Brandenburg hat mit Zypern-Bonds spekuliert

Das Land Brandenburg hat Teile der Pensionsfonds für seine Beamten in Zypern, Irland,
Portugal, Spanien und den Cayman-Islands angelegt.

Verantwortlich dafür ist ein Politiker von der Partei Die Linke.

Die Zypern-Krise bereitet auch den Politikern in Potsdam Sorgen. Nicht so sehr wegen der Gefahr für die
Europäische Einheit. Der brandenburgische Finanzminister Helmuth Markov von der Partei Die Linke hat nach
Angaben des RBB 98 Prozent des 260 Millionen schweren Pensionsfonds für die Beamten des Landes im Ausland
angelegt. Markov bestätigte dem Sender, dass darunter auch Staatsanleihen von Zypern sind: „etwa“
1,9 Millionen sollen es sein. Markov sagte, er sei sicher, dass der Wert dieser Staatsanleihen bis zu
ihrem Ablaufdatum 2013 wieder nach oben gehen werde.

Markov hatte seine Vermögensverwalter angewiesen, Renditen von mindestens zwei Prozent über der Inflations-Rate
zu erzielen. Markov sagt, der Landtag habe dieser Anweisung zugestimmt. Trotz der Finanzkrise habe diese
Anweisung bis ins vergangene Jahr gegolten.

Markov hat aber die Renten der Beamten nicht nur in Zypern angelegt: Auch Irland, Spanien, Portugal sowie die
Steuer-Oase Cayman-Islands finden sich im Portfolio.

Ein Sprecher von Markov sagte, dass 78 Prozent der Anleihen ein „Rating von A oder besser“ haben. Im Umkehrschluss
bedeutet das: 22 Prozent der Anliehen, in die das Land Brandenburg investiert hat, haben ein schlechteres Rating als A.
Damit können sich die Beamten über 57,2 Millionen Euro aus ihren künftigen Renten Gedanken machen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Russland attackiert EU

Medwedjew vergleicht Zypern-Beschluss der Eurogruppe mit Enteignungen in Sowjetunion. „Alle Fehler, die gemacht werden konnten, wurden gemacht, einschließlich der Untergrabung des Vertrauens in die Finanzinstitute als ganzes, nicht nur der zyprischen“.

Der russische Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew hat der EU vorgeworfen, sie habe sich in der Zypernkrise verhalten „wie der Elefant im Porzellanladen“. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Donnerstagsausgabe) sagte Medwedjew am Mittwoch in Moskau, „alle Fehler, die gemacht werden konnten, wurden gemacht, einschließlich der Untergrabung des Vertrauens in die Finanzinstitute als ganzes, nicht nur der zyprischen“.   Die Gespräche über die Rettung Zyperns hatten „mit allen interessierten Seiten“ geführt werden müssen, sagte Medwedjew, statt sich hinter der Formulierung zu verstecken, „dass Zypern diese Gespräche mit der Europäischen Union und nicht mit jemandem anderen“ führen solle. Auf die Frage der F.A.Z., ob das die künftigen Beziehungen zwischen Russland und der EU belasten werde, antwortete Medwedjew, dazu müsse man sehen, welche Lösung nun gefunden werde. Die derzeitige Situation könne zum Auslöser mehrerer „neuer lokaler Finanzkrisen“ werden. Er hoffe, dass eine Lösung gefunden werde, die Zypern hilft „und unsere Beziehungen zur EU nicht zerstört“. Die Entscheidung der Eurogruppe werde auf jeden Fall negative Folgen haben, sagte Medwedjew im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „jetzt geht es nur noch darum, sie zu minimieren“.   Der ursprüngliche Plan der Eurogruppe für eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben habe einen „offen enteignenden, konfiskatorischen Charakter“, sagte Medwedjew: „Ich kann sie mit nichts anderem vergleichen als mit einigen Entscheidungen, die in einer bestimmten Zeit von der Sowjetmacht getroffen worden sind, die die Bevölkerung ohne große Umstände zu machen beraubt hat. Aber wir sind im 21. Jahrhundert unter den Bedingungen einer globalen Marktwirtschaft.“ Das Recht auf Eigentum und die Grundregeln des Bankensystems müssten beachtet werden, sagte der russische Ministerpräsident der F.A.Z. Durch die Entscheidung der EU sei die Arbeit aller Banken in Zypern blockiert worden, „darunter auch solcher mit russischer Beteiligung, die absolut keine Probleme mit ihren Bilanzen haben und gesund sind“. Wenn die Blockade aller laufenden Operationen dieser Banken nicht bald aufgehoben werde, „dann drohen sehr große Verluste“. Medwedjew sagte, es werde deshalb sicher „eine große Zahl von Klagen gegen die Republik Zypern und andere an dieser Entscheidung beteiligte Personen geben“.

Bank Run ..

bankrun_deutschland_1923

In den letzten Tagen haben Wir ja überall von einem bevorstehenden Bankrun in der gesamten EU gelesen.

Nach der Aktion die gerade in Zypern läuft , ist das auch eine logische Reaktion
um sein Erspartes in Sicherheit zu bringen.

Nur hat die Sache leider einen Hacken !

Im kleinen Stil mag dies durchaus machbar sein und wird seit 2008 auch jeden Monat praktiziert.

Im großen Stil wird dies allerdings nicht mehr funktionieren.

Man kann davon ausgehen , das die Banken Software zur Überwachung ungewöhnlicher Aktivitäten im Einsatz haben
und je nach Fall z.b. das Auszahlungslimit am Geldautomaten herabsetzen oder den Geldverkehr komplett stilllegen.

Solche Software kommt z.b. an der Börse zum Einsatz.

Und diese Vorgehensweise ist sogar vom „Staat“ vorgesehen.

Moratorium, Einstellung des Bank- und Börsenverkehrs

(1)
Sind wirtschaftliche Schwierigkeiten bei Kreditinstituten zu befürchten, die schwerwiegende Gefahren für die
Gesamtwirtschaft, insbesondere den geordneten Ablauf des allgemeinen Zahlungsverkehrs erwarten lassen, so
kann die Bundesregierung durch Rechtsverordnung

1. einem Kreditinstitut einen Aufschub für die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten gewähren und anordnen,
daß während der Dauer des Aufschubs Zwangsvollstreckungen, Arreste und einstweilige Verfügungen gegen das
Kreditinstitut sowie das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kreditinstituts nicht zulässig sind;

2. anordnen, daß die Kreditinstitute für den Verkehr mit ihrer Kundschaft vorübergehend geschlossen bleiben
und im Kundenverkehr Zahlungen und Überweisungen weder leisten noch entgegennehmen dürfen; sie kann diese
Anordnung auf Arten oder Gruppen von Kreditinstituten sowie auf bestimmte Bankgeschäfte beschränken;

3.anordnen, daß die Börsen im Sinne des Börsengesetzes vorübergehend geschlossen bleiben

(2)
Vor den Maßnahmen nach Absatz 1 hat die Bundesregierung die Deutsche Bundesbank zu hören.

(3)
Trifft die Bundesregierung Maßnahmen nach Absatz 1, so hat sie durch Rechtsverordnung die Rechtsfolgen
zu bestimmen, die sich hierdurch für Fristen und Termine auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts, des Handels-,
Gesellschafts-, Wechsel-, Scheck- und Verfahrensrechts ergeben.

Quelle : http://dejure.org/gesetze/KWG/47.html

Nun stell sich die Frage – Was macht man jetzt am besten !?

1.
Bargeld sollte man immer in einer gewissen Menge zu Hause haben.
Denn wenn die Geldautomaten nichts mehr rausrücken hat man immer noch die Möglichkeit einzukaufen.

2.
Gold und Silber sind seit Jahrhunderten ein Zahlungsmittel und haben
schon unzählige Papierwährungen überstanden.

(Für weitere Informationen kann ich euch hartgeld.com empfehlen.
Die Mädels und Jungs sind in dieser Thematik etwas kompetenter als Wir 😉 )

3.
Einen Vorrat mit Dingen die man tagtäglich braucht anzulegen , dürfe auch keine schlechte Idee sein.

Manche werden jetzt einwenden – Bla bla blub , die Verschwörungstheoretiker mal wieder.
Nur was macht man ohne Bargeld oder EC Karte !? Der Supermarkt wird sicherlich nichts verschenken.

Weitere Vorschläge von eurer Seite sind jederzeit Willkommen !

PS :

Sollte jemanden Informationen über die Lage in Zypern haben , dann bitte als Kommentar verbreiten.
Was uns interessiert , wie bewältigen die Menschen ihren Alltag ohne Geld bzw. äquivalente Zahlungsmöglichkeiten.

Dirk Müller – Zypern und Zwangsenteignung

Kaum wollte man sich schon der fortlaufend gepredigten Illusion hingeben, die Eurokrise sei für
immer hinter uns, meldet sie sich mit einem wahren Paukenschlag zurück. Eines der kleinsten und
entlegensten Euroländer wurde von den gemeinsamen Rettern nun dazu gedrängt, rund sechs der
anvisierten knapp 20 Milliarden Euro möglichst „gerecht“ von den Einlegern des zypriotischen
Finanzwesens einzusammeln — und das gewaltsam.

Die Folge: An den Märkten geht es gerade drunter und drüber, Menschen in ganz Europa sind erzürnt,
in Zypern bilden sich Schlangen vor den nach wie vor geschlossenen Banken, an den Verhandlungstischen
bemüht man sich um politische Schadensbegrenzung. Doch es ist zu spät, der Geist wurde aus der Flasche
gelassen. Vor allem den bisher noch erfolgreich Treudoofen unter den Betroffenen dämmert langsam,
was hier für ein unglaubliches Spiel mit ihnen gespielt wird.

Eurozone: Bankrun ab Montag?

Zum ersten Mal wurden in Zypern im Rahmen des Euro-Bankrotts die Sparer zur Kasse gebeten. Die EZB war dagegen. Aus gutem Grund: Es droht der totale Bankrun in der Südschiene und Frankreich. Die nächsten Tage werden deshalb spannend. – Commerzbank Vorschlag für Italien: 15% Vermögensabgabe.

 

von Michael Mross

Was passiert morgen, Montag, in Spanien, Portugal, Italien, Slowenien und bei allen anderen Pleitekandidaten in der Eurozone? Dass die Bankkunden in Zypern bluten müssen für die Rettung des korrrupten Asien-Anrainers, dürfte Auswirkungen haben. Die Angst geht um in der Eurozone: Wer ist der nächste? Wann ist beispielsweise Spanien dran? Kann man den Politikern, kann man den Banken noch trauen?

Dass Bankkunden für die Euro-Rettung zahlen müssen, ist neu in Euro-Land. Sicher, Zypern mit seinen Schwarzgeldmilliarden ist ein Sonderfall. Aber kann man Versprechungen trauen, dass sich „Zypern“ nicht in Zukunft wiederholt? Müssen in Zukunft bei Rettungsaktionen alle Sparer um ihre Einlagen fürchten? Heute 10%, morgen vielleicht 50%?

Erst letzten Freitag schlug der Chefvolkswirt der Commerzbank zur Lösung von Italiens Schuldenmisere eine Vermögensabgabe von 15% vor: „Insofern wäre es sinnvoll, in Italien eine einmalige Vermögensteuer zu erheben. Ein Steuersatz von 15 Prozent auf Finanzvermögen würde wohl ausreichen, die italienische Staatsschuld unter die kritische Marke von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken.“ – Wie auch immer die Eurokrise weitergeht, eines ist sicher: Geld auf der Bank ist nicht mehr sicher. Das Konto, eine Geldananlage wird zum unkalkulierbaren Risiko.

Panikreaktionen sind deshalb programmiert. Schon gibt es erste Empfehlungen, alle Gelder in der Südschiene inklusive Frankreich restlos abzuheben und außerhalb der EU zu transferieren. So beschreibt Martin Stephan in seinem Newsletter „Sicheres Geld“ die möglichen Folgen der Zypern-Rettung durch die Bankkunden des Landes : „Wie würden Sie als bislang eher argloser Kunde einer Bank in einem Land wie Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, Irland, Malta oder gar Frankreich auf die Entscheidung zur „Rettung“ Zyperns reagieren? Etwa gar nicht? Es kostet Sie doch nur minimalen Zeitaufwand und eine Online-Tan oder ein Gang zur Bank und das eigene Konto ist leer, das Geld woanders! Vermutlich in der Schweiz oder in Deutschland, zumindest in einem ersten Schritt. Warum sollten Bankkunden von nun an noch das kleinste Risiko eingehen, dass auch sie bei der nächsten „Rettung“ mit herangezogen werden?“

Stephan geht davon aus, dass ab Montag Hunderte Milliarden von maroden Südschienen-Banken abgezogen werden und rechnet mit dem größten Bankrun in der modernen Finanzgeschichte.

Der Dumme ist immer der Bankkunde. Jener, der in Zypern sein Geld in Gold oder Immobilien umrubelte, ist fein raus – selbst jener, der sein Geld unterm Kopfkissen aufbewahrte. Insofern wird „Zypern“ Schule machen. Der Lackmustest für das Vertrauen ins gesamte Geldsystem. Dieses lebt beaknntlich vom Vertrauen – doch das zerbröselt vor unseren Augen.

Was werden die nächsten Schritte sein? Kommt es tatsächlich zu einem Bankrun in den Südstaaten, werden umgehend Sicherheitsmaßnahmen beschlossen: Bankenfeiertage, Abhebeverbote, Bargeldverbote, Überweisungsverbote, Kapitalverkehrskontrollen, Immobilienzwangsabgabe, Vermögenssteuer / -abgabe. Zypern war nur der Anfang. Das Schlimmste kommt noch. Das sind dann die letzten Zuckungen des Euros.

Doch nicht nur der Euro ist in Gefahr. Es ist die Demokratie, welche akut bedroht ist. Was viele Menschen nicht verstehen: Geld ist immer auch Bestandteil von Freiheit. Erst stirbt die Freiheit des Geldes, dann die Demokratie. Dank Euro kann es uns alle schon morgen treffen. Einige – insbesondere Prof. Hankel – haben es genau so vorhergesagt. Nun wird es leider bittere Realität.

Das ausführliche Interview zu den letzten Tagen des Euros mit Prof. Hankel HIER

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/12427-bankrun-in-europa

Zypern: Aufgebrachte Sparer stürmen Bank mit Bagger

Aufgebrachte Sparer wollen Bank in Zypern mit Bagger stürmen. Wut und Panik über die Beteiligung zypriotischer Bankkunden an der Rettung des Asien-Anrainers.

Wer mehr als 100000 Euro auf dem Konto hat, muss 10% zahlen, wer weniger hat, wird mit 6,75% zur Kasse gebeten. So sieht die Beteiligung der Zyprioten am Euro-Rettungspaket aus. Doch es trifft nicht nur russische Milliardäre und dubiose Steuerflüchtlinge sondern auch den ganz normalen „Mann auf der Straße“. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich die Wut auch an Deutschland entlädt – denn Berlin wollte bekanntlich die Einbeziehung zypriotischen Bankkunden in das Rettungspaket.

Unterdessen griffen einige Bankkunden in Zypern nun zur Selbsthilfe und fuhren mit einem riesigen Bagger zur Bank. Zur Erstürmung des Finanzinstituts ist es bisher offenbar nicht gekommen – allerdings ist auch kaum Polizei zu beobachten.

Am Samstag versuchten Tausende Sparer noch vergeblich Gelder abzuziehen oder umzubuchen. Doch Online-Banking und Geldautomaten waren gesperrt.

Video – Bankkunden fahren mit Bagger zur Bank: