Gesinnungsterror hat jetzt auch den Weihnachtsmann erwischt

389339515_b2631cd372_zUnd wieder ist ein facebook-post zum Kündigungsgrund geworden. Diesmal traf es den
Weihnachtsmann im bayrischen Mühldorf. Seit dreißig Jahren verteilt Peter Mück als
Weihnachtsmann verkleidet Süßigkeiten an Kinder und zaubert ein Lächeln auf ihre Gesichter.

Doch dieses Jahr findet der Weihnachtsmarkt des Ortes ohne ihn statt.

Peter Mück´s Vergehen: er hatte einen Post gegen Kinderehen geteilt, nicht ahnend, dass
der ursprünglich von der Identitären Bewegung stammte. Für die Bürgermeisterin des Ortes
Grund genug ihn sofort und fristlos zu feuern.

„Ich habe ihm erklärt, dass die Identitäre Bewegung meiner Meinung nach gegen die Gleichheit
und Vielfalt der Menschen ist und sie sich nicht innerhalb unserer demokratischen Grundordnung
bewegt. Diese Einstellung ist unvereinbar mit der Arbeit als Weihnachtsmann,“ erklärt
Bürgermeisterin Marianne Zollner.

Der Post, den er Mann geteilt hatte, lautete „Kinderehe= Kindesmissbrauch“.

„Ich hätte mich vielleicht besser über die Bewegung informieren sollen, aber ich habe
nichts mit ihnen zu tun. Ich habe nie in Worten, Taten oder auch nur in Gedanken gegen
die Verfassung dieses Landes verstoßen,“ versucht er sich zu rechtfertigen, „doch hinter
der Aussage an sich stehe ich und halt sie auch für berechtigt.“

Als Weihnachtsmann will er nicht mehr auftreten, zu groß ist seine
Befürchtung, dass alle in ihm nun den „Nazi-Weihnachtsmann“ sehen.

Die Bürgermeisterin hat inzwischen mit Hasspostings und Drohungen zu kämpfen.

Von Marilla Slominski