Die Gold-Michel

Der SPIEGEL zieht die Affäre um das deutsche Auslands-Gold ins Lächerliche. Ein peinliches aber bezeichnendes Pamphlet von Wolfgang „FT, SPON, EUrointeligence“ Münchau, einer der Edelfedern der Weltregierung gegen den Bundesrechnungshof und gegen die Aktion „Holt unser Gold heim“.

 

von Peter Boehringer

Seit heute Vormittag bei SPIEGEL online im Netz: Ein netter Versuch des Verächtlichmachens der Sorgen von Menschen. Diesmal von Ober-Auftragsschreiber Münchau, um den herum es zusehends einsamer wird. In seiner Kolumne „Bundesbank-Reserven: Die Gold-Michel“ schlägt er mit viel Schaum vor dem Mund und einer Menge Hybris waidwund um sich. Als hochrangiger und langjähriger Büttel der Weltregenten versucht er mit Arroganz, die Sorgen von 10.000en von Bürgern ums Deutsche Gold ins Lächerliche zu ziehen. – Anstatt die Angelegenheit journalistisch sauber zu recherchieren ein plumper Angriff auf die Kritiker:

Der SPIEGEL:

Die Gold-Michel vom Rechnungshof

Es ist eine der amüsantesten Wirtschaftsgeschichten seit langem, gleichzeitig erschreckend, wenn man sie bis an ihr Ende durchdenkt. Der Bundesrechnungshof verdonnert die Bundesbank dazu, ihre Goldreserven in ausländischen Tresoren zu zählen. Nicht, dass es irgendeinen triftigen Anlass dazu gäbe. Irgendwann einmal kam das Gerücht auf, das Gold sei weg.

Ich wette, dass diejenigen, die sich um den deutschen Goldbestand sorgen, mehrheitlich auch eine Rückkehr zum Goldstandard befürworten. Für diese Goldkäfer ist Papiergeld ein Werk des Teufels. Wie uns ausgerechnet Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kürzlich erinnerte, war es schließlich Mephisto persönlich, der im „Faust II“ dem Herrscher empfahl, Papiergeld zu drucken, um sich zu bereichern.
Es gibt in der ökonomischen Debatte keinen größeren Stuss. Man kann natürlich nachvollziehen, warum Gesellschaften in früheren Jahrhunderten ein seltenes Metall als Währung benutzten. Es gab für sie technisch keine Alternativen, um ein stabiles Zahlungsmittel zu erzeugen. Aber für Volkswirtschaften mit modernem Finanzsektor und fortgeschrittenem Sicherheitsdruck, im Zeitalter von Chip- und Kreditkarten, haben wir intelligentere und flexiblere Möglichkeiten, ein Zahlungsmittel in den Umlauf zu bringen.

Für die Feingeistigeren unter Ihnen Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA (Zitat von 1774): „Eine freiheitliche Regierung ist auf Argwohn aufgebaut, nicht auf Vertrauen: Es ist Argwohn und nicht Vertrauen, der begrenzte Verfassungen vorschreibt, um jene, denen wir Macht überantworten müssen, zu binden.“

Zeichnen Sie bitte weiter mit: gold-action.de Ohne Ihre Unterschriften hätte der Rechnungshof nie Druck auf die Bundesbank ausgeübt, das goldene Volksvermögen endlich physisch zu auditieren und ggf. nach Deutschland zu holen! Wenn auch natürlich noch immer viel zu geringen Druck und nicht weitgehend genug. Ignorieren Sie die letzten bezahlten Systemschreiber. Immer mehr wachen auf. Das Falschgeldsystem ist zunehmend verzweifelt, wenn in solchen Kolumnen Wir-das-Volk schon auf diesem Niveau verächtllich gemacht werden muss.

Mehr: „Systemischer Widerstand gegen ‚Holt unser Gold heim‘ “

 

http://www.mmnews.de/index.php/gold/11143-die-gold-michel

Bundesbank: Euro macht Deutschland erpressbar

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann:  „So wie es im Moment läuft, kann die Währungsunion nicht nachhaltig funktionieren.“ Weidmann erteilt Rückkehr zur D-Mark aber eine kategorische Absage, meint jedoch: Deutschland dürfe nicht erpressbar sein. – Mehrheit gegen Euro.

 

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erteilt einer Rückkehr zur D-Mark eine kategorische Absage: „Ein Zerfall der Währungsunion wäre mit extrem hohen Kosten und Risiken verbunden, die niemand wirklich vorhersehen kann“, sagte Weidmann der „Welt am Sonntag“. „Aus diesem Grund kann ein solches Szenario nicht das Ziel des Handelns der politisch Verantwortlichen sein.“

 

Allerdings warnte Weidmann davor, dass die fehlende Option eines Euroaustritts dazu führt, dass sich Deutschland von seinen Euro-Partnern alles bieten lässt. Die enge Bindung an den Euro dürfe „nicht heißen, dass Deutschland erpressbar wird und Haftung ohne Kontrolle verspricht. Denn das würde die Stabilitätsgrundlagen der Währungsunion aushöhlen.“

 

In amerikanischen Ökonomen-Kreisen kam zuletzt die Forderung auf, Deutschland solle die Eurozone verlassen. Gleichzeitig halten immer mehr Bundesbürger die Einführung des Euros vor mehr als 13 Jahren für einen Fehler. Beim letzten Deutschlandtrend von Infratest Dimap war die Mehrheit der Deutschen dieser Meinung.

 

Weidmann zweifelt an, dass die Eurozone in der jetzigen Verfassung eine Zukunft hat: „So, wie es im Moment läuft, kann die Währungsunion nicht nachhaltig funktionieren. Notwendig ist vielmehr Klarheit darüber, ob wir den Weg zu einer Fiskalunion gehen wollen oder ob wir weiterhin auf eigenverantwortliche nationale Haushaltspolitik setzen. Im letzteren Fall müsste die gemeinschaftliche Haftung natürlich eng begrenzt werden.“

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10198-bundesbank-euro-so-nicht