USA haben Zugriff auf verschlossene Daten von 70 Prozent der EU-Bürger

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Die Geheimdienste von mindestens sieben EU-Ländern übergeben Informationen über
Telefongespräche und Internetaktivität ihrer Bürger an die National Security Agency
der USA, heißt es auf der Webseite „Privacy Surgeon“, die am Samstag ein Interview
mit dem ehemaligen NBA-Agenten Wayne Madsen veröffentlichte.

Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Dänemark haben Verträge
mit den USA, die die Geheimdienste dieser Länder verpflichten, auf Anfrage der NBA
Informationen über ihre Bürger zu übergeben, sagte Madsen.

Zuvor wurde über die Zusammenarbeit zwischen der NBA und britischer Geheimdienste berichtet.

Auf diese sieben Länder entfallen 70 Prozent der EU-Bevölkerung.

Quelle : german.ruvr.ru

Das Interview mit dem NSA Whistleblower Edward Snowden über PRISM – Deutsch

Edward Snowden, die Quelle hinter Guardians NSA Dateien sprach am 06.09.2013
mit Glenn Greenwald in Hong Kong über seine Motive für die Enthüllung des
Überwachungsskandals durch die NSA. „Ich will nicht in einer Gesellschaft leben,
die so etwas macht“:

Der 29-jährige Techniker Edward Snowden erklärt sich zum Urheber der jüngsten
Enthüllungen über die Datensammlung der US-Geheimdienste – und ist sich der
Konsequenzen bewusst. Ein wahrer Held unserer Zeit!

NSA Projekt Prism : Snowdens Coup von langer Hand geplant

Detailaufnahme Auge mit Barcode EAN, European Article Number

Ein Maulwurf und sein großer Wurf :

Whistleblower Edward Snowden hatte sich von der CIA-Auftragnehmerfirma Booz Allen Hamilton einstellen
lassen, um die Überwachungsmethoden von CIA und NSA aufzudecken, schreibt die Hongkonger Zeitung
„South China Morning Post“ unter Hinweis auf Snowden selbst.

Als Systemadminstrator bei Booz Allen Hamilton konnte Snowden auf Geheimdokumente zugreifen,
so die Zeitung. Zudem sei ihm eine Liste von Servern in aller Welt vorgelegen,
auf die der US-Geheimdienst NSA Zugang hatte.

Wie die „South China Post“ berichtet, hat Snowden nicht alle Dokumente, die er an sich gebracht hat,veröffentlicht.
„Ich muss alles ansehen, bevor ich es an Journalisten weitergebe“, zitiert die Zeitung den Aufdecker.

Edward Snowden, ehemaliger Mitarbeiter der US-Beratungsfirma Booz Allen Hamilton, einem Auftragnehmer
der CIA, hatte Anfang Juni die geheim gehaltene Gerichtsorder, laut der die US-Geheimdienste Zugang
zu allen Telefonaten des Mobilfunkbetreibers Verizon erhalten haben, veröffentlicht und der
Presse Informationen zu dem streng geheimen Späh-Programm der US-Agentur für Nationale Sicherheitzugespielt.

Später wurde durch ihn auch das nicht minder umfangreiche britisch-amerikanische Überwachungsprogramm
Tempora und die angebliche Datenspionage der US-Geheimdienste in China bekannt.

Die USA hatten bereits am 14. Juni gegen Snowden Anklage wegen Geheimnisverrats erhoben und seine
Festnahme beantragt. Die Behörden in Hongkong schickten den Antrag aber als unvollständig zurück.

In jedem der Anklagepunkte drohen dem Whistle-blower bis zu 10 Jahre Haft. Snowden wird die illegale
Weitergabe von Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen, sowie die absichtliche Weitergabe
von Geheim-dienstinformationen und die Entwendung von Staatseigentum vorgeworfen.

Am Sonntag landete er in einer Aeroflot-Maschine in Moskau, wo er
offenbar den Botschafter Ecuadors um politisches Asyl gebeten hat.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollte Snowden weiter nach Havanna fliegen (von Moskau gibt es keine Direktflüge
nach Lima).Am Montagmittag flogen Dutzende Journalisten mit einem Linienflug, für den Snowden ein Flugticket
gebucht hatte, in die kubanische Hauptstadt. Der gesuchte Informant selbst befand sich jedoch nicht an Bord.

Einigen Angaben zufolge wurde der Ex-Geheimdienstler am Montagnachmittag noch im Transitbereich
des Moskauer Flughafens Scheremetjewo gesichtet.

Russland und die USA haben nach Worten von Präsident Wladimir Putin
kein Abkommen über gegenseitige Auslieferung von Verbrechern.

“Russland kann Ausländer nur an Staaten ausliefern, mit denen entsprechende Abkommen geschlossen worden
waren”, erklärte Putin am Dienstag im finnischen Naantali auf einer Pressekonferenz nach Verhandlungen
mit Finnlands Staatspräsident Sauli Niinistö. “Ich hoffe, dass dies sich nicht auf den Geschäftscharakter
unserer Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auswirkt und unsere Partner das verstehen werden”,
sagte der russische Präsident.

Zuvor hatte Putin vor der Presse bestätigt, dass Snowden als Transitpassagier tatsächlich in Moskau gelandet
war, aber die russische Staatsgrenze nicht passiert hatte. Er befinde sich jetzt im Flughafen-Transitbereich.
“Snowdens Ankunft war für Russland eine Überraschung”, sagte der russische Präsident.

Da Snowden kein russisches Visum hat, darf er die Staatsgrenze nicht passieren.

“Je schneller Snowden sich für sein Flugziel entscheidet, desto besser für Russland und für ihn selbst.

Herr Snowden ist ein freier Mensch”, sagte Putin.

Quelle: Ria Novosti vom 25.06.2013

US-Geheimdienste überwachen deutsche Emails besonders intensiv

Im Skandal um das Ausschnüffeln von Emails und Sozialen Netzwerken haben die US-Behörden
ein besonderes Auge auf die Deutschen geworfen. Sie sind für die Amerikaner fast
gleich interessant wie China. Offenbar vermutet Präsident Obama in Deutschland
immer noch besonders viele Terroristen.

Der „grenzenlose Informant“ („Boundless Informant“) heißt das Programm der National Security Agency (NSA),
mit dessen Legitimation Daten von Menschen aus der ganzen Welt gesammelt werden. Wie der Guardian
Journalisten Glenn Greenwald berichtet, sammelt der NSA gemäß Geheimdokumenten monatlich etwa 97 Milliarden
Datensätze durch den Zugriff auf fremde Computer-Netzwerke weltweit.

Drei Milliarden Datensätze kommen aus den USA, behauptet Greenwald und beruft sich auf seine geheimen Quellen.
Allerdings stellt sich heraus, dass die NSA mit der Technologie gezielt Länder herausfiltern und nach Aktivitäten
durchsuchen. Wie eine Grafik veranschaulicht, haben sich die Amerikaner in Europa in Deutschland besonders i
ntensiv umgehört. Hier wurden ähnliche Aktivitäten entfaltet wie in China. Offenbar vermuten die Amerikaner,
in Deutschland auf besonders interessantes Material zu stoßen. Die Aktivitäten können natürlich auch mit
dem 11. September 2001 zusammenhängen, hatten doch die Terroristen eine Basis in Hamburg.

Den komplette Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Ein Kommentar zu „US-Regierung zapft Kundendaten von Internet-Firmen an“

Ein Lächeln und ein Nachdenken

Zuerst das Lächeln … fast schon ein Grinsen, denn alle Dementi klingen vom Wortlaut fast identisch,
als habe der Pressesprecher sie von einem NDA (Non Disclosure Agreement) abgelesen, zu dem die NSA
das jeweilige Unternehmen verdonnert hat. Keinem aufgefallen? Das hört sich alles so gleichgeschaltet
an, dass es schon fast wieder eine Bestätigung ist.

Jetzt der nachdenkliche Teil :

Wer genau steckt dahinter und wem nutzt es, den weltweiten Datenverkehr einzusacken, abzuspeichern,
zu analysieren, zu filtern, zu ordnen … Der US Regierung? Dem Geheimdienst? Dem Senat?

Ich möchte einmal schlichtweg behaupten, alle Politiker sind nur Hampelmänner, wissen vermutlich nichts davon.
Dann die NSA? Sicher, die bräuchte man für solch einen globalen Komplott. Jemand muss ja die Daten abzapfen
und irgendwo abspeichern. Aber dann? Wohin geht das – wie auch immer geartete Ergebnis? Welcher Plan steckt
dahinter und welche Personen oder Institutionen würden davon profitieren?

Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, das diese unbekannte „Datenkrake“, die da irgendwo lauert, mächtig
genug, um alle aufgelisteten Großfirmen zu vergattern, locker in der Lage wäre, solch ein „Progrämmchen“ wie
Facebook, mit dem sie freihaus alle Daten der jungen Generation geliefert bekommen, zu entwickeln und zu veröffentlichen?

Man setzt einen Zuckermann-Hampel als Erfolgsstory ein, alle glauben es, beim Börsengang wird alles rückfinanziert
und man hat fortan alle Daten gespiegelt auf den NSA Servern? Woher hatte Zuckerberg denn die ganze Knete,
um dieses Facebook überhaupt zu dieser Größe aufzubauen?

Also ich würde als Geheimdienstler auf solch eine abgedrehte Idee kommen.
Nur fürchte ich, die Realität ist noch viel abgedrehter und erschreckender.

Nehmt als Beispiel den Skype „Skandal“. Da wurden nachgewiesenerweisemURLs angefahren, nachdem sie
überSkype verschickt wurden. Es wurdem also mitgelesenund eine Aktion eingeleitet.

Nach den letzten Nachrichten sollte auch dem letzten im Forum klarm sein,
das folgende Annahmen sehr wahrscheinlich sind  :

1.
Der komplette eMail Verkehr wird (vermutlich von mehreren Diensten)analysiert.

2.
Fast jeder Rechner, der am Netz hängt, dürfte schon längst angreifbar sein, vermutlich kann man
die Platten beliebig auslesen und/oder Content platzieren.

3.
Die Abhörkanäle reichen vermutlich bis in die Prozessorarchitektur. Ein unbeklanntes Protokoll,
dass keiner kennt und nach dem niemans schaut. Unauffällig – ein Backdoor.

4.
Bestimmt sind ouch alle Router betroffen, Firewalls haben Durchgänge fürs Lauschen.

5.
WLan Protokolle sind zwar verschlüsselt, aber das hilft alles nichts, wenn man den Schlüssel kennt.

So langsam wird mir klar, wie naiv wir doch alle sind.

Haben wir wirklich geglaubt, in dieser so abgef**** Welt, lassen gewisse Staaten oder
Personen/Organisationen mit Macht ein annonymes und freies Internet zu?????

Quelle des Kommentars : heise.de/newsticker/foren

Den Artikel findet Ihr hier : heise.de