung ist. Die einzige Lösung wäre, eine finanzielle Unterstützung von Saudi-Arabien zu erhalten, um die Schulden zurückzuzahlen.

Viele Medien haben die Möglichkeit einer neuen Auflage des „arabischen Frühlings“ erwähnt. Das ist unwahrscheinlich: im Jahr 2011 sind die Proteste von selbst abgeklungen, ohne Anwendung von Gewalt. Als die Einheitsfront der ersten Tage zusammenbrach, spalteten sich die Islamisten sofort von den Säkularen ab. Das ist ganz logisch, wenn man die Verbindungen des Königreichs mit den Briten und der Muslim-Bruderschaft kennt.

Man erinnere sich, dass der „arabische Frühling“ alles andere als eine spontane Bewegung ist, sondern eine seit 2004-5 ausgedachte Operation des MI6, um die Muslim-Bruderschaft an die Macht zu hieven, und zwar nach dem Muster der britischen Geheimdienste, die bereits im Jahre 1915 durch Lawrence von Arabien die „große arabische Revolte“ organisierten [1]. Jordanien hat jedoch immer im eigenen Land die Bruderschaft kontrolliert, deren nationaler ehrenamtlicher Führer Prinz Hassan, Onkel des Königs, war. Das Königreich pflegt auch heute noch ein sehr gutes Verhältnis mit der Hamas (die sich als der „palästinensische Zweig der Muslim-Bruderschaft“ bezeichnet hatte). Deshalb forderte die Bruderschaft, während des „arabischen Frühlings“, nicht „den Sturz des Regimes“, wie sie es anderswo tat, sondern nur eine aus ihren Mitgliedern zusammengesetzte Regierung.

Anschließend trat Jordanien dem konterrevolutionären Lager bei, indem es sich dem Rat der Zusammenarbeit des Golfs (GCC) anschloss (trotz des Widerstands von Kuwait, das ihm immer noch die Schuld für die Unterstützung seiner Invasion, 1990, durch Saddam Husseins Irak vorwirft).

Die Demonstrationen von Anfang Juni finden auf der lokalen Ebene ihre Rechtfertigung, aber es hätte bestimmter spezifische Unterstützungen bedurft, damit sie in einem wieder autoritär gewordenen Land hätten stattfinden können.

Diese Demonstrationen können vor der Präsentation eines Friedensplanes für Palästina durch das Weiße Haus für Amman vielleicht eine Belastung darstellen. Man beachte, dass das Königreich sich immer als dasjenige der Palästinenser betrachtete und König Abdallah II. der „Beschützer“ der muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem und „Hüter“ der christlichen heiligen Stätten der Heiligen Stadt ist (von Papst Johannes-Paul II. im Jahr 2000 zuerkannter anerkannter Titel). Bis zu Beginn der Umsetzung der Abkommen von Oslo verwaltete Jordanien administrativ Cisjordanien (auch wenn es seit dem Sechs-Tage-Krieg von Israel besetzt war). Selbst Jassir Arafat zog damals in Betracht, sich der Monarchie anzuschließen. Mindestens drei Viertel der Jordanier sind Palästinenser. Nur das letzte Viertel besteht aus einheimischen Beduinen.

Derzeit versuchen alle regionalen Mächte in Palästina Fuß zu fassen. Zum Beispiel versucht die Türkei, dem Iran den Islamischen Jihad abzunehmen. Zur gleichen Zeit versuchen die Vereinigten Staaten und Israel jeden Protagonisten unter Druck zu setzen.

Wie auch immer der von Jared Kushner, Sonderberater und Schwiegersohn des Präsidenten Donald Trump, entwickelte Plan ausfallen wird, Jordanien dürfte dort eine Rolle spielen. Derzeit erscheinen viele Dokumente aus den Archiven, von denen einige nie veröffentlicht wurden. Es kommt zum Vorschein, dass die Schaffung der Hauptstadt eines unabhängigen Staates für die Palästinenser in Abous Dis schon diskutiert wurde. Gemäß dem Teilungsplan von Palästina im Jahr 1947 ist Abous Dis ein Stadtteil der Stadt Jerusalem. Und während der Oslo-Abkommen akzeptierte die Nummer zwei von Jassir Arafat, Mahmoud Abbas (sein aktueller Nachfolger) die Idee, dort die palästinensische Hauptstadt zu gründen. Übrigens begann damals dort der Bau des zukünftigen Parlaments durch die palästinensische Autonomiebehörde.. Aber der „Friedensprozess“ geriet ins Stocken, dieser Punkt wurde nie ratifiziert und die Arbeiten eingestellt. Als die Israeli dazu ihre Meinung änderten, isolierten sie Abous Dis vom Rest der Stadt durch eine Mauer, während die Palästinenser, die es nur als einen kleinen Bezirk von Jerusalem betrachteten, gleich die Hälfte der Stadt forderten. Wie dem auch sei, es ist nicht unmöglich, dass Jordanien der Staat der Palästinenser wird, mit einer doppelten Hauptstadt, Amman und Abu Dis. In diesem Fall wird sich die Frage der Form des Regimes stellen: Königreich oder Republik?

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

Quelle
Al-Watan (Syrien)

[1] Man sehe besonders die internen E-Mails des britischen Auswärtigen Amtes (Foreign Office) ein, die einer seiner Mitarbeiter, Derek Pasquill, im Jahr 2004 publik machte. Siehe die ersten Kommentare in When progressives threat with reactionaries. The British State flirtation with radical Islamism, Martin Bright, Policy Exchange, 2004. Und meine Schlussfolgerungen in: Sous nos Yeux. Du 11-Septembre à Donald Trump. Editions Demi-lune, 2017.

Wachsender Widerstand: Syrische Stämme verbünden sich gegen US-Okkupation

Wachsender Widerstand: Syrische Stämme verbünden sich gegen US-Okkupation

Der syrische Präsident Assad, umgeben von Soldaten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA)
Nach aktuellen Informationen trafen sich jüngst mehr als 70 Stammesführer nahe Aleppo zu einem Gipfel, um ein Abkommen zu schließen. Es geht um den gemeinsamen Kampf gegen die US-Präsenz auf syrischem Boden.

Die Stammesführer der Regionen Aleppo, ar-Raqqa und al-Hasaka trafen sich demnach in der von syrischen Regierungseinheiten kontrollierten Stadt Deir Hafer nahe Aleppo. Die Zusammenkunft fand unter dem Titel „Syrische Stämme gegen Ausländische Intervention und die Amerikanische Präsenz auf Syrischem Boden“ statt.

Während ihres Treffens bekräftigten sie ihre Unterstützung für den syrischen Präsidenten Assad sowie die Aufrechterhaltung der syrischen staatlichen Integrität und verkündeten die Schaffung einer „Widerstandsfront“ gegen die US-amerikanische, französische und türkische Präsenz in Syrien.

Die Stammesführer kündigten die Bildung einer Volkswiderstandseinheit an, die an der Seite der syrisch-arabischen Armee kämpfen wird, um alle syrischen Gebiete zu befreien und alle ausländischen Kräfte in Syrien zu vertreiben“, berichtete die panarabische Online-Zeitung Al-Masdar News.

Derzeit nehmen die USA und die durch sie unterstützten SDF über 30 Prozent des gesamten syrischen Territoriums ein, einschließlich des größten Teils der Öl-, Gas-, Landwirtschafts- und Süßwasserressourcen. Die neue Truppe werde „direkt gegen die sogenannten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und US-Truppen im Osten Syriens vorgehen“, berichtet das Medium.

Angesichts der Größe dieser Stämme könnten sie ein ernstes Problem für die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Nordsyrien darstellen, wenn sie militärische Unterstützung von der Syrisch-Arabischen Armee erhalten“, zeigte sich der iranische Auslandssender Press TV mit Verweis auf Al-Masdar News überzeugt.

Mehr zum ThemaAmnesty International wirft Anti-IS-Koalition in Syrien Kriegsverbrechen vor

Darüber hinaus werden sich dem neu gebildeten Stammesverbund demnach mehrere Widerstandsgruppen anschließen, die sich im letzten Jahr bildeten, um gegen die US-Besatzung und deren örtliche Verbündete der SDF vorzugehen. Der wachsende Widerstand beruhe dabei vor allem auf die Unfähigkeit der durch die USA eingesetzten lokalen Stadthalter, etwa die Wasserversorgung instand zu setzen, und gegen eine demzufolge wachsende Diskriminierung nicht-kurdischer Bevölkerungsteile vorzugehen.

Zu den Widerstandsgruppen, die sich dem Aufstand anschließen könnten, zählt unter anderem die Popular Resistance of Raqqa (PRoR) die im Februar 2018 in Raqqa gegründet wurde und seitdem US-Militärgüter angriff – einschließlich eines von den USA besetzten syrischen Militärstützpunktes in der Nähe von Raqqa, den die Gruppe Anfang April beschoss. Lokale Medienberichte über die jüngsten Bombenanschläge auf das US-Militär in der Hasaka-Region würden demzufolge ebenfalls auf die Verantwortlichkeit von Widerstandsgruppen hindeuten.

 

 

In einem Video-Statement kündigte die PRoR kündigte an:

Wir erklären offiziell die Bildung des Volkswiderstandes in Raqqa, um zu verhindern, dass die amerikanische Aggression irgendeinen Teil unseres geliebten Syriens übernimmt, nachdem sie (die USA) Terroristen aus der ganzen Welt als ihre Stellvertreter versammelt hat, die die Stadt Raqqa zerstört und ihre unschuldigen Menschen getötet haben.

Die Herausbildung einer neuen, lokalen und beträchtlichen Widerstandskraft stellt für die USA und ihre Verbündeten nicht nur eine massive militärische Herausforderung dar. Sie bedroht auch auch die bisherige Darstellung seitens Washington, wonach die Präsenz des US-Militärs von der lokalen Bevölkerung begrüßt und unterstützt würde.

Spekulationen verweisen jedoch auch auf die Möglichkeit, dass der Widerstand gegen die Okkupation von der US-Regierung als das Werk terroristischer Gruppen wie Daesh (IS) umgedeutet werden könnte. Diese stellt ohnehin die offizielle Rechtfertigung für die militärische Präsenz der USA in der Region dar.

Die von den USA unterstützten SDF bestehen hauptsächlich aus kurdischen Kämpfern, die mehr als 2.000 amerikanische Truppen in Syrien unterstützen. In der vergangenen Woche erklärte der syrische Präsident Assad, dass Washington damit begonnen habe, die „SDF-Karte“ zu benutzen, nachdem andere von den USA unterstützte militante Gruppen auf dem Schlachtfeld an Boden verloren hätten. Nach Ansicht Assads habe Damaskus nur zwei Möglichkeiten, mit dieser Herausforderung umzugehen.

Wir haben jetzt begonnen, Türen für Verhandlungen zu öffnen. Weil die meisten von ihnen [den Kurden] Syrer sind, die ihr Land vermutlich mögen und keine Marionetten für Ausländer sein wollen. Wenn nicht, werden wir bei der Befreiung auf Gewalt zurückgreifen. Wir haben keine andere Möglichkeit“, erklärte er gegenüber RT.

Das Pentagon wies die Aussagen Assads empört zurück.

Jede interessierte Partei in Syrien sollte verstehen, dass ein Angriff auf US-Streitkräfte oder unsere Koalitionspartner eine schlechte Politik sein wird. Wir sind da. Nichts hat sich geändert“, sagte Generalleutnant Kenneth McKenzie Ende Mai auf einer Pressekonferenz im Pentagon.

Kämpfer der Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), die von der Türkei als syrischer Arm der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) betrachtet werden, bilden das Rückgrat der SDF. Neben den USA hat auch Frankreich seine militärische Präsenz in Syrien in den von SDF-Kämpfern kontrollierten Gebieten ausgeweitet.

Etwa 250 französische Militärs sind nach aktuellen Informationen in SDF-gehaltenen Regionen östlich des Euphrat aktiv. Im Gegensatz etwa zur russischen militärischen Unterstützung, die von der syrischen Regierung im Jahr 2015 erbeten wurde, ist die US-Präsenz in Syrien völkerrechtlich nicht legitmiert. Der russische Außenminister Sergej Lawrow zeigte sich vor wenigen Tagen davon überzeugt, dass die militärische Präsenz der USA und Frankreichs in Syrien auf die Teilung des Landes abziele.

https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/71116-wachsender-widerstand-syrische-stamme-verbunden/

Palästinenser fordert israelische Soldaten auf, sein Kind zu erschießen, damit er ein Propagandavideo machen kann

Jürgen Fritz Blog

Von Jürgen Fritz

Frieden werde erst kommen, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen, soll die ehemalige Premierministerin von Israel, Golda Meir, einmal gesagt haben. Schauen Sie sich bitte die folgenden Szenen genau an und urteilen Sie dann, wie weit die Palästinenser davon entfernt zu sein scheinen.

Hier ist ein kleiner Junge, erschießt ihn!

Ein palästinensischer Vater packt seinen kleinen, ca. dreijährigen Sohn, drückt ihm eine palästinensische Flagge in die Hand und schickt das kleine Kind los, es soll auf israelische Soldaten zulaufen. Dabei schreit der Palästinenser die ganze Zeit, ohne Unterlass. Sinngemäß ruft er:

Hier ist ein kleiner Junge. Erschießt ihn! – Los geh! Geh! – Erschießt ihn! – Erschießt ihn, bringt ihn um! Erschießt ihn, ihr seid es doch gewöhnt, das zu tun. 

Der kleine Junge läuft unterdessen mit der palästinensischen Flagge in der Hand etwas zögerlich auf die Soldaten zu, hält diese hoch…

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Ganz Damaskus und das Umland sind sicher

 

Der syrischen Armee und ihren Partnern ist es am heutigen Pfingstmontag gelungen, die letzte Tasche von Terroristen in Hajar Aswad und Camp Yarmouk im Süden von Damaskus einzunehmen.

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilte, hat das Generalkommando der syrischen Streitkräfte dazu erklärt, dass nun ganz Damaskus und das ganze Damaszener Umland sicher sind.

 

 

Zur Erinnerung: im Herbst 2012 sah die Situation in Damaskus etwa wie folgt aus:

Mehr als fünf Jahre hat der Kampf zur Befreiung von Damaskus und des Damaszener Umlandes von der libanesischen bis zur jordanischen Grenze gedauert und riesige Opfer gefordert, doch heute ist es endlich vollbracht.

Es waren bewegende Momente heute für Syrien:

Nach den dementierten Gerüchten gestern und vorgestern über die Kapitulation der Terrorgruppe ISIS ging heute alles ganz schnell. Kurz nach Mittag hatte Al Masdar News gemeldet, dass die im Süden von Damaskus noch verbliebenen Reste der Terrorgruppe ISIS Hajar Aswad und Camp Yarmouk aufgegeben haben und nach Tadamon geflüchtet seien, und kurz darauf kam dann auch schon die offizielle Nachricht von der vollständigen Befreiung von Damaskus.

Daran, wie es im Kampf gegen den noch in Syrien verbliebenen Terror nun weitergeht, gibt es wenig Zweifel. Von Brigadegeneral Suhail Al Hassan, auch bekannt als der Tiger, wurde gestern bereits berichtet, er sei auf dem Weg nach Daraa.

Dass die dortigen Terroristen die Backen aufblasen, wird ihnen voraussichtlich nichts nützen.

Nachtrag Montag 02:30h: Die USA, in Person von Außenminister Pompeo, haben eine gerade eine 12-Pünkte-Liste vorgetragen, was sie mit ihrem „Exit“ aus dem JCPOA vom Iran wollen.

First, Iran must declare to the IAEA a full account of the prior military dimensions of its nuclear program, and permanently and verifiably abandon such work in perpetuity.

Second, Iran must stop enrichment and never pursue plutonium reprocessing. This includes closing its heavy water reactor.

Third, Iran must also provide the IAEA with unqualified access to all sites throughout the entire country.

Iran must end its proliferation of ballistic missiles and halt further launching or development of nuclear-capable missile systems.

Iran must release all U.S. citizens, as well as citizens of our partners and allies, each of them detained on spurious charges.

Iran must end support to Middle East terrorist groups, including Lebanese Hizballah, Hamas, and the Palestinian Islamic Jihad.

Iran must respect the sovereignty of the Iraqi Government and permit the disarming, demobilization, and reintegration of Shia militias.

Iran must also end its military support for the Houthi militia and work towards a peaceful political settlement in Yemen.

Iran must withdraw all forces under Iranian command throughout the entirety of Syria.

Iran, too, must end support for the Taliban and other terrorists in Afghanistan and the region, and cease harboring senior al-Qaida leaders.

Iran, too, must end the IRG Qods Force’s support for terrorists and militant partners around the world.

And too, Iran must end its threatening behavior against its neighbors – many of whom are U.S. allies. This certainly includes its threats to destroy Israel, and its firing of missiles into Saudi Arabia and the United Arab Emirates. It also includes threats to international shipping and destructive – and destructive cyberattacks.

Das ist formell zwar ein Punkt weniger als die saudische 13-Punkte-Liste an Katar, aber es ist, abgesehen von den darin enthaltenen Fake News, kaum vorstellbar, dass von der US-Liste für den Iran überhaupt etwas substantielles auch nur verhandlungsfähig sein könnte. Totaler Stop der Uran-Anreicherung, iranischer „Truppenabzug“ aus Syrien, Einstellung iranischer Unterstützung für Hisbollah, Hamas und PIJ einstellen, militärischer Unterstützung für Houthis ebenso, iranische Erlaubnis zur Entwaffnung schiitischer Milizen im Irak, und so weiter und so fort. Das läuft auf ein „Iraner müssen aufhören, Iraner zu sein, und sich den USA, Israel und Saudi Arabien vollständig und demütigst unterwerfen hinaus.“ Das wird wohl nichts werden, wie selbst der britische Außenminister Johnson dazu eingestanden hat. Für die EU bedeutet das, dass eine diplomatische Lösung erstmal nicht geben wird und sie im Streit mit den USA Farbe bekennen muss.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/05/21/ganz-damaskus-und-das-umland-sind-sicher/

„Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft“ | Armageddon in Sichtweite | Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

Wissenschaft3000 ~ science3000

Interview mit Journalisten aus Palästina: „Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft“

19.05.2018 • 14:56 Uhr

Interview mit Journalisten aus Palästina: "Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft"

Das Vorgehen Israels gegen palästinensische Demonstranten sorgte für Empörung. Kritisiert wurde auch die geringe Solidarität aus der arabischen Welt, angeführt von Saudi-Arabien. RT Deutsch sprach mit einem palästinensischen Journalisten aus Jerusalem.

Armageddon in Sichtweite: Trump und Netanjahu bringen uns dem Ende näher

19.05.2018 • 16:32 Uhr

Armageddon in Sichtweite: Trump und Netanjahu bringen uns dem Ende näher

Das biblische Armageddon liegt unweit des jüngsten Konfliktschauplatzes von Gaza. Das Ende scheint nicht mehr weit nach dem Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Als Vermittler können die USA in Nahost nicht mehr agieren, Russland ist am Zug.

UN-Bericht: Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

19.05.2018 • 14:35 Uhr

UN-Bericht: Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

Die Megastädte kommen: Laut UNO wird es ab 2030 rund 43 Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern geben. Der Anteil der Menschen in Großstädten werde auf 68 Prozent steigen. Die derzeit weltgrößte…

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+++ Nach Botschaftseröffnung: Israel geht blutig gegen Protestler vor +++

Die USA haben am Montag ihre neue Botschaft in Jerusalem eröffnet. Während die Israelis feierten, gab es bei Protesten gegen die Eröffnung und bei Ausschreitungen im Gazastreifen viele Opfer. Medien sprachen geradezu von einem Blutbad. Über 50 Palästinenser sollen von israelischen Soldaten erschossen und nahezu 3000 weitere Menschen verletzt worden sein.

Die Palästinenser bezeichneten den Tag der Botschaftseröffnung in Jerusalem als „Tag der Katastrophe“. Der Berater des palästinensischen Präsidenten Abbas wies US-Präsident Trump die Schuld für die Gewalt im Gazastreifen zu. Trump habe mit der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem den Friedensprozess zerstört.

Mehr als 35.000 Menschen sollen sich aus Protest am Grenzzaun zu Israel versammelt haben. Sie warfen Brandbomben und explosive Gegenstände auf israelische Soldaten. Israel dagegen hatte angekündigt, die Grenzsicherung zum Gazastreifen um jeden Preis zu verteidigen. Am Nachmittag griff sogar das israelische Militär die Demonstranten an.

Im Dezember hatte Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem fand am 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels statt. Die Palästinenser bezeichneten die Wahl des Datums als einen Mangel an Sensibilität und Respektlosigkeit für die Grundwerte des Friedensprozesses. Denn an diesem Tag gedenken sie der Vertreibung und Flucht von Hunderttausenden Palästinensern während des Nahostkrieges 1948.

Der israelische Präsident Netanjahu forderte alle Länder dieser Welt auf, ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen. Jerusalem sei die rechtmäßige Hauptstadt Israels. Die EU lehnt Trumps Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels ab, solange keine Friedenslösung vorliegt. Die sonst so „treuen Freunde“ Israels Deutschland, Kanada und Australien blieben der Feierlichkeit fern. Auch andere Handelspartner Israels wie China, Argentinien, Indien und Russland zogen es vor, der Veranstaltung fernzubleiben.

1948 wurde für die Staatsgründung Israels das frühere britische Mandatsgebiet Palästina durch die UN geteilt. Seitdem leben über fünf Millionen direkte Nachkommen der palästinensischen Vertriebenen im erzwungenen Exil. Vergangenes Jahr gedachten die Palästinenser 50 Jahren andauernder israelischer Besatzung der palästinensischen Gebiete. Ein faktisch und moralisch unerträglicher Zustand.

https://www.watergate.tv/2018/05/16/nach-botschaftseroeffnung-israel-geht-blutig-gegen-protestler-vor/

Israel isoliert

Analitik

Netanjahu hat sich so viel Mühe gegeben mit seiner Präsentation. Iran habe ein verdecktes Atomwaffenprogramm. Internationale Gemeinschaft, erhebe dich gegen den Bösewicht! Das Ergebnis hat sich der israelische Präsident sicher anders vorgestellt, sonst hätte er die Präsentation nicht halten müssen. Deutschland, Frankreich, Großbritanien, die EU und die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erteilten Netanjahu umgehend eine Abfuhr. Es gebe keine glaubwürdigen Hinweise auf eine Fortführung des iranischen Atomwaffenprogramms, der iranische Atomdeal bleibt. Nur Trump stand Netanjahu bei, jedenfalls für ein paar Stunden. Dann stellte eine Pressesprecherin klar, dass es sich um einen Tippfehler handelte. Das Weiße Haus behaupte keinesfalls, dass Iran aktuell ein Atomwaffenprogramm hat.

Israel versucht derzeit vieles, um die Situation im Nahen Osten zu eskalieren. Das Kalkül besteht wohl darin, die USA in einen Krieg gegen den Iran zu ziehen. Aber die westliche Gemeinschaft hat darauf überhaupt keine Lust. Auch Trump nicht, von dem viele immer noch glauben, er sei ein großer Freund Netanjahus. Am 30. April hat Trump auf einer Pressekonferenz mit dem nigerianischen Präsidenten folgendes gesagt:

we more and more are not wanting to be the policeman of the world. And we’re spending tremendous amounts of money for decades on policing the world, and that shouldn’t be our priority. We want to police ourselves, and we want to rebuild our country.

Trump verweigert öffentlich – einmal mehr – die Polizisten-Rolle der USA in der Welt und erklärt, dass die USA sich auf sich selbst konzentrieren werden. Trump hat nicht einmal die verbale Bereitschaft für neue Kriegsabenteuer, geschweige denn die Bereitschaft für echte Kriegstaten. Im Gegenteil, er schließt sämtliche Abenteuer kategorisch aus.

Und selbst in den höchsten jüdischen Eliten ist man sich nicht mehr einig. Baron Rothschild lässt öffentlich verkünden, dass Netanjahu keine Beweise für eine Verletzung des Atomdeals vorgelegt hat (“he has presented no evidence that Iran is violating the agreement”).

Netanjahus Theater ist krachend gescheitert.

Was Trump aber tun könnte, und hoffentlich auch tun wird, ist die Aussetzung des Iran-Deals seitens der USA. Er droht regelmäßig und laut damit und hat die EU gezwungen, sich klar zu positionieren. Die EU hat sich klar für den Iran-Deal positioniert. Jetzt muss Trump seine Drohung nur noch wahrmachen, um den Riss zwischen den USA und der EU schlagartig um weitere Kilometer zu vergrößern. Und auch den Riss zwischen Israel und dem Rest der Welt.

http://analitik.de/2018/05/03/israel-isoliert/

Ägypten tritt einen Teil seines Territoriums an Neom ab

Bei dem Empfang des Saudi-Kronprinzen, Mohammed Ben Salman, hat der ägyptische Präsident, Abdel Fattah al-Sissi, angekündigt, dass sein Land sich dem Neom-Projekt anschließen werde.

Saudi Arabien kündigte im Oktober 2017 an, eine dem Luxus-Tourismus gewidmete Mega-Hightech-Stadt bauen zu wollen: Neom. Diese Region wäre von einem eigenen Gesetz regiert, in Übereinstimmung mit der westlichen Lebensart, insbesondere ohne Bezug auf Wahhabismus noch selbst auf den Islam im Allgemeinen.

Neom ist ein Barbarismus, der neue-neue (Neo in griechischer Sprache und Mostaqbal auf Arabisch) bedeutet.

Der ausgewählte Bereich befindet sich am Roten Meer, in Tabuk, an der jordanischen Grenze und gegenüber Ägypten. Er hat eine Oberfläche von 26 000 km2, d.h. ca. gleich einer europäischen Region.

Das veranschlagte Budget für dieses Projekt ist ungefähr $ 500 Milliarden. Es wird von Klaus Kleinfeld, dem ehemaligen Chef von Alcoa-Arconic und Verwalter der Bilderberg-Gruppe geleitet.

Präsident al–Sissi hat beschlossen, einen Teil des Sinai, mit der Stadt Sharm el-Sheikh und einen Teil des Kontinents, einschließlich der Stadt Hurghada, diesem Projekt zuzuteilen. Das impliziert die Exterritorialität dieser Gegend, gegenüber Tabuk. Ein gemeinsamer Investment-Fonds wurde konstituiert, mit 10 Milliarden $ (allein von Saudi-Arabien bezahlt).

Im April 2016 hatte Präsident al-Sissi an Riyad die Inseln Tiran und Sanafir übergeben, die den Golf von Akaba zwischen Sinai und Saudi Arabien schließen. Er hatte seine Geste als eine territoriale „Restitution“ dargestellt, obwohl das einzige gültige Dokument, der Londoner Konvention von 1840, diese Inseln zu ägyptischen Gebieten machte. Diese Sitzung erlaubt Saudi Arabien sie in das Neom-Projekt mit einzubeziehen und die gesamte Region zu verwandeln.

Darüber hinaus bedeutet diese Souveränitäts-Übertragung eine de-facto Anerkennung der ägyptisch-israelischen Camp-David-Abkommen durch die Saudis [1] welche den Status der Bewegungsfreiheit der israelischen Marine im Golf von Akaba und dem Roten Meer fordert. Infolgedessen kann man wetten, dass Israel Teil des Projekts Neom ist. In allen Fällen ist Neom nicht mehr eine saudische Mega-Stadt, sondern ein ägyptischer Saudi-Archipel, in dem Israel ein Recht auf Kontrolle über die Meeres-Kommunikation behalten wird.

Übersetzung
Horst Frohlich