Himmelfahrstskommando

In Plauen sollten Hartz-IV-Empfänger ein Waldstück säubern,
auf dem Blindgänger vermutet werden.

Das Entfernen von Unterholz in Wäldern ist eine sehr anstrengende und auch
unter normalen Umständen nicht ungefährliche Arbeit. Für die Hartz IV-Empfänger,
die das Jobcenter Plauen dazu in den Hammerpark schickte, war sie allerdings noch
ein Stück gefährlicher:

Denn in dem Gehölz werden von Ämtern der vogtländischen Stadt Blindgänger aus dem
zweiten Weltkrieg vermutet. Deshalb soll der Kampfmittelbeseitigungsdienst das
Grundstück untersuchen und übrig gebliebene Bomben und Granaten entfernen odersprengen.

Damit die KMBD-Mitarbeiter mit ihren Suchgeräten überall gut hinkommen, muss der Boden
allerdings möglichst frei zugänglich sein. Darum sollten sich Hartz IV-Empfänger kümmern,
die sich die mit der Säuberung beauftragte Chemnitzer „Auffangeinrichtung“
Projekt Zukunft vom Plauener Jobcenter zuteilen ließ.

Nachdem die Regionalpresse kritisch über dieses „Himmelfahrtskommando“ berichtete,
wies das Jobcenter den Projektträger an, die Arbeiten zu stoppen und verlautbarte,
man habe vor den Zeitungsberichten nichts über den dort vermuteten Sprengstoff gewusst
und sei „sehr betroffen“. Tatsächlich gibt es einige Anhaltspunkte, die darauf hindeuten,
dass dem so war: Während die Jobcenter-Geschäftsführerin Telepolis bereitwillig Auskunft
über den Vorfall gibt und alle Fragen beantwortet, schweigt man bei der Stadt Plauen,
die als naheliegender Auftraggeber des Projekts Zukunft in Frage kommt.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Telepolis

PS :

Bei diesem und anderen Vorgehensweisen der Argen ,
muss man sich auch nicht mehr über solche Meldungen wundern :

Bluttat in Neuss – Mann tötet Jobcenter-Mitarbeiterin mit drei Messerstichen