Potsdam : Zusammenstöße zwischen AfD-Gegnern (ANTIFA) und der Polizei

 

Gestern sind Zusammenstöße zwischen Demonstranten, die sich
gegen die zeitgleich stattfindende AfD-Kundgebung versammelt
haben, und der Polizei in Potsdam ausgebrochen, bei dem Versuch
die AfD-Veranstaltung zu stören.

3.000 Polizisten demonstrierten in Potsdam

demo_polizei_postamdDas könnte man ja schon einmal als einen guten Anfang werten,
daß sich die Polizisten nicht mehr bedingungslos als
Erfüllungsgehilfen des Systems mißbrauchen und benutzen lassen.

In Brandenburg gibt es momentan 8.900 Polizeibedienstete. Wenn ein Drittel
davon gegen den Stellenabbau und eine Polizeireform demonstriert, welche
eine massive Verschlechterung zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit
der Bevölkerung nach sich zieht, so kann man daraus durchaus einen Trend
erkennen, daß es auch innerhalb des Systems mächtig zur Sache geht.

Die wichtigste Säule des Systems beginnt gewaltig zu bröckeln!

Die Kürzung von Weihnachtsgeld und finanzieller Zulagen, zum Beispiel
beim Dienst am Wochenende oder die noch nicht spruchreife Kürzung der
Pensionen spuken als Gerücht durch die „Amtsstuben“. Aber war nicht
schon immer an jedem Gerücht etwas Wahres dran? Wenn es dazu kommt,
dann war diese Demonstration nur der Anfang.

An alle Polizisten:

Recht so – weiter so!!!

Wir stehen hinter Euch und helfen, wenn Ihr Hilfe braucht!

Auch Polizisten gehören zum Volk!

Vollendete Tatsachen

  • In seinem Buch “In aller Offenheit” widerspricht US-Außenminister James F. Byrnes (1879–1972) vehement der Behauptung, die deutsch-polnische Grenze sei auf der Potsdamer Konferenz festgelegt worden. Freunde hatten ihn dazu ermuntert, seine Erinnerungen und stenographischen Aufzeichnungen niederzuschreiben, um sie der Nachwelt zu erhalten. Es ist daraus ein großartiges Memoirenwerk des amerikanischen Außenministers geworden.
James F. Byrnes (Quelle: Wikimedia Commons)James F. Byrnes1

Im Jahre 1947, also ein Jahr nach der “Rede der Hoffnung” (Stuttgart)2, publizierte US-Außenminister James F. Byrnes das Buch “In aller Offenheit” (Originaltitel: “Speaking frankly”). Es ist ein großartiges Memoirenwerk des amerikanischen Außenministers, der Augenzeuge der gesamten Potsdamer Konferenz wurde. Diese Konferenz der “großen Drei” vom 17. Juli bis 2. August 1945 thematisiert Byrnes in dem Kapitel: “Potsdam – Der Erfolg, der ein Misserfolg wurde”.
Am 25. Juli 1945 mussten die Besprechungen über das besiegte Deutschland und die Weltpolitik unterbrochen werden, da in England die Unterhauswahlen stattfanden. James F. Byrnes erinnert sich3:

“Nachdem die neuen Führer der britischen Politik eingetroffen waren, trat die Konferenz wieder zusammen, und wir machten uns ernstlich an die schwierigste Frage, die vor uns lag: Deutschland.
Als wir nach Potsdam gekommen waren, sahen wir uns hinsichtlich der polnisch-deutschen Grenze einer vollendeten Tatsache gegenüber. Schon vor Jalta waren die drei Mächte übereingekommen, Deutschland in vier Besatzungszonen aufzuteilen, und im sechsten Abschnitt des Protokolls von Jalta erklärten sie ausdrücklich, dass die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens der Friedenskonferenz vorbehalten bleiben solle.4 Obwohl das Protokoll keine Missverständnisse zuzulassen schien, erfuhren wir vor unserer Abreise nach Deutschland, dass die Sowjets das ganze deutsche Gebiet östlich der [Lausitzer] Neiße polnischer Verwaltung unterstellt hatten, ohne sich vorher mit Großbritannien oder den Vereinigten Staaten ins Benehmen gesetzt zu haben.
Die Sowjets hatten damit praktisch eine weitere Zone errichtet; sowohl Präsident Truman wie Premierminister Churchill baten sofort um eine Erklärung dieser einseitigen Handlungsweise. Ein solches Verfahren, sagte der Präsident, widerspreche nicht nur der getroffenen Vereinbarung, es werde auch die Lösung anderer Probleme, zum Beispiel der Reparationsfrage, sehr erschweren.
Die Sowjets rechtfertigten sich, indem sie sagten, die Deutschen seien vor den russischen Truppen geflohen; da das Gebiet verwaltet werden müsste, hätten sie Polen gestattet, die Verwaltung zu übernehmen.5 Generalissimus Stalin gab zu, dass keiner der Mächte das Recht zustand, eine neue Zone zu errichten, meinte aber, dass die Sowjetregierung für geordnete Verhältnisse im Rücken der Roten Armee sorgen müsse. Dann gab er weiter zu, dass Polen tatsächlich aus diesen Gebieten große Mengen Kohle abtransportierte, von denen wir verlangten, dass sie als Teil der Reparationszahlungen betrachtet würden.
Der Präsident fragte, wie man jemals die Reparationsfrage regeln könne, ‘wenn ein Teil des deutschen Gebietes schon vergeben ist, bevor wir uns geeinigt haben, was überhaupt als Reparation gelten soll’. Stalin bemerkte, alles, was der Präsident sage, berühre nicht den Kern der Sache, da ‘auf der Krimkonferenz keine Gebietsregelungen getroffen worden sind, abgesehen von dem Plan, Polen einen Gebietszuwachs zuzubilligen’.
[…]

Wir waren auch wegen der gewaltigen Bevölkerungsverschiebung besorgt, die eine Folge des sowjetischen Vorgehens war. Obwohl Stalin behauptete, kein einziger Deutscher sei noch ‘in dem Gebiet, das Polen erhalten solle’ (einem Gebiet, in dem vor dem Krieg neun Millionen Deutsche gewohnt hatten), wussten wir, dass mindestens zwei Millionen Deutsche dort geblieben waren.
[…]
Während der Diskussion darüber, ob die polnischen Ansprüche berechtigt seien, und ob man die polnische Verwaltung des Gebietes für die Dauer der Besetzung anerkennen solle, wies der Präsident immer wieder darauf hin, dass vor einer Friedenskonferenz keine Gebietsabtrennungen vorgenommen werden könnten. Darüber hinaus vermieden wir es sorgfältig, uns für die deutschen Friedensverhandlungen auf irgendeine bestimmte Linie als polnische Westgrenze festzulegen.
Dass wir es bewusst vermieden haben, in der Frage der polnischen Grenze eine Zusage zu geben, geht auch daraus hervor, dass wir im Protokoll über die Abtretung der Stadt Königsberg an die Sowjetunion ausdrücklich eine solche Zusage machten: ‘Der Präsident der Vereinigten Staaten und der britische Premierminister haben erklärt, dass sie den Vorschlag dieser Konferenz bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen unterstützen wollen’6.
Um Polen und der Sowjetunion jeden Vorwand für die Behauptung zu nehmen, dass eine Linie festgelegt oder ein Versprechen zur Unterstützung einer bestimmten Linie gegeben worden sei, sagte das Berliner [Potsdamer] Protokoll: ‘Die drei Regierungschefs bestätigen ihre Ansicht, dass die endgültige Festlegung der polnischen Westgrenze der Friedenskonferenz vorbehalten bleiben soll.’
Angesichts dieser geschichtlichen Tatsachen kann man kaum einem Menschen guten Glauben zubilligen, der behauptet, die polnische Westgrenze sei auf dieser Konferenz festgelegt oder einer Zusage sei gegeben worden, sie in einer bestimmten Weise festzulegen.
Wir hatten jedoch von Anfang an eingesehen, dass wir uns im Augenblick mit der polnischen Verwaltung dieses Teils der Sowjetzone abfinden mussten. Wir standen vor einer vollendeten Tatsache und konnten die Russen nicht zwingen, die Verpflichtungen wieder zu übernehmen, die sie freiwillig abgegeben hatten.”

http://potsblits.de/aussenminister-byrnes-potsdamer-konferenz