Google beklagt Zunahme staatlicher Löschanfragen

Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2011 hat Suchmaschinenriese Google
weltweit 1028 staatliche Anfragen zum Löschen von Netzinhalten bekommen.
Das geht aus dem aktuellen „Transparency Report“ des Unternehmens hervor.
Im ersten Halbjahr 2011 waren es noch 907. In einem Blogbeitrag vom Montag
bezeichnete Google-Mitarbeiterin Dorothy Chou die Zahlen als „alarmierend“.
Insbesondere dass wiederholt aus westlichen Demokratien Anfragen gegen
politische Äußerungen gekommen seien, wertete sie als bedenklich.

Insgesamt hat Google laut dem Transparenzbericht 467 Gerichtsanträge für Löschungen
bekommen – 100 mehr als im vorigen Jahr. Davon seien knapp 7000 Inhalte betroffen
gewesen, wobei Google in ungefähr 65 Prozent der Fälle der
jeweiligen Anfrage gefolgt sei. Von Polizei und anderen Verwaltungsbehörden
kamen 561 Anfragen für fast 5000 Inhalte – hier willigte die
Suchmaschine in 47 Prozent der Gesuche ein.

Aus Deutschland erhielt Google in den sechs Monaten 103 Anträge von
Gerichten und Behörden. Mehr als 1700 Inhalte seien bemängelt worden, darunter
mehrere Webseiten, die nicht dem deutschen Jugendschutzgesetz entsprächen.
Dabei ging es beispielsweise um Pornografie, extreme Gewalt oder den Verkauf
von Nazi-Memorabilia. Einige der rund 70 beanstandeten YouTube-Videos sperrte
Google für Nutzer in Deutschland.
Rund drei Viertel der deutschen Aufforderungen (77 Prozent) folgte das Unternehmen.

 

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Heise Online