Olympia-Wahn: ARD und ZDF nehmen auf GEZ-Kosten am Fackellauf teil

Bei Olympischen Spielen brennen bei den GEZ-Sendern regelmäßig alle Sicherungen durch. Der Skandal dieses Jahres: Ein von GEZ-Geldern finanzierter ARD-Mann lief als Fackelträger für die Kommerz-Veranstaltung – zur Belohnung für seine „Lebensleistung“. Auch eine ZDF-Mitarbeiterin lief mit der Fackel. Die Gebührenzahler haben keinerlei Möglichkeit, die Verschwendung ihrer Beiträge bei solch absurden Ritualen zu verhindern.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach, und Wladimir Putin bei der Eröffnungs-Zeremonie von Sotschi 2014: Die Spiele sind reiner Kommerz, die GEZ-Sender haben ihre kritische Distanz verloren. (Foto: dpa)

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach, und Wladimir Putin bei der Eröffnungs-Zeremonie von Sotschi 2014: Die Spiele sind reiner Kommerz, die GEZ-Sender haben ihre kritische Distanz verloren. (Foto: dpa)

Die Olympischen Spiele sind eine reine Kommerz-Veranstaltung. Die Stiftung der Spiele (Olympic Foundation) meldet per 31.12.2013 Bar-Rücklagen in der Höhe von 932 Millionen Dollar. Dieses Geld stammt von der Ausrichtung der Spiele als Wirtschafts-Veranstaltung, die, wie Jens Weinreich in seinem neuen, sehr lesenswerten Buch („Macht, Moneten, Marionetten) beschreibt, ein Business „von Freunden für Freunde“ ist. Dass hier Korruption gewissermaßen zu guten Ton gehört, würde nicht verwundern.

Einen wesentlichen Teil des Geldes beziehen die Olympischen Bürokraten jedoch nicht vom freien Markt – sondern von der Willfährigkeit der Öffentlich-Rechtlichen Sender, die in Deutschland regelmäßig den Verstand verlieren, wenn es Olympische Spiele gibt. ARD und ZDF haben die Rechte mit den GEZ-Zwangsgebühren gekauft, mit dem stets gleich sinnlosen Argument, dass die Spiele ein so wichtiges Ereignis seien, dass die Deutschen ein Recht hätten, gratis unterhalten zu werden.

Das ist natürlich kompletter Unsinn: Olympische Spiele in der Form, in der sie heute als globales Kommerz-Festival mit einer durchgängig postsowjetischen Mega-Ästhetik abgehalten werden, sind eine reine Unterhaltungsveranstaltung. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat alle Rechte und das ist auch gut so: Das IOC sollte gezwungen werden, sich alle Mittel auf dem freien Markt zu verdienen. Wenn es Privatsender gibt, die die Spiele übertragen sollen – bitte sehr. Wenn ein Pay-TV-Sender ein Geschäftsmodell findet, das sich finanziert – die Rechte seien ihm gegönnt.

Doch auf dem freien Markt will keiner die Spiele vom IOC, weil es gar keinen freien Markt mehr gibt: Das IOC, die nationalen olympischen Komitees – das sind Oligarchien, die vor allem vom erzwungenen Zugriff auf Zwangsgebühren leben. Die GEZ-Sender zwingen ihre Gebührenzahler, die Schatullen des IOC zu füllen – niemand wird jemals erfahren, wohin das Geld geht und was damit geschieht.

Die Olympischen Komitees, die GEZ-Sender und die Politiker spielen alle das gemeinsame, undurchsichtige Spiel, bei dem Dabeisein alles ist: Der Griff in die Kasse der Bürger, die keine Chance haben, dem gigantischen Kommerz-Spektakel ihre Unterstützung zu verweigern.

Die Sender, deren triefendes Pathos bei Spielen vor allem daher kommt, dass alte Seilschaften einander gefällig sind, haben sich in diesem Jahr noch einmal an Geistlosigkeit übertroffen: Wie Jens Weinreich herausgefunden hat, haben sich ein Mann des Bayrischen Rundfunks und eine Mitarbeiterin des ZDF als Fackelträger für Sotschi betätigt.

Die Zeit berichtet:

„,ARD-Teamchef Werner Rabe ist an seinem 64. Geburtstag vor seinen neunzehnten und letzten Olympischen Spielen eine 400-Meter-Strecke in Krasnodar gelaufen‘, schreibt die Pressestelle des BR auf Nachfrage von Zeit Online in einer Mitteilung. ,Es war für ihn ein ganz persönlicher Moment des Abschiednehmens nach vierundvierzig Arbeitsjahren in der Sportberichterstattung bei Zeitung, Nachrichtenagentur, Hörfunk und Fernsehen.‘“

Die Zeit weiter:

Das ZDF bestätigt: Auch Olympia-Programmchefin Anke Scholten sei einige Hundert Meter mit der Fackel in der Hand mitgelaufen. ,Das ist doch eine große Ehre‘, sagte Pressesprecher Thomas Stange Zeit Online. Die Frage nach journalistischer Unabhängigkeit stellt sich der öffentlich-rechtliche Sender nicht. Er könne sich nicht vorstellen, dass ein Sender durch die Teilnahme an dem Lauf korrumpiert würde, so Stange.“

Damit bestätigen beide Sender, dass die Fackel-Läufe in der Dienstzeit der Medien-Funktionäre erfolgt sind – und somit der Gebührenzahler dafür zu bezahlen hat.

Man fragt sich, warum der Gebührenzahler gezwungen wird, den „ganz persönlichen Moment des Abschiednehmens“ für einen Funktionär eines Staatssenders zu finanzieren: Herr Rabe solle investigativ über Doping, Korruption, die Putin-Propaganda und all die Themen berichten und dafür Tag und Nacht in seiner Redaktion, an den Spielstätten, beim IOC, in den Archiven usw. recherchieren. Dann könnte er seinen ganz persönlichen Abschied damit krönen, dass er sich dem GEZ-Zahler gegenüber respektvoll und als ordentlicher Mitarbeiter präsentiert.

Was soll es denn für eine „Ehre“ sein, wenn eine Medien-Funktionärin eine Fackel für eine Veranstaltung trägt, die dem Gebührenzahler aufgezwungen wird? RTL oder SAT1 hätten über die Spiele genauso gut berichten können.

Die Arroganz der überfinanzierten Sender passt zum Byzantinismus über ein Ereignis, bei dem die GEZ-Sender nicht journalistisch-kritische Berichterstatter sind, sondern Teil einer selbstgefälligen Party – die sich über Wochen zieht und den Deutschen den Eindruck vermitteln soll, dass hier etwas Wichtiges geschieht.

Der Fackelzug bei Winterspielen wurde übrigens in der Neuzeit erstmals 1936 in Garmisch-Partenkirchen durchgeführt. Die Nationalsozialisten hatten die Idee aus der Antike wiederbelebt, in Berlin 1936 spielte die Zeremonie eine wichtige Rolle in der Choreografie der damals geplanten Neuen Ordnung für Sud- und Südost-Europa von Joseph Goebbels – nachzulesen in dem sehr empfehlenswerten Buch „Nazi Games: The Olympics of 1936“, von David Clay Large.

Würden die GEZ-Sender dieses Buch gelesen haben oder die Gebühren für einen Historiker verwenden, wüssten sie, dass die Fackel ein reines Propaganda-Symbol ist – jedenfalls in der Neuzeit.

Doch vermutlich fehlt der GEZ-Olympia-Maschine, die vor Ergriffenheit vor der Spielen versinkt, genau jene kritische Distanz, die man sich von einem wahrhaft unabhängigen öffentlich-rechtlichen Unternehmen erwarten würde.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/07/olympia-wahn-ard-und-zdf-nehmen-auf-gez-kosten-am-fackellauf-teil/

Vier Mythen über Sotschi

OLYMPIA - Olympische Winterspiele 2014, Vorberichte, Info Reise

In den westlichen Medien werden abstruse Behauptungen über
die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 verbreitet.

Russland HEUTE ist einigen davon nachgegangen
und erklärt, was wirklich dahintersteckt.

Mythos Nr. 1: „Es gibt immense Probleme mit der Sicherheit.“

Westliche Medien verweisen darauf, dass Sotschi sich in der Nähe einer „Kampfzone“ – den
unruhigen nordkaukasischen Republiken – befindet und zum Ziel von Terroristen werden könnte.
Die jüngsten terroristischen Anschläge in Wolgograd haben diese Ängste verstärkt.

Offizielle Stellen in Großbritannien haben vor einer erhöhten Terrorgefahr gewarnt,
und der olympische Verband des Landes ruft die Touristen dazu auf, ihre Staatsbürgerschaft
nicht zu erkennen zu geben und „keine Kleidung zu tragen, die darauf hinweist,
dass der Träger aus Großbritannien stammt“.

Es gibt jedoch Fakten, die darauf hinweisen, dass die Gefahr überschätzt wird. Vor allem,
weil Sotschi sich in Wirklichkeit nicht in unmittelbarer Nähe der „Kampfzone“ befindet.

Von Sotschi bis nach Machatschkala, dem unruhigsten Gebiet im Nordkaukasus, sind es
972 Kilometer, und bis nach Naltschik, dem zum Austragungsort der Olympischen Spiele
nächstgelegenen Unruheherd, sind es 653 Kilometer. Im ersten Fall entspricht dies der
Entfernung zwischen Paris und Leipzig, im zweiten der zwischen London und Edinburgh.

Außerdem wird es für die Spiele außerordentliche Sicherheitsmaßnahmen geben.

Die Unterkünfte der Sportler und Touristen werden von einer ganzen Armee überwacht – über
30.000 Angehörige der Strafverfolgungsbehörden, die von ansässigen Kosaken unterstützt werden.

Für Kraftfahrzeuge aus anderen Regionen Russlands ist Sotschi für die Dauer der Spiele
gesperrt, Postsendungen, die an Bewohner oder Einrichtungen in der Stadt adressiert sind,
werden kontrolliert.

Die Gesamtaufwendungen zur Gewährleistung der Sicherheit werden auf mehrere Milliarden
Euro geschätzt. Mittlerweile verfügen die nordkaukasischen Terroristen nicht mehr über
die notwendigen Ressourcen, um eine Bresche in solch einen Sicherheitskordon zu schlagen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Russland Heute

Anmerkung :

Da ja im Vorfeld Anschläge von islamistischen Terroristen angekündigt
wurden , hier mal ein Denkansatz von Michael Winkler  :

Wird es einen Anschlag in Sotchi geben? Offenbar glauben viele Deutsche, daß es passiert.

Nun, Putins Spiele sind natürlich ein Hauptgewinn, ein großartiger Propaganda-Erfolg
für eine Terror-Organisation. Und ja, 100% Sicherheit gibt es nicht. Nicht in Sotchi,
nicht in New York und nicht einmal in Mittelmietraching.

Der Allahu-Akbar-Amateur-Selbstmörder täte jedoch am besten daran, es auf dem Dorfplatz
Mittelmietrachings zu probieren, als Ehrengast auf dem Toleranz-Festival der lokalen Grüninnen.

Nach Sotchi gelangen derzeit ausschließlich Profis, die eine entsprechende Infrastruktur
im Rücken haben. Der KGB hätte das gekonnt, die CIA und der Mossad können es.

Putin ist vom Fach, er erkennt die Handschrift hinter einem Anschlag.

Ein zweitklassiges Schauspiel wie bei 9/11 oder dem Bostoner
Topfbomber brauchen die Amerigauner erst gar nicht zu probieren.

GEZ : Olympischer Popanz

Sotschi-2014-Medien

Nur ein Satz zu Sotschi

Wenn in den kommenden Tagen Korrespondenten der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten
vulgo Staatsfernsehen) über angebliche oder tatsächliche Einschränkungen der Menschenrechte
in Russland berichten, darüber, dass „Katzen-Aufstands“-Göhren nicht straflos in staatsnahen
orthodoxen Kirchenhäusern tanzen und protestieren dürfen, darüber, dass die russische Regierung
homosexuelle Propaganda verbietet;…

… wenn gleichzeitig über alle Sportereignisse unter anderem aus dem eigens dafür
hergerichteten ARD/ZDF-Panoramastudio (Kostenpunkt laut „Welt“ ungefähr 10.000.000 Euro – in
Worten zehn Millionen Euro) mit Hundertschaften von Mitarbeitern, von denen der eine oder andere
sicher wohlwollend auf den Boykott der Spiele durch den deutschen Bundespräsidenten verweisen wird,
rund 240 Stunden lang über Spoartarten von Biathlon über Curling und Slopestyle Ski bis Snowboard
berichtet wird einen kleinen Einblick in den aufgebauten Popanz liefert das Presseportal des ZDF), …

… dann sind wir sicher alle froh, dass für unter anderem solchen Zirkus, der wohl von keinem
Bildungs-und Unterhaltungsauftrag des Staatsfunks gedeckt wird, die Zwangsabgabe für dieses
„Angebot“, das man nicht ablehnen kann, bei Wegfall der Werbung zur Gleichstellung mit privaten
Sendern nur um ungefähr 1,25 Euro pro Haushalt steigen soll (am Ende wird die Steigerung ohne
Wegfall von Werbung dabei herauskommen, aber das ist nur meine persönliche Einschätzung!

Quelle : EF Magazin