Islamisten rufen zu Anschlägen auf Züge auf

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor Anschlägen auf Züge durch Islamisten
gewarnt. Anschlagspläne auf Züge sollen eine immer größere Rolle spielen,
sagte ein BKA-Sprecher der Funke-Mediengruppe.

In einem Islamisten-Magazin werde zu Anschlägen auf Züge durch Sabotage
von Eisenbahnschienen aufgerufen. „Auch wenn es in dem Magazin keine
konkreten Deutschlandbezüge gibt, sind Anschläge dieser Art auch in der
Bundesrepublik Deutschland denkbar.“

Im aktuellen Heft des „Inspire“, ein englischsprachiges Magazin, für
das die Terrororganisation „al-Qaida auf der arabischen Halbinsel“
verantwortlich sein soll, sind detaillierte Anleitungen zum Bau eines
„Entgleisungs-Tools“ veröffentlicht worden.

Dabei handele es sich um eine „effiziente Waffe“. Es sei „einfach herzustellen“,
der ausführende Terrorist sterbe keinen Märtyrertod und Spuren ließen sich „nach
der Operation einfach verwischen“.

Drei Anschlagsarten auf den Bahnverkehr

Es gebe drei Arten, um Züge als effektive Anschlagsziele zu nutzen.

„Erstens:

Den Waggon direkt attackieren, von innen oder von außen.

Zweitens:

Die Schienen zum Ziel nehmen, um den Zug entgleisen zu lassen.

Drittens:

Die Bahnhöfe angreifen, weil sich dort immer Menschengruppen
aufhalten und das Verkehrssystem lahmgelegt wird.“

Die Autoren werben für Entgleisungen als Anschlagsmethode, weil sie
„einen großen Einfluß auf die Wirtschaft“ hätten. Außerdem sei „der
Feind durch diese neue Anschlagsart verwirrt und desorientiert“.

Die Sicherheitsbehörden würden überdies „besorgt sein,
wie sie eine Lösung für dieses Problem finden können“.

Die Terroristen werben unter anderem mit den größten Zugunglücken
der Vereinigten Staaten mit Hunderten von Toten. Auf einer Karte sind
alle großen Bahnlinien des Landes sortiert nach Unternehmen abgedruckt.

Quellen :

Junge Freiheit

Der Arbeit hinterher – Pendler zwischen Job und Familie

Frankfurt am Main ist Deutschlands Pendlerhauptstadt. 350.000 Menschen strömen jeden Werktag in die Stadt.
Nicht einmal jeder zweite, der hier arbeitet, wohnt auch hier. Pendler füllen die Züge, verstopfen morgens
und abends die Autobahnen.

„Am Anfang hat mich das Pendeln genervt – so viel Zeit weg von zuhause, aber ich nehme das in Kauf – für acht
Stunden Arbeit fünf Stunden Fahrt. Andere Leute haben gar keinen Job.“ Lars N., 43, ist Bundespolizist am
Frankfurter Flughafen: Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht und Pendeln – eine extreme Doppelbelastung für
den dreifachen Familienvater:

„Es gibt kaum Zeit für das Privatleben als Pendler. Man wacht auf und muss schon wieder weg.
Man kommt nach Hause und geht schlafen.“

Morgens springt Gudrun G. als erste vom Frühstückstisch auf – ihr Zug wartet nicht. Ihr Mann kümmert sich dann
um die Kinder „damit sie auch gekämmt und mit geputzten Zähnen in die Schule gehen“. Nachmittags übernimmt die
Kinderfrau, bis Gudrun G. am Abend wieder daheim ist. „Wir haben eigentlich alles gut organisiert.
Nur wenn etwas schief geht, dann gibt’s Stress.“ Gudrun G. pendelt zwischen Bensheim und Frankfurt.
Die 46-Jährige arbeitet im Vorstandsstab einer großen Bank. „Ich möchte einen spannenden Job haben,
den gibt es hier nicht in der Gegend.“

Ihr Kollege Stefan K. fährt drei Mal pro Woche mit dem Fahrrad zur Bank – über 60 Kilometer pro Strecke.
„Ich will Sport machen, liebe meinen Job und will noch Zeit für Frau und Kinder haben. Da ist das der einzige Weg.“
Der 43-Jährige ist mit dem Fahrrad oft schneller als die Autofahrer – an den Staus zieht er vorbei.
In seinem Wohnort gäbe es zwar Arbeitsmöglichkeiten für den Banker, doch „der Job in Frankfurt ist anspruchsvoller,
macht mehr Spaß, und ich verdiene mehr, als bei Banken in der Nähe“.

Mobilität wird von Arbeitnehmern heutzutage erwartet. Entweder umziehen oder pendeln – wer Karriere machen will,
muss das Nomadenleben in Kauf nehmen. Aber nicht nur wer eine Führungsposition hat muss pendeln.

Ralf S., 42, ist Techniker bei einem großen Telekommunikationskonzern. Täglich fünf Stunden Fahrzeit.
Obwohl er seine Familie wenig sieht, kommt für ihn ein Umzug nicht in Frage. „Unsere Kinder sollen nicht in der
Großstadt aufwachsen.“ Seine Lebensgefährtin belastet seine Pendelei sehr. „Wenn er Spätschicht hat, sehen wir
uns oft gar nicht. Wenn er nach Hause kommt, dann schlafe ich schon.“

Über 30 Millionen Deutsche pendeln zu ihrem Arbeitsplatz. Die ZDF.reportage „Der Arbeit hinterher“ begleitet
Menschen in ihrem Pendleralltag, der meist purer Stress ist. Nicht nur das Privatleben leidet darunter
auch gesundheitliche Probleme durch den Dauerstress müssen die Pendler verkraften.

Die mobile Gesellschaft fordert ihren Preis.