Jobcentermaßnahme der Zukunft : „Welcome to Workworld“

Sind auch Sie arbeitslos? Gehören auch Sie zu den Millionen Menschen,
die Tag für Tag daheim sitzen und nichts mit sich anzufangen wissen?
Fühlen auch Sie sich ausgegrenzt und in das soziale Abseits gedrängt?

Das muss nicht sein! Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, ihren tristen Alltag
hinter sich zu lassen und wieder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu
werden! Wir haben Arbeit für jeden, in jedem Bereich, auch ungelernte Kräfte.

Keine Mittelsmänner, keine Zeitarbeitsfirmen. Nur gute ehrliche Arbeit!

WORKWORLD ist das Zauberwort, der magische Ort, an dem all das möglich wird.
Das Arbeitsplatz-Eldorado, wo ausnahmslos jeder den Job bekommen kann, den
er will! Ob Handwerk, akademische Berufe oder Kunst, alles ist möglich.

Sie sind ihres Glückes Schmied! Ihre Durststrecke ist vorbei.

Auch Sie müssen nicht länger Teil einer traurigen Statistik sein!

Für nur 17,00 € erhalten Sie ein Tagesticket für den Workworld-Arbeitspark und
haben damit auf unserem Gelände die freie Auswahl zwischen vier Dutzend Berufen!
Für nur 8,00 € zusätzlich können Sie ein Diplom oder einen Workworld Studienabschluss
erwerben. Workwold Doktortitel und Professuren runden die Qualifikationspalette ab.

Und der Clou: Zu jedem erstandenen Abschluss gibt es eine Urkunde mit
ihrem eigenen Namen, die sogar mit nach hause genommen werden darf!

Bringen Sie Freunde mit und erhalten Sie eine Gruppenermäßigung! Lösen Sie eine
Wochen- oder Monatskarte oder das Jahres-Abo für nur 930 Euro und erhalten Sie
neben einer geregelten Arbeitszeit (8:00 am – 5:00 pm) Vergünstigungen in allen
parkeigenen Hotelanlagen!

(Im Preis inbegriffen ein Menü/Tag in der Kantine ihres temporären Arbeitsgebers.)

Genießen Sie für die Dauer Ihres Aufenthaltes kompletten Kündigungsschutz,
außerordentliche Aufstiegschancen und funktionierende Gewerkschaften!

Gegen eine kleine Gebühr erhalten Sie sogar die
Möglichkeit, an Sonderveranstaltungen teilzunehmen:

– Dienstag ist Tarifverhandungstag,
– Donnerstag Streiken für Fortgeschrittene (für den Anfängerkurs bitte anmelden).
– Mobbing auf Wunsch.

Ihr Gehalt wird Ihnen in Workworlddollar ausgezahlt, die
Sie am Ausgang gegen interessante Prämien tauschen können.

Hier einige begeisterte Stimmen von Besuchern:

Klaus Menzel (42), Schlosser aus Bottrop:
„Ich war 14 Jahre ohne Arbeit. Drei Tage in Workworld haben das geändert. Für
nur 51,00 Euro durfte ich wieder an meinen alten Maschinen stehen. Ich habe in
der Zeit 95 Workworlddollar verdient, die ich am Ausgang gegen eine Taschenlampe
und einen Flaschenöffner tauschen durfte. Ich fühle mich gut, und werde sicher
wiederkommen. Toll, dass so etwas überhaupt möglich ist!“

Rainer Werner Ratdke (29) aus Berlin:
„Ich hatte noch nie Arbeit. Nachdem ich damals die Hauptschule abgebrochen hatte,
hat sich das einfach nicht ergeben. Aber letztes Jahr haben meine Eltern mir eine
Woche in Workworld geschenkt! Das war aufregend, zwei Tage lang habe ich jeden Tag
etwas anderes probiert und den Rest der Woche krankgefeiert. Für mich war es die
schönste Zeit seit langem. Mit dem Krankengeld kam ich am Ende auf 230 Workworlddollar.
Dafür hab ich eine Schirmmütze, ein Schüsselbändchen und einen Laserpointer bekommen.
Danke Workworld!“

Werden auch sie wieder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft. Workworld
erwartet Sie. Haben Sie Fragen? Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne ausführlich.

WORKWORLD. The Place, where even YOU can get a job!

Anmerkung :

(Am Wochenende geschlossen. Workworlddollar werden in den parkeigenen Hotelanlagen
nicht als Zahlungsmittel akzeptiert. Der Besucher tritt alle Rechte an der von ihm
während seines Aufenthaltes geleisteten Arbeit ab. Darüber hinaus ist er verpflichtet,
sich selbst im Vorfeld seines Besuches hinreichend zu versichern)

von Herr von Aster

Wer hat uns Verraten ? – Die Sozialdemokraten : Leiharbeit – Der angebliche „Durchbruch“ der Frau Nahles

leiharbeit_1935125Was die Bundesarbeitsministerin als „Durchbruch bei der Leiharbeit“ bezeichnet, ist
tatsächlich ein DURCHBRUCH: Alle bisher bekannten Grenzen beim Schutz der Arbeitnehmer
vor dem Mißbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen wurden durchbrochen.

1.)
Nach dem bisherigen § 1 AÜG erfolgt die ANÜ „vorübergehend“. Die bislang nicht geklärte
Frage ist die nach den Rechtsfolgen einer z u langen Überlassung. Der Gesetzentwurf von
Frau Nahles sieht hier keinerlei Regelungen vor. Weiterhin bleiben Verstöße gegen diese
„Grenze“ individualrechtlich ohne Folgen. Schlimmer: Nun sind Überlassungen von 18 Monaten
Dauer generell zulässig.

Mit Hilfe von Tarifverträgen (und abschlußwilligen Gewerkschaften, wie zB der DGB-
Tarifgemeinschaft Zeitarbeit) kann diese Grenze nach oben hin verschoben werden. Dabei
können sogar Überlassungen von mehr als 24 Monaten (!) zulässig sein. Noch schlimmer:
Abweichungen werden nun erstmals nicht nur durch VERSCHLECHTERNDE Tarifverträge erlaubt
sondern dort, wo keine Tarifverträge gelten, sogardurch Betriebsvereinbarungen mit Betriebsräten.

Sollten also die DGB-Gewerkschaften sich entgegen ihrer bisherigen Praxis nicht als
„Sozialpartner“ erweisen, so bliebe den Unternehmen immer noch die Installation willfähriger
Betriebsräte. Vor allem aber ignoriert das Projekt die empirische Tatsache, daß die Mehrzahl
der Leiharbeiter ohnehin nicht länger als 3 Monate „überlassen“ werden, sodaß schon deshalb
vermeintlicher „Schutz“ gar nicht erreicht werden kann und auch nicht erreicht werden soll.
2.)
Nach § 9 Nr.2 AÜG haben schon nach geltender Rechtslage Leiharbeiter Anspruch auf
gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Davon kann nur durch Tarifvertrag abgewichen werden.

Die DGB Tarifgemeinschaft
Zeitarbeit hätte längst ihren „abweichenden“ Tarifvertrag kündigen können. Ohne diesen
Tarifvertrag wären dann nämlich Leiharbeiter gleichgestellt. Frau Nahles führt auch hier
jetzt eine VERSCHLECHTERUNG ein, indem sie den Leiharbeitnehmern erst nach 9 Monaten (also
nicht wie nach dem bisherigen Gesetz ab sofort) gleichen Lohn gewähren will.

3.)
Leiharbeiter sollten ursprünglich gar nicht als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen.

Nun hat Frau Nahles festgelegt, sie dürften eingesetzt werden,
sofern sie „keine Arbeiten von Streikenden“ verrichten.

Was aber sind mal ganz PRAKTISCH gefragt, überhaupt „Arbeiten während eines Streiks“ ?
Sie sind Streikbruch. Auch hier besteht der „Durchbruch“ der
Ministerin im, Durchbrechen aller bislang bekannten Grenzen.

4.)
Bei Scheinwerkverträgen ist Frau Nahles ebenfalls gegenüber den Forderungen von CDU/CSU
zurückgewichen. Während bislang mehr oder weniger klare Kriterien für die Abgrenzung von
Werkvertragsarbeit gegenüber Arbeiten für den Stammbetrieb vorgesehen waren, wird jetzt
nur noch eine Leerformel angewandt, die genauso unsicher ist, wie die jetzt von der
Rechtsprechung zugrunde gelegten Kriterien.

Fazit: Der angebliche „Durchbruch“ von Frau Nahles besteht in einer Verschlechterung der
Rechtslage der Leiharbeiter und der Werkvertragsarbeiter. Der Mißbrauch wird erleichtert
und sozusagen „legalisiert“. Zudem verstärkt das Projekt die Instrumentalisierung von
Gewerkschaften und Betriebsräten für die Ziele der Unternehmer. Das aber ist nichts anderes
als eine Auflösung des KERNBEREICHS des Arbeitsrechts.

von Rechtsanwalt Dr. Rolf Geffken

Marc-Uwe Kling : Wer hat uns verraten ?

 

Der Arbeiter hat keine Macht

rente-mit-67-410Solange die Weltbevölkerung weiterhin wächst, wird er gnadenlos ausgebeutet
und Arbeitskräfte unterschiedlicher Länder werden gegeneinander ausgespielt.

Dem liegt keine Notwendigkeit, kein unabwendbares Schicksal zugrunde,
sondern alleine die kalte Gier vergleichsweise weniger Dynastien.

Das einzige, was der Arbeiter zu Markte tragen kann,ist seine Haut.

Seine Lebenszeit und -qualität und seine Gesundheit.

Und anstatt die Verhältnisse sich kontinuierlich besserten und Mitbestimmungsrechte
größer wurden, sind sie aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung längst wieder
rückläufig.

Hinzu kommen überflüssige, „unnötige“ und subventionierte Arbeit sowie Überproduktion,
Ausbeutung durch (nie bezahlte) Exporte) und Belastung von Umwelt, Natur und Geldbeutel
durch geplante Obsoleszenz. (worauf die Klimamafia selbstverständlich nicht hinweist).

Die SPD ist längst keine Arbeiterpartei mehr, sondern organisierter Hochverrat am
deutschen Werktätigen. Hartz4 und Deregulierung der Finanzmärkte sind ihr, bzw.
„Rot-Grün“ zu verdanken. Das kommt einer Verhöhnung ihrer traditionellen Klientel gleich.

Die zukünftige Auseinandersetzung darf nicht um Ideologien stattfinden. Dann
haben die Reichen schon gewonnen. Es geht (wie immer) um Arm-Reich. Leider.

Denn wären die Reichen tatsächlich Eliten, zeigten sie irgendwann auch Vernunft
im Sinne eines Gemeinwohls,von dem auch langfristig ihr eigenes abhängt.

Deutschendämmerung

mel116aVon den DWN wurde der geneigte Leser bereits vor ca. 2 Jahren auf die Flüchtlingsströme
vorbereitet. Es gab dort einen (jetzt nicht mehr auffindbaren) Artikel, dass Europa
aufgrund des Klimawandels enorme Zuströme afrikanischer Zuwanderer zu erwarten hätte.

Mein Kommentar dazu, der sich auf den Klimawandel als primäre Ursache bezog,wurde gelöscht.

Auch jetzt findet man immer wieder Beiträge, die den Europäern eine Verantwortung aufgrund
kolonialer Vergangenheit und Ausbeutung auferlegen, was grundsätzlich nicht gänzlich von
der Hand zu weisen ist. In welchem Maße davon aber die Unterschichten profitierten, ist fraglich.

Dass allerdings unsere Lebensmittel angeblich so billig wären, weil wir
sogenannte Dritte Welt Länder ausbeuten, halte ich für einen Mythos, es
sei denn, man zählte Kaffee etc. zu den Lebensmitteln.

Auch in Afrika steigt die Zahl der Millionäre, und damit auch die Zahl
der Ausbeuter vor Ort. In Europa werden Überproduktionen von Lebensmitteln
oder Bruchware nicht an Bedürftige verschenkt, sondern vernichtet.

Wir benötigen für einen 8 Personen Haushalt ca. 1000 Euro monatlich für Lebensmittel,
obwohl wir ausschließlich beim Discounter einkaufen. Ich halte das nicht für wenig.

In den von Anthropologen als erste „Wohlstandgesellschaften“ bezeichneten Wildbeuterkulturen
der Tropen und Subtropen benötigten die Menschen für ihre Versorgung mit Lebensmitteln ca 3-5
Stunden am Tag inklusive Zubereitung (M.Salins), ohne dass sie jemanden auszubeuten gezwungen
waren. Heutige Zeitarbeiter müssen mitunter länger dafür arbeiten, bei x-tausendfacher
Produktivität.

Das Argument, dass Lebensmittel bei uns aufgrund von Ausbeutung
zu billig seien, empfinde ich daher als lächerlich

Die Ängste der Deutschen hingegen sind keineswegs lächerlich und ganz überwiegend auch
nicht rassistisch motiviert. Nicht nur, dass mit den Flüchtlingen auch deren Mafia Einzug
hält, Drogenhandel und Gewalt von Familienclans florieren, zudem eine überdurchschnittliche
Kriminalitätsrate (was normal ist) zu verzeichnen ist, und im Westen längst überwunden
geglaubte Krankheiten durch Parasitenbefall wieder auftreten, sondern auch die Tendenz zu
vielen Parallelgesellschaften unterschiedlicher Werte und Religion, tragen nicht gerade zur
Stabilisierung und Demokratiefähigkeit einer Gesellschaft bei.

Dass es reichen und wohlhabenden Bürgern und Politikern, die ihre Kinder in Privatschulen
unterbringen können, in mehr oder weniger abgeschotteten Villenvierteln leben, meist noch
Profiteure sind und bei bürgerkriegsähnlichen Zuständen dann schnell mal auf ihre Zweit-
und Drittwohnsitze im Ausland ausweichen könnten, leicht fällt, nach Toleranz und Solidarität
zu jaulen, während „Abweichler“ beschimpft werden, liegt auf der Hand.

Die Aufstiegsmöglichkeiten deutscher Kinder und Jugendlicher aus der Unterschicht werden
jedoch zusehends erschwert, zwischenzeitlich sogar fast unmöglich. Der Standard von Haupt-
und teilweise Realschule ist in jeglicher Hinsicht, nicht nur fachlich, sondern auch
menschlich, auf einem noch nie dagewesenen niedrigen Niveau.

Durch prekäre Jobs, befristete Verträge und die damit verbundenen Unsicherheiten bei
der Lebensplanung trauen sich zudem immer weniger Deutsche, eine Familie zu gründen,
während Immigranten häufig keine Probleme damit haben, auch zu zehnt eine Drei-Zimmer-
Wohnung zu bewohnen.

Die deutsche „Unterschichtenfamilie“ geht zugrunde. Und mit ihr die Deutschen.

In den Achtzigern war der Vater eines meiner Jugendfreunde und Schulkameraden in der Lage,
als einfacher Arbeiter alleine eine sechsköpfige Familie zu ernähren und ein Reihenhaus
bei hohen Zinsen abzuzahlen. Alle Geschwister dieses Jugendfreundes hatten einen höheren
Schulabschluss oder studiert, und er machte international als Ingenieur im Vertrieb bei
Siemens Karriere, So etwas ist heute kaum mehr möglich.

Uns Deutschen geht es gut und besser!

von PecuniaOlet

„Wer nicht zwei Drittel seines Tages für sich hat, ist ein Sklave“

arbeitssklavenHauptmangel der tätigen Menschen. Den Tätigen fehlt gewöhnlich die höhere
Tätigkeit: ich meine die individuelle. Sie sind als Beamte, Kaufleute, Gelehrte,
das heißt als Gattungswesen tätig, aber nicht als ganz bestimmte einzelne und
einzige Menschen; in dieser Hinsicht sind sie faul.

Es ist das Unglück der Tätigen, daß ihre Tätigkeit fast immer ein wenig
unvernünftig ist. Man darf zum Beispiel bei dem geldsammelnden Bankier
nach dem Zweck seiner rastlosen Tätigkeit nicht fragen: sie ist unvernünftig.

Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik.

Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven
und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein
Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.

Friedrich Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches
– Anzeichen höherer und niederer Kultur)

von PecuniaOlet

Wir sind Menschen und nicht „Sklaven ohne Ketten“ !

moderne_sklaven„Affen in Freiheit sind die nettesten, freundlichsten Tiere, der Herrscher
ist immer ein solcher, der besonders freundlich ist , der die Fähigkeit hat,
Freundschaften zu bilden, und die obersten (führenden) drei Affen sind die
besten Freunde in der ganzen Schar.

Und wenn Sie nun dieselbe Affenkolonie einsperren und näher zusammendrängen,
dass sie also nervös und unter Stress bzw. seelischer Belastung leiden,
dann ändert sich das Bild vollkommen :

Sie finden jetzt plötzlich, dass in der obersten Reihe der Affenhierarchie,
also der Oberaffe und der zweite Affe, die größten Feinde sind und während
vorher stets ein freundliches und gutes Männchen zum Führer heranreifte,
ist jetzt unter den Bedingungen der Belastung der brutalste, ekelhafteste,
ordinärste und körperlich stärkste Kerl der Oberaffe, das Alpha-Tier.“

Dies sagte der Verhaltensforscher Konrad Lorenz in einem
Interview zu seinem Buch „Das sogenannte Böse“ im Jahre 1970.

Diese Aussage bestärkt mich in meiner Zivilisations- und (implizit auch) Staatskritik.

Und aus diesem Grund gibt es den Blog „Volksbetrug“ !

Denn wir werden in das beengende Korsett des Staates und der Zivilisation
gepresst, nicht umgekehrt – das heißt, Staat und Zivilisation richten sich
nicht nach dem Menschlichen, sondern nach dem Mächtigen.

Der Staat macht das Land teuer, soziales Elend und Armut gibt es erst, seit
es Staaten gibt. Kriege ohnehin. Wer anderes behauptet, beweise das Gegenteil!

Hunger in großem Ausmaß gibt es, seit es Staaten gibt. Dass das Leben als
Mühsal und Leid betrachtet wird, gibt es, seit es Staaten gibt. Deshalb
gibt es auch erst, seit es Staaten gibt sogenannte „Erlösungsreligionen“.

Das Bedürfnis nach Erlösung in einer anderen Welt, die Sehnsucht
nach einem besseren Jenseits gibt es erst, seit es Staaten gibt.

Kein Naturvolk betrachtet das Leben als Leid und Mühsal und auch nicht als
Daseinskampf. Es gab Ausnahmen in der Geschichte. Doch stets wurde der Staat
früher oder später zum reinen Werkzeug der Mächtigen.

Und je größer er war, desto schlimmer die Folgen auch für andere
Staaten. Heutzutage werden diese Ausnahmen in aller Regel
„demokratisiert“, bei den Römern „befriedet“ (pacare).

Heute gibt der Staat vor, für Frieden, Wohlstand und Freiheit zu sorgen.

Das ist in etwa so, wie wenn in ein gut gehendes Restaurant plötzlich
die Mafia hereinbricht und 70 Prozent des Umsatzes verlangt, um Dich
vor „anderen“ Ganoven zu schützen.

Für den Wohlstand sorgt dann der Rest Deines Umsatzes, während
sich die „anderen“ den Gewinn unter sich aufteilen. Etwas vornehmer
und „ätherischer“ selbstverständlich. Man hat ja Kultur.

Wenn wir aus der Enge der Großstadt ausbrechen, die Natur beispielsweise beim
Camping genießen, angeln, grillen und abends gemütlich ums Lagerfeuer sitzen
und schwatzen, sind wir die besseren Menschen – daran besteht kein Zweifel.

Beim Campen oder Outdoor-Abenteuer gibt es keinen Unterschied zwischen Arm
und Reich, Führungskraft oder „einfachem“ Arbeiter. Weshalb suchen wir das
Abenteuer oder die Erholung in der Natur? Wohl weil wir zurück wollen zum Ursprung.

Der Stress, den (unsere Art) Arbeit und knallharter Wettbewerb mit sich bringen,
und der in erster Linie (ich kann es nicht oft genug sagen) unserem Geldsystem
im wahrsten Sinne des Wortes ge-schuldet ist, die Demütigung, die unverschuldete
Arbeitslosigkeit bewirkt, der ständige Zwang zu ökonomischem, bzw. „Sharholder-
Value“-gemäßen Handeln und Denken, der die Gesellschaft bis in die feinsten
Kapillaren vergiftet und entmenschlicht, ist nicht nur einer der entscheidenden
Gründe für die Negativauslese der „Eliten“ dieser Gesellschaft, sondern auch
für die Krankheit, die man gemeinhin das „Böse“ nennt.

Die überwältigende Mehrheit der Menschen ist eben nicht von Natur aus
zum Bösen veranlagt. Das Böse ist in vielen Naturreligionen und auch
im Zoroastrismus eine Art Krankheit, die in unseren zivilisatorischen
Verhältnissen lediglich einen besonders guten Nährboden findet.

Auch dass es unter diesen Verhältnissen zu sogenannter „Fremdenfeindlichkeit“
kommt, ist alles andere als Bosheit, sondern verhaltenspsychologisch völlig
normal und nachvollziehbar, auch wenn manche das nicht so sehen wollen, und
mit dem moralischen Zeigefinger auf andere zeigen, statt in den Spiegel zu
sehen und die Ursachen dort zu suchen, wo sie ihren Ursprung haben.

Alles Tier ist im Menschen, aber nicht alles Menschenhafte im Tier.

Jobcenter & Leiharbeit – Hand in Hand

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Am vergangen Mittwoch fand in Worms eine Zeitarbeitsmesse statt, zu der Erwerbslose von
Jobcenter und Arbeitsagentur eingeladen wurden. Hans Herbert Rolvien, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), kritisierte die Veranstaltung scharf:

„Es handelt sich mal wieder um eine dieser berüchtigten Zeitarbeitsbörsen,
bei denen die schwarzen Schafe der Zeitarbeit kostenfrei in staatlichen
Räumen für ihre Niedriglohn-Jobs werben dürfen.“

Zeitarbeit verdrängt reguläre Beschäftigungsverhältnisse

Rolvien zufolge werde durch Zeitarbeit ein Zweiklassensystem zementiert.

Der AfA-Vorsitzende wies im Gespräch mit der Zeitung auf eine DGB-Studie hin,
nach der Zeitarbeiter für die gleiche Tätigkeit 40 bis 50 Prozent weniger
verdienen als regulär Beschäftigte.

Zeitarbeit mache krank.

„Wir sind nicht nur gegen solche Leiharbeitsmessen, es geht uns ums Ganze.
Forderungen nach einer ,fairen Leiharbeit’, wie sie von Teilen unserer Gesellschaft
oder sogar einzelnen Gewerkschaftsvertretern erhoben werden, finden wir zynisch.

Sie kommen der Forderung nach verbesserten Haftbedingungen mit ein bisschen
längerem Hofgang gleich“, so Rolvien gegenüber dem Blatt. „Wir haben mit die
höchste Dichte an Leiharbeitsfirmen bundesweit in unserer Stadt angesiedelt.

Die Leiharbeit bestimmt längst die Realität in den Betrieben.

Die gesamte Zulieferindustrie und Logistik ist durch Werkverträge, Leiharbeit bis
hin zu Tagelöhnerei geprägt. Deswegen ist es wichtig, gegen die Leiharbeit an sich
vorzugehen und sich nicht auf Schönrederei der Leiharbeit jeder Art einzulassen.“

Die Afa kritisiert neben den geringen Löhnen für Leiharbeiter unter anderem
auch den permanenten Konkurrenz- und Leistungsdruck, die dauerhaft prekäre
Arbeitssituation von Leiharbeitern, die Verdrängung von regulären Arbeitsplätzen
durch Leiharbeitsstellen, die häufig vorzeitige Beendigung der Arbeitsverhältnisse
sowie eine fehlende Interessenvertretung in den Betrieben.

Wie Rolvien berichtete, vermittelt die Arbeitsagentur mehr Erwerbslose in Leiharbeit
als in reguläre Beschäftigung, die zudem meist nach drei Monaten beendet wird.

Lediglich in acht Prozent der Fälle fungiere die Leiharbeit als Sprungbrett in
eine feste Stelle. Die Arbeitsagentur würde mit der Vermittlung in Leiharbeit
ihre eigenen Bilanzen schönen. „Und dieser Versklavung müssen sich die Betroffenen
leider unterwerfen“, kritisierte der AfA-Vorsitzende.

Quelle : gegen-hartz.de

 

Politische Demenz – Schönreden – Vertuschen – Lügen und die Wahrheit

Die größten Lügen seit der Wiedervereinigung und die Wahrheiten