Frankfurter ICE-Mord: Kaum Spenden für die Mutter – aber Millionen für Rackete

von https://www.journalistenwatch.com

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Frankfurt/Main – Es ist eine gut gemeinte Geste und natürlich zählt für die Spender jeder Euro, doch das bisherige Resultat ist beschämend: Gerade einmal rund 45.000 Euro (Stand Freitag mittag) kamen an Spenden für die Mutter des bei der mörderischen Frankfurter Gleis-Attacke ums Leben gekommenen 8-jährigen Jungen bislang zusammen. Zum Vergleich: Für den Prozess der „Sea-Watch“-Schlepperkapitänin Carola Rackete wurde mehr als das 24-fache gesammelt. Das Missverhältnis spricht Bände über die völlig gestörte Empathie der Deutschen.

Sinnfälliger könnte man die Perversion von Mitgefühl und falschen „humanen Prioritäten“ gar nicht verdeutlichen, als durch die bisherigen Spendenresultate: Eine Mutter, die ihr Liebstes durch einen Problem-Migranten verlor, der – ob krank/unzurechnungsfähig oder nicht – nie hätte ins Land gelassen werden dürfen, erhält ein Almosen von laut „Bild“ bis gestern rund 45.000 Euro. Gleichzeitig triggert eine Unternehmertochter, die „Heldin“ spielt und den illegalen Transport im Mittelmeer aufgenommener Migranten nach Europa besorgt (die, wie inzwischen feststeht, in gar keiner existenziellen Notlage waren und eher wie einem H&M-Modekatalog entstiegen wirkten!) Millionenspenden – von deutschen Prominenten und Medien begleitet und hochgepusht durch eine undifferenzierte Verherrlichungskampagne. Dieselben Medien schweigen das Schicksal der Mutter weitgehend tot, ist doch ihre größte Sorge, „Rechten“ oder der AfD Schützenhilfe zu leisten, wenn sie über die Begleitumstände von Tat und Täter berichten.

Über den eritreischen Kindsmörder Habte A., der den kleinen Jungen vor den ICE stieß, wird von deutschen Medien seit Tagen ein einziges medizinisches Entlastungs-Bulletin gestreut, demzufolge der Mann so schwer psychisch krank und paranoid gewesen sei, dass man glatt meinen könnte, er sei das eigentliche Opfer – nicht die Mutter, die ihr Ein und Alles verlor, oder die traumatisierten Augenzeugen, oder der Lokführer, der ohnmächtig den Tod des Jungen miterleben musste. Hätte irgendein aalglatter Prominenter (so wie Böhmermann im Fall Carola Racketes) zur Unterstützung der Behandlungs- und Prozesskosten von Habte A. aufgerufen, so hätten die Deutschen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Geld gespendet als für die Mutter des getöteten Jungen.

Im Verlauf der gestrigen Mahnwache für das ermordete Kind am Frankfurter Hauptbahnhof hielt eine evangelische Pfarrerin eine Andacht, in der sie allen Ernstes folgendes sagte: „Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?“ Die Täter-Opfer-Inversion in dieser Gesellschaft ist wahnhaft. Auch die Übersteigerung des Prinzips der christlichen Feindesliebe und der „rationalen Ergründung“ sind dermaßen zum Selbstzweck geworden, dass sie längst einer Verspottung der eigentlichen Opfer gleichkommen. Angehörige von Gewaltopfern, die schon einmal einem Strafprozess beigewohnt haben, können ein bitteres Lied davon singen. Der völlige Verlust an Verhältnismäßigkeit, verpaart mit grassierender Heuchelei, machen vor nichts mehr Halt. Es sind wahrhaft kranke Zeiten. (DM)

https://www.journalistenwatch.com/2019/08/03/frankfurter-ice-mord/

Voßkuhle lehnt Rede für Cohn-Bendit ab

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, wird nicht die Festrede für den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit halten. Dieser habe sich „in nicht unproblematischer Weise zur Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern“ geäußert, hieß es zur Begründung. Voßkuhle sollte ursprünglich die Laudatio zur Verleihung des Theodor-Heuss-Preises am 20. April halten. Zum Zeitpunkt seiner Zusage wußte er noch nicht, wer Preisträger sein wird.

Cohn-Bendit hatte 1975 einen Aufsatz im Buch „Der große Basar“ veröffentlicht, in dem er seine Erfahrungen als Kindererzieher in einem alternativen Kinderladen schilderte. Dort hieß es unter anderem: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.“

„Da hat man mich der ‘Perversion’ beschuldigt“

Und an anderer Stelle: „Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. (…) Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt. Da hat man mich der ‘Perversion’ beschuldigt.“

Später entschuldigte sich Cohn-Bendit für den Text. In einem Gespräch mit dem Spiegel bezeichnete er diesen als „großen Fehler“. Die Leiterin des Kuratoriums, Gesine Schwan, lehnte eine Aberkennung des Preises ab. „Die aktuell erneut vorgebrachten Vorwürfe des Mißbrauchs von Kindern hält die Stiftung für unbegründet und ehrenrührig“, berichtet die Deutscher Presseagentur. (FA)

 

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M52c05fc1a87.0.html

 

 

Cohn-Bendits Erfahrungen als “Kindergärtner” und Revolutionär

… Konflikte mit den Eltern blieben nicht aus. Einige Kinder haben ihren Eltern oft beim Vögeln zugesehen. Eines Abends hat ein kleines Mädchen seine Freundin zu Hause besucht und sie gefragt:

„Willst du mit mir vögeln?”

Und sie hat vom Bumsen, Vögeln usw. gesprochen. Daraufhin sind die Eltern der Freundin, praktizierende Katholiken, gekommen um sich zu beschweren; sie waren aufs Äußerste schockiert.

Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt:

„Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?”

Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt. Da hat man mich der ,Perversion’ beschuldigt. Unter Bezug auf den Erlaß gegen „Extremisten im Staatsdienst” gab es eine Anfrage an die Stadtverordnetenversammlung, ob ich von der Stadtverwaltung bezahlt würde. Ich hatte glücklicherweise einen direkten Vertrag mit der Elternvereinigung, sonst wäre ich entlassen worden. Als Extremist hatte ich nicht das Recht, Kinder zu betreuen. Das wäre zu gefährlich. Mit dem Verbot, Unterrichtsfunktionen auszuüben, werden Linksradikale, Kommunisten und manchmal sogar linke Sozialdemokraten getroffen.

Nach und nach, nach anderthalb Jahren, ist mir die Arbeit im Kindergarten lästig geworden. Lange Zeit hatte ich mich mit den Kindern identifiziert. Aber ab einem bestimmten Punkt haben die Probleme der Kinder angefangen, mich nicht mehr zu interessieren. Diese Kinder kamen aus einem sozialen Milieu, das letzten Endes uninteressant ist. Es war weder ein normaler Kindergarten, noch konnte man weitertreibende Erfahrungen machen. Wenn es wenigstens ausschließlich Kinder aus Wohngemeinschaften gewesen wären, hätte man testen können, was die Zerstörung von Eigentumswünschen, von Individualismus usw. wirklich heißt. Aber hier wurde im Kindergarten versucht, kollektive Erfahrung zu entwickeln, andererseits sind die Kinder jeden Abend in ihre ,Vater-Mutter-Kind’-Familie zu-rückgekehrt. Die meisten waren Einzelkinder, und bei ihnen hieß es:

„Das ist mein Zimmer, das sind meine Bücher, dies sind deine Spielsachen.”

Das war ziemlich enttäuschend. Aber der Grund, warum ich endgültig aus dem Kindergarten ausgeschieden bin, ist folgender.

Nahe der Universität gab es ein von Türken besetztes Haus. Zehn Familien mit einer unglaublichen Zahl von Kindern. Dreißig oder 40 von diesen Kindern sind in den Kindergarten gekommen, um zu schaukeln und Feuer zu machen. Oh, sie haben ein großes Feuer gemacht, in einem Loch mit altem Papier, das sie in der Universität aufgesammelt hatten. Für die Kinder war das ein großes Fest. Dieses Schauspiel hat offensichtlich auch die Kinder aus der Umgebung angezogen. Diese türkischen Kinder waren zehn oder zwölf Jahre alt. Sie haben alles kaputtgemacht, die anderen waren ihnen egal, sie haben alles gegessen, alles auf die Erde geworfen, die Malstifte zerbrochen. Sie hatten solche Sachen noch nie gesehen, weil sie selber nichts besaßen. Bald hatten sie den Kindergarten vollständig besetzt, und wir waren gezwungen, sie wegzuschicken, weil die Kleineren Angst vor ihnen hatten. Moralisch hatte ich eher die Tendenz, diese türkischen Kinder zu verteidigen, die überall zurückgestoßen wurden, aber ich konnte ihnen nicht erlauben, dazubleiben. An diesem Punkt habe ich mit dem Kindergarten gebrochen. Ich habe mich gefragt — und andere übrigens auch — was es nützt, wenn man in einem solchen Kindergarten arbeitet… (S. 143/144)

Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet.

Cohn-Bendit war aber vorher unbestreitbar einer der Anführer im Mai 1968 in Paris gewesen. Noch später fragt er sich:

Bin ich ein Führer? Eine Persönlichkeit? Eine Autorität? Die Antwort fällt mir schwer. (S. 19)

Nach zwei, drei Tagen sah ich mich schon ein halbes Jahr im Knast sitzen. Ich lag auf meinem Bett, konnte nicht schlafen und mußte ständig weinen… (S. 55)

Daniel Cohn-Bendit Der große Basar München 1975

 

http://deutscheseck.wordpress.com/2012/05/08/cohn-bendits-erfahrungen-als-kindergartner-und-revolutionar/