Geheime US-Militärstützpunkte und Patrouillenrouten durch Fitness-App aufgedeckt

Von rt.com

Die Entwicklung der Strava Sports Activity Tracking-Anwendung war eigentlich nur dazu bestimmt, in friedvollen Gebieten eingesetzt zu werden. Aber die Nutzung der App durch westliche Soldaten in Geheimoperationen hat fatale Folgen für deren Sicherheit.

US-amerikanische Soldaten und viele andere westlicher Staaten haben eine großen Schwachpunkt: Sie gehen mit ihren Smart-Uhren, Smartphones und anderen digitalen Gegenständen in die Operationsgebiete. Wie die New York Times am 29. Januar berichtete, haben Strava-Nutzer aus dem US-Militär durch eine Fitness-Anwendung, die ein Geolokalisierungssystem beinhaltet, versehentlich ihre Positionen und Patrouillenwege in sensiblen Gebieten wie Afghanistan, Irak und Syrien offenbart.

Eine Gruppe von Forschern hat herausgefunden, dass eine einfache Analyse der Anwendung ausreicht, um die Anwesenheit amerikanischer Soldaten und ihrer westlichen Verbündeten zu lokalisieren, auch in eigentlich als geheim geltenden Basen.

Eine sogenannte Heat-Map (kann hier eingesehen werden), die vom Anbieter der Anwendung erstellt wurde, um Sportlern weltweit die Möglichkeit zu geben, ihre Leistungen zu vergleichen, hat die unerwartete Folge, dass in abgelegenen Gebiet die Positionen bestimmter Militärstützpunkte und Infrastrukturen erkennbar werden.

Während in den Vereinigten Staaten oder in Westeuropa der größte Teil des Landes wegen der großen Zahl von Nutzern eingefärbt ist und es daher in keiner Form erlaubt, auf dieser Basis militärische Aktivität zu identifizieren, sieht das in peripheren Gebieten ganz anders aus.

© strava.com

So heben sich in einigen Ländern, in denen Jogging in der normalen Bevölkerung kaum verbreitet ist, die Jogging-Routen deutlich ab und lassen kaum Zweifel an denjenigen aufkommen, die sie hervorgebracht haben.

http://derwaechter.net/geheime-us-militaerstuetzpunkte-und-patrouillenrouten-durch-fitness-app-aufgedeckt

Anonymous hat soeben 1/5 der Kinder-Pornographie im Darknet aus dem Verkehr gezogen

von

Die “Hacktivisten” haben Freedom Hosting II geknackt – den größten Host von Darkweb-Seiten, der nur durch Tor Software zugänglich ist -, Gigabytes an Daten heruntergeladen und ungefähr 10.613  .onion Webseiten zerlegt und verunstaltet. Das bedeutet, dass der Hack fast ein Fünftel des Darkweb für Kinderpornographie unschädlich gemacht hat.

Das Darkweb ist das verschlüsselte Netzwerk, das zwischen Tor-Servern und ihren Kunden existiert, auch bekannt als Cyber-Kriminelle, sowie Aktivisten und vielen anderen, die verschlüsselte Kommunikation wünschen. Das Tor-Netzwerk, das einzige Netzwerk, das die Identität des Benutzers schützt und ihre Internet-Aktivitäten nicht beobachtet, ermöglicht es Internet-Nutzern, ihre Privatsphäre im Internet bewahren – vor allem, wenn sie von Dritten beobachtet werden.

Da das Darkweb überwiegend ein Paradies für Drogenhandel, Pädophile und Sex-Händler ist, die Tor verwenden oder anonyme .onion Webseitem einrichten, um ihren Standort zu verschleiern und ihr illegales Gewerbe auszuüben, wird es schwierig für die Strafverfolgungsoragne, die Kriminellen zu entlarven, die im Dunkel Zuflucht suchen.

Bei ihrem Versuch, die Urheber, Besitzer und Abonnenten von Kinderpornographie zu aufzudecken, hat eine Gruppe von anonymen Computer-Hackern Freedom Hosting II geknackt – den größten Host von Darkweb-Seiten, der nur durch Tor Software zugänglich ist -, Gigabytes an Daten heruntergeladen und ungefähr 10.613  .onion Webseiten zerlegt und verunstaltet.

Die Anonymous Hacktivisten geben an, dass mehr als 50% der auf den Freedom Hosting II Servern gespeicherten Daten Kinderpornographie enthielten. Die International Business Times berichtet, dass die Hacker Dateien im Volumen von 75 GB sowie 2,6 GB an Datenbanken “entwendeten”, welche sie anboten, für 0,1 Bitcoin (ca. $100) zurückzugeben.

Laut Sarah Jamie Lewis, einer unabhängigen Anonymitäts- und Privatsphären-Forscherin, die den massiven Computer-Angriff während ihrer regelmäßigen Beobachtung des “Onion-Bereiches” (Darkweb-Seiten, die im Tor-Netzwerk laufen) bemerkte, hatte Freedom Hosting II  schätzungsweise 15% bis 20% aller Seiten im Darknet als Host beheimatet.

Das bedeutet, dass der Hack fast ein Fünftel des Darkweb unschädlich gemacht hat. Lewis sagte gegenüber The Verge: “Dies ist ein schwerer Schlag, wenn man bedenkt, dass viele davon persönliche oder politische Blogs und Foren waren. Auf kurze Sicht betrachtet, ist einige Vielfalt aus dem Darknet verschwunden.”

 

 

 

 

 

 

 

Der Sicherheitsforscher Chris Monteiro ist überzeugt, der Freedom Hosting II Hack könnte eine beträchtliche Anzahl von Botnets (Neztwerk automatisierter Computerschadprogramme) zerstört haben, die zunehmend von Cyberkriminellen verwendet werden, um groß angelegte DDoS-Attacken, also sogenannte Überlastangriffe, zu starten.

 

 

 

 

 

 

 

Monteiro entdeckte auch, dass auf den  .onion Webseiten nicht nur Botnets untergebracht waren, sondern auch betrügerische Webseiten, Webseiten, die gehackte Daten verkaufen, Perversen-Portale und Kindesmissbrauch-Webseiten, die auf englisch und russisch sprechende Käufer abzielen. Webseiten, die zu den bei dem Angriff auf Freedom Hosting II verunstalteten zählen:

In einem Interview mit VICE, erläuterten die Hacker, warum und wie sie den Darkweb-Hosting-Provider auseinandergenommen haben:

“Am Anfang wollten wir in Freedom Hosting II gar nicht eingreifen. Aber dann stießen wir auf mehrere große Seiten mit Kinderpornographie, die mehr als die von Freedom Hosting II ausgewiesenen Datenkontingente beanspruchten. Normalerweise hat Freedom Hosting II eine Quote von 256 MB pro Seite, aber diese illegalen Seiten enthielten Gigabytes an Material. Dies legt nahe, dass sie für das Hosting bezahlt haben, und dass der Administrator über diese Seiten Bescheid wusste. An diesem Punkt beschloss ich, sie stillzulegen.”

Im Jahr 2011 hatte Anonymous als Teil der ‘Operation Darknet’, bereits das erste Freedom Hosting für Kinderpornographie-Webseiten gehackt und mit Überlastangriffen überzogen. Im Jahr 2013, als das erste Freedom Hosting die Hälfte aller Darkweb-Seiten beherbergte, verwendete das FBI eine Fehlkonfiguration in der Tor-Browser-Installation, um Besucher auf solchen Webseiten zu identifizieren, machte den Service unschädlich, und verhaftete den Betreiber Eric Eoin Marques in Irland. Die Anklage gegen Marques legte ihm zur Last, Beihilfe zur Verbreitung von Online-Kinderpornographie geleistet zu haben.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/anonymous-just-took-down-more-than-10000-tor-websites-on-dark-web/

http://derwaechter.net/anonymous-hat-soeben-15-der-kinder-pornographie-im-darknet-aus-dem-verkehr-gezogen