Thüringen setzt auf ausländische “Fachkräfte”

Die Zukunft des Freistaates Thüringen scheint gesichert zu sein, jedenfalls in ökonomischer Hinsicht. Zu diesem Ergebnis kommen die Herrschaften aus der Industrie- und Handelskammer und aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium. Thüringen benötigt bis zum Jahr 2020 rund 200.000 Fachkräfte. Gerade im Pflegebereich, in der Industrie aber auch in der Gastronomie werden Arbeitskräfte gesucht. Die fehlenden Arbeitnehmer sollen nun durch den Zuzug von Ausländern kompensiert werden.

Am Montag, den 9.7.12 werden die ersten 40 Lehrlinge aus Ungarn und Tschechien ihre Ausbildung in Thüringer Unternehmen beginnen. Aus 131 Bewerbern wurden über ein Testverfahren die qualifiziertesten Jugendlichen ausgewählt. Die Kosten für Ausbildung, Sprachkursen, Praktika und die Reisekosten teilen sich die Unternehmen mit der Handelskammer.

Derzeit beteiligen sich rund zwölf Unternehmen an diesem Projekt, welches “in seiner Größenordnung als bisher einmalig im Osten Deutschlands” gilt. Wenn man sich vor Augen führt, dass einerseits 200.000 qualifizierte Arbeitnehmer benötigt werden und andererseits aber nur 40 Lehrlinge gefunden worden sind, die hier ihre Ausbildung absolvieren möchten und auch in der Lage dazu sind, ist man als Einheimischer geneigt, die Verantwortlichen zum Teufel zu jagen. Wenn man dem roten Faden der Landes- aber auch der Bundespolitik folgt, wird einem sehr schnell bewusst, dass es hier nicht darum geht, die Existenz unseres Volkes zu sichern, sondern zum einem der Wirtschaft einen Arbeitskräfteüberschuss zu bescheren um die Löhne drücken zu können und zum anderen das selbst erklärte Ziel der sogenannten “Volksparteien”, einen Multikulti-Staat zu errichten, in dem alles Deutsche nur noch marginal vertreten sein soll.

Betrachtet man die Situation in Thüringen, so hat sich in den letzten 20 Jahren ein Negativtrend in Bezug auf die Fertilitätsrate abgezeichnet. Doch auch die Abwanderung in westliche und südliche Bundesländer hat die Einwohnerzahl des Freistaates dramatisch verringert. Im Jahr 2011 lebten nach Angaben des Statistisches Bundesamtes rund 2,2 Millionen Menschen in Thüringen. Laut aktuellen Ergebnissen würde sich die Zahl der Einwohner unter die Grenze von zwei Millionen bewegen, falls sich diese Entwicklung weiter fortsetzen sollte.

Doch Matthias Machnig (SPD), Thüringer Wirtschaftsminister  sieht in dem Zuzug von Zuwanderern aus dem Ausland einen Hoffnungsschimmer. Gerade Osteuropäer würden durch den Wegfall der Arbeitsbeschränkung nun öfter den Weg nach Thüringen einschlagen. Dies belegen Zahlen aus dem Jahr 2011. Demnach leben momentan über  35.220 Ausländer aus 158 Staaten im Freistaat – Tendenz steigend.

Dass von diesen über 35.000 Ausländern nur ein geringer Anteil qualifizierte Fachkräfte darstellt, beweist die Tatsache, dass von den angeworbenen Auszubildenden ganze 40 Bewerber den Ansprüchen der Betriebe genügten. Ein anderer Fakt besteht darin, dass gerade Thüringen, sich durch geringe Löhne aber hohe Lebenserhaltungskosten auszeichnet. Qualifizierte Arbeitnehmer, ganz gleich ob Deutsche oder Ausländer wandern scharenweise in den “Westen” ab, um für die gleiche Arbeit einen angemessenen Lohn zu erhalten.

Es ist daher reine Augenwischerei, wenn die hiesige Politik propagiert, dass mit einer massenhaften Zuwanderung die demografischen und ökonomischen Probleme beseitigt würden. Hierfür bedarf es einem grundlegenden Systemwechsel. Arbeit muss sich wieder lohnen. Die Wirtschaft muss für die Menschen da sein und nicht andersherum. Familienförderung sollte jedem Land welches der Zukunft zugewandt ist, oberste Priorität sein und nicht der Zuzug von Ausländern.

 

 

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