Informationsunterschlagung bei der Tagesschau

von https://sciencefiles.org

Wer den Beitrag “China übt Druck auf Bundestagsabgeordnete aus“, den die Tagesschau heute veröffentlicht hat, der muss folgenden Eindruck gewinnen:

Der Botschafter der Volksrepublik China will Druck auf deutsche Bundestagsabgeordnete auszuüben.
Die Abgeordneten haben am 8. November über die „Menschenrechtslage in China“ diskutiert, so die Tagesschau und natürlich ist, wenn der Bundestag über die „Menschenrechtslage in China“ diskutiert klar, dass die Chinesen die Bösen sind: „In der chinesischen Provinz Xinjiang sind nach Einschätzungen von Menschenrechtsorganisationen Muslime, wie zum Beispiel die Uiguren, Repressalien ausgesetzt“.

Wenn Menschenrechtsorganisationen das behaupten, dann übernimmt es die Tagesschau ungeprüft. Denn es passt in das affektive Schwarz-Weiß-Denken, das in Deutschland Journalismus sein soll.

So entsteht die Erzählung, dass die „chinesische Botschaft“ in einem vierseitigen Schreiben [!sic] mehr oder weniger nur zum Ausdruck bringt, dass sie äußerst unzufrieden darüber sei, dass der Bundestag über die „sogenannte“ Menschenrechtslage in der Provinz Xinjiang berate, was in der Suggestion der Tagesschau heißen soll: die Chinesen wollen bei ihren Menschenrechtsverletzungen nicht gestört werden.

Nun könnte man als Journalist auf die Idee kommen, das vierseitige Schreiben, das die Chinesen als Démarche bezeichnen, ganz zu lesen.

Man könnte sich fragen, woher deutsche Politiker, deren geographische und soziale Kenntnisse nicht dazu ausreichen, die Sozialstruktur und Lage der Menschenrechte in Edesheim oder Venningen zu diskutieren, ganz einfach weil sie von beiden Pfälzer Orten noch nie gehört haben, die Kompetenz und das Wissen nehmen wollen, um über die u.a. an Afghanistan, Kirgisistan, Kasachstan und Pakistan angrenzende chinesische Provinz Xinjiang informiert zu diskutieren, in der China ein Problem mit den Uiguren haben soll, also mit Muslimen. Es wäre in diesem Zusammenhang interessant zu erfahren, auf Grundlage welcher Kenntnisse sich deutsche Bundestagsabgeordnete ein Urteil über die Situation vor Ort erlauben wollen. Ein Journalist fragt hier nach.

Man könnte als Journalist, so man seinen Beruf ernst nimmt, auch berichten, dass die chinesische Botschaft von Problemen mit muslimischen Terroristen in Xinjiang berichtet und anführt, es habe seit den 1990er Jahren „Tausende von Terroranschlägen in Xinjiang, die mehrere tausend Menschen das Leben gekostet oder verletzt haben“, gegeben. Man könnte diese Aussage sogar prüfen wollen, oder diese: „Mehrere hundert Polizisten sind in Anti-Terror-Einsätzen ums Leben gekommen. Die chinesische Regierung bekämpft gewalttätige Terroristen, Separatisten und Verbrecher, und bestraft sie in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen hart.“

Die zitierte Passage stammt aus dem vierseitigen Schreiben, aus dem auch die Tagesschau zitiert, da sie fehlt, muss man davon ausgehen, dass der zuständige Redakteur diesen Teil entweder nicht gelesen hat, nicht für relevant gehalten hat oder unterschlagen hat.

Mit Journalismus, der den Namen verdient, hat die Berichterstattung in der Tagesschau jedenfalls nichts zu tun.

Es geht hier nicht darum, zu entscheiden, ob in Xinjiang Menschenrechte verletzt werden oder nicht. Es geht darum, dass normaler Journalismus BEIDE Seiten mit ihrer Sicht der Dinge zu Wort kommen lässt, um es den Konsumenten der Nachrichten zu ermöglichen, sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Davon ist die Tagesschau so weit entfernt, wie man nur entfernt sein kann. Weil das Narrativ durchgesetzt werden soll: China begeht Menschenrechtsverletzungen, werden relevante Informationen unterschlagen und durch vollkommen irrelevante Informationen ersetzt wie die, dass ein grüner Wichtigtuer behauptet, er sei aus der chinesischen Botschaft angerufen worden, eine Behauptung, die man durch Rückfrage in der chinesischen Botschaft als Journalist normalerweise prüft.

Das ist kein Journalismus, das ist ein parteipolitisch motivierter Manipulationsversuch.

Wir dokumentieren im Folgenden die Démarche der chinesischen Botschaft in voller Länge, damit sich jeder, der den Beitrag bei der Tagesschau gelesen hat, einen Eindruck vom Ausmaß der Manipulation machen kann.

Das Foreign Service Institute der USA definiert eine Démarch als “a request or intercession with a foreign official, e.g., a request for support of a policy, or a protest about the host government’s policy or actions”.

Jeder Botschafter oder Minister der USA kann eine Démarche aufsetzen und zustellen, wobei die Frage, ob sie einem ausländischen Minister oder einem Parlament zugestellt wird, offen bleibt. Adressat ist gewöhnlich derjenige, der direkt betroffen ist. Es ist demnach nicht, wie die Tagesschau behauptet, ungewöhnlich, eine Démarche an die Abgeordneten eines Parlamentes zu richten, zumal es diese Abgeordneten und eine von ihnen geführte Debatte sind, die den Gegenstand der Démarche bildet. Man würde es wohl eher, wäre man nicht so voreingenommen wie der zuständige Redakteur der Tagesschau, als Respekt vor dem politischen System der Bundesrepublik ansehen. Wo jedoch Paranoia herrscht, wird Respekt zum Übergriff.

Hier die Stellungnahme des Sprechers der chinesischen Botschaft:


Stellungnahme des Sprechers der chinesischen Botschaft in Deutschland zur Beratung im deutschen Bundestag über so genannte Menschenrechtslage in der chinesischen Provinz Xinjiang.
2018/11/09


Am 8. November wurde, ungeachtet des starken Einwandes der chinesischen Seite, die so genannte Menschenrechtslage in der chinesischen Provinz Xinjiang im deutschen Bundestag beraten. Die chinesische Seite ist hierüber äußerst unzufrieden und bringt dem deutschen Bundestag und der Bundesregierung ernsthafte Demarche entgegen.

Xinjiang gehört zum Territorium der Volksrepublik China, und Fragen, die Xinjiang betreffen, fallen in den Zuständigkeitsbereich und unter die inneren Angelegenheiten Chinas. Die willkürlichen Vorwürfe vom Bundestag, unter Missachtung der Realität in Xinjiang, gegen chinesische Maßnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus, sowie chinesische Politik zu Nationalitäten und Menschenrechten stellen eine eklatante Einmischung in die inneren Angelegenheiten und eine grobe Verletzung der Souveränität Chinas dar.

Alle Regierungen tragen dafür Verantwortung, dass die Sicherheit ihres Landes und ihrer Bevölkerung gewährleistet bleibt. Nicht anders als in Deutschland existiert auch im chinesischen Xinjiang das Problem der Gewalt und des Terrorismus. Es gibt Menschen, die von terroristischen Extremistengruppen im Ausland zu einer „Gehirnwäsche” verleitet werden, es existieren religiöser Fanatismus und die Tendenz zur Gewalt. Manche missbrauchen den Glauben der Uiguren in Xinjiang an Islam zur Verbreitung von religiösem Extremismus und versuchen vergeblich, auch in Xinjiang so etwas wie einen „Islamischen Staat” zu replizieren. Unter dem Deckmantel von „Menschenrechten” und „Freiheit” erschleichen sie sich allerorts Sympathien und Unterstützung, treiben sie im Internet, im Radio und im Fernsehen die Spaltung Chinas voran, um eine „Unabhängigkeit” Xinjiangs zu erreichen.

Auf Bürgerinnen und Bürger nach Recht und Gesetz einzuwirken und sie davon zu überzeugen, sich von Terrorismus und extremistischem Gedankengut zu distanzieren, und nationale Souveränität und territoriale Integrität des Landes entschlossen zu verteidigen, gehören zu den von allen Ländern einschließlich Deutschland geübten Praktiken.

Seit den 1990er Jahren gab es Tausende von Terroranschlägen in Xinjiang, die mehrere tausend Menschen das Leben gekostet oder verletzt haben. Mehrere hundert Polizisten sind in Anti-Terror-Einsätzen ums Leben gekommen. Die chinesische Regierung bekämpft gewalttätige Terroristen, Separatisten und Verbrecher, und bestraft sie in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen hart. Gleichzeitig ist China sehr darauf bedacht, den Ursachen nachzugehen, und hat entsprechend eine Reihe von präventiven Maßnahmen wie berufliche Ausbildung zur Deradikalisierung ergriffen, die die Sicherheit der Gesellschaft insgesamt erhöhen. In Xinjiang ist es gelungen – seit nunmehr 22 Monaten in Folge gab es keine gewaltsamen Terrorattacken. Die chinesische Seite ist davon überzeugt, dass Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte untrennbar miteinander verbunden sind.

Derzeit befindet sich Xinjiang in einer ganz neuen Phase der Entwicklung. Die Bürgerinnen und Bürger Xinjiangs genießen alle von der chinesischen Verfassung garantierten, politischen und wirtschaftlichen Rechte und religiösen Freiheiten. Die Wirtschaft und die Gesellschaft Xinjiangs entwickeln sich von Tag zu Tag weiter, der Lebensstandard der Menschen steigt kontinuierlich, und die ethnische Kultur wird geschützt und kann sich weiterentwickeln. Seit der Umsetzung der Neuen Seidenstraße Initiative im Jahr 2013 steht Xinjiang als Brückenkopf der Öffnung Chinas nach Westen. 2017 wuchs das BIP von Xinjiang um 7,6%, auch der Tourismus entwickelte sich im vergangenen Jahr ausgesprochen positiv – 2017 gab es mehr als 100 Millionen Touristen, darunter 2,34 Mill. Ausländer.

Xinjiang hat eine Gesamtbevölkerung von 23 Millionen Menschen, davon gehören mehr als 10 Millionen dem Islam an, und ein bilinguales Bildungssystem mit Uigurisch und Chinesisch ist praktiziert. Es gibt mehr als 24.000 Moscheen in Xinjiang. Berücksichtigt man den Anteil der muslimischen Bevölkerung an der gesamten Bevölkerung, so liegt die Zahl der Moscheen pro Gläubigem nirgendwo sonst in der Welt so hoch wie in Xinjiang.

Deutschland und China haben eine sehr unterschiedliche Geschichte und Kultur, und das Verständnis von Menschenrechten ist nicht das Gleiche. China will auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt mit Deutschland einen Dialog führen, um ein besseres gegenseitiges Verständnis zu erreichen. China wehrt sich aber entschlossen gegen die Politisierung und Instrumentalisierung der Menschenrechte und damit die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder. Dies stellt auch eine Verletzung internationaler Regel dar.

China fordert den Bundestag auf, das Gesamtbild der deutsch-chinesischen Beziehungen ins Auge zu fassen und die ungerechtfertig[t]en Vorwürfe gegen China, sowie die Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten zu unterlassen. Wir hoffen, dass sich der Bundestag selbst prüfen und seine eigenen Aufgaben machen kann, und gleichzeitig in der Lage sein wird, China objektiv und sachlich zu betrachten, um mehr für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen zu tun. Wir hoffen, dass die deutsche Seite das Anliegen und die Demarche der chinesischen Seite ernst nehmen wird, um sicherzustellen, dass die deutsch-chinesischen Beziehungen sich auch weiterhin in die richtige Richtung entwickeln.

Wenn man das so liest, klingt es fast so als hätten die Chinesen auch ein Bundesprogramm “Demokratie leben!”.

https://sciencefiles.org/2018/11/10/informationsunterschlagung-bei-der-tagesschau/

Der Krieg geht weiter

Im Moment fällt es mir aus vielleicht naheliegenden Gründen etwas schwer, weiter zu schreiben, doch der globale Krieg geht weiter und ich bin noch da.

Da die Fronten in Syrien schon seit einiger Zeit trotz des einen oder anderen Scharmützels und der deutschen und europäischen Unterstützung für „zivile Akteure, die sich extremistischen Einflüssen in der Region Idlib entgegenstellen“ – also für Al Kaida und Co – ziemlich ruhig sind und mir die Syrienreise trotz der märchenhaften Großzügigkeit unserer Gastgeber noch schwer im Magen liegt, möchte ich an dieser Stelle lieber erstmal eine Anmerkung zu einer Front am anderen Ende der Welt machen.

In Brasilien hat bekanntlich gerade der auf der rechten Spur kandidierende katholische Hauptmann Jair Bolsonaro die Präsidentschaftswahl gewonnen, zu der der beliebte linke Kandidat Lula von der Arbeitspartei aufgrund von vom globalistischen Establishment veranlassten juristischen Querschüssen nicht antreten durfte. Linke in Brasilien beklagen nun ihre Verfolgung, einen Krieg gegen soziale Bewegungen, kurzum eine Wende des B der BRICS hin zu Totalitarismus, Zionismus und Faschismus. Diese Klagen mögen durchaus zu Recht erfolgen.

Was jedoch seltsam ist, ist, dass globalistische Medien sich heute in die erste Reihe dieser Klagen stellen. So meldete die notorische Hasbara-Lügenschleuder Zeit heute etwa entsetzt, dass Bolsonaro gerade ein „hartes Vorgehen gegen kritische Medien“ angekündigt habe. Der neugewählte Präsident will demnach dafür sorgen, dass Medien wie „Folha de S. Paulo“ zukünftig keine Gelder mehr aus dem von ihm verwalteten 500 Millionen Dollar schweren staatlichen Werbebudget mehr erhalten. Und wie US-Präsident Trump wettere Bolsonaro gegen Fake News.

Da sieht man es, der kritischen Linken in Brasilien geht es unter dem neuen Präsidenten Bolsonaro an den Kragen, ist die unmissverständliche Botschaft: Linke, empört euch! Ins gleiche Horn bläst auch die von Zionisten dominierte staatliche deutsche Märchenschau und fügt dabei empört die Informationn hinzu, dass Bolsonaro schon im Wahlkampf die Debatte der Präsidentschaftskandidaten auf dem Sender Globo „mit Verweis auf seine angeschlagene Gesundheit“ ausgelassen habe. Oh, wie kann er nur, der Bolsonaro! Und international sieht die Berichterstattung in den westlichen Ländern natürlich überall ähnlich aus. Die Botschaft spritzt quasi aus jeder Zeile: Arbeiter, Linke, Progressive, sozial Engagierte und überhaupt gerecht denkende Menschen, vereinigt Euch hinter Folha und Globo gegen Bolsonaro!

Was dabei unter den Tisch fällt, ist, wer oder was Folha und Globo überhaupt sind. Die „Grupo Globo“ ist der größte Medienkonzern Lateinamerikas und befindet sich im Privatbesitz der Milliardärsfamilie Marinho. Bei Folha sieht es ähnlich aus. Hinter Folha steht die einflussreiche Milliardärsfamilie Frias, vertreten im Aufsichtsrat der Grupo Folha durch Aufsichtsratschef Luiz Frias. Und die Familie Frias war eine der führenden Kräfte hinter dem Putsch in Brasilien und der juristischen Verfolgung des linken Ex-Präsidenten und chancenreichen Kandidaten Lula.

Noch Anfang dieses Jahres haben die Brüder Frias gefeiert, Lula abserviert und dafür 2,7 Millarden Dollar kassiert zu haben. Oh, welch Ironie! Und jetzt will die Lügenpresse, dass wir alle uns darüber empören, dass der neue brasilianische Präsident Bolsonaro diesen Halunken den staatlichen Geldhahn abdrehen will, ganz so, als ob sie und ihre Kumpane so etwas ein Erbrecht auf staatliche Milliardensubventionen hätten.

Preisfrage: wer geht den globalistischen Lügenmedien und ihrer Hasbara noch auf den Leim?

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/11/05/der-krieg-geht-weiter/

Werbung für die Antifa: Patrick Gensing ist nicht mehr tragbar

von https://sciencefiles.org

Artikel 11 Absatz 2 des Rundfunkstaatsvertrag lautet:

“(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.”

Die Antifa bei der Arbeit in Frankfurt

Nun ist Patrick Gensing seit er sich daran versucht, Fakten zu finden, bemerkenswert unerfolgreich, wenn es darum geht, dem Ideal einer unparteilichen – ganz zu schweigen von einer ansatzweise objektiven Berichterstattung nahe zu kommen (Eine Liste der Fehler und Falschdarstellungen im Faktenfinder und eine Analyse der Schwerpunkte des Faktenfinders findet sich hier). In letzter Zeit sind seine Versuche, den Geist des Rundfunkstaatsvertrag zu verleugnen und öffentlich-rechtliche Medien zu einer Plattform für linksextremistisches Marketing zu machen, jedoch so intensiv, das mindestens eine rote Linie überschritten ist.

Während sich Chefredakteur Kai Gniffke im Blog der ARD bis zur Unkenntlichkeit windet, um zu rechtfertigen, dass die ARD den Bericht über einen Mord, begangen von einem Asylbewerber an einem Offenburger Arzt, als weder von nationalem noch von internationalem noch von gesellschaftlichen Interesse ansieht, darf Gensing regelmäßig für die „Antifa Zeckenbiss“ auf der Plattform der ARD Werbung machen. 29 einzelne Beiträge finden sich auf Tagesschau.de, in denen „Antifa Zeckenbiss“ erwähnt wird, ganz so, als wäre diese anonyme Quelle eine verlässliche und ernstzunehmende Quelle.

Bereits am Beispiel von Gensings „Faktencheck ‚Maaßen und das Video von Chemnitz“ ist uns aufgefallen, wie eng die Beziehung zwischen Gensing und den anonymen Antifas sein muss, denn dort schreibt Gensing:

„Es ist auch nicht klar, wie viele Menschen wie weit gejagt werden müssen, damit man von einer Hetzjagd sprechen könne.“

Dieses Pseudo-Argument, das so krumm ist, dass man erst einmal darauf kommen muss (wir haben es hier auseinandergenommen), das eigentlich dazu führen müsste, dass man eben nicht von Hetzjagd spricht (aber das ist Logik…), findet sich nahezu identisch in der „Pressemeldung“ von Antifa-Zeckenbiss, mit der sie die Authentizität ihres Videos reklamieren: „Ab wie vielen Metern beginnt für Herrn Maaßen eine Jagd“, so schreiben die Anonymen und Gensing übernimmt es offensichtlich (das sind nicht die einzigen Ähnlichkeiten, zwischen der “Presseerklärung” von Antifa-Zeckenbiss und Texten des ARD-Faktenfinders, aber derzeit belassen wir es dabei).

Als wäre diese innige Beziehung, die bereits Denkstrukturen erfasst hat, nicht genug: Heute geht Gensing noch einen Schritt weiter und veröffentlicht die komplette Presseerklärung von Antifa Zeckenbiss, offenkundig in dem Bemühen, an der Glaubwürdigkeit von Hans-Georg Maaßen zu rütteln. Maaßen hat gesagt, dass im Bundesverfassungsschutz Indizien dafür gesammelt worden seien, dass Videos über Polizeigewalt im Rahmen des G20 in Hamburg von Linken gefälschtes Material darstellten: „Linksextremisten hätten massiv versucht, die Stimmung [anlässlich des G20] zu beeinflussen, indem gefälschte Videos verbreitet wurden“. Unter anderem mit diesem Hinweis, hat Maaßen seine Zweifel an der Authentizität des Zeckenbiss-Videos aus Chemnitz begründet, um dann zu problematisieren, dass ein Video, das mit “Menschenjagd” falsch etikettiert worden sei und aus einer anonymen Quelle stamme, von Medien kritiklos übernommen werde und nunmehr unter dem Etikett “Hetzjagd” verbreitet werde.

Hat jemand Zweifel, dass Linken jedes Mittel recht ist, um ihre ideologischen Ziele durchzusetzen? Wer Zweifel hat, der lese diesen Beitrag im SPD Parteiblatt “Vorwärts” und achte vor allem darauf, wie eine Koalition zwischen SPD und Antifa ungeachtet von deren Gewalttätigkeit und mit dem Verweis gerechtfertigt wird, dass es sich bei der Antifa um „junge Menschen“ handele. Bei den meisten Neonazis handelt es sich übrigens auch um junge Menschen.

Doch zurück zu Gensing. Er hält es für angezeigt, in einem Text, in dem es keinerlei Notwendigkeit dafür gibt, die „Pressemeldung“ von Antifa Zeckenbiss zu veröffentlichen, die „Spontanität und Authentizität“ des angeblichen Jagdvideos zu belegen, an der niemand gezweifelt hat. Die Überschrift „Spontan entstanden“, der das Marketing für Antifa-Zeckenbiss folgt, kommt völlig unvermittelt, hat keinerlei Bezug zum Rest des Textes und keinen Informationsgehalt, der nicht längst auf anderen Seiten der ARD und vor allem im Faktenfinder ausgetreten worden wäre.

Dass es sich um eine gezielte Werbeaktion für die Antifa handelt, dafür spricht auch der Bruch mit den ARD-Konventionen. Die „Presseerklärung“ von Antifa Zeckenbiss wurde auf Twitter veröffentlicht. Wenn bei der ARD Elemente von Twitter eingebunden werden, dann muss ein Nutzer der Seite deren Darstellung explizit zustimmen, um sie sehen zu können. Das führt in vielen Fällen dazu, dass Nutzer von Tagesschau.de die Elemente aus Twitter oder Facebook nicht ansehen. Dieses Risiko wollte Gensing offensichtlich nicht eingehen. Deshalb ist die Presseerklärung als Screenshot eingebunden. Damit die Werbung auch wirklich alle Leser erreicht.

Damit nicht genug, zitiert Gensing noch aus dem, was er zudem eingebunden hat:

“Als wir das Video zum ersten Mal gesehen haben, sahen wir Flüchtlinge (Menschen), die von Neonazis [wohl keine Menschen, Anmerkung der Redaktion] über eine Straße gejagt worden sind. So entstand ganz spontan der Titel ‘Menschenjagd’.”

Das ist Gensing offensichtlich nachvollziehbar und findet seine Zustimmung. Warum sonst sollte er es zitieren? Wie gesagt, für den Text zu Maaßen ist es völlig ohne Bedeutung. Bedeutung hat es jedoch, um die Vorurteile aufzudecken, die Gensing mit den Zecken der Antifa teilt, die beißen, wie sie sagen: Er sieht überall Neonazis.

 

 

Sehen Sie auf dem Video einen Neonazi? Wenn ja, woran erkennt man ihn?

Patrick Gensing wäre in der Antifa besser als in der Redaktion der Tagesschau aufgehoben. Geben wir ihm die Möglichkeit, seinen ideologischen Neigungen offen nachzugehen und fordern seine Entlassung bei der Tagesschau. Wer dazu einen Aufruf auf den Weg bringen und unseren Text als Grundlage nutzen will, kann sich unserer Unterstützung sicher sein.

https://sciencefiles.org/2018/09/13/werbung-fur-die-antifa-patrick-gensing-ist-nicht-mehr-tragbar/

Katholische Richterverjüngung in den USA

Ende Juni hat der Richter am Obersten Gerichtshof der USA Anthony Kennedy erklärt, am 31. Juli mit dann 82 Jahren in den Ruhestand zu gehen. US-Präsident Trump Donald hat am 9. Juli den am Bundesberufungsgericht für den District of Columbia tätigen 52-jährigen Richter Brett Kavanaugh als Ersatz für ihn zur Bestätigung durch den US-Senat nominiert.

Die zionistische Mafia und ihre Propaganda-Organe sind empört. Bei der staatlichen deutschen Märchenschau veröffentlichte Martina Buttler vom ARD-Studio Washington am Dienstag gar einen Kommentar, der wie folgt beginnt:

Neubesetzung am Supreme Court
Ausverkauf der Gewaltenteilung

Die Nominierung von Brett Kavanaugh für den Supreme Court der USA ist für das Land eine Zeitenwende, meint Martina Buttler. Somit sei auf Generationen zementiert, dass die USA konservativ gestrickt sein werden.

Weiter wird in dem Kommentar behauptet, dass die Nominierung von Brett Kavanaugh eine „Zeitenwende“ sei, und zwar „keine gute“ und „nur ein Beispiel für die Umwälzung des Justizsystems.“ Es sei ein „Ausverkauf der Gewaltenteilung,“ Justitia sei „nicht mehr blind in den USA,“ die „‚Checks and Balances‘ machen ihrem Namen in den USA keine Ehre mehr“ und auf Generationen werde „so zementiert, dass die USA konservativ gestrickt sein werden.“

Kurz darauf berichtete die Märchenschau, dass die Demokraten die Berufung von Brett Kavanaugh zum Richter am Obersten Gericht verhindern wollen und der für die New Yorker Wall Street im Senat sitzende demokratische Senator Chuck Schumer ankündigte, gegen die Nominierung zu kämpfen. Dass viele Demokraten die politischen Entscheidungen des Republikaners Trump nicht mögen, außer wenn er den Wünschen Israels folgend Syrien mit völkerrechtswidrigen Bombenangriffen überzieht, versteht sich, ist nun allerdings kein Geheimnis. Allerdings dürfte die Einschätzung der Märchenschau zutreffend sein, dass die Demokraten die Bestätigung von Brett Kavanaugh vermutlich nicht verhindern können, weil es im Senat eine republikanische Mehrheit gibt. Und republikanische Wähler würden republikanische Senatoren, die gegen Brett Kavanaugh stimmen, bei den nächsten Wahlen, die für ein Drittel des Senats bereits im Herbst anstehen, vermutlich harsch abstrafen.

Seltsamerweise sind die politischen Sachthemen, die Chuck Schumer zufolge von der Nominierung Brett Kavanaughs betroffen sein könnten, viel weniger bedeutend als es die ganze Aufregung um einen angeblichen „Ausverkauf der Gewaltenteilung“ vermuten ließe. Die Märchenschau schreibt dazu, Schumer sagte, „zwei Rechte – die Gesundheitsversorgung für alle und das Recht auf Abtreibung – sind mit diesem Kandidaten in Gefahr.“ Dass die Wähler der USA einen Republikaner zum Präsidenten und eine republikanische Mehrheit im Senat gewählt haben, wird da schnell vergessen. Ein wesentlicher Teil der US-Wähler ist von ihrem „Recht“, bei Strafandrohung einen privaten Krankenversicherungsvertrag, und das oft bei einem sehr teuren Anbieter in Monopolstellung, abschließen zu müssen, aber gar nicht sonderlich begeistert, und auch bei dem „Recht auf Abtreibung“ gibt es sehr unterschiedliche Meinungen unter den Wählern. Wenn sich nun eine von vielen Wählern geteilte Meinung nach einer Reihe gewonnenener Wahlen allmählich auch in der Justiz durchzusetzen beginnen würde, von einem „Ausverkauf der Gewaltenteilung“ zu sprechen, erscheint da doch etwas übertrieben.

Es gibt da aber noch einen Punkt, der kaum erwähnt wird. Auffällig wurde dieser Punkt bei der Anhörung im Senat von der von Trump nominierten Richterin Amy Coney Barrett für ein Berufungsgericht der USA im letzten Jahr. Die Senatorin Dianne Feinstein, die genau wie Chuck Schumer jüdisch-zionistisch ist, und ihr laut Wikipedia vornehmlich mit Unterstützung durch Geld von der Israel-Lobby AIPAC in den Kongress gewählte Kollege Dick Durbin machten da nehmlich deutlich, dass sie die Religion von Richtern und Richterinnen für wichtig halten. Dianne Feinstein machte in ihren Fragen an die bekennende Katholikin Amy Coney Barrett, die auch in Trumps Auswahl für das oberste Gericht war, deutlich, dass sie Zweifel habe, ob eine Katholikin für ein Richteramt in den USA überhaupt geeignet sein könne. Und ihr ebenso demokratischer Kollege Dick Durbin fragte Amy Coney Barrett, ob sie sich als orthodoxe Katholikin betrachte, wobei er freilich später einräumen musste, dass er selbst nicht wisse, was ein orthodoxer Katholik sein soll. Ziemlich klar wurde dabei, dass die jüdische Senatorin und ihr von der Israel-Lobby in den Kongress gehievter Kollege offenbar einfach keine katholischen Richter oder Richterinnen wollen.

Brett Kavanaugh ist nun genau wie der vom republikanischen Präsidenten Ronald Reagan nominierte und jetzt ausscheidende Richter Anthony Kennedy ein katholischer Republikaner. Da ändert sich also insofern überhaupt nichts, außer dass ein älterer katholisch-republikanischer oberster Richter durch einen jungen katholisch-republikanischen obersten Richter ersetzt werden soll. Und genau das scheint das Problem für die zionistische Lobby und ihre Propaganda zu sein. Der letzte demokratische Präsident Barack Obama hatte für den 2016 verstorbenen obersten Richter Antonin Scalia, der an einer Jesuitenschule katholisch erzogen worden war, den jüdischen Richter Merrick Garland nominiert. Da der Kongress diese Nominierung abgelehnt hat, konnte Donald Trump nach seinem Wahlsieg stattdessen den an einer Jesuitenschule katholisch erzogenen Richter Neil Gorsuch, der allerdings zwischenzeitlich protestantisch betet, nominieren, der dann auch vom Senat bestätigt wurde. Damit war der Versuch Obamas gescheitert, eine bislang von einem katholischen Richter besetzte Stelle am obersten Gerichtshof mit einem jüdischen Richter zu besetzen. Und wenn Brett Kavanaugh nun wie erwartet vom Senat bestätigt wird, dann wird es mit einer jüdischen Mehrheit im obersten Gericht der USA, die Senatoren wie Feinstein und Durbin anscheinend wichtig ist, auch so bald nichts werden.

Gegenwärtig ist die Situation im obersten Gericht der USA bekanntlich so, dass von den neun Richtern dort, die ihre Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip treffen, fünf dem 22-prozentigen katholischen Bevölkerungsanteil zugehörig sind, drei dem 2-prozentigen jüdischen Bevölkerungsanteil, und es beim neunten Richter Neil Gorsuch fraglich ist, ob man ihn eher zu den Katholiken oder als evangelischen Christen zählen soll. Nach dem Scheitern von Obamas Versuch, einen vierten jüdischen Richter in den obersten Gerichtshof zu bringen, womit es nur noch eines weiteren für eine jüdische Mehrheit gebraucht hätte, werden unter Trump nun offenbar ältere katholische Richter gegen jüngere katholische Richter ausgetauscht. Damit dürfte der Weg zu einer jüdischen Richtermehrheit im obersten Gericht der USA auf Jahrzehnte versperrt sein. Im Gegenteil: bei zwei der seinerzeit von Bill Clinton nominierten jüdischen Richter am obersten Gericht, nämlich bei der 81-jährigen Ruth Bader Ginsburg und ihrem 79-jährigen Kollegen Stephen Breyer, könnte die Ernennung auf Lebenszeit vermutlich in nicht allzuferner Zukunft an ihre biologischen Grenzen stoßen. Sollte Trump dann immer noch Präsident sein und es immer noch eine republikanische Mehrheit im Senat geben, wird der Einfluss jüdischer Richter im obersten Gericht der USA in den nächsten Jahren eher zurückgehen als dass es da zu einer jüdischen Mehrheit kommt.

So dürfte sich denn auch eher die Wut der zionistischen Lobby und ihrer Propaganda-Organe über die Entscheidungen Trumps bezüglich der Nominierung von obersten Richtern zu erklären sein als mit möglichen Auswirkungen auf eher seichte politische Themenfelder wie Abtreibung und Krankenversicherung. Bloß dem gemeinen Publikum sagt die Hasbara das natürlich eher nicht.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/07/12/katholische-richterverjuengung-in-den-usa/

Nebensatzdiffamierung: Drei Stufen der ARD Manipulation

von  https://sciencefiles.org

Gibt es eigentlich noch jemanden, der denkt, Journalismus wäre im Allgemeinen mit dem Versuch verbunden, objektiv zu berichten (das mag es in Ausnahmefällen noch geben)? Hat noch jemand die Vorstellung, dass sich die Gruppe der Journalisten aus mehrheitlich netten und aufrichtigen Menschen zusammensetzt, denen es darum geht, ihre Leser, Zuhörer, Zuschauer zu informieren?

Dann können wir nur fragen: In welchem Paralleluniversum leben Sie denn?

Journalismus ist in der Mehrzahl der Fälle ein schmutziges Geschäft, bei dem es darum geht, Leser/Zuhörer/Zuschauer mehr oder weniger offen zu manipulieren. Gelegenheit dazu gibt es in Hülle und Fülle.

Alles, was Medien in Deutschland und anderswo verbreiten, ist eine Auswahl der Nachrichten, die berichtet werden KÖNNTEN:

 

Stufe 1 der Manipulation: Was wird berichtet?

Journalisten treffen diese Auswahl nach Kriterien, die man nirgends nachlesen kann, aber die man rekonstruieren kann, wenn man z.B. kontinuierliche Auslassungen oder stetige Häufungen sammelt. Haben Sie schon einmal einen positiven Artikel über Donald Trump auf Tagesschau.de gelesen? Wir auch nicht. Am Shorenstein-Center der Harvard University hat man die Berichterstattung über Donald Trump für Nachrichtensender weltweit untersucht: Niemand berichtet so negativ über Donald Trump wie die ARD. Das ist eine vielsagende Häufung, die jede Aussage, es ginge bei der ARD darum, zumindest zu versuchen, objektiv zu berichten, Lügen straft.

Mit Auslassungen ist es nicht anders. Die US-Amerikanischen Medien berichten übereinstimmend davon, dass es Donald Trump um mehr Gerechtigkeit in den Handelsbeziehungen ginge und er langfristig einen kompletten Abbau von Handelsschranken anstrebt. Haben Sie davon etwas in Deutschland gelesen (aus bei ScienceFiles)?

Die Auswahl von Nachrichten erfolgt vor dem Hintergrund der Interessen, die diejenigen haben, die die Nachrichten auswählen. Die Auswahl von Informationen stellt somit ein Zeugnis der jeweiligen Interessen, keinen Überblick über die verfügbaren Informationen dar.

 

Stufe 2 der Manipulation: Wie wird berichtet?

Guter Journalismus zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest versucht wird, faktisch zu berichten. Schlechter Journalismus vermengt die Beschreibung mit Bewertungen, manipulativer Journalismus versucht, Lesern Bewertungen unterzuschieben. Nehmen wir den heutigen Beitrag auf tagesschau.de mit dem Titel „Rundumschlag per Twitter“. Er ist eine Fundgrube für die Manipulation durch Bewertung. Wer den Beitrag gelesen hat, der soll Donald Trump in jedem Fall negativ bewerten. Das ist das eindeutige Ziel dieses Beitrags, der nicht einmal den Versuch macht, objektiv zu berichten.

Wir haben alle wertenden Ausdrücke aus dem Bericht zusammengestellt. Sie teilen eine Gemeinsamkeit: Sie sind ausschließlich negativ für Donald Trump. Der Versuch, ausgewogener Berichterstattung ist der ARD so fern wie GN-Z11 der Erde:

„Rundumschlag per Twitter“ [Konnotation: unberechtigt, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Unterschied…]

„nach seinem Eklat“
„verbal nachgelegt“
„Reihe wütender Tweets“
„attackierte er“
„scharf angegriffen“
„Serie wütender Tweets“ [Es waren drei Tweets]
[…]
„für eine Eklat gesorgt“
„wurde Trump scharf kritisiert“
„Andrea Nahles bezeichnete Trump als „Chaot“.

Im gesamten Text findet sich im Zusammenhang mit Donald Trump kein positives Adjektiv und keine positive Aussage. Nahles als Experte für Chaoten anzuführen, hat natürlich etwas, aber wir befürchten, bei der tagesschau hat man diesen Hinweis nicht ans Ende des Textes gestellt, um den Beitrag mit Ironie zu beenden, sondern, um den Lesern bis zum letzten Wort einzuhämmern, was sie von Trump zu halten haben.

 

Stufe 3 der Manipulation: Lügen und Zweifel an der Integrität unterschieben.

Auch diese Mittel, aus der untersten Schublade der Manipulation finden sich bei tagesschau.de.

Fangen wir mit dem Unterschieben an:

„Die Europäische Union habe einen Handelsüberschuss von 151 Milliarden Dollar und solle weit mehr fürs Militär ausgeben, forderte Trump. Kanada verbuche einen Überschuss von fast 100 Milliarden Dollar und nehme Aufschläge auf US-Molkereiprodukte. Und dann reagiere der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau verletzt, wenn er zur Verantwortung gerufen werde, kritisierte Trump. Zahlen, auf die er sich in seinen Tweets beruft, haben sich in der Vergangenheit schon öfter als falsch oder irreführend herausgestellt.“

Haben Sie bemerkt, wie ihnen im Nebensatz untergeschoben werden soll, dass der Hinweis auf die Importzölle, die Kanada erhebt, auf falschen Zahlen basiere, denn Trump habe schon in der Vergangenheit falsche Zahlen vorgelegt? Wer derartige Sätze ohne jeden Beleg schreibt, der hat nur ein Ziel: Das Objekt seiner Sätze zu diskreditieren. Tatsächlich sind die Zahlen, die Trump im Zusammenhang mit den Importzöllen nach Kanada genannt hat, richtig:

“Canada uses supply-management systems to regulate its dairy, chicken, turkey, and egg industries. The regime involves production quotas, producer marketing boards to regulate price and supply, and tariff-rate quotas (TRQs) for imports. Canada’s supply-management regime severely limits the ability of U.S. producers to increase exports to Canada above TRQ levels. Under the current system, U.S. imports above quota levels are subject to high tariffs (e.g., 245 percent for cheese, 298 percent for butter).”

Früher hätten wir uns gefragt, was die ARD da als Journalist beschäftigt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre müssen wir leider feststellen, dass das die Normalität der Berichterstattung bei tagesschau.de darstellt.

Fehlt noch das Beispiel für offenes Lügen. Hier ist es:

„Trump hatte am Wochenende für einen Eklat gesorgt, als er über Twitter der zuvor mühsam ausgehandelten Abschlusserklärung zum Gipfeltreffen der G7-Staaten in Kanada seine Unterstützung entzog. Er begründete sein Vorgehen damit, dass Kanada weiter Gegenzölle auf die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium plant.“

Das ist eine Lüge. Die Begründung bestand darin, dass Justin Trudeau im Treffen mit Trump Einigkeit geheuchelt hatte und nachdem Trump das Treffen verlassen hatte, seine Sicht der Dinge als Ergebnis der Verhandlungen durchsetzen wollte:

Bleibt noch eine typisch deutsche Form der Verwunderung:

„Wieder einmal: America First“

Das ist als Vorwurf gedacht. Dass der US-Präsident sich in erster Linie als Präsident der US-Amerikaner versteht und an DEREN Vorteil interessiert ist, ist eigentlich normal. Unnormal ist, dass man in deutschen Medien, in öffentlich-rechtlichen Redaktionen glaubt, man könne gewählten Repräsentanten vorwerfen, dass sie am Vorteil ihrer Bevölkerung interessiert sind. Das ist eine Form der intellektuellen Schwäche, die man nur als Entartung des Denkens bezeichnen kann. Wer sich jetzt verletzt fühlt, weil die Nazis den Begriff der Entartung auch gebraucht haben, in einer entarteten Version, der muss mit seiner Verletzung umgehen lernen. Ganz im Gegensatz zu dem, was manche denken, sind es nicht die Begriffe, die Verletzungen zufügen. Diejenigen, die sich von Begriffen verletzt fühlen, sind vielmehr masochistisch veranlagt, haben Spaß und Freude daran, von einem Begriff verletzt zu werden. Eine Entartung beschreibt eine Mutation, die nicht überlebensfähig ist, weil sie keine Anpassung an die Erfordernisse der Umwelt darstellt. Und so ist der Begriff hier gebraucht, wer ihn dennoch nicht mag, kann ihn ja mit abartig oder schlicht „krank“ oÄm ersetzen.

https://sciencefiles.org/2018/06/11/nebensatzdiffamierung-drei-stufen-der-ard-manipulation/

„Bewaffnete Demonstranten“ versuchen im Iran „Polizeiwachen und Militärstützpunkte zu erobern“

Bei den von der Terrorgruppe MEK geführten und von Israel, Saudi Arabien und den USA unterstützten Chaostagen im Iran soll es inzwischen zwölf Tote gegeben haben.

Die globale Hasbara überschlägt sich dazu geradezu mit groß aufgemachten Jubelmeldungen. Endlich kommt der Wind des Regime Changes in den Iran.

Der Chef der notorischen Hasbara-Lügner von HRW twitterte begeistert von den großen Protesten im Iran:

Erst nachdem er gemerkt hat, dass es aufgefallen ist, dass die Demonstranten mit Bildern von Khomeini und Khamenei unterwegs waren und das demnach unzweifelhaft eine Demonstration für die iranische Regierung war, hat HRW-Chef Kennth Roth seinen Tweet schnell wieder gelöscht und mit einer Reihe von anderen Tweets zur UNterstützung der Proteste hinterhergeschoben.

Ali Al Ahmed, Chef der auch als „Saudi Institute“ bekannten US-Lobby-Organisation „Institute for Gulf Affairs,“ forderte US-Präsident Trump und seinen Vize Pence auf, ein Video von einer riessigen, angeblich 300.000 Personen starken Demonstration für Demokratie im Iran weiterzuverbreiten.

Freilich ist das Video nicht aktuell, sondern aus dem Jahr 2011, und es kommt auch nicht aus dem Iran, sondern aus Bahrain, wo von den USA unterstützte saudische Soldaten die Demokratiebestrebungen der Mehrheit der bahrainischen Bevölkerung im Jahr 2011 blutig unterdrückt haben. Das hinderte den zwangsgebührenfinanzierten deutschen Hasbara-Sender ZDF freilich nicht daran, seine „Berichterstattung“ zum Iran ebenfalls mit alten Bildern aus Bahrain aufzumachen, leicht erkennbar an den unzähligen bahrainischen Fahnen.

Die ebenfalls zwangsgebührenfinanzierte deutsche Hasbara-Schleuder Tagesschau jubelte etwa in der heutigen Top-Nachricht über die jüngsten Geschehnisse in der Stadt Izeh:

Demonstrationen eskalieren
Zehn Tote bei Protesten im Iran

… Das Staatsfernsehen meldete am Morgen zehn Tote bei den gestrigen Auseinandersetzungen in verschiedenen Städten des Landes. Dabei hätten einige bewaffnete Demonstranten versucht, Polizeiwachen und Militärstützpunkte zu erobern, seien dabei aber auf Widerstand der Sicherheitskräfte gestoßen.

Die Bilanz der bislang fünftägigen Auseinandersetzungen an sehr vielen Stellen im Iran kann in Wahrheit noch wesentlich dramatischer sein. …

Oops. Bewaffnete Männer, die versuchen, Polizeiwachen und Militärstützpunkte zu erobern, nennt man in der staatlichen deutschen Hasbara also nun Demonstranten? Soviel Regime-Change-Schaum vor dem Mund der Tagesschau könnte sogar Opa Egon und Oma Erna auf ihrem Sofa auffallen. Ruptly hat unterdessen ein Video mit ein paar echten Bildern von den Protesten im Iran veröffentlicht.

 

Feuer, Gewalt und Chaos gibt es da zu sehen.

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die große Mehrheit der iranischen Bevölkerung dafür keine Sympathien empfindet, geschweige denn, dabei selbst mitmachen zu wollen. Die Sicherheitsorgane des Iran dürften es damit nicht allzu schwer haben, diesen blutigen US-israelischen Regime-Change-Versuch im Iran abzuwehren und das Problem zu lösen.

Nachtrag 18:30h: es gibt im Iran übrigens gerade auch echte und friedliche Proteste. Das hier dürfte beispielsweise ein authentisches Video von einem solchen Protest in Teheran sein:

Die geringe Anzahl daran teilnehmender Personen, die so gar nicht zur Hasbara-Geschichte großer Volksproteste im Iran passt, erklärt, warum zionistische Kampagnen-Medien wie das ZDF auf Videomaterial aus Bahrain von 2011 zurückgreifen, um ihre Fake News von Volksprotesten im Iran zu bebildern.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/01/01/bewaffnete-demonstranten-versuchen-im-iran-polizeiwachen-und-militaerstuetzpunkte-zu-erobern/

Eine Studie belegt die quantitative Verzerrung der Weltlage durch die ARD tagesschau

Die Propagandaschau

Vergessene Welten

Quantitative geografische Mediendiskursanalyse über die Berichterstattung der Tagesschau und ausgewählter führender Medien

Den Kern der vorliegenden Studie bildet eine quantitative Untersuchung der Berichterstattung der Tagesschau in den Jahren 2007 bis 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Beiträge keine adäquate Widerspiegelung der Welt darstellt, da sie sich überproportional stark auf den sog. Westen und die Länder des „Orients“ konzentrieren.

Dies geschieht zu Lasten anderer Staaten der sog. Dritten Welt, die in der Berichterstattung i.d.R. quantitativ stark marginalisiert werden (gemessen an ihrer Bevölkerungszahl müsste beispielsweise über die Subsahara-Afrika-Staaten ca. 230% mehr berichtet werden, über Madagaskar sogar über 3200%).

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Ein Hoffnungsschimmer für den Jemen?

 

Papst Franziskus beklagte in seiner Ansprache vor dem heutigen Weihnachtssegen unter anderem „Kriegsstürme“, die über die Welt hinwegfegen, sowie und ein „inzwischen überholtes Entwicklungskonzept,“ dass „zum Niedergang des Menschen, des Sozialgefüges und der Umwelt führt,“ forderte Frieden und Mitgefühl für die Flüchtlinge der Kriege und betete für „eine geschwisterlichere und solidarischere Zukunft.

Papst Franziskus sprach dabei direkt Jerusalem und das ganze Heilige Land, Syrien, Irak, Südsudan, Somalia, Burundi, die Demokratische Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Nigeria und den Jemen an, wo, wie er es ausdrückt, „ein großenteils vergessener Konflikt mit tiefgreifenden humanitären Folgen für die Bevölkerung im Gange ist, die an Hunger leidet und mit der Ausbreitung von Krankheiten konfrontiert wird.“ Angesichts eines Papstes, von dem so deutliche Worte gegen die Kriegstreiber kommen, ist es vermutlich kein Wunder, dass die zionistisch geprägte deutsche Tagesschau am Heiligabend mit Papstkritik als Topnachricht aufmachte.

Im Jemen selbst warfen hingegen heute praktisch zur selben Zeit, wo Papst Franziskus den Weihnachtssegen sprach, Kampfflugzeuge der saudisch geführten Koalition US-amerikanische oder britische Bomben auf das Gebäude der Zollbehörde in der rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Stadt Dhammar ab, was der Tagesschau nicht einmal eine Randnotiz wert war.

Der österreichische Standard meldet hingegen: Viele Tote bei Luftangriffen im Jemen – Opfer waren offenbar ausschließlich Zivilisten. Bis zum Nachmittag wurden aus dem Jemen dann 27 Tote und 60 Verletzte durch Luftangriffe der saudisch geführten Koalition in Dhammar, Sanaa, Zabaid und Saada gemeldet. Das wurde in westlichen Medien zwar unter den Tisch fallen gelassen, aber immerhin, es wird in westlichen Medien inzwischen, wenn auch spärlich und oft nur knapp, ab und an über den nunmehr mehr als 1000 Tage andauernden saudischen Krieg gegen den Jemen berichtet.

Und es gibt inzwischen auch deutliche westliche Aufrufe an die Saudis, den Krieg gegen den Jemen zu beenden. Selbst im führenden zionistischen Hasbara-Outlet „Washington Post“ erschien letzte Woche ein Meinungsartikel des ehemaligen britischen Außenministers David Miliband, wo dieser die Saudis dazu aufforderte, die Blockade der Häfen und die Kriegshandlungen zu beenden und eine Verhandlungslösung unter Beteiligung der Houthis zu akzeptieren, was er damit begründete, dass der Krieg dem Image der USA, Britanniens und Saudi Arabiens schade und die Bevölkerung des Jemen in die Arme des Iran treibe. Und am Heiligabend legte die Redaktion der Washington Post noch eine Schippe gegen Saudi Arabien drauf: in einem Leitartikel nannte sie den mächtigen saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, dessen Werk der Krieg gegen den Jemen ist, schon im Titel einen Prinz der Scheinheiligkeit. Die saudisch-zionistische Achse scheint also zu bröckeln.

Und der dem saudischen Regime nahestehende einflussreiche saudische Kolumnist Abdulrahman Al-Rashed ging heute in einem Artikel bei Arab News auf die Vorschläge von David Miliband zur sieglosen Beendigung des Krieges gegen den Jemen ein und wies sie nicht durchweg zurück. Zwar steht der Artikel unter dem Titel „Warum diese Jemen-‚Lösung‘ unmöglich ist,“ doch im Artikel schreibt er dann trotzdem, „die (saudisch geführte) Koalition mag die Vorschläge von Miliband akzeptieren müssen, um Anschuldigungen zu entgehen…“ Das bedeutet zwar noch nicht, dass Mohammed Bin Salman bereit ist, die Bombardierung des Jemen zu beenden, aber es ist immerhin schon mal ein ganz neuer Ton aus Saudi Arabien.

Wichtig ist es nun, ganz wie es Papst Franziskus heute vorgemacht hat, nicht zum saudischen Verbrechen gegen die Bevölkerung des Jemen zu schweigen, und damit Druck auf das saudische Regime zu machen, damit es diesen desaströsen Krieg nun auch hoffentlich wirklich bald abbricht. Die erwähnten Artikel in der Washington Post und bei Arab News legen nahe, dass es einen tiefen Riss in der Kriegsfront gegen Jemen gibt, und es gilt zu versuchen, den möglichst schnell für die Herstellung von Frieden im Jemen zu nutzen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/12/25/ein-hoffnungsschimmer-fuer-den-jemen/

Angela Merkel bringt die Modernisierung der Bahn mit Riesenschritten voran

 

Wie die staatliche deutsche Tagesschau berichtete, hat die deutsche Bundesbahn am gestrigen Freitag unter Teilnahme der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Schnellbahnstrecke zwischen Berlin und München eingeweiht. Das Parteibuch gratuliert.

Nach nur 26 Jahren schon konnte das Projekt einer Schnellbahnstrecke zwischen Berlin und München realisiert werden. Die Luftdistanz von 505 Kilometern zwischen Berlin und München wird damit auf etwas mehr als 620 Bahnkilometern in Zukunft schon in unter vier Stunden zurückgelegt werden können, was satten zwei Stunden Zeitersparnis entspricht. Damit kann die deutsche Bahn dem Flugverkehr Konkurrenz machen, heißt es in der Tagesschau. Da sieht man mal wieder, dass Deutschland von der Technologie und Infrastruktur her ein führendes Land in der Welt ist.

Das hat gewaltige Auswirkungen. Wer künftig also etwa die rund 1184 Kilometer Luftlinie von Berlin nach Rom mit der Bahn zurücklegen will, der kann die Strecke, wenn er etwa morgens um halb fünf in Berlin in den Zug steigt, und in München und Bologna umsteigt, mit der Bahn zukünftig schon in knapp unter 14 Stunden bewältigen, was nach Adam Riese einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von fast 85 Kilometern pro Stunde entspricht.

Diese von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hochgelobte Leistung der deutschen Bahn kann man vermutlich nur wirklich wertschätzen, wenn man sie im internationalen Vergleich betrachtet. Nehmen wir da zum Beispiel mal die ab dem Jahr 2004 modernisierte Eisenbahnstrecke zwischen Peking und Shanghai im Entwicklungsland China. Der Vergleich ist natürlich nicht ganz fair, weil die Luftdistanz zwischen Peking und Shanghai mit rund 1068 Kilometern einen Tick kürzer als die 1184 Kilometer Luftdistanz zwischen Berlin und Rom ist. Aber trotzdem sagt der Vergleich etwas aus. Während die Bahnstrecke zwischen Berlin und Rom im Hi-Tech-Land Deutschland dank der jüngsten Fortschritte unter der Bundeskanzlerin in knapp 14 Stunden bereist werden kann, benötigen Züge im Entwicklungsland China für eine vergleichbare Strecke Peking-Shanghai weniger als viereinhalb Stunden.

Spon meldet, dass gestern einer der Premierenzüge der „Schnellbahnstrecke“ zwischen Berlin und München für eine Stunde liegengeblieben ist. Grandios. Man mag sich gar nicht ausmalen, welchen Verkehrsinfarkt es im Entwicklungsland China gäbe, wenn die Chinesen so unfähig beim Bau ihrer Bahnstrecken und Flughäfen wären wie die Deutschen unter der Ägide der beliebten Bundeskanzlerin Angela Merkel.