Bewaffnung polizeilicher Drohnen schreitet voran

Neues zum EU-Forschungsprojekt AEROCEPTOR

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Im Projekt AEROCEPTOR finanziert die EU-Kommission Forschungen zur Nutzung
einer Helikopterdrohne (“Vertical Takeoff and Landing”, VTOL) zum Einsatz
gegen “nicht kooperierende Fahrzeuge”.

Gemeint sind Boote oder Kraftfahrzeuge. Ausgerüstet würde die Drohne mit sogenannten “Wirkmitteln”:

Sie könnte Netze abwerfen, in denen sich Räder von Fahrzeugen oder Propeller von Booten verwickeln.

Die Rede ist auch von einem “Spezial-Polymerschaumstoff”, der auf der Windschutzscheibe verhärtet
und FahrzeuglenkerInnen zum Halten zwingt. Sofern dies nicht weiterhilft, könnten die Fahrzeuge
mit “Durchstechen der Reifen” angehalten werden. Auch eine Störung der Bordelektronik sei denkbar.

Allerdings bleibt offen, mit welcher Technik denn die Fahrzeuge gestoppt werden sollen.

Möglich wären Störsender (“Jammer”), die alle elektrischen Felder in der Umgebung beeinflussen
und damit die Bordelektronik der Fahrzeuge lahmlegen. Technisch umsetzbar ist aber auch die
komplette Übernahme der Bordelektronik, indem sich die Polizisten über im Fahrzeug verbaute
SIM-Karten die Kontrolle verschaffen und den Motor lahmlegen.

Das Akronym AEROCEPTOR kann als “Unterbrechung aus der Luft” interpretiert werden.

Als Adressat wird der Kampf gegen “organisierte Kriminalität” angeführt. Dabei geht
es wohl um Fahrzeuge, in denen unerwünschte Migranten oder Drogen geschmuggelt würden.

Laut der Projektbeschreibung seien derartige Maßnahmen immer mehr erforderlich.

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