10 Jahre Hartz IV : Wer ist eigentlich schuld an dem Desaster !?

 

Anlässlich von 10 Jahren Hartz IV in der Praxis in diesem Jahr habe ich einen
Ausschnitt aus meinem Upload von 2012 „Hartz IV: Mitglied der Hartz-Kommission
packt nach 10 Jahren aus!“* hochgeladen.

Damals wurde die Einleitung der Hartz-Gesetze 10 Jahre alt, dieses Jahr wurde
Hartz IV wie gesagt in der Praxis – bzw. das ALG II – 10 Jahre alt.) Interessant
ist, was Isolde Kunkel-Weber – verdi-Mitglied und ehem. Mitglied der Kommission
um Peter Hartz – hier in der WDR-Sendung „west.artTalk“ sagte – wenn das wirklich
stimmt, dann waren weder die niedrigen Regelsätze, noch die scharfe Sanktionspraxis
von der Hartz-Kommission geplant, sondern es war die rot-grüne Bundesregierung
unter Gerhard Schröder, die Hartz IV zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Die Henker der Armen sind wieder an der Macht

Die Henker der Armen sind wieder an der Macht

Ja sie sind wieder an der Macht, die Henker der Armen und des Sozialstaates.

Die Menschenwürde definieren die Henker über den Kontostand des Menschen, wer
Reich ist darf bescheißen, bestechen, betrügen und sich von Unrecht freikaufen.

An ihren Händen klebt das Leid von Millionen, welche sie in bittere Armut per
Gesetz gestürzt haben. Sie tragen Verantwortung, für all die Menschen, welche
die soziale Kälte nicht länger ertrugen und ihren Leben ein Ende setzten.

Armut, vollstreckt durch Behörden, denen die Würde des Menschen egal ist.

Wir werden und dürfen das nicht vergessen und verzeihen,
denen nicht die die Armut per Gesetz beschlossen haben
und auch denen nicht die mitgemacht und stillgehalten haben.

Katja Kipping (Die Linke) – Hartz IV Sanktionen gehören abgeschafft !

..daß der Mensch unter allen Umständen das Recht hat zu leben.

Dieses Recht auf Leben, Nahrung und Unterkunft, auf medizinische
Versorgung, Bildung usw. ist ein dem Menschen angeborenes Recht,
das unter keinen Umständen eingeschränkt werden darf, nicht einmal im
Hinblick darauf, ob der Betreffende für die Gesellschaft „von Nutzen ist“.

Erich Fromm

Menschenrechte Raten

Deutschland ist die nächsten drei Jahre Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.
In der Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmten heute,
127 der 193 UN-Mitglieder für eine Beteiligung der BRD, an dem Genfer Gremium.

Kleines Ratespiel :

In welchem Land der Erde hat ein Strafgefangener mehr Rechte und soziale Sicherheit,
als ein „freier “ Bürger. ?

Natürlich in dem UN-Menschenrechtsratsmitgliedsland, Deutschland.

Stimmt nicht ?

Während ein Strafgefangener in deutschen Gefängnissen, weiterhin Essen und Trinken, Wasser und Seife
und ein Dach über dem Kopf hat, wenn er den Weisungen der Strafvollzugsbeamten nicht Folge leistet,
trifft dieses für HARTZ4-Bezieher nicht zu.

Wenn der Leistungsempfänger sich, gegenüber Repressalien der sogenannten Jobcenter stur stellt,
oder gar die noch so blöd-sinnigste „Wiedereingliederungsmaßnahme“, in Frage stellt,
wird ohne Gerichtsverfahren, ohne Urteil,ohne irgendwelche Achtung von Menschenrechten,
die Leistung entweder, vollkommen entzogen oder einfach gekürzt.

Das Recht auf Klage hat er ja,was ja nur zwischen 2und 4 Jahren dauert.
Sind die Kläger inzwischen verhungert,war der Kläger ja selber schuld.
Er hätte, im Austausch gegen seine Menschenrechte,ja etwas zu Essen gehabt..

Während die Mitgefangenen in Strafvollzug nicht für das Handeln ihrer Zellengenossen haftbar
gemacht werden, wird in der Hartz4-Gemeinschaft allerdings, nicht nur der Mitwirkens-unwillige „Täter“,
sondern auch seine Kinder, von Säuglingsalter bis zur Pubertät, gleich  mit bestraft.

Da werden Leistungen, von laut Gesetz Arbeitsunfähigen und nicht Mitwirkungsfähigen,
gestrichen, weil irgendein Möchte-gern-beamter sich an die neofeudalen Vorgaben der
„liberalen“ Heuschrecken-Regierung hält.

Ohne Geld ist nichts mit Essen, Trinken, Kleidung etc.
Unter Auslieferung des gesamten persönlichen Leben, dürfen die Sanktionierten ihre Bürgerrechte
an der Rezeption der „Center“abgeben.
Dafür haben sie dann weniger Rechte, als verurteilte Verbrecher.

Da kann man nur raten,wann die anderen UN-Mitglieder mal nachfragen, warum in Deutschland sozial
benachteiligte Mitbürger kaum oder keine Menschenrechte haben, obwohl sie bis zum Tag der Inanspruchnahme
mit Steuern und Sozialabgaben dafür zur Kasse gebeten werden…

Quelle : luegenmaul.blogspot.de