Putin im O-Ton zu der Frage, warum Russland sich stark in Syrien engagiert

von https://www.anti-spiegel.ru

Der russische Präsident Putin fährt demnächst zu einem Staatsbesuch nach Saudi-Arabien und vor dieser Reise hat Putin den arabischen TV-Sendern Al Arabia, Sky News Arabia und RT Arabic ein einstündiges Interview gegeben.

Wie schon bei früheren solchen Interviews werde ich wieder Teile davon übersetzen, die ich als interessant für deutsche Leser einschätze. In diesem ersten Teil geht es um die Frage, warum Russland in Syrien so entschieden eingegriffen hat, nachdem es dem Westen die Kriege gegen den Irak und Libyen mehr oder weniger hat durchgehen lassen.

Beginn der Übersetzung:

Journalist: Als Sie schon mehr als 10 Jahre lang Präsident waren, ereigneten sich im Nahen Osten wirklich harte, dramatische Ereignisse, es wurden die Grundfesten einer Reihe von Staaten erschüttert, die Grundlage des Irak wurde zerstört und Libyen auch. Dieses Schicksal könnte auch andere Staaten erwarten.

Jetzt sehen wir, was für katastrophale Ereignisse in der Arabischen Republik Syrien passiert sind. Und viele Menschen in der arabischen Öffentlichkeit denken, dass Russland seine Rolle in der Region stärken kann. Natürlich wissen Sie, dass unser Kanal RT Arabic auch über die Außenpolitik der Russischen Föderation berichtet. Viele unserer Zuschauer fragen: Warum hat Russland in Syrien eine so entschiedene Haltung eingenommen, aber nicht in Libyen und dem Irak?

Putin: Tatsache ist, dass die Vereinigten Staaten im ersten Fall, wie bekannt ist, unter Umgehung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gehandelt haben. Die Vereinigten Staaten hatten kein Mandat, Gewalt gegen den Irak anzuwenden. Russland hat das nicht unterstützt. Russland, Frankreich und Deutschland, wir haben die US-Pläne in Sachen Irak nicht unterstützt. Darüber hinaus haben wir vor den möglichen negativen Folgen gewarnt. Und sie sind genau so eingetroffen.

Und die erste Euphorie über militärische Siege wich schnell der Verzweiflung und dem Pessimismus über die Folgen dieses Sieges. Weil alle staatlichen Strukturen im Irak zerstört wurden und – zumindest in der ersten Phase – keine neuen Strukturen geschaffen wurden. Im Gegenteil, die radikalen Kräfte wurden gestärkt und das, was wir als Terrorismus bezeichnen, hat sich dort entwickelt.

Viele ehemalige Armeeoffiziere und Geheimdienstbeamte von Sadam Hussein haben die Seiten gewechselt, haben sich den Radikalen angeschlossen und mit ihrer Hilfe wurde der IS geschaffen. Das konnte geschehen, weil keiner von denen, die diesen Krieg unterstützt haben, über die Folgen nachgedacht hat.

Wir hoffen sehr, dass sich der Irak heute positiv entwickeln und trotz einiger interner Probleme weiter vorankommen wird. Obwohl es leider immer noch viele Probleme gibt, das wissen wir nur zu gut.

Was Libyen betrifft, so hört das Chaos, das nach der Militäroperation entstanden ist, bisher leider nicht auf. Aber in diesem Fall haben uns unsere westlichen Partner – wie wir sagen, ich weiß nicht, wie das übersetzt wird – „aufgeblasen“. (Anm. d. Übers.: Diese umgangssprachliche russische Formulierung bedeutet vom Sinn her „verarscht“, aber kommt ohne dieses unschöne Wort aus) Russland hat für die entsprechende Resolution des Sicherheitsrates gestimmt. Denn was steht in der Resolution, wenn man sie liest? Die Resolution untersagte Gaddafi den Einsatz von Flugzeugen gegen die Rebellen, aber mit keinem Wort wurden Luftangriffe auf libysches Territorium erlaubt, aber genau das hat der Westen getan. Das bedeutet, dass auch das eine Verletzung der Regeln des UN-Sicherheitsrates war, was in der Praxis passiert ist, war eine Umgehung des UN-Sicherheitsrates. Und was die Folgen sind, wissen wir sehr gut. Dort herrscht immer noch Chaos und eine Flut von Migranten ergießt sich durch Libyen nach Europa, davor hat Gaddafi immer gewarnt: Er hat den Migranten aus Afrika den Weg nach Europa versperrt. Sobald diese „Wand“ weg war, ergoß sich der Strom. Jetzt haben sie in Europa bekommen, wovor sie immer gewarnt wurden. Aber das ist vielleicht nicht einmal das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass das den gesamten Nahen Osten destabilisiert hat.

Was Syrien betrifft, so sind wir nach Syrien gekommen, um die legitime Regierung zu unterstützen, was völkerrechtskonform ist, das möchte ich betonen. Das bedeutet nicht, dass es dort keine internen Probleme gibt, dazu kann ich später noch zwei weitere Worte sagen. Das bedeutet nicht, dass die derzeitige Führung keine Verantwortung für die Situation trägt. Ja, aber das bedeutet nicht, dass wir deshalb terroristischen Organisationen hätten erlauben sollen, Gebiete in Syrien zu erobern und dort quasi-staatliche terroristische Gebilde zu schaffen. Wir konnten nicht zulassen, dass danach ein Strom Militanter von dort in die Länder der ehemaligen Sowjetunion zurück strömen würde, mit denen wir offene Grenzen und keine Visaregelung haben. (Anm. Übers.: In Syrien kämpfen auf Seite der Islamisten nicht nur Ausländer aus arabischen oder europäischen Ländern, sondern auch viele aus muslimischen, ehemaligen Sowjetrepubliken. Die an eine unkontrollierten Rückkehr aus Syrien zu hindern, war immer einer der Hauptgründe für Russlands Eingreifen in Syrien: Russland wollte nicht, dass der islamistische Terror danach aus Syrien nach Russland kommt.) Das konnten wir nicht zulassen. Wir konnten den Militanten nicht erlauben, von dort aus nach Russland zu kommen. Wir haben das bereits erlebt und wir wissen aus den Ereignissen im russischen Nordkaukasus, wozu das führen kann (Anm. d. Übers.: Putin meint den Tschetschenienkrieg, bei dem ebenfalls eingesickerte Islamisten einen blutigen Krieg auf russischem Boden entfesselt haben, Details dazu finden Sie hier) All dies war unsere Motivation, als wir beschlossen haben, der legitimen Regierung zu helfen.

Wir haben nicht nur einfach die legitime Regierung unterstützt. Wir glauben, dass innenpolitische Gegensätze nur mit politischen Mitteln beseitigt werden dürfen und können. Deshalb haben wir – und ich bin sehr froh, dass dies jetzt geschieht – als Beginn des politischen Prozesses auf die Schaffung des sogenannten Verfassungskomitees bestanden. Diese Idee wurde hier geboren, wo wir jetzt sind, in Sotschi, auf dem syrischen Volkskongress, wo verschiedene politische Kräfte aus Opposition und Regierung vertreten waren. Und dann waren sich die Syrer untereinander einig, dass sie ein Verfassungskomittee schaffen wollen, das mit der Arbeit an der Änderung der syrischen Verfassung oder der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beginnen sollte. Wir haben auf dem Weg zur Bildung dieses Komitees einen langen Weg zurückgelegt. Jetzt wird es endlich von der Regierung von Präsident Assad und der Opposition gebildet. Ich hoffe, dass es in den kommenden Tagen unter der Schirmherrschaft der UNO seine ersten Schritte in Genf machen wird.

Ende der Übersetzung

https://www.anti-spiegel.ru/2019/putin-im-o-ton-zu-der-frage-warum-russland-sich-stark-in-syrien-engagiert/

Putin: Greta wird für die Interessen von anderen benutzt

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In Moskau fand die „Russian Energy Week“ statt, eine große internationale Konferenz über die Zukunft der Energieversorgung. Dort wurde Putin bei einer Podiumsdiskussion unter anderem zu Greta befragt. Putin sagte, dass die 16-jährige Greta Thunberg offenbar von Drahtziehern im Hintergrund manipuliert werde, um deren Interessen zu dienen: „Es ist bedauerlich, wenn jemand Kinder und Jugendliche in seinem Interesse nutzt“, sagte Putin ohne dabei ins Detail zu gehen oder Namen zu nennen. Niemand habe der 16-jährigen erklärt, dass die moderne Welt komplex und vielfältig sei. Auch wenn er mit seiner Meinung vielleicht enttäusche, teile er die allgemeine Begeisterung über Greta Thunbergs Auftritte nicht, so Putin weiter.

Putin bezeichnete Greta als ein „freundliches und ernsthaftes Mädchen“, das komplexe Themen globale Themen wie die Barrieren auf dem Weg zu sauberer Energie in Entwicklungsländern nicht verstehe. Nach seiner Meinung sollen Erwachsene alles dafür tun, um Kinder und Jugendliche nicht in extreme Situationen zu bringen. Man müsse sie vor übermäßigen Emotionen schützen, die die Persönlichkeit des Kindes zerstören könnten, sagte Putin angesichts der Rede der 16-Jährigen beim UN-Klimagipfel. Es sei zwar gut und richtig, dass Jugendliche auf die akuten Probleme, einschließlich Umweltprobleme hinweisen würden. Wenn aber jemand Kinder und Jugendliche zu seinem Vorteil benutzen würde, sei das zu verurteilen, so Putin. Besonders schlimm sei es, wenn jemand anderes versuche, damit Geld zu verdienen. Der Fall Greta müsse daher genau beobachtet werden. Dies machen wir hier mit weiteren Analysen gleichfalls.

Natürlich könnten Ideen, die mit der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen verbunden seien, unterstützt werden. Man müsse aber die Realität sehen. Russland habe nun das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet und unternehme noch eine ganze Reihe anderer Schritte, um Emissionen zu begrenzen und um alternative Energiequellen zu entwickeln. In Russland werde dies durch Steuervorteile für die Entwicklung alternativer Energiequellen getan. Gas als sauberste aller konventionellen Energiequellen werde gefördert. Aber Kinder zur Erreichung – auch guter – Ziele zu benutzen, sei nicht richtig, so Putin.

https://www.watergate.tv/putin-greta-wird-fuer-die-interessen-von-anderen-benutzt/

Putin über Thunberg: „Greta ist ein gutherziges und sehr aufrichtiges Mädchen, aber…“

 

RT Deutsch

Am 02.10.2019 veröffentlicht

Wladimir Putin hat am 2. Oktober am 3. Internationalen Forum „Russische Energie-Woche“ teilgenommen. Das Thema der Diskussion war die nachhaltige Entwicklung im Energie-Bereich. Dabei kommentierte der russische Präsident die Tätigkeit der Klimaaktivistin Greta Thunberg.

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RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT – Der fehlende Part.

Neues im „Ukraine-Skandal“ – Was die Medien in Deutschland am Montag alles NICHT berichtet haben

von https://www.anti-spiegel.ru

Wer geglaubt hat, die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zwischen Trump und Clinton wären der absolute Tiefpunkt gewesen, der wird 2020 erleben, wie sehr das Theater von 2016 noch steigerungsfähig ist.

Der Wahlkampf 2016 ist noch nicht ganz verdaut, da steht schon 2020 vor der Tür und die Schatten von 2016 sind schon da. Es geht um die angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahlen, die sich jedoch als ukrainische Einmischung herausstellt. Und auch nicht zu Gunsten von Trump, sondern zu Gunsten von Clinton. Und während man unterstellt hat, Russland sei 2016 ein Akteur gewesen, war es nicht Russland, sondern die Ukraine. Und sie war nur ein Instrument, kein Akteur.

Ich möchte hier nicht die ganze Vorgeschichte wiederholen, die bis ins Jahr 2014 zurückreicht, als die Obama-Regierung in Kiew nach dem Maidan ihre Vasallenregierung installiert hat. Die Aufsicht darüber hat Joe Biden geführt, der die Ukraine oft besucht, an Sitzungen der Regierung teilgenommen und dabei wie selbstverständlich auf Präsident Poroschenkos Platz am Kopfende des Kabinettstisches gesessen hat. Eine Zusammenfassung der Vorgeschichte finden Sie hier. Das russische Fernsehen hat am Sonntag mit Fernsehbildern von damals gezeigt, wie sehr der damalige US-Vizepräsident Biden sich in Kiew als Hausherr aufgeführt hat.

Die Geschichte um den „Ukraine-Skandal“ nimmt nun in den Medien Fahrt auf und es steht zu befürchten, dass die Schlagzeilen uns bis zur US-Wahl im November 2020 begleiten werden. Sollte Trump gewinnen, dann werden wir das Thema wohl noch vier weitere Jahre genießen dürfen.

Die Medien verdrehen dabei die Fakten und lassen wichtige Hintergründe einfach weg. Das war auch schon bei der angeblichen russischen Wahleinmischung zu beobachten, von der nach dem Mueller-Bericht nichts übrig geblieben ist. Das hindert die Medien aber nicht daran, immer wieder an die angebliche Wahleinmischung zu erinnern und so den Menschen den Eindruck zu vermitteln, da sei doch irgendetwas dran gewesen.

Alleine am Montag gab es beim Spiegel mehr als ein halbes Dutzend Artikel über den angeblichen „Ukraine-Skandal“ von Trump. Ich schaffe es nicht, auf alle Artikel und den Blödsinn einzugehen, der dort geschrieben wurde. Daher werde ich eine Zusammenfassung der Ereignisse von Montag schreiben und dabei auf einige der Spiegel-Artikel kurz eingehen.

Da am Montag eine Menge passiert ist, werde ich den Artikel in drei Themenfelder aufteilen.

  1. Trump droht dem Leiter des Geheimdienstausschusses mit Gefängnis

Trump hat in einem Tweet dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, dem Demokraten Adam Schiff, vorgeworfen, unwahres über das Gespräch von Selensky und Trump gesagt zu haben und gefragt, ob Schiff wegen Verrat ins Gefängnis gehört.

Leider habe ich nicht ganz verstanden, welche Aussage von Schiff Trump gemeint hat. Aber da das Telefonat längst veröffentlicht wurde, könnte man das leicht nachprüfen.

Aber Schiffs Rolle in dem Skandal ist mehr als fragwürdig. Schiff ist Demokrat und ein Gegner von Trump. Die fragliche Beschwerde des Whistleblowers hätte eigentlich gar nicht verwendet werden dürfen, da sie nicht den Regeln für Whistleblower-Berichte entsprach. Die Regeln sahen nämlich vor, dass Whistleblower nur über Dinge Beschwerden einreichen dürfen, die sie selbst erlebt haben. Dinge, die sie gerüchteweise von anderen gehört haben, durften nicht verwendet werden. Kein Wunder, solche Gerüchte sind kaum nachprüfbar.

Und nun ist die Chronologie entscheidend!

Am 25 Juli fand das Telefonat zwischen Trump und Selensky statt. Der Bericht des Whistleblowers ist auf den 12. August datiert, aber er schreibt ausführlich, dass er nichts von dem, wovon er berichtet, selbst erlebt hat und selbst bei nichts von allem Zeuge war. Stattdessen beruft er sich auf „mehr als ein halbes Dutzend“ Offizielle aus dem Weißen Haus und anderen Behörden, die ihm Dinge erzählt hätten. Der Bericht des Whistleblowers hätte nach den zu dem Zeitpunkt geltenden Regeln also im Mülleimer landen müssen, weil der Whistleblower nichts von allem, was er berichtet hat, selbst erlebt oder gesehen hat.

Im September wurden aber plötzlich die Richtlinien für Whistleblower-Berichte so verändert, dass auch solche Informationen aus zweiter und dritter Hand zulässig werden. Das dazu veröffentlichte Formular weist aus, im August erstellt worden zu sein, ein Datum wird nicht gezeigt. Und nun plötzlich ging Schiff, der Demokrat und Trump-Gegner, der als Leiter des Geheimdienstausschusses für Whistleblower-Berichte zuständig ist, Ende September mit dem Bericht des Whistleblowers, der eben noch unzulässig gewesen wäre, in die Offensive. Details über diese Sache inklusive Quellen finden Sie hier.

Da liegt der Verdacht nahe, dass Schiff mit gezinkten Karten gespielt hat. Der zeitliche Zusammenhang legt nahe, dass der Bericht eingegangen ist und dann jemand die Richtlinien so verändert hat, dass man ihn benutzen kann. Das ist natürlich spekulativ, was aber zweifelsfrei offen zu Tage liegt, ist die Tatsache, dass die neue Richtlinie erst im September, also über einen Monat nach Erstellung des Berichtes veröffentlicht wurde und der Bericht vom 12. August damit gar nicht hätte verwendet werden dürfen. Vielleicht steht genau deshalb „August“ auf der im September in Kraft getretenen Richtlinie, um den Bericht nachträglich nutzbar zu machen?

Bisher ist nicht bekannt, wer die Richtlinie so geändert hat, dass sie für die Demokraten passt, aber Schiff sitzt an entscheidender Stelle. Da kann man schon verstehen, dass Trump sauer ist.

Ein weiterer Tweet von Trump ist bemerkenswert. In einem aus drei Teilen bestehenden Tweet schreibt Trump, er möchte – wie jeder andere auch – das Recht haben, zu wissen, wer ihn beschuldigt. Eine durchaus berechtigte Forderung. Dann aber kommt er auf den Punkt. Trump möchte auch wissen, wer den Whistleblower mit Informationen versorgt hat, denn das sei Spionage und Verrat.

Und damit hat Trump ganz eindeutig recht, deshalb war die Richtlinie ja ursprünglich so verfasst, dass man nur über eigene Erlebnisse berichten durfte. Wer in der Regierung arbeitet und nicht autorisiert vertrauliche oder geheime Informationen weitergibt, macht sich juristisch des Verrates und/oder der Spionage schuldig. Deshalb sollten Whistleblower nach den ursprünglichen Regeln ja nur über Dinge berichten, die sie selbst gesehen oder gehört haben und nicht über Informationen, die sie aus zweiter oder dritter Hand bekommen haben.

Interessant finde ich, wie der Spiegel über diesen Tweet von Trump berichtet hat, denn der deutsche Leser weiß ja nichts von der Richtlinie, wie sie wann verändert wurde und was das bedeutet. Da zahlt es sich aus, dass der Spiegel seine Leser dumm hält, denn er kann die Wahrheit schreiben und muss nicht befürchten, dass seine Leser sie verstehen:

„Der Whistleblower habe eine „perfekte Unterhaltung“ mit dem Präsidenten der Ukraine auf „völlig ungenaue und betrügerische Weise“ dargestellt und zudem „Informationen aus zweiter und dritter Hand“ präsentiert.“

Der Spiegel-Leser überliest den entscheidenden Teil mit „zweiter und dritter Hand„, weil ihm nicht bekannt ist, dass solche Informationen noch vor zwei Wochen gar nicht von der US-Geheimdienstaufsicht von Whistleblowern verwendet werden durften. Und wenn man das nicht weiß, dann klingt Trumps Tweet, über den der Spiegel einen eigenen ausführlichen Artikel geschrieben hat, natürlich so, als wäre Trump völlig irre. Es klingt, als wäre Trump in Panik, hochgradig verzweifelt und unter großem Druck, dabei stellt Trump nur völlig berechtigte Fragen.

2. Wer nun alles vom Repräsentantenhaus verhört werden soll

Die Demokraten geben Gas und wollen nun im Eiltempo Leute vorladen, die Aussagen sollen. Eine der vielen Schlüsselfiguren ist Kurt Volker. Er ist 2017 als US-Sonderbeauftragter für die Ukraine eingesetzt worden und ohne ihn ging nichts in Kiew. Er hat der ukrainischen Regierung die Anweisungen gegeben. Volker soll Selensky am Tag nach dem Telefonat getroffen und ihm Tipps gegeben haben, wie die Bitten von Trump zu verstehen gewesen seien. Das berichtet zumindest der Whistleblower.

Dabei dürfte es konkret um Trumps Bitte gehen, die Ukraine möge die Machenschaften von Bidens Sohn untersuchen. Hunter Biden, der Sohn von Joe Biden, hatte nach dem Maidan einen Posten in einem ukrainischen Gaskonzern bekommen, für den er in keiner Weise qualifiziert war, für den er aber mindestens 50.000 Dollar monatlich bekommen hat. Und der damalige Generalstaatsanwalt der Ukraine, Schokin, hat wegen Korruption gegen die Firma und ihren Vorstand, zu dem Huhnter Biden gehörte, ermittelt.

Diese Ermittlungen hat Joe Biden 2016 gestoppt, indem er die ukrainische Regierung erpresst hat: Entweder Generalstaatsanwalt Schokin wird durch einen loyalen Kandidaten ersetzt und die Ermittlungen werden eingestellt, oder eine Milliarde Dollar werden nicht an Kiew ausbezahlt. Das russische Fernsehen hat diese Geschichte am Sonntag im Detail aufgezeigt, aber das war alles schon länger bekannt, denn Biden hat es ja 2018 öffentlich selbst ganz stolz erzählt.

 

 

Volker ist vor einigen Tagen, nachdem der Skandal begonnen hat, zurückgetreten. In der Tat dürfte es interessant sein, was er bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus zu erzählen hat.

Und auch Trumps persönlicher Anwalt Giuliani soll dort aussagen. Das ist besonders interessant und könnte für die Demokraten auch zu einem Eigentor werden. Giuliani ermittelt in Sachen Biden-Connection in der Ukraine schon länger und hat öffentlich gesagt, er könne mittlerweile die Korruption der Bidens beweisen. Unter anderem hat er von Millionen erzählt, die von Kiew über das Baltikum und Zypern an Hunter Biden geflossen sein sollen. Er habe angeblich Unterlagen, die das beweisen.

Dass die Demokraten auf diese Informationen scharf sind, ist verständlich. Also haben sie Giuliani offiziell aufgefordert, ebenfalls auszusagen. Aus der Vorladung geht hervor, dass sie von Giuliani wissen wollen, in welcher Funktion er mit der ukrainischen Regierung gesprochen hat: Als Privatperson, als privater Anwalt von Donald Trump oder als Abgesandter des US-Präsidenten.

Das dürfte der Versuch sein, Giulianis Ermittlungen zu verunglimpfen, bevor er seine Beweise – welche das auch sein mögen – gegen Biden vorbringen kann. Die Frage ist aber, ob seine Aussage vor dem Kongress nicht für die Demokraten nach hinten losgeht, wenn er dort plötzlich vor laufenden Kameras die Beweise gegen Biden auf den Tisch legt. Das wird sicher auch spannend.

Eine weitere Person, die vorgeladen werden soll, ist die ehemalige US-Botschafterin in Kiew, Marie Yovanovitch. Auch sie ist eine interessante Figur in dem Drama, denn sie ist 2016 noch von der Obama-Regierung eingesetzt worden. Sie könnte also einerseits Informationen über die Kontakte der Ukraine zum Wahlkampfteam von Clinton haben, andererseits hat sie auch danach eine merkwürdige Rolle gespielt.

Es geht dabei wieder um die Ermittlungen gegen Biden, die der neue Generalstaatsanwalt Lutsenko nach der Abberufung seines Vorgängers Schokin wunschgemäß eingestellt hatte. Lutsenko, der seinen Job als Generalstaatsanwalt behalten wollte, war anscheinend bereit, zur neuen ukrainischen Regierung von Selensky „überzulaufen“. In den Chaostagen nach der Präsidentschaftswahl in Kiew, als die Machtübergabe alles andere als glatt verlief, diente er sich Selensky an. Und er sagte etwas später in einem Interview, dass er Beweise für den US-Generalstaatsanwalt Barr habe, die er gerne in Washington persönlich übergeben wollte.

Das allerdings hat US-Botschafterin Marie Yovanovitch verhindert: Sie verweigerte ihm das US-Visum. Trump hat sie dann von ihrem Posten abberufen, aber Lutsenko war schon aus innenpolitischen Gründen von Selensky gefeuert worden, denn Lutsenko hatte nicht nur die Korruptionsermittlungen gegen Biden beerdigt, sondern auch Ermittlungen gegen Poroschenko verhindert. Kaum war Lutsenko entmachtet, sind in kürzester Zeit mehr als zehn Verfahren gegen Poroschenko eröffnet worden. Übrigens muss Poroschenko sich am Dienstag bei einer Vernehmung einem Lügendetektortest uterziehen.

3. Welche Rolle spielt Lutsenko?

Die Rolle von Lutsenko ist also denkbar undurchsichtig. Er wurde von Poroschenko eingesetzt und hat wunschgemäß nie gegen irgendwen wegen Korruption ermittelt und alle laufenden Verfahren beendet. Andererseits hat er danach versucht, sich Selensky anzudienen und auch den US-Generalstaatsanwalt mit Informationen zu versorgen, kaum dass Poroschenko sein Amt verloren hatte.

Der Verdacht liegt nahe, dass Lutsenko ein einfacher, opportunistischer Wendehals ist. Aber vielleicht ist das auch zu einfach, denn es ist unbekannt, was Lutsenko tatsächlich weiß.

Am Montag wurde gemeldet, dass Lutsenko Kiew überraschend verlassen habe und ins Ausland gereist sei. Die Meldungen, die es auf russischsprachigen Nachrichtentickern dazu im Lauf des Tages gab, waren voller Spekulationen, wohin Lutsenko gereist ist und warum. Dann meldete ein Vertrauter von Lutsenko, er sei für eineinhalb Monate nach London geflogen, weil er dort Englischunterricht nehmen wolle.

Das lässt Raum für Spekulationen, denn es geht sicherlich nicht um Englischunterricht. Warum ist er ausgerechnet jetzt abgereist? Warum so überraschend? Warum nach London?

Im russischen Fernsehen konnte man am Montagabend sehen, dass er der BBC in einem Londoner Taxi schon ein Interview gegeben hat. Dort hat er mitgeteilt, Giuliani habe ihn mehrmals aufgefordert, gegen Biden zu ermitteln, was Lutsenko jedoch aus formaljuristischen Gründen abgelehnt habe. Übrigens gab er das Interview auf Englisch, so viel zum Englischunterricht in London.

Aber die formaljuristischen Gründe sind interessant: Er sagte, es müsse zuerst ein offizielles Verfahren in den USA gegen Biden geben, dann könne er Rechtshilfe leisten. Dass jedoch ein solches Verfahren ohne die Informationen über Bidens Machenschaften in der Ukraine gar nicht eröffnet werden kann, macht die Geschichte zu einem Teufelskreis.

Es bleiben einige Fragen: Wenn Joe und Hunter Biden in der Ukraine eine weiße Weste haben und Lutsenko das Verfahren eingestellt hat, weil da tatsächlich nichts dran war, warum hat Lutsenko das Giuliani nicht einfach gesagt? Warum hat er sich hinter diesen formaljuristischen Gründen versteckt? Und welche Informationen wollte er US-Generalstaatsanwalt Barr geben?

Man versteht also, warum Trump so sauer ist: Weil er aus der Ukraine mit so etwas hingehalten wird. Und man versteht Giulianis Bemühungen, irgendetwas herauszubekommen, wobei er bei Lutsenko offenbar gegen die Wand gelaufen ist.

Lutsenkos Vorgänger Schokin wurde gestern im russischen Fernsehen gezeigt, wie er in einem Interview sagte, da wäre einiges zu ermitteln und er würde die Ermittlungen gerne wieder aufnehmen, aber Selenksy will Schokin nicht als Generalstaatsanwalt haben.

Fazit: In der Geschichte gibt es noch sehr viele offene Fragen, aber die deutschen „Qualitätsmedien“ stellen sie nicht, sondern verheimlichen sie.

https://www.anti-spiegel.ru/2019/neues-im-ukraine-skandal-was-die-medien-in-deutschland-am-montag-alles-nicht-berichtet-haben/

Ende des IWF: Russland fordert Abschaffung

 

LION Media

Am 26.09.2019 veröffentlicht

Outro Musik: „Eternal“ prod. by El Draco (alle Rechte liegen beim Künstler)

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Jahr des Bumerangs: Joe Biden

von https://n8waechterblog.wordpress.com

Das Strampeln der „alten Garde“ um die Meinungshoheit …

In Ermangelung hilfreicher Ergebnisse der fast drei Jahre langen Ermittlungen Robert Muellers als Sonderermittler des US-Justizministeriums, um etwaige “Absprachen mit Russland“ durch die Trump-Wahlkampagne im Jahr 2016 nachzuweisen, bemühen sich die politischen Gegner Donald Trumps weiterhin um seine Amtsenthebung. Die Spottdrosseln stützen sich dabei auf die führenden Demokraten im Kongress, wie Nancy Pelosi, Jerry Nadler, Elijah Cummings und Adam Schiff, wie auch weiterhin auf angebliche, bisher unentdeckte “Absprachen mit Russland“, welche Herr Mueller und seiner ausschließlich aus Demokraten bestehenden Ermittlermannschaft entgangen sein müssten. Doch worum geht es diesmal wirklich?

Am 25. Juli 2019 gab es ein Telefonat zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj, Komödiant, politischer Quereinsteiger und seit 20. Mai 2019 Präsident der Ukraine. Im August 2019 wurde eine interne Beschwerde durch einen anonymen “Whistleblower“ aus dem US-Geheimdienstapparat eingereicht, in welcher es heißen soll, dass Donald Trump dem ukrainischen Präsidenten ein alarmierendes “Versprechen“ gegeben habe. Weitere Einzelheiten werden bisher zurückgehalten und auch die Demokraten stochern diesbezüglich wohl im Nebel, denn vergangenen Donnerstag wurde der Generalinspekteur der US-Geheimdienste, Michael Atkinson, hinter verschlossenen Türen von Mitgliedern des Geheimdienstausschusses des Kongresses befragt und verweigerte die Preisgabe von Einzelheiten über die Beschwerde, da er “nicht befugt“ dazu sei.

In besagtem Telefonat soll, wie berichtet wurde, der US-Präsident Herrn Selenskyj “acht Mal“ gedrängt haben, mit Rudi Giuliani, Herrn Trumps persönlichem Anwalt und aktive Mediengestalt, bezüglich Aktivitäten Hunter Bidens, Joe Bidens Sohn, in der Ukraine zusammenzuarbeiten. Herr Giuliani hatte bereits im Mai eine Reise zu Gesprächen mit ukrainischen Ermittlern geplant, welche jedoch bekannt und in der Folge aufgrund öffentlichen Drucks abgesagt wurde.

Weiter wurde berichtet, Donald Trump habe militärische Unterstützung in Höhe von $ 400 Millionen an die Ukraine auf Eis gelegt, bevor er mit Herrn Selenskyj telefoniert habe. Die Trump-Administration hielt dagegen, dass der US-Präsident “die Unterstützung verzögert hat, um zu eruieren“, auf welcher Seite Herr Selenskyj sich positioniere. Herr Trump habe jedoch verneint, die Unterstützung als Druckmittel zur Wiederaufnahme von Ermittlungen gegen Hunter Bidens Machenschaften in der Ukraine eingesetzt zu haben.

In der vagen Hoffnung, nun endlich etwas gegen US-Präsident Donald Trump in der Hand zu haben, was die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens in die Wege leiten könnte, mühen sich die Spottdrosseln um die Darstellung dieser Theaterszene als einen der größten Skandale, seit der Watergate-Affaire um Präsident Nixon. Doch selbst eine der führenden Drosseln, die Washington Post, erkennt die geringe Wahrscheinlichkeit der Durchsetzung einer Amtsenthebung, wobei die Hintergründe um die Geschäfte Hunter Bidens in der Zeit, als sein Vater Vizepräsident der USA war, wohlweislich unerwähnt bleiben.

Der Gegenschlag

Erwartungsgemäß wurden zwischenzeitlich alle maßgeblichen Figuren in Bewegung gesetzt, um einerseits die Vorwürfe gegen den US-Präsidenten zu entkräften und andererseits in die Offensive zu gehen. So fanden sich führende Köpfe der Trump-Seite auf verschiedenen Medienkanälen ein, um auf Aspekte der Szenerie aufmerksam zu machen, welche dem aufmerksamen Beobachter bereits seit Monaten bekannt sein sollten. [Hintergründe hier und hier]

Angeführt von Donald Trump, welcher bemerkenswerterweise ausdrücklich und öffentlich darauf hinweist, dass jedes seiner Telefonate, »mit meiner Genehmigung«, mitgehört wird und bei Gesprächen mit ausländischen Staatsführern auch jede Menge andere, wie deren jeweiligen Dienste, als Zuhörer zu erwarten seien. Er denke darüber nach, ob und wenn ja, in welcher Form eine Abschrift oder Inhalte des Gesprächs für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden, was jedoch dazu führen könne, dass künftig »ausländische Führer […] nicht offen sprechen« am Telefon mit ihm könnten.

US-Vizepräsident Mike Pence betonte im Gespräch mit Sean Hannity von Fox News, dass der Präsident letztlich zu entscheiden habe, ob er die Inhalte freigibt, doch:

»Dies wäre eine beispiellose Handlung. Es ist so wichtig, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Gespräche mit Führern auf der Welt führen kann, welche freimütig sind, welche offen sind. Und dass Führer in Zukunft besorgt sein könnten, dass ein Gespräch mit dem Präsidenten seinen Weg in die Öffentlichkeit finden könnte, würde die Fähigkeit des Präsidenten untergraben, solche Diskussionen in der Zukunft zu führen.«

Auch US-Finanzminister Steve Mnuchin äußerte sich vor laufenden Kameras insofern, dass er es für einen “schrecklichen Präzedenzfall“ halte, sollte die Mitschrift des Telefonats zwischen Herrn Trump und Herrn Selenskyj veröffentlicht werden, da es die Frage in den Raum stellen würde, »weshalb Staatsführer dann miteinander sprechen wollen würden«.

Nachdem sich Rudi Giuliani mit “FredoChris Cuomo auf CNN einen recht angeregten und sehenswerten Schlagabtausch über die Gesamtsituation geliefert hatte (bei welchem überdeutlich die italienischen Wurzeln der beiden durchkamen), stellte sich US-Außenminister Mike Pompeo offen an Herrn Giulianis Seite und sagte im Gespräch mit Margaret Brennan von CBS in ihrer Sendung “Face the Nation“:

»Wenn es durch den Vizepräsidenten Einmischungen in die Wahl [2016] gegeben hat, dann denke ich, das amerikanische Volk verdient es dies zu wissen. Wir wissen, dass es Einmischungen in die Wahl 2016 gegeben hat und sollte es der Fall sein, dass da etwas mit dem Präsidenten oder seiner Familie vor sich ging, was einen Interessenkonflikt verursacht hat und Vizepräsident Biden sich auf eine Weise verhalten hat, wie es unvereinbar mit der Art ist, in welcher Führer zu handeln haben, dann verdient das amerikanische Volk dies zu wissen.«

Medien drehen sich

Mittlerweile haben sich zumindest Teile des Spottdrosselschwarms dem von der Trump-Administration aufgezwungenen Narrativ gebeugt und beginnen über die Zusammenhänge der Machenschaften des ehemaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden zu berichten. Es wird hinterfragt, ob Hunter Biden von der privilegierten Position seines Vaters finanziell “profitiert“ habe, wie auch über seine Anstellung bei Burisma im Anschluss an Joe Bidens Besuch zur Bekämpfung von “Korruption“ in der Ukraine. Sohnemanns Kokainproblem wird angesprochen, wie auch seine profitablen “Geschäften“ in China im Anschluss an einen gemeinsamen Besuch mit seinem Vater in Beijing und der folglichen Gründung eines Investmentfonds in China nur zwei Wochen später. Joe Biden verweigerte an dieser Stelle jeden Kommentar:

 

 

Selbst auf Seiten der Demokratischen Partei werden nunmehr Forderungen nach Aufklärung der Hintergründe laut und auf CNN wurde öffentlich eingestanden, dass Joe Biden von den Geschäften seines Sohnes gewusst haben musste, wohingegen der ehemalige Vizepräsident vor laufenden Kameras behauptete, er habe »nie mit meinem Sohn über Geschäfte in Übersee gesprochen« und recht aggressiv die Frage stellte:

»Warum ist er am Telefon mit einem ausländischen Führer [und] versucht diesen ausländischen Führer einzuschüchtern?«

Dass er selbst bei einer Gesprächsrunde beim Council on Foreign Relations vor laufenden Kameras damit prahlte, wie er den gegen Burisma ermittelnden Oberstaatsanwalt der Ukraine mittels der Drohung gefeuert bekommen hatte, Bankgarantien der USA in Milliardenhöhe gegenüber der Ukraine einzubehalten, scheint ihm in dem Zusammenhang wohl entfallen zu sein:

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US-Präsident Donald Trump wies vor der versammelten Presse offen darauf hin, dass Joe Biden »eine Menge Probleme« habe und der republikanische Oppositionsführer im Geheimdienstausschuss des US-Kongresses, Devin Nunes, erweitert diese Aussage um die Einschätzung, dass »dies vermutlich das Ende seiner Kampagne« [Joe Bidens Bewerbung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten für 2020] bedeute und ferner, dass dieses Kapitel des Theaterstücks mehr zur Wiederwahl Donald Trumps beitragen als das Gegenteil bewirken werde. (Im Weiteren geht Herr Nunes auch auf den derzeitigen Stand um den Missbrauch des FISA-Gerichts und Forderungen nach Verhaftungen ein.)

Betrachtung

Den derzeit noch führenden Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, scheint seine Vergangenheit einzuholen – in diesem Fall seine Handlungen als Vizepräsident unter Barack Obama. Die leidlichen Bemühungen der “alten Garde“, US-Präsident Donald Trump aus dem Amt zu entfernen, prallen einmal mehr ab und werfen stattdessen ein grelles Licht auf die Machenschaften der politischen Gegner.

Das augenscheinliche Theater auf diesem Teil der politischen US-Bühne wurde durch einen “Whistleblower“ verursacht und auch wenn zwischenzeitlich der Verdacht im Raum stand, dass es sich dabei um die ehemalige Vizedirektorin der Nationalen Geheimdienste, Sue Gordon, gehandelt haben könnte (der Beitrag wurde leider entfernt), mag der Gedanke, dass es sich dabei um ein von der Trump-Administration selbst gezielt angestoßenes Narrativ handeln könnte, um die politischen Gegner und ihre verbündeten Spottdrosseln aus der Reserve zu locken, durchaus an Reiz gewinnen.

In jedem Fall ist deutlich zu beobachten, dass der “alten Garde“ einmal mehr (gekonnt? gewollt?) ein Themenbereich aufgezwungen wurde, welcher die Bemühungen zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens eher torpedieren, als dass sie haltbare Gründe für selbiges liefern. Weiter zeigt es den durchaus verzweifelten Stand der Trump-Gegnerschaft und deren sehr begrenzte Mittel, welche überhaupt noch irgendetwas in Bewegung zu setzen vermögen.

Das Schmierentheater wird in diesem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge haben, dass Joe Biden sich aus dem Kandidatenrennen verabschieden muss. Ob es darüber hinaus zu juristischen Schritten gegen ihn kommen wird, ist derzeit fraglich. Doch mit der Herausnahme der vermeintlichen Frontfigur aus dem Kandidaturdebakel der US-Demokraten wird ein Machtwechsel im Jahre 2020 in Washington D.C. zunehmend unwahrscheinlicher, denn jeder der noch halbwegs ernstzunehmenden anderen Kandidaten hat seine eigenen “Leichen im Keller“ und sind ein gefundenes Fressen in der öffentlichen Diskussion um die Führung des Landes.

“2019 – Das Jahr des Bumerangs.“
(“Q“-Eintrag Nr. 3473 )

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

https://n8waechterblog.wordpress.com/2019/09/24/jahr-des-bumerangs-joe-biden/

Streit um Deutsche Welle: Staatsduma droht dem Sender mit Entzug der Akkreditierung

Gern inszeniert sich der DW-Chefintendant Peter Limbourg als staatsfern und unabhängig, handelt er jedoch „im nationalen Auftrag“ (Zeit-Interview 2014). Auf dem Bild: Limbourg mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Feier anlässlich des 65. Jahrestags der DW-Gründung am 5. Juni 2018
Dem Auslandssender Deutsche Welle wird in Russland Einmischung in innere Angelegenheiten vorgeworfen. Nachdem die Vertreter des Kanals auf die Vorladung der Staatsduma mit einer Absage reagierten, droht ein Duma-Ausschuss mit rechtlichen Konsequenzen.

Der Streit um den staatlich finanzierten deutschen Sender Deutsche Welle geht auf seine in Russland umstrittene Berichterstattung zu Protesten gegen die Nichtzulassung einiger Kandidaten zu den Stadtratswahlen in Moskau zurück. Diese sei voreingenommen und aktivistisch gewesen.

Am 8. August wies das russische Außenministerium auf die Unzulässigkeit der Aktionen der Deutschen Welle hin, die nach Angaben des Ministeriums die „Moskauer Bürger direkt aufgefordert hat, sich an nicht genehmigten Aktionen zu beteiligen“. Konkret ging es einen Tweet, der mit den Worten „Moskauer, geht auf die Straße“ am 27. Juli nachmittags veröffentlicht wurde.

Am 21. August tagte die Staatsduma-Kommission zur Untersuchung der Vorwürfe ausländischer Einmischung, die auch die US-Botschaft betrafen – ebenfalls wegen ihrer Twitter-Aktivität. Die zwölf Mitglieder der Kommission sowie Duma-Sprecher Wjatscheslaw Wolodin mussten dafür vorzeitig aus dem Urlaub zurückkehren, so wichtig war für sie das Agenda.

Der Duma-Ausschuss forderte die Leitung des Senders dazu auf, zur Besprechung in den Räumen des russischen Parlaments zu erscheinen.

Während des Moskauer-Besuchs des deutschen Außenministers Heiko Maas Ende August hat er diese Frage ebenso mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow thematisiert. Maas bestritt entschieden jegliche Einmischung und sprach von Prinzipien der Presse- und Meinungsfreiheit.

Am 4. September antwortete der Sender dem Duma-Ausschuss. DW-Pressesprecher Johannes Hoffmann schrieb:

In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Fernseh- und Rundfunkgesellschaft Gegenstand des öffentlichen Rechts der Bundesrepublik Deutschland ist und in dieser Hinsicht den deutschen Aufsichtsbehörden gegenüber rechenschaftspflichtig ist, sehe ich für Vertreter der Deutschen Welle keine rechtliche Möglichkeit, an der Sitzung Ihrer Kommission teilzunehmen.

Der Brief war an den Leiter des zuständigen Duma-Ausschusses Wassili Piskarjow adressiert. Gleichzeitig lud Hoffmann Piskarjow nach Bonn oder Berlin ein, um sich mit dem Intendanten des deutschen Mediums zu treffen, mit dem der Leiter der Kommission „alle Fragen im Detail besprechen könnte“.

Diese Antwort konnte den russischen Abgeordneten der Partei Einiges Russland nicht überzeugen.

Es gibt auch andere Hebel. Wir werden uns an das Organ wenden, das dem Sender die Akkreditierung vergeben hat, damit es sie zumindest zeitweise aufhebt. Denkbar ist auch der komplette Akkreditierungsentzug für einzelne Korrespondenten“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax Piskarjow.

Streit um Deutsche Welle: Staatsduma droht dem Sender mit Entzug der Akkreditierung

Der Duma-Abgeordneter Wassili Piskarjow will Vertreter der Deutschen Welle im russischen Parlament sehen.

Er äußerte die Hoffnung, dass die Vertreter der Rundfunkanstalt doch zur Besprechung in der Duma erscheinen.

Derlei Forderungen wertete die DW-Leitung als Erpressungsversuch: „Wir sind ein unabhängiges öffentlich-rechtliches Medienunternehmen und werden uns nicht erpressen lassen“, schrieb DW-Intendant Peter Limbourg umgehend in einer Stellungnahme zurück. Er ging noch mal auf den fraglichen Tweet ein und betonte, dass die DW lediglich aus dem „Aufruf“ der Demo zitiert habe.

Der Vorwurf, wir hätten gegen russische Gesetze verstoßen, ist absurd“, so Limbourg.

Inzwischen ist die öffentliche Aufregung um den Ausschluss der Kandidaten zur Wahl in Moskauer Staatsduma deutlich zurückgegangen. Die letzten bürgerlichen Proteste waren mit mehreren Hundert Teilnehmern weniger zahlreich, und die Polizei enthielt sich der Festnahmen. Personen, die früher zu mehrwöchigen Haftstrafen verurteilte waren, darunter Anführer der Aktivisten wie Alexej Nawalny, kamen inzwischen frei. Vier Personen müssen jedoch längere Strafen absitzen.

On der jetzige Streit für die Deutsche Welle tatsächlich rechtliche Konsequenzen haben wird, ist ungewiss. Ein angespanntes Verhältnis und Misstrauten zwischen den russischen Behörden und zahlreichen ausländischen Medien auf dem russischen Medienmarkt dürften jedoch bleiben.

Es spricht vieles dafür, dass der Grad an Einmischung jeweils mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Auch im Vorfeld der russischen Präsidentschaftswahlen am 18. März 2018 gab es eine Reihe von DW-Artikeln, die für Aufsehen sorgten. So veröffentlichte die Website des Senders am 12. März einen Artikel „Fünf Strategien des Protestverhaltens bei den Präsidentschaftswahlen in Russland“.

Als Experten wurden im Artikel auch solche Gegner der russischen Regierung wie Michail Chodorkowski und Alexej Nawalny ausführlich zitiert. Es war schwer, im Artikel zwischen einer praktischen Anweisung zum konkreten Wahlverhalten und einem Meinungskommentar zu unterscheiden.

Nach der Wahlberichterstattung hat die Duma-Kommission zur Untersuchung ausländischer Einmischungen die Berichterstattung von insgesamt zwölf ausländischen Medien analysiert. Es gab damals Vorwürfe der Einmischung, aber keine Konsequenzen. „Ausländische Medien weisen die Leute praktisch an, wie sie Wahlen in der Russischen Föderation boykottieren oder stören können. (…) Umgekehrt wäre das für uns der letzte Tag in deren Ländern und für viele Autoren – der letzte Tag in der Freiheit“, kommentierte RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan die DW-Berichterstattung.

 

 

https://deutsch.rt.com/inland/92052-streit-um-deutsche-welle-staatsduma-droht-entzug-akkreditierung/

Was hat Macron vor? „Neue europäische Zivilisation“ mit Russland

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Bei seiner Rede auf einer Botschafterkonferenz in Paris, über die man in den deutschen Medien seltsamerweise kaum Berichte findet, sprach Frankreichs Präsident Macron darüber, „eine neue europäische Zivilisation errichten zu wollen“. Europa müsse seine Beziehungen mit anderen Staaten neu überdenken, denn „wir würden gerade Zeugen des Endes der westlichen Hegemonie über die Welt“, so Macron.

Macron sprach aus, was viele Analysten bereits seit Jahren wissen und sagen. Macron sagte, dass sich die wirtschaftlichen Dominanz-Verhältnisse ändern würden. China und Russland seien in die erste Reihe getreten und Russland erziele mit seiner Strategie immer mehr Erfolge. Seiner Meinung nach durchlebe die bisher bekannte Weltordnung eine „beispiellose Krise“, eine „Krise der Marktwirtschaft und riesige technologische und ökologische Schocks“.

Europa, so Macron weiter, habe bislang keine Strategie, mit den veränderten Machtverhältnissen umzugehen. Europa drohe zwischen den Zivilisationen zu verschwinden. Die Welt werde um zwei große Pole herum strukturiert sein: Die USA und China. Europa müsse seinen Anteil in der neuen Welt haben, um nicht von den Landkarten zu verschwinden. Deswegen müsse Europa seine Beziehungen zu Russland überdenken.

Es sei nun an den Europäern, Russland eine strategische Option anzubieten, so Macron, denn Europa könne sich keinen Unilateralismus oder Bilateralismus leisten. Europa müsse eine neue Architektur des Vertrauens und der Sicherheit in Europa aufbauen.

Die Zurückweisung Russlands sei für Europa ein strategischer Fehler gewesen und eine Belebung der europäischen Zivilisationen könne nicht ohne ein tiefgreifendes Umdenken der Beziehungen zu Russland erreicht werden. Russland sei bislang als eine „Art trojanisches Pferd in Europa angesehen worden; das Verhältnis sei von Misstrauen geprägt gewesen. Dies entspreche aber nicht mehr unseren Interessen“, so Macron.

Macron hatte sich kurz vor dem G7-Gipfel mit Wladmir Putin in Fort de Brégancon getroffen, einer mittelalterlichen Festung auf einer kleinen Insel vor der Mittelmeerküste. Dort hatte er beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die Fragen im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Sicherheitsarchitektur und eines Aufbaus von gegenseitigem Vertrauen in Europa behandeln soll.

Ungewöhnliche Worte des französischen Präsidenten Macron. Was ist mit ihm geschehen? Was ist hinter den Kulissen passiert? Die Welt ändert sich tatsächlich und auch ein kleiner Macron muss vielleicht einsehen, dass er gegen einen Trump oder einen Putin nichts ausrichten kann, vor allem nicht ohne einen der beiden. Europa kann sich alleine nicht gegen Chinas wachsende Wirtschaftsmacht behaupten. Das einzige vernünftige Bündnis ist das uralte Bündnis, das seit Jahrhunderten bestand: Das Bündnis zwischen Europa und Russland, das sich ohnehin zu Europa zugehörig sieht.

https://www.politaia.org/hat-macron-vor-neue-europaeische-zivilisation-mit-russland/

Flughäfen in Russland gewinnen Preise und werden in weniger als zwei Jahren gebaut

von https://www.anti-spiegel.ru

Heute kam die Meldung, dass der Moskauer Flughafen Sheremetyevo als bester Flughafen der Welt ausgezeichnet wurde. Russland hat in den letzten zehn Jahren unzählige Flughäfen gebaut. Ob man den Berliner Flughafen BER von den Russen bauen lassen sollte?

In den letzten Jahren wurden in Russland dutzende Flughafen-Terminals und sogar völlig neue Flughäfen gebaut. Alleine der nun vom britischen Gepäckdienstleister Stasher zum besten Flughafen der Welt gewählte Airport in Moskau hat in den letzten zehn Jahren vier neue Terminals bekommen. Wer vor 20 Jahren mal dort gelandet ist, wird den Flughafen nicht wiedererkennen. Damals bestand er aus einen seelenlosen internationalen Terminal und einer Beton-Baracke für Inlandsflüge.

Heute sind dort sechs moderne Terminals in teilweise futuristischem Design und hochmoderner Ausstattung in Betrieb. Und das ist ja nur einer von vier Flughäfen der russischen Hauptstadt, die auch noch alle mit Zügen mit dem Stadtzentrum verbunden sind.

Auch auf der Krim wird übrigens viel gebaut. Zum Beispiel wurde in Simferopol, der Hauptstadt der Krim, innerhalb von nur 22 Monaten ein neues Terminal für 6,5 Millionen Passagiere pro Jahr gebaut. Wie lange wird an dem Terminal von BER nochmal gebaut?

In Petersburg wurde 2013 ein neues Terminal eröffnet und ich kenne keinen Flughafen, wo man so schnell abgefertigt wird. Ich habe im neuen Terminal weder beim Check-In, noch bei der Passkontrolle, seit dem länger als fünf Minuten gewartet. Ok, außer bei der Einreise, wenn gerade einige 747 aus China gelandet sind, da habe ich mal über eine halbe Stunde an der Passkontrolle gewartet. Aber normalerweise sind bei der Einreise selten mehr als zwei oder drei Leute vor mir gewesen.

2007 hat Russland beschlossen, einen neuen Weltraumbahnhof zu bauen. Und obwohl es Bauverzögerungen und einige Korruptionsskandale gab, wurde die Anlage im April 2016 eröffnet. Zusätzlich zu dem Weltraumbahnhof musste auch eine eigene Stadt für die Mitarbeiter inklusive Flughafen gebaut werden. Auch wenn Anlage und Infrastruktur teilweise noch im Bau sind (planmäßige Fertigstellung ist für 2025 vorgesehen) und weitere Startrampen im Bau sind, ist der Betrieb bereits aufgenommen worden und die ersten erfolgreichen Raketenstarts haben stattgefunden.

Natürlich gibt es bei den Russen im Zusammenhang mit diesen Projekten auch Verzögerungen und Korruptionsskandale, aber nicht solche Verzögerungen, wie bei deutschen Großprojekten, wie bei BER, der Elbphilharmonie oder Stuttgart-21. Und ob man das Chaos bei BER nicht auch mit Korruption erklären kann und nicht nur mit kompletter Inkompetenz, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. (Warum nicht, können Sie hier lesen, der Grund ist § 146 GVG)

Allein bei dem Bau des Weltraumbahnhofs in Russland gab es mehrere Korruptionsskandale, allerdings sind in der Folge auch mehrere Geschäftsführer der Baustelle zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der ganze Weltraumbahnhof kostet 180 Milliarden Rubel, das sind ca. 25 Milliarden Euro. Was kostet BER inzwischen? Aber die Russen bauen dafür einen Weltraumbahnhof inklusive Kleinstadt und Flughafen, Berlin nicht einmal ein Flughafenterminal mit Startbahnen.

Vielleicht sollten wir die Flughäfen in Deutschland tatsächlich von den Russen bauen lassen? Dann würden sie fertig werden und vielleicht sogar als beste der Welt ausgezeichnet werden.

Aber jetzt ohne Häme: Die deutsche Fraport betreibt zum Beispiel den Petersburger Flughafen, bei dem wirklich alles immer reibungslos funktioniert. Vielleicht wäre Teamwork die Lösung? Die Russen bauen uns die Flughäfen und die Deutschen sind für den Betrieb zuständig.

https://www.anti-spiegel.ru/2019/flughaefen-in-russland-gewinnen-preise-und-werden-in-weniger-als-zwei-jahren-gebaut/

Notlandung bei Moskau: Warum russische Piloten in deutschen Medien nicht als „Helden“ bezeichnet werden

von https://www.anti-spiegel.ru

 

Heute hat ein Pilot einer russischen Fluggesellschaft ein Wunder vollbracht und eine vollgetankte Maschine ohne Fahrwerk in einem Maisfeld notgelandet, ohne dass sie explodiert ist und ohne dass jemand ernsthaft verletzt wurde.

Erinnern Sie sich noch an die Notwasserung eines Airbus A 320 im Hudson River in New York? Die Presse war im Januar 2009 voll davon und hat den US-Piloten als Helden gefeiert. Und das völlig zu Recht! Damals war das Flugzeug nach dem Start in einen Vogelschwarm geraten und beide Triebwerke sind ausgefallen. Dem Piloten gelang das Unmögliche: Er landete die Maschine im Gleitflug im Hudson River, ohne dass sie zerbrach und alle Insassen haben überlebt.

Eine unglaubliche Leistung und die Medien haben den Piloten völlig zu Recht als Helden gefeiert, weil er ein eigentlich unmögliches Manöver geschafft und alle Insassen des Flugzeugs gerettet hatte. Die Sache wurde sogar verfilmt.

Heute ist in Russland das Gleiche passiert und die Medien in Deutschland berichten darüber ganz anders: In diesem Fall wird nur kurz und sachlich berichtet, keinerlei emotionale Berichte über die „Heldentat“ des Piloten.

Das Flugzeug, ebenfalls eine Maschine aus der Airbus 320-Familie, allerdings das größere Modell A 321, war auf dem Weg von Moskau auf die Krim, der Flieger war vollgetankt und vollbesetzt mit Urlaubern. Unmittelbar nach dem Start, bei einer Geschwindigkeit von über 250 km/h ist das Flugzeug in einen Vogelschwarm geraten und es sind beide Triebwerke ausgefallen. Unmittelbar nach dem Start steigen Flugzeuge in einem recht steilen Winkel nach oben. Die Piloten hatten nur Sekundenbruchteile, um einen Absturz zu verhindern, die Nase des Flugzeugs zu senken und auf dem Maisfeld hinter der Startbahn zu landen.

Mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h ist das vollgetankte Flugzeug ohne Fahrwerk weich „auf dem Bauch“ in einem Maisfeld gelandet, ohne dabei auseinanderzubrechen oder zu explodieren. Über 230 Menschen konnten das Flugzeug über die Notrutschen verlassen und nur wenige haben sich dabei leichte Schürfwunden zugezogen, lediglich eine ältere Dame ist mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Aussage des Chefarztes geht es ihr aber gut.

Dieser Fall zeigt mal wieder die Agenda der Medien, denn ein russischer Pilot darf anscheinend nicht als Held gefeiert werden, obwohl er es wirklich verdient hätte. Man muss die heutigen Berichte in Deutschland nur mit den Berichten aus New York von 2009 vergleichen und der Unterschied springt ins Auge. Es darf partout in den deutschen Medien keine guten Nachrichten aus oder über Russland geben.

Wer im Archiv von Spiegel-Online sucht, der findet in der Woche der Notlandung vom 15. Januar 2009 fast 20 Artikel über den „Held vom Hudson River“. Seien wir doch mal gespannt, wie viele Artikel es diese Woche über den „Held vom Moskauer Maisfeld“ im Spiegel sein werden.

Wie gesagt, um Missverständnissen vorzubeugen: Ich verstehe ein wenig von der Fliegerei und der US-Pilot hat für seine unglaubliche Leistung jedes lobende Wort mehr als verdient. Aber das gleiche gilt auch für den russischen Piloten und ein einfacher Vergleich der Berichterstattung in Deutschland zeigt, wie gerne die Medien einen US-Amerikaner für ihre deutschen Leser zu Helden aufbauen und wie sie gleichzeitig jedes positive über Russland um jeden Preis vermeiden wollen.

Man versucht das „Wunder vom Maisfeld“ in Deutschland sogar negativ darzustellen, wie zum Beispiel die Überschrift auf der Seite des ZDF zeigt: „Mindestens 23 Verletzte – Flugzeug landet bei Moskau im Maisfeld„. Kein Wort von einer Heldentat, dafür beginnt es mit 23 Verletzten, was dramatisch klingt. Erst im Artikel erfährt der Leser:

„Die Verletzten, darunter neun Kinder, erlitten demnach Prellungen und Hautabschürfungen. Die meisten Passagiere seien ambulant behandelt worden, nur eine 69 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus geblieben.“

In dem Artikel kann man auch erfahren, wie schnell die Piloten reagieren und ein wirklich schwieriges Manöver durchführen mussten: Vom steilen Aufstieg ohne Treibwerke übergehen in einen kontrollierten Sinkflug und eine weiche Landung mit dem voll betankten Flugzeug hinlegen:

„Auf Bildern war zu sehen, dass der Airbus 321 in dem Maisfeld mehr als einen Kilometer von der Landebahn entfernt steht.“

Was das bedeutet, nämlich dass die Piloten bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h pro Stunde nur wenige Kilometer weit gekommen sind und nur Sekunden zum Reagieren hatten und alles richtig gemacht haben, muss sich der Leser allerdings selbst zusammenreimen.

Während ein US-Pilot dafür (wie 2009 gesehen) von der deutschen Presse garantiert als Held gefeiert würde, schreibt das ZDF über die Leistung der russischen Piloten nur:

„Nach Angaben der Behörde konnten dank des professionellen Handelns der Piloten schwere Verletzungen verhindert werden.“

Verletzungen? Das Flugzeug hätte explodieren können, Kerosin entzündet sich recht leicht, wie andere Flugzeugunglücke immer wieder gezeigt haben.

Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die britische Daily Mail, die sich nicht zu schade ist, den russischen Piloten in der Überschrift als „Helden Pilot“ bezeichnet, der ein „entflammbares Flugzeug sicher auf dem Bauch im Kornfeld“ gelandet hat, zu feiern. In Deutschland sind solche Überschriften undenkbar, wie die Ergebnisse einer Google-Suche nach „Notlandung Russland“ schnell zeigt.

Die Piloten waren noch recht jung, der Kapitän ist 41 Jahre und hat über 3.000 Flugstunden Erfahrung, der Copilot ist nur 23 Jahre alt, hat aber schon 600 Flugstunden hinter sich. Offensichtlich verstehen sie ihr Handwerk. Videos in sozialen Netzwerken von den Passagieren gehen in Russland um, auf denen die Menschen dem jungen Mann euphorisch dafür danken, dass er ihr Leben gerettet hat.

Dieses Video zeigt die Notlandung, die ein Passagier gefilmt hat.

 

 

https://www.anti-spiegel.ru/2019/notlandung-bei-moskau-warum-russische-piloten-in-deutschen-medien-nicht-als-helden-bezeichnet-werden/