Wahlen in Südkorea gegen den Krieg: Auf der Suche nach einem autarken Neubeginn

Wahlen in Südkorea gegen den Krieg: Auf der Suche nach einem autarken Neubeginn

Die südkoreanischen Präsidentschaftskandidaten von links nach rechts: der Demokrat Moon Jae-in, Hong Joon-pyo von der Freiheitspartei, Yoo Seong-min von der Bareun Party, Sim Sang-jung von der Gerechtigkeitspartei und Ahn Cheol-soo von der Bürgerpartei in Seoul; Südkorea, 2. Mai 2017.
Südkorea wählt am Dienstag einen neuen Präsidenten. Nach verbalen Eskalationen und beiderseitigen Raketentests rief nun ausgerechnet Pjöngjang zu Frieden auf. Der Favorit der Südkoreaner will zurück zur Diplomatie und sieht das US-THAAD-System kritisch.

Moon Jae-in ist Menschenrechtsanwalt und könnte die morgige Präsidentschaftswahl in Südkorea gewinnen. Durch die Korea-Krise erhielt die Wahl in Seoul globale Bedeutung. Denn der neue Präsident wird auch die Richtung im Konflikt mit Nordkorea vorgeben.

Auf die Amtsenthebung Park Geun-hyes, die auf Druck des Volkes zustandegekommen war, folgten Drohgebärden zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. Die koreanische Halbinsel befand sich seither in einem angespannten Zustand zwischen Krieg und Waffenstillstand. Die Südkoreaner sind es gewohnt, in einem Schwebezustand zu leben, denn der Korea-Krieg zwischen 1950 und 1953 wurde lediglich durch einen Waffenstillstand besiegelt. Ein Friedensschluss steht bis heute aus.

Neben Außenpolitik wird auch Wirtschaft ein Thema bei den Wahlen

Kriegsgerätschaften aus den USA und Japan fuhren vor den Toren Chinas und Nordkoreas auf, um die verbalen Ausschweifungen der vergangenen Wochen zu untermauern. Mittenhinein in das Machtvakuum Südkoreas, dass von einer Übergangsregierung geleitet wird, stieß eine vielen übereilt anmutende Lieferung des umstrittenen THAAD-Raketenabwehrsystems. Diese sollte eine Antwort auf die erneuten Raketentests der Nordkoreaner sein. Aber THAAD hatte schon im Vorfeld zu ökonomischen und diplomatischen Repressalien Chinas gegen Südkorea geführt.

China verstand sich stets als Vermittler im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Vor 30 Jahren wurde aus Südkorea ein demokratisches Land und ein Vorzeigestaat für ganz Asien. Die Jungwähler plagen neben der Sorge um den Frieden aber auch ökonomische Ängste. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote bei den unter 30-Jährigen bei 9,8 Prozent. Die Kindererziehung ist teuer, nur diejenigen, die noch nach der Schule in privaten Instituten pauken, haben eine Chance auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt. Der gesellschaftliche Druck, an die Spitze zu gelangen, ist hoch. Aber selbst das Studium an einer führenden Universität ist für sich allein kein Garant mehr für den persönlichen Erfolg in der Samsung-Republik.

Die Aufdeckungen des Skandals um Park Geun-hye sind unterdessen immer noch nicht abgeschlossen. Nach Aufhebung ihrer Immunität muss sich die ehemalige Präsidentin nun vor Gericht verantworten. Teil des Skandals ist längst auch Samsung, der grösste Chaebol-Konzern, wie die Familienunternehmen in Südkorea bezeichnet werden. Die Chaebols nehmen großen Einfluss auf Politik und Medien. Das Volk fordert nun auch eine Einschränkung der Macht des künftigen Präsidenten, um erneute Korruptionsvorfälle, wie es sie unter Park gegeben hatte, zu vermeiden.

Deutlicher Umfragevorsprung, aber keine absolute Mehrheit

Letzten Umfragen zufolge kann Moon Jae-in mit zwischen 38 bis 42,2 Prozent der Stimmen rechnen, gefolgt von dem Zentristen Ahn Cheol-soo mit 16,2 bis 20 Prozent und dem Konservativen Hong Joon-pyo, der bei 18,6 Prozent der Stimmen liegt. Park Sang-byung, Professor der Kyung Hee Universität, erklärt dazu:

Viele liberale Wähler haben sich anscheinend entschieden. Aber im Gegenzug sind ein Großteil der Zentristen und Konservativen unentschieden darüber, wen sie unterstützen sollen.

Um liberale Reformen durchzubringen, muss Moon mehr als 50 Prozent der Wähler hinter sich bringen. Während der Skandale und Proteste um Park Geun-hye hielt sich Nordkorea mit Kommentaren zurück. Das südkoreanische Volk sah dies als einen klugen Schachzug und war dankbar, denn jede Einmischung Nordkoreas hätte der ehemaligen Präsidentin Park in die Hände gespielt. Nordkorea hat im Rahmen der Wahlen in Südkorea zu einem Ende der Konfrontation aufgerufen. Die Rodong Sinmun Nachrichten schreiben in ihrer Montagsausgabe, einen Tag vor den Wahlen:

Die derzeitige tragische Verbindung zwischen Nord- und Südkorea wurde von den konservativen Gruppen geschmiedet, die in den letzten zehn Jahren an der Macht waren. Diese beschworen eine absehbare Periode der Konfrontation herauf und maximierten die politische und militärische Rivalität zwischen Menschen der gleichen Nation.

Die Nordkoreaner haben ein großes Interesse an einem Sieg des Demokraten Moon Jae-ins. Dieser hatte angekündigt, die Südkoreaner zu lehren, gegenüber den Amerikanern „nein“ zu sagen. Präsident Trump und die neue US-Regierung haben in den Augen der Südkoreaner und Chinesen an Glaubwürdigkeit verloren. Trump stellt durch seine Unwissenheit über die Region und seine Unberechenbarkeit aus Sicht der Südkoreaner eine größere Gefahr dar.

China will keinen Umsturz in Pjöngjang

Wie auch seine Vorgänger hatte Trump auf die Chinesen gesetzt, um Nordkorea von seinem Atomwaffenprogramm abzubringen. Er brachte verschärfte Sanktionen auf den Weg und drängte China, es ihm gleichzutun. Aber China ist bisher der größte und bald einzig übriggebliebene Handelspartner Nordkoreas. Eine Sanktionierung Pjöngjangs durch Peking würde auch die Chinesen zum potenziellen Angriffsziel nordkoreanischer Raketen machen. China fürchtet sich zudem vor einer ungebremsten Schwemme von Flüchtlingen und einem geeinten Korea, welches Us-amerikanische Truppen an der Grenze zu China stationieren könnte.

https://deutsch.rt.com/asien/50300-wahlen-in-suedkorea-auf-suche-nach-neuanfang/

Hoffnungslos verfahren: US-Flugzeugträger auf Dortmund-Ems-Kanal gesichtet

Datteln (dpo) – Nicht schlecht staunten Anwohner des Dortmund-Ems-Kanals, als
sie heute Morgen Zeugen wurden, wie sich der nukleargetriebene Flugzeugträger
USS Carl Vinson langsam durch den Dortmund-Ems-Kanal schob. Offenbar hat sich
das 97.000 Tonnen schwere Schiff, das sich derzeit in Höhe Datteln befindet,
auf dem Weg nach Nordkoreavöllig verfahren.

„Ja, also ich ging hier gerade mit meinem Hund so am Ufer spazieren und plötzlich
seh ich da dieses Riesending gefolgt von mehreren Kriegsschiffen“, schildert Walter
Frellschütz (67). „Die waren fast schon manövrierunfähig. Mir rief dann einer, der
an Deck stand entgegen: ‚Excuse me! Are you Korean? Is this the right way to North Korea?'“

„Ich bin froh, dass sie nicht sofort das Feuer eröffnet haben“:
Walter Frellschütz (links) und Fifi

Der Rentner habe zurückgerufen: „No, I am a Dattelner! This is a part of Recklinghausen
in the Regierungsbezirk of Münster in NR-Double-U! My name is Walter and this is my
Zwergschnauzer Fifi! I don’t know how you get to North Korea from here, but the North
Sea is in this direction!“ Daraufhin hätten die Mitglieder der 3200 Mann starken
Besatzung des Flugzeugträgers konsterniert gewirkt.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte, wie es zu der folgenschweren
Navigationspanne kommen konnte: Demnach habe man sich auf die Koordinaten verlassen,
die Donald Trump persönlich telefonisch weitergegeben habe. „Leider aß der Präsident
während des Telefonats ein sehr köstliches Stück Schokoladenkuchen und nuschelte daher
stark“, so der Sprecher.

„Dadurch kam es wohl zu einem Missverständnis.“ Allerdings hätte man
auch wissen sollen, dass es keine Kürzen- und Schmalengrade gibt.

Derzeit sucht die Besatzung der USS Carl Vinson und ihrer Begleitschiffe nach Angaben
der US-Regierung nach einer Wendemöglichkeit, um möglichst schnell den Dortmund-Ems-Kanal
wieder zu verlassen und Fahrt in Richtung koreanischer Halbinsel aufzunehmen.

Quelle : Der Postillon

Sie haben es getan: Südkoreaner entmachten Präsidentin nach Korruption und “okkulter Aktivität”

von

Südkoreaner feiern ihre Absetzung und nun wollen sie sie wegen ihrer Straftaten und Korruption ins Gefängnis sperren.

Der mittlerweile frühere Präsidentin Park Geun-hye werden 13 Vergehen vorgeworfen, nachdem Unternehmen im Gegenzug für politische Gefälligkeiten an eine betrügerische Stiftung spendeten.

Sie gab auch streng geheime Staatsgeheimnisse an eine weiblichen Vertraute weiter, mit der sie eine intime Beziehung unterhielt. Die Polizei verhaftete sie, bevor sie die Beweismittel zerstören oder sich daran zu schaffen machen konnte.

Mithilfe des Einsatzes subtiler Propaganda hatte sie das Volk Südkoreas davon überzeugt, dass sie eine Verfechterin des Fortschritts und humanistischer Werte sei. Als sie jedoch die Wahrheit herausfanden, gingen Millionen von Menschen auf die Straße und verlangten ihren Rücktritt und ihre Verhaftung.

Dank der Entschlossenheit des Volkes wurde die mittlerweile frühere südkoreanische Präsidentin laut Reportern tatsächlich verhaftet.

Die Verhaftung fand am 31.3. statt und ein Convoy von schwarzen Fahrzeugen wurde dabei beobachtet, wie sie damit ins Gefängnis transportiert wurde.

Das Volk Südkoreas begann zu feiern, nachdem es von der Nachricht erfahren hatte.

“Endlich sehen wir, dass es passieren kann. Gerechtigkeit ist real”, sagte dazu ein Kommentator.

Die in Ungnade gefallene Politikerin wurde dabei ertappt, in zahlreiche Vorfüälle hochrangiger Korruption verwickelt zu sein, was darin resultierte, dass über zwei Millionen Menschen auf die Straße gegangen waren, um gegen sie zu protesieren.

Es wurde auch berichtet, dass sie in okkulte Aktivitäten verwickelt war, während sie glaubte, dass Wesenheiten die “komplette Kontrolle über ihren Körper und Geist” übernommen hätten.

Das zentrale Bezirksgericht von Seoul erteilte den Strafermittlern die Erlaubnis, mit der Verhaftung fortzufahren, nachdem sie ihres Amtes enthoben worden war.

Trotz ihrer Verbrechen gegenüber dem Volk, nannten sie viele unerschütterliche Anhänger (zumeist ältere Leute, die sich der Neuigkeiten möglicherweise nicht bewusst waren) immer noch ihre “Präsidentin”.

Sie versuchten, den Autokorso aufzuhalten, damit sie nicht ins Gefängnis gebracht werden konnte. Die Polizei drängte die Leute beiseite und setzte die Verhaftung fort.

Nun, da sie hinter Gittern ist, wird das Einreichen offizieller Anklagen innerhalb von 20 Tagen erwartet, während damit gerechnet wird, dass das Urteil im Winter verkündet wird.

Es wird erwartet, dass ihr mehrere Fälle von Bestechnung und Machtmissbrauch zur Last gelegt werden. In manchen Fällen kann bereits eine Verurteilung wegen Bestechung zu einer lebenslangen Haftstrafe führen.

Sie nahm Berichten zufolge Millionen an “Spenden” von Unternehmen an, obwohl die Unternehmen erklärten, dass sie sich dazu gezwungen sahen, sie ihr zu geben.

Sie ließ auch die Tochter eines Okkultisten streng geheime Informationen sehen, und diese Tochter traf dann politische Entscheidungen, obwohl sie nicht gewählt worden war.

Sie war der erste weibliche Präsident Südkoreas und auch der erste Präsident, der des Amtes enthoben und verhaftet wurde, während die Möglichkeit besteht, dass sie lebenslang ins Gefängnis muss.

Park Geun-hye stellte sich oft als Verfechterin des Fortschritts dar. Traurigerweise war alles nur ein Täuschungsmanöver, denn hinter den Kulissen war sie in hochrangige Straftaten verwickelt, um sich selbst zu bereichern, während sie das Volk verarmen ließ.

Die südkoreanischen Polizisten werden als Helden gefeiert, weil sie richtig gehandelt haben. Sie verschwendeten keine Zeit bei ihrer Verhaftung, da sie befürchteten, sie würde versuchen, die Beweismittel zu vernichten. Sehen Sie dazu das nachfolgende Video:

 

 

Es ist offiziell. Ein südkoreanisches Verfassungsgericht hat Präsidentin Park Geun-hye laut Berichten entmachtet.

Die in Ungnade gefallene Präsidentin wurde entmachtet, nachdem Millionen von Südkoreanern auf die Straße gegangen sind und ihren Rücktritt gefordert hatten.

Bildtext: “Eine neue Ära der Hoffnung – Präsidentin Park Geun-hye – Koreas erster weiblicher Präsident”

Die Proteste waren eine überwältigende Machtdemonstration gegen die Präsidentin, und sie hatte keine andere Wahl als zurückzutreten.

Die Rebellion nahm ihren Anfang, als entdeckt wurde, dass die Präsidentin in eine geheime okkulte Organisation verwickelt war. Offenbar ließ sie es zu, dass ihr Körper von “geistigen” Wesenheiten kontrolliert wurde.

Viele Leute behaupten zwar, dass politische Eliten niemals in dunkle spirituelle Aktivitäten oder Rituale verwickelt seien, aber zumindest in diesem Fall ist offenbar genau das passiert.

Choi Soon-sil ist die Tochter des Anführers eines Kults, der daran beteiligt war, was in den 1990ern manche als “satanische Rituale” bezeichneten. Es wäre genauer allerdings, von okkultem Schamanismus zu sprechen.

Choi Soon-sil entwickelte eine intime Beziheung mit der südkoreanischen Präsidentin, als sie damit begann, spirituelle Wesenheiten anzurufen, um den Geist und Körper der Präsidentin von ihnen besessen zu machen – und die Präsidentin glaubte jedenfalls, dass es real war, nahm es ernst und begrüßte es.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Medien und Südkorea weitgehend die okkulten Aspekte herunterspielten. Aber das hielt die Protestierenden nicht auf, denn es kam auch heraus, dass die Präsidentin während ihrer Beziehung geheime Informationen und Staatsgeheimnisse an Choi Soon-sil weitergab.

Courthouse News Service berichtet dazu wie folgt:

Lee beschuldigte Park, seit Langem mit der Vertrauten Choi Soon-sil unter einer Decke zu stecken, um einen fünfstelligen Millionenbetrag an US-Dollars von Unternehmen zu erpressen und ließ es zu, dass sich Choi, eine Privatperson, in staatliche Angelegenheiten einmischte und Dokumente über Staatsgeheimnisse erhielt und darin Einsicht nehmen konnte. Diese Anschuldigungen wurden vorher von Strafverfolgern erhoben, aber Park verweigerte es, sich irgendeiner Befragung zu unterziehen, indem ein Gesetz angeführt wurde, das einem amtierenden Staatschef Immunität vor Strafverfolgung verleiht.

Choi Soon-sil wies daraufhin die Präsidentin an, welche Entscheidungen zu treffen seien, wodurch die Präsidentin zu einer reinen Marionette gemacht wurde.

Die Präsidentin (links) behauptete, dass ihr Geist und Körper “unter der kompletten Kontrolle” der Okkultismus Praktizierenden waren.

Im Wesentlichen wurden die Südkoreaner von der ungewählten Praktizierenden eines Kults regiert.

Korruption und bizarre Glaubensvorstellungen eines Kults waren für die Südkoreaner Grund genug, um auf die Straßen zu strömen.

Darüber hinaus waren sie zutiefst unzufrieden mit dem Amtsenthebungsverfahren. Was sie wirklich wollten, war, dass die Präsidentin für ihre Straftaten verhaftet wird, und nicht nur zurücktreten muss.

Sehen Sie dazu auch das folgende Video:

 

 

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://www.trueactivist.com/they-did-it-south-koreans-oust-president-after-corruption-and-occult-activity/

http://derwaechter.net/sie-haben-es-getan-sudkoreaner-entmachten-prasidentin-nach-korruption-und-okkulter-aktivitat

Was ist eigentlich in Südkorea los?

Aus Südkorea wurde in den letzten Wochen und Monaten berichtet, dass es da riesige Demonstrationen gegen die mutmaßliche Korruption der Präsidentin Park Geun-hye gibt, ein Amtsenthebungsverfahren dazu und sie trotzdem partout nicht vom Präsidententitel ablassen will.

In den Massenmedien hüben wie drüben wird das meistens alles mehr oder weniger so dargestellt, als dass es in Südkorea Massenproteste gegen die mutmaßliche Korruption der Präsidentin gibt, und vielleicht noch dazu gesagt, dass es deshalb zu einem Regierungswechsel in Südkorea kommen könnte, und das war’s. Da lachen ja die Hühner. Um ein paar Dutzend Millionen Dollar Schmiergeld macht sich doch kein Spitzenpolitiker in der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ ernsthaft Sorgen, und schon gar nicht gibt es deswegen solche Massendemonstrationen.

Wenn es solche Massenproteste gibt und obendrein auch noch Dutzende von Abgeordneten die Regierungspartei verlassen, kann man getrost davon ausgehen, dass es um mehr geht als einen Bestechungsskandal, etwa die Identität und die geopolitische Ausrichtung des Landes. Der ausgesprochen stark vom Export lebende Staat Südkorea ist vom Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen her etwa das elfgrößte Land der Welt, und während happige 30% der südkoreanischen Exporte nach China gehen sind in Südkorea gleichzeitig Zigtausende US-Soldaten in Fortsetzung des kalten Krieges gegen Nordkorea und China stationiert. Südkorea ist also militärisch engstens in das US-Empire eingebunden, während es wirtschaftlich längst zur chinesischen Welt gehört. Die rechtskonservative Präsidentin Park Geun-hye ist dabei als Tochter des früheren US-Marionettendiktators Park Chung-hee so etwas wie die Statthalterin des US-Empires in Südkorea. Und als jene US-Statthalterin hat sie in den letzten Monaten den neu belebten kalten Krieg der USA gegen Nordkorea und China vorangetrieben, etwa durch das Vorantreiben des Aufbaus vom gegen Nordkorea und China gerichteten US-Raketensystem THAAD und durch das Schließen eines gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Industrieparks.

Im November brachte RT ein Interview mit Brian Becker von der Answer Coalition und Hyun Lee vom Solidaritätskomitee für Demokratie und Frieden in Korea, wo ebenfalls die Meinung geäußert wurde, dass es bei den Protesten um mehr geht als um Korruption bei der Präsidentin. Brian Becker erklärte, dass Park Geun-hye als ein Anhängsel der USA in Korea betrachtet wird, dass die Koreaner das Raketensystem THAAD nicht wollen und dass die Proteste in Südkorea den ganzen US-Schwenk nach Asien in Trümern legen dürften. Hyun Lee erklärte dazu weiter, dass Präsidentin Park das Land auf einen neo-atoritäeren Kurs gebacht habe, dass sie die Opposition unter dem Vorwand, sie bestünde aus nordkoreanischen Agenten, aufgelöst habe, dass liberale Aktivisten und Oppositionsführer ins Gefängnis geworfen wurden, und dass der Bevölkerung von Südkorea auch der ganze sich gegen China, Russland und Nordkorea richtetende Kurs des Landes unter Präsidentin Park, der sich etwa im Raketensystem THAAD manifestiert, nicht passt.

Die US-Zeitung USA Today, die sicherlich Sympathien für China, Russland und Nordkorea unverdächtig ist, bestätigte die Ansicht, dass es bei den Protesten in Südkorea um mehr als Korruption geht, in einer Analyse Anfang Dezember im Grunde. Die politische Krise in Südkorea könne die US-Prioritäten in der Region aus der Spur bringen, heißt es da schon im Titel. Weiterhin wird ausgeführt, dass die liberale Opposition nach einem Sturz der Präsidentin den gemeinsamen Industriepark mit Nordkorea vermutlich umgehend wiedereröffnen würde, und die liberale Oppositionspartei, die bessere Beziehungen zu China wolle, auch zu den schärfsten Kritikern der Stationierung des US-Raketensystems THAAD in Südkorea gehöre. Wenn nun Donald Trump als US-Präsident von seinen Verbündeten in Südkorea verlange, für den Schutz durch die USA zu zahlen, könnte es passieren, dass eine liberale Regierung in Südkorea ihn mit der Forderung einfach auflaufen lässt und, anstatt zu zahlen, Trump einfach auffordert, die Stationierung des US-Raketensystems THAAD zu stornieren.

Damit würde dann wohl, wenn die Proteste in Südkorea erfolgreich sind, nicht nur eine korrupte und autoritäre Präsidentin entmachtet, sondern auch eine Neuauflage der Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea wahrscheinlich und im Grunde obendrein noch die gesamte US-Militärpräsenz in Südkorea fraglich. Nach der überraschenden Wende hin zu China und Russland unter dem rechten Präsidenten Rodrigo Duterte auf den Philippinen könnte es in Südkorea nun also eine ähnliche Hinwendung zu China und Russland über die linke Spur geben. Das US-Empire bröckelt in Ost-Asien ganz gewaltig.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/12/29/was-ist-eigentlich-in-suedkorea-los/

Südkorea: Heftige Proteste gegen die Regierung

30. Dezember 2013 von Bürgender

In mehreren Städten Südkoreas sind am Samstag zahlreiche Menschen gegen Privatisierung, Arbeiterfeindlichkeit und Wahlbetrug auf die Straße gegangen. Die Polizei schätzt die Anzahl der Demonstranten auf “knapp 20’000″, unabhängige Beobachter gehen von mehreren 100’000 Protestierenden aus.

Proteste in Südkorea Bild: popularresistance.org

Proteste in Südkorea
Bild: popularresistance.org

In Südkorea wurde am Samstag gegen Wahlbetrug, Privatisierung und Arbeiterfeindlichkeit der Regierung protestiert. In der Hauptstadt Seoul demonstrierten angeblich Zehntausende auf dem Seoul Plaza mit dem Ziel, eine Million Bürger dort zu versammeln.

Die tatsächliche Anzahl der Protestierenden ist schwer einzuschätzen. Die Polizei schätzte die Anzahl der Demonstranten auf “knapp 20’000″, die Fotos zeigen jedoch ein ganz anderes Bild. Unabhängige Beobachter gehen von (mehreren) hunderttausend Demonstranten aus. 13’000 Polizisten wurden in Seoul dafür eingesetzt. Auch in den Metropolen Pusan, Gwangju, Daejeon und Daegu wurde angeblich protestiert.

Seit über drei Wochen protestieren etwa Südkoreas Eisenbahner gegen die drohende Privatisierung. Als die Polizei am Samstag einen Protestmarsch durch Seoul verhinderte, kam es zu Handgreiflichkeiten mit den Demonstranten. Weitere Informationen und eindrucksvolle Fotos gibt es hier:

http://www.gegenfrage.com/suedkorea-heftige-proteste-gegen-die-regierung/