Weihnachtsfrieden 1914 : Überrascht vom Glück des Moments

Christmas_Truce_1914_IWM_HU_35801-860x360-1419236477Deutsche und britische Soldaten im Niemandsland am 26.Dezember 1914

Der Spot für das Weihnachtsgeschäft, den die britische Supermarktkette
Sainsbury’s in diesem Jahr produzieren ließ, hat für Diskussionen gesorgt.

Denn die kurze Filmsequenz zeigt einen britischen Soldaten in der Uniform
des Ersten Weltkriegs – Jim –, der einem deutschen Soldaten – Otto – ein
Päckchen Schokolade schenkt.

Im Hintergrund hört man die Briten „Silent Night“ intonieren und die
Deutschen „Stille Nacht“, und die Frage, der sich die Unternehmensführung
stellen mußte, lautete, ob man die Erinnerung an den Weihnachtsfrieden
von 1914 nutzen dürfe, um Geschäfte zu machen.

Sainsbury’s war rasch mit der Antwort zur Stelle, daß der Erlös für
den Verkauf der Schokolade an die Royal British League und die Familien
von Veteranen gehe, und damit war die Sache erledigt.

Jedenfalls insofern, als es keinen Skandal gab, nur einen weiteren Beweis dafür,
wie tief „Christmas Truce“ im britischen Kollektivgedächtnis verankert ist.

Unter dem Begriff versteht man jene spontane Waffenruhe, die an einigen
Abschnitten der Westfront, vor allem in Flandern, am 24. Dezember 1914
„von unten“ ausgerufen wurde.

Beteiligt waren auch belgische und französische Einheiten, aber in erster
Linie Deutsche und Briten. Die Initiative ging offenbar von deutscher Seite
aus, was sich auch aus der Tatsache erklärt, daß hier englische Sprachkenntnisse
verbreiteter waren als deutsche Sprachkenntnisse unter Briten.

Folgt man den zeitgenössischen Berichten, fing alles damit an, daß die Deutschen
Weihnachtslieder sangen und ihre Gegner in Rufweite aufforderten, nicht zu schießen.

Danach sangen die Briten und man begann Laternen, Kerzen
und kleine Christbäume auf die Grabenränder zu setzen.

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