Syrische Armee kommt in Deir Ezzor weiter voran

 

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, ist es der syrischen Armee und ihren Partnern am gestrigen Freitag gelungen, den rund 20 Kilometer westlich der Stadt Deir Ezzor liegenden Ort Sholah sowie umgebende Hügel und den Hügel Aloush, der das noch von ISIS-Terroristen beherrschte Gelände des Friedhofs, das den Flughafen vom Rest der gerade befreiten Stadt trennt, überblickt, einzunehmen.

Auf einer Karte sieht die Lage in Deir Ezzor damit gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Für die nächsten Tage ist damit zu rechnen, dass die syrische Armee und ihre Partner die Belagerung des Flughafens von Deir Ezzor durch ISIS-Terroristen beenden, die Sicherheitszone um den befreiten Teil der Stadt und ihre Zugangswege Stück für Stück erweitern und dann weiter in der Provinz Deir Ezzor aufräumen. Da das russische Militär mit dem US-Militär in der Provinz Deir Ezzor vor zehn Tagen „Linien vereinbart“ hat, sind dabei keine großen Überraschungen mehr zu erwarten, wenn man davon absieht, dass erst durch die Fortschritte der syrischen Armee und der US-gestützten Kräfte in der Provinz öffentlich klar werden wird, was die vereinbarten Linien sind.

Weiterhin berichtete SANA, dass die Armee weitere Fortschritte bei der Eliminierung der zentralsyrischen ISIS-Tasche östlich von Salamiyah gemacht und dabei auch zahlreiche Waffen der dortigen ISIS-Terroristen beschlagnahmt hat. Einer Karte von @EmmanuelGMay zufolge sieht die Lage da nun wie folgt aus:

Auch an dieser Front ist im Grunde so ziemlich alles geklärt. Offen ist da nur noch die Frage, ob die dortigen ISIS-Terroristen in den nächsten Tagen kapitulieren oder ob sie es vorziehen, sich eliminieren zu lassen.

Spannender ist die Frage, wie es mit der Terroristentasche in der Provinz Idlib weitergehen wird. Bekannt ist, dass die Astana-Garantiemächte Russland, Türkei und Iran beabsichtigen, am 15. September in Astana weitere Dokumente zur Einrichtung einer Deeskalationszone dort zu unterzeichnen. Die Umsetzung dürfte jedoch nicht einfach werden, weil die von Al Kaida geführte Terroristenallianz „Hayat Tahrir Al Sham“ (HTS) inzwischen weite Teile der Tasche beherrscht.

Bei dem Vorhaben der Einrichtung einer Deeskalationszone Idlib mag es hilfreich sein, dass die wahhabitischen Terrorsponsorstaaten Saudi Arabien und Katar sich im Frühjahr schwer verkracht haben und Katar sich seitdem Iran wirtschaftlich und politisch annähert. Als ermutigendes Zeichen darf es da gesehen werden, dass am Donnerstag das erste Mal seit Monaten wieder LKWs mit Hilfsgütern die seit Jahren von Terroristen umzingelte regierungstreue Enklave Fuah und Kafriya nordöstlich der Stadt Idlib erreicht haben. Ansonsten bestimmen nach wie vor Morde unter den Terroristen und Explosionen das Bild in der Provinz Idlib. Gestern sollen bei einer Explosion von Munition neun HTS-Terroristen in Idlib getötet und weitere verletzt worden sein.

Weiterhin berichteten inoffizielle Quellen am Freitag, dass offenbar von „Israel“ unterstützte Terroristen der von Al Kaida geführten HTS-Allianz in der Provinz Quneitra eine Offensive gegen Positionen der syrischen Armee gestartet und dabei anfänglich Geländegewinne erzielt haben, bevor der syrischen Armee es gelang, die Terroristen zurückzuschlagen und ihre Positionen zurückzuerobern.

Nicht zuletzt deshalb darf gegenwärtig mit Spannung beobachtet werden, ob, und wenn ja, welche Konsequenzen der am Donnerstag Morgen von israelischen Kampfflugzeugen aus dem Libanon ausgeführte Raketenangriff auf eine Einrichtung des syrischen Militärs in der Provinz Hama haben wird, der syrischen Angaben zu zwei Toten und Sachschaden geführt hat. Stand der Dinge scheint da im Moment zu sein, dass die israelische Regierung offiziell keine Stellung zu dem israelischen Angriff bezieht, sie jedoch Übereinstimmung mit der Meinung regierungsnaher inoffizieller Stellen signalisiert, die das israelische Aggressionsverbrechen als richtige Handlung zum Unterstreichen israelischer roter Linien und berechtigte israelische Warnung an den amerikanischen Präsidenten Trump und den russischen Präsidenten Putin öffentlich einhellig loben. Syrien hat noch am Donnerstag den UNO-Sicherheitsrat offiziell aufgefordert, „entschlossene Maßnahmen“ gegen die fortgesetzten israelischen Aggressionen gegen Syrien zu ergreifen, die die Verbrechen der Terrorgruppe ISIS ergänzen, die Mora der Terrorgruppen stärken und das Feuer des Terrorismus in der Region weiter anfachen. Am Freitag hat der Libanon nach einer Sitzung des obersten libanesischen Sicherheitsrates, an der Staatspräsident Aoun und Regierungschef Hariri teilgenommen haben, bekannt gegeben, ebenfalls eine offizielle Beschwerde beim UNO-Sicherheitsrat wegen der israelischen Verletzung des libanesischen Luftraumes und des vom Libanon aus erfolgten libanesischen Angriffes auf Syrien einzureichen. Die Präsidenten der USA und Russlands, Trump und Putin, die israelischen Medienberichten zufolge das eigentliche Ziel des Angriffes gewesen sein sollen, haben es bislang hingegen vorgezogen, zu diesem israelischen Angriff auf Syrien zu schweigen. Der Israel nahestehende ehemalige stellvertretende US-Außenminister Elliot Abrams zeigte sich daraufhin am Freitag enttäuscht, dass US-Präsident Trump auf die von Israel mit dem Angriff auf Syrien ausgedrückte Warnung an die USA, den US-geführten Anti-Terror-Kampf in Syrien nach eigenem Ermessen sabotieren zu können, bislang nicht mit öffentlichen und praktischen Solidaritätsbekundungen für Israel wie einer Generalerlaubnis zur israelischen Nutzung von in Israel gelagerten US-Waffen reagiert hat.

Es darf gerätselt werden, was jetzt im UNO-Sicherheitsrat passieren wird. Üblicherweise wurden die zahlreichen Beschwerden Syriens über die ebenso zahlreichen israelischen Angriffen auf Syrien in den letzten Jahren, die zwischenzeitlich vom früheren israelischen Luftwaffenchef Amir Eshel öffentlich zugegeben wurden, vom UNO-Sicherheitsrat schlicht ignoriert und nicht einmal auf die Tagesordnung gesetzt. Nun ist es aber so, dass die US-amerikanische Botschafterin bei der UNO dringend die russische Zustimmung dazu benötigt, die DVR Korea übermorgen wie geplant für die Verletzung des Völkerrechts durch einen UNO-Sicherheitsratsresolutionen gegen die DVR Korea zuwiderlaufenden Atomtest mit schärferen Sanktionen zu bestrafen, was Russland bislang ablehnt. Während die USA, eben nicht zuletzt weil die DVR Korea über Atomwaffen und dazu passende ballistische Raketen verfügt, über keine realistische Möglichkeit verfügen, militärisch gegen die DVR Korea vorzugehen, hat die DVR Korea die USA am Freitag vorgeführt, indem sie die US-UNO-Botschafterin Nikki Haley öffentlich als „politische Prostituierte“ beleidigte und erklärte, die USA würden für ihre „hysterischen“ Drohungen einen hohen Preis bezahlen.

Um jetzt nicht das Gesicht zu verlieren und vor der Weltöffentlichkeit als völlig impotent dazustehen, brauchen die USA nun also unbedingt die Zustimmung des russischen Präsidenten Putin zu schärferen Sanktionen gegen die DVR Korea. Doch Putin scheint sich jedoch am Mittwoch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon darauf verständigt zu haben, die Situation auf der koreanischen Halbinsel dadurch zu verbessern, dass sie zusammen mit der DVR Korea gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Nun steht Putin der Zug offen, den USA, der diplomatischen Gepflogenheit des beim Botschaftspersonal bereits praktizierten Tit-for-Tat folgend, zu erklären, dass Russland grundsätzlich bereit sei, schärfere Sanktionen wegen Völkerrechtsbrüchen gegen die DVR Korea im UNO-Sicherheitsrat mitzutragen, aber Russland dafür auch von den USA erwarte, Sanktionen wegen Völkerrechtsbrüchen – wie den jüngsten israelischen Angriff auf Syrien – gegen Israel im UNO-Sicherheitsrat mitzutragen.

Für Israel könnte so aus dem israelischen Angriff eine Lose-Lose-Situation entstehen. Sollte Trump machen, was die USA bisher immer gemacht haben, nämlich Sanktionen gegen Israel prinzipiell ablehnen, könnte Israel vorgeworfen werden, mit seinem zur Unzeit erfolgenden und auf US-Interessen keine Rücksicht nehmenden Angriff auf Syrien nicht nur – wie von Israel geplant – nur den US-geführten Anti-Terror-Kampf in Syrien behindert zu haben, sondern auch die diplomatischen Möglichkeiten der USA zur Beseitigung der angeblichen Bedrohung der USA durch Atomraketen der DVR Korea sabotiert zu haben. Sollten die USA hingegen Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates gegen Israel überraschenderweise zustimmen, so wäre die durch den Angriff auf Syrien beabsichtigte israelische Machtdemonstration hingegen völlig nach hinten losgegangen.

Denkbar ist es dabei sogar, dass Putin und Trump dabei hinter den Kulissen zusammenarbeiten und die entstandene Situation öffentlichkeitswirksam melken, um Israel einen Denkzettel zu verpassen, dass es – große Macht der Israel-Lobby in den USA hin oder her – mit negativen Konsequenzen zu rechnen hat, wenn Israel es sich nochmal wagen sollte, sich tätlich gegen von den Präsidenten der USA und Russland getroffene Vereinbarungen zu stellen. Trumps zentrales Wahlversprechen war schließlich nicht „Make Israel Great Again.“ Die nächste Woche stattfindende UNO-Generalversammlung würde jedenfalls eine hervorragende Kulisse für so einen amerikanisch-russischen Showdown mit maximaler Theatralik bieten.

 

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/09/09/syrische-armee-kommt-in-deir-ezzor-weiter-voran/

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Israel droht Syrien, USA und Russland

 

So langsam scheinen einige Details zum jüngsten Besuch von Netanjahu bei Putin in Russland durchzusickern, den er kurzfristig unternommen hatte, nachdem er und ein Team des Mossad bei Trump und McMaster mit der Forderung abgeblitzt waren, den US-geführten Militäreinsatz gegen ISIS in Syrien in einen Krieg gegen Iran umzuwandeln.

Wie die dem Regime von Tel Aviv nahestehende Hasbaraseite JPost heute mitteilte, hat ein ranghoher israelischer Offizieller, was eine Umschreibung von Netanjahu selbst sein dürfte, dem russischen Präsidenten Putin am Mittwoch für den Fall, dass er den israelischen Forderungen nach einer Eliminierung von Iran in Syrien nicht nachkommt, damit gedroht, Israel werde den syrischen Präsidentenpalast bombardieren und außerdem hinzugefügt, wenn es keine ernsthaften Änderungen in der Region gebe, werde Israel dafür sorgen, dass die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenstillstandsvereinbarung für Syrien annuliert werde.

Anders ausgedrückt: der Führer der Weltmacht Israel, Natanjahu hat den Präsidenten der Regionalmächte USA und Russland, Trump und Putin, mit ernsthaften politischen und militärischen Konsequenzen gedroht, falls sie die israelischen Anordnungen nicht befolgen.

Es fehlt nun eigentlich nur noch, dass Netanjahu den USA und Russland mit einem umfassenden Handelsboykott und Waffenembargo droht. Putins Reaktion auf die Drohungen Netanjahus, den syrischen Präsidentenpalast zu bombardieren, wenn Putin seinen Forderungen nicht nachkomme, hat US-Journalist Robert Perry bereits am Freitag durchsickern lassen. Demnach soll Putin Netanjahu in Reaktion auf seine Ankündigung militärischer Angriffe Israels auf Syrien schlicht freundschaftlich „Viel Glück!“ gewünscht haben, woraufhin die israelische Delegation dem russischen Eindruck nach „aus dem Gleichgewicht gebracht“ gewesen zu sein schien.

Ebenfalls am Freitag berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass, dass Russland und Syrien basierend auf S-400-Raketen und dem Luftverteidigungssystem Pantsir-S in Syrien ein gemeinsames, gestaffeltes, integriertes und verflochtenes Luftverteidgungsnetz aufgebaut haben, das weiter ausgebaut werde. Diese russischen Luftverteidungssysteme gelten in NATO-Kreisen als ausgesprochen leistungsfähig.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/08/28/israel-droht-syrien-usa-und-russland/

Russischer Generalstab: noch mehr als 9.000 ISIS- und 15.000 Nusra-Terroristen in Syrien aktiv

 

Wie der russische Generalstab am heutigen Freitag Tass zufolge mitteilte, ssind in Syrien noch mehr als 9.000 ISIS-Terroristen und 15.000 Nusra-Terroristen aktiv.

Während die ISIS-Terroristen bekanntlich in Zentralsyrien, am Euphrat und im südöstlichen Grenzgebiet zum Irak aktiv sind, sind von den 15.000 Nusra-Terroristen rund 9.000 in der Provinz Idlib aktiv, wo sie eine dominante Position innehaben, und der Rest der Nusra-Terroristen verteile sich auf die Provinz Homs, die Gegend Ost-Ghouta und die Provinzen Daraa und Quneitra in Südwestsyrien.

Weiterhin meldete Tass heute unter Berufung auf die offizielle russische Armeezeitung Krasnaya Svesda, dass die russischen Fliegerkräfte in Syrien in der letzten Woche 360 Kampfeinsätze geflogen sind und dabei 1.000 Einrichtungen von Terroristen zerstört haben. Und weiterhin meldete Tass heute unter Berufung auf die Krasnaya Svesda, der Kommandeur der russischen Kräfte in Syrien habe erklärt, in den letzten drei Monaten hätten die Verluste der Terroristen in Syrien mehr als 8.000 Kämpfer und 1.500 Stücke an Waffen und militärischer Hardware betragen haben.

Rechnet man diese Zahlen grob hoch ohne Zu- und Abgänge in die Betrachtung einzubeziehen, so würde die vollständige Eliminierung der noch in Syrien verbliebenen 24.000 ISIS- und Nusra-Terroristen bei Beibehaltung der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten drei Monaten also noch rund neun Monate dauern, die komplette Eliminierung von ISIS in Syrien könnte in etwas mehr als drei Monaten abgeschlossen sein. Das gleiche würde – möglicherweise anschließend durchgeführt – für die Eliminierung aller Nusra-Terroristen in der Provinz Idlib gelten und die Eliminierung der restlichen 6.000 Nusra-Terroristen in den drei Deeskalationszonen würde dann noch mal ein paar Wochen dauern, bis es nach neun Monaten weiterer Kämpfe praktisch keine ISIS- und Nusra-Terroristen in Syrien mehr geben würde. Praktisch kann das alles natürlich anders aussehen, sich etwa verlängern, wenn Terroristen in den Untergrund gehen, auf Guerillakrieg umstellen und damit schwerer aufzuspüren sind, oder verkürzen, wenn es zu bewaffneten Aufständen gegen die Terroristen kommt, wofür es beispielsweise in der Provinz Deir Ezzor einige vielversprechende Anfänge zu geben scheint.

Vom Anti-Terror-Kampf in Syrien kam heute inoffiziell unter anderem die Nachricht, dass die syrische Armee im Nordwesten der ISIS-Tasche um Uqayribat soeben wieder einige Dörfer vorangekommen ist.

Mit der klaren Aussicht auf einen Sieg über den Terrorismus in Syrien innerhalb von einigen Monaten einher gehen Berichte, dass wesentliche internationale Sponsoren des bewaffneten Umsturzversuches in Syrien ihren syrischen Lakaien gerade in unmissverständlichen Worten klargemacht haben, dass der Umsturzversuch gescheitert ist und sie sich an diese Realität anpassen müssen.

Nachtrag 20:30h: Tass meldete am heutigen Freitag Abend, dass Russland und Syrien ein gemeinsames gestaffeltes Luftabwehrsystem basierend auf S400 und Pantsir S1 bauen. Der Bau des gemeinsamen Luftabwehrsystems ist demnach schon weit fortgeschritten. Obgleich es ohnehin keine Frage ist, dass dieses Luftabwehrsystem sich in erster Linie gegen Al Kaidas Luftwaffe richtet, darf die demonstrative und explizite Meldung durch Tass sicherlich auch als Antwort auf die Drohungen mit weiteren militärischen „Handlungen“ zur Unterstützung von Terroristen in Syrien verstanden werden, die Netanjahu bei seinem Besuch am Mittwoch bei Putin ausgestoßen hat.

Eine aktuelle Karte zeigt inzwischen drei ISIS-Taschen in Zentralsyrien:

Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass diese Situation von Dauer ist. Bis zur Eliminierung der beiden kleinen ISIS-Taschen in Zentralsyrien dürfte es nicht lang dauern.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/08/25/russischer-generalstab-noch-mehr-als-9-000-isis-und-15-000-nusra-terroristen-in-syrien-aktiv/

Raketenschlag über zwei Meere: Warum russische Marschflugkörper den USA Angst machen

© Sputnik/ Witlaij Timkiw

 

Alexander Chrolenko

Das atomar betriebene Raketen-U-Boot „Sewerodwinsk“ der russischen Nordflotte hat am Freitag erfolgreich einen Unterwasserstart eines „Kalibr“-Marschflugkörpers durchgeführt – eines Waffensystems, das die amerikanische Monopolstellung gebrochen hat.

Der Unterwasserstart wurde ausgehend vom Testareal der Nordflotte in der Barentssee durchgeführt. Das Ziel befand sich etwa 600 Kilometer entfernt auf dem Truppenübungsgelände Tschischa im Gebiet Archangelsk.

 

 

Nach Medien-Angaben wurden alle gesetzten Ziele des Raketenstartes erfüllt; die U-Boot-Besatzung habe bei dem Einsatz vollste Einsatzbereitschaft und Professionalität gezeigt. Der Seezielflugkörper musste dabei nicht nur die Barentssee sowie das Weiße Meer passieren, sondern auch die Berge der Kola-Halbinsel überqueren, was für Marschflugkörper die höchsten Anforderungen an den Qualitätsstandard stellt.

Neue russische Seestreitkräfte-Doktrin

Der Anstieg der Zahl solcher Starts in den russischen Streitkräften ist ein Ergebnis der neu überarbeiteten See-Militärdoktrin der Russischen Föderation, die im Juli von Russlands Präsident Wladimir Putin unterzeichnet worden war.

Die Überarbeitung der Doktrin soll eine Reaktion auf das zunehmend aggressive Vorgehen des Westens zu Lande und zu Wasser darstellen. Das Dokument hebt explizit hervor, dass die US-amerikanische Politik der Dominanz auf allen Weltmeeren als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit Russlands bewertet wird.

Moskau ruft Washington dabei auf, die eigene zahlenmäßige Überlegenheit  in den Seestreitkräften nicht zu überschätzen, wozu die zunehmenden Starts der Marschflugkörper aus Über- und Unterwasserpositionen das sichtbare Argument darstellen sollen.

Zudem sei Russland bereit, die Militärpräsenz auf den Weltmeeren weiter zu erhöhen. Wichtig sei anzumerken, dass der Einsatz von „Kalibr“-Marschflugkörpern von U-Booten aus keine Verletzung der bestehenden Rüstungsvereinbarungen zwischen den USA und Russland darstelle, dafür aber die russische Position auf den Weltmeeren erheblich stärke.

Was ist der „Kalibr“-Marschflugkörper?

Der Überschall-schnelle Seezielflugkörper „Kalibr“ ist ein Lenkwaffensystem, das modular aufgebaut ist und von verschiedenen Startplattformen aus gestartet werden kann, darunter Schiffen, U-Booten, Flugzeugen und Lkws. Ab 2011 wurden die ersten Schiffe und U-Boote der Russischen Seekriegsflotte mit „Kalibr“-Lenkwaffen ausgerüstet. „Kalibr“-Lenkwaffen können unabhängig von der Startplattform einzeln oder in kurzer Serie gestartet werden und eignen sich für beliebige Wetterverhältnisse.

In der Regel fliegt die „Kalibr“ im Konturenflug in einer Flughöhe zwischen 50 und 150 Metern und kann dabei einen rund 500 kg schweren Splittergefechtskopf, Streumunition oder sogar einen Nukleargefechtskopf tragen.

Die „Kalibr“ wurde entwickelt, um stationäre Ziele zu bekämpfen wie etwa Munitionslager, Kasernen, Öldepots und Hafen- oder Flughafenanlagen.

Die Besonderheit von Marschflugkörpern, die es zu einer gefürchteten Waffe sowohl von schwach- als auch von hoch-technologischen Gegnern macht, ist, dass sie aufgrund ihrer geringen Flughöhe die meisten Abwehrsysteme umgehen kann. Durch eine Reichweite von bis zu mehreren Tausend Kilometern kann sie zudem auf jedes Ziel abgeschossen werden, ohne dabei die Abschussmannschaft in Gefahr zu bringen.

Der erste Kampfeinsatz

Der erste öffentlichkeitswirksame Einsatz der Marschflugkörper fand im Rahmen des russischen Einsatzes gegen den IS in Syrien statt. Damals wurden die Raketen vom Kaspischen Meer aus gestartet und überflogen – unsichtbar für Nato-Raketenabwehr und Geheimdienst – mehrere Staaten und trafen alle anvisierten Ziele.

 

 

Die Amerikaner reagierten sichtbar nervös und baten Russland, dieses „Angriffsmodell“ nicht im Irak zu wiederholen. Zuvor hatte Moskau mitgeteilt, es könne ähnliche Raketenschläge im Irak durchführen, falls Bagdad darum offiziell bitten sollte.

Warum sich das US-Militär nun Sorgen macht

Die US-amerikanische Reaktion zeigt zum einen, dass die Amerikaner den Verlust ihrer Monopolstellung auf hochpräzise Marschflugkörper zu verlieren fürchten bzw. schon verloren haben. Zum anderen müssen die US-Strategen einsehen, dass sie nicht in der Lage sein werden, mit einem einzigen Schlag jegliche Gefahren durch die neuen „Kalibr“-Geschosse auszuschalten – schließlich können diese auf beliebigen Plattformen basiert und so auf viele kleinere Kampfeinheiten verteilt werden.

Trotz ähnlicher Charakteristika haben russische Raketen zudem einen wichtigen Vorteil gegenüber amerikanischen Systemen – ihre Navigation. Russische Marschflugkörper können aufgrund hochentwickelter Navigationssysteme deutlich kompliziertere Flugrouten einnehmen und so sowohl die natürlichen Hindernisse überwinden (Gebirge) als auch feindliche Raketenabwehrzonen umfliegen.

Die US-amerikanischen Falken müssen sich daher darauf einstellen, nicht nur ihr Monopol auf diese Waffengattung eingebüßt zu haben, sondern auch darauf, dass es fortschrittlichere Hochpräzisionswaffen gibt, für die die amerikanischen Raketenabwehrsysteme im Konfliktfall kein Hindernis sein werden.

https://de.sputniknews.com/politik/20170820317096541-raketenschlag-ueber-zwei-meere-russische-marschflugkoerper-usa-angst-macht/

Neuschwabenland Russland gibt geheime KGB Akten und sichergestellte Dokumente frei Deutsch vertont

 

In diesem Video zeigt ein Russischer Journalist KGB Akten und nach dem 2ten Weltkrieg in Deutschland beschlagnahmte Dokumente und eine Karte von Neuschwabenland mit detaillierter Wegbeschreibung unter dem Eis der Antarktis durch ins innere unseres Planeten. Die Karte enthält sogar eine Zeichnung von 2 Hemisphären mit den Landflächen in unserem Planeten + den jeweiligen Namen der Länder unter anderem Asgard, New Germany, land of the old vikkings,….. Deutsch vertont

https://transformier.wordpress.com/2017/08/17/neuschwabenland-russland-gibt-geheime-kgb-akten-und-sichergestellte-dokumente-frei-deutsch-vertont/

Ein typisches Beispiel für Fake News in Springers Welt

 

Die Propaganda der Springerpresse ignorieren wir hier im Parteibuch ja eigentlich regelmäßig, weil diese Hasbarabude so viele Fake News in die Welt pumpt, dass man zu nichts anderem mehr Zeit hat, wenn man die ganzen Lügen da auseinandernehmen wollte. Doch der am Sonntag in der zionistischen Welt veröffentlichte Artikel „Neue Schmuggelroute zwischen Russland und dem Iran“ ist ein so groteskes Hasbarastück, dass dazu nun doch mal ein paar Worte gesagt werden sollen.

Gleich drei Autoren, nämlich Christina Brause, Julia Smirnova und Walter Wolowelsk, erzählen da kurz zusammengefasst folgende Geschichte: vom Iran aus sollen mehrfach militärische Güter, die nicht näher bezeichnet werden, außer dass es sich um schwere, offensive Waffensysteme handeln soll, auf den russischen Luftwaffenstützpunkt in der syrischen Provinz Latakia gebracht, der rund 1400 Kilometer von Teheran entfernt liegt und vom Iran aus nur nach dem Überflug eines Drittlandes, etwa Irak, erreichbar ist. Von dort aus seien die militärischen Güter dann auf LKW verladen worden und so über die Küstenstraße 50 Kilometer weiter nach Tartus verbracht worden, wo sich ein russischer Marinestützpunkt befindet, geht die Geschichte der Welt weiter. In Tartus sollen die militärischen Güter aus dem Iran dann auf das russische Schiff Sparta III verladen worden sein, womit sie wenige Tage später eine rund Zweieinhalb Tausend Kilomter lange Schiffsreise durch Mittelmeer, Ägäis und Bosprorus zum russischen Schwarzmeerhafen Novorossyisk angetreten haben sollen, um in Russland gewartet zu werden. Damit, so behaupten die Autoren der Welt unter Berufung auf nicht näher spezifizierte „westliche Geheimdienste,“ hätten Russland und Iran gemeinsam gegen die UN-Resolution 2231 – also den Israel verhassten Atomdeal mit dem Iran – verstoßen, welche die Lieferung und Wartung „schwerer, offensiver Waffensysteme“ in und aus dem Iran untersagt. Als Beweis für ihr Hasbaramärchen hat Zions Welt zum Artikeltext folgendes Foto veröffentlicht:

 

Die Bildunterschrift dazu besagt, dass das eine Satellitenaufnahme von einer iranischen Boeing auf dem Flugplatz von Khmeimim sein soll. Das mag stimmen. Aber dafür, dass die Boeing schwere, offensive Waffensysteme oder auch nur militärische Güter, die die Welt nicht näher bezeichnet, geladen hatte, gibt es nicht den Hauch eines Beweises. Ebensogut könnte die Maschine Hilfsgüter für die notleidende syrische Bevölkerung geladen haben. Und für den Rest der Geschichte, dass die Ladung, was immer es war, dann weiter über Tartus nach Novorussisk in Russland transportiert wurde, gibt es auch nicht den Hauch eines Beleges, nur die Behauptung, namentlich nicht genannte „westliche Geheimdienste“ – was vermutlich eine freundliche Umschreibung von Mossad sein soll – hätten das gesagt.

Es gibt von den drei Welt-Hasbaristen nicht mal eine Begründung dafür, warum Iran und Russland „schwere, offensive Waffensysteme“ auf solch eine lange Reise schicken. Wollte der Iran Waffen, die sich mit einem Flugzeug transportieren lassen, nach Russland schicken, könnte der Iran das Flugzeug, anstatt die Waffen eine halbe Weltreise antreten zu lassen, einfach direkt nach Russland fliegen lassen. Von Teheran bis Novorossyisk sind es im Direktflug schließlich gerade einmal 1500 Kilometer. Und dabei gibt es über das kaspische Meer auch noch eine direkte Verbindung zwischen Iran und Russland, sodass dabei kein Drittstaat überflogen werden muss. Ebenso könnte der Iran der russischen Marine ganz weit weg von jedem NATO-Land eine beliebige Fracht mitgeben, wenn sie wieder mal auf Freundschaftsbesich in einen iranischen Hafen am kaspasischen Meer einläuft. Die Idee, so eine heikle Fracht erst mit dem Flugzeug nach Syrien zu schicken, sie dann per LKW überland durch das Kriegsland zu verfrachten, um sie dann auf eine lange Seereise nahe an Israel vorbei durch Gewässer von NATO-Staaten nach Russland zu schicken, ist angesichts der simplen direkten Verbindungen zwischen Russland und Iran völlig absurd. Wer dieses Märchen glaubt, für den hätte ich noch eine Brücke in Brooklyn im Angebot.

Der russische Senator Frants Klintsevich hat auf die Fake News der Welt übrigens erklärt, dass die Geschichte nur falsch sein kann, weil Russland dem Iran in Übereinstimmung mit den UNO-Sanktionen alles nötige Know-How übertragen und ausreichend Iraner ausgebildet hat, damit Iran von Russland gelieferte militärische Ausrüstungen selbst warten kann, sodass Waffentransporte aus dem Iran zur Wartung nach Russland überflüssig sind.

Und selbstverständlich ist es natürlich so, dass Russland und Iran in Reaktion auf die gerade vom zionistisch dominierten US-Kongress verhängten Sanktionen gegen Russland und Iran beschlossen haben, ihre militärische Zusammenarbeit weiter auszubauen. Das wurde schon deshalb gemacht, um dem US-Kongress zu signalisieren, dass seine Sanktionen das Gegenteil dessen verursachen, was Israel sich davon erhofft hatte. Möglichkeiten, militärisch UNO-sanktionskonform zu kooperieren, gibt es mehr als genug für Russland und Iran. Bestimmte Waffen, etwa schwere, offensive Waffensysteme, in den Iran zu liefern oder von dort zu bekommen, fällt zwar beispielsweise unter die UNO-Sanktionen. Informationen auszutauschen fällt hingegen nicht unter die UNO-Sanktionen gegen den Iran, und das auch dann nicht, wenn es sich dabei um Baupläne und Schulungen für den Aufbau ganzer Waffenfabriken handelt, in denen vom UNO-Im- und Exportverbot betroffene Waffensysteme in Massen gebaut werden können.

Wenn Israel die Folgen der Sanktionspolitik seiner 5. Kolonne nicht gefallen, sollte Israel da mal über Änderungen nachdenken. Mit seinen absurden zionistischen Lügengeschichten wie der nun in Springers Welt veröffentlichten, wird Israel nämlich kaum noch weiterkommen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/08/14/ein-typisches-beispiel-fuer-fake-news-in-springers-welt/

Analyse: Die Kriegslobby hat verloren, Chinas geopolitisches Gewicht ist dramatisch gewachsen

 

Nur mürrisch und extrem widerwillig hat sich China im Zuge der Nordkorea Situation als Weltmacht geoutet.

Die Bedeutung von Chinas Beistandserklärung für Nordkoreas Regime, wie auch der deutlichen Ansage an Pjöngjang alle Folgen einer wahnsinnigen Attacke auf U.S.-Territorium gefälligst selbst auszubaden, ist in der Öffentlichkeit natürlich nicht begriffen worden.

Entsprechend hier abermals unsere gestützte Kommunikation.

Mit dem inoffiziellen Regierungsstatement Pekings vom Donnerstag (10.), im Falle eines Erstschlags von Nordkorea Neutralität zu wahren (und damit in diesem Falle faktisch U.S.-Schläge gegen Nordkorea zu dulden) und andererseits dem nordkoreanischen Regime bei Umsturzversuchen und Invasion Beistand zu leisten, ist ein Krieg um, in, gegen oder seitens Nordkorea de facto vom Tisch. Die gesamte Kriegslobby ist nicht nur blamiert; sie hat eine epische, historische und strategische Niederlage erlitten, ihre erste seit Ausbruch des weltweiten Krieges in 2001. Gleichzeitig hat sich das gesamte geostrategische Kräfteverhältnis auf dem Planeten grundlegend geändert.

Im Detail.

China wird also erklärtermaßen militärisch eingreifen, wenn es zu einem Umsturzversuch in Nordkorea kommt. Keine U.S.-Regierung, mächtigstes Land der Welt hin oder her, wird sich das erlauben können. Damit ist zunächst einmal der von C.I.A.-Direktor Pompeo am 20. Juli im Aspen Institut in die Welt geblasene Bluff vom „Regime Change“ (also Umsturz bzw Invasion) in Nordkorea vom Tisch. Pompeo hatte dieseLuftnummer als improvisierten Gegenangriff gestartet, wohl im Versuch das Gesicht zu wahren. Einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass U.S.-Präsident Donald Trump der C.I.A. die Operation in Syrien entzogen bzw die Gelder für deren terroristischen Milizen gestrichen hatte – für die sich selbst als Gott verstehende klandestine Organisation C.I.A. mehr als hochnotpeinlich (wir berichteten).

In Nordkorea wiederum weiß das Regime nun, dass Chinas Staatsführung z.B. Luftangriffe des U.S.-Militärs in Nordkorea dulden wird, wenn diese im Falle eines (völkerrechtlich legitimen) Gegenschlages erfolgen, weil Nordkoreas Regime zuerst angegriffen hat. Gleichzeitig kann Pjöngjang sich in diesem Falle nicht darauf hinausreden, dass seine Herrschaft bedroht ist, da China zugesagt hat Versuche eines Umsturzes und einer Invasion zu verhindern. Selbst vor der eigenen Bevölkerung, ja selbst vor den eigenen Kadern könnten die machthabenden bzw die Erstschlags-Kräfte kontrollierenden Entscheider nun einen Erstschlag nicht mehr rechtfertigen, sondern müsste sich vor diesen für die Folgen des eigenen Handelns rechtfertigen.

Das Regime wird sich also vor einer epischen, gigantischen Dummheit hüten müssen.Im Gegenteil müssten diejenigen, die einen Erstschlag befehlen, einen Umsturz durch die eigenen Untergeben fürchten, ohne Systemveränderung. Ganz zu schweigen davon, dass die angeblichen Raketen-Kapazitäten für einen Angriff auf das rund 3600 Kilometer entfernte Guam nicht existieren (beim letzten Raketentest flog Nordkoreas „Interkontinentalrakete“ gerade einmal 1000 Kilometer weit, nicht weiter als bei Tests vor Monaten).

Dazu noch einmal der Hinweis: wo ist eigentlich der Diktator Kim Jong-Un? Auch bei der gestrigen Propagandascharade am Freitag (11.) auf dem Kim Il Sung Platz in Pjöngjang tauchte der geliebte Führer des nordkoreanischen Universums nicht am Horizont auf.

Dass wiederum sogar der geliebte Führer der Freien Welt mittlerweile ins Grübeln darüber kommt, wem er eigentlich droht, wer ihn eigentlich provoziert and what the Hack eigentlich vor sich geht wenn er mal in Ruhe Golf spielen will, zeigte Donald Trump bei seiner gestrigen Pressekonferenz (Freitag, 11.).

Auf den gezielten, ziemlich üblen Versuch eines Reporters Trump mit angeblichen Beileidigungen Nordkoreas wieder einmal aus dem Anzug springen zu lassen und gut verkäufliche Fire, Fury and Slaughterhouse Zitate zu produzieren (ab 9.47 min), reagierte der U.S.-Präsident bemerkenswert gut: Er wolle dies von Kim Jong-Un selbst hören. Dieser habe in den letzten drei Tagen nicht viel gesagt (Anm.: es waren sehr viel mehr als drei Tage).

 

 

Zur Pressekonferenz ist noch folgendes zu sagen: dass der links neben der Pressesprecherin auch dabei stehende Nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster nichts sagte, dafür aber Außenminister Rex Tillerson. Der Präsident ließ seinem Außenminister erkennbar Raum, auch für Erklärungen hinsichtlich mutmaßlicher medialer Entlastungsangriffe bezüglich angeblich vor Monaten erfolgter „Schall-Angriffe“ in Kuba, und würgte Tillerson nur für eine eher übliche Wenn-Dann-Ansprache („militärische Option, wenn notwendig“) in Richtung Venezuela ab.

Auf den erneuten Versuch des ominösen Reporters sofort wieder auf den Zug aufzuspringen und „Regime Change in Nordkorea oder Venezuela“ ins Spiel zu bringen, ging Trump nicht in die Falle und betonte, es handele sich um „zwei sehr verschiedene Orte“.

Bereits vorher hatte Trump angekündigt, dass er und der Staatspräsident Chinas Xi Jinping noch am Freitag (11.) telefonieren würden.

Anzunehmen, dass Xi dabei das wiederholte, was die regierungsnahen Zeitungen ab Donnerstag Abend Pekinger Zeit bereits zum Ausdruck gebracht hatten. Offiziell hieß es aus China, Xi habe die Bereitschaft zur Kooperation mit der U.S.-Regierung zum Ausdruck gebracht und das gemeinsame Interesse einer „Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel“ betont – also ein Ende des Atomwaffenprogramms vom nordkoreanischen Regime.

Trump kann insoweit  zufrieden sein. Er steht als starker Mann da, der im Falle eines Falles, der nie der Fall sein wird, mit Erlaubnis von China Nordkorea bombardieren darf.

China wiederum hat etwas getan, was kein anderer Staat, explizit Russland und China selbst, seit 2001 jemals getan hat: es hat, durch ein eindeutiges „Bis hierhin und nicht weiter!“, den U.S.A. und deren sauberen „Alliierten“ Grenzen für deren im Zuge des weltweiten Terrorkrieges („global war on terror“) exekutierte weltweite Kriegführung, Umstürze und Blutbäder gesetzt.

Gerade Russland, dessen Staatsführung nach dem kurzen Aufblitzen einer ernstzunehmenden Politik im Zuge des Dreier-Bündnisses von Deutschland, Frankreich und Russland gegen die Irak-Invasion in 2002 / 2003 eine extrem heuchlerische und verlogene Politik betrieben und dem „War on terror“ verdeckt sogar zugearbeitet hat, ist geopolitisch blamiert. China hat das getan, wozu Russland auch in Libyen und in Syrien nicht willens war: einen Krieg zu stoppen, bevor er beginnt.

Dass Moskau nun auch Venezuela in aller Ruhe und ohne mit der Wimper zu zucken in den Abgrund fallen lässt, während seine Boulevardschleudern im „Westen“ um die Wette heucheln, rundet das Bild ab. Alles Geschwafel aus Moskau, sowie Versuche nun auf einen fiktiven „russisch-chinesischen“ Schoß zu springen, sind in diesem Kontext zu sehen. Moskau kann sich hinten an die Wand stellen und die Klappe halten, während andere Politik machen.

China hat, als einzige Großmacht, deutlich gemacht, dass es keinen Krieg zu führen braucht um seine Positition zu stärken oder zu halten. Das hat es gar nicht nötig. Andererseits haben die Kader Pekings bewiesen, dass ihnen das Schicksal anderer Völker und Millionen von Menschen völlig gleichgültig sind, genauso wie das eigene milliardenfach ausgeplünderte „Humankapital“ im Kapitalisten-Bordell von „Volksrepublik“. Nur wenn die eigenen Geschäfte bedroht sind – aber auch nur dann – bequemt sich Peking ausnahmsweise einmal irgendetwas zu tun, was (quasi nebenbei) mehr tut als nur die eigenen Geschäfte zu beschützen.

Mürrisch und extrem widerwillig hat sich China im Zuge der Nordkorea Krise als Weltmacht geoutet. Wie viele Millionen Menschen weltweit könnten noch leben und um wie viel könnte das Leben für alle auf dem Planeten besser sein, wenn die chinesischen Kader dies Jahre früher getan hätten?

Die Bedeutung der gegenwärtigen geopolitschen Entwicklungen werden in Deutschland wie immer viel später ankommen.

Um wie viel später, hängt von jedem und jeder Einzelnen und der aus der Mode gekommenen Fähigkeit ab, auch mal etwas anderes als Mist weiterzuerzählen, der wiederum nur erzählt wird und erzählt werden kann in der zumeist richtigen Annahme, dass die Beschwatzten ihn gerne hören.

Schau auf unsere Nachrichtenagentur:

https://www.radio-utopie.de/2017/08/12/analyse-die-kriegslobby-hat-verloren-chinas-geopolitisches-gewicht-ist-dramatisch-gewachsen/

Trump dankt Putin – für Diplomaten-Ausweisung – Sputnik Deutschland

Wissenschaft3000 ~ science3000

Danke Karl!

US-Präsident Donald Trump hat Russlands Staatschef Wladimir Putin für die angekündigte Ausweisung von Hunderten US-Diplomaten aus Russland gedankt, weil dies die Ausgaben der USA für ihre diplomatische Vertretung senkt.

Quelle: Trump dankt Putin – für Diplomaten-Ausweisung – Sputnik Deutschland

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Sommerloch ist Sommerloch, da muss halt ein wenig Stimmung her!

von: N8Waechter

 

Der Donald, seines Zeichens Präsident und oberster Truppenführer der Vereinigten Staaten von Amerika, zeigt sich als wahrer Geschäftsmann. Wie einst in seinem Geschäftsleben die Aasgeier irgendeiner Großbank über ihm ihre Kreise zogen, so kreisen heute gleich mehrere Rudel hungriger und zorniger Wölfe um ihn und sein Amt. Er weiß dies selbstverständlich, er hat sie im Blick und er wirft ihnen hin und wieder einen Brocken modriges Fleisch zu, über welches sie herfallen, als gäbe es kein Morgen.

Praktisch die gesamte nördliche Hemisphäre befindet sich mitten in der Sommerpause, da gilt es die Wölfe bei Laune zu halten, insbesondere jene, welche des Schreibens mächtig sind. Wie bereits mehrfach seit seinem Amtsantritt weiß Trump für Ablenkung zu sorgen und nicht zum ersten Mal ist das “Ziel“ Nord-Korea.

Dieses an sich recht unbedeutende Fleckchen Erde ist auf der Festlandseite praktisch vollständig umgeben von China, abgesehen von etwas mehr als 30 km Grenze zu Russland im Nordosten des Landes (einen Steinwurf entfernt vom Hauptquartier der russischen Pazifikflotte in Wladiwostock) und im Süden hat es eine Grenze zum US-Vasallen“staat“ Süd-Korea:

Seit tausenden von Jahren wird die koreanische Halbinsel hin- und hergerissen, von Königreich zu Kaiserreich, von Protektorat zum Vasallenstaat verschiedenster Herren. Zuletzt war Korea eine Kolonie des Japanischen Kaiserreiches, welches bis 1945 die dominante Kraft in Ostasien war. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Teilung in Nord- und Süd-Korea und nur 5 Jahre später begann der Koreakrieg, welcher bis zum Jahre 1953 andauerte.

Seitdem kann die Koreanische Halbinsel generell als militärisch befriedet angesehen werden … wäre da nicht “Der irre Kim“. Eingekesselt wie das Land nun einmal ist und offiziell nicht mehr alliiert mit dem Verbündeten der 1950er Jahre, China, ist Nord-Korea in einer besonderen Situation: es ist hochgerüstet und verfügt über 1,3 Millionen aktive Soldaten, dazu 4,7 Millionen Reservisten – zusammen 6 von 25 Millionen Nord-Koreanern! – und ist darüber hinaus … schlichtweg unbedeutend.

Kein Landesführer, sei er auch noch so “irre“, würde sein 25-Millionenvolk zur Schlachtbank führen, indem er eine Bombe auf Guam wirft oder sonst irgendwie eine der drei großen Mächte, vornehmlich die USA, angreift und einen vernichtenden Gegenschlag herausfordert. Nord-Korea hätte rein gar nichts entgegenzusetzen und auch nichts dabei zu gewinnen.

Und prophetisch anmutende Sprüche alttestamentarischen Ursprungs, wie des Donalds »Feuer und Zorn«, mögen eine gewisse Signalwirkung haben, sind an der Oberfläche aber nicht mehr als heiße, angstmachende Luft, denn insbesondere China wird aufgrund der räumlichen Nähe kaum zulassen, dass Nord-Korea nuklear verbrannt wird.

Trotzdem werden die Briten von den dort heimischen großen Zeitungen auf einen Atomkrieg vorbereitet und die FEMA startet am 23. August ihre großangelegte Stromausfall-Übung “EarthEX2017“ (“die Erde nach 2017“). “Black Sky“, der “schwarze Himmel“, werde die Gesellschaft in die Knie zwingen, heißt es, und darauf müsse man sich eben vorbereiten, weil “der irre Kim“ ja angeblich Atomraketen auf die USA hageln lassen will.

Doch wie real ist die Bedrohung wirklich? Ein bis an die Zähne gerüsteter Zwerg legt sich mit gleich drei Riesen an? Moment … welche Sau wurde noch gleich vor “Nord-Korea“ durchs Dorf gejagt? Ah! Der Donald und die Russen, der Donald und die Presse, der Donald … das alles ist nur eins und zwar induziertes Irresein.

Es mag durchaus einen triftigen Grund dafür geben, dass diese Korea-Krise auf Biegen und Brechen herbeigeschrieben wird, doch die offizielle Geschichte dazu ergibt überhaupt keinen Sinn und ist bestenfalls ein Nebelvorhang in rot-weiß-blau. Die USA stecken bis zum Hals in Schwierigkeiten und kein Trump-Tweet wird den Fall des Imperiums aufhalten können. Da muss man schon mal für ein wenig Ablenkung sorgen und die Pressemeute bei Laune halten.

Allerdings gäbe es durchaus interessantere Themen, welche spätestens beim zweiten Blick erheblich mehr Sprengkraft aufzeigen. So meldete USNI (United States Naval Intelligence – Nachrichtendienst der US-Marine) am 8. August, dass eine iranische Drohne durch “unsicheres und unprofessionelles“ Gebaren eine F/A18 Super Hornet an der Landung auf dem US-Flugzeugträger USS Nimitz hinderte.

Dieser Vorfall, geschehen in internationalen Gewässern im Persischen Golf, sei laut der Stellungnahme des US-Marinekommandos ein Verstoß gegen “internationale maritime Sitten und Gesetze“ gewesen. Alarmglocken? Fehlanzeige. Man stelle sich vor: eine Super Hornet befindet sich im Landeanflug auf seinen Träger und eine feindliche (Iran gehört zu den “Schurkenstaaten“) Drohne löst den Annäherungsalarm aus, spielt mit der F/A18 und weigert sich abzudrehen, was das Kampfflugzeug zum Abbruch der Landung zwingt.

Das Geschmäckle dabei: wenn eine Drohne ungehindert ein derartiges Manöver durchführen kann, dann darf ein Flugzeugträger wieder einmal getrost als schwimmender Sarg identifiziert werden. Im Ernstfall schleicht sich so eine Drohne im Tiefflug an und stürzt sich einfach auf das Schiff – Ende Gelände, Licht aus. Und dann werden sich die Amis “ängstlich schütteln, wann immer sie die Silhouette einer Drohne am Horizont entdecken“.

Aber gut, ist ja nur der Iran und im Moment geht die große Gefahr nun mal von Kims bewährt-berüchtigten und absolut zielgenauen Atomraketen aus, welche letztlich nichts anderes darstellen, als 80 Jahre alte Technik in neuem Gewand. Sommerloch ist Sommerloch und da muss halt ein wenig Stimmung her.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

http://n8waechter.info/2017/08/sommerloch-ist-sommerloch-da-muss-halt-ein-wenig-stimmung-her/