Fitch: Japan negativ

Rating-Agentur Fitch stuft Japans Kreditwürdigkeit herab. Wie die Agentur am Dienstag mitteilte, wurde die Bonitätsnote um eine Stufe von „AA-“ auf „A+“ herabgestuft. Zudem wurde der Ausblick auf die weitere Entwicklung auf negativ gesenkt.

 

Die US-Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Japans um eine Note gesenkt. Wie die Agentur am Dienstag mitteilte, wurde die Bonitätsnote um eine Stufe von „AA-“ auf „A+“ herabgestuft. Zudem wurde der Ausblick auf die weitere Entwicklung auf negativ gesenkt, Japan droht somit eine weitere Herabstufung. Eine Herabstufung der Bonität erschwert die Refinanzierung eines Landes.
Ein gutes Rating ist die Voraussetzung dafür, dass sich Staaten und Banken zu guten Konditionen neues Geld am Finanzmarkt besorgen können. Japans Staatsverschuldung ist doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt. Das Land kämpft bereits seit Jahrzehnten mit hohen Defiziten und den Folgen. Allerdings ist Japan vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet. Ungefähr 95 Prozent der japanischen Staatsanleihen liegen in den Depots einheimischer Anleger.

Gegen ESM: Über 800.000 Emails im Bundestag eingetroffen

Der Verein Zivile Koalition e.V. hat mit einer einzigartigen
Email-Aktion für Aufsehen im Bundestag gesorgt:
Über 800.000 Bürger haben bei ihren Abgeordneten gegen die
Europäischen Rettungsschirm ESM protestiert.
Beatrix von Storch erklärt im Interview, wie die Abgeordneten reagiert haben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten:

Sie haben eine große Email-Aktion an die Abgeordneten gestartet,
damit diese sich gegen den ESM entscheiden. Warum?

Beatrix von Storch:

Die Volksvertreter vertreten das Volk nicht mehr.
Es braucht eine klare Bürgerbewegung und die haben wir mit
der Zivilen Koalition e.V. in Bewegung gesetzt.
Die Abgeordneten sind bereit, unsere Demokratie dranzugeben und
das aktive Haushaltsrecht des Parlamentes auf ein passives Vetorecht
des Finanzministers zu reduzieren.

Sie wollen die Souveränität, die wir Bürger ihnen für 4 Jahre verleihen,
auf Dauer an Dritte abgeben. Das Volk will das nicht. Und deswegen muß
diese Nachricht direkt in die Büros der Abgeordneten getragen werden.

Da nicht jeder seinen Abgeordneten persönlich aufsuchen kann,
haben wir als Zivile Koalition e.V. über unseren AbgeordnetenCheck.de
nun einen Weg geöffnet, über den jeder mit wenigen Klicks seine Nachricht
gleichwohl unmittelbar in das Büro seines Abgeordneten bringen kann.
Denn eines ist klar: ESM, Fiskalpakt & Co. dürfen nicht kommen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten:

Glauben Sie, dass die Abgeordneten überhaupt verstehen,
worum es da geht?

Beatrix von Storch:

Sagen wir es so: Jeder Abgeordnete des Deutschen Bundestages
hat im Schnitt ca. 1.300 E-Mails bekommen. So etwas hat es noch nie gegeben.
Wenn er dann trotzdem nicht anfängt, selber nachzulesen und vielleicht ein
kleines bisschen sogar nachzudenken, dann sollte er seine Abgeordnetenbezüge
der letzten Jahre zurückzahlen. Es geht bei der „Euro-Rettung“ nicht um
die Standarisierung von Katzenklos in Hintertupfingen,
sondern um die Fundamente unserer Demokratie, unseres Rechtsstaates und
um unsere Einkommen und Vermögen.

Zur Aufklärung der Abgeordneten hat aber spätestens unser Video zum ESM beigetragen,
das inzwischen in 12 Sprachen übersetzt überall in Europa läuft und in Summe
weit über eine Million Mal abgerufen worden ist.

Spiegel-online hat das Video ebenfalls veröffentlicht und alle Parteien aufgefordert,
zu dem Inhalt Stellung zunehmen. Jeder Abgeordnete wird es gesehen haben.
Wer das Video gesehen hat, kann nicht mehr sagen, „das alles nicht gewusst zu haben“.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Mittelstands Nachrichten

Deutschland: Zahl der Insolvenzen steigt

Im Januar gab es in Deutschland zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder einen Anstieg der Firmenpleiten gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr gesamte Jahr 2012 wird mit 32.000 Pleiten gerechnet.

IWF: Lagarde will 500 Milliarden Dollar für Rettung auftreiben

Der Einkaufsmanager-Index für März zeigte bereits einen Abwind in der deutschen Wirtschaft und auch die „unterdurchschnittlich“ Anzahl an Großaufträgen im Februar bestätigt die aktuelle Konjunkturflaute (hier). Die Auswirkungen zeigen sich auch in den Insolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, sind die Firmenpleiten im Januar um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen – einen Anstieg zum Vorjahresmonat gab es zuletzt im August 2010. 2331 Unternehmen meldeten im Januar Insolvenz an. Die meisten Insolvenzen gab es dem Statitischen Bundesamt zufolge in der KFZ-Branche (437), im Baugewerbe (351) und im Gastgewerbe (223).

Der Verband der deutschen Insolvenzverwalter (VID) geht in diesem Jahr von einem leichten Zuwachs der Insolvenzen aus. 2011 gingen die Insolvenzen gegenüber dem dem Vorjahr zurück: Knapp 30.100 Unternehmen Insolvenz hatten angemeldet. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet für 2012 mit 32.000 Pleiten. Die Drogerie-Kette Schlecker sowie die Solarhersteller Q-Cells und Phoenix Solar waren 2012 die jüngsten Pleiten deutschlandweit bekannter Unternehmen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/13/deutschland-zahl-der-insolvenzen-steigt/