VENEZUELA: Löhne steigen, Arbeitslosigkeit sinkt. Wie machen die das?

Wieder ein eklatantes Beispiel für die Lügen- und Hetzpropaganda unserer ‚yellow‘ Presse (von Bild bis Zeit und Spiegel). Außerdem sprechen unsere Pentagon-Megaphone auch gerne von den Milliarden aus China, mit denen die bolivarianische Regierung gekauft worden sei. Dazu gibt es einen schönen Artikel von Mark Weisbrot in The 4th Media „Chinas Bemühungen können helfen, die Stabilität in der Region Lateinamerika aufrechtzuerhalten„. Weisbrot schreibt à propos Inflation: „… es gibt ein Land, das sowohl die Fähigkeit zu helfen hat als auch ein großes Interesse es zu tun: China. China hat bereits Venezuela mit Dutzenden Milliarden Dollar-Darlehen geholfen – wovon das meiste bereits zurückgezahlt ist – und auch mit Investitionen. … Zwar stimmt es, dass beide Länder (auch Argentinien) eine hohe Inflation haben und ihre Währungen auf dem Schwarzmarkt abgewertet haben, aber es ist nicht klar, wieviel davon grundlegende Ursachen hat und wieviel der Dollarpreis-Blase ihrer Währungen auf dem Schwarzmarkt ist. (Gewiss ist die Schwarzmarktdollar-Rate in Venezuela eine Blase, hervorgerufen von Käufern, die auf das Sinken der lokalren Währung wetten.) Also das ist auch eine schmutzige Lüge, die aber den Vorteil hat, dass man beide anschwärzen kann: China des nicht-existenten Imperialismus und Venezuela/Maduro der Unfähigkeit.
Nun von diesen Zahlen hier unten können die Amerikaner und Europäer nur träumen. Deswegen sind die Europäer gezwungen, nach Venezuela auszuwandern und zur Abwechslung mal selbst Gastarbeiter zu spielen.

Thierry Deronne
Caracas am 22. 1. 2014
aus dem Französischen: Einar Schlereth

Verheimlicht von den privaten Medien in Venezuela [die Oligarchen kontrollieren 90 % des Zeitungs- und Fernsehmarktes! D. Ü.] und ihren internationalen Mittlern (Le Monde, El Pais, Libération, NYTimes etc.), sprechen die im Januar 2014 vom Nationalen Statistikinstitut herausgegebenen Zahlen von einer erneuten Senkung der Arbeitslosigkeit, die im Dezember auf 5.6 % gesunken ist. Dies ist die niedrigste jemals von der bolivarianischen Regierung registrierte Zahl (erinnern wir uns, dass die Arbeitslosigkeit bei 11 % lag, bis zur Wahl von Hugo Chávez im Dezember des Jahres 1998).
Von 1999 bis 2013 hat die venezolanische Wirtschaft durchgestartet dank der treibenden Kraft des Staates und der öffentlichen Investitionen, wodurch 4185697 Personen eine Arbeit bekommen haben. Die Studie zeigt auch, dass die „informelle“ Arbeit, die 1999 etwa 55 % der aktiven Bevölkerung beschäftigte, 2013 auf 37.9 % gesunken ist. In derselben Periode ist die Zahl der Festangestellten stark gestiegen, von 45 auf 62.1 %. Ein Zeichen der Zeit ist, dass Venezuela nach Argentinien an zweiter Stelle der Einwanderung steht (der größte Teil Spanier), die Europa auf der Suche nach Arbeit fliehen.

Im Januar 2014 hat Präsident Maduro eine neue Erhöhung von 10 % des Minimallohnes dekretiert, womit dieser der höchste in Lateinamerika ist. Vom Mai 2013 bis Januar 2014 ist er um 59 % gestiegen und beträgt nun 3270 Bolivares. Parallell dazu sind die Rechte der Arbeiter durch ein neues Arbeitsrecht gestärkt worden, was das neo-liberale Joch gebrochen hat (1).

Um diese Fakten auszuradieren ziehen es die internationalen Medien vor, auf der Inflation zu bestehen (die, nebenbei gesagt, laut IWF sehr viel größer unter den Regimen vor der bolivarianischen Revolution war) (2). Sie „vergessen“, dass in Venezuela die Nahrungsmittel, das Gesundheitswesen auf allen Ebenen, Mieten und alle sozialen Missionen vom Staat subventioniert werden und in manchen Fällen völlig kostenlos sind und ein zunehmender Teil der Bevölkerung von der sozialen Sicherheit profitiert. 1998 zählte Venezuela nicht mehr als 380 000 Pensionäre, die 60 % des Minimal-Lohnes erhielten. Heute gibt es 2750 000, deren Pensionen im selben Rhythmus wie die Löhne angehoben werden und monatlich im voraus bezahlt werden. Dadurch werden die Lohnerhöhungen und die Kaufkraft real.

Man muss das Gesetz der „gerechten Kosten und Preise“ hinzufügen, das die Gewinne des kommerziellen Privat-Sektors auf 30 % begrenzt, der bisher 200 – 1000 % Aufschläge praktizierte [welch üble Diktatur! Die armen Händler! D. Ü.], die Herabsetzung der Mieten für kleine und mittlere Händler und Mieter, die Hilfen für kleine Sparer und die verschiedenen ökonomischen Mechanismen, die allmählich der spekulativen Blase des Dollars die Luft nehmen.

Die sozialen Investitionen (die vor der Revolution bei 12 % festlagen) sind 2013 bei 54 % des Staatsbudgets gewesen und werden 2014 die 60 % passieren.

Man versteht, warum, trotz des ökonomischen Krieges, der von der Opposition geführt wird, die von bolivarianischen Regierung ins Werk gesetzte Politik weiterhin die Armut sinken lässt. Sie ist von 21.6 % im Jahr 2012 auf 19.6 % im Jahr 2013 gesunken. In derselben Periode ist die extreme Armut von 6.3 auf 5.5 % gesunken. Diese Zahlen sind von der CEPAL (Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika) bestätigt worden. Präsident Maduro hat erneut an das Ziel der bolivarianischen Revolution erinnert, „die Armut bis 2019 auf Null“ zu bringen.
Fußnoten:

Notes :

1) “La nouvelle loi du travail, un pas de plus vers la vraie
vie” http://venezuelainfos.wordpress.com...

2) Voir “Associated Press et le mythe d’une opposition
muselée au Venezuela” http://venezuelainfos.wordpress.com...
et “The Economist.. économise la vérité sur le Venezuela”
http://venezuelainfos.wordpress.com...

3) Sur le mythe d’une économie en difficulté au Venezuela,
“L’apocalypse tant espérée n’aura pas lieu”,
http://venezuelainfos.wordpress.com...

Quelle – källa – source

http://einarschlereth.blogspot.se/2014/02/venezuela-lohne-steigen.html