Warum alle Männer besorgt sein sollten über das Verbot breitbeinigen Sitzens für Männer in Madrid

Von Martin Daubney Für www.HeatSt.com, 9. Juni 2017

Heute im Jahr 2017 nähern wir uns immer mehr dem Zustand von George Orwells 1984 an. Was wir sagen, was wir im Internet kommunizieren und sogar was wir denken unterliegt immer mehr der Kontrolle des Staates.

Nun aber sind wir noch einen kleinen Schritt weitergegangen: Ab sofort wird auch die Art und Weise, wie sich Männer hinstetzen von den Behörden überwacht.

Das ist tatsächlich passiert und zwar in Madrid, wo hirnbefreite Abgeordnete ein Verbot des sog. „Manspreading“ durchsetzten – also das breitbeinige Hinsetzen von Männern im öffentlichen Nahverkehr.

Das Gesetz wurde von der betonfeministischen Lobbygruppe „Frauen im Krieg“ gefordert (die im Internt 10.000 Unterschriften dafür sammeln konnten), da sie meinen:

„Es ist eine Frage der Kultur. Uns Frauen wurde immer schon gesagt, so wenig Platz wie möglich einzunehmen, Männern dagegen nicht.“

Jeder, der den Öffentlichen Nahverkehr nutzt weis, dass es sich hierbei um eine Wahnvorstellung fern jeglicher Realität handelt. Antisoziales Verhalten in Bus oder Bahn ist keine geschlechterabhängige Sache. Es ist eine Idiotensache.

Frauen belegen regelmässig Sitze mit ihren Handtaschen und Einkäufen – auch bekannt als „Shebagging“ oder „Bagspreading“ – und sie sind nicht weniger schuld als Männer, wenn es um das Füsse auf die Sitze stellen geht, was auch von den Männern in Madrid nach Durchsetzung des Gesetzes hervorgehoben wurde.

Die britische Facebookgruppe „Femspreading“ geht noch weiter und sammelt Fotos von Frauen, die sich in der U-Bahn teilweise sogar auf mehrere Sitze legen.

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Man sollte aber besser nicht erwarten, dass diese Vergehen jemals bestraft werden: Der sinnlos sexistische Begriff „Manspreading“ stellt sicher, dass nur Männer als mögliche Täter in Betracht kommen.

Madrid folgt dabei dem U-Bahnsystem von New York, das Manspreading bereits 2015 untersagte und es tatsächlich bereits zwei Festnahmen durch die Polizei gab.

Dabei ist dieses Verbot aus dreierlei Gründen hemmungslos idiotisch.

Erstens helfen solch leere politische Gesten in keinster Weise gegen echten Frauenhass.

Wie auch in Nottingham, wo die Polizei Frauenhass zu einem neuen Hassverbrechen erhob ist dies nur ein weiteres Beispiel für das Erfinden neuer Gesetze, die ausschliesslich dazu da sind, bei Männern leichte Beute beim Gesetzebrechen zu machen, während bei echtem frauenverachtenden Barbarentum wie etwa der weiblichen Genitalverstümmelung rein gar nichts unternommen wird.

Zweitens können solche Gesetze Männer aktiv gegen den Feminismus aufbringen, was letztlich auf alle Frauen zurückschlägt, auch wenn es nur Betonfeministen sind, die nach solchen Gesetzen rufen und diese sicherlich nicht für alle Frauen stehen. Es ist aber diese kleine hasserfüllte Minderheit, die einen Graben zwischen den Geschlechtern entstehen lässt.

Drittens wird damit ein gefährliches Vorbild für eine Demokratie geschaffen, in der der Schwanz mit dem Hund wedelt. Wenn eine Feministengruppe sich mit einem fabrizierten Gesetz zum korrekten Hinsetzen durchsetzen kann, wo wird es dann enden? Beim Furzen villeicht? Bitte nicht lachen: Absurderweise wurde das Furzen bereits zu einem weiteren „feministischen Thema erklärt„.

Könnte es auch in anderen Ländern zu Manspreading Gesetzen kommen?

Im gegenwärtigen Klima ist das nicht auszuschliessen. Im Jahr 2015 rief Jeremy Corbyn in Großbritannien dazu auf, dass es in London U-Bahnen nur für Frauen geben sollte, etwas, das sogar bekannte Feministen kritisierten, da es die Geschlechtertrennung um über ein halbes Jahrhundert zurückwerfen würde.

Auch wenn die Transportbehörde von London sich von der Idee distanzierte, so sind solche leicht zu gewinnenden Gesetze gegen den Sexismus unter dem muslimischen Bürgermeister Sadiq Khan durchaus vorstellbar.

Im Juni letzten Jahres versprach er, „Body Shaming“ Werbeplakate in der U-Bahn zu entfernen [also leicht bekleidete und gutaussehende Frauen, weswegen sich normal aussehnde Frauen vermeintlich schämen, weil sie nicht so hübsch sind; d.Ü.], eine Massnahme, die von vielen Seiten kritisiert wurde und die Frage aufkam:

„Ist das noch Feminismus oder schon Islamismus?“

Khan mag die gutgemeinte politische Geste, mit der Minderheiten beschützt werden, auch wenn diese nachweislich exakt jenen Minderheiten schaden.

Als in nur einer Woche sechs Männer in London niedergestochen wurde versprach Khan nicht, die Polizeikontrollen zu verstärken und die Zugriffsmöglichkeiten zu erweitern – das war etwas, das er zu beenden versprach. Vielmehr antwortete er mit einer 2 Millionen Euro Investition für ein „Zentrum für Internethassverbrechen“, um beleidigende Twitternachrichten strafrechtlich zu verfolgen.

Im Nachhall des Terroranschlages auf der London Bridge, als islamistische Terroristen sieben Menschen erstachen wiederholte Khan seine „Null Toleranz“ gegenüber islamophoben Hassverbrechen, von denen er behauptete, dass sie sich nach dem Anschlag verfünffachten.

Das Fernglas falsch herum halten – und blinde Flecken für wirkliche Kriminalität haben – das sind Khans Stärken.

Genau das ist auch der Grund, weshalb niemand wirklich überrascht wäre, wenn auch London bald schon ein Manspreading Gesetz hätte. Dieses hirnrissige Gesetz schreit nur so nach Großbritannien.


Eine Anmerkung: Als vierten Grund liessen sich die anatomischen und biologisch-geschlechtlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau anführenn. Für Männer ist breibeiniges Dasitzen ein natürlicher Zustand und bedingt durch die Beckenstellung und das Vorhandensein der Hoden, die Frischluft benötigen. Andernfalls wären diese innerhalb des Körpers angesiedelt.

Im Original: Why All Men Should Be Worried By Madrid’s Manspreading Ban

https://1nselpresse.blogspot.de/2017/06/warum-alle-manner-besorgt-sein-sollten.html

Frühwald – Schittke – Ebel – Sürmeli – Fitzek und die Weimarer Reichsverfassung, sowie die Menschenrechte usw…

Seit bereits zwei Jahren ziehe ich mir nun diese ganzen Reichsbewegungen rein, und sehe das die meisten nur absoluten Unfug reden! Nach reichlicher Überlegung richte ich nun mal mein Wort offen an diese Personen. Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören das die Weimarer Reichsverfassung die gültige Verfassung sei, das ist völliger Blödsinn!! Die Erklärung hierfür ist so einfach wie sie simpel ist:

1.  Max von Baden verkündete eigenmächtig unter Verfassungsbruch, die Abdankung des Kaisers! (Somit ist der Vorgang Nichtig!)

2.  Nach dem Kaiser Wilhelm der II unter Lebensgefahr in die Niederlande geflohen war, wird er dort am 28. November unter Mordandrohung genötigt die Abtrittserklärung zu unterzeichnen. (Sittenwidrig und Völkerrechtlich Nichtig!)

3. Ohne eine Verfassungsrechtliche Legitimation übertrug Max von Baden kurz darauf sein Amt an Friedrich Ebert, welcher die Mitgliedsstärkste Fraktion im Reichstag führte, die SPD. (Ebenfalls Nichtig!) Spruch: “Wer hat uns verraten? Sozial Demokraten!”

4.  Alle diese Vorgänge umfassen den Verfassungsbruch, den Tatbestand der Nötigung und Hochverrat nach Internationalem Völkerrecht! (Somit Nichtig!)

5.  Am 11 August 1919 unterzeichnet der nicht legitimierte Friedrich Ebert (die nicht vom Volk beschlossene) Weimarer Reichsverfassung in seinem Urlaubsort Schwarzburg.

6. Am 14 August 1919 wurde diese Verfassung ohne sie dem deutschen Volk zur Abstimmung vorzulegen verkündet, inklusive dem Versailler Diktat. (Als ob ein Volk sich selbst freiwillig ein Diktat geben würde… Und wo soll nun die angebliche Völkerrechtliche Legitimation sein?)

7. Die Behauptung das der EGMR entschieden habe das die WRV die gültige Verfassung sei ist völlig irrelevant weil das Deutsche Reich NIE dem EGMR beigetreten ist. Das Reich was zu dem Zeitpunkt schon Handlungsunfähig und hatte keine Regierung mehr!

8. Die Behauptung das Deutsche Volk hätte sich Kraft seiner Verfassungsgebendengewalt das Grundgesetz gegeben ist genauso eine lächerliche Aussage, wie die Behauptung das Deutsche Volk hätte sich selber die Weimarer Reichsverfassung und das Versailler Diktat gegeben.

An die Herren Frühwald, Schittke, Ebel, Sürmeli, Fitzek & Co., bitte hören sie auf den Menschen in diesem Land Geld abzunehmen für irgendeinen Humbug! Hören sie auf die Tausendste Ungültige Verfassung zu schreiben, denn die alte Verfassung wurde NIEMALS Völkerrechtlich negiert! Bitte hören sie auf den Leuten irgendeinen Blödsinn von Menschenrecht, UN-Recht und EU-Recht zu erzählen, wenn sie sich diese genau durchlesen, steht dort das diese Rechte NICHT für Feindstaaten gelten und das DEUTSCHLAND KEINEN Friedensvertrag hat. Es ist überhaupt nicht möglich für unter Kriegsrecht verwaltete Personen in einem Besetzen Staat eine Völkerrechtlich gültige Verfassung auszurufen!

Bitte in Gottes Namen, hören sie jetzt auf mit diesem ganzen Schwachsinn! Ich verstehe ja das es sich um ein Lukratives Geschäft handelt den Leuten solchen Unfug zu verkaufen, aber letzten Endes schaden sie den Menschen damit noch mehr.

 

http://www.eisenblatt.net/?p=5437

Hass- und Hetz-Republik

“In der BRD ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht, das ist barbarisch.”

In der BRD ist die Meinung zu äußern nur dann frei, wenn man die politische Ideologie dieses von den Siegern aus der Taufe gehobene Staatsgebildes wiedergibt. Abweichende Meinungen werden mit Berufsvernichtung, öffentlicher Ächtung bis hin zu lebenslangen Freiheitsstrafen geahndet.

Cora Stephan, eine WELT-Kolumnistin, bringt die Elendszustände in der BRD, die mehr an Nordkorea erinnern als an ein Land in der Tradition der europäischen Aufklärung, auf den Punkt. Sie deutet an, dass die Sieger des Zweiten Weltkriegs die politischen Vorgaben noch heute bestimmen (was und wie gesagt werden darf bzw. muss), was allerdings nichts mit Wahrheit und Unwahrheit zu tun habe.

Frau Stephan beschreibt, wie jedermann fertiggemacht wird, der gegen diese Meinungsvorgaben verstößt. Sie nimmt zwar Thilo Sarrazin als Beispiel, verweist aber indirekt auch auf die Maulkorbgesetzgebung in Sachen Holocaust-Wahrheit. Cora Stephan nimmt Sarrazin als Beispiel der Zerstörung von Menschen in der BRD, indem man ihn einen “Zahlenfetischist” nenne. Da interessiert es nicht mehr, ob seine Zahlen richtig sind, ein Hetzwort ist stärker als jede Wahrheit. Dieses Menschenzerstörungsprogramm wird in weitaus schlimmerem Maß gegen die freien Holocaust-Forscher angewandt. Wenn sie zum Beispiel argumentieren, dass in Auschwitz gemäß offiziellen Zahlen mehr als  90 Prozent der angenommenen Toten nicht gestorben sind, werden sie ebenfalls als “kaltherzige Zahlenfetischisten” gebrandmarkt, als ob das nicht den ganzen Holocaust-Komplex ausmache.

Die Autorin beschreibt, dass in dieser Siegerrepublik jeder Feind ist, der nicht die Systemmeinung vertritt. Sie legt beeindruckend dar, wie Fakten gemordet werden, nämlich mit der Waffe “Entrüstung” und “Tränendrüsen”. Wer in den sogenannten Talkshows als Sieger hervorgehen will, so Stephan, braucht nicht nur keine Argumente, sondern sollte Argument tunlichst vermeiden. Die Definitionshoheit in den politischen Talkshows werde durch das schauspielerische Darstellen von “verletzten Gefühlen” errungen, nicht durch Fakten. Tatsachen werden in der BRD, wenn sie dem System nicht passen, als “kalt und unmenschlich” diffamiert, und schon sei die Wahrheit besiegt. Es werde nicht gefragt, ob der Beschimpfte vielleicht recht haben könnte, er wird einfach vernichtet, so Stephan.

Cora Stephan vergleicht die Meinungsdespotie, das Massaker an der Meinungsfreiheit in der BRD mit “Ketzerverfolgung und Religionskriegen”. Jedem, der wahrheitsgemäße Fakten, die vom System nicht geduldet werden, vertritt, wird vorgeworfen “sich zu versündigen”. Die Autorin kommt zu dem Schluss, in der BRD münden systemabweichende Meinungen und Wahrheiten in einer Tödlichkeit des Meinungskonflikts. Die Abweichler, die Fakten und Wahrheiten präsentieren, werden als “Unmenschen und Barbaren” stigmatisiert – das sei “barbarisch”, so Stephan. “Das ist Vernichtungswille”, attestiert Stephan und prangert an, dass der Abweichler in der BRD außerhalb des Rechts gestellt werde – weil der den falschen Glauben habe. Stephan:

“Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht.”

Lesen Sie hier die wichtigsten Passagen von Cora Stephan, dann werden Sie verstehen, warum u. a. der Geistestitan Friedrich von Schiller seine Schriften in Russland drucken lassen musste. Schiller war damals als Freidenker verfolgt, so wie die freien Holocaust-Forscher heute.

www.welt.de/print/die_welt/debatte/article106385469/Streitet-euch-aber-richtig.html Die Welt, 29.05.2012, S. 2

Streitet euch, aber richtig

Respekt vor dem Gegner ist die Basis fairer Auseinandersetzung. Doch wie schwach unsere Streitkultur ausgeprägt ist, zeigt die jüngste Debatte über die Thesen des Thilo Sarrazin

Von Cora Stephan

Dabei hatte man doch einst aus der Tragödie des Dreißigjährigen Kriegs gelernt, der ein verheerender Religionskrieg war. Wir verdanken in Sachen Streitkultur dem Westfälischen Frieden mindestens so viel wie der Aufklärung: Die Schlacht beendet den Krieg wie die Prügelei den Streit. Wer siegt, hat Glück gehabt, mehr nicht. Über Gut und Böse, über wahr und nicht wahr aber ist damit nicht entschieden. Auch nicht über “Schuld” oder den rechten Glauben. …

Der Respekt vor dem Gegner ist die Grundlage des Streits. Er ist nicht Feind, sondern Kontrahent, “auf Augenhöhe”, wie Politiker gern sagen, und hat, genau wie die eigene Seite, jedes Recht, seinen Standpunkt zu vertreten und zu verteidigen. Die zivile Seite dieses Respekts vor dem Gegner ist die Meinungsfreiheit. Streit im aufgeklärten Sinne fordert keine Konversion. Er ist der temperamentvolle Schlagabtausch zwischen Menschen, die Argumente haben und, sollten diese sich als schwach erweisen, sich nicht auf ihren Glauben oder ihre Gefühle herausreden. Oder auf ihr eigenes Erleben. Diese Flucht aus der Logik in die reine Subjektivität galt einmal als “weibisch”. Heute gilt sie als “menschlich”. Welch Fortschritt.

Jede Talkshow zeigt: Wer heute im Kampf um die Definitionshoheit siegen will, kommt gänzlich ohne Argumente aus, ach was, von ihrem Einsatz ist dringend abzuraten. Am besten, man zeigt verletzte Gefühle. Ist nicht ein logisches Argument per se irgendwie kalt und also unmenschlich? Na bitte. Auch verallgemeinernde Schlüsse kann man auf diese Weise kontern. Was soll mir eine Statistik oder eine Durchschnittsgröße, wenn ich persönlich die Realität doch ganz anders wahrnehme? Fühlen und Glauben, das bringt Szenenapplaus. “Ich glaube” und “ich fühle” sind die vergifteten Pfeile aus dem Hinterhalt, die den Gegner erledigen, bevor er auch nur Gehör gefunden hat. Was muss ich auch wissen, was der andere denkt und sagt, wenn ich ihn eh nicht leiden kann?

Der Umgang mit Thilo Sarrazin etwa ist ein Schaustück avancierter Streit-”Kultur”. Noch bevor sein jüngstes Buch zur Euro-Krise erschienen ist und gelesen werden konnte, bekundeten Kritiker in Qualitätszeitungen, es gar nicht erst zur Kenntnis nehmen zu wollen, man wisse ja eh, dass Sarrazin drin sei, wo Sarrazin draufsteht. Also “Schwachsinn” (Robbe), “Unsinn” (Künast) und “himmelschreiender Blödsinn” (Schäuble), dem man keine Plattform bieten, ja den man am besten nicht zur Kenntnis nehmen dürfe. Schließlich wolle er mit seinen “Provokationen” ja bloß Geld verdienen. Und das geht ja schon mal gar nicht.

Warum solche wie ihn nicht gleich verbieten? Andernorts ist man da weiter. Wer Menschen, die Zweifel an der These von der Klimaerwärmung äußern und gar die Ursache von Klimawandel – Täter Mensch – infrage stellen, “Klimaleugner” nennt, zieht Parallelen zu “Holocaustleugnern”, denen man das Maul verbieten darf. Warum nicht auch den “Klimaleugnern” – obwohl die gar nicht das Klima leugnen, sondern lediglich die wissenschaftliche Grundlage weitreichender politischer Forderungen? Und wie wär’s mit dem Verbot von “Islamophobie”? Ein solches Verbot eröffnete weite Spielräume. Ist islamophob, wer meint, dass hierzulande das Grundgesetz und nicht die Scharia gelten sollte? Überhaupt, Phobie: Ist vielleicht krank, wer nicht erkennt, dass Islam Frieden ist, auch wenn dessen beleidigte Vertreter das Gegenteil bezeugen?

Verblüffend, wie viele der Vokabeln, mit denen heute die Meinungsschlachten geschlagen werden, an Ketzerverfolgung und Religionskrieg erinnern, so etwa, wenn es über Kritiker des Kulturstaates heißt, sie “versündigten” sich an ihm. Besonders interessant ist, was die Vorkämpfer für mehr Menschlichkeit ins Spiel bringen. Die “nackte Logik der Zahlen” sei ohne Menschlichkeit, verkündete jüngst ein Autor der “Zeit”. Klar, wen er meint: Thilo Sarrazin, den wiederum Mely Kiyak in der “Frankfurter Rundschau” und “Berliner Zeitung” als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur” bezeichnet hat. Der Artikel wurde erst online bereinigt, mittlerweile ist er ganz entfernt, eine halbherzige Entschuldigung der Autorin nachgereicht. Ist da doch jemandem aufgefallen, dass man so etwas nicht sagt?

Die Entmenschlichung des Gegners ist ein gutes Indiz für die Tödlichkeit des Konflikts. Denn wer den anderen zum Unmenschen oder Barbaren erklärt, trifft damit ja kein objektives Charakterurteil, sondern verkündet vor allem, wie er selbst mit solchen Kreaturen umzugehen gedenkt: barbarisch eben. Damit ist die niedrigste Stufe des menschlichen Umgangs erreicht und die höchste Stufe des Konflikts. Das ist dann kein Streit mehr. Das drückt Vernichtungswillen aus. Es unterstellt, der Gegner habe weder das Recht noch ein Argument auf seiner Seite. Er hat den falschen Glauben und selbst konvertieren hilft ihm nicht mehr.

“Wir würden viel weniger Streit in der Welt haben, nähme man die Worte für das, was sie sind – lediglich die Zeichen unserer Ideen und nicht die Dinge selbst”, schrieb einst John Locke. Schön wär’s, dann könnte man abrüsten. Denn wichtiger als die Frage, ob Sarrazin ein menschlich kalter Zahlenfetischist ist, wäre doch, ob nicht auch der Schurke ein richtiges Argument haben könnte. Das meinte einst Voltaire, als er versprach, sich für die Meinungsfreiheit auch des ärgsten Feindes einzusetzen.

Das, in der Tat, wäre Streitkultur.

Die Autorin hat zahlreiche Sachbücher und, unter ihrem Pseudonym Anne Chaplet, mit “Erleuchtung” soeben ihren zehnten Kriminalroman veröffentlicht.

http://globalfire.tv/nj/12de/verfolgungen/die_hass_und_hetzrepublik.htm