Feindesland Deutschland – Aussichten und Konsequenzen

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Zunächst Grüße ich einmal unsere Freunde von den mitspeichernden Geheimdiensten, von
deren Existenz ich immer wusste, über die ich mich aber nie zu sprechen gewagt habe.

“Antiamerikanismus”, “Verschwörungstheorie” und was weiß ich nicht noch alles an modernen
Pseudodiagnosen wären einem um die Ohren geschlagen worden hätte man sich nur in die Nähe
dieses Themas gewagt. Das ist nicht ungefährlich: immerhin leben wir in Deutschland,
einem Land, in dem man schon in die Psychiatrie kommen kann, nur weil man – wie im
Fall Gustl Mollath über heute überall bekannte krumme Geschäfte einer Bank berichtet.

Wir sind da immer noch gründlich.

Um Verschwörungstheoretiker zu werden, braucht man sich heutzutage nicht viel Mühe zu machen:
es reicht schon, wenn man ein Gedächtnis hat. So etwas ist zwar selten geworden in der
“Fit-for-Job”-Spaßgesellschaft, die wir nach US-Vorbild seit “Dallas”-Zeiten gezielt auch
in Deutschland implementiert haben, aber manche leisten sich noch eins:

Sascha Lobo gehört dazu. In einer aktuellen Kolumne für den Spiegel zitiert er einen 15 Jahre alten Artikel:

Amerikas geheimster Geheimdienst, die National Security Agency (NSA), lauscht weltweit und rund um die Uhr,
ganz besonders in der Bundesrepublik. Von alliierten Sonderrechten ermächtigt und durch Gesetze geschützt,
von […] elektronischen Schutzschilden umhüllt, hat sich die NSA zu einer Monsterorganisation entwickelt,
die in einem politischen Vakuum weitgehend nach eigenem Gutdünken operiert.

Die Agentur ist auch nicht zufällig zu jenem Monster geworden, dass sie nun darstellt.

Das war ein gezielter, undemokratischer Akt:

Einen solchen Freibrief für die NSA hatte der damalige US-Präsident Harry S. Truman wohl im Sinn, als
er am 24. Oktober 1952 seine Unterschrift unter ein siebenseitiges Schriftstück setzte, dessen Wortlaut
bis heute geheim ist. Das Memorandum des Präsidenten bedurfte nach amerikanischem Recht keiner Zustimmung
des Kongresses. Mit der Geheimorder wurde die NSA gegründet. […] Der Auftrag an die NSA lautete verkürzt:

Spionage zugunsten der USA in allen Fällen von nationalem Interesse – politisch, militärisch und wirtschaftlich.

Man sieht also: die alten Geschichten der UFO-Gläubigen, die Mythen um Majestic 12 haben einen ganz
realen Ursprung. Ebenso gibt es für all die Anhänger von Verschwörungstheorien jeder Art einen handfesten
Grund, so überkritisch und besonders aufmerksam zu sein: in ihrem eigenen Land existiert eine Superbehörde,
eine “Monsterorganisation” die jenseits aller politischen Kontrolle die Welt gestaltet, wie es ihr gefällt:

Hauptsache, die US-Wirtschaft hat einen Nutzen davon.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : nachrichtenspiegel.de