Giftanschlag auf Navalny?

von https://www.anti-spiegel.ru

Die deutschen Medien berichteten gestern, dass Navalny im Gefängnis angeblich vergiftet worden sei. Was ist darüber bekannt?

Navalny, der derzeit 30 Tage Ordnungshaft wegen Aufrufs zu einer nicht genehmigten Demonstration absitzt, soll im Gefängnis vergiftet worden sein. Im Spiegel konnten wir am Montag lesen:

„Beobachter vermuten schlicht, Nawalny sei von Bettwanzen gebissen worden und habe darauf eine allergische Reaktion entwickelt. Politische Wegbegleiter hingegen befürchten, die Beschwerden könnten Folge einer Vergiftung sein. Kein allzu weit hergeholter Verdacht, kamen doch schon andere Oppositionspolitiker in Russland gewaltsam zu Tode (…) „Er wurde wirklich mit einer unbekannten chemischen Substanz vergiftet“, sagte Nawalnys Anwältin Olga Michailowa vor Journalisten.“

Das klingt dramatisch und sofort wird eine Verbindung zu Nemzow hergestellt. Dass Nemzow ein Politiker war, der in Russland keinerlei nennenswerte Anhängerschaft hatte und dass sein Tod für die russische Regierung wesentlich unangenehmer war, als ein lebendiger Nemzow, wird verschwiegen. Nemzow war in den 1990er Jahren Regierungsmitglied unter Jelzin, ist dabei zum Multimillionär geworden und danach genauso, wie seine alten Kollegen von der Partei „Rechte Kräfte“ in der Versenkung verschwunden. Seine Popularität reichte nur noch aus, um im Parlament der kleinen Stadt Jaroslawl einen Sitz zu ergattern. Er hatte keinerlei politische Bedeutung mehr, erst durch seinen Tod gelangte er nach 15 Jahren mal wieder in die großen Schlagzeilen.

Navalny war am Sonntag ins Krankenhaus gekommen, weil er einen Hautausschlag und eine starke allergische Reaktion hatte. Am Montag kamen dann die Meldungen über eine angebliche Vergiftung. Heute klingt das im Spiegel schon weniger dramatisch:

„Nawalny war zuletzt wegen eines angeblichen Allergieschocks in einem Krankenhaus behandelt worden. Er gehe davon aus, dass eine unbekannte Person eine giftige Substanz in seine Zelle gebracht hatte, schrieb er nach seiner Rückkehr ins Gefängnis in einem Blogbeitrag. Er gab an, noch nie zuvor an einer Allergie gelitten zu haben. (…) Er glaube jedoch nicht, dass Gefängniswärter damit zu tun haben. „Sie waren sehr schockiert, wie ich aussehe – sogar noch mehr als ich“, schrieb er. Nawalny will nun die Bilder der Kameraüberwachung aus seiner Zelle sehen, um weitere Erkenntnisse zu bekommen. „Wenn irgendwelche Leute in die Zelle gekommen sind, stärkt es die Vergiftungsversion. Wenn nicht, dann erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass das ein einzigartiger medizinischer Fall ist“, schrieb Nawalny (…) Nach der Einnahme von Medikamenten und einer Infusion gehe es ihm schon besser, schrieb er. „Jetzt sehe ich nur noch wie einer aus, der eine Woche lang durchgetrunken hat.““

Hier hat der Spiegel also aus einem Hautausschlag, der nach Einnahme von Medikamenten in 24 Stunden weitgehend verschwunden ist, einen dramatischen anti-russischen Vorwurf konstruiert, nämlich einen möglichen Giftanschlag auf einen Oppositionellen. Wenn der Staat Navalny vergiften wollte, hätte er es längst getan. Aber man wäre doch nicht so blöd, es in einem Gefängnis zu tun, wo alles videoüberwacht ist. Und ja, die Videoaufnahmen würden vor Gericht zur Verfügung stehen, Navalny darf sie jetzt ja auch einsehen.

Mal abwarten, ob und was wir davon noch hören.

https://www.anti-spiegel.ru/2019/giftanschlag-auf-navalny/

 

Leicht überprüfbar: Wer hinter den Demonstrationen in Moskau steckt

 

von https://www.anti-spiegel.ru

Die Medien melden aus dem bösen „Unterdrückungsstaat“ Russland, dass Teilnehmer der Demonstrationen in Moskau zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Was ist dran und was wird in Deutschland nicht berichtet?

Ich habe sowohl über die Gründe der Proteste und die erste Demonstration vor zwei Wochen, als auch über die Demonstration von Samstag berichtet, die Details und Hintergründe finden Sie unter den Links.

Am Samstag wurden von den ca. 3.500 Teilnehmern der Demonstration 1.074 festgenommen. Wobei „festgenommen“ das falsche Wort ist, denn in Russland ist die Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration nur eine Ordnungswidrigkeit, also wie falsch Parken. Es wurden die Personalien aufgenommen und danach durften die meisten mit einem „Bußgeldbescheid“ wieder nach Hause gehen. In Deutschland ist die Teilnahme an einer von den Behörden nicht erlaubten Demonstration eine Straftat und es drohen mehrjährige Gefängnisstrafen.

Allerdings gilt in Russland, dass es im Wiederholungsfall auch bis zu 30 Tage Ordnungshaft geben kann. Aber auch das ist keine Straftat und führt nicht zu einer Vorstrafe oder einem Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis. Da es zu erwarten war, dass einige der Demonstranten vom Samstag nicht zu ersten Mal an so etwas teilgenommen haben, war auch zu erwarten, dass einige Ordnungshaft bekommen würden. Und bei Widerstand gegen die Staatsgewalt kann es auch zu Strafverfahren kommen, ganz genauso, wie in Deutschland.

Aber im Spiegel klingt es natürlich dramatischer:

„Nach den Massenfestnahmen bei den Protesten in der russischen Hauptstadt Moskau sind mehr als 40 Demonstranten zu Arreststrafen verurteilt worden. Bis zum späten Montagabend seien auch zahlreiche Organisatoren und Kremlkritiker mit hohen Geldstrafen belegt worden, berichtete der russische Radiosender Echo Moskwy.“

Hohe Geldstrafen„, das klingt dramatisch und nach Repressionen. Aber was ist „hoch“? Für die Teilnahme an einer solchen nicht genehmigten Demonstration sieht das Gesetz eine Geldbuße von 10.000 bis 20.000 Rubel vor, das sind aktuell ca. 140 bis 280 Euro.

Das mag man als „hohe Geldstrafe“ bezeichnen. Nur dann hätte der Spiegel sich zu den Protesten der Gelbwesten in Frankreich anders äußern müssen, als er es getan hat. Frankreich hat als Reaktion auf die Gelbwesten sein Demonstrationsrecht massiv verschärft, was der Spiegel aber nicht kritisiert hat.

Im Februar hat die Tagesschau über diese Verschärfungen des Demonstrationsrechts in Frankreich geschrieben, die Behörden

„können danach Demonstrationsverbote gegen Teilnehmer aussprechen, „die eine besonders schwere Gefahr für die öffentliche Ordnung“ darstellen. Eine richterliche Grundlage ist nicht mehr notwendig. Wer gegen das Demonstrationsverbot verstößt, muss mit sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 7500 Euro rechnen. (…) Das „Anti-Randalierer-Gesetz“ verbietet es Demonstranten, sich zu vermummen. Wer sein Gesicht trotzdem teilweise oder ganz verhüllt, riskiert eine Haftstrafe von einem Jahr. Außerdem drohen 15.000 Euro Geldstrafe.“

Wir fassen zusammen: In Frankreich können die Behörden jemandem verbieten, zu demonstrieren. Sie nehmen also – ganz ohne richterlichen Beschluss – einem Menschen ein Grundrecht, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Die deutschen Medien haben das nicht kritisiert. In Russland gibt es eine solche Beschneidung der Grundrechte hingegen nicht. Und auch die Haft- und Geldstrafen sind in Frankreich wesentlich höher, als in Russland. Aber Kritik an Frankreich im Zusammenhang mit den Gelbwesten habe ich in den deutschen Medien nicht gelesen.

Warum wird aber Russland kritisiert, wenn dort die Einschränkungen des Demonstrationsrechts geringer sind, als zum Beispiel in Frankreich und die Strafen für Verstöße sogar geringer sind, als in Deutschland? Von Frankreich gar nicht zu reden.

Übrigens verhängen die Gerichte in Russland auch keineswegs immer die Höchststrafe, wie wir verstehen können, wenn wir all das wissen. Im Spiegel kann man lesen:

„Der prominente Kremlkritiker Ilja Jaschin erhielt demnach zehn Tage Arrest, ein Mitstreiter von Alexej Nawalny wird 30 Tage eingesperrt.“

Ein führender Organisator der Proteste, Ilja Jaschin, bekam nicht etwa die mögliche Höchststrafe von 30 Tagen, sondern nur zehn Tage.

Aber der Spiegel und andere deutsche Medien machen in ihren Artikeln den Eindruck, dass Russland ein Unterdrückungsstaat sei, was die Fakten, wie der Vergleich mit Frankreich zeigt, nicht hergeben.

Aber noch mal zurück zu der Demonstration von Samstag. Da gibt es nämlich einige Ungereimtheiten. Es wurden 1.074 Menschen zur Feststellung der Personalien abgeführt und – laut Spiegel – ungefähr 40 davon zu Ordnungshaft verurteilt. Was der Spiegel verschweigt ist, dass von den 1.074 vorübergehend festgenommenen Demonstranten ca. 600 gar nicht aus Moskau kamen, wie die Polizei nach Feststellung der Personalien mitgeteilt hat.

Das ist merkwürdig, denn angeblich ging es ja um die Moskauer Kommunalwahl und warum reisen zu einer Demonstration gegen ein regionales Problem so viele Menschen aus anderen Städten oder sogar Ländern an? Es wurden auch Ukrainer dabei gefilmt, wie man auf Twitter sehen kann. Und der Ukrainer sprach ganz offen davon, dass er in Russland eine Regierung haben wolle, wie in der Ukraine nach dem Maidan. Und auf die Frage, ob er keine Angst habe, von der Polizei verhaftet zu werden, sagte er ganz locker, das wäre ja nicht schlimm und sei normal, es hätte ja keine Folgen. Angst vor einem Unterdrückungsstaat klingt anders.

Und die Polizei hat anscheinend auch das Internet beobachtet, denn die Polizei meldete, dass unter den 3.500 Demonstranten ca. 700 Journalisten und Blogger gewesen seien, die im Vorfeld angekündigt hatten, über die Demonstration berichten zu wollen.

Wir haben also unter den vorübergehend Festgenommenen eine Mehrzahl von zugereisten Demonstranten, die mit dem offiziellen Grund der Proteste nichts zu tun haben und wir haben eine Demonstration, bei der ca. 20 Prozent der Teilnehmer Leute sind, die darüber berichten wollten, wie man auch auf Videos sehen kann, denn die Polizeiaktionen wurden von ungezählten in die Höhe gehaltenen Kameras und Handys gefilmt.

Wie viele sind dann übrig, die tatsächlich betroffene Moskowiter sind, die gegen die Entscheidung der Wahlkommission demonstriert haben?

Ein weiteres interessantes Detail ist in diesem Zusammenhang die NGO OWD (eigentlich korrekt aus dem Russischen mit „OVD“ übersetzt), über die man auch in den deutschen Medien einiges lesen konnte. Im Spiegel zum Beispiel konnte man lesen:

„Die Menschenrechtsorganisation Owd-Info zählte bis in den frühen Sonntagmorgen 1373 Festnahmen.“

Wer ist die OVD?

Das ist nicht etwa eine unabhängige NGO, sondern ein vom Westen gesteuertes Propaganda-Instrument. Nach ihren eigenen Angaben wird die OVD von der EU-Kommission, der Heinrich-Böll-Stiftung und der französischen Botschaft in Moskau finanziert. Und mit Bedauern stellt die OVD auf ihrer Seite auch fest, dass das National Endowment for Democracy und die Open Society Foundation von George Soros in Russland nicht mehr tätig sein dürfen, denn diese hätten die OVD früher unterstützt.

Damit bekommen die Demonstrationen in Moskau einen sehr bitteren Beigeschmack. Gegen ein regionales Problem in Moskau demonstrieren viele angereiste Demonstranten, die von dem Problem gar nicht betroffen sind und es stehen massenhaft Blogger und Journalisten dazwischen, die filmen wollen.

Das erinnert stark an die Anfänge des Maidan, wo auch sofort die Blogger von „Espresso“ und „Hromadskoe“ bereit standen und dann wochenlang die Bilder für die westlichen Nachrichten geliefert haben. Wie man ein Jahr später, als diese Internet-TV-Sender ihre Jahresberichte veröffentlicht haben, sehen konnte, wurde zum Beispiel Hromadskoe komplett von der US-Botschaft in Kiew, der niederländischen Botschaft in Kiew und von Soros´ Open Society Foundation in Kiew finanziert. Und auch das NED war im Boot, weil es erstens zu 100 Prozent vom US-Außenministerium finanziert, zu dem die US-Botschaften gehören, und weil es zweitens ganz offen die Open Society Foundation in Kiew finanziert hat. All dies konnte man ab 2015 in den Jahresberichten der Organisationen offen lesen. Ich habe das mit allen Quellen in meinem Buch über die Ukraine-Krise 2014 ausführlich aufgezeigt.

Und wenn nun all diese für Staatsstreiche bekannten Organisationen plötzlich Verbindungen zu den Protesten in Moskau haben, dann gilt: „Ein Schelm, wer böses dabei denkt„.

https://www.anti-spiegel.ru/2019/leicht-ueberpruefbar-wer-hinter-den-demonstrationen-in-moskau-steckt/

Massenmedien verbreiten zahlreiche Falschmeldungen

Terraherz

Zahlreiche #FakeNews erschüttern das Vertrauen der Leser und Zuschauer in die etablierten #Massenmedien. Erst kürzlich wurde bekannt, dass ein RTL-Mitarbeiter mindestens 21 Reportagen gefälscht hat. Auch ein #Spiegel-Redakteur veröffentlichte etwa 60 Geschichten, die zu großen Teilen Falschinformationen enthalten haben. Doch auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk verbreitet immer wieder Falschnachrichten.

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Der Stürmer

von https://www.politplatschquatsch.com

Europa ist einer politischen Klasse ausgeliefert, deren Hybris zur Gestaltung der Welt die Möglichkeiten ihres Handwerkszeuges längst übertrifft. Sie würden gern, aber sie können nicht, sie hätten es gern sofort, leben aber in beständiger Angst, es nicht zu schaffen, sie möchten so sehr und haben doch gefesselte Hände, weil sie sich selbst gegenseitig an Ketten geschmiedet haben. Zwar brauchen die Institutionen der EU und die Frauen und Männer, die sie sich zu eigen gemacht haben, wenigstens in Deutschland keine Kritik fürchten, weil eingebettete Berichterstatter mit den Institutionen und für sie leben. Doch das Grummeln außerhalb ist so laut, dass selbst in den Großraumschreibstuben der Gedanke aufschimmert, es könne eines Tages doch zu viel sein, zu schnell, zu durchsichtig.

Gut, dass es Donald Trump gibt. Wie der Klassenfeind im Sozialismus funktioniert der US-Präsident immer noch als Gottseibeiuns – eine Karikatur gewordene Drohung mit einem empfindlichen Übel, das dem Publikum vor allem zeigen soll, wie gut es ihm mit dem aktuellen Personal doch geht, sei es nun gewählt oder nicht gewählt. Zwar ist die Waffe Trump stumpf geworden in zwei langen Jahren, in denen sich die Meldungen über eine Amtsenthebung, einen Rücktritt, eine schwere Erkrankung, eine Abwahl, Gerichtsverfahren und mögliche Haft wie einem Experiment der Selbstsuggestion gegenseitig verstärkten, anreicherten und aufschaukelten, bis alles Berichtete nichts mehr mit dem zu tun hatte, was zu berichten gewesen wäre. Aber für den „Spiegel“, die SZ, die Taz, die Faz und was sonst noch ums Überleben kämpft war Trump genauso Lebenselixier wie für die engagierten Aktivisten in den ARD- und ZDF-Gebührenempfangsstationen.

Erst die Zeit ließ die Kämpfer erlahmen. Der „Spiegel“ zum Beispiel, der Trump in 16 Monaten auf 31 Titelblätter hob, mehr als Hitler, Obama, Merkel, der Papst oder sonstwer in einem ganzen Leben schaffte, hörte irgendwann schlagartig auf, den Kampf gegen Trump zu führen, als könne er gewonnen werden. Was nicht heißt, dass unappetitlicher Bezichtigungsjournalismus ausgestorben ist. In der Stunde der publizistischen Not, wenn sich der Wertekontinent Europa den eigenen Insassen nicht mehr erklären und schönreden lässt, muss der Popanz aus Washington wieder ran. „Mit Donald Trump im Weißen Haus zeigen die USA ihr abstoßendes Gesicht“, schreibt Michael Stürmer in der „Welt“, die sich anschickt, im Moment ihrer größten Bedrohung die CDU unter den deutschen Leitmedien zu werden: Schnell, ankündigungslos und entschlossen ausscheren und die Wettbewerber ganz links außen überholen.

Stürmer jedenfalls schreibt, als wolle er seinem Namen alle Ehre machen. „Seine Hasspredigten gegen Frauen, Schwarze und Einwanderer sollen die Mehrheit für eine zweite Amtszeit sichern“, heißt es über Donald Trump, „um das Ziel zu erreichen, ist ihm jede Lüge recht.“

Haltet den Dieb, ruft es aus dem einzigen Land der Welt, das keine nationalen Interessen mehr kennt, sondern nur noch Opferbereitschaft und share economy. Flammen unterm Dach, eine Krise der Institutionen voraus, die Wirtschaft hinkt wieder wie der kranke Mann Europas und die Kanzlerin zittert und keucht. Doch was uns bewegt, hier bei Springers „Welt“, sind „die hasserfüllten Tiraden des Präsidenten gegen drei führende Frauen der Demokraten, alle amerikanische Staatsbürgerinnen“, die wir zum „Prolog zu Widerwärtigkeiten jeder Art“ erklären. „Prolog“ ist der griechische Begriff für Vorwort. Wer nach zweieinhalb Jahren Trump noch im Vorwort steckt wie Michael Stürmer, hat seit dem Herbst 2016 keine deutsche Zeitung gelesen oder deutsches Fernsehen geschaut.

Die widmeten all ihre Kraft hingebungsvoll dem Kampf gegen den US-Präsidenten, den sie vor seinem Wahlsieg als Witzfigur aus dem Rennen geschrieben hatten. Ein fruchtloses Bemühen, das zu Zeitungsneugründungen führte, denen nur ein sehr kurzes Leben beschieden war. Trump war danach immer noch da, und immer noch konnte er nichts richtig machen. Sprach er mit Nordkorea, war das falsch, brach er mit China, war das falsch, stieg er aus Klimaverträgen aus, war das falsch, hielten die US ihre Klimaziele dennoch ein, im Unterschied zu Deutschland, war das falsch, senkte er die Steuern, war das falsch, und brummte die Wirtschaft in den USA, war das selbstverständlich auch falsch.

„Trump an der Macht war noch experimentell“, lobt Michael Stürmer den Präsidenten, als sei Politik am lebenden Volk jemals etwas anderes gewesen als Experiment. „Aber wenn Trump auf Trump folgt, dann ist alles möglich“, schwant ihm und just spürt er „Grund zur Sorge um die imperiale Republik, die sich gegen sich selbst wendet“. Das beste Beispiel, direkt vor der Haustür, bleibt unerwähnt: Die EU, ein zusehends unregierbarer Moloch aus Einzelinteressen ohne Machtmittelpunkt, den nur noch der faule Kompromiss regiert, der nicht Ziele erreichen will, sondern einzig am Leben bleiben.

Dazu wird mal ein „Spitzenkandidatenprinzip“ ausgerufen, das von nun an immerdar gelten werde. Bei nächster Gelegenheit wird es dann in die Tonne getreten, weil es die Hinterzimmer stört. Wenn Michael Stürmer aber von der „Angst vor einem schleichenden Staatsstreich“ schreibt, dann meint er nicht Brüssel, wo sich die Institutionen stillschweigend der Herrschaft über die Demokratie bemächtigt haben, sondern Washington, wo „eine andere Republik das Ergebnis“ einer Wiederwahl Trumps sein werde.

Für Stürmers Ohren klingt „Trumps Wüten mittlerweile wie die Mobilisierung einer verängstigten weißen Wählerschicht gegen sozialen Umbruch, Wertewandel und Frauenemanzipation“, er hört den „Unflat seiner öffentlichen Äußerungen“ und sieht in „Trumps Toben“ ein Zeichen dafür, dass „längst jedes Mittel recht ist, jede Hasspredigt, jede Drohung, jede Dämonisierung und jede Lüge“, um dem „Hassprediger“ (Walter Steinmeier) noch einmal den Weg ins Weiße Haus zu ebnen.

Aktivismus und Alarmismus, die zweieinhalb Jahre nach den ersten Beschreibungen des nahen Untergangs der Welt wegen der Amtsübernahme Trumps so viel Überzeugungskraft haben wie Stürmers längst verhallter Ruf nach „revolutionärer Erneuerung und weit vorausschauender Führung“ für Europa.

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Propaganda: Wie der Spiegel das Thema Klimawandel in die anti-russische Kampagne einbindet

von https://www.anti-spiegel.ru

Die deutschen Medien erwecken den Eindruck, dass der Klimawandel ein Thema ist, das die ganze Welt bewegt. Vor dem Hintergrund hat der Spiegel heute einen Artikel veröffentlicht, der zeigen soll, wie der böse Putin angeblich die „Fridays for Future“ unterdrückt. Was ist an der Sache dran?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich mich hier nicht mit dem Klimawandel selbst beschäftige. Das ist nicht mein Thema, da kennen sich andere besser aus und die sollen dazu schreiben. Mir geht es nur darum, wie das Thema von Medien und Politik künstlich angeheizt und für politische Ziele genutzt wird. Und dabei ist es völlig egal, ob jemand an den menschengemachten Klimawandel und die Gefahr durch CO2 glaubt oder nicht. Es geht nur darum, zu analysieren, wie das Thema für verschiedene politische Ziele missbraucht wird.

Ich habe schon darüber berichtet, welchen Stellenwert Greta in Russland hat, nämlich gar keinen. Wenn Sie in Russland Menschen fragen, was sie von Greta halten, dann bekommen Sie zur Antwort: „Von wem?“. Niemand hat je von ihr gehört. Die Greta- und Friday-Bewegung sind ein sehr deutsches Phänomen, das auch noch in Westeuropa eine Rolle spielt, darüber hinaus aber nicht. Und Deutschland und Westeuropa sind bekanntlich nur ein sehr kleiner Teil der Welt. Ich habe mal analysiert, wie bekannt die Bewegung außerhalb Deutschlands ist und es war sogar für mich überraschend, wie wenig das Thema außerhalb der deutschen bzw. westeuropäischen medialen Filterblase bekannt ist. Wohl gemerkt: „Bekannt ist“, von Unterstützung ist da noch nicht einmal die Rede.

Das ist auch kein Wunder, denn das Thema wurde von den Medien in Deutschland ja erst erschaffen, es ist keineswegs eine Graswurzelbewegung von unten. Das Thema wurde künstlich geschaffen und wird nun für verschiedenste politische Ziele genutzt.

Und das kann man an dem heutigen Spiegel-Artikel hervorragend sehen. Schon die Überschrift zeigt, dass es in erster Linie darum geht, Stimmung gegen Putin zu machen, der den armen Schülern angeblich verbietet, gegen den Klimawandel zu demonstrieren: „„Fridays for Future“ in Moskau – Allein gegen Putins Klimapolitik

Was passiert, wenn das Thema nicht täglich von der Presse durch das mediale Dorf getrieben wird, kann man in Moskau sehen, wie der Spiegel schreibt:

„Seit mehr als drei Monaten hält ein einsamer Klimaaktivist die Stellung in der russischen Hauptstadt. Der 25-jährige Arshak Makichyan steht jeden Freitag bei Sonne und Regen mit einem Pappschild vor dem Puschkin-Denkmal in Moskau.“

Der Spiegel stellt es so da, als wäre er alleine, weil der böse und restriktive russische Staat das Demonstrieren verbietet:

„Arshak Makichyan ist der einzige „Fridays for Future“-Demonstrant, der sich seit 17 Wochen in der Moskauer Innenstadt auf die Straße traut. Nicht zuletzt, weil ab zwei Teilnehmern das russische Versammlungsgesetz in Kraft tritt. Dann muss die Demonstration angemeldet werden, was bisher nicht erfolgreich war. Im Mai bekam Makichyan einmal vereinzelte Unterstützung am Puschkin-Denkmal, im März genehmigten die Behörden in einem Park sogar eine Demonstration – in einem Außenbezirk Moskaus, möglichst weit weg vom Stadtkern.“

Dass die Polizei Ansammlungen von mehr als zwei Personen auflöst, ist völliger Unsinn und jeder, der mal in Russland war und erlebt hat, wie gesellig die Russen sind und wie schnell sich in den Straßen Gruppen bilden, weiß das auch. Aber der Spiegel weiß ja, dass kaum ein Deutscher schon mal in Russland gewesen ist, da kann er so einen Unsinn schreiben und die Menschen glauben es.

Interessanter ist´ohnehin, was der Spiegel nicht schreibt. Es wurde also mal eine Demonstration genehmigt. Was der Spiegel verschweigt ist, dass da kein Mensch hingegangen ist. Das Thema interessiert in Russland niemanden.

Umweltverschmutzung, also Mülldeponien und moderne Müllverbrennungsanlagen, ist in Russland ein großes Thema, aber nicht der Klimawandel. In Russland herrscht die Meinung vor, dass es zwar einen Klimawandel gibt, aber inwieweit der menschengemacht ist, darüber streiten sich die Wissenschaftler in Russland. In Deutschland wird zwar berichtet, dass sich praktisch alle Wissenschaftler weltweit bei dem Thema einig sind, aber das ist ganz objektiv unwahr. Und so halten sich die Russen nicht lange mit dem Thema auf, sie konzentrieren sich lieber auf Themen, bei denen man greifbare Erfolge erzielen kann, also zum Beispiel bei der Frage der Umweltverschmutzung durch Müll.

Aber der Spiegel tut so, als wäre es anders. Dabei sind die Formulierungen verräterisch:

„Dabei würden die Kommilitonen von Makichyan gern mitstreiken. Mittlerweile posten Aktivisten weltweit Solidaritätsbekundungen: „Let Russia strike for climate“.“

Ob die Kommilitonen mitstreiken wollen, oder ob der Spiegel sich das ausgedacht hat, weiß ich nicht. Aber der zweite Satz hat nichts mit den russischen Kommilitonen zu tun, wenn Aktivisten aus anderen Ländern etwas posten. Im Gegenteil: In Russland sind derartige Hashtags und Parolen auf Englisch unbeliebt und werden allgemein ins Lächerliche gezogen. Die Russen setzen, wenn ihnen ein Thema wichtig ist, einen russischen Hashtag. Wie groß aber die Wirkung solcher Hashtags auf Englisch sein kann, konnte man 2015 bei der Flüchtlingskrise und dem Hashtag „Refugees welcome in Germany“ beobachten. Plötzlich hatte man allein wegen der schieren Menge dieser Postings in sozialen Netzwerken das Gefühl, ganz Deutschland freut sich über die Flüchtlinge, dabei kamen die Postings von Bots in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien etc. Nur ca. sechs Prozent davon kamen aus Deutschland selbst.

Aber in Russland schlagen solche aus dem Ausland und auf Englisch gesteuerten Kampagnen nicht an, sie laufen ins Leere.

Im Spiegel darf natürlich der obligatorische „Experte“ nicht fehlen, der uns erklärt, dass der böse Putin das Thema Klimawandel nur für seine Interessen nutzt:

„“Russland nutzt Klimaverhandlungen taktisch durchaus geschickt für außenpolitische Zwecke, etwa um PR-Punkte zu sammeln und Entgegenkommen in anderen Politikfeldern auszuhandeln“, sagt Fabian Burkhardt, Russlandexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik“

Die Stiftung Wissenschaft und Politik ist ein Think Tank, der 1962 unter der Regie der CIA und des BND gegründet wurde, um die öffentliche Meinung in Deutschland bei Bedarf in die gewünschte Richtung beeinflussen zu können. Und immer, wenn die Medien einen „Experten“ brauchen, der uns erklärt, wie böse Russland ist, darf jemand von der Stiftung ein paar Worte in ein Mikrofon sagen. So auch hier im Spiegel.

Dann kommt der Spiegel auf ein Unwetter, dass in diesen Tagen in Russland großen Schaden angerichtet und Tote gefordert hat. Nach Starkregen kam es in Sibirien zu schlimmen Überschwemmungen. Der Spiegel dazu:

„Während Klimaforscher der Universität Irkutsk einen Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel sehen, streiten die Behörden diese Version offiziell ab.“

Interessant ist vor allem der Link, den der Spiegel dazu gesetzt hat und den ich so im Text belassen habe. Wenn in einem Artikel etwas verlinkt wird, dann denkt der Leser, da fände sich eine Bestätigung für die Aussage. In diesem Fall denkt der Leser, dass dort ein Beleg dafür zu finden ist, dass die Universität Irkutsk diesen „Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel“ sieht. Aber wer auf den Link klickt, der kommt zu einem Kommentar auf der Seite der Deutschen Welle, also des deutschen Auslandsstaatsfunks. Wie gesagt, es ist ein Kommentar, es handelt sich also um die Meinung des Autors, nicht um Fakten. Und der Autor ist nur ein Redakteur bei der Deutschen Welle und nicht etwa ein Klimaexperte.

Aber trotzdem ist der Kommentar sehr interessant, denn in dem Kommentar wird zwar darüber geschrieben, dass russische Forscher von einem Klimawandel sprechen, aber nicht ein einziges Mal liest man dort das Wort „menschengemacht“. Und damit lügt der Spiegel mit seiner Aussage eindeutig, wenn er den Forschern der Universität Irktutsk diese Worte in den Mund legt.

Aber den Spiegel stört das nicht. Stattdessen wird weiter das Bild vom russischen „Unterdrückungsstaat“ aufgebaut:

„Erst vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die russische Umweltschützerin Alexandra Koroleva in Deutschland Asyl beantragt hat.“

Davon hatte ich noch nie gehört und musste erst einmal recherchieren. Ergebnis: Alexandra Koroleva ist von einer Umweltschutz-Organisation, deren russischer Name „Экозащита!“ für Westler kam auszusprechen ist, weshalb man ihn kurzerhand ins Englische übersetzt: „Ecodefense“.

Der Verein wird aus dem Ausland unterstützt. Sie bekommen ihr Geld von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Europäischen Kommission.

In Russland muss eine Organisation, die Geld aus dem Ausland erhält und politisch tätig ist, sich registrieren. In ihrer Arbeit wird sie nicht eingeschränkt, sie muss nur ihre Finanzen offenlegen, weil der Staat sehen möchte, wenn Kräfte aus dem Ausland sich in die russische Innenpolitik einmischen. Das Gesetz dazu haben die Russen weitgehend aus den USA übernommen, wo es so ein Gesetz schon seit 1938 gibt, die Strafen dort sind aber strenger. Bei Verstößen drohen in Russland Geldstrafen, in den USA droht Gefängnis, wie eine junge russische Studentin gerade am eigenen Leib erfahren musste.

Frau Koroleva hat dieses russische Gesetz seit 2014 konsequent missachtet und inzwischen sind deswegen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet ca. 27.000 Euro aufgelaufen, die sie alle nicht bezahlt hat. Nun drohen ihr daher bis zu zwei Jahre Gefängnis. Wie gesagt, sie hätte nur ihre Finanzberichte einreichen brauchen, dann wäre nichts passiert. Sie hätte weiter tätig sein können und weiterhin ihr Geld aus dem Westen beziehen können. Stattdessen hat sie Gesetze ignoriert und bittet nun in Deutschland um politisches Asyl.

Was passiert eigentlich, wenn Sie in Deutschland fünf Jahre lang zum Beispiel die GEZ-Gebühren nicht bezahlen? Wartet Deutschland mit einer Verhaftung wegen ausstehender Zahlungen fünf Jahre? Und können Sie in irgendeinem Land der Welt um politisches Asyl bitten, weil Sie zu Hause Strafen oder Gebühren nicht bezahlt haben?

Im Spiegel klingt das jedoch so:

„In Russland drohen ihr nun zwei Jahre Gefängnis wegen Verstoßes gegen das „Auslandsagenten“-Gesetzes. Demnach habe sie im Auftrag ausländischer Geldgeber gegen die russische Regierung operiert.“

Die Formulierung im zweiten Satz hat sich der Spiegel ausgedacht, damit es so klingt, als herrsche in Russland bei der Regierung eine Art Verfolgungswahn und vor allem, damit die Finanzierung aus dem Ausland wie eine fragwürdige russische Unterstellung aussieht.

In Wirklichkeit haben Leute von Ecodefense schon 2014, als die Aufforderung kam, sich registrieren zu lassen, dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben. Dort sagten sie selbst:

„Damit eine Organisation als „ausländischer Agent“ eingestuft wird, müssen zwei Kriterien erfüllt sein: Sie muss Geld aus dem Ausland erhalten. Das ist bei Ecodefense der Fall, sie erhält Geld von einer politischen Stiftung aus Deutschland und von der Europäischen Kommission. Außerdem muss die Organisation „politisch tätig“ sein.“

Wir sehen also an diesem Spiegel-Artikel deutlich, wie der Spiegel das Thema Klimawandel geschickt nutzt, um anti-russische Stimmung zu verbreiten. Und dabei ist sich der Spiegel auch nicht zu schade, zu lügen, wegzulassen oder bewusst so verdreht zu formulieren, dass die gewünschte anti-russische Botschaft beim Leser ankommt.

Es geht nicht um Wahrheit oder Berichterstattung, was der Spiegel hier macht, nennt man per Definition Propaganda.

https://www.anti-spiegel.ru/2019/propaganda-wie-der-spiegel-das-thema-klimawandel-in-die-anti-russische-kampagne-einbindet/

Spiegel lässt erklären was in unserer Kindheit falsch lief

 

Friedrich von Osterhal

Am 29.03.2019 veröffentlicht

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Braune Weltverschwörung: Die linke Sehnsucht nach einem globalen Nazi-Netzwerk

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Der einst renommierte „Spiegel“ gehört inzwischen zu den umstrittensten Magazinen in Deutschland. Neben seiner regierungstreuen Berichterstattung scheint er zunehmend auch Anker im linksextremen Milieu werfen zu wollen. Dabei spielt der kostenlose Internetauftritt eine immer größere Rolle. Die zahlungsunwillige Klientel wird von „Spiegel-Online“ mit reichlich Hetze und links-grüner Ideologie genau dort abgeholt, wo sie sich in ihrem abgrundtiefen Hass auf alles Bürgerliche hinter Computern und Handys verschanzt. Unterdessen gehen die Verkaufszahlen des wöchentlichen Printmagazins immer weiter zurück. In den letzten zehn Jahren hat fast ein Viertel der Abonnenten dem „Spiegel“ den Rücken gekehrt. Geradezu dramatisch ist der Schwund im freien Verkauf: Nicht einmal mehr 175.000 Exemplare fanden im vierten Quartal des vergangenen Jahres zum regulären Preis einen Abnehmer. Mit der großen Zahl an Lesezirkel-, Bord-, Marketing- und Freiexemplaren weitet der Verlag seinen Verbreitungsgrad deutlich aus. Alles in allem wirft der „Spiegel“ auf diese Weise pro Quartal immerhin noch fast eine Dreiviertelmillion seines Wochenmagazins auf den Markt. Was die Qualität angeht, so sollte spätestens seit der „Relotius-Affäre“ auch der Letzte begriffen haben, dass Fakten längst nicht mehr oberste Priorität genießen. Das frühere „Sturmgeschütz der Demokratie“, das einst sinnbildlich für den Auftrag der „4.Gewalt“ stand, den Regierenden auf die Finger zu schauen, ist zur „linken Stimmungskapelle“ verkommen, wie der langjährige „Spiegel“-Redakteur Matthias Matussek in meinem aktuellen Buch „Chronik des Untergangs“ feststellt.

Der „Spiegel“ befriedigt sich in seiner neuesten Ausgabe an der Vorstellung, es gäbe eine rechte Weltverschwörung

Neben Rassismus- und Antisemitismus-Vorwürfen begleitet den „Spiegel“-Verlag auch immer wieder die Klage, nicht nur die Grenzen des Anstands zu überschreiten, sondern insbesondere gegen die Selbstverpflichtungsregeln des Journalismus zu verstoßen. Unter anderem missbilligte der Deutsche Presserat 2014 das Titelblatt einer „Spiegel“-Ausgabe, weil die abgebildeten Fotos den Opferschutz verletzten und die Opfer politisch instrumentalisierten. Der Redaktion war die Rüge des Presserats damals nicht einmal eine Erwähnung wert, geschweige denn eine Entschuldigung. Noch in frischer Erinnerung sind auch die Cover zu Donald Trump, die das demokratisch gewählte Staatsoberhaupt der USA in den Dreck zogen. Eine derartige Herabwürdigung eines amerikanischen Präsidenten ist besipiellos in der deutschen Geschichte. Nun hat der „Spiegel“ einen neuen Tiefpunkt gesetzt. Das Magazin, dem der Pressekodex einerlei zu sein scheint, befriedigt sich in seiner neuesten Ausgabe an der Vorstellung, es gäbe eine rechte Weltverschwörung. Illustriert wird die Titelgeschichte, in der es um ein paar Dutzend weltweit verstreuter Rechtsextremer geht, mit einem brennenden Hakenkreuz. Die „Spiegel“-Macher, die Andersdenkende so gerne der Verbreitung wilder Verschwörungstheorien bezichtigen, phantasieren dabei ein rechtsextremes Terrornetzwerk herbei, das weltweit Anschläge koordiniert. Mit glühendem Eifer scheint die Redaktion das neuseeländische Attentat eines verrückten Einzeltäters dazu nutzen zu wollen, neben dem realen IS-Terror und dem straff organisierten linken Extremismus-Netzwerk eine globale Nazi-Organisation zu erdichten.

Ständig wechselnde Chefredakteure treten das Erbe großer Persönlichkeiten wie Augstein, Böhme und Aust mit Füßen

Immer wieder hatte sich der „Spiegel“ in der Vergangenheit an die Spitze linker Medien gesetzt, die rechte Terrorzellen in allen nur denkbaren Institutionen und gesellschaftlichen Bereichen vermuteten. Dafür genügte 2017 bereits ein handgeschriebener Zettel zweier Einfaltspinsel, auf dem diese notiert hatten, welchen Linken sie im Dunkeln gerne einmal heimleuchten würden. Die sogenannte Todesliste war wochenlang Anlass, über unentdeckte Rechtsextreme in Deutschland zu diskutieren. Ebenso die vermutete radikale Gesinnung eines Oberleutnants, um den herum eine rechtsextreme Terrorgruppe innerhalb der Bundeswehr ersonnen wurde. Unlängst wartete der „Spiegel“ mit einer Geschichte über ein „Netzwerk durchtrainierter Rassisten“ auf, in der die Kampfsportszene unter die Lupe genommen wurde. Diese dürfte tatsächlich enge Verbindungen ins kriminelle Milieu aufweisen, sich dabei aber weniger für einen rechten Umsturz in Form bringen, wie der „Spiegel“ behauptet, als vielmehr für die Revierkämpfe um das florierende Geschäft mit Drogen und Prostitution. Das Magazin schafft es in dieser Story übrigens, einen „jüdischen Kontingentflüchtling“ aus Russland zum Neonazi zu machen. Verwundert reibt man sich die Augen. Ständig wechselnde Chefredakteure treten das Erbe so großer Persönlichkeiten wie Augstein, Böhme und Aust mit Füßen. Und die heutigen Redaktions-Millennials sind journalistisch Lichtjahre von den Karaseks, Matusseks und Steingarts entfernt, die das Blatt einst prägten. Dass der „Spiegel“ mit seiner Nazi-Masche Erfolg hat, sagt viel über eine Zeit aus, in der linke Hetze Beifallsstürme auslöst und „Relotius“-Journalismus Medienpreise sichert.

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https://opposition24.com/braune-weltverschwoerung-die-linke-sehnsucht-nach-einem-globalen-nazi-netzwerk/

 

 

Deutsche zahlen ganz gerne Steuern? Spiegel verbreitet Fake News

von https://sciencefiles.org

Auch nachdem Claas Relotius nicht mehr zur Redaktion des Spiegel gehört, werden dort offensichtlich Geschichten erfunden, die ideologisch passen.

Es ist seit langem bekannt, dass Sozialisten vor allem das Geld anderer Leute lieben, weshalb die Besteuerung unter ihnen hoch im Kurs steht. Nun sagt der gesunde Menschenverstand, dass Menschen, die für ihr Einkommen arbeiten müssen, eher nicht bereit sein werden, von ihrem Einkommen auch noch Steuern zu entrichten. Folglich muss man ihnen einen Nutzen benennen, den sie mit ihren Steuern erwerben können.

In Staaten, deren Politiker sich für modern halten, ist dieser Nutzen durch den Mythos der Umverteilung, mit der eine angebliche sozial gerechtere Gesellschaft geschaffen werden soll, ersetzt worden. Dass dieser Mythos nur dazu dient, den Erwerbstätigen immer größere Anteile ihres Einkommens als Steuer zu entziehen, das haben wir in diesem Post gezeigt.

Die immer höher werdende Besteuerung der Erwerbstätigen dient in erster Linie dazu, die immer zahlreicher werdenden Nutznießer, die von anderer Menschen Arbeit leben, die Parteien, Verbände, Parteistiftungen, Extremismus-Unternehmer, Flüchtlings-Unternehmer, Gender-Unternehmer und sonstigen Aktivisten, deren einzige produktive Tätigkeit darin besteht, Steuergeld zu vernichten, zu finanzieren.

Da der direkte Nutzen, den Steuerzahler mit ihren Steuern erwerben, in keinem Verhältnis mehr zur Höhe der Steuern steht, werden die immer höher werdenden Steuern und Abgaben nicht mehr durch diesen Nutzen, sondern moralisch begründet. Steuern, mit denen angeblich Gutes getan wird, Arme gefüttert, Behinderte betreut, Bischöfe gemästet, Parteien, Verbände, NGOs und Extremismus-Unternehmer reich gemacht werden, werden als Mittel sozialer Gerechtigkeit, als Mittel, um öffentliche Güter herzustellen, die es nicht gäbe, würden nicht mehr als die Hälfte der Löhne der Erwerbstätigen vom Finanzamt gepfändet, inszeniert.

Trotz der Heile-Soziale-Welt-durch-Umverteilung-Geschichte, ist das Entrichten von Steuern immer noch etwas, das niemand gerne tut, niemand gerne tut, der noch bei normalem Verstand ist.

Also hat sich der Spiegel aufgeschwungen, den Deutschen einzureden, dass sie eigentlich gerne Steuern zahlen. Unter der Überschrift „Deutsche zahlen ganz gerne Steuern“ lesen wir:

„Viele Bürger klagen oft über hohe Abgaben. Eine von der Uno veröffentlichte Untersuchung kommt aber zu dem Schluss: Die Akzeptanz des Steuersystems ist in Deutschland hoch – verglichen mit anderen Ländern.

Die Deutschen sind offenbar eher bereit als Bürger anderer Nationen, für öffentliche Belange Steuern und andere Beiträge zu zahlen. Das zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung des Basel Institute of Commons and Economics, die von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurde.“

Das ist alles Fake News.

Im Einzelnen:

Fake News 1:

Die Studie wurde nicht von der UNO veröffentlich, die Studie wurde nach Angaben des Basel Institute of Commons and Economics auf einer Sitzung der Finanzierungskommission der Vereinten Nationen vorgestellt. Urheber der Studie ist das Basel Institute of Commons and Economics:

„Anfang 2019 konnten die Leser von einigen Medien eine überraschende Meldung der dpa lesen: Die Deutschen, so hieß es dort, haben im weltweiten Vergleich eine hohe Bereitschaft, Steuern zu bezahlen. Die vom Basel Institute of Commons and Economics in der Finanzierungskommission der Vereinten Nationen veröffentlichten ersten Ergebnisse des World Social Capital Monitors …“

Fake News 2:

Aus den Ergebnissen kann nicht auf die Akzeptanz des Steuersystems in Deutschland geschlossen werden, denn nach einer solchen wurde überhaupt nicht gefragt. Der World Social Capital Monitor, von dem oben die Rede ist, bezieht sich auf die sogenannten SDGs, die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, mit denen sich die Frage verbindet, wer sie finanzieren soll. Die EU-Kommission lehnt es bislang zum Beispiel ab, Steuern zu erheben, um das Erreichen der SDGs zu finanzieren.

Die Originaldaten in ihrem Zusammenhang.
Quelle

Was sind die SDGs? Zu den 17 SDGs gehören die folgenden:

  • Kein Hunger
  • Keine Armut
  • Gute Gesundheit
  • Gute Bildung
  • Gleichstellung der Geschlechter
  • Sauberes Wasser und Zugang zu Sanitäranlagen
  • Saubere, bezahlbare Energie
  • Gute Arbeit und wirtschaftliches Wachstum
  • Innovationen
  • Bekämpfung des Klimawandels
  • Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  • Usw.

Fake News 3:

Die Befragung, aus der sich der Spiegel bedient, hat nicht öffentliche Belange zum Gegenstand, sondern die Finanzierung der oben genannten Ziele. Darüber werden die Befragten indes im Unklaren gelassen, denn im Fragebogen werden sie gefragt:

Will the people accept taxes and contributions to finance public goods?
Public goods: healthcare, education, environmental issues, infrastructure, social aid, public media, arts

Diese Frage ist insofern eine fiese Frage, als sie die Einschätzung dessen, was andere vielleicht bereit wären zu tun, nicht jedoch das, was man selbst bereit wäre zu tun, erfragt: Akzeptieren die Leute Steuern und Abgaben um öffentliche Güter zu finanzieren, wobei das Gesundheitssystem, die Bildung, Umweltschutz, Infrastruktur und öffentliche Medien, Sozialhilfe und Kunst als öffentliche Güter bezeichnet werden, obwohl keines davon ein öffentliches Gut ist. Als öffentliche Güter gelten Güter, von deren Nutzung niemand ausgeschlossen werden kann und die keine rivalisierenden Güter darstellen, d.h. wenn A das Gut nutzt, ist die Nutzung durch B weiterhin möglich und nicht etwa ausgeschlossen. Öffentliche Güter sind z.B. Sicherheit oder Schutz vor Überschwemmungen durch Deiche. Keines der oben genannten Güter ist ein öffentliches Gut.

In keinem Fall kann man die Ergebnisse auf diese Frage dahingehend interpretieren, dass „[d]ie Deutschen … offenbar eher bereit sind als Bürger anderer Nationen, für öffentliche Belange Steuern und andere Beiträge zu bezahlen“. Bestenfalls kann man aus den Ergebnissen schließen, dass Deutsche denken, dass Deutsche insgesamt eher bereit sind, Einschränkungen in ihrem persönlichen Wohlstand hinzunehmen, um Güter wie Gesundheit oder Umweltschutz zu finanzieren. Ob diese Einschätzung richtig ist, ist eine ganz andere Frage.

Keine Frage ist hingegen, dass der Spiegel in seiner Überschrift lügt, denn dass „Deutsche ganz gerne Steuern zahlen“ würden ist eine freie Erfindung. Der Spiegel lügt im ersten Absatz, denn die angebliche Studie wurde nicht von der UN veröffentlicht. Der Spiegel lügt, wenn er behauptet, dass die Akzeptanz des Steuersystems in Deutschland hoch sei, denn danach wurde gar nicht gefragt. Und der Spiegel lügt, wenn er behauptet, dass Deutsche eher bereit wären als Bürger anderer Nationen, für öffentliche Belange Steuern und andere Beiträge zu zahlen.

Weder wurde nach Steuern noch nach „anderen Beiträgen“ für öffentliche Belange gefragt noch wurden Befragte gefragt, ob sie Steuern für öffentliche Belange akzeptieren würden. Gefragt wurde, ob ein Befragter denkt, dass „die Leute“ Steuern oder Beiträge zur Finanzierung öffentlicher Güter akzeptieren würden, gefolgt von einer Liste vermeintlich öffentlicher Güter, die kein einziges öffentliches Gut enthält. Die Manipulationsabsicht der Frageformulierung ist offenkundig, denn die Frage als solche ist vollkommen wertlos.

Was weiß man, wenn man weiß, dass Befragte die Bereitschaft anderer, Steuern zu zahlen, hoch einschätzen? Man weiß vielleicht, dass unter Befragten in Deutschland weitgehend Einigkeit darin besteht, die Mitmenschen für dumm zu halten. Man weiß vielleicht, dass die Mehrheit der Befragten aufgrund der bereits hohen Steuerlast, die bereits zur Finanzierung des Gesundheitssystems, von Bildungseinrichtungen und Umweltschutz, zu Unterhalt und Neubau von Infrastruktur und Sozialhilfe, für öffentliche Medien und Kunst vorhanden ist, der Ansicht sind, dass diese Steuern akzeptiert werden.

Es ist schon kriminelle Energie aus solch einem Frage-Junk die Behauptung zu zimmern, Deutsche würden „ganz gerne Steuern“ zahlen oder die Behauptung abzuleiten, sie seien eher bereit als andere, Steuern zu zahlen.

Aber vom Spiegel ist man Lügen zwischenzeitlich gewohnt, schon weil Lügen das Hauptwerkzeug sind, dessen sich Sozialisten bedienen.

Auch 2019 gilt daher: Im Norden nichts Neues!

https://sciencefiles.org/2019/01/03/deutsche-zahlen-ganz-gerne-steuern-spiegel-verbreitet-fake-news/

Bürgerwehren patrouillieren nun in Amberg

 

In Amberg patrouillieren nun Bürgerwehren und Herr Cerny (OB) ist erschüttert.

Geschichten frei erfunden: „Spiegel“ erlebt mit dem Fall Relotius den Super-GAU für Qualitätsmedien

Von Reinhard Werner

„Sagen, was ist“ – Ein argwöhnischer Kollege weist Claas Relotius, einem mehrfach preisgekrönten Nachwuchsjournalisten des „Spiegel“, nach, eine Reihe von Geschichten frei erfunden zu haben. Der Journalist hatte sogar angesehene Preise gewonnen.

FAKE NEWS beim SPIEGEL über Jahre veröffentlicht.Foto: Patrick Lux/Getty Images

 

Aufrüttelnde Storys über einen Jungen, der angeblich den Bürgerkrieg in Syrien auslöste. Pathetische Apologien, die einen Abtreibungsarzt als bewundernswerten Helden verkaufen. Geschichten über Bürgerwehrangehörige oder freiwillige Hinrichtungszeuginnen, die Deutschen, die sich dem moralisch Guten verpflichtet wissen, in ihrem Überlegenheitsgefühl gegenüber unaufgeklärten und fundamentalistischen amerikanischen Hillbillys bestärken. Und die Reportage aus der Gemeinde Fergus Falls in Minnesota, wo 70 Prozent Donald Trump gewählt hatten, der City Administrator in seine Waffen verliebt sei und ein ausgestopftes Wildschwein die Amtsräumlichkeiten ziere.

Das alles war die Welt des 33-jährigen Claas Relotius. Er hat in sieben Jahren Dutzende Originaltexte für den „Spiegel“ verfasst, dazu noch welche in Formaten wie „Cicero“, der „taz“, der „Neuen Zürcher Zeitung“, der FAZ und nach eigenen Angaben auch im „Guardian“ – wofür der „Spiegel“ keine Belege finde, was aber auch wenig an der Gesamtsituation ändern würde.

CNN ehrte ihn als „Journalist of the Year“

Vier deutsche Reporterpreise soll er bekommen haben, den Peter Scholl-Latour-Preis, den Konrad-Duden-, den Kindernothilfe-, den Katholischen und den Coburger Medienpreis. CNN hat ihn zum „Journalist of the Year“ gekürt. Der Reemtsma Liberty Award ziert ebenso seine Vitrine wie der European Press Prize. Der „Spiegel“ fragt sich nun, „wie er die Elogen der Laudatoren ertragen konnte, ohne vor Scham aus dem Saal zu laufen“. Hunderttausende Leser, die sich im Laufe der vorangegangenen Jahre von den Mainstreammedien verabschiedet hatten, möglicherweise weniger.

Dass der „Spiegel“ sich nun selbst eingestehen muss, dass der gefeierte Kollege – wie er am Ende selbst einräumte – Namen, Örtlichkeiten, Personen und sogar ganze Geschichten frei erfunden habe, ist für den stolzen und von sich selbst und der eigenen Mission so überzeugten deutschen Qualitätsjournalismus ein Super-GAU. Für all jene, die bereits seit Jahren dessen Selbstbild hinterfragen, dürfte es hingegen keine große Überraschung sein.

Zu Fall gebracht hat ihn ausgerechnet sein Kollege Juan Moreno, der als Co-Autor an der Reportage „Jaegers Grenze“ mitgewirkt hatte, die US-amerikanische Bürgerwehren auf der Jagd nach illegalen Grenzgängern dargestellt haben will – und dabei offenbar nicht einmal mit deren Pressesprecherin geredet hat.

Welchen Hintergrund der Eifer tatsächlich haben mag, der Moreno dazu trieb, unter den argwöhnischen Blicken anderer Mitarbeiter auf eigene Kosten über den Kollegen zu recherchieren: Ihn präsentiert der „Spiegel“ nun jedenfalls als den strahlenden Helden, der alles aufs Spiel gesetzt habe, um die Wahrheit zutage zu fördern. Und auf diese Weise gelang es dem Blatt doch noch, einen Narrativ zu kreieren, der den Ruf der sogenannten deutschen Leitmedien retten soll.

Angst vor Jubel bei Pegida und in „St. Petersburger Trollfabriken“

Das künftige Mitglied der Chefredaktion Ullrich Fichtner gibt sich zerknirscht:

„Diese Enthüllung, die einer Selbstanzeige gleichkommt, ist für den Spiegel, für seine Redaktion, seine Dokumentationsabteilung, seinen Verlag, sie ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Schock. Die Kolleginnen und Kollegen sind tief erschüttert. […] Die selbst gesteckten Ziele wurden verfehlt, eigene Ansprüche weit unterboten, alte Werte verletzt, wie oft genau und in welchen Weisen, wird noch zu ermitteln sein.“

Nun wolle man eine Kommission aus internen und externen Experten einsetzen, „um die Vorgänge aufzuklären und um Wiederholungsfälle zu vermeiden“.

Man habe nicht damit gerechnet, dass ein Kollege vorsätzlich betrüge. Die Regel sei „das redliche Bemühen um Wahrheit und Wahrhaftigkeit“.

Auf Twitter stellen sich derweil ähnliche Reaktionen ein, wie man sie bei etablierten Politikern und Medien regelmäßig auch nach islamistischen Terroranschlägen oder brutalen Verbrechen illegaler Einwanderer erlebt: Wenig Empathie für diejenigen, die die Zeche bezahlen, keine grundsätzliche Hinterfragung des eigenen Selbstverständnisses, stattdessen Warnungen davor, dass die „Falschen“ davon profitieren könnten.

So meint Joël Grandke:

„Ohne es kleinreden zu wollen: Das Schlimmste am #Relotius-#Spiegel-Betrug ist, dass er eimerweise Wasser auf die Mühlen derer bedeutet, die hasserfüllt ‚Lügenpresse‘ krakeelen und sich in ihren Online-Filterblasen gegenseitig applaudieren, dass sie es schon immer gewusst hätten.“

„Wer verkauft die Buch- und Filmrechte?“

Hansjörg Berrisch sieht den „Spiegel“ sogar gestärkt aus der Affäre hervorgehen:

„Nachträglich zwei Journalistenpreise für 2018

Mutigster Journalist Juan #Moreno

Transparenzpreis @UllrichFichtner #Relotius“

Demgegenüber reagiert „Helmi“ – offenbar in Gedanken noch bei der Persiflage „Schtonk“ auf des „Sterns“ gefälschte Hitler-Tagebücher – sarkastisch:

„Nach dem halben Artikel frage ich mich wer wem eigentlich für wie viel Geld die Buch- und Filmrechte verkauft. #Relotius“

Für Relotius dürfte das Kapitel „Qualitätsjournalismus“ unterdessen vorbei sein. Er hat dem „Spiegel“ zufolge sein Büro am Sonntag ausgeräumt und seinen Vertrag am Montag gekündigt. Sollte er zusätzlich zu der Aversion gegen das ländliche, konservative Amerika, das aus seinen Artikeln über die USA sprach, noch ein Herz für die Israelkritik entdecken, könnte er für Sender wie RT, TRT World oder Al-Jazeera interessant werden. Andererseits könnte ihn sein weiterer Weg in Anbetracht seiner ausgeprägten Fantasie auch in die Belletristik oder das Ghostwriting führen.

Für erdachte oder reale Storys über deutschen Rassismus gegen Fußball-Millionäre, Angela Merkel, die syrischen Kindern im Traum erscheint, oder das rückständige Trump-Amerika findet sich beim „Spiegel“ voraussichtlich zeitnah Ersatz.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

https://www.epochtimes.de/meinung/geschichten-frei-erfunden-spiegel-erlebt-mit-dem-fall-relotius-den-super-gau-fuer-qualitaetsmedien-a2745118.html

Aus den Mainstream Medien : 1.300 „Flüchtlinge“ im Dorf : Anwohner sind genervt

 

Echt jetzt – Wie konnte es dazu kommen. 😉

Guten Morgen ihr Gutmenschen !