Europa im Abgrund

Warum gibt es eine Euro-Krise? Sind „die Griechen“ Schuld?
Sind es die „Probleme einiger kleiner Länder an der Peripherie Europas“?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Staatsschulden?
Wird Inflation erzeugt, wenn die EZB Geld in „den Markt“ pumpt?

Wer genau profitiert von den Entwicklungen der letzten Jahre?
Und gibt es möglicherweise auf all diese Fragen zu viele falsche Antworten?

Prof. Dr. Heiner Flassbeck verhilft dem interessierten Euro-Krisen-Beobachter
mit seiner erfrischenden Art zu Einsichten, die auch bei vielen Talk-Show-Experten
scheinbar noch nicht angekommen sind.

Bankrun in Griechenland

Aus Angst, dass Griechenland aus dem Euro austritt heben immer mehr Griechen holen immer mehr ihr Geld von den Banken. Bisher fast eine Milliarde abgebucht.

 

In Griechenland wächst die Angst, dass das Land aus dem Euro austritt und die neue Währung entsprechend drastisch abwertet. Deshalb heben immer mehr Kunden ihr Geld von der Bank ab und bringen es in Sicherheit. Allein seit Wochenbeginn haben Kunden rund 900 Millionen Euro von ihren Konten abgehoben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa-AFX unter Berufung auf Insider.

Staatspräsident Karolos Papoulias hatte bereits am Wochenende die Parteichefs darauf hingewiesen, dass die Griechen wieder verstärkt hohe Summen von Geldautomaten und über das Internet abgehoben hätten. Notenbank-Chef Georgios Provopoulos präsentierte diese Informationen demnach am Sonntag den Parteispitzen.

Diser Trend ist nicht neu und betrifft offenbar nicht nur Griechenland. Auch in vielen anderen Ländern der Südschiene bringen die Leute ihr Geld in Sicherheit, holen es von der Bank oder überweisen es ins Ausland. Hauptprofiteure: Deutsche Banken. Allerdings haftet in letzter Instanz der deutsche Steuerzahler, weil die Bundesbank über Target2 das Geld der Südschiene als Kredit gibt.

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10065-bankrun-in-griechenland