Moody’s senkt Ausblick für 17 deutsche Banken

Nun knöpft sich Moody’s auch noch die deutschen Banken vor: Die Ratingagentur setzte den Bonitätsausblick von 17 Geldhäusern auf negativ, darunter mehrere Landesbanken und die Staatsbank KfW.

 

http://www.welt.de/finanzen/article108384155/Moodys-senkt-Ausblick-fuer-17-deutsche-Banken.html

Moody’s: Großangriff auf Deutschland

Moody’s stuft den Ausblick der Kreditwürdigkeit Deutschlands auf „negativ“. Damit richtet eine US-Ratingagentur erstmals ihre Massenvernichtungswaffe auf Berlin. Das Szenario war von Beobachtern befürchtet worden. Damit wird die Eurokrise zum offenen Währungskrieg.

 

von Michael Mross

Moody’s – eine US-Ratingagentur, welche bis vor kurzem noch jeglichen US-Kreditramsch mit AAA versehen hat und damit aktive Beihilfe leistete, den US-Subprime-Müll in betrügerischer Weise an deutsche Landesbanken zu verhökern, nimmt nun Deutschland selbst ins Visier.

 

Damit geht die Euro-Krise in eine neue Eskalationsstufe. Von Insidern wurde gleichwohl schon seit langem befürchtet, dass Deutschland irgendwann auch an Kreditwürdigkeit einbüsst, wenn Berlin letztlich jeden Rettungsschirm garantiert und am Ende als Alleinzahler neben den Niederlanden und Luxemburg dasteht. Interessant in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass die Kreditwürdigkeit Finnlands nicht auf „negativ“ heruntergestuft wurde, obwohl diesen letzten vier Nettozahlern in der Euro-Katastrophen-Zone eigentlich das gleiche Schicksal blühen müsste.

 

Insofern ist das Votum der Bonitätswächter als „politisch“ zu bewerten. Um es klar auszudrücken: Moody’s will Deutschland mit dieser Angriffsdrohung schon im Vorfeld zerstören, um damit auch die gesamte Eurozone ratingtechnisch ins Jenseits zu bomben.

 

Das mag ja von der Rating-Logik nachvollziehbar sein – doch noch ist es nicht so weit. Selbst wenn man die Eurozone als Ganzes bewertet, steht sie inklusive PIGS immer noch besser da als das Schuldenbabel USA, wo die Fed aktuell 85% der Staatsanleihen kauft. Nicht viel anders sieht es in Großbritannien aus, wo die Bank of England sogar 40% aller ausstehenden Staatsanleihen ins Depot genommen hat. Die BoE hat sich damit wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Das scheint den Bonitätswächtern an der US-Ostküste aber wohlweislich entgangen zu sein. Oder wollen sie in diesem Fall doch eher ein Auge zudrücken?

 

Wenn irgendwo Ausblicke auf „negativ“ zu setzen sind, dann ja wohl eher in den USA und in GB, wo Staatsschulden fast komplett aus der Notenpresse finanziert werden – etwas, wogegen sich die EZB immerhin bisher fast gewehrt hat – mit einigen Ausnahmen.

 

Ein Land wie Deutschland auf Ausblick „negativ“ zu setzen, entbehrt dagegen nicht der Komik: Für zweijährige Anleihen sind derzeit Negativzinsen zu zahlen. So etwas gab es noch nie in der Geschichte der BRD: Wer Deutschland für zwei Jahre Geld leiht, bekommt am Ende weniger zurück, und trotzdem wird Schäuble zugeschüttet mit Euros.

 

Auch bei den Fünfjährigen drohen demnächst Negativzinsen. Aktuell sind wir für diesen Zeitraum bei lächerlichen 0,25%, bei Zehnjährigen bei 1,13%! Das ist Wahnsinn. – Denn deutsche Zinsen sind nicht manipuliert wie in den USA oder GB, wo die Notenbanken den Staatsschrott aufkaufen und so für ein künstlich niedriges Zinsniveau sorgen. Die niedrigen deutschen Zinsen resultieren tatsächlich noch aus Angebot und Nachfrage und werden nicht von den Zentralbanken manipuliert.

 

Unter diesen Umständen Deutschland mit einer Herabstufung zu drohen ist nicht nur unseriös, sondern eine offene Kriegserklärung. Es dient einzig dazu, den Ruf Deutschlands zu schädigen  und die Kreditwürdigkeit vorsätzlich zu ramponieren.

 

Moody’s schafft sich mit diesem Votum selbst ab und führt sich ad absurdum! Ihre Kreditwürdigkeit hat US-Agentur verspielt. Man kann solchen Agenturen nichts mehr glauben.

 

Weder damals, als US-Ratingagenturen den US-Häuser-Ramsch in betgrügerischer Weise mit Bestnoten bewertet hatten – noch heute, wenn sie die Kreditwürdigkeit Deutschlands in perfidester Weise angreifen. Es bleibt zu hoffen, dass trotzdem der Dollar vor dem Euro untergeht! Auch wenn dieser Wunsch möglicherweise nicht in Erfüllung geht – am Ende bleibt nur noch Gold.

Gold braucht kein Rating!

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10471-moodys-grossangriff-auf-deutschland

Fitch: Japan negativ

Rating-Agentur Fitch stuft Japans Kreditwürdigkeit herab. Wie die Agentur am Dienstag mitteilte, wurde die Bonitätsnote um eine Stufe von „AA-“ auf „A+“ herabgestuft. Zudem wurde der Ausblick auf die weitere Entwicklung auf negativ gesenkt.

 

Die US-Rating-Agentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Japans um eine Note gesenkt. Wie die Agentur am Dienstag mitteilte, wurde die Bonitätsnote um eine Stufe von „AA-“ auf „A+“ herabgestuft. Zudem wurde der Ausblick auf die weitere Entwicklung auf negativ gesenkt, Japan droht somit eine weitere Herabstufung. Eine Herabstufung der Bonität erschwert die Refinanzierung eines Landes.
Ein gutes Rating ist die Voraussetzung dafür, dass sich Staaten und Banken zu guten Konditionen neues Geld am Finanzmarkt besorgen können. Japans Staatsverschuldung ist doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt. Das Land kämpft bereits seit Jahrzehnten mit hohen Defiziten und den Folgen. Allerdings ist Japan vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet. Ungefähr 95 Prozent der japanischen Staatsanleihen liegen in den Depots einheimischer Anleger.

Gegen ESM: Über 800.000 Emails im Bundestag eingetroffen

Der Verein Zivile Koalition e.V. hat mit einer einzigartigen
Email-Aktion für Aufsehen im Bundestag gesorgt:
Über 800.000 Bürger haben bei ihren Abgeordneten gegen die
Europäischen Rettungsschirm ESM protestiert.
Beatrix von Storch erklärt im Interview, wie die Abgeordneten reagiert haben.

Deutsche Mittelstands Nachrichten:

Sie haben eine große Email-Aktion an die Abgeordneten gestartet,
damit diese sich gegen den ESM entscheiden. Warum?

Beatrix von Storch:

Die Volksvertreter vertreten das Volk nicht mehr.
Es braucht eine klare Bürgerbewegung und die haben wir mit
der Zivilen Koalition e.V. in Bewegung gesetzt.
Die Abgeordneten sind bereit, unsere Demokratie dranzugeben und
das aktive Haushaltsrecht des Parlamentes auf ein passives Vetorecht
des Finanzministers zu reduzieren.

Sie wollen die Souveränität, die wir Bürger ihnen für 4 Jahre verleihen,
auf Dauer an Dritte abgeben. Das Volk will das nicht. Und deswegen muß
diese Nachricht direkt in die Büros der Abgeordneten getragen werden.

Da nicht jeder seinen Abgeordneten persönlich aufsuchen kann,
haben wir als Zivile Koalition e.V. über unseren AbgeordnetenCheck.de
nun einen Weg geöffnet, über den jeder mit wenigen Klicks seine Nachricht
gleichwohl unmittelbar in das Büro seines Abgeordneten bringen kann.
Denn eines ist klar: ESM, Fiskalpakt & Co. dürfen nicht kommen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten:

Glauben Sie, dass die Abgeordneten überhaupt verstehen,
worum es da geht?

Beatrix von Storch:

Sagen wir es so: Jeder Abgeordnete des Deutschen Bundestages
hat im Schnitt ca. 1.300 E-Mails bekommen. So etwas hat es noch nie gegeben.
Wenn er dann trotzdem nicht anfängt, selber nachzulesen und vielleicht ein
kleines bisschen sogar nachzudenken, dann sollte er seine Abgeordnetenbezüge
der letzten Jahre zurückzahlen. Es geht bei der „Euro-Rettung“ nicht um
die Standarisierung von Katzenklos in Hintertupfingen,
sondern um die Fundamente unserer Demokratie, unseres Rechtsstaates und
um unsere Einkommen und Vermögen.

Zur Aufklärung der Abgeordneten hat aber spätestens unser Video zum ESM beigetragen,
das inzwischen in 12 Sprachen übersetzt überall in Europa läuft und in Summe
weit über eine Million Mal abgerufen worden ist.

Spiegel-online hat das Video ebenfalls veröffentlicht und alle Parteien aufgefordert,
zu dem Inhalt Stellung zunehmen. Jeder Abgeordnete wird es gesehen haben.
Wer das Video gesehen hat, kann nicht mehr sagen, „das alles nicht gewusst zu haben“.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Mittelstands Nachrichten