Hannover: Afrikaner besetzen Weißekreuzplatz

M01837Die Okkupation geht in eine neue Runde, erst der Oranienplatz und dann der Alexanderplatz in Berlin, nun der Weißekreuzplatz in Hannover. Etwa 40 Sudanesen schlugen  ihre Zelte auf und richten sich auf der Grünfläche häuslich ein. Die Mehrheit der “Demonstranten” stammt nach eigenen Angaben aus dem Sudan. Wir werden bleiben und kämpfen“, sagt ein Sprecher der Gruppe, der seinen Namen nicht nennen will. Anscheinend handelt es sich nicht um einen spontanen Entschluss, zumindest lässt dies die Ausrüstung der Demonstranten erkennen. Schlafzelte, Unterstände, Tische, Bänke und Kochutensilien haben sie mitgebracht. Man hat sich offensichtlich auf einen längeren Aufenthalt eingestellt. Was gut ist, setzt sich durch, und was funktioniert, wird immer wieder angewandt. Bundesweit stehen noch ausreichend öffentliche Plätze zur Verfügung.

Natürlich stellen sie auch Forderungen, denn sonst wäre diese neue Besatzungsaktion sinnlos. So fordern sie unter anderem die sofortige Abschaffung aller Asylgesetze, das Verbot von Abschiebungen, Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Aufhebung des Arbeitsverbotes und die Erhöhung der finanziellen Mittel für Asylsuchende auf mindestens Hartz IV Niveau!

Um den Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, wollen diese Illegalen auch demonstrierend durch die Innenstadt von Hannover ziehen. Vermutlich auch um ihre Untertanen zu beäugen, die fleißig malochen und schließlich für ihren Unterhalt sorgen.

Haben auch Sie Forderungen oder Befindlichkeiten? Verzichten Sie auf die bisher angewandte Methode, den Schriftverkehr, okkupieren Sie einen Platz/eine Grünfläche, wie Sie erkennen können, klappt das hervorragend? Sie sind der Meinung, das geht nicht? Dann fragen Sie sich: Warum? Warum dürfen Illegale einen Platz besetzen und Sie nicht? Warum duldet man die Platzbesetzung bei Illegalen und bei Ihnen erscheint sofort der Ordnungshüter mit samt seinem Strafzettelblog nebst Paragraphen?

Janina

Seit Sonnabend kampieren rund 50 Menschen, überwiegend Flüchtlinge aus dem Sudan, auf dem Weißekreuzplatz. Sie protestieren gegen die Asylpolitik in Deutschland und fordern „die sofortige Abschaffung aller Asylgesetze“. Die Aktion war zuvor nicht angemeldet worden, die Polizei hatte die Versammlung nur geduldet. Eine Gefahr gehe von den Demonstranten bisher nicht aus, betont ein Polizeisprecher. Für den Mittwoch haben die Flüchtlinge einen Demonstrationszug ab 15.30 Uhr durch die Innenstadt geplant.

Stadtpolitisch schlägt das Protestcamp erste Wellen. Die Grünen zeigen Verständnis für die Kritik der Sudanesen an der Asylpolitik. Bei der SPD hat man sich noch keine Meinung gebildet, SPD-Ratsherr Lars Kelich fordert aber einen „behutsamen Umgang“.

Auch die CDU sieht keinen Anlass, den Platz räumen zu lassen. „Eigentlich müssen wir die Flüchtlinge auf Berlin verweisen, denn es geht um Bundesgesetze“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Den pauschalen Vorwurf der Demonstranten, die deutsche Politik sei „rassistisch“, weist Seidel entschieden zurück.

Quelle: sn-online.de

http://www.netzplanet.net/hannover-afrikaner-besetzen-weissekreuzplatz/9817