Blockaden gegen die Freie Energie: Tote, bedrohte und unterdrückte Wissenschaftler

Für viele Menschen sind so genannte Freie-Energie-Anwendungen eine reine Phantasterei. „Wenn es die tatsächlich gäbe, wäre sie doch längst verfügbar“, so ihr Credo. Doch nur mal angenommen, es gäbe nutzbare Freie Energie – würden die Geräte dann unbehindert auf den Markt kommen? Wohl kaum.

Ein mächtiges Kartell aus Großindustrie und Geldmonopol hätte etwas dagegen. Deren Methoden reichen von medialer Obstruktion, Aufkaufen und „Einkellern“ der Erfindung, behördlichen Maßnahmen, Sabotageakten, Einschüchterung bis hin zu körperlicher Gewalt mit Todesfolge (Freie Energie: Bestätigung des Nikola Tesla-Autos).

Unterdrückung von Freier Energie

Es fällt nicht schwer nachzuvollziehen, dass die gesamte Energiewirtschaft – inklusive der Öl- und Gasgesellschaften – Erfindungen, die ihre Marktmacht gefährden könnten, mit allen Mitteln – legal und zur Not auch illegal – bekämpfen würde. Man stelle sich vor, die Haushalte und große Teile von Industrie, Transport, Handel und Handwerk würden sich verfügbare Freie-Energie-Anwendungen wie Magnetmaschinen in den Keller stellen und diese Jahrzehntelang ohne Treibstoff nutzen, und könnten zudem Autos mit Wassermotoren kaufen, deren Tanks sie mit dem Gartenschlauch befüllen würden.

Das muss für die Energiekonzerne eine alptraumhafte Vorstellung sein, ja, es würde die gesamte Wirtschaft umkrempeln und die „Karten neu verteilen“. Das käme einer Revolution gleich, vor der die Kartelle, deren Macht auf zentralistischen Strukturen beruht, ebenso zittern müssten, als wolle man den Kommunismus wieder einführen. Es wäre naiv anzunehmen, die Betroffenen würden dagegen nichts unternehmen.

Um unliebsame Erfindungen vom Markt zu halten und so die Machtstrukturen zu stabilisieren, bieten sich diverse, abgestufte Methoden an, die teilweise institutionalisiert sind und sozusagen automatisch greifen. Dazu zählt zunächst die beruflich-fachliche Abstrafung, beispielsweise die Verweigerung einer anstehenden Beförderung, wenn der Erfinder/Wissenschaftler sich außerhalb der konventionellen Grenzen seiner Disziplin bewegt (also die spezifische Dogmatik seiner Disziplin missachtet). Ein Beispiel hierfür ist der Biophysiker Fritz-Albert Popp.

Lässt sich der „Dissident“ nicht einschüchtern, wird er weiter isoliert und verliert vielleicht seine Anstellung. Weitere Begleiterscheinungen einer institutionalisierten Blockierung sind Stigmatisierung mittels medialer Attacken wie lächerlich machen, auf die „Esoterik-Liste“ setzen etc.

Stanley Allen Meyer (1940–1998),amerikanischer Physiker und Erfinder. Sein Interesse galt seit 1975 dem Wasser als alternative Energiequelle und der Entwicklung eines Autos mit Wasserantrieb.

In den meisten Fällen genügt dieses Bollwerk aus Orthodoxie und medialer Gewalt, um innovative Ansätze auszugrenzen und im Keim zu ersticken. Es gibt hier allerdings Anzeichen für eine Trendwende – Energie aus dem Vakuum scheint auch unter Mainstream-Forschern keine blauäugige Eso-Träumerei mehr zu sein, sondern zeichnet sich immer deutlicher als realistische Möglichkeit ab (siehe dazu weiter unten). Es sind vor allem theoretisch erschlossene Wissensfelder, die hier langsam Blüten treiben (Freie Energie und Konzepte von Maschinen: Eine Einführung).

Gefährliche Sprengköpfe

Von bloßer Theorie (so wichtig sie für den langsamen Paradigmenwechsel auch ist) geht aber erst mal keine akute Gefahr für das Establishment aus. Vakuumenergie – nun ja, da lassen sich heute vielleicht ein paar Mikrowatt gewinnen. Weitaus gefährlicher sind da die unvorbelasteten Tüftler und Bastler daheim, die unbehindert durch Blockaden im Kopf einfach mal ausprobieren, was theoretisch zunächst gar nicht funktionieren darf.

Zum Beispiel Stan Meyer, der mit bestimmten Resonanzfrequenzen Wassermoleküle mit erheblich weniger Energieaufwand spaltete, als dann später bei der Vereinigung des Gasgemisches (so genanntes Brown‘s Gas) wieder frei wurde. Wenn so eine Erfindung auf den Markt käme, hätte das unabsehbare Umwälzungen zur Folge.

Was tun die betroffenen Konzerne dann? Zunächst (falls die Freie-Energie-Anwendung tatsächlich funktioniert) wird man versuchen, die Maschine beziehungsweise das Konzept dahinter zu kaufen, um so die eigene Marktmacht zu sichern. Dabei treten die Konzerne nicht selber als Käufer auf, sondern das erledigen so genannte Front Companies.

Natürlich wird man dem Erfinder nicht die tatsächliche Absicht kundtun (die eigene Marktmacht zu sichern). Man wird ihm vielmehr die Schwierigkeiten einer Serienproduktion und Vermarktung ausmalen und dass das am besten echte Profis übernehmen sollten. Manchmal wird ihm auch eine einflussreiche Position innerhalb der aufkaufenden Firma angeboten. Gelingt der Coup, wird das innovative Produkt „eingelagert“ und wahrscheinlich niemals auf den Markt gebracht.

Das Orion Energy Project , eine Non-Profit-Organisation zur Förderung Freier Energie, hat ein abgelaufenes Patent mit kompletten Zeichnungen und technischen Spezifikationen für einen Freie-Energie-Magnetmotor erworben, der vor über 20 Jahren von einer industriellen Interessensgemeinschaft aufgekauft und „eingelagert“ worden war (der englische Fachausdruck für diesen Vorgang lautet „black-shelved“).

Es ist sogar ein Fall bekannt geworden, in denen wissenschaftliche Mitarbeiter einer Weltfirma aus „politischen“ Gründen daran gehindert wurden, eine FE-Anwendung zu entwickeln. So berichteten Ingenieure von Hitachi Magnetics Corporation, dass sie der Konzernleitung ein wissenschaftlich abgesichertes Konzept für eine selbst laufende Magnetmaschine präsentiert hätten, dieses jedoch nicht realisieren durften, weil der Konzern keine Schwierigkeiten mit den Energiekartellen provozieren wollte.

Trotzt der Erfinder den Avancen der Front Companies, folgen meist patentrechtliche Schwierigkeiten, die (zumindest in den USA) häufig damit begründet werden, dass die Erfindung die nationale Sicherheit tangiere und somit konfisziert werden kann. Auf der Website Peswiki.com („Pure Energy Systems“) ist nachzulesen, dass derzeit über 5 000 Erfindungen vom US-Patentamt als geheim eingestuft werden.

Das Orion Energy Project berichtet zudem von geschickten finanziellen Arrangements, die den Erfinder oder sein Unternehmen in undurchsichtige Machenschaften verstricken, die schließlich zu einer Betrugsanklage und zum Niedergang seines Unternehmens führen (Freie Energie: Angewandte Quantenmechanik als Lösung des weltweiten Energieproblems).

Lets make money

Wem das zu abenteuerlich klingt, dem sei der Film „Let‘s Make Money“ (Deutscher Dokumentarfilmpreis 2009) des Österreichers Erwin Wagenhofer empfohlen, in denen der frühere Geheimdienstmitarbeiter und heutige Whistleblower John Perkins ausplaudert, wie Wirtschaftskiller (englisch „economic hit men“) im Auftrag von Geheimdiensten als ultima Ratio die Wirtschaft ganzer Staaten ruinieren, wenn diese sich nicht den Interessen der Großen (zum Beispiel sich bei der nächsten UNO-Abstimmung gefügig zeigen) beugen wollen.

Was im Großen bei Staaten möglich ist, sollte mit wesentlich weniger Aufwand doch wohl auch im Kleinen bei Einzelpersonen und kleinen Firmen eingefädelt werden können.

Vermutlich sind wirtschaftliche Schurkereien die häufigsten angewandten Mittel gegen „uneinsichtige“ Erfinder. Jedoch gibt es auch zahlreiche Fälle von Einschüchterung und Bedrohung des Erfinders und seiner Angehörigen bis hin zum Unschädlichmachen durch Zwangseinweisung in eine geschlossene Anstalt, Inhaftierung und zu verdecktem oder offenem Mord. So hat man den Psychologen und Energieforscher Wilhelm Reich (Entdecker des Orgons) aus fadenscheinigen Gründen eingelocht (er verstarb kurz darauf im Gefängnis).

Paul Pantone, Erfinder der GEET-Technik (Global Environment Energy Technology; siehe „In Resonanz mit dem Vakuum“, in dieser Ausgabe), musste dreieinhalb Jahre in einer geschlossenen Anstalt verbringen. Eugen Mallove, einer der führenden Forscher in der Kalten Fusionsforschung, wurde ermordet, Stanley Meyer (Wasserauto) und Arie M. DeGeus (sich selbst aufladende Batterie; beide siehe „In Resonanz mit dem Vakuum“ in dieser Ausgabe) wurden vermutlich durch Strahlenwaffen getötet (siehe auch „Kein Schutz gegen Strahlenwaffen“ in raum&zeit Nr. 161).

Auf http://www.peswiki.com ist von 20 toten, verletzten oder verschwundenen Erfindern und Freie-Energie-Aktivisten die Rede, 31 sollen mit dem Tod bedroht worden sein (u. a. Mike Brady, Erfinder der „Perendev“-Magnetmaschine), fünf landeten im Gefängnis, obwohl sie nichts Gesetzwidriges getan hatten.

Natürlich wird es viele Leser geben, die ein gewaltsames Vorgehen gegen Erfinder ins Reich von Phantasie und Spekulation verbannen, und vermutlich sind auch einige Fälle, die überliefert beziehungsweise aufgezeichnet sind, in diese Kategorie einzuordnen. Dass jedoch grundsätzlich gegen Innovationen Blockaden errichtet werden, lässt sich historisch belegen. Zum Beispiel anhand der Dampfmaschine.

Verzögerte Dampfmaschine

Die Dampfmaschine, so lernen Kinder in der Schule, wurde 1769 von James Watt in England erfunden. Angeblich soll ihm, als der Dampf in seinem Kochtopf den Deckel anhob, der entscheidende Gedanke gekommen sein. Er setzte sich also hin, konstruierte eine Dampfmaschine und die Technisierung der westlichen Welt begann. Tatsächlich waren die Dinge etwas komplizierter.

Josef Gruber zitiert in seinem Buch „Raumenergie-Technik“ einige Passagen aus einem Aufsatz von Philip Valenti mit dem Titel „Leibniz, Papin und die Dampfmaschine. Eine Fallstudie über die Sabotage durch die British Royal Society“. Valenti zeigt darin auf, wie die Erfindung der („atmosphärischen“) Dampfmaschine durch den Franzosen Denis Papin (1647 – vermutlich 1712) im Jahr 1690 von der British Royal Society systematisch unterdrückt wurde. Papin hatte sogar schon einen kleinen Wagen konstruiert, der von Dampfkraft bewegt wurde. Doch offenbar hatten die Engländer (Papin musste aus politischen Gründen nach England fliehen) kein besonderes Vertrauen in Erfinder, die nicht aus dem eigenen Land stammten.

Der Franzose konnte seine Erfindung weder von der British Royal Society untersuchen lassen, noch wurden ihm Gelder (15 Pfund) für weitere Untersuchungen bewilligt. Stattdessen setzte man auf die Dampftechnik des Briten Thomas Newcomen, die jedoch gegenüber Papins Maschine einen erheblichen Rückschritt bedeutete und die Nutzung der Dampfkraft nur für Kohlegrubenbetreiber rentabel machte. Sie behinderte eher die Verbreitung der Dampfkraft, statt dass sie sie förderte. Erst gut 100 Jahre später (1807) begann die Dampfmaschine ihren Siegszug durch das dampfgetriebene Schaufelradboot des amerikanischen Erfinders Robert Fulton (1765–1815).

Die Dampfmaschine war beileibe kein Einzelfall. Weitere Beispiele beschreibt Dipl.-Ing. Horst Borowski in seinem Artikel „Die Entstehung einer neuen Technologie durch Entdeckung naturwissenschaftlicher Prinzipien, Zivilcourage und Konkurrenz – gezeigt am Beispiel der Elektrozugentwicklung“. Borowski behandelt darin am Beispiel von Elektrolokomotive, Straßenbahn und Transrapid die Frage, wie und warum sich bestimmte Technologien gegenüber konkurrierenden Verfahren haben durchsetzen können, obwohl letztere insgesamt vorteilhafter für Mensch und Natur gewesen wären.

Freie Energie nein danke

Und auch im Zusammenhang mit dem Schaffen Nikola Teslas (1856–1943) lässt sich anhand von Beispielen demonstrieren, dass nützliche Erfindungen nicht zwangsläufig mit offenen Armen aufgenommen werden. So hat Tesla bekanntlich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts an der drahtlosen Energieübertragung und der gleichzeitigen Nutzbarmachung von „radiant-energy“ gearbeitet (Projekt „Wardencliff Tower“).

Potenzielle Investoren weigerten sich aber, die Bahn brechende innovative Technologie finanziell zu unterstützen. Denn sie hatten bereits viel Geld in die konventionelle (von Tesla erfundene) Stromgenerierung und -übertragung gesteckt und diese Investitionen wären durch die neue Technologie quasi wertlos geworden (Freie Energie: Geheimnisse rund um Nikola Teslas Tod – Spekulation um die Konfiszierung von Dokumenten durch den FBI).

Für Tesla war dies wohl eine bittere Erfahrung. Als er später mit dieser geblockten Konverter-Technologie einen neuartigen Fahrzeugantrieb konstruierte und in einen Pierce Arrow einbaute, hatte er jedenfalls nicht mehr die Hoffnung, der Prototyp könne sich weiter entwickeln und vermarkten lassen. Die Zeit sei noch nicht reif dafür, soll er resigniert festgestellt haben. Tesla hatte sich zudem durch seine offen ausgesprochene Gegnerschaft zu den Einsteinschen Theorien und seinem Festhalten am Äther wenig Freunde im „akademischen Überbau“ des technisch-wissenschaftlichen Komplexes gemacht.

Von dort konnte er also mit keinerlei Unterstützung rechnen, im Gegenteil: man ignorierte ihn und es hätte nicht viel gefehlt und er wäre wohl ganz in Vergessenheit geraten. Tesla hat aber trotz (vielleicht besser: wegen) seiner Außenseiterposition mit seinen zahlreichen genialen Erfindungen die Raumenergie-Szene nachhaltig geprägt und er ist dort zu einer Art Schutzheiligem geworden.

Hausgemachte Probleme

Es gibt aber auch hausgemachte Probleme bei der Einführung von Freie-Energie-Anwendungen. Scheinbar gehört es zum „guten Ton“ in der Szene, dass man – als Kollektiv wie auch individuell – im Abseits forscht und sich mit seinem intellektuellen Inselstatus arrangiert. (Der Wissenschaftsautor Marco Bischof spricht von einem „Raumenergie-Liebhaber-Verein“). Aus einer solchen Mentalität kann sich aber schlecht eine wirklich professionelle Strategie beziehungsweise Lobbyarbeit zur gesellschaftlichen Anerkennung entwickeln.

Und eine solche ist angesichts der massiven Interessenswahrnehmung durch die Banken und Energiekonzerne unbedingt erforderlich. Sie wäre ein wichtiger Schritt hin zur Vorbereitung eines Übergangs in ein neues Energie-Zeitalter. Das scheinen die Raum-Energie-Anhänger seit einigen Jahren auch begriffen zu haben: Die reine Erfindung macht es nicht, man muss auch die Öffentlichkeit für sich gewinnen!

Dabei gilt es vor allem auch, die forschungspolitischen Bedingungen und die Verflechtungen zwischen Forschung und Lehre auf der einen und der Wirtschaft beziehungsweise Industrie auf der anderen Seite zu berücksichtigen. Das Beispiel Tesla zeigt: sind massive wirtschaftliche Interessen gefährdet, drehen die Betroffenen den Geldhahn zu.

Hätte er aber Rückhalt in der akademischen Forschung gehabt, so hätte er unter deren Dach vielleicht sein grandioses Lebenswerk vollenden können, und statt Einstein wäre Tesla heute die geniale Ikone der Wissenschaft schlechthin. Will sagen: Ohne akademische Unterstützung wird es jede Innovation, die mit einem Paradigmenwechsel verbunden ist, sehr, sehr schwer haben!

Doch genau in diesem Punkt hat sich einiges getan. Besonders durch Arbeiten wie die des amerikanischen Physikers Hal Puthoff ist die Vakuumforschung heute weltweit etabliert; kein Wissenschaftler muss mehr damit rechnen, belächelt zu werden, wenn er beispielsweise Nullpunkt-Oszillationen erforscht.

Was noch vor nicht allzu langer Zeit als anrüchig galt, ist heute Mainstream. Und obwohl weiterhin die meisten raumtechnologischen Verfahren (zum Beispiel Magnetmaschinen) von offizieller Seite nicht ernsthaft erwogen werden, hat sich doch die forschungspolitische Großwetterlage zugunsten unkonventioneller Energietechnologien mit Over-Unity-Effekt verändert.

Hinderliches Credo

Es ist nun an der Zeit, eine Offensive gegen einige weit verbreitete Vorurteile gegenüber der Raum-Energie-Technik in der Öffentlichkeit zu starten. So hört man immer wieder, dass jedwede Raum-Energie-Technik gegen den Energieerhaltungssatz verstoße und mithin ein physikalisch unmögliches Perpetuum mobile darstelle. Das ist eine Art bequemes Totschlag-Argument, das seinen Benutzer davon entbindet, sich die unkonventionelle Technik einmal näher anzuschauen.

Und hier wird auch noch eine weitere Barriere gegen Raum-Energie-Technik wirksam, die eher psychologischer Natur ist: Die Schulwissenschaftler müssten umdenken, sie müssten einen Teil dessen, woran sie ihr Leben lang geglaubt haben, infrage stellen.

Hier greift das tief internalisierte wissenschaftliche Credo, das ähnlich wie auch in der Religion identitätsstiftend ist und eine selbst erhaltende Eigendynamik besitzt. Zudem würden die Experten bei einem Paradigmenwechsel ihren Expertenstatus verlieren; sie wären plötzlich Unkundige wie die große Masse, die zuvor doch immer ehrfurchtsvoll zu ihnen aufgeblickt hat!

Dennoch werden diese Experten in einer „Expertokratie“ wie der unsrigen als Gutachter von Innovationen und Erfindungen herangezogen. Im Falle der Bejahung des Neuen sägen sie am Ast, auf dem sie sitzen. Nur wenige Wissenschaftler sind dazu bereit.

Over-Unity-Technologien basieren auf bislang unbekannten Funktionsprinzipien in der Natur (zu der auch der „leere Raum“ gehört), deren wissenschaftliche Grundlagen noch nicht ausreichend erforscht sind und die daher erst ansatzweise verstanden und nur unzureichend mit den akzeptierten Theorien in Übereinstimmung gebracht werden können.

Die meisten OU-Verfahren verdanken sich einer empirischen Vorgehensweise des Erfinders, der entweder einen bekannten anomalen physikalischen Effekt (der aber von der Schulwissenschaft mehr oder weniger ignoriert wurde) ausnutzt, oder einen anomalen Effekt selbst entdeckt hat und nun nutzbar zu machen versucht.

Nicht selten fehlt dann aber das detaillierte technische Know-how oder ein theoretischer Hintergrund, um hier gezielt und effizient vorgehen zu können. Die Forschungspolitik sollte hier einmal unabhängige Gremien einsetzen, um die wirklich entwicklungsträchtigen OU-Applikationen von den zweifellos auch vorhandenen technischen Phantastereien zu scheiden. Doch was geschieht tatsächlich? Dazu ein Beispiel.

Ungeliebter Bericht

Marco Bischof wurde im Sommer 2001 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit beauftragt, einen Bericht über unkonventionelle Zukunftstechnologien zu schreiben. Ein Jahr später lieferte Bischof den Bericht ab, der anschließend mehreren Instituten zur Begutachtung vorgelegt wurde. Der Verriss durch das Establishment war absehbar. Das Ministerium ließ den Bericht daher von Dr. Thorsten Ludwig und Dipl.-Ing. Andreas Manthey vom Berliner Institut für innovative Energietechnologien auf technische Machbarkeit prüfen. 2005 wurde dann der 61 Seiten umfassende Bericht E 5001-1 „Zukunftstechnologien für nachhaltige Entwicklung: Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung und Aktivierung biologischer Prozesse“ frei gegeben.

Auf Druck seitens der „alarmierten“ Institute übernahm das Ministerium die sehr informative Schrift jedoch nicht in ihre Buchreihe, weshalb sie nicht im Buchhandel erhältlich ist und von kaum einem Medium bekannt gemacht wurde. Dem Internet sei Dank kann man Bericht E 5001-1 wenigstens downloaden.

Zu den weiteren internen Schwierigkeiten bei der Einführung von Freie-Energie-Geräten zählen unnütze Rivalitäten. Die Angst vor geistigem Diebstahl treibt viele Bastler und Tüftler weiter in die Isolation. Es fehlen dann auch nützliche Kontakte, die das Defizit an detaillierten Kenntnissen der angewandten Technik und der wissenschaftlichen Grundlagen ausgleichen könnten. Zahlreiche technisch unausgereifte, aber durchaus entwicklungsfähige Erfindungen bleiben so auf der Strecke und erreichen nicht das Stadium eines funktionierenden Prototyps, der aber unabdingbar für die Gewinnung von Fördermitteln oder Risikokapital ist. Eine Vermarktung wird so von vornherein unmöglich gemacht (Freie Energie – Teslas drahtlose Elektrizität).

 

Imageproblem

Vermarktung muss man hier auch in einem weiten Sinne auffassen. Eine erfolgreiche Vermarktung hängt nämlich eng mit dem Image eines Produkts beziehungsweise der Produktgruppe und des Herstellers zusammen, und da besteht noch enormer Nachholbedarf im RET-Sektor. Die Gegner haben es leicht, sie brauchen nur die tatsächlich vorhandenen schwarzen Schafe der Szene ins Feld zu führen und so die ganze RET in aller Öffentlichkeit damit zu identifizieren. Besonders verwerfliche Entwicklungen haben solche „Erfinder“ zu verantworten, die die ihnen anvertrauten Gelder für andere Zwecke nutzen.

Betrugsmanöver sind sicher die Ausnahme, doch leider keine absolute Seltenheit (vielleicht sind hier auch Sabotageaktionen im Spiel, s. o.). Jedenfalls sind solche Fälle reines Gift für eine Imageverbesserung. Hier sind Selbstreinigungskräfte gefragt; Verfehlungen dieser Art gehören auch seitens der Szene auf den entsprechenden Plattformen öffentlich angeprangert.

Fehlende Unterstützung

Das Orion Energy Project schätzt, dass die Entwicklung einer funktionierenden FE-Anwendung am gesamten damit verbundenen Problemvolumen nur etwa 10 Prozent Anteil hat. Die restlichen 90 Prozent haben mit bestimmten Interessen, Kartellen und Machtstrukturen zu tun, die eine Ersetzung von Kohle, Öl, Gas und Kernbrennstoffen durch andere Energiequellen verhindern wollen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch der Umgang von Vertretern so genannter alternativer Energien (Solar, Wind, Geothermie etc.) mit der RET. Dass ein Hersteller von Solaranlagen nicht unbedingt positiv auf die Möglichkeit Freier Energie reagieren muss, ist nachvollziehbar: Das Hemd sitzt eben näher als die Jacke. Aber hat schon jemand mal gehört, dass eine Umweltschutzorganisation sich für RET irgendwie einsetzt? Deren Sprecher und Vertreter streiten zwar bei jeder Gelegenheit vehement für „Erneuerbare“ und begründen dies gerne mit Klimaschutz, neuen Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeit etc., doch die Raumenergie scheinen sie „nicht einmal ignorieren“ zu wollen.

Das Schweigen bezüglich RET kann natürlich schlicht mit Unkenntnis zusammen hängen; es drängt sich aber auch der Verdacht auf, dass monetäre Interessen (Investitionen in oder Beteiligungen an Erneuerbaren Energietechniken) mit im Spiel sind. Wurden noch vor zwei Jahrzehnten die „Alternativen“ vom Establishment als die „Alternaiven“ verspottet, so bilden ebendiese Alternativen heute selber das Establishment und entscheiden über die Förderung und Einführung innovativer Technologien! „Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“

Doch sollen nicht nur bestimmte Gruppierungen und ihre Interessen als Forschrittsfeinde bezeichnet werden. Eine wichtige, wenn nicht die zentrale Rolle bei der Einführung von Innovationen revolutionären Charakters spielt die Öffentlichkeit selber. Sie muss ihr Verlangen nach unerschöpflicher Energie ebenso wie das nach unbegrenzter Mobilität (Verkehrsmittel) und Kommunikation (Handy, Internet) manifestieren und einfordern. Das beste Mittel dazu bietet das Internet. Dieses ist eben nicht so leicht kontrollierbar wie lokalisierte Medien und trotz mancher krimineller Potenziale, die es bietet, ein Hort für wahre Gedankenfreiheit und fruchtbare, weltweite Kommunikation.

Man muss hier unbedingt Open Source Projekte erwähnen, die schon oft (zumindest in der Informationstechnik) zum Erfolg geführt haben (siehe zum Beispiel das weltweit erfolgreiche Betriebssystem Linux, dessen Entwicklung von dem Norweger Linus Thorwald als Open Source Projekt angelegt wurde). Das Prinzip lautet: jeder kann sich des gemeinsam erarbeiteten Gedankenguts nach Belieben bedienen, ist aber verpflichtet, eigene Verbesserungen der Gemeinschaft (= dem Open Source Projekt) wieder zur Verfügung zu stellen.

So hat beispielsweise der dänische Energieforscher Nicholas Moller seinen MAHG (Moller Atomic Hydrogen Generator, siehe Artikel „In Resonanz mit dem Vakuum“) als Open Source Projekt angelegt und sich erfolgreich gegen den Versuch einer Patentierung seines früheren russischen Mitarbeiters gewehrt. So wie schwarze Schafe an den Pranger gehören, sollten Leute wie Moller als leuchtende Vorbilder dargestellt werden. Denn ihnen geht es nicht so sehr (wenn überhaupt) ums Geld, sondern um den Forschritt der Menschheit (womit natürlich keinesfalls an der Aufrichtigkeit von Erfindern, die auch Geld verdienen wollen, gezweifelt werden soll!).

Brach liegende Ressourcen

Im öffentlichen Diskurs über Bildung, Forschung und Lehre wird immer wieder gefordert, dass man besondere Talente, Fähigkeiten und Begabungen fördern müsse, sowohl die von Individuen als auch die von Instituten (s. hierzu zum Beispiel die „Exzellenz-Initiative“ des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung). In dem Zusammenhang ist dann häufig die Rede davon, kein Land könne es sich leisten, wertvolle Ressourcen brach liegen zu lassen. Wohl wahr. Allerdings meint der Staat offenbar nur solche Ressourcen, die sich in einem akademischen Rahmen bewegen.

Eine wichtige Innovationsressource sind aber nun einmal Querdenker und Außenseiter, unkonventionelle Denker ohne Schranken im Kopf, die von fest gefügten Systemen errichtet werden. (Unsere auf Elektrizität aufgebaute Zivilisation ist ohne die Erfindungen eines Außenseiters wie Tesla undenkbar.) Warum richtet man nicht unabhängige Institute ein, die unkonventionelle Erfindungen unter die Lupe nehmen und bei positivem „Befund“ die weitere Entwicklung unterstützen – Dokumentationen erstellen und wichtige Kontakte zu Forschung, Lehre und Industrie herstellen?

Analog zu den so genannten Business-Angels, die bei Firmen-Neugründungen helfen, könnte man auch die Institution „Invention-Angels“ einführen, die mit Rat und Tat auch in kaufmännischen Angelegenheiten, mit denen Erfinder zwangsläufig konfrontiert werden, zur Seite stehen.

Im Grunde haben wir bereits eine ideale Arbeitsteilung: Auf der einen Seite die organisierte akademische Lehre und Forschung, die bestehende Anwendungen, Prinzipien und Theorien modifiziert, auf der anderen eine unorthodoxe, sich keinem wissenschaftlichen Dogma beugende Erfinder-Szene mit einem unvermeidbaren Wildwuchs. Im Idealfall würde die akademische Seite diesen Wildwuchs nach Nützlichem durchforsten, etwas, das im Gehege der reglementierten Forschung kaum gedeihen könnte. Denn es gibt ihn wirklich, den Wissenschaftsidioten (von dem Heisenberg spricht), der mit tausend Formeln im Kopf umgeht, dabei aber schlicht „betriebsblind“ wird.

Die etablierte Lehre würde natürlich jegliche Traumtänzerei auf Seiten der Erfinder unbarmherzig entlarven. Sollte aber eine Anwendung funktionieren, das heißt im Fall der Raumenergie einen Over-Unity-Effekt aufweisen, so würde sie alles tun, um die Entwicklung zu fördern und um ihre unbekannten wissenschaftlichen Prinzipien zu ergründen (Freie Energie: Dieses seltene Interview mit Nikola Tesla offenbart seine außergewöhnlichen Fähigkeiten (Videos)).

Naturrecht auf Freie Energie

Es ist an der Zeit, dass die Menschheit ihr Recht auf Freie Energie einfordert, die uns von der Natur ebenso „verschwenderisch“ zur Verfügung gestellt wird wie Licht und Luft. Es gibt unendlich viel Energie im Kosmos und auf Erden, sie gehört so zu sagen zu unserem göttlichen Erbteil.

Die Herrschaft von fossilen und nuklearen Energieträgern ist im Grunde eine der Fesseln für die Versklavung der Menschheit, denn sie ermöglicht die Umverteilung von Ressourcen von unten nach oben. Sie bedeutet die Herrschaft der reichen über die armen Völker, ja genau genommen die Herrschaft von Reich über Arm schlechthin.

Literatur:

Welt am Limit: Elf Episoden, um sie um den Schlaf zu bringen

Freie Energie – Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Das Freie-Energie-Handbuch: Eine Sammlung von Patenten und Informationen (Edition Neue Energien)

Quellen: PublicDomain/raum-und-zeit.com am 09.11.2019

https://www.pravda-tv.com/2019/11/blockaden-gegen-die-freie-energie-tote-bedrohte-und-unterdrueckte-wissenschaftler/

Richtigstellung der jüngeren südafrikanischen Geschichte

Gastbeitrag von einem Deutschen aus Südafrika

(Bilder und Nachwort von Osimandia)

Winnie Mandela, Nelson Mandela, Yossel Slovo

Wo fängt man an? Es ist eine vielschichtige und komplizierte Thematik.

Fngen wir an mit ein paar Leserkommentaren in den deutschen Tageszeitungen:

Leserkommentar 1:

Ich bin nicht der Ansicht, es ginge um ‘Gepflogenheiten’ u.ich bin ganz bestimmt nicht der Ansicht, die Buren seien in ihrer Ausbeutung, Mißachtung u.langen Apartheidsgeschichte ein Vorbild. Im Gegenteil – das, was die Buren in SA getrieben haben, ist pervers menschenverachtend. Sie haben Schwarze entrechtet, versklavt, ihnen Bildung vorenthalten und komplett in bittere Armut getrieben. Daran kaut SA heute entsprechend.

Leserkommentar 2 (Deutscher Universitätsdozent in Südafrika):

Aus afrikanischer Perspektive waeren die Weissen in Suedafrika das was in Deutschland die Tuerken sind, und die Schwarzen waeren das was in Deutschland die Deutschen sind. Und so unangenehm wie in Deutschland die ueberzogenen Eskapaden des eingebildeten Chefs des tuerkischen Immigrantenclubs sind, so unangenehm koennen sich einige Weisse in Suedafrika aufspielen.

Leserkommentar 3:

Denn die Jahrzehntelange und menschenunwürdige Unterdrückung der Schwarzen und “Colours durch die burischen Betonköpfe”, folgte NACH Mandela ein “rassistisches” System, dass zudem dermaßen korrupt ist, dass die Wirtschaft darunter unsagbar leidet.

Leserkommentar 4:

Das komplexe und schwierige Thema von Südafrikas Wandel, seit dem Ende von Apartheid (vor zwanzig Jahren) nach Jahrhunderten der Ausbeutung und Unterdrückung durch europäische Siedler, wird anschaulich erklärt.

Leserkommentar 5:

Die regierenden Weissen haben den Schwarzen bis 1994 Bildungsmöglichkeiten vorenthalten und dafür gesorgt, dass sich in weiten Teilen der unter-privilegierten schwarzen Bevölkerung keine Bildungskultur entwickelte.

Leserkommentar 6:

Die Schwarzen wurden in Südafrika 350 Jahre lang extrem benachteiligt.

  • Burische Betonköpfe.
  • Ausbeutung.
  • Pervers.
  • Versklavt.
  • Bildung vorenthalten.
  • Entrechtet.
  • Ausbeutung und Unterdrückung.
  • Bildungsmöglichkeiten vorenthalten.

Wo kriegen die obigen Leser diese Meinungen her?

Hier muß man zwischen der Ostzone und Westdeutschland unterscheiden.

Ich habe Verwandte, die in der Ostzone aufgewachsen sind. Die haben gelernt, die Buren sind 1652 mit Jan van Riebeeck am Kap gelandet, mit der Bibel unter dem einen Arm, und der Flinte unter den anderen Arm, um Südafrika und die einheimischen Schwarzen mit Halleluja und Kanonengebrüll zu erobern.  Ich habe ein paar DDR-Bücher gelesen, und mir standen die Haare zu Berge, was ich dort gelesen habe – weiße Goldminen in kapitalistischem Besitz, arme billige schwarze Sklaven, die sich dort zu Tode schufteten, um die Kapitalisten reich zu machen. Die Verwandten sind alt, können nicht mit dem Rechner umgehen, und können kein Englisch. Sie werden nie die Wahrheit vollständig kennenlernen, sie sind zu alt dazu.

So hat man dort das Geschichtsbild Südafrikas gelernt, von dem Land, wo Karl Marx’ Schwester Louise mit dem Südafrikaner Jan Carel Juta verheiratet lebte.

Herr Juta hatte eine Buchhandlung dort.

Diese Buchhandlung hat vor einigen Jahren den Eigentümer gewechselt und verkauft heute akademische Bücher für Studenten in Pretoria.

Südafrika war das erste Land, in dem eine kommunistische Partei außerhalb der Sowjetunion gegründet wurde, laut einem Bekannten von mir, der in der SADF (die alte vor-1994-Armee) diente.

Wie genau das stimmt, weiß ich nicht, aber die SACP wurde 1921 gegründet, gerade mal vier Jahre nach der russischen Revolution 1917:

Die SACP wurde 1950, zwei Jahre nach dem Machtantritt der Buren von 1948 verboten, das russische Konsulat in Pretoria wurde dicht gemacht und die Diplomaten samt Personal aus der Republik ausgewiesen.

Danach war Südafrika in dem Zeitraum 1966 – 1989 in heftige Kämpfe mit dem Weltkommunismus  verwickelt.

Diese Auseinandersetzungen endeten bei der letzten entscheidenden Schlacht zwischen Südafrika und den Kommunisten am Lomba Fluss in Angola, in der Nähe der unbedeutenden Stadt Cuito Cuanavale bei dem Cuito Fluss in Angola. Diese Schlacht war so heftig, das sie von manchen Leuten als “das Schwarze Stalingrad” beschrieben wurde, und die Erlebnisberichte könnten sich in ihrer Heftigkeit sehr gut mit dem Kampfhandlungen der damaligen Ostfront vergleichen, wie in den vor kurzem aufgelösten LANDSER Heften beschrieben.

Im Licht dieser Tatsachen konnte man verständlicherweise dort kein positives Bild über Südafrika erhalten. Es war der Feind.

1990 wurde das Verbot auf die SACP durch den letzten weißen Staatspräsidenten,  FW de Klerk, aufgehoben.

Ehemalige Offiziere der kämpfenden Truppe Südafrikas und der Russen besuchen sich heutzutage, heute alle ein bisschen älter und grauer, und tauschen ihre Erinnerungen über einem Glas Bier oder Wodka je nach Standort aus, oder berichten über ihre Erfahrungen auf Webseiten wie War in Angola. So anders ist die Welt heute geworden, und während die Soldaten Frieden geschlossen haben, agieren die Politiker unbelehrbar weiter.

Und während die Kämpfe in  Südwestafrika (heute Namibia) und Angola mit unverminderter Heftigkeit fortgeführt wurden, wurde eine zweite Front nach Viet Minh (Südost-Asien) Muster, nach einer Beratungsreise nach den General Vo Nguyen Giap (Buchverweis: Peoples War, durch Dr. Anthea Jeffery), innerhalb Südafrikas durch die ANC, SAKP und ihre Mitläuferorganisationen entfesselt:

[Anm. von Osimandia: Das folgende Video enthält explizite und eventuell verstörende Gewaltdarstellungen]

Dieser Kampf wurde mit unkonventionellen Mitteln entfesselt, und wurde entsprechend durch die südafrikanischen Verteidigungskräfte mit unkonventionellen Mitteln bekämpft. Und entsprechend durch die internationalen Medien verzerrt  ihren Lesern angeboten, als sei es ein Aufstand der Schwarzen gegen die Apartheid. Wie über 20.000 Schwarze auf grausamste Art und Weise durch die schwarzen Kommunisten massakriert wurden (abgesehen von den Abermillionen Schwarzen in Angola und Mosambik durch die schwarzen Marxisten), wird nicht erwähnt. Es wird auch nicht erwähnt, wie viele Auslandskorrespondenten diese Kommunisten unterstützten.


boykott_suedafria_1Nachwort: Zunächst einmal möchte ich unserem Kommentator “Ein Deutscher aus Südafrika” im Namen des AdS-Teams ganz herzlich für diesen Gastbeitrag danken.All diese Sachverhalte waren mir komplett unbekannt.

Zu der Frage des Autors:

Wo kriegen die obigen Leser diese Meinungen her?

Es ist wohl eher nicht anzunehmen, dass alle zitierten Leserkommentare von Personen stammen, die in der DDR zur Schule gegangen sind. Allerdings möchte ich dazu anmerken, dass es mich nicht im geringsten wundert, wenn sie von Leuten stammen, die in der BRD sozialisiert wurden, und zwar egal wie alt sie sind.

Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, dass Südafrika überhaupt ein Thema im schulischen Geschichtsunterricht war, aber das Bild, das man als durchschnittlicher BRD-Bürger von diesem Land, den Buren und den Schwarzen  im Kopf hatte (und großteils wohl immer noch hat), unterscheidet sich in keiner Weise von dem, das in der kommunistischen DDR in den Schulen vermittelt wurde.

boykott_suedafria_2Da es zumindest in meiner Generation nicht aus dem Unterricht stammt, muss es aus den Medien stammen. Obwohl ich nie in irgendeiner anderen Weise politisch aktiv oder auch nur übermäßig interessiert war, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, dass plötzlich jeder …. irgendwoher … wusste, dass man im Supermarkt darauf achten muss, das weiße südafrikanische Apartheidsystem keinesfalls mit Obstkauf zu unterstützen. Einen Urlaub in Südafrika zu verbringen, wäre gesellschaftlich ruinös oder zumindest sehr anrüchig gewesen.

Ich habe ein paar Bilder aus der Zeit gefunden und eingefügt.  Das hat alles wunderbar parallel zu der Panikmache vor dem Kommunismus in Europas Osten funktioniert. Außer ein paar linken Aktivisten hat wohl niemand die Vorgänge in Südafrika mit Kommunismus in Verbindung gebracht, sondern lediglich mit brutaler Unterdrückung von Schwarzen, die ich mir  so ähnlich vorgestellt habe wie in der Miniserie Roots, die damals im Fernsehen lief und die Sklaverei in den amerikanischen Südstaaten zum Thema hatte. Schwarze hatten die meisten kaum jemals gesehen und so stellte man sie sich vor wie arme, entrechtete Weiße mit dunklerer Haut… nur vielleicht ein bisschen edler, denn die Fernsehschwarzen waren das ja auch.

boykott3

Diese Bilder und die entsprechende Ideologie stecken offenbar immer noch in den Köpfen und die geradezu kitschige  Heiligenverehrung, die dem jüngst verstorbenen Nelson Mandela von Politik und Medien entgegengebracht wurde, lässt nicht vermuten, dass eine Änderung dieses Bildes geplant oder erwünscht ist.

ANTI, APARTHEID, DEMO, DEMONSTRATION, KUNDGEBUNG, TRANSPARENTE, SBG, UBS, BANK, SCHWEIZERISCHE, BANKGESELLSCHAFT

Inzwischen wird Südafrika und insbesondere die abgeschaffte Apartheid offenbar zumindest manchmal auch im Schulunterricht thematisiert. Hier ist ein von der Universität Bremen im Jahr 2000 veröffentlichtes Lehrprojekt für ungefähr 16-jährige Schüler der 10. Klasse beispielhaft beschrieben. Drei Ausschnitte aus der Aufgabenstellung:

Die Geschichte Südafrikas: Obwohl der Text, was den Umfang und die sprachlichen Anforderungen anbelangt, für viele Schülerinnen und Schüler sehr anspruchsvoll war, lähmte dieser Umstand nicht die Bereitschaft, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Dies lag vermutlich auch an der Tatsache, dass sie die vorformulierten Antworten aus einem Arbeitsblatt ausschneiden und in ein Lösungsblatt hineinkleben konnten.

Apartheid: Diese Station bestand aus einem Text, der aufmerksam gelesen werden musste, und aus drei Fotos zum Thema Apartheid. Die Schülerinnen und Schüler konnten wahlweise eine Rede gegen die Apartheid schreiben oder eine Bildbeschreibung zu einem der Fotos anfertigen.

Wahlen in Südafrika: Mit Hilfe eines Textes, der vielfältige Informationen zum politischen und gesellschaftlichen Leben in der Republik Südafrika enthält, mussten die Jugendlichen ein Kreuzworträtsel lösen. Da die Lösung des Kreuzworträtsels allein aus dem Text hervorging, beschäftigten sich die Gruppen sehr intensiv mit ihm. Auch dieser Text forderte die Schülerinnen und Schüler. Letztlich kamen sie aber alle auf das Lösungswort “Nelson Mandela”.

Auf das Lösungswort wäre ich auch gekommen, ohne den Text zu lesen und das Kreuzworträtsel auszufüllen.

Diese Schüer sind mittlerweile um 30 Jahre alt. Und hiermit schließt sich der Kreis zu den Leserkommentaren.


Weitere Artikel über Südafrika

Der Tod von Johannesburg
Nelson Mandela: Ein weiterer falscher Gott
Mandela: Was die Nachrufe weglassen

 

http://schwertasblog.wordpress.com/2014/05/05/richtigstellung-der-jungeren-sudafrikanischen-geschichte/

Wir brauchen Dich, Großer Bruder!

Dieser Artikel enthält rechtes Gedankengut, das möchte ich gleich vornewegschicken. Keinen Nationalsozialismus, keinen Faschismus, keine Ausländerfeindlichkeit und keinen Antisemitismus, also nichts von dem, was neudeutsch als “Rechts” bezeichnet wird, sondern das, was ursprünglich als Rechts gegolten hat, wirtschaftlicher Liberalismus und Freiheit von staatlicher Gängelung. Da diese politische Richtung in den Zeiten sozialistischer Einheitsparteien nirgendwo mehr vertreten wird, wurde dieser Begriff von linken Propagandisten zweckentfremdet.

Es gibt zwei grundlegend gegensätzliche Philosophien über die Rolle des Staates. Die “linke” Utopie ist der Staat als allumfassender Großer Bruder, der sich überall einmischt und alles regelt. Dies wurde im 20. Jahrhundert mehrmals versucht, in leicht gemäßigter Form im schwedischen “Volksheim”, extremer im Sozialismus sowjetischer Prägung. Der Staat kümmert sich um alles, von der Erziehung der Kinder über die Krankenversorgung bis zur Pflege der Alten. Dem Staat gehören alle Unternehmen (“StaMoKap” = Staatlicher Monopol-Kapitalismus), Arbeiter, Bauern, jeder ist beim Staat angestellt. Der Staat teilt den Menschen die Wohnungen zu, er bestimmt die Kleidermode. Die umfassende Überwachung der Bevölkerung ist nur ein Nebenprodukt, der Große Bruder möchte schließlich alles wissen, was in seinem Volk so geschieht.

Das Gegenteil, das andere Extrem, ist der “Nachtwächter-Staat”, der gerne als der entfesselte Kapitalismus dargestellt wird (“Manchestertum”). In reiner Form wird er bei Homer beschrieben, mit den zahlreichen Kleinkönigen. Ich möchte es als “Patriziat” bezeichnen: der Gutsherr (viel mehr war ein Odysseus nicht, auch wenn er als “König” bezeichnet wird) kümmert sich um alles und sorgt für alle. Einen Staat, der Steuern erhebt, gibt es nicht, nur die persönliche Verpflichtung der Leibeigenen gegenüber ihrem Herrn. Ein guter Herr kümmert sich um die Ausbildung der Kinder auf seinen Ländereien, ein schlechter jagt nur der Damenwelt hinterher und vertilgt die Weinproduktion. Auf dem Nachbargut herrschen andere Sitten und eine andere Rechtsprechung.

Der antike, anarchische und steuerfreie Gutsherren-Staat ist heutzutage nicht mehr möglich. Wir brauchen einen Mindeststaat, der die Ordnung vorgibt, der jedoch nicht zwangsweise überall alles regeln muß. Stellen Sie sich einfach einmal vor, alle Verkehrsregeln sind unverbindliche Kann-Bestimmungen. Parallel dazu herrscht jedoch das Verursacher-Prinzip mit drakonischen Strafen. Sie wollen mit 180 km/h durch die Fußgängerzone brettern? Bitte, tun Sie es! Rote Ampeln empfinden Sie als kleingeistig? Drauf aufs Gas! Wer anhält, ist selbst schuld! Und Sie empfinden sich mit 2,8 Promille Alkohol im Blut noch als fahrtüchtig? Dann los, hier ist Ihr Autoschlüssel! Das ist Liberalismus, nicht der Staat, sondern SIE tragen die Verantwortung. Wenn Sie ein Kind totfahren, ist das auch Ihre Sache, denn dann wird Ihr Kind totgeschlagen. Wenn jemand durch Sie zum Krüppel wird, bekommen Sie alles abgenommen, was Sie besitzen – und werden ebenfalls verkrüppelt. Ja, das ist echte Verantwortung, bei der Sie erleiden, was Sie Anderen antun. Geschwindigkeitsbeschränkungen, Fußgängerzonen, rote Ampeln, Alkohol – Sie sind frei in Ihren Entscheidungen, doch Sie tragen immer die Folgen, in aller Konsequenz.

Wenden wir uns nun der – laut Eigenwerbung – besten Staatsform aller Zeiten zu, der parlamentarischen Demokratie. Lassen wir diese auf dem goldenen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus anfangen, der sozialen Marktwirtschaft. Alle vier Jahre haben wir etwas, das einer friedlichen Revolution nahekommt, die sogenannten Wahlen. Da dürfen die Bürger dieser Demokratie angeblich die Staatsgewalt ausüben, indem sie das ankreuzen, was ihnen die Parteifunktionäre an Listen anbieten, auf denen die Namen von Parteien und ihren Funktionären stehen. Damit die Wähler das Gefühl haben, doch irgendwie mitzubestimmen, kündigen die Parteien an, was sie zu tun gedenken, falls ihnen die Wähler die Macht dazu geben.

Nun ist das mit den Wahlversprechen so eine Sache. Wenn die Königlich-Sächsische Partei (KSP) Ihnen steuerfreie Autosonntage verspricht, kann sie das nur ganz sicher halten, wenn sie die absolute Mehrheit und damit die Regierung stellt. Muß die KSP eine Koalition eingehen, ist sie ihrer Versprechen teilweise ledig, weil ja der Koalitionspartner nicht alles akzeptieren wird. Muß die KSP in die Opposition, kann sie ihre Wahlversprechen einlagern, für die nächsten Wahlen. Und kommt sie erst gar nicht ins Parlament, sind Sie als Wähler selbst schuld, wenn Sie an Autosonntagen weiterhin Steuern zahlen müssen.

Wahlversprechen sind aktiver Stimmenfang, also eine Art der Wählerbestechung. Wie es bei Bestechungen üblich ist, muß der Bestochene etwas davon haben, daß er bestimmte Dinge tut, also sein Kreuzchen in den richtigen Kringel malt. Ein “Wir haben alles richtig gemacht und werden das auch weiterhin tun” reicht leider nicht aus. Folglich sind Demokraten ganz erpicht auf “Gerechtigkeitslücken”. Solche Gerechtigkeitslücken müssen ausgefüllt werden, und zwar durch den Staat! Aktuell ist so eine Gerechtigkeitslücke das “Betreuungsgeld”. Dabei haben schon vor Jahrmilliarden die ersten Einzeller ihre Nachkommen ohne Betreuungsgeld großgezogen, selbst die dokumentierten Jahrtausende der Menschheitsgeschichte wurden ohne Betreuungsgeld durchlaufen. Die Menschheit ist trotzdem nicht ausgestorben.

Neben der Wählerbestechung bieten die Gerechtigkeitslücken noch andere Vorteile: Sie helfen, den Staatsapparat aufzublähen, was die persönliche Machtausübung der immer wichtiger werdenden Damen und Herren Minister erlaubt. Dank der Gerechtigkeitslücken wird jeder Staatsbürger animiert, sein Heil bei den Politikern zu suchen, sich also den Damen und Herren Abgeordneten untertänigst zu nähern, wenn er bei sich eine Gerechtigkeitslücke entdeckt. Und sie geben den Politikern den Nimbus des Machers, das Etikett: “Die tun was!”

Um die ganzen Gerechtigkeitslücken zu füllen, braucht der Staat natürlich Geld. Viel Geld! Unmengen von Geld! Dieses Geld nimmt er seinen Bürgern ab. Stellen Sie sich vor, Sie hätten 100 Euro für Ihren Wocheneinkauf. Jetzt komme ich, der Große Bruder, und nehme Ihnen das Geld ab, mit dem Versprechen, Ihre Einkäufe zu erledigen und Ihnen alles nach Hause zu bringen. Ist doch nett von mir, oder? Aber hey, ich muß ja auch von etwas leben. Für meine großartigen Dienste nehme ich bescheidene 20 Euro, das heißt, bei Ihnen kommen nur Lebensmittel im Wert von 80 Euro an, aber die eben ganz bequem nach Hause geliefert. Ja wie, Sie mögen keine Schinkenschnitzel? Und statt Porree wären Ihnen Karotten lieber gewesen? Hören Sie auf zu meckern, da könnte ja jeder kommen! Laut staatlichem Einkaufsplan gibt es diese Woche Schinkenschnitzel und Porree, basta!

Trotzt der hohen Steuerbelastung kommen Demokraten nie mit dem Geld aus. Für “Investitionen” werden Schulden aufgenommen, die in der fernen Zukunft reichen Profit abwerfen werden und sich so praktisch von selbst zurückzahlen. Nur, leider, wird diese ferne Zukunft nie erreicht, und wenn ich nicht mehr im Amt bin, sind mir diese Schulden sowieso egal, die sind jetzt PAL, ein Problem anderer Leute, sie gehören den Volltrotteln meiner Nachfolgeregierung.

Im Gegensatz dazu gehen rechte Diktaturen eher sparsam mit dem Geld ihrer unterdrückten Bevölkerung um. Abgesehen von afrikanischen Kleptokraten mit westlicher Vorbildung, die von ihren demokratischen Kolonialherren die Verschwendungssucht übernommen haben, natürlich. Rechte Diktatoren bekommen nirgendwo Kredit, sie müssen ihre Waffenkäufe bar bezahlen. Dafür lassen sie den Unternehmern im Land größere Freiheiten, und in mancherlei Hinsicht sind sogar die Bürger in Diktaturen freier als in Demokratien. Das lesen Sie natürlich nicht in der Demokraten-Presse, denn schließlich ist, laut Eigenwerbung, die parlamentarische Demokratie die beste aller Staatsformen.

Wenn Sie nun glauben, Sie hätten in einer Demokratie großartige Rechte, während Sie in einer Diktatur jeglicher freier Meinungsäußerung beraubt sind, dann schlagen Sie doch mal im StGB nach:

§90 “Verunglimpfung des Bundespräsidenten”,

§90a “Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole”,

90b “Verfassungsfeindliche Verunglimpfung von Verfassungsorganen”,

§86a “Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen”

oder

§130 “Volksverhetzung”.

Wobei besonders nett §129 “Bildung krimineller Vereinigungen” ist, bei dem in Absatz 2 steht:

Absatz 1 ist nicht anzuwenden, … wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat.

Das ist nicht Franco oder Mussolini, das ist BRD, parlamentarische Demokratie. Die Gesetze zur Unterdrückung und Entrechtung sind allesamt vorhanden, die Sklaverei wird uns als Freiheit verkauft.

Wann immer der Staat von Ihnen verlangt, eine Aufgabe an ihn abzutreten, dann stellen Sie sich einfach vor, daß der übelste Politiker diese Aufgabe für Sie persönlich erledigt. In der Kindertagesstätte arbeitet nicht Mutter Theresa, sondern Daniel Cohn-Bendit (googeln Sie selbst, wenn Sie nicht wissen, warum ich den an dieser Stelle nenne). Um die schulische Ausbildung auf der tollen Gesamtschule kümmern sich Geistesheroen wie Claudia Roth, Jürgen Trittin oder Hans Eichel. Ihre medizinische Betreuung übernehmen Ulla Schmidt und Philipp Rösler, um Ihr Spargeld kümmern sich Theo Waigel und Peer Steinbrück. Wollen Sie in einem Omnibus sitzen, der von Peter Ramsauer gesteuert wird? Glauben Sie, Otto von Bismarck hätte auch nur einen einzigen von Merkels Ministern in seinem Kabinett geduldet?

“Links” ist staatliche Gewalt, Dirigismus, Gängelung. “Links” sind Stasi-Spitzel, Denunziantentum und Leibwächter, die das kostbare Leben unserer geliebten Demokraten vor der Zuneigung der Wähler schützen. “Rechts” ist Freiheit, Eigeninitiative, Selbstverantwortung. “Rechts” ist der Staat schwach, die Bürger sind stark.

Wie weit “Rechts” wollen wir sein? Ich traue mir zu, Kinder bis zur zehnten Klasse in allen Fächern selbst zu unterrichten, außer Sport, da müßte ich einen Verein beauftragen. Nicht aus dem Stegreif, einige Bücher und einen Lehrplan bräuchte ich, aber es wäre möglich. Damit hätte ich die Kinder vor den Bildungsideologen geschützt. Und ich könnte diesen Dienst für die Nachbarn erbringen. Aber halt, ich könnte ja ein verkappter Kinderschänder sein. Und nur, weil ich es mir selbst zutraue, muß das noch lange nicht heißen, daß ich es wirklich kann. Ein bißchen Aufsicht täte ganz gut, oder?

Friedrich der Große hat altgediente Feldwebel als Schullehrer eingesetzt, die ein bißchen Lesen und Schreiben, aber vor allem Brüllen konnten. Erfahrene Männer, die den Umgang mit Waffen gewohnt waren und auf diversen Schlachtfeldern allerlei Grausamkeiten erlebt hatten. Zweitverwendung statt Pension, denn der gute Friedrich war eher Diktator als Demokrat, folglich hat er sparsam gewirtschaftet. Wen wollen Sie als Lehrer? Feldwebel Schleifstein oder mich?

Es ist verlockend, möglichst viele Aufgaben dem Staat zu übertragen. Der Preis dafür sind Steuern. Der preußische Provinzadel zahlte keine Steuern, dafür stellte er dem König ein Regiment, das der Adelsherr selbst in die Schlacht führte, wenn es der König befahl. Somit hat alles seinen Preis, den wir bezahlen müssen, ob nun eine Dienstleistung staatlich oder privat erfolgt.

Wir brauchen den Großen Bruder, aber wir brauchen ihn nicht umfassend und überall. Vor allem brauchen wir ihn nicht als ständig wachsender Staatskrake, durch die weltfremde Politiker, deren Karriere über Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal gelaufen ist, uns das richtige Handeln vorgeben.

“Was Du nicht willst, daß man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu!”

– das ist der Kantsche Kategorische Imperativ, klar und schon für Schulkinder verständlich. Wenn wir uns darauf besännen, könnten wir große Teile unserer Straf- und sonstigen Gesetze ins Feuer werfen. Pardon, natürlich ins Altpapier, wir wollen schließlich politisch korrekt bleiben.

Jeder soll in meinem Staat nach seiner Fasson selig werden – das hat kein Demokrat je gesagt, das war Friedrich der Große. Nach seiner eigenen Fasson, nicht nach der sozialistischen Einheits-Fasson, die uns heute aufgenötigt wird. Das heißt Toleranz, Mitmenschlichkeit. Mein Mitmensch darf sich fünfmal am Tag Richtung Mekka verneigen, dafür hat er zu dulden, wenn im Klassenzimmer ein Kreuz hängt. Mein Mitmensch darf sich seltsamen Essensgebräuchen unterwerfen, sich Löckchen wachsen lassen, eine Kippa aufsetzen und auf hebräisch beten. Dafür hat er verdammt noch mal zu dulden, wenn ich Israel für einen aggressiven Staat halte, der ständig andere Länder bedroht.

Wer multikulturell feiern will, darf das gerne tun, aber wenn jeder Dorfschulze damit ein “Zeichen gegen Rechts” setzen will, dann ist auch das Amtsmißbrauch und Volksverhetzung. Der Parteifunktionär Volker Müller darf auf Wahlkundgebungen gegen alle politischen Gegner schwadronieren, was das Zeug hält, der Innenminister Volker Müller darf allerdings nicht seine Amtsgewalt mißbrauchen, um eine bestimmte Partei zu verfolgen und gar zu verbieten, nur weil diese andere Ansichten vertritt als seine eigene Partei.

Ich bin ich, und ich allein will bestimmen, wie ich lebe, was ich sage und denke. Solange ich meinen Nachbarn damit nicht beeinträchtige, ist das allein meine Angelegenheit. Wer das, was ich schreibe, nicht mag, darf angewidert den Kopf schütteln und meine Internetpräsenz künftig meiden. Ich lese auch nicht die Seiten von linksgrünen Ideologen. Es ist ganz einfach.

In Großbritannien gibt es keinen Straftatbestand der Beleidigung, folglich ist da auch niemand beleidigt. Nun sind die Briten keine besseren Menschen als wir, die beschimpfen sich genauso. Früher war das einfach: Die Unterschicht prügelte sich und die Oberschicht forderte sich zum Duell. Ihnen gefallen meine Ansichten nicht? Schön, leichte Säbel, schwere Säbel oder Pistolen? Ach so, so arg mißfallen Ihnen meine Ansichten auch wieder nicht… Aber vor den Kadi wären Sie gezogen, ja? Am besten per anonymer Anzeige, damit entgehen Sie jeglicher persönlicher Gefahr.

Ich möchte nicht in die Odysseus-Welt des Patriziats zurückkehren. Es gibt übrigens eine moderne Version davon, in Filmen wie “Robocop” oder “Rollerball”. Dort beherrschen Konzerne die Welt in einer Alptraumphantasie des Karl Marxschen Monopolkapitalismus. Das ist nicht mehr Liberalität, das ist Feudalismus, allerdings jener der üblen Sorte, in welcher der Feudalherr seine Seite des gesellschaftlichen Vertrags nicht erfüllt, der ihm den Schutz und die Fürsorge für seine Untergebenen auferlegt.

Ohne den Großen Bruder, ohne den Staat kommen wir nicht aus. Wir haben ein paar ganz klare Forderungen an den Staat, für deren Erfüllung wir bereit sind, unser Steuergeld hinzugeben. Der Staat soll für innere und äußere Sicherheit sorgen, für Bildung und gleiche Chancen, sowie für Gerechtigkeit. Wobei diese letzte Forderung schon wieder die Gefahr der Gerechtigkeitslücke eröffnet. Ansonsten soll der Staat so viele Freiheiten wie nur möglich eröffnen.

Als erstes müssen wir den Staat vor den Demokraten schützen. Es darf keine Wahlgeschenke geben, die in ferner Zukunft von unseren Enkeln bezahlt werden müssen. Wir müssen also auf ein paar Annehmlichkeiten der Parteiendemokratie verzichten, insbesondere auf korrupte Parteifunktionäre, die den Staat als Selbstbedienungsladen für ihr eigenes Fortkommen betrachten. Damit verzichten wir darauf, Lehrer, die in der Schule unfähig waren, Kindern das kleine Einmaleins beizubringen, dank ihres Parteibuchs als Finanzminister wiederzutreffen.

Die Demokraten bekommen ihre Wahlen, sie dürfen sogar Gesetze beschließen, aber nicht regieren. Selbst das schönste Parteibuch verhilft keinem Beamten mehr zur Beförderung, die erfolgt nur noch nach Leistung und Verdienst. Der Monarch an der Spitze des Staates, sei er nun auf Lebenszeit gewählt, aus einer Erbdynastie geboren oder vom Militär dorthin gesetzt worden, darf repräsentieren, aber nicht selbst regieren. Dafür setzt er eine Regierung ein, ob nun allein oder durch einen Kronrat, sei dahingestellt. Sogar ein Gremium von “Kurfürsten” wäre denkbar. Der Regent, der in Deutschland den Titel Reichskanzler trägt, stellt sein Kabinett zusammen. Er darf regieren, über seinen Haushalt bestimmt jedoch das Parlament. Gesetze muß er dem Parlament vorlegen, und nur dieses Parlament entscheidet, ob sie in Kraft treten.

Die Justiz ist unabhängig, auf den Monarchen eingeschworen, doch selbstorganisierend. Staatsanwälte und Richter sind streng getrennt, wer als Staatsanwalt angefangen hat, kann niemals Richter werden und umgekehrt, zumindest nicht im gleichen Bundesland. Über eine Beförderung und das berufliche Vorankommen bestimmt kein Justizministerium, sondern entweder die Richter selbst oder direkt das Volk. Das alles habe ich schon öfter geschrieben, es steht so unter “Gewaltenteilung” im Lehrbuch. Die vermischte Demokratie, bei der Parteienfilz alle drei Gewalten durchwuchert, wird nirgendwo beschrieben. Diese Entartungsform entwickelt sich von ganz allein, wenn man Parteifunktionäre ungestört ihre Macht ausbauen läßt.

Welche Aufgaben soll der Staat übernehmen? Die klassische Aufgabe ist die Herausgabe des Geldes. Dieses dient als Tauschmittel, als Schatzmittel und als Mittel, die Steuern des Staates zu bezahlen. Dieses Recht darf der Staat nicht an private Institute vergeben, denn wie ein Herr Rothschild schon sagte:

Wenn ich die Währung kontrolliere, ist es egal, wer die Gesetze macht.

Die USA haben 1913 ihre Währung einem privaten Bankenkonsortium übergeben. Seitdem brauchte der Dollar zwei Weltkriege, um seine Kaufkraft zu erhalten. Da inzwischen nichts mehr zu holen ist, verfällt der Dollar rapide. Über das Gold gerechnet, ist ein Dollar von 1913 heute 80 Dollar wert. Derart schnell waren nicht einmal die römischen Kaiser mit ihrer Münzverschlechterung.

Ja, wir wissen, wie stabiles Geld aussieht. Wir haben das in den letzten 5.000 Jahren oft genug erlebt: Es sind vorzugsweise kleine runde Scheiben aus Gold und Silber. Der römische Aureus, der byzantinische Solidus, der österreichische Maria-Theresia-Taler – in diese Münzen hatte man weltweit Vertrauen. Es ist dabei egal, ob das Metall als Münzen umläuft oder als Barren im Zentralbanktresor hinterlegt ist, solange es nur unverfälscht vorhanden ist. Der Staat darf soviel Papier drucken, wie er Metall gebunkert hat, aber keine müde Mark mehr. Der Handel zwischen den Nationen wird als Tauschhandel durchgeführt, um Handelsbilanz-Ungleichheiten zu vermeiden. Außerdem fließt so keinerlei Edelmetall für Importe ab.

Der Staat stellt Militär und Polizei, doch seine Gesetze sind magnanimous und permissiv. Letzteres bedeutet, daß alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten wurde. Liberal bedeutet, daß nur das geregelt wird, was unbedingt einer Regelung bedarf. Die heutigen Gesetze sind kontrollierend und repressiv, also regelwütig und immer öfter werden sie so ausgelegt, daß nur das straffrei bleibt, was explizit erlaubt ist. Das Ergebnis sind die beliebten Nachbarschaftsstreitigkeiten, bei denen jahrelang prozessiert wird, weil die Mülltonne des Nachbarn zehn Zentimeter zu weit vorne steht. Der gesunde Menschenverstand wird ausgeschaltet, denn Recht muß ja Recht bleiben, oder?

Der Staat regelt immer noch das Schulwesen. Während eine Parteiendemokratie keinen Wert auf gut ausgebildete und mündige Bürger legt, weil diese schwerer durch die Rattenfänger der Volldemokraten zu lenken sind, benötigt eine Monarchie gerade diese Bürger. Die Schulen sind folglich nicht auf maximale Gleichmacherei, ideologische Indoktrination und Kuschelpädagogik ausgelegt, sondern auf Fordern und Fördern, auf Leistungsbereitschaft und Wissensvermittlung. Linksgrüne Kampfemanzen, die Jungs am liebsten zu Schwulen umerziehen, sind leider in diesem Staat für den Schuldienst ungeeignet.

Ohne Verwaltung kommt kein Staat aus, doch eine Verwaltung darf nicht zum Selbstzweck werden. Wir können jederzeit eine weitere Behörde in Verwaltungsakten einbinden, so entstehen die großartigen Situationen, in denen das Gesundheitsamt unbedingt glatte Fließen vorschreibt und die Berufsgenossenschaft auf geriffelten Fließen besteht. Eine Behörde, die zehn Mann beschäftigt, kann jederzeit auf hundert Mitarbeiter aufgebläht werden, ohne an Leistungsfähigkeit zu gewinnen. Umgekehrt lassen sich große Behörden ganz brutal abspecken. Wenn zwei Drittel der Bediensteten abgezogen werden, wird nur noch das erledigt, was unbedingt nötig ist. Der Behördenleiter muß zeigen, daß er sein Gehalt wert ist, nicht dadurch, daß er die Zahl seiner Untergebenen vermehrt, sondern dadurch, daß er die Arbeit vernünftig organisiert.

Was passiert mit den großen Sozialgerichten, an denen 200 Richter Monat für Monat 2.000 Klagen bearbeiten? Welche Klagen, bitteschön? Der sozial-industrielle Komplex wird radikal abgebaut. Es gibt Arbeit, kein Hartz IV – und damit auch keine Klagen mehr. Fürsorge für zugewanderte Ausländer ist keine Aufgabe des deutschen Staates. Dolmetscher für Antragsteller, die des Deutschen nicht mächtig sind, ist keine Aufgabe des deutschen Staates. Kindergeld für Ausländer ist keine Aufgabe des deutschen Staates. Nachzug ausländischer Ehepartner ist keine Aufgabe des deutschen Staates.

Die angemessene Behandlung straffällig gewordener Ausländer ist hingegen eine Aufgabe des deutschen Staates. Diese Mitbürger dürfen sogar wählen, ob sie ihre Strafe im Ursprungsland verbüßen wollen oder in einem deutschen Arbeitslager. Diese Lager werden auf Deutsch geführt, und die einzige Vergünstigung der Insassen ist Deutschunterricht. Bei guter Führung bekommen die Sträflinge eine Ausbildung, die sie nach ihrer Abschiebung ins Heimatland nutzen können.

Denken Sie an das Beispiel mit den Verkehrsregeln. Der Staat erlaubt sehr viel, doch wer Anderen schadet, muß mit drakonischen Strafen rechnen. Verkaufen Sie ruhig Gammelfleisch, Ihre Firma wird nicht mehr so oft kontrolliert wie heute. Wenn Sie jedoch erwischt werden, dann kracht es richtig. Den “Tango Korrupti” dürfen Sie vergessen, wenn Sie Andere schädigen, ist dieser neue Staat gnadenlos. Da nützt Ihnen selbst der teuerste Anwalt nichts mehr.

Der Staat gibt Ihnen alle Chancen. Sie dürfen ruhig an Amerika denken, der Staat läßt Ihnen die wirtschaftliche Freiheit. Sie dürfen in einer Garage anfangen, Sie dürfen Ihre Weihnachtsplätzchen ohne Gesellen- oder Meisterbrief verkaufen – auf eigene Verantwortung. Wenn sie schmecken und hygienisch einwandfrei sind, kann daraus eine Weltfirma werden. Das Arbeitsamt – eine echte Behörde – wird Sie nicht mehr zu unsinnigen Umschulungen und Fortbildungen schicken. Es wird Sie auch nicht dazu zwingen, massenhaft Bewerbungen auf Stellen abzuschicken, die Sie ohnehin nicht bekommen werden. Dafür wird die Behörde Sie schnell und effektiv vermitteln. Und dann heißt es arbeiten, richtig arbeiten. Eine soziale Hängematte gibt es nicht mehr, allerhöchstens einen Reichsarbeitsdienst, bei dem die hoffnungslosen Fälle beschäftigt werden. Diese staatliche Stelle vermittelt auch Leiharbeiter, allerdings mit der Maßgabe, diese nach einem halben Jahr fest anzustellen.

Der rechte Staat gewährt Freiheiten, doch in dieser Freiheit sind Sie für sich selbst verantwortlich. Ist Ihnen das Ihre Freiheit wert?

Michael Winkler

 

 

http://www.nonkonformist.net/6556/michael-winkler-wir-brauchen-dich-groser-bruder/

Der unwürdige Kniefall vor Israel

Bundespräsident Gauck führt seine erste Auslandsreise außerhalb der EU nach Israel durch und tritt dabei das eigene Grundgesetz mit Füßen.

Im Artikel 3 (3) des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es unmissverständlich:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden…“

Man kann diesen Artikel des eigenen Grundgesetzes gegenüber der zionismushörigen Politikerkaste gar nicht oft genug wiederholen. Denn immer, wenn der Zionismus ins Spiel kommt, werden sämtliche eigene Maßstäbe nicht nur vergessen, sondern geradezu negiert.

Die Beurteilung der Reise Gaucks zum zionistischen Besatzungsregime soll nicht anhand von Medienberichten und -analysen beurteilt werden, sondern anhand der offiziellen Rede, die der Bundespräsident beim Empfang gehalten hat und die auf der Internetseite des Bundespräsidenten wiedergegeben ist. Er beginnt mit den Worten:

„Dies ist ein ergreifender Moment für mich: Sieben Jahrzehnte nach dem am jüdischen Volk begangenen Menschheitsverbrechen der Schoah komme ich als höchster Vertreter der Bundesrepublik Deutschland zu Ihnen.“

Bereits in diesen einleitenden Worten gibt es historische Unwahrheiten und die Diskriminierung von über 25% der Bevölkerung Israelis! Wohin ist Gauck gereist?

Ist er in den heutigen von Deutschland anerkannten Staat Israel mit seiner gesamten Bevölkerung gereist (darunter weit über 25% Nichtjuden), dann ist er nicht nur zu Juden gereist, sondern auch zu Nichtjuden und seine Ansprache wäre eine Diskriminierung. Oder wollte er zu Juden reisen?

Dann hätte er auch in die USA reisen können, denn dort leben fast genauso viele Juden und zudem wäre dann ein Staatsbesuch unangebracht, denn ein Staat kann nur dann ein menschenwürdiger Staat sein, wenn er der Staat aller seiner Bürger ist und nicht über 25% der Menschen diskriminiert. Zudem wurden die Juden in Deutschland verfolgt, als es Israel noch nicht gab, und heute gibt es in Israel (wie in der ganzen Welt) kaum noch Juden, die damals gelebt haben. Gauck aber sagt klipp und klar: Ich komme zu Ihnen (den Juden)! Damit tritt er sein eigenes Grundgesetz mit Füßen. Das liegt nicht daran, dass Gauck – oder andere – das eigene Grundgesetz nicht kennen würden. Es liegt daran, dass die Konstruktion des Staates Israel schlicht und einfach rassistisch und damit unmenschlich ist.

Weiter heißt es in der Rede:

„Unsere beiden Länder haben nach Schoah und Krieg gemeinsam Historisches geschaffen: nicht für möglich gehaltene Versöhnung und Verständigung. Das wurde Wirklichkeit, weil Israel Deutschland Vertrauen geschenkt hat…“

Wieder macht der Bundespräsident unmissverständlich deutlich, dass er Israel als exklusiven Staat der Juden betrachtet und diskriminiert damit alle Nichtjuden im Land, darunter auch die israelischen Christen, eine äußerst pikante Vorgehensweise für einen Menschen, der seinen Amtseid ganz bewusst mit dem Gottesbezug geleistet hat und dem man zumindest ein gewisses christliches Grundwissen attestieren sollte aufgrund seiner Biographie.

Dann äußert der Bundespräsident seine angebliche Sorge:

„Was mich mit großer Sorge erfüllt, ist das iranische Nuklearprogramm. Es stellt angesichts der Äußerungen der iranischen Staatsführung nicht nur eine konkrete Gefahr für Israel, sondern auch für die Region und auch für uns in Europa eine potenzielle Bedrohung dar.“

Spätestens an dieser Stelle dient der Bundespräsident nicht mehr deutschen Interessen, sondern seine imperialistisch-kapitalistischen Interessen, die von den USA und Israel angeführt werden.

Ein Bundespräsident, der gleich bei der Eröffnungsrede eine solch einseitige Propaganda der Zionisten herausposaunt – wobei selbst einige zionistische Köpfe diese Sorge nicht teilen – missachtet seinen eigenen Amtseid. Der Bundespräsident ist besorgt über das iranische Atomprogramm, aber er hat keinerlei Sorgen über eine Mauer und über ein halbes Jahrhundert Besatzung und Unterdrückung der eigenen Glaubensgeschwister.

Welch ein unwürdiger Kniefall vor dem Unrecht!? Und die 200 Atomraketen, in deren Nähe er sich befindet und die keinerlei Kontrolle in dieser Welt unterliegen, bereiten dem Bundespräsidenten auch keine Sorge.

Der Bundespräsident behauptet sehr unverschämt:

„Deutschland und Israel sind enger als je zuvor verbunden: durch gemeinsame Werte…“

Die Werte Deutschlands werden nicht willkürlich von einem Bundespräsidenten festgelegt, sondern sind im Grundgesetz verankert. Deutschland hat den Wert, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Israel hat den Wert, dass jeder Jude irgendwo in der Welt mehr Rechte in Israel hat, als die einheimischen Christen und Muslime! Was ist daran gemeinsam?

Ganz nebenbei kommt der Bundespräsident – er mag es vergessen haben – als Vertreter der deutschen Bevölkerung, nicht als Vertreter einer in eine Parallelgesellschaft verschanzten Kaste von Politikern und Hofjournalisten. 70 Prozent der Deutschen werfen Israel vor, seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Völker zu verfolgen, und 59 Prozent halten die israelische Politik für aggressiv. Die Mehrheit der Deutschen betrachtet Israel als eine ernsthafte Bedrohung für den Weltfrieden. Und der amtierende israelische Außenminister ist weltweit als übler Rassist verschrien. All das aber lässt Gauck beiseite und lächelt die Besatzer freundlich an, im Namen der Deutschen.

Bei solch einem Auftritt schämen sich sehr viele Deutsche, dass ihr Land so schwach vertreten wird. Die zionistisch geprägten Medien versuchen dass stets zu vertuschen. Aber es gelingt ihnen immer weniger. Tatsächlich ist der oberste Vertreter Deutschlands als Gefangener nach Israel gereist. Er kommt aus einem Land, das keine Atomenergie mehr möchte und dennoch nicht einmal in der Lage ist, darüber mitzubestimmen, dass keine Atomwaffen auf dem eigenen Boden gelagert werden. Die eigene deutsche Bevölkerung hat diesbezüglich nichts zu sagen!

Und er reist in einen Staat, der zu den Staaten mit den meisten Atomwaffen gehört und diese von niemandem kontrollieren lassen will. Er kommt von einer Bevölkerung, die keine Atomwaffen möchte zu einer Bevölkerung, die eine atombewaffnete Besatzungsmacht stützt. Er kommt von einem Staat, der seine Grenzen seit über einem halben Jahrhundert in Frieden gewahrt hat in einen Staat, der seit über einem halben Jahrhundert durch regelmäßige kriegerische Auseinandersetzungen das Staatsgebiet erweitert. Er kommt von einem Staat, der zwar seiner Bevölkerung keine selbstbestimmte Verfassung zubilligt aber immerhin über ein Grundgesetz mit Grundrechten verfügt, in einen Staats, der keine Staatsgrenzen angibt und keine Verfassung kennt.

Er kommt von einer Bevölkerung, die den Wahnsinn der “Reinrassigkeit“ zumindest mehrheitlich überwunden hat in einen Staat, in dem die “Reinrassigkeit“ Staatsdoktrin ist. Und er kommt als jemand, der behauptet, zumindest von Jesu Lehre schon einmal gehört zu haben in die Region, in der Jesus gelebt hat und heute seine Anhänger unterdrückt werden.

Der Bundespräsident glaubt, mit solch einer Reise dem Frieden zu dienen. Tatsächlich dient er der Aufrechterhaltung der Unterdrückung, Besatzung und Vertreibung. Und eines Tages wird ihn seine eigene Seele dafür zur Verantwortung ziehen und sich selbst anklagen.

Gottes Friede sei mit denen, die sich auf die Seite der Verfolgten, der Unterdrückten, der Besetzten und der Armen stellen und nicht auf die Seite der Unterdrücker und Besatzer.

Dr. Yavuz Özoguz (Wissenschaftlicher Leiter der Enzyklopädie des Islam – eslam.de) Schilfweg 53 D-27751 Delmenhorst e-Mail: yavuz@muslim-markt.de

 

http://german.irib.ir/analysen/kommentare/item/206867-der-unwuerdige-kniefall-vor-israel