Skurrile Anschreiben der GEZ

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Die Gebühreneinzugszentrale GEZ erregt immer wieder die Gemüter. Am 1. Januar 2013 wurde sie zum
ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice umgemodelt – und trotzdem hält sie an manch altgedienter Panne fest.
Denn, unglaublich aber wahr, wie schon 2009 soll auch in diesem Jahr wieder der bekannte
Rechenmeister Adam Ries (1492-1559) Rundfunkgebühren zahlen.

Ein Blick auf die skurrilsten Anschreiben.

Auch Tote stehen auf der GEZ-Fahndungsliste: Schon im Jahr 2009 bekam der Rechenmeister Adam Ries,
besser bekannt als Adam Riese, Post von der GEZ. Das Adam-Ries-Museum in dessen ehemaligem Wohnhaus im
sächsischen Annaberg-Buchholz erhielt ein Schreiben, das den Mathematiker aufforderte, seine Rundfunkgeräte anzumelden.
Allerdings war Ries bereits am 30. März 1559 gestorben, also vor gut 450 Jahren.

Die Berichte zu der Posse haben das Museum damals sogar im Ausland bekannt gemacht – das fand der Chef
des Adam-Ries-Bundes, Rainer Gebhardt, noch ziemlich gut. Erst ein klärender Anruf der Museumsdirektion konnte
die Gebührenfahnder davon überzeugen, dass bei Adam Ries nichts mehr zu holen war.

Diese wertvolle Information hat die Umwandlung der GEZ in den
ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice offensichtlich nicht überdauert:

Denn Anfang Februar ist beim Adam-Ries-Museum wieder Post eingegangen. In dem Schreiben wurde „Herr Adam Ries“
aufgefordert, für das erste Quartal dieses Jahres 53,94 Euro an Rundfunkgebühren zu entrichten. Der Verein,
der das Museum betreibt, habe höflich geantwortet, dass maximal 17,97 Euro fällig sein dürften – wegen der
Gemeinnützigkeit von Verein und Museum, teilte Gebhardt mit.

Diesmal findet er den Vorfall weniger lustig. „Wir wollen als seriöses Museum wahrgenommen werden“, sagte er.

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