Berlin : Gefängnisse voll mit Schwarzfahrern

832212000Politiker dürfen Billionen veruntreuen. Wenn’s aber um’s Schwarzfahren
geht, kennt die deutsche Justiz keine Gnade. In Wuppertal wurde letztes
Jahr eine 87jährige in den Knast gesteckt, weil sie ohne Ticket fuhr.

In Magedeburg muss ein armer 16 jähriger gar für drei
Jahre ins Gefängnis, weil er keinen Fahrschein hatte.

Die Linken-Chefin Katja Kipping hat nun die von der Großen Koalition geplante
Bußgelderhöhung für Schwarzfahrer im öffentlichen Nahverkehr als „Skandal“ bezeichnet.

„Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum Schwarzfahren teurer sein soll als Falschparken.
In beiden Fällen ist der Vermögensschaden ähnlich“, sagte Kipping am Mittwoch in Berlin.

„Ganz davon abgesehen, haben wir heute schon das Problem, dass hohe Gebühren
für Schwarzfahren keine Lösung sind. Es gibt Gefängnisse in Berlin, da sitzt
ein Drittel der Gefangenen wegen Schwarzfahrens.“

Schwarzfahren sei ein soziales Problem, so die Linken-Chefin weiter. „Mobilität
ist aber ein Grundrecht. Deshalb heißt die Lösung: fahrscheinfreier Nahverkehr“,
forderte die Linken-Chefin.

Zuvor hatte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion,
Kirsten Lühmann, im Gespräch mit der „Bild-Zeitung“ eine Erhöhung der Bußgelder
von 40 auf 60 Euro ins Gespräch gebracht.

„Die bisherige Geldbuße von 40 Euro deckt nicht einmal die Kosten für
die Kontrollen gegen Schwarzfahren“, begründete die SPD-Politikerin den Vorstoß.

„Es kann nicht sein, dass die ehrlichen Kunden noch die Kontrolle der unehrlichen zahlen müssen.“

Der verkehrspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange (CSU),
sagte der Zeitung, ein höheres Bußgeld sei „eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber
denen, die ehrlich zahlen“. Den Kommunen entgingen durch Schwarzfahrer jährlich
Millionen, die ihnen für den Betrieb von Bussen und Bahnen fehlten.

Quelle : mmnews.de

16-jähriger Schwarzfahrer: 3 Jahre Gefängnis

Wenn’s um wirklich Wichtiges geht, fährt die deutsche Justiz zur Hochform auf. In Magdeburg wurde jetzt ein armer Jugendlicher zu fast drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er zu oft schwarz gefahren ist.

 

Ein 16-Jähriger, der wegen notorischen Schwarzfahrens per Haftbefehl gesucht wurde, ist in Sachsen-Anhalt festgenommen worden. Der junge Mann muss nun eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verbüßen, wie die Bundespolizei Magdeburg am Dienstag mitteilte.
16-jähriger Schwarzfahrer muss fast drei Jahre ins Gefängnis | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/panorama/16-jaehriger-schwarzfahrer-muss-fast-drei-jahre-ins-gefaengnis-id7536572.html#plx892312916

Ein 16-Jähriger, der wegen mehrmaligen Schwarzfahrens per Haftbefehl gesucht wurde, ist in Sachsen-Anhalt festgenommen worden. Er sitzt mittlerweile im Gefängnis und dort wird er wohl noch fast drei jahre bleiben müssen.

Menschen, die den fast noch kindlichen wirkenden 16-jährigen kannten, sprachen davon, dass er aus einem zerrütteten Elternhaus stammte und praktisch kein Geld hatte. Um sich fort zu bewegen, ist er zwangsläufig ab und zu schwarz gefahren und wurde dabei mehrmals erwischt.

Nun trifft das Kind die volle Härte der deutschen Justiz. Die WAZ berichtet von dem Vorfall, der sich bereits Ende Januar ereignete und urteilt: „Schwarzfahren ist eben kein Kavaliersdelikt: Er wurde noch am Montagabend ins Gefängnis gebracht. Eine Streife hatte den Jugendlichen am Montag gegen 18.00 Uhr auf dem Bahnhof Magdeburg-Buckau kontrolliert. Dabei habe sich dann herausgestellt, dass der 16-Jährige wegen exzessiven Schwarzfahrens per Haftbefehl gesucht wurde. Beamte der Bundespolizei brachten ihn daraufhin gegen 20 Uhr in die Justizvollzugsanstalt Magdeburg.“

Der junge Mann muss nun eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verbüßen, wie die Bundespolizei Magdeburg am Dienstag mitteilte.
16-jähriger Schwarzfahrer muss fast drei Jahre ins Gefängnis | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/panorama/16-jaehriger-schwarzfahrer-muss-fast-drei-jahre-ins-gefaengnis-id7536572.html#plx449205597

Der junge Mann muss nun eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verbüßen, wie die Bundespolizei Magdeburg mitteilte.

Ähnliche Erfahrungen musste eine arme 87-jährige Rentnerin aus Wuppertal machen. Sie kam kurz vor Weihnachten in Untersuchungshaft – ebenfalls wegen Schwarzfahrens. Die Betagte musste nebenher noch putzen gehen, weil die Rente zum Lebensunterhalt nicht reichte. Ins Gefängnis wurde sie gesteckt, weil sie einem Gerichtstermin fern blieb und deshalb mit Haftbefehl gesucht wurde.

 

http://www.mmnews.de/index.php/etc/17441-16-jaehriger#13947356794682&if_height=6037

Schwarzfahren

Das so genannte “Schwarzfahren” ist dem Jiddischen entlehnt. Shvarts bedeutet dort Armut. Und weil sich arme Leute selten etwas leisten können, bezahlen sie nicht gerne. Und weil manche Leute nicht gerne für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel bezahlen, nennt man sie Schwarzfahrer. So viel zur Wortherkunft.

Nun trug es sich zu, dass es ein junger Mann eilig hatte. Und so sprang er mit dem Motto “Einmal ist kein Mal” in den Zug ohne vorher einen Fahrschein gelöst zu haben. Leider wurde er kontrolliert. Die Folge davon war ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro. Und nun kommen wir zum erstaunlichen Teil der Geschichte.

Nachdem sich der junge Mann ohnehin schon recht jiddisch verhalten hatte, entschloss er sich, noch ein bisschen jiddischer sein zu wollen und schrieb der Deutschen Bahn sinngemäß folgenden Brief:

“Sehr geehrte Damen und Herren. Ich bin Jude. Ich bin ein Nachkomme derer, die von ihrem Unternehmen in den Tod geschickt wurden. Es war Ihr Unternehmen, das Millionen von Juden deportierte! Und nun soll ICH dafür zahlen, dass Sie meine Großeltern auf dem Gewissen haben? Ich fordere Sie auf, augenblicklich sämtliche Forderungen gegen mich einzustellen!”

Zugegeben: Als Witz wäre der Brief nicht gerade ein Schenkelklopfer. Gutmenschlich ausgedrückt wäre so ein Witz sogar sehr geschmacklos. Vorausgesetzt, man sieht darin einen Witz. Die Deutsche Bahn jedenfalls nahm ihn bitterernst.

Eine weitere Kommentierung überlassen wir euch. Rund 80% Rabatt sprechen für sich.

 

 

 

http://infoportal-schwaben.net/2012/08/schwarzfahren/