Trinkwasser – Unser Lebenssaft in Gefahr? – Erich Meidert

 

Neue Horizonte

Am 01.07.2019 veröffentlicht

Der Zeitgeist verändert sich momentan rapide:
Vieles wird hinterfragt, kaum etwas wird unkommentiert übernommen.
Beim Thema Trinkwasser scheiden sich jedoch die Geister wie kaum woanders:
Da heißt es einerseits: „Unser Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel bester Qualität, andererseits erzielen die Mineralwasserfirmen Rekordumsätze im Milliardenbereich, obwohl jeder weiß dass hier nur 30% der Stoffe getestet werden wie sie die Trinkwasserverordnung vorschreibt. Dann haben die Wasserfilter Verkäufer Hochkonjunktur, und alle 3 Parteien sagen: Mein Produkt ist das Beste überhaupt.

Im Gespräch mit dem Wasserforscher Erich Meidert „misterwater“ geht es zunächst um die Frage:

Warum müssen wir uns überhaupt mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen?
Ist das wirklich nötig und welche harten Fakten gibt es dazu?
Was sagt das Umweltbundesamt dazu, welche Zahlen Daten und Fakten liegen vor?
Und zwar in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Dann die Frage: Was können wir konkret tun um hier Risikovorsorge zu tun, welche Maßnahmen wären schnell und kostengünstig zu empfehlen?
Diese Fragen beleuchtet Götz von Wittneben im Gespräch mit Erich Meidert sehr konkret und informativ.

Denn aller Facetten und Fakten rund um unser wichtigstes Lebensmittel sollten bekannt sein, schließlich hängt vom Wasser die Qualität jedes Stoffwechselvorgangs im Organismus ab, das darf man nie vergessen.

Wer einen ersten Schritt in Richtung kritisches Hinterfragen einerseits und Klarheit beim Thema Trinkwasser haben will kann sich kostenlos bei misterwater ein TDS Meßgerät bestellen, (es sind lediglich die Versand und Abwicklungsgebühren i.H. von € 4,95 zu bezahlen) und so seine Kenntnisse, sein Bewusstsein in eine messbare und einfach nachzuvollziehende Gewissheit lenken.

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Nestlé legt Vittel trocken – Vittel kämpft um sein Wasser

Epoch Times

Nach Entscheidung der Wasserkommission aus Vertretern von Staat und Gemeinden hat Nestlé den Kampf ums Wasser vorerst gewonnen. Die Justiz ermittelt jedoch, weil der frühere Vorsitzende der Wasserkommission, Claudie Provost früher bei Nestlé Waters arbeitete.

Vittel im Kampf mit Nestlé WatersFoto: FABRICE COFFRINI/Getty Image

 

Wer Vittel hört, denkt an Wasser. Vittel ist aber nicht nur eine internationale Marke mit rotem Etikett, sondern eine 5000-Einwohner-Gemeinde in den französischen Vogesen. Deren Bürger liefern sich einen erbitterten Kampf mit dem Schweizer Konzern Nestlé Wates, nach eigenen Angaben weltweit die Nummer eins bei abgefülltem Wasser. Es geht darum, wem das immer knapper werdende Grundwasser von Vittel gehört: Den Menschen oder dem Unternehmen.

„Nestlé hat den Kampf ums Wasser gewonnen“, titelten französische Medien vor einigen Wochen. Grund war eine Entscheidung der örtlichen Wasserkommission. Die Vertreter von Staat und Gemeinden votierten trotz des Protests von vier Umweltverbänden für den Bau einer Pipeline. Sie soll künftig die Vogesen-Orte Vittel, Contrexéville und Bulgnéville mit Trinkwasser aus 15 Kilometern Entfernung versorgen.

Dabei haben Vittel und die beiden anderen Gemeinden eine eigene Quelle – doch die wird seit den 60er Jahren von Nestlé für seine Marke Vittel genutzt. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel seit Jahren stetig. Zum Ausgleich will Nestlé nun die Pipeline mitfinanzieren, deren Kosten auf acht bis 17 Millionen Euro geschätzt werden. Im Gegenzug darf der einflussreiche Konzern weiter das Vittel-Wasser in Plastik- oder Glasflaschen abfüllen.

„Man kann es Nestlé nicht erlauben, eine Ressource zu kaufen, die allen gehört“, empört sich Jean-François Fleck, der Vorsitzende des regionalen Umweltverbands Vosges Nature Environnement. „Man nimmt unseren Nachbarn das Wasser weg, damit wir hier trinken können“, kritisiert auch René-Lise Rothiot vom Verband Eau 88 im Regionalsender France Bleu. „Das ist ökologisch völlig unverantwortlich.“

Auch Kommunalpolitiker kritisieren das Pipeline-Votum: „Das ist eine Entscheidung, die unmittelbar nur Nestlé Waters nützt“, sagte Christine Vauzelle, Bürgermeisterin des 600-Einwohner-Ortes Charmois-l’Orgueilleux, der Wasser für Vittel liefern soll. Den langfristigen Schaden hätten zukünftige Generationen. „Man sagt uns, dass es immer Wasser geben wird, aber wer garantiert uns das?“, fragt die Bürgermeisterin.

„Wir bei Nestlé sind der festen Überzeugung, dass der Zugang zu Wasser ein grundlegendes Menschenrecht ist“, wird Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke auf der Konzern-Webseite zitiert. Die Gegner des Pipeline-Projekts zweifeln an den hehren Motiven des Konzerns – auch wenn Nestlé versprochen hat, dass die Wasserrechnung für die Bürger durch die neue Leitung nicht steigt.

Nestlé-Regionalchef Christophe Klotz verweist darauf, dass der Konzern 14 Millionen Euro Steuern für die Nutzung der Mineralwasser-Quelle zahlt. Zudem gebe er rund tausend Menschen in den Vogesen Arbeit. Die Produktion zurückzufahren ist für das Unternehmen keine Option. Derzeit zapft Nestlé jährlich 750.000 Kubikmeter Wasser in den Vogesen ab.

„Unbeschwerten Geschmack“ verspricht Nestlé den Konsumenten von Vittel. Die Bürger des gleichnamigen Ortes halten diesen Werbespruch für Hohn. Sie hoffen nun auf die Justiz: Diese ermittelt, weil die Behörden Nestlé womöglich zu Ungunsten der Bevölkerung bevorzugten.

Die frühere Vorsitzende der Wasserkommission, Claudie Provost, steht im Verdacht eines Interessenkonflikts, weil ihr Mann früher bei Nestlé Waters arbeitete. Der Verband Eau 88 hofft, dass die Justiz alle Entscheidungen zugunsten von Nestlé seit 2016 nachträglich kippt.

lob/ilo

https://www.epochtimes.de/politik/europa/vittel-kaempft-um-sein-wasser-a2492584.html

Wasser-Entsalzung mit nieder-troposphärischen Zentrifugen (Wasserhosen & Tornados)

Sei herzlich Willkommen beim Dude

Abgesehen davon, dass die Idee zur „Abkühlung“ der Erde ein völlig dummer Gedanke wäre, kann ein lenkbares Netzwerk von Spiegeln, einmal aufgebaut, in jede Richtung, also zur Wassergewinnung auch auf die Ozeane oder für die Geophysische Kriegsführung auf Feinde gerichtet werden.

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Der erpresserische Wasserkrieg: Kreditvergabe nur bei Privatisierung

„Wasser ist kein Menschenrecht, sondern Lebensmittel und sollte Marktwert haben“, sagte einst der Geschäftsführer des Weltkonzerns Nestlé. Wasser sei für ihn kein Allgemeingut, sondern besitze einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel auch. In immer mehr Ländern weltweit kauft Nestlé die Nutzungsrechte von Grund- und Quellwasser. Die Wasserabfüllanlagen werden eingezäunt und bewacht.

Über sechs Milliarden Euro verdient die Schweizer Firma Nestlé mit ihren weltweit 73 Wassermarken. Die bekannteste heißt „Pure Life“ und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft. Hier verhält sich Nestlé besonders perfide. Denn dort ist das Unternehmen dabei, Teile der Wasserversorgung der Bevölkerung unter Kontrolle zu bringen. Mit erschreckendem Erfolg: Trinkwasser ist dort jetzt schon knapp, dabei ist Trinkwasser ein Grundbedürfnis und sollte jedem Menschen zugänglich sein.

Nestlé strebt das Weltmonopol für Trinkwasser an

Nestlé sichert sich die Abfüllgenehmigungen für die reinsten und besten Quellen weltweit. Das übrige Wasser erreicht aufgrund von Umweltverschmutzung und anderen Faktoren oftmals keine Trinkwasserqualität.

üngst machte Nestlé in Frankreich Schlagzeilen. Selbst in Ländern, in denen normalerweise keine Wasserknappheit herrscht, wird das Grund- und Trinkwasser knapp. In den kleinen Orten Vittel und Contrexéville im Nordosten Frankreichs geht bald das Grundwasser aus. Denn dort pumpt Nestlé jährlich Millionen Liter Wasser ab. Die Bewohner sind inzwischen gezwungen, mit Tankwagen Wasser von anderen Quellen zu holen, um überhaupt Wasser zu haben.

Die Vereinten Nationen haben schon vor Jahren den Zugang zu sauberem Wasser zum menschlichen Grundrecht erklärt. Dies hindert allerdings Konzerne wie Nestlé und Coca Cola nicht daran, dieses Recht durch ihr verbrecherisches Geschäftsverhalten in aller Welt mit Füßen zu treten.

EU so korrupt wie andere Staaten

Hinzu kommt die Korruption durch Regierungen und Staaten. Doch nicht nur Regierungen in Entwicklungsländern verhalten sich korrupt. Auch die EU und Deutschland sind ganz vorne mit dabei. So hatte die EU-Kommission 2013 versprochen, die Wasserversorgung von der Privatisierung auszunehmen. Doch sie brach ihre Zusage – zuerst mit Griechenland. Griechenland müsse seine Wasserwerke in den neuen Privatisierungsfonds einbringen, hieß es. Sonst gebe es keine neuen Kredite, so die Drohung. Mit dabei unter den damaligen Erpressern war der ehemalige Finanzminister Merkels, Wolfgang Schäuble.

Diese Art der Erpressung hat inzwischen in vielen Ländern Einzug gehalten: Will ein Land Kredite durch die Weltbank, ist eine der Bedingungen die Privatisierung des Wassers. Diese Strukturen würde man eigentlich sonst nur bei der Mafia vermuten. Doch anscheinend sind sie seit Jahren Usus. Und niemand stört sich daran, bis auf die Bevölkerung, die unter der Wasserknappheit oder unter horrenden Wasserpreisen leiden muss.

Steuerzahle sollen für Konzern-Investitionen bürgen

Bereits 2003 empfahlen „Experten“, dass öffentliche Behörden für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Das bedeutet im Klartext, die Konzerne verleiben sich Milliarden Gewinne ein und der Steuerzahler bürgt für deren Investitionen.

Slowenien hat als bislang erstes und einziges Land der Europäischen Union dem Trinkwasser ein Recht auf Verfassungsrang gegeben. Die Abgeordneten in Ljubljana votierten 2016 einstimmig für den Zusatz zur Verfassung, wonach „jeder das Recht auf Trinkwasser“ hat und dieses „keine Ware“ ist. Die Versorgung mit Wasser müsse demnach vom Staat gewährleistet werden, der dies über die Gemeinden tut – und zwar direkt und nicht kommerziell. Die Versorgung mit Wasser wird also vom Staat Slowenien gewährleistet und Trinkwasser darf nicht privatisiert werden. Die Parlamentarier waren einstimmig der Meinung, dem „flüssigen Gold“ des 21. Jahrhunderts das „höchste Niveau an Rechtsschutz zu geben“.

Wasserkriege – Kriege der Zukunft?

Wasser könnte im 21. Jahrhundert das werden, was Öl im 20. Jahrhundert war. Um Öl gibt es noch immer viele Kriege – auch wenn sie verdeckt geführt werden. Denkbar, dass es im nächsten Jahrhundert Kriege um Trinkwasser geben wird. Nämlich dann, wenn alle Wasserreserven privatisiert und knapp wurden. Wer natürliche Ressourcen zur Ware erklärt, verfolgt rein wirtschaftliche Ziele und hat die Macht.

Seit Jahrzehnten werben Lobbygruppen für riesige Investitionen in die Wassergewinnung. Nestlé war besonders erfolgreich damit. Denn mit seiner 1999 eingeführten Marke „Pure Life“ verkauft Nestlé in 15 Ländern Asiens und Lateinamerikas bereits mehr als eine halbe Milliarde Liter pro Jahr. Auch Weltbank und IWF haben ein besonderes Interesse am Wasser, wie das Beispiel Bolivien zeigte: „Willst Du Kredite, dann privatisiere Dein Wasser“.

https://www.watergate.tv/2018/05/17/der-erpresserische-wasserkrieg-kreditvergabe-nur-bei-privatisierung/

Die Wasserprivatisierung: EU bricht weiteres Versprechen!

Die Wassergeschäfte der Firma Nestle –  Nestlé CEO: „Wasser ist kein Menschenrecht, sondern Lebensmittel und sollte Marktwert haben“

EU bricht Versprechen bei Wasser-Privatisierung

Die EU-Kommission hat 2013 versprochen, die Wasserversorgung von der Privatisierung auszunehmen. Doch sie brach ihre Zusage, zuerst mit Griechenland. Griechenland müsse seine Wasserwerke in den neuen Privatisierungsfonds einbringen.  Die EU-Vertreter haben – vor allem die Finanzminister Schäuble & Konsorten – auch noch Druck ausgeübt, damit das griechische Parlament dem Deal zustimmt. Ohne Wasser-Privatisierung keine neue Kredittranche – so die Drohung. Nach tagelangen Debatten knickte Athen ein.

Kein Monopol auf Trinkwasser!

Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht – sollte man annehmen. Doch Nestlé-CEO Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie „jedes andere Lebensmittel“ benötige. In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.

Sechs Milliarden Euro verdient die Schweizer Firma Nestlé mit ihren weltweit 73 Wassermarken. Die bekannteste heißt „Pure Life“ und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft. Hier verhält sich Nestlé besonders perfide. Denn dort ist das Unternehmen dabei, weite Teile der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser an sich zu reißen – zum Teil mit erschreckendem Erfolg. Da Trinkwasser dort schon jetzt ein knappes Gut ist, lockt es eine Reihe von Geschäftemachern an. Trinkwasser ist ein Grundbedürfnis und sollte jedem Menschen zugänglich sein. Nestlé jedoch strebt eine Monopolstellung für Trinkwasser an.

 

Profit mit fragwürdigen Geschäftstricks

Es ist purer Zynismus, wenn die von der Firma Nestlé in weiten Teilen der Dritten Welt vertriebene Wassermarke ausgerechnet „Pure Life“ heißt. In Südafrika wird diese Marke sogar mit dem Claim „Water you can trust“ beworben, also Wasser, dem du vertrauen kannst. Hier schließt sich ein Teufelskreis. Denn die Firma Nestlé sichert sich zunächst die Abfüllgenehmigungen für die reinsten und besten Quellen des Landes. Das übrige Wasser erreicht aufgrund von Umweltverschmutzung und anderen Faktoren vielfach keine Trinkwasserqualität. Diesen Umstand nutzt dann wiederum Nestlé, um sein Produkt „Pure Life“ als besonders vertrauenswürdige Alternative zu präsentieren.

Die Vereinten Nationen haben schon vor Jahren den Zugang zu sauberem Wasser zu einem menschlichen Grundrecht erklärt. Dies hindert allerdings Konzerne wie Coca Cola, Danone und Nestlé nicht daran, dieses Recht durch ihr Geschäftsgebaren in aller Welt mit Füßen zu treten.

Während die Weltbevölkerung weiter ansteigt, wird sauberes Wasser immer mehr zu einer Mangelware und Lebensmittelkonzerne profitieren von der steigenden Knappheit an sauberem Wasser, insbesondere in den Entwicklungsländern. Ein Riesengeschäft für Lebensmittel-Multis auf Kosten der Armen und Ärmsten. Vor allem in Ländern des Südens fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Privatisierung verläuft fast unbemerkt – wir werden erpressbar

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, ist die Privatisierung der wichtigsten Ressource Wasser Tür und Tor geöffnet worden und längst bemächtigen sich Wirtschaftsunternehmen der immer knapper werdenden Ressource. Das Geschäft mit dem Wasser ist in vollem Gange. Vor einigen Jahren kauften Firmen wie Nestlé und Coca-Cola auch in Brasilien Gebiete auf, die reich an Wasserquellen sind.

Was für die einen zum Schicksal und Verhängnis wird, ist für die Anderen eine Goldgrube, die immer höhere Gewinne durch Verknappung verspricht. Wasser ist eine absolut unabdingbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde und durch nichts in der Welt zu ersetzen. Ohne Wasser ist keinerlei Leben möglich. Wir sind zwingend auf Wasser angewiesen und in letzter Konsequenz müssen wir jeden Preis bezahlen. Mit anderen Worten: Wir sind erpressbar. Das sollte sich jeder ganz eindringlich vor Augen führen.

Auch in Deutschland wird das Wasser privatisiert

Durch eine öffentliche Ausschreibung der Wasserversorgung könnte sich der Konzern Nestlé auch in Deutschland und anderen Ländern Europas auf Jahrzehnte eine ähnliche Machtposition sichern, wie er sie in weiten Teilen der Dritten Welt bereits besitzt. Es ist eine Illusion, dass die Privatisierung eine Preissenkung für Wasser nach sich ziehen würde und das Leitungsnetz durch private Investitionen verbessert werden könnte. Denn Investitionen bleiben aus Profit- und Kostengründen aus. In einem Land ohne akute Wasserknappheit macht es aus wirtschaftlicher Sicht Sinn, Lecks zu tolerieren und somit Kosten zu sparen.

Wenn es um negative Folgen von Privatisierungen in der Wasserversorgung geht, werden immer wieder die Beispiele London und Berlin genannt. In London wurde 1989 die Wasserversorgung privatisiert; der deutsche RWE-Konzern stieg 1999 ein und verkaufte das uralte Wassernetz aus der viktorianischen Zeit 2006 weiter. Einerseits wurden in London ab den 90er-Jahren die Wasserentgelte erhöht, dringend nötige Erneuerungen und Wartungen der Rohre blieben aber aus, weshalb es zu Verunreinigungen des Trinkwassers kam und viel Wasser durch undichte Leitungen im Boden versickerte. In Berlin sind die Wasserpreise für Verbraucher nach der Privatisierung um 35 % gestiegen.

Der Ausverkauf des Menschenrechts Wasser durch die EU

Durch den Verkauf ihrer Wasserbetriebe können Städte und Gemeinden Milliarden einnehmen – doch der Widerstand der Bürger ist groß, der Sturm der Entrüstung bei vielen Bürgern der EU riesig. Trinkwasser werde zum milliardenschweren Spekulationsobjekt und den Kommunen und somit den Bürgern weggenommen, wurde befürchtet. Viele Menschen sorgten sich um die in der EU so streng geschützte kommunale Selbstverwaltung. EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen jedoch dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung zu gewährleisten.

Die EU-Kommission ließ sich jedoch in den vergangenen Jahren nicht beirren. Wie wir bereits sahen, wurde in wirtschaftlich stark angeschlagenen Ländern wie Portugal und Griechenland wurde von der EU-Kommission, der Europäische Zentralbank dem Internationaler Währungsfonds (IWF) der Verkauf staatlicher Unternehmen angeordnet. Klagen der Bevölkerung über stark gestiegene Wasserpreise und zurückgehende Wasserqualität ließen nicht lange auf sich warten, bleiben jedoch ungehört.

http://www.watergate.tv/2017/04/09/jane-simpson-wasser-privatisierung-eu-bricht-versprechen/

Nestle : Kein Recht auf Wasser

NestléPeter Brabeck-Letmathe ist Präsident des Nestlé-Verwaltungsrates. Und wenn
mich meine alten Mediziner-Augen nicht täuschen, konsumiert er evtl. Dinge,
die das Bewusstsein vermutlich nicht in die richtige Richtung erweitern.

Sehen Sie in seine Augen und hören Sie ihm zu. Falls Sie nicht wissen,
was „En-dschi-ous“ sind – gemeint sind NGOs, also „Nicht-Regierungs-
Organisationen“ wie etwa Greenpeace, der World Life Fund etc.

Menschen haben, das lässt der Nestlé-Mann wissen, kein Recht auf Wasser.

Ein Recht auf Wasser anzunehmen, hält er für eine „extreme Position“.

Herr Brabeck-Letmathe, ich würde Sie höchstpersönlich gerne einmal für
zwei Tage von diesem Recht abschneiden. Danach würden sie das mit dem
Recht auf Wasser sicher noch einmal überdacht und sich auf die Seite
der gut sieben Milliarden Extremisten auf diesem Globus geschlagen haben.

Was muss man genommen haben, wie krank muss man sein, um so etwas überhaupt
denken und auch noch vor laufender Kamera von sich geben zu können ?

Und wie weit neben der Spur muss ein Weltunternehmen wie Nestlé
sein, um solch einen Menschen auf seinem Posten zu belassen ?

Ganz einfach: Man fühlt sich gar nicht neben, sondern in der Spur.

Nestlé schiebt irgendwelchen afrikanischen Stammesfürsten ein
paar Millionen Dollar in die Tasche und bekommt dafür das Recht,
sich an die größten Wasserquellen zu setzen, das Wasser dort in
Flaschen abzufüllen und dann zu verkaufen.

Da sprudeln die Gewinne. Und weil es nicht genug Profit abwirft, einfach Wasser
zu verkaufen, machte Nestlé aus Wasser ein Lifestyle-Produkt, das auf die obere
Kaufkraftklasse und den breiten Mittelstand abzielt und schluckte nach einigem
Gerangel die Marken Vittel, Perrier und San Pellegrino.

Da es aber nicht überall Quellrechte zu kaufen gibt, zieht Nestlé seit
1997 gereinigtes Grundwasser in Flaschen und vermarktet es unter dem
schönen Namen „Pure Life“.

Schade für die Damen und Herren im schweizerischen Vevey,
dass sich so etwas nicht auch mit Luft machen lässt.

Quelle : mmnews.de

Wasser – ein Kind des Geistes? Oder ein oft schmutziges Etwas?

 

Quer-Denken.TV

Veröffentlicht am 18.04.2014

Werner Habermeier im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Wasser aus seinem natürlichen Kreislauf entnommen, in Rohrleitungen gezwängt, gepumpt, geschoben, stagniert, bestrahlt, stabilisiert, … wird immer apathischer — es wird zu Dingen gezwungen, die ihm widersprechen. Wasser liebt Bewegung, Wasser liebt Wirbel, mäandernde Bahnen, Schleifen, Achterbahnfahren. Und nicht im Rohr statisch vorangeschoben zu werden.

Je apathischer Wasser ist – und das sind die allermeisten Leitungswässer – desto weniger kann es eine seiner Aufgaben für den Menschen erfüllen: nämlich Bewegung, Leben und Freiheit bringen, auf körperlicher und geistiger Ebene. Dem Menschen zu helfen, sich jedesmal neu – mit jedem Schluck reinem lebendigem Wasser – einzuklinken in den Fluß des Lebens. Gewinn von Lebendigkeit.

Wenn wir von dieser Art von Lebendigkeit sprechen, dann ist das etwas Anderes, Zusätzliches, als Wasser „nur“ von Verschmutzung zu befreien. Wasser von Fluor und anderen der möglichen 50.000 Stoffe zu befreien, die in die Umwelt abgegeben werden, ist technisch-mechanisch möglich durch Umkehrosmose, Membrantechnik (das ist gleiche), Filter, Destillation, Ionen-Tausch … . Es sind technische Verfahren mit einem Ziel — das Ziel der materiellen Reinigung wird mehr oder weniger gut erreicht. Aus den Augen verloren wurde bei der Konstruktion dieser Geräte, daß Wasser die Grundlage des Lebens ist. Und Leben ist lebendig und in Bewegung. Nicht steril. Nicht apathisch.

Websites:

http://www.quellfrisch.net
http://www.aquadea.de

Brüssel ignoriert EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“

Barroso und Co. blockieren Wasserschutz. Foto: Riki79 / Wikimedia

Wie undemokratisch die Europäische Union tatsächlich ist, wurde nun wieder einmal beim Umgang Brüssels mit der höchst erfolgreiche EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“ gezeigt. Knapp zwei Millionen EU-Bürger hatten diese Petition an die EU-Kommission unterzeichnet, jetzt blocken Kommissionspräsident Manuel Barroso und seine Eurokraten jedoch ab. Plötzlich beruft man sich in Brüssel auf das „Subsidiaritätsprinzip“ und möchte, dass die EU-Staaten die Wasserversorgung nun wieder „nationalstaatlich“ regeln.

Damit hofft man offensichtlich Zeit zu gewinnen, denn durch das ins Haus stehende Freihandelsabkommen USA-EU wächst der Druck internationaler Lobbyisten, die unbedingt die Wasserversorgung privatisieren möchten. Einzelne Staaten könnten hier dann leichter „aufgerollt“ werden als das gleich in der gesamten EU durchzusetzen.

Wassernutzung als Menschrecht soll laut Brüssel nicht kommen

Eigentlich hätte das Ziel der EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“ sein sollen, EU-weit die Privatisierung der Wasserversorgung zu verhindern und gleichzeitig die Wassernutzung als Menschenrecht zu institutionalisieren. Von dem wollen die Eurokraten jetzt nichts mehr wissen. Nun hoffen viele Bürgerinitiativen-Unterzeichner auf eine geänderte Zusammensetzung des EU-Parlaments nach dem 27. Mai 2014. Mit neuen Mehrheiten könnte man dann offensichtlich eher die Ziele von „Rigth2Water“ umsetzen.

 

http://www.unzensuriert.at/content/0015072-Br-ssel-ignoriert-EU-B-rgerinitiative-Rigth2Water

Nestle – Bottled Life (Das dreckige Geschäft mit dem Wasser)

Das beste Marketing der Welt: Nestlé macht aus Leitungswasser ein Lifestyleprodukt.

Der Dokumentarfilm „Bottled Life“ zeigt, wie der Konzern agiert, wenn man ihn lässt.

Filmemacher Gehringer ist für „Bottled Life“ um die Welt gereist, als Reporter ist
er immer wieder selbst im Bild zu sehen. Er besucht ein Flüchtlingscamp in Äthiopien,
in dem Nestlé sich angeblich in der Wasserversorgung engagiert. Zumindest wird das
auf der Homepage des Unternehmens so kommuniziert.

Vor Ort stellt Gehringer fest, dass das Engagement schon seit einigen Jahren beendet ist.
In einem Dorf in Pakistan trifft er auf Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
haben. Währenddessen fördert Nestlé dort Wasser aus einem Tiefbrunnen und verkauft es als
„Nestlé Pure Life“ zu einem Preis, den sich ein großer Teil der Dorfbewohner nicht leisten kann.

Seit Jahren sinkt der Grundwasserspiegel des Dorfes, der Zugang zu sauberem Wasser wird immer
schwieriger. Wegen der Pumpaktivitäten von Nestlé? „Unseren Kindern zeigen wir das dreckige
Wasser nicht“, sagt eine Dorfbewohnerin im Film, „sie würden es dann nicht trinken“.

Gehringer möchte die örtliche Nestlé-Fabrik besuchen – und zuckt resignierend
mit den Schultern, als man ihm das Werkstor vor der Nase zuschlägt.

Nestlé Pure Life ist eine riesige Erfolgsgeschichte. Die Marke existiert seit elf Jahren:

In Plastikflaschen abgefülltes Grundwasser, das künstlich mit Mineralien angereichert wird.
Besonderen Absatz findet es in Ländern, wo die Wasserversorgung schlecht ist: als Produkt
für mittlere und obere Einkommensschichten. Der Film suggeriert: Hier wird das Grundwasser
abgepumpt und so das Grundrecht auf sauberes Trinkwasser verletzt, um Profit zu machen.

Der Preis von einer Flasche Pure Life übersteigt das Tageseinkommen vieler Menschen in Pakistan.

Da Nestlé sich Interviews verweigerte, zeigt der Film nur verpixelte PR-Videos des Unternehmens.

Der Zugang zum Wasser sei entscheidend für die Zukunft des Konzerns – und für die Zukunft
der Menschheit, erklärt Verwaltungsratschef Peter Brabeck-Letmathe in solchen Videos.

Sich selbst inszeniert er als globalen Kämpfer für die Wasserversorgung …