Betrachtungen zum Thema Syrien und Iran ..

Das Getöse der Propagandamaschinerie hat „Hand und Fuß“

Als halbwegs intelligenter Mensch braucht man sich nur einmal eine
Landkarte zur Hand zu nehmen. Sofort wird einem klar das mit dem Fall
Syriens gleich mehrere Interessen unserer Freunde USA, Türkei, Israel
und arabische Wahabiten-Monarchien, bedient werden.

Nehmen wir doch gleich mal die USA. Eigentlich pleite bis auf die
Unterhosen, versucht man natürlich bis zur letzten Minute einen auf
dicke Hose zu machen. Wenn Syrien fällt dann fällt auch der russische
Flottenstützpunkt und überhaupt die russische Präsenz im Nahen Osten.
der Iran wäre eines seiner wichtigsten Verbündeten beraubt und steht
noch einsamer als bisher. Ausserdem könnte man dann den Iran mit der
gleichen Strategie wie Libyen und Syrien erobern. Und das Beste, das
kostet nur einen Bruchteil eines heißen Kriegees. Wenn Syrien und
Iran an den „Westen“ gefallen sind, hat man Russland und China von
weiteren Rohstoffquellen und Marktzugängen abgedrängt.
(Wie man ja in Libyen bestens sehen konnte. Nach dem dortigen Sieg der
Menschenfreunde sind ja China und Russland erstmal aus allen
Verträgen rausgeflogen.) Russland und China stehen aber auch noch
auf der Liste der zu „erobernden“ Länder.

Immer schön Schritt für Schritt.

Dann wäre da noch Israel. Die haben natürlich eine Heidenangst das
ausser Ihnen noch jemand im nahen Osten Atomwaffen haben könnte.
Dann wäre die schöne Erpressungspolitik der letzten Jahrzehnte nicht
mehr möglich. Also wird man den Iran als prinzipiell zu A-Waffen Besitz
fähigen Kontrahenten, aufs Korn nehmen. Der Irak als potentieller
A-Waffen Besitzer wurde ja schon vom amerikanischen Freund
eliminiert. Der Iran wiederum versucht Israel auf Abstand zu halten
indem er die Hisbollah im Libanon unterstützt, welche sozusagen als
Messer an der Kehle fungiert. Die Hisbolla wird aber nun von Syrien
aus, durch den Iran versorgt. Fällt Syrien, trocknet die Hisbollah aus.

Der israelische Hinterhof, Libanon, wäre wieder voll begehbar und
Iran könnte nicht mehr, mittels aus dem Libanon durch die Hisbollah
abgefeuerter Raketen, sein Bedrohungspotential gegen das israelische
A-Waffen Bedrohunspotential stellen.

Nun die Türkei. Ein Staat, der Angst hat das sich 18% seiner
Bevolkerung, also fast ein Fünftel, mit seinen Brüdern im Iran,
Irak und Syrien vereinigt und dann einen eigenen Nationalstaat fordert.
Die Rede ist von den Kurden. Ein kurdischer Nationalstaat würde das
Zuhause für ca. 27 Millionen Kurden bedeuten. Das will man in der
Türkei aber um jeden Preis verhindern! Somit ist der türkischen
Regierung alles Recht was die Kurden schwächt.

Und zu guter letzt wären da noch unsere sunnitischen Hardliner in den
arabischen Emiraten und im saudischen Königshaus. Für die sind
Schiiten sozusagen abgefallene Ungläubige, noch schlimmer als Giaur
(was wir sind) und im Islam gibt es für das abfallen vom Glauben nur
eine Strafe. Tod in allen erdenklichen Formen und Arten. Desgleichen
gilt für Alewiten und Drusen und Jesiden und Zoroastrier, die bisher
im Iran und Syrien Zuflucht fanden. Die springen alle über die Klinge
wenn die sunnitischen Wahabiten in Syrien und später im Iran, sollte
der auch besiegt werden, an die Macht kommen.

So und jetzt sehen wir, wer hier von was einen Nutzen hat. Da ist
Assad, der sicherlich auch an seinem Posten hängt, das allerkleinste
Licht. Auf jeden Fall hat er, selber einer Minderheit angehörend,
alle anderen Minderheiten in seinem Staat in Ruhe leben lassen. Was
von den wahabitischen Mordbrennern wohl nicht zu erwarten sein wird.

Warum setzen sich die großen Freunde der Demokratie und Freiheit
nicht dafür ein daß das große Volk der Kurden endlich seinen eigenen
Staat erhält? Ist es doch, wie andere bedauernswerte Ethnien, vom
ehemaligen britischen Kolonialherren nur deswegen zerstückelt und auf
mehrere Staaten aufgeteilt worden, weil man sich so immer wieder ein
Hintertürchen für ein Eingreifen in die jeweilige Region offenhalten wollte.

Aber keine Angst, es geht NIE um die einfachen Menschen!
Es geht nur um Profite, Einflußbereiche und Macht.

Quelle : Telepolis