ISIS-Terroristen nach Bukamal eingedrungen

Wie Al Masdar News berichtete, ist es ISIS-Terroristen am gestrigen Freitag mit Hilfe von Zahlreichen Selbstmordattentätern gelungen, in mehrere Bezirke der ostsyrischen Stadt Bukamal nahe der Grenze zum Irak einzudringen.

Die Terroristen und ihre Unterstützer mögen die Einnahme von Teilen der strategisch wichtigen Stadt als großen Sieg feiern, doch unsere Einschätzung hier im Parteibuch ist eher, dass solche Angriff von ISIS-Terroristen es der syrischen Armee und ihren Partnern im Endeffekt erleichtern werden, den Terrorismus in den schwierig zu kontrollierenden Wüstengebiete westlich von Deir Ezzor zu eliminieren. Wenn die Terroristen aus mit ihren Waffen aus ihren Verstecken in der Wüste herauskommen und Angriffe auf eine Großstadt wie Deir Ezzor unternehmen, sind sie perfekt von Zivilisten getrennt und viel leichter zu bekämpfen als in der Wüste. In der Nacht zum heutigen Samstag meldete Al Masdar News zu dem ISIS-Angriff auf Bukamal denn auch schon, dass die Armee die Sicherheit in Bukamal bereits wieder hergesetllt hat.

Ansonsten war der gestrige Freitag natürlich vom weltweiten Quds-Tag geprägt. Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah zeigte sich, wie auch SANA berichtete, in seiner Ansprache zum Quds-Tag im Libanon zuversichtlich, dass Palästina komplett befreit wird und riet zionistsichen Besatzern, nach Hause zu gehen. Und natürlich gab es auch in Damaskus am Freitag eine große Demonstration zum Quds-Tag.

Die jährliche Berliner Demonstration zum Quds-Tag startet am heutigen Samstag ab 14:30h am Adenauerplatz.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/06/09/isis-terroristen-nach-bukamal-eingedrungen/

Gaza erwidert israelisches Feuer

Seit Monaten hat das zionistische Regime die Bevölkerung und die Regierungskräfte in Gaza beschossen, bombardiert und ermordet, ohne dass die palästinensischen Organisationen das Feuer erwidert haben, und so schien „Israel“ überrascht, dass das am heutigen Dienstag nicht mehr so war.

Seit Tagen hat das zionistische Regime Beobachtungsposten der palästinensischen Regierungskräfte von Hamas und Palestinian Islamic Jihad mit Panzern beschossen und dabei allein in den letzten 48 Stunden vier Palästinenser umgebracht. Hamas und Palestinian Islamic Jihad beantworteten die zionistischen Angriffe am heutigen Morgen mit zunächst 28 Artilleriegrananten, die sie auf zionistische Posten abschossen. Al Manar berichtete dazu unter Berufung auf Feindmedien, dass dadurch vier zionistische Soldaten verletzt wurden. Das zionistische Regime bombardierte daraufhin im Laufe des Tages mehr als 30 Positionen in Gaza, woraufhin die palästinensische Seite einige Dutzend weitere Granaten auf zionistische Truppen abschoss. Außerdem hat das zionistische Regime, dsa seit rund einem Jahrzehnt eine totale Seeblockade gegen Gaza durchsetzt, heute noch ein Boot aufgebracht und beschlagnahmt, mit dem vom zionistischen Regime in den letzten Wochen verletzte Palästinenser in Kliniken außerhalb des Gaza-Streifens gebracht werden sollten.

Im Laufe des Tages gab es Befürchtungen, die Entwicklung der Situation würde direkt auf ein neues riesigen Massaker in Gaza hinauslaufen, doch am Abend meldeten sowohl Medien der Achse des Widerstandes als auch die zionistische Hasbara, dass um Mitternacht ein von Ägypten vermittelter Waffenstillstand in Kraft treten soll. Dass das notorisch maßlos aggressive zionistische Regime sich auf den Waffenstillstand eingelassen hat, könnte unter anderem daran liegen, dass es Kräfte frei haben will für den Fall, dass die syrische Armee rund zweihundert Kilometer weiter nordöstlich gerade die Befreiung von Daraa und Quneitra von vom zionistischen Regime gesponsorten Terrorbanden vorbereitet, und das zionistische Regime seine Ressourcen gegenwärtig auf die Sabotage des syrischen Anti-Terror-Kampfes konzentrieren will.

Es riecht ein bisschen danach, dass dem zionistischen Regime seine einst totale Domainanz ein Stückchen weiter abhanden gekommen ist. Auf syrischer Seite soll Al Masdar News zufolge an der Befreiung von Südwestsyrien unter anderem die exil-palästinensische Quds-Brigade teilnehmen.

Nachtrag Mittwoch 01:00h: Das zionistische Regime dementierte offiziell eine Waffenruhe und attackiert Gaza weiter:

Die Verteidigungskräfte von Gaza schießen weiterhin zurück:

Nachtrag Mittwoch 05:30h: Zur Situation mit der Luftwaffe der Achse des Terrors gab es am Dienstag übrigens bei Sputnik einen interessanten Artikel:

Neue Spielregeln im Luftkampf: Russisches „Auge“ könnte Stealth-Jets erkennen

Russland und China stehen kurz vor einem technologischen Durchbruch: Eine neue Ortungstechnik könnte die größten Trümpfe amerikanischer Tarnkappenjäger ausstechen, schreibt das Fachblatt „The National Interest“. Welches Know-how damit gemeint sein könnte, erklärt der Militärexperte Dmitri Drosdenko.

Kurz zusammengefasst sieht das danach aus, dass die Luftstreitkräfte der USA und ihrer Verbündeten in den letzten Jahren Russland in Syrien ihre gesamte Tarnkappentechnik präsentiert haben, und Russland die Chance genutzt hat, um erprobte Technologien zu entwickeln, um diese „unsichtbaren“ Flugobjekte der NATO-Staaten zu orten. Im Ergebnis sind damit die gesamte Tarnkappenstrategie der USA und alle der Billionen Dollar teuren Waffensysteme, die darauf basieren, einschließlich der F-35 und der Tarnkappen-Cruise-Missiles, wohl ziemlicher Schrott. Waffen, deren Überlegenheit auf der Charakteristik basieren sollen, für den Gegner unsichtbar zu sein, aber die nun doch sichtbar sind, büßen zumindest einen sehr erheblichen Teil ihres Wertes ein.

Bei den geopolitischen Auswirkungen ist zu bedenken, dass der Besitz solcher Ortungssysteme nicht auf Russland und Syrien beschränkt bleiben muss. Der oben bereits zitierte Sputnik-Artikel merkt dazu an, dass solche Technik, die auch Teil des neuesten russischen Flugabwehrsystems S-500 sein wird, im Iran zwischenzeitlich bereits „im Einsatz“ ist.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/05/29/gaza-erwidert-israelisches-feuer/

Palästinenser fordert israelische Soldaten auf, sein Kind zu erschießen, damit er ein Propagandavideo machen kann

Jürgen Fritz Blog

Von Jürgen Fritz

Frieden werde erst kommen, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen, soll die ehemalige Premierministerin von Israel, Golda Meir, einmal gesagt haben. Schauen Sie sich bitte die folgenden Szenen genau an und urteilen Sie dann, wie weit die Palästinenser davon entfernt zu sein scheinen.

Hier ist ein kleiner Junge, erschießt ihn!

Ein palästinensischer Vater packt seinen kleinen, ca. dreijährigen Sohn, drückt ihm eine palästinensische Flagge in die Hand und schickt das kleine Kind los, es soll auf israelische Soldaten zulaufen. Dabei schreit der Palästinenser die ganze Zeit, ohne Unterlass. Sinngemäß ruft er:

Hier ist ein kleiner Junge. Erschießt ihn! – Los geh! Geh! – Erschießt ihn! – Erschießt ihn, bringt ihn um! Erschießt ihn, ihr seid es doch gewöhnt, das zu tun. 

Der kleine Junge läuft unterdessen mit der palästinensischen Flagge in der Hand etwas zögerlich auf die Soldaten zu, hält diese hoch…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.101 weitere Wörter

Ισραήλ: Αριστεροί Ισραηλινοί Και Αραβο-Ισραηλινοί Πλησίον Της Γάζας, Διαμαρτύρονται Για Την Βία Τον Ισραηλινών Δυνάμεων Κατοχής ~ Israel: Israelis Leftists And Arab Israelis Near Gaza Protest Against The Violence Of Israeli Occupation Forces…! (Video)

Left-wing groups joined Arab Israelis in Yad Mordechai, close to the Gaza border, on Friday to protest against the Israeli Defence Force’s violent response to Palestinian protests last week.

 

 

https://derkameraddotcom.wordpress.com/2018/05/20/%CE%B9%CF%83%CF%81%CE%B1%CE%AE%CE%BB-%CE%B1%CF%81%CE%B9%CF%83%CF%84%CE%B5%CF%81%CE%BF%CE%AF-%CE%B9%CF%83%CF%81%CE%B1%CE%B7%CE%BB%CE%B9%CE%BD%CE%BF%CE%AF-%CE%BA%CE%B1%CE%B9-%CE%B1%CF%81%CE%B1%CE%B2/

„Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft“ | Armageddon in Sichtweite | Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

Wissenschaft3000 ~ science3000

Interview mit Journalisten aus Palästina: „Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft“

19.05.2018 • 14:56 Uhr

Interview mit Journalisten aus Palästina: "Saudi-Arabien hat Palästina an Israel verkauft"

Das Vorgehen Israels gegen palästinensische Demonstranten sorgte für Empörung. Kritisiert wurde auch die geringe Solidarität aus der arabischen Welt, angeführt von Saudi-Arabien. RT Deutsch sprach mit einem palästinensischen Journalisten aus Jerusalem.

Armageddon in Sichtweite: Trump und Netanjahu bringen uns dem Ende näher

19.05.2018 • 16:32 Uhr

Armageddon in Sichtweite: Trump und Netanjahu bringen uns dem Ende näher

Das biblische Armageddon liegt unweit des jüngsten Konfliktschauplatzes von Gaza. Das Ende scheint nicht mehr weit nach dem Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Als Vermittler können die USA in Nahost nicht mehr agieren, Russland ist am Zug.

UN-Bericht: Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

19.05.2018 • 14:35 Uhr

UN-Bericht: Zwei Drittel der Menschheit werden 2050 in Städten leben

Die Megastädte kommen: Laut UNO wird es ab 2030 rund 43 Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern geben. Der Anteil der Menschen in Großstädten werde auf 68 Prozent steigen. Die derzeit weltgrößte…

Ursprünglichen Post anzeigen 9 weitere Wörter

+++ Nach Botschaftseröffnung: Israel geht blutig gegen Protestler vor +++

Die USA haben am Montag ihre neue Botschaft in Jerusalem eröffnet. Während die Israelis feierten, gab es bei Protesten gegen die Eröffnung und bei Ausschreitungen im Gazastreifen viele Opfer. Medien sprachen geradezu von einem Blutbad. Über 50 Palästinenser sollen von israelischen Soldaten erschossen und nahezu 3000 weitere Menschen verletzt worden sein.

Die Palästinenser bezeichneten den Tag der Botschaftseröffnung in Jerusalem als „Tag der Katastrophe“. Der Berater des palästinensischen Präsidenten Abbas wies US-Präsident Trump die Schuld für die Gewalt im Gazastreifen zu. Trump habe mit der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem den Friedensprozess zerstört.

Mehr als 35.000 Menschen sollen sich aus Protest am Grenzzaun zu Israel versammelt haben. Sie warfen Brandbomben und explosive Gegenstände auf israelische Soldaten. Israel dagegen hatte angekündigt, die Grenzsicherung zum Gazastreifen um jeden Preis zu verteidigen. Am Nachmittag griff sogar das israelische Militär die Demonstranten an.

Im Dezember hatte Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem fand am 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels statt. Die Palästinenser bezeichneten die Wahl des Datums als einen Mangel an Sensibilität und Respektlosigkeit für die Grundwerte des Friedensprozesses. Denn an diesem Tag gedenken sie der Vertreibung und Flucht von Hunderttausenden Palästinensern während des Nahostkrieges 1948.

Der israelische Präsident Netanjahu forderte alle Länder dieser Welt auf, ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen. Jerusalem sei die rechtmäßige Hauptstadt Israels. Die EU lehnt Trumps Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels ab, solange keine Friedenslösung vorliegt. Die sonst so „treuen Freunde“ Israels Deutschland, Kanada und Australien blieben der Feierlichkeit fern. Auch andere Handelspartner Israels wie China, Argentinien, Indien und Russland zogen es vor, der Veranstaltung fernzubleiben.

1948 wurde für die Staatsgründung Israels das frühere britische Mandatsgebiet Palästina durch die UN geteilt. Seitdem leben über fünf Millionen direkte Nachkommen der palästinensischen Vertriebenen im erzwungenen Exil. Vergangenes Jahr gedachten die Palästinenser 50 Jahren andauernder israelischer Besatzung der palästinensischen Gebiete. Ein faktisch und moralisch unerträglicher Zustand.

https://www.watergate.tv/2018/05/16/nach-botschaftseroeffnung-israel-geht-blutig-gegen-protestler-vor/

Die Verhaftung von Ahed Tamimi wirft ein beunruhigendes Licht darauf, wie Kinder von Israel behandelt werden

Die 16-jährige Ahed Tamimi mag nicht das sein, was Israelis im Sinn hatten, als sie über viele Jahre hinweg die Palästinenser kritisierten, weil sie keinen Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela hervorgebracht haben.

Letztendlich bringen kolonisierte Völker eine Gestalt in den Vordergrund, die am besten geeignet ist, die verrotteten Werte im Kern der sie unterdrückenden Gesellschaft in Frage zu stellen. Ahed ist für diese Aufgabe bestens qualifiziert.

Sie wurde letzte Woche wegen Körperverletzung und Aufstachelung angeklagt, nachdem sie zwei schwer bewaffnete israelische Soldaten geschlagen hatte, als sie sich weigerten, den Hof ihres Familienhauses im Dorf Nabi Saleh im Westjordanland in der Nähe von Ramallah zu verlassen. Ihre Mutter, Nariman, befindet sich in Haft, weil sie den Vorfall gefilmt hat. Das Video erlangte sehr schnell große Bekanntheit.

Ahed schlug zu, kurz nachdem Soldaten in der Nähe ihren 15 Jahre alten Cousin ins Gesicht geschossen und ihn schwer verletzt hatten.

Westliche Kommentatoren haben Ahed weitgehend die Art von überschwänglicher Unterstützung verweigert, die demokratischen Demonstranten in Ländern wie China und Iran angeboten wird. Dennoch wurde das palästinensische Schulmädchen – sie ist möglicherweise mit einer langen Gefängnisstrafe konfrontiert, weil es sich ihren Unterdrückern widersetzt – schnell zu einer Ikone in den sozialen Medien.

Während Ahed den meisten Israelis bisher unbekannt gewesen sein mag, ist sie ein vertrautes Gesicht für Palästinenser und Aktivisten auf der ganzen Welt.

Seit Jahren führen sie und andere Dorfbewohner eine wöchentliche Konfrontation mit der israelischen Armee, die die Herrschaft der jüdischen Siedler über Nabi Saleh durchsetzt. Diese Siedler haben gewaltsam Ländereien des Dorfes und die alte Quelle übernommen, eine lebenswichtige Wasserquelle für eine Gemeinschaft, die von der Landwirtschaft abhängig ist.

Ahed zeichnet sich durch ihr unbändiges blondes Haar und ihre durchdringend blauen Augen aus und wird regelmäßig gefilmt, seit sie ein kleines Mädchen war, das Soldaten konfrontiert, die sich vor ihr auftürmen. Solche Szenen inspirierten eine erfahrene israelische Friedensaktivistin dazu, sie zur Jeanne d’Arc Palästinas zu salben.

Aber nur wenige Israelis sind dermaßen fasziniert.

Sie widersetzt sich nicht nur den israelischen Stereotypen eines Palästinensers, sie hat auch einen Schlag gegen die Selbsteinschätzung einer stark militarisierten und männlichen Kultur versetzt.

Sie hat auch den bis jetzt anonymisierten palästinensischen Kindern eine verstörende Gestalt gegeben, die Israel wegen Steinwerfens beschuldigt.

Palästinensische Dörfer wie Nabi Saleh werden regelmäßig von Soldaten überfallen. Kinder werden mitten in der Nacht aus ihren Betten gezerrt, wie es Ahed während ihrer Verhaftung im letzten Monat passiert ist, als Vergeltung für ihre Ohrfeigen. Menschenrechtsgruppen dokumentieren, wie Kinder in Haft routinemäßig geschlagen und gefoltert werden.

Viele Hunderte gehen jedes Jahr durch israelische Gefängnisse, die wegen Steinewerfens angeklagt sind. Mit einer Verurteilungsrate von über 99 Prozent vor israelischen Militärgerichten ist die Verurteilung und Inhaftierung solcher Kinder eine Selbstverständlichkeit.

Dennoch sind sie vielleicht diejenigen, die Glück hatten. In den letzten 16 Jahren hat die israelische Armee durchschnittlich 11 Kinder im Monat getötet.

Das Video von Ahed, das wiederholt im israelischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, hat gedroht, das Selbstverständnis Israels als David, der gegen einen arabischen Goliath kämpft, auf den Kopf zu stellen. Dies erklärt die giftige Empörung und Aufregung, die Israel erfasst hat, seit das Video ausgestrahlt wurde.

Vorhersehbar waren israelische Politiker aufgebracht. Bildungsminister Naftali Bennett forderte, Ahed solle „ihr Leben im Gefängnis beenden“. Kulturministerin Miri Regev, eine ehemalige Armeesprecherin, sagte, sie fühle sich persönlich von Ahed „gedemütigt“ und „zerquetscht“.

Noch beunruhigender ist jedoch eine Mediendebatte, die das Versagen der Soldaten, Ahed als Reaktion auf ihre Ohrfeigen zu schlagen, als „nationale Schande“ charakterisiert hat.

Der angesehene Fernsehmoderator Yaron London zeigte sich erstaunt darüber, dass die Soldaten „davon absehen, ihre Waffen gegen sie einzusetzen“, und fragte sich, ob sie „aus Feigheit zögerten“.

Aber viel düsterer waren die Drohungen von Ben Caspit, einem führenden israelischen Analytiker. In einer Kolumne sagte er, dass Aheds Handlungen „das Blut jedes Israelis zum Kochen brachten“. Er schlug vor, sie „im Dunkeln, ohne Zeugen und Kameras“ zu bestrafen, und fügte hinzu, dass seine eigene Form der Rache zu seiner sicheren Inhaftierung führen würde.

Diese Phantasie – kaltblütig gegen ein inhaftiertes Kind zu verstoßen – hätte jeden Israelis krank machen sollen. Und doch sitzt Herr Caspit sicher in seinem Job.

Aber abgesehen von der Aufdeckung der Krankheit einer Gesellschaft, die von der Entmenschlichung und Unterdrückung der Palästinenser, einschließlich der Kinder, abhängig ist, wirft der Fall Ahed die beunruhigende Frage auf, was Israelis glauben, welche Art von Widerstand Palästinensern erlaubt ist.

Zumindest das Internationale Recht ist klar. Die Vereinten Nationen haben erklärt, dass es Menschen unter Besatzung erlaubt ist, „alle verfügbaren Mittel“, einschließlich des bewaffneten Kampfes, zu nutzen, um sich selbst zu befreien.

Aber Ahed, die Dorfbewohner von Nabi Saleh und viele Palästinenser wie sie haben es vorgezogen, eine andere Strategie zu verfolgen – einen konfrontativen, militanten zivilen Ungehorsam. Ihr Widerstand widerspricht der Annahme des Besatzers, dass er berechtigt ist, über die Palästinenser zu herrschen.

Ihr Ansatz steht in starkem Kontrast zu den ständigen Kompromissen und der so genannten „Sicherheitskooperation“, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde von Mahmoud Abbas akzeptiert werden.

Laut dem israelischen Kommentator Gideon Levy zeigt der Fall Ahed, dass die Israelis den Palästinensern nicht nur das Recht verweigern, Raketen, Gewehre, Messer oder Steine zu benutzen, sondern auch das, was er spöttisch als „Aufstand der Ohrfeigen“ bezeichnet.

Ahed und Nabi Saleh haben gezeigt, dass der unbewaffnete Widerstand des Volkes – wenn er Israel und der Welt Unbehagen bereiten soll – es sich nicht leisten kann, passiv oder höflich zu sein. Er muss furchtlos, antagonistisch und störend sein.

Vor allem muss er dem Unterdrücker einen Spiegel vorhalten. Ahed hat den schießwütigen Tyrannen entlarvt, der in der Seele zu vieler Israelis lauert. Das ist eine Lektion, die eines Gandhi oder Mandela würdig ist.

Orginalartikel Ahed Tamimi’s arrest sheds a disturbing light on how children are targeted by Israel vom 8. Januar 2018

Quelle: http://www.antikrieg.com/aktuell/2018_01_08_dieverhaftung.htm

https://www.radio-utopie.de/2018/01/09/die-verhaftung-von-ahed-tamimi-wirft-ein-beunruhigendes-licht-darauf-wie-kinder-von-israel-behandelt-werden/

Rabbi wegen Mordaufruf angeklagt, er sagt, dass Islamischer Terror auf Israel zurückzuführen ist

Augenöffner

Rabbi Yosef Elitzur, Autor des umstrittenen Buches „The King’s Thora“ wurde für zwei volksverhetzende Kommentare angeklagt. Er schrieb, dass er die palästinensische Bevölkerung als den Feind ISraels ansieht. Der rechtsextremistische Rabbiner erhielt im Juni seine Anklage wegen  „Aufstachelung zur Gewalt“, weil er die Tötung von Nichtjuden legitimierte. Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit verklagte Elitzur für die Anstachelung von Rassismus und Gewalt.

Die israelische Nachrichtenseite Ynet schreibt:

Elitzur wurde auch wegen dem Aufruf zu Gewalttaten gegen Araber in zwei Artikeln angeklagt, die er im Mai 2013 nach einem Terrorangriff veröffentlichte.
Zu der Zeit war der Rabbiner ein älterer Lehrer an der Od Yosef Chai yeshiva in der Siedlung von Yitzhar und unterrichtete dort auch Jugendliche in anderen Bildungseinrichtungen wie dem Samaria Regionalrat. Er schrieb auch eine regelmäßige Columne auf der Webseite der Jewish Voice.

Nach der Anklage, am 1. Mai 2013, einen Tag nach dem Terroranschlag, veröffentlichte Elitzur einen Beitrag mit dem Titel…

Ursprünglichen Post anzeigen 765 weitere Wörter

Tote, Tempelberg, Tarnkappen: Netanjahu bei der Arbeit

 

Über Israels immer noch amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu gibt es eigentlich nur eines zu wissen: Er glaubt, was er sagt. Völlig egal, was das ist. Für die seit der Ermordung von Yitzhak Rabin in 1995 faktisch durchgängig an der Macht befindliche Nomenklatura Israels gilt das Gleiche. Ebenso für deren Unterstützer und LobbyistInnen.

Über die Palästinenser gibt es wiederum nur Eines zu begreifen: dass sie nichts begreifen. Was wiederum zumindest nachvollziehbar ist, weil sie zu sehr mit Sterben, Leid und der seit Generationen über sie verhängten Kolonialherrschaft beschäftigt sind und von fast allen Seiten nur benutzt werden, eingeschlossen ihren sogenannten „Repräsentanten“.

Einige Bilder

Gestern. Videoaufnahmen bei Tempelberg und Al-Aqsa Moschee.

 

 

 

Aufnahme: israelische Polizei stürmt Krankenhaus in Ost-Jerusalem, um Verletzte und mutmaßlich auch die Leichen von ihnen getöteter Palästinenser zu verschleppen und dann namenlos zu verscharren, entgegen jedweder zivilisatorischen Mindeststandards und entgegen der Genfer Konvention – ein seit Jahren durch die Kolonialmacht angewendetes Mittel um die Einheimischen maximal zu quälen.

Aufnahmen wie der tote, blutüberströmte Körper von Mohamed Abu Ghannam, einer der gestern durch die Kolonialmacht getöteten Einheimischen, aus dem Krankenhaus gebracht wird, um seine Leiche vor der Verschleppung zu retten und ihn an einer seiner Familie bekannten und zugänglichen Stelle beerdigen zu können.

Zuvor war Mohamed Abu Ghannam vom israelischen Militär auf offener Straße erschossen worden, wo er verblutete.

Eine Aufnahme aus dem Krankenhaus, als die Familie von seinem Tod erfährt.

Das vermeldete Massaker in der „Siedlung Neve Tsuf“

Als gestern die Meldung von drei durch das israelische Militär getöteten Einheimischen, Mohamed Sharaf, Mohamed Lafi und Mohamed Abu Ghannam, bekannt wird, gibt wiederum die Kolonialmacht bekannt, es habe sich ein Massaker in der „Siedlung Neve Tsuf“ ereignet und veröffentlicht ein blutiges Foto. Drei israelische Kolonisten seien ermordet worden. Ein Palästinenser sei von einem nahe gelegenen Dorf aufgebrochen, habe sich vor zwei Tagen extra ein Messer gekauft um die Opferstatistik des Besatzungsregimes bei dessen Telefonaten mit dem großen Bruder in Washington punktgenau in der Waage zu halten, habe vorher noch schnell ein präventives Mordgeständnis auf Facebook veröffentlicht, sei dann irgendwie in den eng mit dem israelischen Militär assoziierten kolonialen Außenposten Halamish eingedrungen, der ab 1977 um eine alte Festung der britischen Kolonialmacht und deren Todesschwadronen und deren palästinensischen Kollaborateure herumgebaut wurde, habe dann ein Fenster eingeschlagen, die zehnköpfige Familie beim Essen überfallen und einen Großvater, dessen Sohn und dessen Ehefrau erstochen, sowie weitere Familienangehörige verletzt.

Zur Glaubensfreiheit, einem weiteren zivilisatorischen Mindeststandard, der nicht überall eingehalten wird, gehört es so etwas zu glauben.

Zum Gewohnheitsrecht Palästinas wiederum scheint es zu gehören, Massaker und Mord immer noch für einen Akt des Widerstands zu halten, nichts zu begreifen und schon gar nicht Kollaboration der vermeintlich eigenen Organisationen mit der Kolonialmacht zu erkennen.

Die Korruptionsaffäre um ThyssenKrupp und die atomwaffenfähigen U-Boote

Die Regierung von Benjamin Netanjahu steht vor dem Aus. Sogar die bislang mit aus Steuergeldern finanzierten atomwaffenfähigen U-Booten um sich schmeissende Merkel-Gabriel-Regierung hat ihr neuestes Milliardengeschenk an die rechtsradikale Regierung in West-Jerusalem (offiziell in Tel Aviv) vorerst unauffällig vertagt, da „Bibi“ mit „Mutti“ einfach zu dreist umgegangen ist und zudem eine, von der traditionell extrem feigen Presse dieses Landes nur widerwillig unterm Teppich hervor geholte Korruptionsaffäre um den ThyssenKrupp Konzern und diverse Shlemihls der Netanjahu-Regierung ans Licht gekommen ist.

Nachdem sich die israelische Staatsanwaltschaft und Polizei bei allerlei anderen Korruptionsaffären ihres Bibis noch unter umfangreichen Ausflüchten und viel Gewimmer und Gebrumm heraus winden konnte, musste sie jetzt mal ermitteln und hat Netajahus persönlichen Rechtsberater und Verwandten David Schimron festgesetzt. Der ehemalige Kommandant der israelischen Marine, Miki (Mickey) Ganor, ist Vertreter von ThyssenKrupp Marine Systems in Israel und ebenfalls eine zentrale Figur der Korruptionsaffäre.

Die von Netanjahu, wie stets total unauffällig und geschickt genug für die total breite Mehrheit, bei einem Treffen der rechten Regierung von Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei in die Luft gesetzten Beleidigungen gegenüber der „Europäischen Union“ (also Merkel) sind auch vor diesem Hintergrund zu sehen. Netanjahu erwartet auch von der Ewigen Kanzlerin gefälligst, dass diese die Lieferung von Waffen, Technologie, (Spionage-)Informationen, etc, nicht an Bedingungen hinsichtlich des Umgangs mit der Kolonie Palästina knüpft, genauso wenig wie die Regierung Trump und die Regierung Putin in Russland.

Der Zusammenbruch vom Zusammenbruch Syriens

Ein weiterer Hintergrund für die nun von der israelischen Regierung in ihrer Kolonie angeblich wegen „Metalldetektoren“ an der Al-Aqsa Moschee organisierte Eskalation im besetzten Ost-Jerusalem und darüber hinaus, dürfte der jüngste Affront der Trump-Regierung gegenüber den langfristigen strategischen Plänen Netanjahus und seiner Nomenklatura sein: die nun offizielle Beendigung der Finanzierung, Ausbildung und Führung terroristischer, unter der Flagge des Islamismus operierender Milizen und Invasoren im Syrien-Krieg. Neben Netanjahu, der von Anfang an in Kauf nahm die Region in ein Blutbad zu stürzen um die seit 1973 besetzten Golan-Höhen als Überbleibsel eines zerschlagenen Staates Syrien nun auch offiziell zu annektieren, ist die gesamte Lobby des sechzehnjährigen Terrorkrieges mehr als blamiert, vorneweg die C.I.A.

Entsprechend liegt es im Interesse des international inzestiös verschmolzenen geheimdienstlichen Komplexes irgendwo anders eine Eskalation, ein Blutvergießen oder wenigstens eine Konfrontation zu bekommen, einfach irgendwo anders.

Die nun durch die israelische Regierung gestern „endlich“ erfolgreich organisierte Eskalation im besetzten Ost-Jerusalem erfolgt eine Woche nach dem Mord an zwei israelischen Polizisten vor der Al-Aqsa Moschee am 14. Juli, welcher u.a. von der Hamas zwar bejubelt wurde, aber zu dem sich keine Organisation bekannt hat.

Aussicht: Alle Verantwortlichen machen weiter nichts von dem was irgendetwas besser machen würde

Was für die Palästinenser zu tun ist, wissen alle. Deswegen macht es auch keiner dessen Aufgabe das wäre.

Politik eben. Der größte und zugleich hochbezahlteste Dreck, den die Menschheit je erfunden hat.

Wer jetzt auf irgendeine „parlamentarische Opposition“ oder Regierung hofft, hat mein Mitgefühl. Jede einzelne davon ist wertlos. Überall.

(…)

Artikel zum Thema:

11.10.2015 Abbas, Fatah, P.L.O. and Israeli Joint List: What you can do
President Mahmoud Abbas,
Declare the independence of Palestine and accept the borders of the two states Palestine and Israel along the armistice line of 1949 with effect from a point of time not later than 2017. It is about time.

20.12.2014 Palästina und die Unabhängigkeit: Eine unnötige Verzögerung
Es ist die alte Regel des Imperialismus und seiner sadistischen Handlanger: Wenn Du schon verloren hast, quatsch Deinen Gegner zu und organisiere, dass dieser sich selbst ermordet, ruiniert, zerstört, oder zumindest seine Chancen, Vorteile und Talente. Genau das geschieht seit Jahren mit den europäischen Demokratien. Genau das geschieht heute Nacht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Palästina.

https://www.radio-utopie.de/2017/07/22/tote-tempelberg-tarnkappen-netanjahu-bei-der-arbeit/

Israels Experiment an Menschen in Gaza

 

Ein Experiment: Was geschieht zwei Millionen Menschen, wenn sie die ganze Zeit fast keinen Strom haben? – Eines der größten je ausgeführten Experimente, in dem Menschen eine Rolle spielen, fand direkt vor unsern Augen statt – und die Welt schwieg. Das Projekt ist auf seinem Höhepunkt – und die Welt zeigt kein Interesse.

Dieses Experiment an Menschen, von keiner der internationalen wissenschaftlichen Institutionen gebilligt, deren Aufsichtsführung durch die Helsinki-Erklärungen erforderlich ist, sucht das menschliche Verhalten in extremen Stress-Situationen und Entbehrungen zu überprüfen.

Die Versuchsgruppe besteht nicht nur aus ein paar oder Dutzenden oder Hunderten, noch aus Tausenden oder Hundert Tausenden Menschen. Die Versuchs-Bevölkerung schließt nicht weniger als zwei Millionen Menschen ein.

Bis jetzt haben sie den Test erstaunlich gut überstanden. Während innerhalb des Druckkochtopfes, in dem sie eingeschlossen sind, einige Turbulenzen offensichtlich sind, ist er noch nicht explodiert. Der Gazastreifen wird beobachtet, um zu sehen, wann und in welcher Form er letztlich explodiert. Dies scheint nur eine Sache der Zeit zu sein.

Wie von Israel, der palästinensischen Behörde und Ägypten präsentiert: Was geschieht zwei Millionen Menschen, wenn ihnen der Strom fast die ganze Zeit, Tag und Nacht genommen wird? Was geschieht im Winter und im Frühling und besonders jetzt bei schrecklicher Hitze des nahöstlichen Sommers?

Dieses Experiment – wie alle solche Experimente – wird in Phasen durchgeführt. Der Frosch wird in Wasser gar gekocht, das so lange erhitzt wird, bis es kocht. – Eine langsame Foltermethode.

17.7.2017

Deutsche Übersetzung von Ellen Rohlfs

https://www.radio-utopie.de/2017/07/22/israels-experiment-an-menschen-in-gaza/