Leserbrief – Die beissenden Bestien vom deutschen Zoll

Nach Ankunft am Stuttgarter Flughafen vergangenen Samstag habe ich eine interessante Erfahrung mit dem Zoll gemacht. Daher habe ich meinen Unmut auf elektronisches Papier gebracht und an den Zoll geschickt. Es darf gerne veröffentlicht werden, würd mich sogar freuen.

Hier das Geschehen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Zeilen sind dem genialen Hundestaffeleinsatzleiter des Baden Württembergischen Zoll am Stuttgarter Flughafen gewidmet. Gratuliere für Ihren genialen Einsatz bei dem Sie geschätzte 80 schwäbische Touris am vergangenen Samstag, den ersten März 2014, eine Dreiviertelstunde auf Ihre Koffer haben warten lassen. In der Tat, es gibt ihn tatsächlich, den schwachsinnigen und obrigkeitshörigen Landsmann, der an eine technische Störung geglaubt hat. Ihnen, Herr Einsatzleiter wünsche ich aber den Megafund gemacht zu haben. Mal ehrlich, glauben Sie wirklich dass Oskar Klemmerle und Lothar Häberle aus Bad Cannstatt die gerade von den Wasserfällen Iguazu in Südamerika zurückkehrten die erhofften 10 Kilo Kokain in unsere Bananenrepublik schmuggeln wollten. Ne, aber mit denen kann man´s machen, kein Gebrüll kein Gemecker, man lässt sich Ihre Schikane gefallen. Hätten Sie mal lieber die Russenmaschine, die kurz nach Frankfurt gelandet ist, schikaniert. Aber die hätten sicher gleich mit Ukrainischen Killern gedroht oder zumindest Ihre Beamten als Nazis beschimpft. Und tatsächlich, das Hundegebell, das aus den Förderbandluken zu hören war erinnerte schon ein bisschen an kollektive Durchsuchungsmaßnahmen vor 70 Jahren. 45 Minuten Wartezeit bei einem 20Minuten Flug, welch geniale Verhältnismäßigkeit, kaufen Sie doch lieber Steuer CD´s, die bringen mehr, denn ich bin mir sicher Sie haben genau, exakt, garnix gefunden. Speziell ging es um den Flug LH126 aus Frankfurt mit Ankunft in Stutti um 09:55. Ich kam mit einer mittelschweren Erkältung aus dem mittleren Osten Zurück und musste wegen Ihrem Scheiß noch die unnötige Zeit absitzen. Wer kommt eigentlich für den Volkswirtschaftlichen Schaden auf. Meine Zeit, Kaffee für die Abholer und zusätzliche Parkgebühren bei ca. 80 autochthonen Bürgern, da kommen schnell ein paar Tausend Teuros zusammen. Das sollten Sie bezahlen müssen lieber Herr Einsatzleiter. Manchmal kommt es auch vor dass man am Stuttgarter Flughafen ankommt, im Armani Nadelstreif über den Gatewalk tingelt und sich von Ihren Kötern beschnuppern lassen muss. Das ist widerlich und darauf habe ich keinen Bock mehr, basta. Ich flog bisher durchschnittlich 2x wöchentlich ab Stuttgart. Leider kann ich auf Grund unverhältnismäßiger, bürgerfeindlicher Aktionen des Zoll den Flughafen Stuttgart nicht mehr berücksichtigen und flieg ab sofort und so wie heute schon ab Zürich. Sicher ist Ihnen nicht entgangen dass Zürich in der Schweiz liegt und dort Behörden wie die Ihrige denen dienen die sie finanzieren. Mit besten Grüßen aus Zürich, Ihr Jan Ukowitsch.

PS.: Der Brief geht auch an den Flughafen Stuttgart, an Facebook, Twitter, Hartgeld und alle Medien die es veröffentlichen wollen, also an alle außer der GEZ finanzierten Staatspropaganda.

Grüne Spitzenpolitiker meinen es mit dem Umweltschutz selbst nicht so ernst

Nutzt für Kurzstrecken auch gerne mal einen Helikopter, um zu Diskussionsrunden zu kommen: Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir / Bild:  (cc-by-sa) gruenenrw / Flickr Nutzt für Kurzstrecken auch gerne mal einen Helikopter, um zu Diskussionsrunden zu kommen: Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir / Bild:  (cc-by-sa) gruenenrw / Flickr

Die Grünen positionieren sich in der Öffentlichkeit gerne als Gutmenschen, die die Bürger zu einem umweltbewussteren Verhalten erziehen wollen. Verbote sind für sie dabei ein willkommenes Mittel. 2010 forderte die Bundestagsfraktion der Grünen beispielsweise, bis 2015 herkömmliche Motorroller von deutschen Straßen zu verbannen. Ab da sollen die Menschen auf völlig überteuerte Elektroroller umsteigen. Mit Benzin betriebene Zweitakter sollen nach deren Wünschen dann bis 2020, Viertakter bis 2025 verschwinden. Doch werden Grüne erst einmal in Spitzenpositionen gehoben, wie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, nehmen sie die eigenen Umweltschutzziele auf einmal nicht mehr so ernst.

 

Der baden-württembergische Landesvater Winfried Kretschmann erhielt jüngst erst im April 2013 von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Rote Karte für seine Mercedes S-Klasse (S350 BlueTEC 4Matic). Sein Dienstwagen liegt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,3 Litern auf 100 Kilometer sowie einem CO2-Ausstoß von 193 Gramm je Kilometer weit vorn im bundesdeutschen Politikervergleich. Kretschmann selbst will auch nicht die landeseigene Dienstvilla bewohnen und lässt sich daher lieber zwischen Sigmaringen und Stuttgart täglich chauffieren.

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, nimmt es mit den eigenen Umweltschutzzielen auch nicht so ernst. Zu Debatten, wie beispielsweise um den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof, lässt sich der grüne Spitzenpolitiker gerne auch mal für kleinere Strecken (20 Kilometer) vom Stuttgarter Flughafen aus mit dem Helikopter in die Stadt transportieren. Kurios: Ausgerechnet das von Grünen so umstrittene Bahnhofsprojekt sowie die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm würden nach Angaben der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass Özdemir binnen acht Minuten vom Flughafen in die Innenstadt gelangen könnte. Ein Helikopter wäre also gar nicht mehr notwendig.

Und auch die ehemalige Verbraucherschutzministerin Renate Künast machte schon durch skurrile Forderungen auf sich aufmerksam. Weil deutsche Autos Spritfresser und Umweltverpester sein sollen, rief die grüne Politikerin im Jahr 2007 dazu auf, deutsche Hersteller zu boykottieren und japanische Fabrikate zu kaufen. Als sie selbst noch Mitglied der Bundesregierung war, hatte sie gegen die spritfressenden Dienstwagen der regierenden Klasse nichts einzuwenden. Sie ließ sich gerne mit einem dicken Audi zu ihren Terminen fahren und nutzt auch heute noch mit Freude den Fahrdienst des Deutschen Bundestages.

Der Grüne Reporter meint: Bevor grüne Gutmenschen versuchen, andere Menschen mittels Verbote zu erziehen, sollten sie ihren pervertierten Lebenswandel erst einmal selbst versuchen zu leben. Wie Winfried Kretschmann, Cem Özdemir und Renate Künast demonstrieren, scheint das selbst den grünen Urgesteinen schwer zu fallen.

 

 

http://www.novayo.de/politik/deutschland/001472-gruene-spitzenpolitiker-meinen-es-mit-dem-umweltschutz-selbst-nicht-so-ernst.html