PEGIDA-Veranstaltung in Dresden

Posted by Maria Lourdes – 12/12/2014

PEGIDA Dredsen 8 12 2014“PEGIDA” -Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes- nennt sich die Gruppierung, die seit Oktober wöchentlich demonstriert. Mittlerweile bildeten sich auch Ableger in anderen Städten. 

Bei der letzten Kundgebung der Gruppe “PEGIDA”, an der am Montagabend in Dresden 10.000 Menschen teilgenommen hatten, war auch unser Kommentarschreiber “Kurzer” – auf eigene Kosten – vor Ort und hat sich das Ganze aus der Nähe angesehen. Für seinen Bericht bedanke ich mich herzlich, sagt Maria Lourdes!

PEGIDA-Veranstaltung in Dresden am 08. Dezember 2014.

“…Ich wurde vor einiger Zeit auf LupoCattivoBlog angegangen, da ich mich kritisch zu Pegida geäußert hatte. Nun war ich mit einigen Kameraden auf der gestrigen Veranstaltung in Dresden, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. 

…Es war schon extrem eindrucksvoll. Da waren also über zehntausend Menschen gekommen, welche absolut diszipliniert waren und es war eine sehr gute Stimmung und etwas, was in der heutigen Zeit völlig verloren gegangen scheint, ein Gemeinschaftsgefühl. Randale und Streß ging einzig und allein von der Gegendemo aus. Um die in Griff zu halten, hatte man über eintausend Polizisten aus allen Landesteilen herangekarrt.

…Trotz vernünftiger Ansätze war das, was dann von den Rednern artikuliert wurde, absolut enttäuschend. Mir wurde ja mehrfach vorher gesagt, von was man sich alles distanzieren müsse, um diese Veranstaltung überhaupt durchführen zu können. Und ohnehin ist mir klar, daß da bestimmte historische Fragen zur Zeit keinesfalls gestellt werden können.

…Aber sich darauf zu beschränken, zu sagen, was man nicht möchte, noch dazu immer mit “angezogener Handbremse”, kaum irgend eine klare Forderung zu stellen und dann zu sagen, daß wir uns ja vor 25 Jahren Freiheit und Demokratie erkämpft haben, ist einfach nur an der Sache vorbei.

…Wenn ich einmal so eine Zuhörerschaft habe, muß ich klare Ansagen machen. Also nicht den Rücktritt irgend eines austauschbaren Politikdarstellers verlangen oder davon reden, daß all dies ja nur durch falsche Entscheidungen irgend welcher Parteien zu Stande gekommen ist, sondern den Leuten sagen, daß wir eine besetzte Kolonie und die von ihnen gewählten Politiker nur Verwalter im Auftrag einer fremden Macht sind. All dies kann ich mit Zitaten von Schäuble, Seehofer usw. untersetzen.

…Ich kann die Frage stellen, warum die unglaubliche Summen, welche das System in das Projekt “Migration” steckt, nicht in eine vernünftige deutsche Familienpolitik geflossen sind. Daß “unsere amerikanischen Freunde” das Projekt “Migration” vor ca. vier Jahrzehnten langsam angeschoben haben, um dies dann erst langsam und dann immer heftiger zu forcieren. Um es nun, mit ihren, mit der Brechstange herbeigeführten weltweiten Konflikten, auf die Spitze zu treiben. Und daß hier ganz klar auf einen Bevölkerungsaustausch und damit die Zerstörung des autochthonen deutschen Volkes hingearbeitet wird.

…Wenn man all diese Dinge nicht ansprechen darf, wird sich das Ganze irgendwann totlaufen.

…Es durfte dann wieder mal “Wir sind das Volk” gerufen werden. Aber schlußendlich wurde der tatsächliche vorhandene Unmut nur ein weiteres Mal kanalisiert und in Bahnen gelenkt, welche dem System nicht wirklich gefährlich werden. Dies deshalb, weil das System BRiD an sich überhaupt nicht hinterfragt wird.

…Und hier eine klare Ansage von Killerbee, die absolut mit dem übereinstimmt, wie ich es empfunden habe:

Ein Licht geht aufPEGIDA: Richtig Fordern! Ein Artikel von killerbeesagt – Mein Dank sagt Maria Lourdes!

Es tut mir in der Seele weh, wie ich sehe, daß über Zehntausend Leute in Dresden mobilisiert werden können, die mit der jetzigen Politik unzufrieden sind, aber keiner scheint in der Lage zu sein, konstruktive Forderungen formulieren zu können.

Eine effektive Forderung…

1) hat einen klare Adressaten

2) ist eindeutig formuliert

Außerdem hat eine Forderung KURZ zu sein, also kein ellenlanges Gelaber. Ich möchte ein Beispiel für eine ganz hervorragende Forderung anführen, das jeder schon einmal gehört hat. Es handelt sich um die Rede von Ronald Reagan, in der er zuletzt sagte: “Mr. Gorbatschow, TEAR DOWN THIS WALL!”

Besser geht es nicht. Ein einziger Satz, in dem alles drin ist: Wer? Mr. Gorbatschow – Was soll er machen? Die Mauer abreißen! Alles klar, alles kompakt, jeder Hörer der Rede kann sich diese 6 Worte merken.

“Mr. Gorbatschow, tear down this wall.”

So, vergleichen wir diese extrem effektive Forderung mit dem Trauerspiel, das sich leider in Dresden abspielte. Fragen wir mal den normalen PEGIDA Teilnehmer nach seinen Forderungen.  Erstmal kommt da gar nichts; er weiß also im Grunde gar nicht, warum er überhaupt auf der Straße ist. Er hat ein diffuses Unwohlsein und das, was er eigentlich fordern will (“Ausländer raus”), darf er nicht fordern.

“Deutschland den Deutschen” darf er auch nicht fordern.

Also steht er dann da und stammelt: “Öhhh…ähhh…. also, ich hab ja nichts gegen den Islam…. ich hab auch nix gegen Ausländer …. ääähh… aber Salafisten und Radikale….. also Grundgesetz… öhhh….ähhhhh….”

Ich denke dann: “OK, vielen Dank für das Gespräch!”

Die PEGIDA-Leute befinden sich also in einer vertrackten Situation. Sie wollen ihren Unmut äußern, aber haben keine Forderungen. Wer aber keine Forderung hat, also gar nicht weiß, was er will, was soll er erreichen? Wenn man 10.000 kopflose Hühner durch Dresden treibt, ist das auch eine Riesenshow. Aber es erreicht nichts.

Die meisten Deutschen, die ich kenne, sind absolut intolerant und völlig unempfänglich für Kritik. Es reicht, daß man irgendwann mal eine andere Meinung hat, und schon werden alle Brücken abgebrochen, die man Jahre zuvor aufgebaut hat. Ebenso sind die meisten Deutschen nicht im Geringsten in der Lage, Kritik zu hören.

“Machs doch besser – Hau doch ab!” sind die typischen Reaktionen auf Verbesserungsvorschläge.

Verbesserungen sind aber nur durch Kritik des Bestehenden möglich. Wer sich der Kritik entzieht, der wird immer auf der Stelle treten und immer wieder dieselben Fehler machen. Die Kunst ist also, den Kritiker als FREUND zu begreifen, der einem HELFEN will, bestimmte Fehler zu vermeiden und so endlich ERFOLG zu haben. Die meisten jedoch sehen in dem Kritiker einen Feind, weil er einem ja sagt, was man für Fehler macht.

Einfache Frage: Welches Interesse hat denn der Feind, euch auf eure Fehler aufmerksam zu machen? Gar keines.

Der Feind schmeichelt euch und wird, wenn ihr auf dem Weg in eine Sackgasse seid, rufen: “Weiter! Genau so ist es richtig!” Der Dummkopf liebt den Feind mehr als den Freund, weil der Freund ihn kritisiert, während der Feind ihn für seine Dummheit lobt.

Unter diesem Aspekt ist auch meine Kritik an PEGIDA zu sehen. Ich, wie die meisten in Deutschland lebenden Menschen, sind mit der Politik in Deutschland unzufrieden, weil sie zutiefst ungerecht ist:

-Es gibt auf der ganzen Welt kein einziges Land, welches seine Alten aus Pflegeheimen wirft und dort Ausländer ansiedelt.

-Es gibt auf der ganzen Welt kein einziges Land, in dem die Regierung bei den Alten und Kranken spart, während sie für Ausländer unbegrenzte Mittel zur Verfügung stellt.

-Es gibt auf der ganzen Welt kein Land, in dem die Wirtschaft die Arbeiter mit sittenwidrigen Löhnen abspeist und zugleich nach mehr Arbeitern ruft.

-Es gibt kein Land auf der Welt, in dem die Regierung bei zwei Ermordeten Beweismittel für eine Mordserie deponiert und anschließend das gesamte Volk unter Generalverdacht stellt, Ausländer ermorden zu wollen.

-Es gibt kein Land auf der Welt, dessen Regierung stolz darauf ist, wenn der Anteil des eigenen Volkes sich von Jahr zu Jahr verringert.

Darum freue ich mich sehr, daß mit PEGIDA und ihren Ablegern nun der Unmut auf die Straße getragen wird. Es reicht aber nicht, nur sein Unwohlsein zu bekunden, sondern man muss dieses Gefühl kanalisieren; im Idealfall haben alle 10.000 Menschen bei der Kundgebung eine einzige Forderung im Kopf, die genau so klar ist wie die von Reagan damals: “Herr Gorbatschow, reißen Sie die Mauer nieder!”

Ich rate also allen PEGIDA- und sonstigen Teilnehmern, sich einfach mal 2 Minuten Zeit zu nehmen und sich folgende Frage zu stellen:

WER soll WAS machen? “Gegen die Islamisierung” ist keine Forderung, das ist schlicht Schwachsinn. Es fehlt das WER und das WAS, ist so diffus, daß ein Politiker über so etwas lacht. “Für unsere Kultur” ist dasselbe in grün.

Wer Schilder mit solchen Phrasen hochhält, der kann auch ein weißes Blatt Papier hochhalten, weil die Aussage dieselbe ist. Null.

Genausogut könnte dort stehen: “Ich hab heute Salat gegessen!” Wow. Toll. Echt gesund. Find ich voll super von dir. Man hört es, nickt anerkennend und geht dann weiter.

Nach den Negativ-Beispielen nehmen wir nun ein paar Positivbeispiele, wie geeigneter Protest aussehen könnte.

  • “Herr de Maiziere, schieben Sie Salafisten ab”
  • “Herr de Maiziere, erteilen Sie Salafisten ein Einreiseverbot”
  • “Frau Merkel, verlassen Sie die EU”
  • “Herr Schäuble, kein Geld mehr für Banken”
  • “Herr de Maiziere, keine neuen Asylantenheime mehr” … Etc.

Ihr braucht mit meinen Forderungen nicht konform zu gehen, sie sollen nur zeigen, was effektiver Protest ist. Politiker werden immer dann nervös, wenn sie ihren eigenen Namen und eine klar formulierte Forderung lesen. Wenn ich de Maiziere wäre und würde 10.000 PEGIDAs sehen, die “Für unsere Kultur” hochhalten, liege ich vor Lachen auf dem Boden. Es. Juckt. Ihn. Nicht.

Solange nicht sein Name genannt wird, heißt das ja, daß die Demonstranten ihn gar nicht auf dem Schirm haben, ihn nicht verantwortlich machen. Vielleicht sind die sogar so doof, daß man ihre Emotionen auf Claudia Roth lenken kann, so daß die PEGIDAs weiter CDU wählen? Wäre doch ideal!

OK, also hier nochmal mein Rat:

Überlegt euch bei einer Demo EINE Forderung, im Stile von “Herr X/Frau Y, machen sie Z” Wie eure Forderung aussieht, überlasse ich natürlich euch.

Meine Forderung wäre: “Herr de Maiziere, privatisieren Sie die Ansiedlung von Ausländern” oder “Frau Merkel, kein Steuergeld mehr für Ausländer”

Es ist einfach lächerlich, daß z.B. Le Pen ganz klar sagt, Frankreich sei voll und solle keinerlei Ausländer mehr aufnehmen/versorgen, während Gauck durch die Weltgeschichte eiert und in Indien großartig tönt: “Deutschland hat Platz!”

Indien hat 1000 Millionen Einwohner. Wenn die nur 10% ihrer Einwohner nach Deutschland schicken, sind das 100 Millionen, so daß Deutschland seine Bevölkerung auf einen Schlag mehr als VERDOPPELT hätte. Nur, um mal die Verhältnisse klar zu stellen.

Und Deutschland ist bereits jetzt – MEHR ALS DOPPELT so dicht besiedelt, wie Frankreich, wie jeder bei Wikipedia leicht nachprüfen kann.

Wer mutig ist, kann auch fordern: “Frau Merkel, machen Sie die Grenzen dicht!”

So, ich hoffe, ich konnte einen konstruktiven Beitrag für die PEGIDAs leisten. Es ist super, daß ihr den Mut gefunden habt, endlich aufzustehen. Aber aufstehen ist nicht Selbstzweck, sondern ihr steht ja auf, um eine gewisse ÄNDERUNG zu erreichen. Und um diese Änderung herbeizuführen, ist es notwendig, daß ihr eure Wünsche KLAR und DEUTLICH an die VERANTWORTLICHEN richtet.

LG, killerbee

PS: Noch ein Wort zum Islam. Ich persönlich finde die größte Ungerechtigkeit, daß man Deutsche schikaniert, während man Ausländer bevorzugt. Nun fragt euch bitte: Wenn eine alte Oma rausgeschmissen wird, und dafür ein Hindu ihre Wohnung bekommt, ist das weniger schlimm, als wenn es ein Moslem wäre? Aus Sicht der Oma!

Stellt euch also die Frage, ob eure “Islamkritik” wirklich zielführend ist, oder nur ein “totes Gleis”, das eure Aktivität in die falsche Richtung lenken soll! Die Welt ist groß. Wenn ihr nur fordert, daß keine Moslems mehr angesiedelt werden sollen, dann holt Merkel halt jedes Jahr eine Million irakische Christen. Oder Eritreer. Oder Hindus.

Eure Heimat verliert ihr trotzdem genauso schnell. Seid ihr gegen den Islam, oder seid ihr für Deutschland? Wer für Deutschland ist, muss sich gegen die jetzige Ansiedlung von Ausländern aussprechen! Und wer für die Ansiedlung von Flüchtlingen ist, muss diese privat finanzieren!

Wer fordert: “Deutschland muss Flüchtlinge aufnehmen” und dann immer nur auf andere zeigt, die ihre Wohnung zur Verfügung stellen sollen oder bei denen gespart werden solle, der ist ein verdammter Heuchler!

Linkverweise:

http://lupocattivoblog.com/2014/12/12/pegida-veranstaltung-in-dresden/

Bill Clinton : Eine Alien-Invasion könnte die Welt vereinen

blue_beam

Während einer Nightshow sagte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton letzte Woche scherzhaft,
dass eine Alien-Invasion möglicherweise der einzige Weg sei, um die zerstrittene Welt wieder
zu vereinen und dass es ihn nicht überraschen würde, “wenn wir eines Tages Besuch bekommen.”

Die Differenzen zwischen den Menschen würden sehr klein werden, wenn wir es plötzlich mit
Außerirdischen zu tun bekämen, so Clinton weiter. Bereits im Jahr 1987 hatte US-Präsident
Ronald Reagan ein ähnliches Statement abgegeben: ”Ich denke manchmal darüber nach, wie
schnell unsere Differenzen weltweit verschwinden würden, wenn wir uns mit einer
außerirdischen Bedrohung von außerhalb dieser Welt konfrontiert sähen.”

Auch der frühere US-Außenminister Henry Kissinger soll auf der Bilderberger-Konferenz
in Evians, Frankreich gesagt haben (s. auch hier): “Heute wäre Amerika empört, wenn
UN-Truppen nach Los Angeles kämen, um die Ordnung wiederherzustellen. Morgen werden
sie dankbar sein! Dies gilt insbesondere dann, wenn ihnen gesagt wird, dass Außerirdische
unsere Existenz bedrohen, egal ob dies der Wahrheit entspricht oder nur so verkündet wird.

Das einzige wovor sich jeder Mensch fürchtet ist das Unbekannte. Wenn man ihnen dieses
Szenario präsentiert, werden individuelle Rechte bereitwillig für die Garantie ihre
Unversehrtheit aufgegeben, die ihnen von der Weltregierung gewährt werden.”

Princeton-Professor und Star-Ökonom Paul Krugman schrieb in einer Kolumne in der New
York Times, dass eine Alien-Invasion eine Lösung für die aktuelle Wirtschaftskrise sei.

In einem Interview verglich er eine Alien-Invasion mit dem Zweiten Weltkrieg, durch den
sich die USA aus der Großen Depression der 1930er Jahre befreien konnten. Dinge wie
Defizite oder Inflation seien den Menschen im Falle derartiger Bedrohungen egal, so Krugman.

Quelle : gegenfrage.com

Wie Aspartam legal wurde

Dezember 1965 — JAMES SCHLATTER, Chemiker bei G.D.SEARLE, entdeckt während seiner Arbeit an einem Mittel gegen Magengeschwüre zufällig ASPARTAM, eine Substanz, die 180-mal süßer ist als Zucker, jedoch keine Kalorien enthält.

Frühling 1967 — G.D.SEARLE (heute Teil von PFIZER, davor Tochterunternehmen von MONSANTO) beginnt mit Sicherheitsstudien, die für die Zulassung von ASPARTAM durch die US-Lebensmittelbehörde FDA (FOOD AND DRUG ADMINISTRATION) erforderlich sind.

Herbst 1967 — Dr. HAROLD WAISMAN, ein Biochemiker der Universität Wisconsin, führt im Auftrag der SEARLE COMPANY Tierversuche mit ASPARTAM an jungen Affen durch. Von den sieben Affen, denen aspartamhaltige Milch verabreicht wurde, stirbt einer und fünf erleiden einen Gehirnschlag.

November 1970 — CYCLAMAT, der führende künstliche Süßstoff, wird vom Markt entfernt, nachdem Wissenschaftler herausfinden, dass es Krebs auslöst. Auch die Sicherheit von SACCHARIN wird in Frage gestellt.

18. Dezember 1970 — Die Geschäftsleitung der SEARLE COMPANY entwickelt eine “Süßstoff-Strategie”, die eine positive Einstellung der FDA gegenüber ASPARTAM fördern soll. Ein internes Memo beschreibt psychologische Taktiken, die von der Firma verwendet werden sollen, um die FDA in eine “unterbewusste Stimmung der Kooperation” zu versetzen und dort das “Ja-Sagen zur Gewohnheit” zu machen.

Frühling 1971 — Neurologe Dr. JOHN OLNEY (dank seiner Pionierarbeit mit Mononatriumglutamat wurde dieses damals aus Babynahrung entfernt) informiert SEARLE, dass ASPARAGINSÄURE, ein Bestandteil von ASPARTAM, in Versuchen Löcher in die Gehirne von Babymäusen frisst. Einer von SEARLEs eigenen Wissenschaftlern bestätigt Dr. OLNEYs Entdeckungen in einer ähnlichen Studie.

Februar 1973 — Nachdem Dutzende Millionen Dollar für Sicherheitsstudien ausgegeben wurden, beantragt die SEARLE COMPANY bei der FDA die Zulassung von ASPARTAM und reicht über 100 Studien ein, die dessen Unbedenklichkeit belegen sollen.

5. März 1973 — Nach ersten Tests mit ASPARTAM kommt eine FDA-Wissenschaftlerin zu dem Schluss, dass “die von SEARLE zur Verfügung gestellte Information zur Evaluation der potentiellen Toxizität von ASPARTAM von geringem Nutzen sind”. Es seien weitere klinische Studien notwendig, um die Sicherheit von ASPARTAM ausreichend prüfen zu können.

Mai 1974 — Anwalt JIM TURNER (Konsumentenschützer, der eine Schlüsselrolle beim Verbot von CYCLAMAT spielte) trifft sich mit Vertretern der SEARLE COMPANY, um über die Ergebnisse von Dr. OLNEYs Studien zu sprechen.

26. Juli 1974 — ASPARTAM wird von der FDA zur Verwendung in Trockennahrung zugelassen.

August 1974 — JIM TURNER und Dr. OLNEY versuchen, die Zulassung von ASPARTAM anzufechten.

24. März 1976 — Eine von TURNER und OLNEY verfasste Petition führt zu einer Untersuchung der SEARLE-Labore. Im Abschlussbericht dieser Untersuchung werden SEARLEs Labortestprozeduren als “schäbig” und “voll von Ungenauigkeiten und Datenmanipulation” bezeichnet. Weiters schreiben die Ermittler, sie hätten “noch nie etwas gesehen, das so schlimm ist wie SEARLEs Testprozesse”.

10. Jänner 1977 — Die FDA fordert die Staatsanwaltschaft auf, zu ermitteln, ob weitere rechtliche Schritte gegen SEARLE eingeleitet werden sollen – aufgrund von wissentlichen Falschaussagen, Fehlinterpretation von Studien und Verschleierung von Fakten. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fordert die FDA eine kriminalpolizeiliche Untersuchung eines Herstellers.

26. Jänner 1977 — SIDLEY & AUSTIN, die Anwaltskanzlei von SEARLE, macht SAMUEL SKINNER, dem für den ASPARTAM-Fall zuständigen Staatsanwalt, Jobangebote.

8. März 1977 — G.D.SEARLE beschäftigt den berüchtigten Washington-Insider DONALD RUMSFELD als neuen Geschäftsführer (CEO), um das Blatt zu SEARLEs Gunsten zu wenden. Durch seine Beziehungen im Kongress und Verteidigungsministerium holt RUMSFELD mehrere seiner Handlanger aus Washington ins Top-Management von SEARLE.

1. Juli 1977 — SAMUEL SKINNER tritt von der US-Staatsanwaltschaft zurück und übernimmt eine Stelle in SEARLEs Anwaltskanzlei.

1. August 1977 — Der BRESSLER-REPORT, zusammengestellt von Ermittlern der FDA und angeführt von JEROME BRESSLER, wird veröffentlicht. Der Report beschreibt u.a., wie 98 von 196 Versuchstieren während der SEARLE-Tests starben und die Autopsien verspätet durchgeführt wurden – in manchen Fällen über ein Jahr später. Viele andere Fehler und Ungereimtheiten wurden gefunden. Eine Ratte wurde z.B. zweimal für tot erklärt und dazwischen als lebendig verzeichnet; Geschwüre wie z.B. Gebärmutterpolypen wurden in den Tieren gefunden, aber von SEARLE nicht in ihren offiziellen Berichten erwähnt.

8. Dezember 1977 — Der Rücktritt von Staatsanwalt SKINNER verzögert die Untersuchungen so lange, dass die Vorwürfe gegen SEARLE verjähren. Die Staatsanwaltschaft stellt die Untersuchungen ein.

1. Juni 1979 — Die FDA gründet das PUBLIC BOARD OF INQUIRY (PBOI), um über die Sicherheit von NUTRASWEET zu entscheiden.

30. September 1980 — Das PBOI kommt zu dem Schluss, dass NUTRASWEET nicht zugelassen werden sollte, bis weitere Studien über mögliche Gehirntumore vorliegen. Dem PBOI wurde laut eigener Aussage keine Beweise vorgelegt, die die Unbedenklichkeit von ASPARTAM als Lebensmittelzusatz mit Sicherheit bestätigen können.

Jänner 1981 — DONALD RUMSFELD, CEO von SEARLE, äußert in einem Verkaufsmeeting seine Absicht, ASPARTAM noch bis Jahresende auf den Markt zu bringen. Dies würde er jedoch nicht durch Wissenschaft, sondern durch seinen politischen Einfluss erreichen.

21. Jänner 1981 — RONALD REAGAN wird Präsident der USA. Sein Übergangsteam, zu dem auch DONALD RUMSFELD gehört, erklärt Dr. ARTHUR HULL HAYES Jr. zum neuen FDA-Kommissar.

März 1981 — Ein Kommissarsgremium wird innerhalb der FDA gegründet, um den Bedenken und Forderungen des PBOI zu begegnen.

19. Mai 1981 — Drei von sechs FDA-Wissenschaftlern, die die Gehirntumorproblematik untersucht hatten – Dr. ROBERT CONDON, Dr. SATYA DUBEY und Dr. DOUGLAS PARK – sprechen sich gegen eine Zulassung von NUTRASWEET aus, mit der Bemerkung, dass die SEARLE-Tests unzuverlässig seien und zu einer Evaluierung der Sicherheit von ASPARTAM nicht ausreichen würden.

15. Juli 1981 — Als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen überstimmt der neue FDA-Kommissar HAYES das PBOI, ignoriert die Empfehlungen seines eigenen internen FDA-Teams und erteilt NUTRASWEET die Zulassung zur Verwendung in Trockennahrung. HAYES sagt, dass sich ASPARTAM als sicher erwiesen hätte und dass nur wenige Substanzen einer so gründlichen Prüfung standgehalten hätten wie ASPARTAM.

15. Oktober 1982 — Die FDA verkündet, dass SEARLE eine Petition für die Zulassung von ASPARTAM als Süßstoff in kohlensäurehaltigen Getränken und anderen Flüssigkeiten verfasst hat.

1. Juli 1983 — Die NATIONAL SOFT DRINK ASSOCIATION (NSDA) fordert die FDA auf, die Zulassung von ASPARTAM zu überdenken, da sich ASPARTAM in flüssiger Form als instabil erweist. Wird flüssiges ASPARTAM bei Temperaturen über 30°C aufbewahrt, zerlegt es sich in DIKETOPIPARAZINE (DKP) und FORMALDEHYD – beides bekannte Toxine.

8. Juli 1983 — Die NSDA legt Berufung gegen die Entscheidung der FDA ein, welche die Verwendung von ASPARTAM in kohlensäurehaltigen Getränken und Sirup erlaubt, und verlangt eine Anhörung. Laut NSDA hätte SEARLE keine eindeutigen Beweise für die Sicherheit von ASPARTAM als Getränkezusatz vorgelegt.

8. August 1983 — JIM TURNER vom Community Nutrition Institute und Dr. WOODROW MONTE, Direktor für Ernährungswissenschaften an der Arizona State University, reichen eine Klage bei der FDA ein, mit dem Vorwurf, dass die Zulassung von ASPARTAM nicht mit den ungeklärten Sicherheitsfragen vereinbar sei.

September 1983 — FDA-Kommissar HAYES tritt zurück, nach einer Welle der Kontroverse rund um seine unautorisierten Reisen an Bord eines Flugzeugs von GENERAL FOODS, einem von NUTRASWEETs Hauptkunden. BURSON-MARSTELLER, SEARLEs PR-Agentur (die auch mehrere Hauptkunden von NUTRASWEET vertritt), heuert HAYES unmittelbar danach als wissenschaftlichen Chefberater an.

Herbst 1983 — Die ersten mit ASPARTAM gesüßten kohlensäurehaltigen Getränke kommen auf den Markt.

Quelle: http://www.swankin-turner.com/hist.html