Hartz-IV bricht das Grundgesetz – Grundeinkommen ist unaufhaltbar

Enno Schmidt im Gespräch mit Ralph Boes.

Die Hartz-IV Gesetzgebung bricht mit dem Grundgesetz.

Die Menschen werden entrechtet, sagt Ralph Boes, der durch sein „Sanktionshungern“
mittlerweile in Deutschland und darüber hinaus bekannt geworden ist.

Enno Schmidt spricht mit ihm über die Hintergründe seiner politischen Aktion und über
seine Erlebnisse anlässlich seines Besuches in der Schweiz bei der
„Eidgenössischen Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen.“

HARTZ4 ZIVILER UNGEHORSAM MIT RALPH BOES

Weiterführende informationen zu diesem Interview findet Ihr hier : http://grundrechte-brandbrief.de

Ralph Boes musste inzwischen in den Hungerstreik treten.
Nicht weil er es wollte , sondern weil er es muß !!!

Und alle die gegen Hartz 4 Empfänger hetzen – ihr seit nur 1 Jahr von Hatz 4
enfernt wenn ihr euren Job verliert.

Also wäre endlich mal ein wenig Zusammenhalt im Volke angesagt !

Auszug :
Liebe Freundinnen und Freunde,es ist so weit:

Nachdem ich das Hartz-IV-System durch den Brandbrief herausgefordert habe und die Herausgeforderten
lange versucht haben, mich zu ignorieren, werde ich jetzt sehr scharf sanktioniert.

Vorerst zwar nur 90 Prozent Abzug vom absoluten Lebensminimum!

Das heißt: noch immer 37,40 Euro (statt 374,00 Euro) monatlich zum Leben.

Es ist allerdings so, dass die Sanktionierung noch gesteigert werden kann.
Denn eine Sanktion von 100 Prozent mit zusätzlichem Verlust von Krankenkasse und Wohnung ist ja noch möglich.

Natürlich werde ich die juristischen Mittel nutzen, die mir jetzt geboten sind, und hoffe, dass ich hierzu
die nötige Unterstützung erhalten werde.

Aber ich werde ab dem 1. November (Beginn der 90-Prozent-Sanktion) auch hungern.
Denn eindrücklicher kann man die Menschenunwürdigkeit des Sanktionssystems in Hartz IV nicht zur Anschauung bringen.

Dabei handelt es sich nicht um einen Hungerstreik ! Sondern um das einfache Darleben der Tatsache,
dass ich sanktioniert werde, weil ich den Verfassungsbruch in Hartz IV nicht anerkenne (s. Brandbrief) und
in Folge dieser nicht-Anerkenntnis ein Lebenskonzept verfolge [1], welches unserem Staat (zur Zeit noch) nicht gefällt;

dass ich da sanktioniert werde in dem Ausmaß, welches im Hartz-IV-System für jeden, der sich nicht bedingungslos
unterwirft, sei es auch aus anderen, nicht-politischen Gründen, kühl vorgesehen, in menschlicher Hinsicht aber
absolut unwürdig und lebensbedrohlich ist.

Gefängnis ist (m.E.) würdiger durchzustehen als Hunger, gesellschaftliche Ausgrenzung, Verlust der Krankenversicherung
(und, weil die Beträge später nachgefordert werden, allein schon dadurch explodierender Schulden) und Obdachlosigkeit!
Mit letzteren ist aber JEDE/R Hartz-IV-Bezieher vom Anbeginn bedroht.

Um deutlich zu machen, dass nicht ICH in den Hungerstreik trete, sondern der Staat mich im Vollzug seiner völlig
unzureichenden Ideen vom Wesen der Arbeit mit dem Entzug meiner Lebensgrundlagen bestraft, haben Mitstreiter unserer
Initiative für diesen Teil meiner Aktion das Wort „Sanktionshungern“ – sogar noch schärfer: „Zwanktionshungern“ 😉
erfunden. Sanktionshungern trifft, wie ich denke, den Tatbestand recht gut.

Das Bitten um vielleicht gnädig zur Verfügung gestellte Lebensmittelgutscheine (sie werden nur als Kann-Leistung und
erst auf Antrag zur Verfügung gestellt) ist zusätzlich entwürdigend – das Einkaufen mit solchen Gutscheinen ist eine
höchstgradige soziale Stigmatisation, weswegen ich keinen Gebrauch davon machen werde …

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : buergerinitiative-grundeinkommen.de