„Tagesschau“: ARD bestreitet Niedergang

Deutliche Widerworte von der ARD gegen eine Media-Control-Auswertung: Die Fernsehforscher waren zu dem Schluss gekommen, dass die meisten TV-Nachrichten-Sendungen in den ersten drei Quartalen des Jahres massiv an Zuschauern verloren hätten. Die ARD argumentiert nun, dass sich mittlerweile viel mehr Menschen die Hauptnachrichten in einem der dritten Programme ansehen würden. Das ZDF verweist dagegen auf Zuwächse beim „heute journal“ und „vor allem bei jüngeren Zuschauern“.

Nach Berechnungen des NDR, der sich in der ARD federführend um die „Tagesschau“ kümmert, sei das Zuschauerinteresse an der „Tagesschau“ in den vergangenen 20 Jahren weitgehend stabil geblieben: „1992 war die 20-Uhr-Ausgabe im Jahresschnitt auf täglich 8,76 Millionen Zuschauer gekommen, in den ersten drei Quartalen 2012 lag der Wert bei 8,70 Millionen“. Allerdings verteilen sich die Zuseher mittlerweile anders. Deutlich mehr Menschen als noch vor zwei Jahrzehnten sollen die „Tagesschau“ in den dritten Programmen, bei 3sat, Phoenix oder im Digitalkanal tagesschau24 einschalten.
Die Auswertung von Media Control hatte ergeben, dass durchschnittlich rund 4,92 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die „Tagesschau“ im Ersten eingeschaltet hätten. Damit fiel die Reichweite erstmals im Vergleich unter die 5-Millionen-Marke. In den ersten drei Quartalen 2002 schauten noch 5,98 Millionen zu.
„Die Entwicklung der Tagesschau ist sowohl auf lange Sicht wie auch aktuell außerordentlich erfreulich. Im Jahr 2012 sehen mit durchschnittlich 8,7 Millionen Zuschauern exakt so viele Menschen die Tagesschau wie die Hauptnachrichtensendungen von ZDF, RTL und Sat 1 zusammengerechnet“, entgegnet Kai Gniffke, erster Chefredakteur von ARD-aktuell. „Die Tagesschau behauptet sich besser als die Hauptnachrichtensendungen anderer Anbieter und bleibt gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu stabil. Das ist nach einem nachrichtenstarken Jahr mit Fukushima, arabischer Revolution und Anschlägen in Norwegen ein exzellentes Ergebnis und zeigt das ungebrochene Vertrauen der Menschen in die Tagesschau.“

Für das ZDF kam Media Control zu dem Ergebnis, dass „heute“ 1992 noch 6,99 Millionen geschaut hätten. Aktuell kommen die Nachrichten im Zweiten nur noch auf 3,23 Millionen Zuschauer. Gegenüber MEEDIA sagte nun Chefredakteur Peter Frey: „Die ‚heute’-Nachrichten interessieren nach wie vor ein Millionenpublikum und laufen deutlich über Senderschnitt. Zwar verlieren die Hauptnachrichten aller Sender Zuschauer – die „heute“ im Jahr 2012 übrigens am wenigsten – dafür gewinnt aber zum Beispiel das ‚heute-journal‘ in den letzten Jahren hinzu, vor allem bei jüngeren Zuschauern. Deshalb ist es sicher falsch, jetzt einen Nachrichtenverdruss festzustellen. Aber richtig ist: der Markt und die Verbreitungsplattformen ändern sich.“
Auch bei den Privaten läuft es nicht rund. Für „RTL aktuell“ zählten die Statistiker 3,48 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 17,2 Prozent). 2006 maß Media Control ähnlich tiefe Werte für die Kölner. Die „Sat.1 Nachrichten“ erreichten dagegen 1,79 Millionen Menschen. Einen schlechteren Wert erreicht der Sender zuletzt 2009.
Auf MEEDIA-Anfrage bezog auch Sat.1 Stellung zu der Media-Control-Statistik. Ein Sendersprecher sagte: „Die Sat.1-Nachrichten haben auf dem 20-Uhr-Sendeplatz kontinuierlich Zuschauer hinzugewonnen, in diesem Jahr ist bis dato erstmals ein leichter Rückgang zu verzeichnen.“

http://meedia.de/fernsehen/tagesschau-ard-bestreitet-niedergang/2012/10/23.html

Was kostet uns Europa ? – Wann sind wir pleite ?

Rettungsfonds EFSM – Deutschlands Anteil   =  12 Milliarden Euro

1. Rettungspaket Griechenland  =  17 Milliarden Euro

EZB-Staatsanleihenkäufe =  57 Milliarden Euro

IWF-Beiträge zum Rettungsschirm =  15 Milliarden Euro

ESM =  190 Milliarden Euro

Bürgschaften im Rahmen des EFSF =  95 Milliarden Euro

Target-Verbindlichkeiten  =  349 Milliarden Euro

Deutscher Anteil insgesamt (bisher) =  735 Milliarden Euro = rund 2 Bundeshaushalte.

Hinzu kommt die jährliche Nettobelastung aus den EU-Beitragszahlungen
von rund 9,2 Milliarden Euro, die der deutsche Steuerzahler ebenfalls
zu erbringen hat, ohne dass er je dazu befragt wurde.

Würde es zu einem Zusammenbruch des Euro kommen, könnten diese rund
750 Milliarden Euro auf Deutschland und seine Steuerzahler direkt zukommen.
Würden Spanien und Italien ausfallen, dann müsste Deutschland auch deren Anteil
übernehmen. Es wären dann rund 2,7 Billionen Euro von Deutschland zu tragen,
eine Schuldenlast unter der auch Deutschland zusammenbrechen würde.

Wer hat eigentlich denen, die uns so an den Abgrund führen,
je eine Legitimation zu ihrem Handeln erteilt ?

Europa im Abgrund

Warum gibt es eine Euro-Krise? Sind „die Griechen“ Schuld?
Sind es die „Probleme einiger kleiner Länder an der Peripherie Europas“?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Staatsschulden?
Wird Inflation erzeugt, wenn die EZB Geld in „den Markt“ pumpt?

Wer genau profitiert von den Entwicklungen der letzten Jahre?
Und gibt es möglicherweise auf all diese Fragen zu viele falsche Antworten?

Prof. Dr. Heiner Flassbeck verhilft dem interessierten Euro-Krisen-Beobachter
mit seiner erfrischenden Art zu Einsichten, die auch bei vielen Talk-Show-Experten
scheinbar noch nicht angekommen sind.

GR Exit kostet D 77 Mrd.

Euro-Austritt Griechenlands kostet Deutschland 77 Mrd. Euro. Diese Summe ergibt sich aus bilateralen Hilfskrediten, dem Haftungsanteil Deutschlands am EFSF, dem deutschen Anteil an Verlusten der EZB sowie den deutschen Haftungsanteilen an den Hilfskrediten des IWF.

Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, verbunden mit der Einstellung des Schuldendienstes, würde die Euro-Länder 276 Milliarden Euro kosten. Nach Berechnungen der WirtschaftsWoche müsste allein Deutschland Ausfälle von 76,6 Milliarden Euro verkraften. Diese Summe ergibt sich aus bilateralen Hilfskrediten, dem Haftungsanteil Deutschlands an Krediten des Rettungsfonds EFSF, dem deutschen Anteil an Verlusten der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie den deutschen Haftungsanteilen an den Hilfskrediten des Internationalen Währungsfonds (IWF).

15,1 Milliarden Euro müsste Deutschland allein aus den bereits vergebenen bilateralen Krediten abschreiben, die Bestandteil des im Mai 2010 beschlossenen ersten Rettungspakets gewesen sind. 20 Milliarden Euro blieben an Deutschland als Haftungssumme aus dem zweiten Rettungspaket durch EFSF und IWF hängen. Hinzu kämen 12,1 Milliarden Euro Verlustanteil der Bundesbank aus griechischen Staatsanleihen, die die EZB gekauft hat und die diese bei einem Staatsbankrott Griechenlands abschreiben müsste. Auf weitere 28,1 Milliarden Euro beliefe sich Anteil der Bundesbank an den Verlusten aus den so genannten Target-Forderungen der EZB gegen Griechenland.

Gleichwohl wäre der Austritt Griechenlands nach Ansicht der Ökonomen der Commerzbank finanziell zu bewältigen. So lägen die Verluste der Bundesbank in einer Größenordnung, die die Währungshüter über mehrjährige Verlustvorträge auffangen könnten. Um die bilanziellen Belastungen zu verringern, könnte die EZB den Griechen die Target-Verbindlichkeiten zunächst stunden.

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10043-gr-exit-kostet-d-77-mrd