Erst Goldcrash, dann Währungscrash?

Größter Kurseinbruch bei Gold seit 30 Jahren. Gold/Silberaktien im freien Fall. Zypern muss Goldbestände verkaufen. Schwache Konjunkturdaten aus China. Terroranschlag in Boston sorgte zusätzlich für Nervosität, Labile Aktien- und Rohstoffmärkte.

 

von Andreas Männicke
Der Goldpreis brach am 15. April um über 9% ein und der Silberpreis sogar um über 12%. Das war der größte Tagesverlust seit Februar 1983, also seit 30 Jahren,  bei Gold/Silber. Der Kursverfall war auch schon am Freitag sehr stark, nachdem Gold die wichtige Marke von 1530 und Silber von 26 USD/Unze unterschritten hatte. Dieser Kurssturz war vorhersehbar, denn bei neuen Tiefstkursen reagieren alle möglichen Computerprogramme der Welt gleich und fast alle waren  bei Gold bei 1530 und Silber bei unter 26 USD/Unze short.
Neben charttechnischen Verkaufssignalen meldete auch China relativ enttäuschende Wachstumszahlen von „nur“ 7,7%, worunter fast alle Rohstoffe am Montag litten. Dies war aber ebenso wie die Meldung, das Zypern seine Goldbestände verkaufen müsse, nicht der wahre Grund des Goldpreisverfalls.
Wie schon am Freitag war das Handelsvolumen bei Gold- und Silber-Kontrakten außerordentlich hoch, so dass es sich um einen Sell-off handeln könnte, dem dann bald eine Trendwende folgt. An der COMEX in New York wurde sogar ein neues Rekordvolumen von 750.000 Kontrakten registriert. Auf dem Papier wurden damit 2.300 Tonnen Gold umgesetzt, was reine Spekulation ist. Es gibt Gerüchte, das JP Morgan und Goldman Sachs schon lange bei Gold/Silber short waren und hier ein großen Rad auf der Shortseite drehen, Einige Experten sprechen auch von einem stark manipulierten Gold/Silbermarkt. In Asien gab es auf dem niedrigen Niveau schon wieder Käufe am Folgetag, so dass es eine markante Gegenbewegung einsetzte. Für Zentralbanken und Schwellenländer, sowie für Indien und China als strategische Goldkäufer gibt es jetzt wieder günstige Einstiegskurse. Einige Goldproduzenten haben schon bei Goldpreisen von 1400 USD/Unze Schwierigkeiten, profitabel arbeiten zu können. Insofern dürfte sich der Goldpreis mittelfristig wieder erholen, wenn sich das Angebot durch eine geringere Goldproduktion verknappt.
Am 15. April erschütterte auch der Terroranschlag in Boston beim Marathon das Anlegervertrauen. Der Dow Jones Index brach um über 200 Indexpunkte in wenigen Stunden von über 14.800 auf unter 14.600 Indexpunkte ein. Sowohl Gold/Silber als auch die Wall Street erholte sich aber am 16. April, was eine ganz normale Reaktion nach so starken Kursverlusten ist. Ich rechne mit großen geopolitischen Gefahren im Mai/Juni auch wegen des anhaltenden Nordkorea/Iran-Konfliktes und möglichen militärischen Aktionen neben der Gefahr von fortgesetzten Terroranschlägen nicht nur bei Marathonveranstaltungen. Insofern sollte der Anleger seht vorsichtig agieren.
Der RTS-Index brach am 15. April um über 3% von über 1400 auf das neue Jahrestief von unter 1360 Indexpunkten ein, wobei die Moskauer Börse schon zuvor aufgrund des stark fallenden Ölpreises mit über 5%  seit Jahresbeginn im Minus war. Hier konnte und kann man sehr viel Geld mit RTS-Mini-Short-Zertifikaten und in Zentralosteuropa mit CECE-Mini-Short-Zertifikaten verdienen, die auch im EAST STOCK TRENDS rechtzeitig zum Kauf empfohlen wurden. Aber auch Osteuropa-Währungs-Zertifikate haben weiterhin große Chancen.
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Das Billionengrab

Hochzufrieden haben jetzt die Finanzminister der Eurozone den Start des ESM verkündet. Damit beginnt die Transformation der bislang freien Nationen des Euroraums in das von der internationalen Hochfinanz ferngesteuerte quasidiktatorische  ESM-Europrotektorat. – Erst wenn der letzte deutsche Spargroschen enteignet wurde, wird man feststellen, dass der Euro nicht zu retten ist.

 

von Rolf von Hohenhau,  Bund der Steuerzahler (Bayern)

Die Eurokraten selbst geben vor,  tapfer gegen Haushaltsdefizite und anonyme Spekulanten anzukämpfen.  Bei der „Schlacht um den Euro“ sei Zeit und Geld der „ESM-Bazooka“ nötig. Der ESM werde mit 700 Mrd. Euro Haftungskapital und 500 Mrd. Euro Kreditvolumen dieses Problem lösen: Die schiere Größe dieses Paketes werde jede Spekulation gegen den Euro sinnlos machen. Gleichzeitig werde mit diesen Summen Zeit gewonnen, um nun zielgerichtet die Haushalte der Südländer zu sanieren. Die gesetzlichen Vorgaben des  Fiskalpakts  würden in Kombination mit den scharfen Bedingungen der ESM-Hilfsmaßnahmen den Schlendrian der finanziell schwachen Euroländer beenden und diese wieder auf Kurs bringen.

 

All das ist hohles Geschwätz und naive Hoffnung! Verursacher der Krise sind die führenden Politiker und Parteien der Eurozone selbst. Zuerst haben sie die Staatsschuldenkrise des Euroraumes und die daraus hervorgegangene Bankenkrise durch fortgesetzte und rücksichtslose Verletzung der Kriterien des Vertrages von Maastricht verursacht. Dann haben sie diese Krise durch permanente Verletzung des Bail-Out-Verbotes (Quersanierungsverbot)  zur Dauerkrise verfestigt.  Das für ein geordnetes Funktionieren der Eurozone zentrale Bail-Out-Verbot wurde in sein Gegenteil verkehrt: Eurorettung =  Bail-Out: Wir haben grundsätzlich für Schulden anderer Euroländer  zu zahlen oder zu garantieren, was schlussendlich auf das Gleiche hinausläuft.

 

Und das Schlimmste dabei: Die Verursacher der Krise spielen sich nun als Retter auf und behaupten, dies geschehe zum Wohle der Bevölkerung. Dabei treibt sie nur die Angst um, der Euro könne zerbrechen und sie selbst und die ganze aufgeblähte Eurokrakie hinwegfegen. Um dies zu verhindern, wird dem System über die EZB ständig neues Geld zugeführt. Dieses Geld fließt dann im Ergebnis an die Großgläubiger der bankrotten Eurostaaten, was nichts anderes heißt, als dass das Risiko der Finanzierer (Altgläubiger)  und der finanzierten Staaten und Banken (etwa in den Club-Med-Ländern) klammheimlich auf den Schultern der völlig ahnungslosen Bürger Deutschlands und LuFiNl abgeladen wird. Denn genau diese sind betroffen, wenn etwa Griechenland zukünftig die Kredite (Rettungsgelder) der EZB oder des ESM nicht zurückzahlt bzw. Garantien in Höhe von hunderten Milliarden gezogen werden.

 

Pure Illusion sind auch die „Bedingungen und Sanktionen“ von Fiskalpakt und ESM. Der „Sanktionsmechanismus“ des Fiskalpakts ist eine Farce,  wie wir das schon vor Monaten unter www.fiskalpakt.info kommentiert haben. Das gleiche gilt für die Kontrollen, Bedingungen und „Sanktionen“ des ESM. Die gleichen Leute und Gruppen, die schon nicht in der Lage waren, die Kriterien von Maastricht und das Bail-Out-Verbot einzuhalten und durchzusetzen, sind nun für die „Staatensanktionierung“ nach Fiskalpakt und ESM zuständig – eine ganze Herde von Böcken im Irrgarten des Euro! Nur völlige Naivlinge können glauben, dass diese Bedingungen und Sanktionen im Ernstfall umgesetzt werden. Das alles ist nur Lug und Trug für Leichtgläubige und Sand in den Augen der misstrauischen Bevölkerung.

 

Die Vorstellung, dass sich hier zukünftig irgendetwas zum Positiven ändern werde, ist absurd. Beispielweise ist Griechenland bei nüchterner kaufmännischer Betrachtung unter insolvenzrechtlichen Gesichtspunkten seit Jahren bankrott und es ist völlig unmöglich, dass es sich unter den bestehenden Bedingungen jemals wieder erholen wird. Es bleibt ein Fass ohne Boden,  da mögen die Troika, die EU-Kommission, Frau Merkel oder Herr Schäuble und alle sonstigen „Euroretter“  sagen, was sie wollen. Die nackten Zahlen[1]  und Fakten[2]sprechen gegen Griechenland, nicht in erster Linie gegen den griechischen Bürger, sondern die Art und Weise wie dieser Staat geführt wird. Frau Merkel selbst rettet folgerichtig weder den Euro noch die Griechen, sondern das politische Euro-Establishment und damit ihren eigenen Kopf.

 

Griechenland (hier lediglich beispielhaft herausgegriffen für ähnliche Zustände in anderen schwachen Euroländern) hätte – wie wir schon am 06.02.2012 an die Bundesbank (dort Seite 29) geschrieben haben – längst den Euro verlassen und alle Zins und Tilgungszahlungen an seine Gläubiger komplett einstellen müssen, um damit eine Basis für einen Neustart zu schaffen.[3]Das wäre zweifelfrei schon 2010 für Griechenland die bessere Alternative gewesen, wie dies erst jüngst auch Prof. Ulrich Hege und Dr. Harald Rau in der FAZ überzeugend aufgezeigt haben.[4]Seither sparen und tilgen sich – auch mit deutschem Geld – die Griechen zugrunde. Aber ihre Gläubiger werden sie so niemals los. Die Griechen müssen aus dem Euro raus, ihre Gläubiger selbst abschütteln und auf eigene Rechnung und nach eigenen Vorstellungen ihren Staat wieder aufbauen, gut oder schlecht, wie sie es vermögen oder wie es ihnen gefällt. Wir Deutschen haben damit nichts tun und sollten uns überhaupt nicht in fremde Angelegenheiten mischen. Das schadet uns nur – politisch und finanziell! Sobald die Griechen aus dem Euro austreten, erübrigen sich auch Demonstrationen (40.000 Demonstranten am 09.10.2012 in Athen!) gegen die Kanzlerin und die Deutschen. Es ist überhaupt nicht ersichtlich, welchen Vorteil Griechenland daraus haben sollte, weiter im Euro zu verbleiben. Das ist schlicht eine Verrücktheit und dient nur der führenden Klasse in Griechenland, die alle Vorteile des Euro gnadenlos abschöpft und außer Landes schafft.

 

Target-2

Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, verdrängt die Laienspielerschar, die sich deutsche Regierung nennt, vollkommen die verheerenden Wirkungen von Target-2. Es ist geradezu lachhaft Target-2 in der bisherigen Form zu verteidigen, anstatt zumindest den tickenden Zünder dieser finanziellen Atombombe sofort abzuschalten. Wir haben uns dazu schon vielfach auf unserer speziellen Website www.target-2.de und über MMnews geäußert.

 

Seit der bahnbrechenden Arbeit des Währungsspezialisten  Prof. Peter Garber aus dem Jahre 1998 (Der Target-Mechanismus: Wird er eine Krise in Phase III verbreiten oder unterdrücken) [5]sind die hochexplosiven Gefahren von Target bekannt. Prof. Hans-Werner Sinn hat dieses Thema ab 2010 auch einer breiten deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht und sich erst jüngst wieder in seinem Buch „Die Target-Falle“ zum Thema geäußert.[6]Zum Dank dafür wird ihm von Prof. Bert Rürup[7] – der wenig bis nichts zu begreifen scheint – „irritierender  missionarischer Eifer“ vorgeworfen.[8] Und an dieses abwiegelnde Gerede sollen die deutschen Bürger offenbar solange glauben, bis ihnen der ganze „Laden Deutschland“ durch Explosion von Target-2 um die Ohren fliegt. Aber bis dahin werden sich dann die Merkels, Schäubles und Rürups dieser Welt längst irgendwohin abgesetzt haben bzw. die (alternativlose) Misere anderen in die Schuhe schieben.

Target-2 (T2) ist die Herzkammer des Eurosystems und damit zentraler  Mechanismus  der Eurokrise. Es ist inzwischen in eine  Kreditmaschine zur unlimitierten Finanzierung  von Leistungsbilanzdefiziten schwacher Euroländer umfunktioniert worden. Wie das funktioniert, haben wir vor langem am Beispiel „Gyros/Michl“ auf einer Seite dargestellt. Kurz zusammengefasst: Unter den Augen der Bundesregierung und insbesondere des deutschen Finanzministeriums kaufen Euro-Pleitestaaten (bzw. deren Rechtssubjekte) in Deutschland ein,  die Bundesbank bezahlt und erhält zum Ausgleich einen weitgehend wertlosen und nicht durchsetzbaren  Schuldschein gegen die EZB. Würde Ihnen so eine „Bezahlung“ genügen? Sicher nicht!

 

Stellen Sie sich vor, 17 Firmen aus verschiedenen Ländern,  mit höchst unterschiedlicher Größe, Leistungsfähigkeit, Verschuldungsgrad  und völlig unterschiedlicher Firmenkultur und Sprache  – darunter eine Firma namens  Bundesbank – schließen sich zu einem reinen Abrechnungsverbund (nicht Konzernverbund!) zusammen. Sie vereinbaren ausdrückliche Beibehaltung der absoluten finanziellen Eigenverantwortlichkeit jeder Firma und als wichtigsten und zentralen Punkt des Systems, dass niemals und unter keinen Umständen innerhalb des Systems eine Firma für die andere zu haften habe (Bail-Out-Verbot). Nun gründen sie eine Abrechnungszentrale (EZB), kreieren das automatisierte Abrechnungssystem (Target-2) und schließlich wird unter diesen Prämissen der Abrechnungsbetrieb aufgenommen und läuft 8 Jahre einwandfrei (von 1999 – 2007).  Dann wird plötzlich offenbar, dass einige der Firmen massive Zahlungsprobleme haben. Unter diesem Druck fangen sie an hemmungslos und vertragswidrig das Abrechnungssystem T2 in ein gewillkürtes Kreditsystem umzuwandeln. Verabredungswidrig finanzieren sie darüber ihre Warenzufuhr, indem sie zwar bestellen aber nicht bezahlen, sondern grundsätzlich bei der Firma Bundesbank anschreiben[9] lassen: Formhalber hinterlegen sie bei der Abrechnungsstelle EZB (die von ihnen dominiert wird) weitgehend wertlose Sicherheiten. Dies führt nun dazu, dass die Kasse der Firma Bundesbank (die letztlich den Bundesbürgern gehört) systematisch geplündert wird. Den gewillkürten Abflüssen entsprechen die sogenannten positiven T2-Forderungen. Was passiert ist, macht die folgende Zahlenreihe der ansteigenden Target-2-Forderungen der Bundesbank gegen die EZB deutlich:

Bis Juni             2007    € 0                             (ausgeglichenes Konto)

Bis Dezember   2007    € 100 Milliarden       (Rauch steigt auf, Brandgefahr)

Bis Januar         2009    € 150 Milliarden       (erste Flammen steigen auf)

Bis Januar     2010    € 300 Milliarden       (ein Jahresbundeshaushalt ist verbrannt)

Bis Oktober       2011    € 500 Milliarden      (das Haus brennt lichterloh)

Bis August        2012     € 751 Milliarden      (sprachloses Entsetzen!)

 

Im Normalfall hätte jede halbwegs noch verantwortungsbewusste   Geschäftsleitung einer Firma, die merkt, dass aus ihrer Kasse vereinbarungswidrig 100 Milliarden Euro (!)  herausgebrochen wurden, die Reißleine gezogen. Sie hätte das Abrechnungssystem sofort aus wichtigem Grund unter  Hinweis auf den Vertragszweck  (bloße Abrechnung) und die verbindlichen  Vertragsgrundlagen (No Bail-Out) aufgekündigt/verlassen und gleichzeitig die Rückführung der € 100 Milliarden ultimativ gefordert.[10]

 

Doch handelt sie nicht und lässt die Dinge treiben, begeht sie fortgesetzte Untreue gegenüber ihren Kapitaleignern und zwar in der ungeheuerlichen Höhe von mehr als einer dreiviertel Billion Euro, also dem 2 ½-fachen des Bundeshaushalts der BRD. Dem nichtjuristischen Leser sei mitgeteilt, dass Untreue in einem derartigen Fall schon dann vorliegt, wenn die Rückzahlung/Schuldtilgung des nicht verhinderten Geldabflusses gefährdet sein könnte (was im Falle Griechenlands als sicher anzunehmen ist). In solchen Fällen ist die Geschäftsleitung grundsätzlich ohne Wenn und Aber verpflichtet, unberechtigte bzw. ungedeckte Zwangsabbuchungen frühestmöglich zu unterbinden um eben solche Gefahren zu vermeiden.

 

Heute stellen sich die Verantwortlichen u.a. die deutsche Regierung hin und behaupten dreist und frech, so streng sei das mit der „bloßen Abrechnung“ und dem „Bail-Out-Verbot“ gar nicht gemeint gewesen und ohne entsprechende Kontoüberziehungen bei der Bundesbank könne das Eurosystem überhaupt nicht funktionieren bzw. wäre dieses schon längst zusammengebrochen. Diese Aussage bedeutet nichts anderes, als dass Target-2  die Herzkammer des Eurosystems ist. Daraus lässt sich folgende Feststellung herleiten:

 

1. Das Eurosystem ist ohne Dauer-Subventionierung durch Deutschland nicht lebensfähig!

2. Nicht fehlende Rettungsmaßnahmen werden den Euro zerstören und dann die Target-2-Drohverlust in Totalverluste umwandeln (das Erpressungs-Totschlag-Argument der Eurokraken), sondern vielmehr wird Target-2 seinerseits, aufgrund des fortgesetzten Missbrauchs, das Eurosystem zerstören. Genau darauf läuft die zutreffende Argumentation von Prof. Peter Garber seit 14 Jahren hinaus.

 

So oder so, die Bundesbank ist ruiniert und 750 Mrd. Euro sind verloren! Aber eines steht dennoch fest: Bricht das Eurosystem, wird sich Deutschland am schnellsten erholen, die Bundesbank rekapitalisieren und solche Jahrhundertfehler sicher nicht wiederholen. Insofern haben die anderen Euroländer, mit Ausnahme der Niederlande und Finnlands, inzwischen weit mehr zu verlieren als Deutschland und deshalb sitzen wir auch nicht unentrinnbar in der Falle: Deutschland wird zwar ungeheuer viel Geld verlieren aber dennoch wieder schnell auf die Beine kommen. Aber die diebischen Elstern des Target-2-Systems verlieren ihre Zukunft auf Jahrzehnte. Eine neue und entschlossenere Regierung sollte in der Lage sein, diese Botschaft in aller Deutlichkeit zu vermitteln. In der bisherigen Weise kann es jedenfalls nicht weitergehen und das wird die Masse der Deutschen alsbald erkennen.

 

Wir halten also die “tolerierte Plünderung“ der Bundesbank für kriminell und haben uns deshalb vor Monaten schon der Strafanzeige von Prof. Bernd Schünemann gegen Vorstände der deutschen Bundesbank angeschlossen. In der Anlage überreichen wir ein weiteres Statement von  Prof. Schünemann. In Kürze werden wir Ihnen zusätzlich die inzwischen erfolgte Erweiterung und Ergänzung der Target-2-Strafanzeige durch Prof. Schünemann in vereinfachter Form vorlegen.

 

Natürlich wird unsere Aktion www.stop-esm.org fortgesetzt. Sie umfasst, worauf wir immer hingewiesen haben, weiterhin die Forderung nach sofortigem Stop von Target-2 (respektive die Forderung nach Hinterlegung direkter und werthaltiger Sicherheiten für jede zukünftige Target-2-Transaktion unmittelbar bei der Bundesbank).

 

Das Ausfallrisiko aus Target-2 ist – zusätzlich zur angeblich erfolgten „Begrenzung“ der ESM-Haftungsrisiken durch das BVerfG auf „nur“ 190 Mrd. Euro – inzwischen schon auf über 751 Mrd. Euro angestiegen und steigt unaufhaltsam weiter. Die EZB und unsere superschlaue Regierung „retten“ den Euro (besser gesagt, ihre eigenen Positionen), indem sie auf unsere Kosten und unser Risiko(!)  bankrotten Euroländern „Finanzhilfen gewähren“. Diese Rettungsgelder dienen nicht etwa dem Volk, sondern den Alt- und Großgläubigern der schwachen Euroländer. Deren Zins- und Tilgungsforderungen aus risikobehafteten Staatsanleihen werden durch Risikoumwälzung u.a. auf die Gesamtheit der deutschen Bürger verlagert. Aber ein erheblicher Teil dieser angeblichen „Rettungsgelder“ geht daneben im völlig undurchsichtigen „Euro-Rettungssystem“ via Target-2 zur Finanzierung weiteren defizitären Konsums der Club-Med-Länder und durch Kapitalflucht verloren. Zahlmeister: Die Deutsche Bundesbank! So befeuert Target-2 fortwährend die Krise indem es ständig  weitere Rettungsmaßnahmen erzwingt. Die Bundesregierung findet, das sei in Ordnung.

Wir denken, solange dieser finanzielle T2-Wahnsinn andauert, sind alle ernsthaften Euro-Rettungsmaßnahmen umsonst und führen a) nach erfolgter Plünderung der Bundesbank, b) zur unmittelbaren Gefährdung des Privatvermögens aller deutschen Bürger und c) zur völligen Einengung des finanziellen Gestaltungspielraums des Bundeshaushalts. Dies wird auf Dauer gesehen insbesondere auf die bedürftigen Bevölkerungsschichten unseres Landes voll durchschlagen. Denn töricht ist der Satz, „wer nichts hat, hat nichts zu verlieren“. In einem Sozialstaat gibt es für Bedürftige viel zu verlieren!

 

Wenn Sie mit all dem nicht einverstanden sind, zeichnen Sie – sofern noch nicht geschehen – www.stop-esm.org und veranlassen Sie auch Ihre Freunde, Nachbarn und Kollegen gleiches zu tun. Bitte verteilen Sie dies Schreiben so weit wie möglich (Ihren Abgeordneten nicht vergessen!), damit unsere Zeichnerzahlen weiter ansteigen und die notwendige Aufklärung zügig fortschreitet. In ihren Auswirkungen hängen ESM und Target-2, wie aufgezeigt, untrennbar  zusammen und überfordern Deutschland schon bei weitem. Niemals hat die deutsche Bevölkerung Gelegenheit gehabt der ESM-Diktatur  und der Plünderung der Bundesbank über Target-2 zuzustimmen. Deshalb erachten wir alle politisch motivierten und gesteuerten  Euro-Rettungsaktionen über ESM und Target-2 grundsätzlich für rechtswidrig. Sie bewirken nur eines: Sie zerstören nachhaltig die Finanzen Deutschlands und bringen damit für unsere Bürger zukünftig ausschließlich riesenhafte Probleme und Verluste.

Deshalb gilt weiterhin   www.stop-esm.org


[1] Thilo Sarrazin,“ Europa braucht den Euro nicht“ (Seite 175 – 180, 179)

[2] Petros Markaris, „Finstere Zeiten“ (u.a. Seite 31 ff.)

[3] Siehe auch, „Target-2: Die Plünderung der Bundesbank“ unter www.target-2.de

[4] Prof. Harald Hau, Dr. Ulrich Hege, Warum ein Schuldenschnitt die bessere Lösung ist, FAZ 14.09.2012, Seite 14

[5] Im Original: Prof. Peter Garber, „The TARGET mechanism“ (USA 1998/1999)

[6] Prof. Hans-Werner Sinn, „Die Target-Falle“

[7] Ehemaliger „Wirtschaftsweiser“

[8]Streit um Target-Thesen“ , in FAZ vom 08.10.2012,

[9] Siehe unser Beispiel von der „Club-Med-Bar“ im Artikel „Die Plünderung der Bundesbank“ (Seite 2)

[10] Im konkreten Fall hat die Bundesbank den Kopf in den Sand gesteckt und tatenlos ihrer weiteren Plünderung zugesehen.

„Ich will kein Deutschland vor dem man Angst hat“

Mit diesen Worten wird der luxemburgische Außenminister Asselborn von WeltOnline zitiert. Der Außenminister von Lützelburg, ehemals deutscher Name, macht sich Sorgen um Deutschland und um Deutschlands Stärke. Gemeint ist natürlich die BRD.
Der Lützelburger stellt sich auf die Seite des Goldmannes Draghi, der zugleich EZB-Chef ist und die Druckerpresse anwerfen will, um Geld in rauhen Mengen zu drucken. Der Lützelburger meinte auch noch, die EZB hätte die Aufgabe „Geldpolitik zu machen” und “Inflation zu bekämpfen”, so Asselborn im ARD-”Morgenmagazin”. “Aber wir sind nicht mit Inflation konfrontiert, wir sind mit Spekulation konfrontiert”.
Das Mitglied der Lëtzebuerger Sozialistesch Arbechterpartei übersieht dabei eines, wenn die Druckerpresse angeworfen wird, dem gedruckten Geld keine geschaffenen Sachwerte gegenüberstehen, entsteht Inflation, gegebenenfalls Hyperinflation.  So einfach ist es, wenn man es doppelt nimmt oder nicht nur die Wünsche der Goldenen Internationale wiederholt. Wie könnte es auch anders sein, der, der da an unser aller Geld will, bekam im Jahre 2010 das Großkreuz des Verdienstordens der BRD.
Wir werden dank einer solchen Geldpolitik ein Volk Millionären werden, vielleicht gar von Milliardären

Weiter führte der Lützelburger aus,  die EZB sei “das beste Programm, das wir haben, um gegenzusteuern”. In der EZB säßen schließlich “keine Finanzjongleure”. Dafür ihre Knechte, möchte ich hinzufügen.

Zum ESM sagte Asselborn, der Fond solle “nicht Geld ohne Limit und ohne Bedingungen bekommen”. Das ist aber schön. Welche Bedingungen werden denn gestellt? Großbank, Südland, jedes Euro-Land nur nicht die BRD; das Limit ist auch klar begrenzt, irgendwann läuft auch die beste Druckerpresse heiß bzw. macht es keinen Sinn mehr die Nullen vor dem Komma beliebig zu erhöhen, dann ist einfach mal Schluss.

Weiter möchte er die Spekulation unterbinden, ein Instrument hierfür entwickeln. Dabei wäre es ganz einfach, die Börsen schließen, die nationalen Währungen aus dem Börsenhandel holen, diese finanziellen Massenvernichtungswaffen verbieten (es gab ja auch mal eine Zeit, da gab es diese nicht und es lief auch) u. ä. Maßnahmen. Dies wäre allerdings nicht ganz im Sinne der Herren der EU, der Goldenen Internationale.

Dann kommt der Bursche auf Deutschland zu sprechen, mit dem Hintergrund von 2 Weltkriegen die gegen unser Land initiiert und geführt wurden, sollten wir solche Worte, die zwar von einem der unteren Ränge gesprochen wurden, durchaus ernst nehmen und so verstehen, wie sie gemeint sind.

Es sei „extrem gefährlich“, wenn Deutschland denke, es gehe ihm ohne Euro besser und “Deutschland war immer stark, wenn es europäisch war“, weiter sagte er “Ich will kein Deutschland haben, vor dem man Angst hat, von dem man fürchtet, es könnte sich isolieren”.

Wie ist denn das zu verstehen, „wenn es europäisch war“? Denkt er da an das fränkische Großreich, an das Heilige Römische Reich deutscher Nation? Oder meint er die Unterwürfigkeit der BRD und der von Siegern zugelassenen politischen Führungselite der BRD? Ich bin mir sehr sicher, letzteres. Andernfalls wäre ja Lützelburg selbst noch Bestandteil dieses Deutschlands.

Was der Bursche mit isolieren meint, ist nicht, dass sich die BRD isolieren würde, sondern, dass Kreise in der BRD die Oberhand gewinnen könnten, die mehr auf die Souveränität der BRD wertlegten, als die gegenwärtige Politelite. Nach dem Sprachgebrauch Asselborns würde sich die BRD dann isolieren und dies auch wünschen.
Nur, wer isoliert sich schon gerne, wenn er nicht dazu gezwungen wird. Die BRD oder Deutschland, wie immer man sagen will, sicherlich nicht. Wenn Deutschland isoliert wurde, dann immer von außen, gegen den erklärten Willen Deutschlands.
Gelegentlich kommt es eben immer wieder durch. Deutschland, auch die fremdbeherrschte BRD, wird, damit weiterhin absolute Klarheit besteht, bedroht, genötigt und gezwungen, von seinen Freinden, von denen wir umzingelt sind. Nachdem endlich auch die Wehrfähigkeit der BRD zerstört wurde, dem Baron sei´s gedankt, sind wir solchen Erpressungen schutzlos ausgeliefert. Den Rest besorgt die Feindstaatenklausel.

Allerdings gilt auch, jedes System, das auf Unterdrückung anderer Völker besteht, bricht irgendwann zusammen, so wird auch dieses zusammenbrechen. Die ersten Erschütterungen erleben wir gerade und die Risse werden täglich größer. Was wir dann daraus machen, das ist die Frage, auf die es ankommt. Hammer oder Amboss?

https://deutscheseck.wordpress.com/2012/08/01/ich-will-kein-deutschland-vor-dem-man-angst-hat/

300 Milliarden für Spanien: Schäuble drängt Madrid unter den Rettungsschirm

Das Treffen zwischen dem spanischen Wirtschaftsminister und Wolfgang Schäuble soll zu einer Aufforderung, doch ein volles Bailout-Programm zu beantragen, geführt haben. Das zumindest berichtet eine spanische Zeitung. Das Bundesfinanzministerium und die spanische Regierung verneinten dies.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Spanien ein ganzes Rettungspaket beantragen muss, steigt angesichts der hohen Refinanzierungskosten und der katastrophalen Situation der autonomen Regionen. Umso interessanter war es, dass der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos sich am Dienstag mit Finanzminister Wolfgang Schäuble traf. Aus spanischen Regierungskreisen war bereits im Vorfeld berichtet worden, dass die spanische Regierung ein volles Bailout und die Beantragung eines Notkredits erwäge (hier).

Wie die spanische Zeitung El Economista am gestrigen späten Abend berichtete, soll Deutschland Spanien förmlich aufgefordert haben, ein Rettungspaket im Umfang von 300 Milliarden Euro in Anspruch zu nehmen – als Lösung für die ernsten Probleme beim Zugang zu den Finanzmärkten. Quellen nannte die Zeitung nicht. Bei ihrem letzten Bericht bezüglich der spanischen Regierung, ein Bailout zu beantragen, verwies die Zeitung aber auf Regierungskreise. Das Geld würde reichen, um für mindestens zwei Jahre keine Schulden mehr emittieren zu müssen.

Unterdessen hat die spanische Regierung Bloomberg gegenüber verneint, eine solche Aufforderung erhalten zu haben. Und auch die Bundesregierung reagierte. „Das steht überhaupt nicht zur Debatte”, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/25/spekulation-deutschland-soll-spanien-zu-300-milliarden-bailout-gedraengt-haben/