Staatsgeheimnis Bankenrettung

50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro
in Spanien – ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit
gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den
Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind.

Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten?

Die Geretteten sitzen – anders als häufig vermittelt und von vielen angenommen wird
nicht in den ärmeren Eurostaaten, sondern hauptsächlich in Deutschland und Frankreich.

Ein großer Teil des Geldes landet nämlich bei den Gläubigern der Banken, die gerettet werden
wollen oder müssen. Und obwohl diese Anleger offenkundig schlecht investiert haben, werden
sie – entgegen aller Logik der freien Marktwirtschaft – auf Kosten der Allgemeinheit vor
jeglichen Verlusten geschützt. Warum ist das so? Wer bekommt das Geld?
Eigentlich simple Fragen, die aber den Kern der europäischen Identität berühren.