Istanbul: Hass auf syrische Flüchtlinge wächst

von http://www.pi-news.net

 

 

Verstörende Nachrichten waren vor kurzem aus der Türkei zu vernehmen. Dort kam es zum wiederholten Male zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen syrische Flüchtlinge. So wurde in Istanbul von einem rassistischen türkischen Mob gezielt Geschäfte von Syrern angegriffen.

Die geistigen Brandstifter sind führende türkische Politiker, wie der Focus berichtet:

„Im Wahlkampf hat sich der Oppositionskandidat und spätere Wahlsieger Ekrem Imamoglu wiederholt kritisch zu den Syrern geäußert. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich der Hashtag #SyrerRaus. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister kritisierte Imamoglu zudem, dass es in Istanbul viele Ladenschilder auf Arabisch statt auf Türkisch gebe.

„Hier ist die Türkei, hier ist Istanbul“, sagte der Politiker, der sonst für seine einigende Rhetorik gelobt wird.

Unter dem Druck der Opposition hat Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Kurswechsel vollzogen und setzt statt auf „muslimische Solidarität“ inzwischen auf Härte. So verkündete Innenminister Süleyman Soylu kürzlich, dass in Istanbul künftig keine weiteren Syrer registriert würden. Der Gouverneur der Metropole teilte zudem mit, mehr als 700 syrische Geschäftsleute angewiesen zu haben, ihre arabischen Ladenschilder auszutauschen.“

Die Vorgänge sind um so erstaunlicher, da die von der Türkei aus gesteuerten türkischen Verbände in Deutschland uns seit Jahrzehnten das hohe Lied von Multi-Kulti singen, und wie toll es doch ist, wenn inzwischen ganze Stadtteile mehr an die Türkei als an ein Land in Europa erinnern, in welchen man als Deutscher nicht mehr erwünscht ist (siehe Video oben).

Die Türkische Gemeinde Deutschland (TGD) ist sogar der Meinung, „ Deutschland gehört uns allen„. Wir möchten die Mitglieder der TGD bitten, ihren Landsleuten in der Türkei klar zu machen, dass die Türkei ebenso den Syrern gehört.

Sollte sich die Türkei in eine Art „syrisches Sozialamt“ verwandeln, ist dies ebenso als eine „Bereicherung“ anzusehen, wie die Alimentierung von dauerarbeitslosen Türken und Kurden in Deutschland. Laut einer Statistik aus dem Jahre 2012 sind fast 25 Prozent der in Deutschland lebenden Türken auf Hartz IV angewiesen. Und dies wird sich in Zukunft wohl auch nicht ändern.

60 Prozent der türkischstämmigen Frauen und fast die Hälfte der Männer bleiben ohne jeglichen Schulabschluss.

Aktionsvideo – Der Krieg ist vorbei – Syrien braucht euch

 

Identitäre Bewegung Deutschland

Am 05.05.2019 veröffentlicht

Es war in den Medien nur eine Randmeldung wert, die kaum einer vernommen hat. Doch in Syrien wurde bereits im März diesen Jahres die letzte Hochburg des Islamischen Staates militärisch besiegt. Die Politik der Regierung sträubt sich offensichtlich vor einer klaren Aussage zum Asylstatus der hier eingewanderten Syrer seit 2015. Doch es ist klar: Wir brauchen eine Politik der Remigration und müssen den Primat auf die Hilfe vor Ort fokussieren. Einwanderung löst keine Probleme in den Heimatländern der Migranten. Syrien braucht junge Männer, die am Wiederaufbau des vom Bürgerkrieg gebeutelten Landes mitwirken.
Die Menschen brauchen Perspektiven und eine Zukunft in ihrer eigenen Heimat. Eine Politik der Remigration muss endlich Anreize schaffen, um es den Menschen zu erleichtern, in ihre Heimat zurückzukehren und Ausreiseprogramme zu forcieren. Denn Syrien braucht jetzt jedes Engagement, um zur friedlichen Normalität zurückkehren zu können.

Aktivisten der Identitären Bewegung machten in Berlin und anderen Städten auf diese Thematik mit eigens angefertigten XXL Plakaten aufmerksam. In den Medien brach einmal die moralische Hysterie aus, dass vermeintliche „Rechtsextremisten“ die syrischen Flüchtlinge zur Rückkehr in die Heimatländer auffordern würde. Dass allerdings auch das Bundesinnenministerium bereits eine ähnliche Rückkehrkampagne fährt, wird dabei unerwähnt gelassen. Wir wollen endlich die Durchsetzung des gültigen Rechts und eine vernünftige politische Wende.

Zum Artikel: https://www.identitaere-bewegung.de/b…

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Rückführungen sind nicht gewollt, der falsche Diktator herrscht

Indexexpurgatorius's Blog

Der syrische Präsident Bashar Assad wirft Staaten wie der Türkei vor, syrische Flüchtlinge daran zu hindern, nach Hause zurückzukehren, weil sie Angst haben, Erpressungsquellen und Geldmittel zu verlieren.

„Die Mitgliedstaaten der EU machen es, im gegenseitigen Einvernehmen, mit der Frage der Rückkehr der Flüchtlinge nach Syrien schwierig … Und‚ eine der Quellen der Korruption zugunsten von Beamten der Länder, die den Terrorismus und Nichtregierungs-Organisationen unterstützen die angeblich humanitäre Hilfe zu leisten, die in den Händen von Terroristen sind und ebensolche nach Europa bringen und diese dort pämpern“, – sagte Assad.

„Die Herabstufung des Flüchtlingsproblems im Hintergrund wird diesen Ländern politische Hebelwirkung bescheren aber keinen materiellen Nutzen bringen“, sagte der syrische Präsident.

Assad zufolge wurde das Thema Flüchtlinge ein Jahr vor Beginn der Syrienkrise im Jahr 2010 künstlich geschaffen.

„Als etwa ein Jahr vor dem Beginn der Krise in den Nachbarländern Flüchtlingslager aus dem Boden sprossen, die die humanitären Leiden und…

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Der offene Brief eines syrischen Flüchtlings wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre heuchlerische Syrienpolitik vor.

 

Sabolive 16

Am 31.01.2019 veröffentlicht

Der offene Brief eines syrischen Flüchtlings wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre heuchlerische Syrienpolitik vor.

Ein Kommentar von Karin Leukefeld.

Der Syrer Majd Abboud hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. In den letzten Monaten suchte er in Deutschland und der Schweiz dringend nach Medien, die bereit wären seinen Brief zu veröffentlichen. Meist erhielt er nicht einmal eine Antwort. Abboud ist 42 und von Beruf Zahnarzt. 2015 kam er nach Deutschland und wohnt jetzt in Saarbrücken. Sein Vorwurf an Merkel: die Voraussetzungen für Integration seien auch nach drei Jahren immer noch nicht gegeben. Grund: Deutschland komme seinen Gästen zu weit entgegen und weise Islamisten zu wenig in ihre Schranken. Auch die Sicht der Bundesregierung auf den Syrienkrieg sei tendenziös, da so genannte „Rebellen“ einseitig idealisiert würden. […] (Text vermittelt durch Karin Leukefeld.)

Offener Brief eines syrischen Flüchtlings an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

da das Ende Ihrer Amtszeit in Sicht ist, möchte ich dies zum Anlass nehmen, Ihnen ganz herzlich dafür zu danken, dass Sie mir und meinen Landsleuten Hilfe in der Not geleistet und Ihr Land für vor Krieg und Terror fliehende Menschen geöffnet haben. Dadurch haben Sie uns sehr viel Leid erspart, wir sind hier in Sicherheit und haben die Möglichkeit, in Frieden zu leben. Außerdem habe ich es immer als große Chance für uns Syrer empfunden, im Kontakt mit Europäern eine neue Kultur kennenzulernen, die uns neue Perspektiven eröffnet und es uns ermöglicht, unseren Horizont zu erweitern.

Leider habe ich in Erfahrung gebracht, dass die Voraussetzungen für echte Integration kaum gegeben waren und es auch heute noch, nach drei Jahren, nicht sind. Vielmehr empfand ich die sogenannte Integration eher als Einbahnstraße: Deutschland kam den Geflüchteten sehr stark entgegen, forderte von jenen aber kein Entgegenkommen ein. Erschwerend kam hinzu, dass die deutsche Identität für Zugewanderte kaum zu erkennen ist. Es scheint, als ob sich das Land dafür schäme und deswegen Schwierigkeiten hat, seine Werte zu vermitteln.

In krassem Gegensatz hierzu ist anzumerken, dass viele Geflüchtete über ein übersteigertes, vielfach radikales Zugehörigkeitsgefühl dem Islam gegenüber verfügen, und oftmals dem Staat und der Gesellschaft schon in Syrien Probleme bereitet haben. Ich war voller Hoffnung, dass Sie, Frau Merkel, es schaffen würden, ein friedliches Miteinander zwischen beziehungsweise mit den Zugewanderten zu ermöglichen, was wir in Syrien aufgrund der zunehmenden Radikalisierung und der westlichen Investition in den politischen Islam nicht erreicht haben.

Über Ihre Motive wurde ja immer viel spekuliert, und meistens wurde diese Frage damit beantwortet, dass Sie aus Humanität und christlicher Nächstenliebe gehandelt hätten.

Doch wenn von Menschlichkeit die Rede ist, dann hätten Sie die neulich von Ihnen verlängerten Sanktionen gegen Syrien beenden sollen. Denn darunter leiden seit Jahren immer noch Millionen von Menschen, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen.

Schließlich haben auch diese Menschen Nächstenliebe verdient. Auch in einer echten Demokratie, für die Sie ja immer werben, dürfen diese Menschen ihre politische Einstellung haben, ohne dafür bestraft zu werden

 

Iran wirft Russland Deaktivierung von S-300 bei israelischen Luftangriffen gegen Syrien vor

von http://uncut-news.ch

Ein hochrangiger iranischer Parlamentarier hat Russland scharf kritisiert, weil es sein in Syrien eingesetztes Raketenabwehrsystem S-300 während der jüngsten israelischen Luftangriffe auf die angeblichen iranischen Positionen im arabischen Land deaktiviert hat.

Der Vorsitzende der Kommission für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, Heshmatollah Falahatpishe, sagte, dass Israel bei ordnungsgemäßer Funktion der Systeme seine Luftangriffe auf Syrien nicht ohne weiteres durchführen könnte.

In einem Interview mit IRNA sagte der Parlamentarier, dass der Schritt Russlands, sein Raketensystem S-300 in Syrien während israelischer Luftangriffe zu deaktivieren, Grund für ernsthafte Kritik ist.

„Es scheint eine Art Zusammenhang zwischen den Luftangriffen des zionistischen Regimes und der Deaktivierung der in Syrien eingesetzten Verteidigungssysteme durch Russland zu bestehen“, sagte er.

Er stellte ferner fest, dass er nach den israelischen Luftangriffen sofort am Ort des Angriffs ankam und feststellen mußte, dass die Berichte über die Opfer des von Israel ausgelösten Luftangriffs völlig falsch waren.

Er bezeichnete die Berichte als Bluff und fügte hinzu, dass das zionistische Regime versucht, den Prozess der Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in Syrien durch die Durchführung der Luftangriffe auf das Land zu behindern.

„Sie wollen den Iran provozieren, bestimmte Reaktionen einzuleiten, um neue Herausforderungen in Syrien zu schaffen“, schloss er.

Israel zielte auf einen Flughafen im Südosten von Damaskus in Syrien, wo am Montag eine Reihe von Menschen starben und verletzt wurden. Russland sagte, dass Syriens Luftverteidigung mehr als 30 Marschflugkörper und gelenkte Bomben während der Luftangriffe Israels abschoss.

Israel behauptete in einer Erklärung, dass die Hauptziele der Angriffe iranische Truppen waren. Gemäß der Erklärung operieren iranische Streitkräfte auf syrischem Gebiet und starteten eine Boden-Boden-Rakete von syrischem Gebiet aus, die auf die nördlich besetzten Golanhöhen abzielte.

„Als Reaktion auf den Angriff unternahmen in der Nacht (israelische Militär-) Kampfflugzeuge Angriffe auf iranische Quds-Militärziele in Syrien, zusätzlich zu den syrischen Luftverteidigungsbatterien“, hieß es.

Der Iran sagte, dass seine militärische Präsenz in Syrien total beratend ist und darauf abzielt, der syrischen Regierung zu helfen, das Land von ausländisch unterstützten Terroristen zu reinigen.

Iran Slams Russia for Deactivating S-300 during Israeli Airstrikes on Syria

Übersetzung LZ

http://uncut-news.ch/2019/01/28/iran-wirft-russland-deaktivierung-von-s-300-bei-israelischen-luftangriffen-gegen-syrien-vor/

Syriens Frauen an Europa, schickt unsere Männer nach Hause

von Freeman

Syrische Frauen beschweren sich, dass es nicht genug Männer gibt, um das Land wieder aufzubauen, und sie haben Europa und andere westliche Länder dazu aufgefordert, die ihre jungen Männer aufgenommen haben, „schmeisst sie raus“ und schickt sie endlich wieder nach Hause.

Der Journalist des schwedischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks SVT Johan-Mathias Sommarström reiste nach Damaskus, Syrien, und sprach mit einigen Studenten der Universität von Damaskus, von denen 70 Prozent Frauen sind.

Schau dich um, du siehst nur Frauen. An der Universität, auf den Strasse, in den Cafés, nur Frauen„, sagten die Studentinnen Safaa und Sheima zu Sommarström.

Das Strassenbild von Damaskus ist von Frauengruppen geprägt

Eine andere Studentin, Lina, wies auch auf das Missverhältnis der Bevölkerung des Landes hin und zerstört die liberale Illusion, dass die Migrationswellen 2015 aus Frauen und Kindern bestanden hätte, die vor dem Krieg flohen. Es waren zu 90 Prozent junge Männer die abgehauen sind.

Weiter hier

https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/12/syriens-frauen-europa-schickt-die.html

Israel hat zwei zivile Flüge als Geisel genommen

Tsahal ist es am Weihnachtstag, den 25. Dezember 2018 gelungen, ein Ziel in Damaskus zu treffen, indem es zwei über dem Libanon fliegende Linienflugzeuge als Schutzschild für seine Bomber benutzte, haben der syrische und russische Generalstab bestätigt.

Es war Syrien unmöglich, die israelischen Bomber abzuschießen, ohne dabei das Leben der zivilen Passagiere in Gefahr zu bringen, wie es mit einem russischen militärischen Beobachtungs-Flugzeug am 17. September 2018 der Fall gewesen war.

Der libanesische Minister für öffentliche Arbeiten, Youssef Fenianos, hat bestätigt, dass man einer „wahren Katastrophe“ entkommen war.

Israel hat 16 lasergesteuerte GBU-39 Bomben, amerikanischer Herstellung von sechs F-16 Maschinen abgeschossen. Zwei haben ihr Ziel getroffen, Hisbollah-Beamten, die an Bord eines speziellen Flugzeugs gingen, um an einer Beerdigung im Iran teilzunehmen und einen syrischen militärischen Komplex.

Das illegale Eindringen in den libanesischen Luftraum und zivile Flugzeuge als Schilde zu benutzen sind schwere Verletzungen des Völkerrechts.

Übersetzung
Horst Frohlich

http://www.voltairenet.org/article204522.html

Die USA weigern sich, für transnationale Finanziers zu kämpfen

von Thierry Meyssan

Der US-Abzug aus Syrien und Afghanistan sowie der Rücktritt von General Mattis zeugen von der im Gang befindlichen Wende der Welt-Ordnung. Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr die ersten, weder wirtschaftlich und noch militärisch. Sie weigern sich, weiterhin nur für die Interessen der transnationalen Finanziers zu kämpfen. Die von ihnen geführten Bündnisse werden sich langsam auflösen, ohne dass ihre ehemaligen Verbündeten den Aufstieg Russlands und Chinas eingestehen.

Donald Trump lehnt es ab, dass seine Mitbürger weiterhin für den imperialen Traum der globalen Finanziers zahlen.

 

Die Ankündigung des teilweisen Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan und ihr gesamter Abzug aus Syrien am 19. Dezember 2018, hat wie ein Donnerschlag geklungen. Ihm folgte am nächsten Tag der Rücktritt von Verteidigungsminister James Mattis. Entgegen der Behauptung der Gegner des Präsidenten Trump, schätzen sich beide Männer und ihre Unstimmigkeit betrifft nicht diese Rückzüge, sondern die Art und Weise, wie man mit ihren Folgen umgehen soll. Die USA stehen vor einer Entscheidung, die einen Bruch markieren und die Welt umstürzen wird.

Vor allem sollte man, um nicht einen falschen Schluss zu ziehen, die Bedingungen und das Ziel der Zusammenarbeit von Trump und Mattis in Erinnerung rufen.

Bei seinem Amtsantritt im Weißen Haus hatte Donald Trump darauf geachtet, sich mit drei hochkarätigen Offizieren zu umgeben, die für die Neu-Ausrichtung der Streitkräfte über genügend Autorität verfügen. Michael Flynn, John Kelly und vor allem James Mattis sind gegangen oder sind in Demission begriffen. Alle drei sind große Soldaten, die schon in der Obama-Ära mit ihrer Hierarchie in Konflikt geraten waren [1]. Sie akzeptierten die von Botschafter John Negroponte eingeführte Strategie nicht, nämlich terroristische Gruppen zu schaffen, die einen Bürgerkrieg im Irak schüren sollten [2]

. Alle drei haben sich mit Präsident Trump dazu verpflichtet, den Dschihadisten die Unterstützung Washingtons zu entziehen. Aber jeder von ihnen hatte eine eigene Vision der Rolle der Vereinigten Staaten in der Welt und ist schließlich mit dem Präsidenten uneinig geworden.

Der Sturm, den die Zwischenwahlen zurückgedrängt hatten, ist gekommen [3]. Die Zeit ist gekommen, die internationalen Beziehungen zu überdenken.

Syrien

Als Donald Trump im April, im Einklang mit seinen Versprechungen, den US-Rückzug von Syrien zur Sprache brachte, hat ihn das Pentagon überzeugt, zu bleiben. Nicht, weil ein paar tausend Mann den Kurs des Krieges umkehren könnten, sondern weil ihre Anwesenheit ein Gegengewicht zu dem russischen Einfluss und eine Unterstützung für Israel war.

Aber die Übergabe der russischen Verteidigungs-Waffen an die syrische arabische Armee, besonders der S-300 Raketen und der ultra-High-Tech-Radargeräte, die durch das automatisierte Managementsystems Polyana D4M1 koordiniert werden, hat das Kräfte-Gleichgewicht auf den Kopf gestellt [4]. Von da an, seit genau drei Monaten, ist der syrische Luftraum unantastbar. Aus diesem Grund wird die militärische Präsenz der USA kontraproduktiv: denn ein Angriff auf dem Boden durch pro-US-Söldner kann nicht mehr von der US-amerikanischen Luftwaffe unterstützt werden, ohne Gefahr zu laufen, Flugzeuge zu verlieren.

Durch den jetzigen Abzug vermeidet das Pentagon ein Kräftemessen und die Demütigung einer unvermeidlichen Niederlage. In der Tat hat Russland den Vereinigten Staaten und danach auch Israel die Herausgabe der Sicherheitscodes der an Syrien gelieferten Raketen verweigert. Das heißt, dass Moskau, nach jahrelanger westlicher Arroganz, die gemeinsame Kontrolle Syriens abgeschlagen hat, der Russland bei der ersten Konferenz von Genf in 2012 zugestimmt hatte und die Washington ein paar Wochen später verletzt hatte.

Darüber hinaus hat Moskau vor langer Zeit bereits festgestellt, dass die Präsenz der USA nach internationalem Recht illegal sei, und dass Syrien das Recht habe sich zu verteidigen.

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General Aharon Haliva kam an der Spitze einer israelischen Delegation am 17. Dezember 2018 nach Moskau. Er informierte seine russischen Amtskollegen über die laufenden Operationen von Tsahal und bat sie um die Codes der syrischen Raketen. Vergebens.

Seine Folgen

Der Entschluss zum Rückzug aus Syrien hat ernste Konsequenzen.

1— Das Pseudo-Kurdistan

Das westliche Projekt der Schaffung eines kolonialen Staates im Nordosten Syriens, der den Kurden zuerkannt werden sollte, wird nicht durchgeführt werden. Übrigens unterstützten immer weniger Kurden dieses Projekt, da sie dachten, dass diese Eroberung mit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung eines Staates, Israel, durch jüdische Milizen im Jahr1948, vergleichbar wäre.

So wie wir es oft erklärt haben, ist Kurdistan nur in den Grenzen legitim, die ihm 1920 von der Konferenz von Sèvres zuerkannt wurden, d. h. in der aktuellen Türkei und nicht anderswo [5]. Die USA und Frankreich zogen noch vor einigen Wochen in Erwägung, ein Pseudo-Kurdistan auf arabischem Boden zu schaffen und es unter Mandat der Vereinten Nationen durch den ehemaligen französischen Außenminister, Bernard Kouchner, verwalten zu lassen [6].

2—Die Cebrowski-Strategie

Das vom Pentagon seit siebzehn Jahren verfolgte Projekt, im „Erweiterten Nahen Osten“, wird nicht realisiert werden. Entworfen von Admiral Arthur Cebrowski, sollte es alle staatlichen Strukturen in der Region zerstören, mit Ausnahme von Israel, Jordanien und dem Libanon [7]. Dieser Plan, der von Afghanistan bis Libyen begonnen wurde und immer noch funktioniert, endet auf syrischem Boden. Es ist damit jetzt Schluss, dass die US-Truppen auf Kosten der Steuerzahler nur für die Interessen der globalen Banker kämpfen, selbst wenn sie US-Amerikaner wären.

3—Die US-amerikanische militärische Überlegenheit

Die postsowjetische, auf der amerikanischen militärischen Überlegenheit basierende Weltordnung ist tot. Dass dies schwer einzusehen ist, ändert nichts an der Tatsache. Die Russische Föderation ist jetzt stärker sowohl in Bezug auf konventionelle (für das Jahr 2015) als auch auf Kern-Waffen (seit 2018 [8]). Die Tatsache, dass die russischen Armeen ein Drittel weniger zahlreich als die der Vereinigten Staaten sind und nur wenige Truppen im Ausland haben, widerlegt die Hypothese eines Moskauer Imperialismus.

Sieger und Besiegte

Der Krieg gegen Syrien wird in den kommenden Monaten aufgrund des Fehlens von Söldnern enden. Die von dem KKR Fund koordinierte Waffen-Lieferung durch einige Staaten kann das Verbrechen hinauszögern, aber gibt keine Hoffnung, den Lauf der Dinge zu ändern.

Ganz zweifellos sind die Sieger dieses Krieges Syrien, Russland und der Iran, während die Besiegten die 114 Staaten sind, die den „Freunden Syriens“ beigetreten sind. Manche haben die Niederlage nicht abgewartet, um ihre Außenpolitik zu korrigieren. So haben die Vereinigten Arabischen Emirate gerade die baldige Wiedereröffnung ihrer Botschaft in Damaskus verkündet.

Der Fall der Vereinigten Staaten ist jedoch komplexer. Die Regierungen von Bush Jr. und Obama tragen die volle Verantwortung für diesen Krieg. Sie sind es, die ihn geplant und im Rahmen einer unipolaren Welt durchgeführt haben. Im Gegensatz dazu hat der Kandidat Donald Trump diesen Verwaltungen vorgeworfen, die US-Bürger nicht zu verteidigen, sondern dem transnationalen Finanzsystem zu dienen. Nach seiner Wahl zum Präsidenten hat Trump nicht aufgehört, die Unterstützung seines Landes für die Dschihadisten zu senken und seine Truppen aus dem Erweiterten Nahen Osten abzuziehen. Er muss daher auch als einer der Sieger dieses Krieges betrachtet werden und wird logischerweise die Verpflichtung seines Landes für Kriegs-Schadensersatz auf die beteiligten transnationalen Konzerne abwälzen können [9]. Es liegt nun an ihm, die Streitkräfte wieder auf die Verteidigung des Territoriums auszurichten, dem ganzen imperialen System ein Ende zu setzen und die US-Wirtschaft anzukurbeln.

Afghanistan

Seit mehreren Monaten verhandeln die Vereinigten Staaten geheim mit den Taliban über die Bedingungen für ihren Rückzug aus Afghanistan. Eine erste Besprechung mit Botschafter Zalmay Khalilzad fand in Katar statt. Eine zweite Runde hat gerade in den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen. Neben den beiden Delegationen der USA und der Taliban beteiligen sich auch Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan. Eine Delegation der afghanischen Regierung ist auch vor Ort eingetroffen, in der Hoffnung sich anschließen zu können.

Es ist 17 Jahre her, dass die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich Afghanistan überfallen haben, offiziell als Vergeltung für die Anschläge vom 11. September. Aber dieser Krieg folgte auf die Verhandlungen von 2001 in Berlin und Genf. Er zielt nicht darauf ab dieses Land zu stabilisieren, um es wirtschaftlich zu nutzen, sondern darauf, jegliche Form von Staatlichkeit zu zerstören, um seine Ausbeutung zu kontrollieren. Was tatsächlich gemacht wird, da die Situation jeden Tag schlimmer ist als am Tag zuvor.

Denken wir daran, dass das Unglück von Afghanistan während der Carter-Präsidentschaft begonnen hat. Der nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński, appellierte an die Muslimbruderschaft und an Israel, um eine Terrorismus-Kampagne gegen die kommunistische Regierung zu starten [10]. Verstört, wandte sich diese an die Sowjets, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Es folgte ein 14 jähriger Krieg, gefolgt von einem Bürgerkrieg und dann von der Anglo-US-Invasion.

Nach vierzig Jahren währenden Zerstörungen versichert Präsident Trump, dass die US-Militärpräsenz für Afghanistan nicht die Lösung sei, sondern das Problem.

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General James Mattis verpflichtete sich, die US-Streitkräfte von den Dschihadisten zu trennen, aber nicht die Allianz um die Vereinigten Staaten aufzulösen.

Der Platz der Vereinigten Staaten heute in der Welt

Mit dem Abzug der Hälfte der in Afghanistan rechtlich stationierten US-Truppen und all derer, die Syrien illegal besetzen, hat Präsident Trump eines seiner Wahlversprechen gehalten. Er wird noch die dort befindlichen 7000 Mann abziehen müssen.

In diesem Zusammenhang stellt General Mattis eine grundlegende Frage in seinem Rücktritts-Schreiben [11]. Er schreibt: „Eine meiner Grundüberzeugungen war schon immer, dass unsere Stärke als Nation mit der Stärke unseres einzigartigen und umfassenden Systems der Bündnisse und Partnerschaften untrennbar verbunden ist. Obwohl die Vereinigten Staaten die unverzichtbare Nation in der freien Welt bleiben, können wir unsere Interessen nicht wirksam schützen, noch diese Rolle ohne starke Allianzen spielen ohne Respekt gegenüber unseren Alliierten zu zeigen. Wie Sie, sage ich von Beginn an, dass die Streitkräfte der Vereinigten Staaten nicht der Gendarm der Welt sein sollten. Stattdessen müssen wir alle Werkzeuge der amerikanischen Macht nutzen, um die gemeinsame Verteidigung, besonders die effektive Sicherstellung der Führung unsere Allianzen zu sichern. 29 Demokratien haben diese Kraft bewiesen, mit ihrem Engagement nach dem Angriff des 11.September gegen die Vereinigten Staaten auf unserer Seite zu kämpfen. „Die Koalition der 74 Nationen gegen Daesch ist ein weiterer Beweis dafür“ [12].

Das heißt, James Mattis bestreitet nicht die Gültigkeit des Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan und Syrien, aber wahrscheinlich das, was folgen wird: Die Zerrüttung der Allianzen rund um die Vereinigten Staaten, und letztlich der mögliche Abbau der NATO. Für den Minister der Verteidigung müssen die Vereinigten Staaten ihre Verbündeten beruhigen, indem sie bei ihnen den Eindruck erwecken, dass sie wissen, was sie tun und sie die Stärksten sind. Egal, ob es wahr ist oder nicht, es geht darum, unter allen Umständen den Zusammenhalt der Bündnispartner aufrechtzuerhalten. Aber für den Präsidenten ist Gefahr im Verzug. Die Vereinigten Staaten haben bereits ihren führenden wirtschaftlichen Platz zugunsten Chinas verloren, und nun ihren ersten Platz auf militärischem Gebiet, an Russland. Man muss aufhören, der Einäugige zu sein, der die Blinden führt und sich zuerst um die Seinen kümmern.

In dieser Sache handelt James Mattis wie ein Offizier. Er weiß, dass eine Nation ohne Verbündete im Vorhinein verloren ist. Während Donald Trump wie ein Unternehmer denkt. Er muss verlustbringende Tochterfirmen abstoßen, die das ganze Unternehmen zu versenken drohen.

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

[1] Cobra II: The Inside Story of the Invasion and Occupation of Iraq, Michael Gordon & Bernard Trainor, Atlantic Book, 2006.

[2] ISIS is US: The Shocking Truth Behind the Army of Terror, George Washington’s Blog, Wayne Madsen, Webster Griffin Tarpley, Syrian Girl Partisan, Progressive Press, 2016.

[3] „Internationale Beziehungen: die Ruhe vor welchem Sturm?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 9. Oktober 2018.

[4] „Warum hauen die USA plötzlich von Syrien ab?“, von Valentin Vasilescu, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 20. Dezember 2018.

[5] „Die Kurdistan-Projekte“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 5. September 2016.

[6] „Bernard Kouchner reist illegal in Syrien ein“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 11. Dezember 2018.

[7] The Pentagon’s New Map, Thomas P. M. Barnett, Putnam Publishing Group, 2004. „Das militärische Projekt der Vereinigten Staaten für die Welt“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 22. August 2017.

[8] “Vladimir Putin Address to the Russian Federal Assembly”, by Vladimir Putin, Voltaire Network, 1 March 2018. „Das neue russische nukleare Arsenal stellt wieder die Bipolarität der Welt her“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 6. März 2018. „Die russische Hyperschall-Verteidigung“, von Valentin Vasilescu, Übersetzung Ralf Hesse, Voltaire Netzwerk, 29. Mai 2016.

[9] „Die transnationalen Konzerne zum Wiederaufbau Syriens verpflichten?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 14. August 2018.

[10] « Brzezinski : „Oui, la CIA est entrée en Afghanistan avant les Russes …“ », par Zbigniew Brzeziński, Le Nouvel Observateur (France) , Réseau Voltaire, 15 janvier 1998. Charlie Wilson’s War: The Extraordinary Story of the Largest Covert Operation in History, George Crile III, Atlantic Monthly Press, 2003.

[11] “Resignation letter from James Mattis”, by James Mattis, Voltaire Network, 20 December 2018.

[12] “One core belief I have always held is that our strength as a nation is inextricably linked to the strength of our unique and comprehensive system of alliances and partnerships. While the US remains the indispensable nation in the free world, we cannot protect our interests or serve that role effectively without maintaining strong alliances and showing respect to those allies. Like you, I have said from the beginning that the armed forces of the United States should not be the policeman of the world. Instead, we must use all tools of American power to provide for the common defense, including providing effective leadership to our alliances. 29 democracies demonstrated that strength in their commitment to fighting alongside us following the 9-11 attack on America. The Defeat-ISIS coalition of 74 nations is further proof.”

 

http://www.voltairenet.org/article204454.html