Skandaldokumentation „Kleine Germanen“ und die Propagandalüge

Terraherz

Und wieder einmal muss der antideutsche Geist der Asylindustrie verbreitet werden. Die neue Dokumentation „Kleine Germanen“ dürfte insbesondere den Nachwuchs wieder weiter in Richtung Selbsthass treiben, weg von Heimatliebe und eigener Identität. Es ist unverantwortlich, wie man eine wehrfähige Jugend versucht, zu dämonisieren.

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Wer verliert schneller? SPD oder die Leitmedien? Zahlen im Sinkflug

http://www.shutterstock.com, Paul Velasco, 1251947986

 

Die politische Landschaft in Deutschland ist zerwühlt. Leser und Wähler laufen in Scharen davon. Die jüngsten Zahlen: Die SPD bleibt bei etwa 18 % bezogen auf die EU-Wahl stecken, weit unter den Ergebnissen der Jahre zuvor. Und die Leitmedien? Geben weiter ab, wie die jüngsten IVW-Zahlen zeigen. Weil die Berichterstattung so wohltuend gut ist?

„Welt“ mit 17 % Minus

Die Tageszeitung „Welt“ hat mit einem Abschlag von -17 % den Vogel abgeschossen. Das Springer-Flaggschiff ist auf dem Weg nach unten. Der Springer-Boulevard mit der „Bild“-Zeitung ist um 9,3 % geschrumpft. So jedenfalls nach den aktuellen Zahlen. Nur hat der frühere Bild-Chefredakteur Peter Bartels auf seinem eigenen Blog „Bartels-news.de“ eingegriffen und korrigiert: 400.000 „behauptete“ Online-Leser der „BZ“ und fast 70.000 Käufer seien einfach eingerechnet worden.

Diese Leser abgezogen würden insgesamt nur noch 820.000 Menschen die „Bild“ kaufen. Früher waren dies, zu wohl Bartels Zeiten, „weit über“ 5 Millionen. Doch stehen die Blätter nicht alleine dar. Die „SZ“, die „Süddeutsche Zeitung“, muss 4,5 % Minus verkraften. Die „FAZ“ ist mit -3,3 % dabei. Das „Handelsblatt“ beklagt an sich einen Verlust der Druckauflage in Höhe von 9,8 %. Nur seien die Verkäufe insgesamt sogar angestiegen, der Digital-Abos weniger. Die gesamte Steigerung beläuft sich auf „45 Exemplare“. Erstaunlich, aber immerhin ein kleines Plus.

Auch die „Bild am Sonntag“ verliert massiv. 7,8 % Auflagenverlust. Allerdings wird das Minus offenbar schön gerechnet: Verglichen mit -11 % im vierten Quartal 2018 sei das Minus dann geringer geworden. Auch eine Betrachtungsweise.

Die „Welt am Sonntag“ hat mit -5,8 % ebenfalls Schwund. Die „FAS“, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, bringt es auf ein Minus von -3,5 %. Rekordhalter unter den bekannten Blättern ist der „Stern“. Dem geht es mit einem Minus von 12,6 % an den Kragen. Demgegenüber hält sich der „Spiegel“ mit einem Minus von nur -1 % recht wacker. Dies allerdings ist nur deshalb so gering, weil die Online-Verkäufe (ePaper) offenbar steigen konnten.

https://www.politaia.org/wer-verliert-schneller-spd-oder-die-leitmedien-zahlen-im-sinkflug/

Barfuß im Regen: Kachelmann kontra Lügenpresse

Foto: Collage

Es gibt einen Grund, warum die Grünen in Deutschland so erfolgreich ist. Sie haben fast überall in den Medien ihre Vertreter und Fans, die ihre Klima-Suren verbreiten. Und so kommt, was kommen muss: Kaum scheint einmal die  Sonne länger als nur ein paar Stunden, wird von einer neuen Dürre gefaselt.

Das sieht bei Google dann so aus:

Aber es gibt einen, der dagegenhält und der heißt Jörg Kachelmann, der sich dann auf seinem Twitter-Account über die inszenierte Panik, die nur die Taschen der Energiewende-Lobby, also die Taschen der Grünen-Klientel füllt, lustig macht und das miese Spiel von Medien und Grüne entlarvt:

Und natürlich gibt es unter den Freunden der Meinungsfreiheit auch Journalisten, die sich jegliche Kritik an ihrem Schwachsinn verbieten:

Stichwort Dürre: Warum nur gönnen die linksgrünen Politiker und Journalisten den armen Flüchtlingen wenigstens ein wenig Heimat in der Fremden?

Hier noch ein guter Kommentar aus dem Netz:

Zurzeit wagen nur wenige Fachleute einen Frontalangriff auf die Klimawandel-Lügner. Einer davon ist Jörg Kachelmann, Kachelmannwetter. Auf Twitter schreibe er sehr engagiert und auch polemisch, sagte er in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Und er sagt „Schwachsinn“, wenn er Schwachsinn meint.

Polemisch bedeutet unter anderem Zuspitzung in einem Meinungsstreit um der Klarheit und der Wahrheit willen, keinesfalls den Verzicht auf sachliche Argumente. Die Polemik hilft, Klima-Scharlatane zu demaskieren. Deren Zahl nimmt leider zu, wenn man den Medien glauben will.

„Wettervorhersagen über 14 oder 16 Tage mit einfach einem Wettersymbol und einer Temperatur sind Schwachsinn, auch wenn sowas angeboten wird“, heißt es auf kachelmannwetter.de. Das macht ihn bei denjenigen unbeliebt, die auf 0,5 Grad genau wissen, wie hoch die Erdtemperaturen in 50 Jahren sein werden. Das ergibt sich aus Hochrechnungen mit Hilfe von Computern, die ausschließlich die CO2-Emissionen berücksichtigen, hat mit dem komplizierten Wettergeschehen und mit Wetterkunde also nichts zu tun.

dpa hat die Behauptung von einem bevorstehenden Dürresommer korrigiert, sagt Jörg Kachelmann. Aber viele Journalisten hatte die Behauptung längst gierig aufgegriffen und verbreitet, ohne sie zu hinterfragen. Der Grund liegt für Kachelmann auf der Hand: „Die Lügengeschichte klickt viel besser, …“

https://twitter.com/Kachelmann/status/1121121013910114305

Mit einem Publikum, das den Klimawandel nicht als natürlich betrachtet, sondern hysterisch auf Klima-Nachrichten reagiert, kann ein totalitäres System alles machen, was es will. Die Medien helfen dabei, dieses System über ein „Klimaschutzgesetz“, das sich in Vorbereitung befindet und der politischen Willkür freie Bahn schaffen wird, zu etablieren.

https://www.journalistenwatch.com/2019/04/26/kachelmann-kontra-luegenpresse/

Rechnet nach 30 Jahren als Arzt mit seinem Berufsstand ab | Gerd Reuther | Radiologe | SWR1 Leute

Terraherz

Ein langes und glückliches Leben in Gesundheit steht auf der Wunschliste der meisten Menschen ganz oben. Doch wer den Therapieempfehlungen der Mediziner rückhaltlos vertraut, schadet sich häufiger, als er sich nützt. Das sagt Dr. med. Gerd Reuther, Facharzt mit Lehrbefugnis für Radiologie, der nach 30 Jahren als Arzt seinen Berufsstand schonungslos seziert. Er deckt auf, dass die Medizin häufig nicht auf das langfristige Wohlergehen der Kranken abzielt, sondern in erster Linie die Kasse der Kliniken und Praxen füllen soll. Eine bessere Medizin müsste mit einer anderen Vergütung medizinischer Dienstleistung beginnen und Geld dürfte nicht mehr über Leben und Tod bestimmen – so seine Forderung.
Moderation: Nicole Köster

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Illusionista: ARD verbreitet Fake News, um No-Brexit-Inszenierung aufrecht erhalten zu können

von https://sciencefiles.org

Man muss auf das parlamentarische System des Vereinigten Königreichs stolz sein.

Wer wie wir die letzten zweieinhalb Jahre aus nächster Nähe erlebt hat, wie ein bezahlter Mob stetig versucht, das Ergebnis des Referendums vom 23. Juni 2016, als 17,4 Millionen Briten (51,9% derjenigen, die abgestimmt haben), dafür gestimmt haben, die EU zu verlassen, zurückzudrehen, der kann nur stolz sein auf dieses parlamentarische System.

Wer dem stetigen Ansturm bezahlter Remain-Kampagnen trotzt, die entweder von Organisationen getragen werden, die direkt von der EU unterstützt werden oder indirekt über einen Zwischenwirt oder deren Finanzierung George Soros übernommen hat, oder hinter denen ein ganzes Netzwerk von mit Labour, vor allem mit Tony Blair oder Peter Mandelson verbandelter Investoren steht, die Open Britain, The People’s Vote, Our Future our Choice oder Britain for Europe mehr oder weniger vollständig finanzieren und über MPs regelmäßige Versuche, den Brexit im Parlament zu stoppen, lanciert haben, der verdient Hochachtung. Und das britische Parlament hat ihnen getrotzt.

Einmal mehr in den vier Abstimmungen des gestrigen Tages, die allesamt Remain-Abstimmungen waren, und alle miteinander durchgefallen sind.

Dazu muss man wissen, dass die Remain-Fraktion im House of Commons (HoC) im Speaker of the House John Bercow, einen treuen Unterstützer hat. Dies zeigt sich regelmäßig an der Einseitigkeit, die er immer dann zeigt, wenn es etwas abzustimmen gibt. Als Speaker of the House kommt ihm die Aufgabe zu, die Anträge einzelner Parlamentarier auszuwählen, über die erst debattiert und dann abgestimmt werden soll. Gestern hat er vier Anträge ausgewählt, die ausschließlich dem Remain-Lager zuzuordnen sind, vier weitere Anträge hat er unberücksichtig gelassen, darunter zwei Anträge des Tories John Baron, von denen einer die Verpflichtung formuliert hat, dass das UK am 22. Mai die EU verlässt, und zwar mit einem Zusatz, der es dem UK erlaubt, zu jedem Zeitpunkt den Backstop aufzukündigen, während der andere vorsieht, am 12. April einen Hard Brexit zu vollziehen, wenn das Withdrawal Agreement von Theresa May nicht bis dahin angenommen ist.

Von all diesen Versuchen, den Brexit zu verhindern, erfahren die Konsumenten deutscher Medien so gut wie gar nichts. Ihnen soll der Eindruck vermittelt werden, dass eine große Mehrheit der Briten es sich anders überlegt hat und in der EU bleiben will und das Parlament ein chaotischer Haufen ist, der in keiner Weise zur Übernahme von Verantwortung in der Lage ist. Entsprechend leben viele Deutsche in der Illusion, dass der Brexit aufgehalten werden könne, dass es nur darum gehe, ein zweites Referendum abzuhalten oder gar Artikel 50 zurückzunehmen. Ein instrumenteller Desinformateur, entweder aus Boshaftigkeit oder aus Unkenntnis, ist Ralph Sina, der deutschen Gebührenzahlern beim WDR zur Last fällt.

Er erweckt in seinem heutigen Kommentar den Eindruck, dass es für Theresa May nur darum gehe, die Notbremse zu ziehen und den Brexit abzusagen, da alle sonstigen Optionen nicht mehr vorhanden seien. Ob Sina es nicht weiß oder ob er bewusst verschweigt, dass die Standardeinstellung für den 12. April der Hard Brexit ist? Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass er versucht, einen falschen Eindruck zu vermitteln und zudem Fake News verbreitet:

“Die EU und die britische Premierministerin haben vielmehr versucht, aus dem Brexit-Referendum der Briten das Beste zu machen: nämlich einen Ausstiegsvertrag, der den Schaden für beide Seiten begrenzt. Und der den EU-Bürgern in Großbritannien und den Briten in der EU weiterhin ein Aufenthalts- und Arbeitsrecht garantiert.”

 

 

Die Britische Regierung hat vollkommen unabhängig von den Verhandlungen mit der EU schon vor Jahren ein Settlement-Scheme aufgelegt, das es Bürgern der EU erlaubt, im UK zu bleiben. Das Settlement-Scheme ist seit gestern offiziell aktiv. Wer will, kann seinen Status im Vereinigten Königreich zwischen jetzt und dem 30. Juni 2021 sichern, mit allen Rechten, die EU-Bürger bislang haben. Ist der falsche Schluss, den Sina hier insinuieren will, nämlich dass der Status der EU-Bürger im Vereinigten Königreich durch das Withdrawal-Agreement gesichert sei, nur nahegelegt, so schreibt Sina im Hinblick auf das, was ihm wohl am liebsten wäre, die Unwahrheit:

“Die britische Premierministerin kann den mittlerweile vor über zwei Jahren eingereichten Scheidungsantrag zurückziehen. Sie braucht dazu aus Sicht der höchsten europäischen Richter keine parlamentarische Mehrheit. Theresa May kann im Alleingang handeln – im Rahmen eines Verwaltungsaktes. Und am 12. April vor 23: 00 Uhr Big Ben-Zeit die Brexit-Notbremse ziehen. Und damit zumindest vorläufig den Verbleib der Briten in der EU sichern. Und sich selber einen respektablen Platz in den Geschichtsbüchern. Und in der Geschichte der EU.”

Das ist, wie ein kurzer Blick in das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zeigt, falsch. Der Gerichtshof schreibt ausdrücklich, dass die Rücknahme der über Artikel 50 erklärten Kündigung der EU-Mitgliedschaft im Einklang mit den “own national constitutional requirements” erfolgen müsse. Im Vereinigten Königreich kann ein Gesetz nur durch ein anderes Gesetz zurückgenommen werden, d.h. eine Rücknahme von Artikel 50 bedarf einer Mehrheit im Unterhaus und kann nicht, wie Sina nahelegt, weil er keine Ahnung hat oder Konsumenten öffentlich-rechtlicher Nachrichten manipulieren will, von Theresa May im Alleingang verfügt werden. Solche Alleingänge des nationalen Führers, besser: der nationalen Führer*in, sind bislang nur aus Deutschland bekannt, wo mit einem Handstreich der Schengen-Vertrag beseitigt und das Dubliner Übereinkommen von der größten Führerin aller Zeiten (schon weil es die bislang einzige ist) über den Haufen geworfen wird, um den Zustrom von Migranten nach Deutschland zu ermöglichen.

Der Vorschlag von Sina offenbart auch eine betroffen machende Unkenntnis demokratischen Prozederes. Dass der demokratische Wille, den 17,4 Millionen Briten erklärt haben, vielen, die sich in Deutschland als Demokraten sehen, nichts gilt, weil er ihren Wünschen widerspricht, dass sie, mit anderen Worten, auf demokratische Werte scheißen pfeiffen und sich einen totalitären Führer wünschen, der das richtige befiehlt, damit sie folgen können, und der seinerseits auf Parlament und Bürger scheisst pfeift, daran werden wir uns zwar nicht gewöhnen, aber das ist in Deutschland wohl so. Bei irreführender Berichterstattung wie der von Sina hört der Spaß jedoch auf.

Um die Realität aus dem Vereinigten Königreich, über die in Deutschland nicht berichtet wird, einzuführen und deutlich zu machen, was realistische Ausgänge für das Brexit-Theater sind, ein paar Informationen.

Dominic Grieve, prominenter Remain-MP der Tories und Abgeordneter für Baconsfield hat eine Vertrauensabstimmung in seinem Wahlkreis verloren. Die örtlichen Tories haben ihn, wie es im Englischen heißt: deseated, so dass er zur nächsten Parlamentswahl als unabhängiger Kandidat antreten muss oder gar nicht.

170 Abgeordnete der Tories im HoC, darunter rund 30 Mitglieder des Kabinetts von Theresa May haben sich in einem Brief an May gewandt und gefordert, dass das Vereinigte Königreich die EU am 12. April verlässt, ohne Deal.

Während Rafael Behr beim Guardian Fracksausen ob dieser neuesten Entwicklung bekommt, ist Abe Hawken von der Sun der Ansicht, es mit einer Revolte zu tun zu haben.

Das sollte ausreichen, um zu zeigen, dass in deutschen Medien ein vollkommen falsches Bild der Diskussion über den Brexit im Vereinigten Königreich vermittelt wird. Wie gewöhnlich, erfolgt die Manipulation über eine Mischung aus Auslassung (oder Unterschlagung), Fake News und einseitiger Bewertung, was es kaum möglich macht, hinter der falschen Berichterstattung kein planmäßiges Vorgehen zu sehen.

Die Abstimmungen im HoC, die es gestern gab, heißen übrigens: INDICATIVE Votes, “indicative” bedeutet hinweisend, anzeigend. Damit sollte klar sein, dass die Abstimmungen im HoC keinerlei bindende Wirkung auf die Regierung haben. Wir betrachten sie als eine Form Zeitvertreib im Nervenkrieg um den Brexit.


https://sciencefiles.org/2019/04/02/illusionista-ard-verbreitet-fake-news-um-no-brexit-inszenierung-aufrecht-erhalten-zu-konnen/

Preis für Wutkinderbewegung: Greta, Greta, über alles

von https://www.politplatschquatsch.com

Grtea Thunberg sprach der Welt bei der Goldenen Kamera ins Gewissen.
Sie kam im weißen Kleid, unschuldig, vermeintlich kleingewachsen, aber eine Riesin, die der Goldenen Kamera, die sie als erste Klimaaktivistin weltweit erhielt, gar nicht bedurft hätte. Die Schwedin Greta Thunberg hat die Verleihungszeremonie des traditionsreichen Fernsehpreises, diesmal wieder im einst von Hitlers Chefarchitekten Albert Speer gebauten Hangar 6 des Flughafens Tempelhof ausgetragen, auch so mit ihrem Charme, ihrer Empathie und der Fähigkeit überstrahlt, Menschen mitzunehmen auf einem Weg in eine Klimaneutrale Zukunft ohne Braunkohle, Erdöl, Gas, Atom, Holzpellets, Linienflüge und Benzinmotoren. Nicht nur Laudator Michael „Bully“ Herbig zeigte sich laut „Spiegel“ begeistert von „Fridays for Future“-Initiatorin Greta Thunberg. Auch der Rest der Versammlung, zu der sich Deutschlands Creme de la Creme von Politik, Showgeschäft, Aktivismus und Applausmedien zusammengefunden hatte, wurde zur Fankurve und spendete stehende Ovationen.

Thunberg tat das ihre, um die heilige Messe der Verteidiger von Kohleausstieg und Pariser Beschlüssen zufriedenzustellen. „Wir stehen jetzt an einem Scheideweg unserer Geschichte“, sagte die 16-jährige Aktivistin. Deshalb müssten Prominente ihre Stimme erheben und Einfluss auf Milliarden Menschen weltweit nehmen. Ziel sei eine bessere Welt, in der der Hambacher Forst geschützt, fossile Energien im Boden belassen werden und Auftritte wie der der eigens aus Irland eingeflogenen Boygroup Westlife ebenso unmöglich seien wie die Anwesenheit der US-Schauspielerin Jessica Chastain und des österreichischen Sängers Tom Neuwirth, die die lange und klimaschädigende Reise nach Berlin nicht gescheut hatten, weil Überlandfahrten und Interkontinentalflüge und die Kreuzfahrten des Goldene-Kamera-Partner Tui Cruises noch immer nicht wirksam reguliert sind.

Ein Aufwand, der sich am Ende gelohnt hat. In prächtiger Stimmung empfing die deutsche Hauptstadt ihre weltbekannte Gästin, die seit beinahe einem Jahr mit Schulverweigerung gegen den übermächtig scheinenden Gegner Klimawandel kämpft. Ein historischer Moment, denn Thunberg ist die erste Trägerin der Goldenen Kamera, die den bisher nie vergebenen Sonderpreis „Klimaschutz“ erhalten hat – eine Ehre, die nicht einmal Kanzlerin Angela Merkel vergönnt war, als sie noch versuchte, die Welt mit einer hochwertigen Goretex-Jacke von der Deutschen Seenotrettungsgesellschaft zu retten.

Greta Thunberg, erst seit ein ein paar Monaten hauptberuflich im Showgeschäft, wirkt ruhig und gelassen, als das große Festorchester zum Beginn der Zeremonie „The Saints go marching in“ intoniert. Der Hangar 6, eigentlich ein Stück Machtarchitektur, das Hitlers Liebling Speer schon für die künftige Welthauptstadt Germania entworfen hatte, zeigt sich an diesem viel zu warmen Vorfrühlingstag als besonders liebevoll geschmückter Bau: Schnittblumen künden vom Vermögen der veranstaltenden Funke-Gruppe, trotz Medienkrise Mittel nicht nur für totes Holz, sondern auch für sterbende Dekorationen zu mobilisieren. Junge Stewardessen nehmen alten weißen Männern die Mäntel ab, der durch den Dieselskandal angeschlagene Hauptsponsor Volkswagen spendiert einer Nachwuchsschauspielerin einen PS-starken SUV.

So ausgelassen fröhlich wie in früher Jahren, als bei den Verleihungszeremonien im Beisein des Bundespräsidenten Parteistimmung herrschte, ist die Stimmung diesmal nicht. Zu angespannt ist die Stimmung im Land, zu groß die Angst vor Feinstaub, Diesel-Krebstoten, Rechtspopulisten, schmelzendem Eis, abtrünnigen Italierner, Trump, Orban, der EU-Wahl, dem Regenwaldsterben, der anstehenden Unregierbarkeit von Sachsen, polnischen Alleingängen, einem Rechtsruck in den Niederlanden, dem Sturz von Macron und einer Rückkehr der Eurokrise.

Das war auch vor dem Start des offiziellen Festaktes das große Thema, ehe dann die Lichter gedimmt wurden und Greta Thunberg ins gleißende Scheinwerferlicht trat. „Unser Haus brennt“, sagte sie schonungslos über den Zustand einer Welt, die mittlerweile nur noch durch knallharte Maßnahmen gerettet werden kann. Thunberg, das Gewissen der Generation der sogenannten Wutkinder, sprüht vor feiner Selbstironie, als sie sagt, es müsse Schluss gemacht werden mit all den Möglichkeiten, um die Welt zu fliegen, um Lieblingsrestaurants, Strände und Yogaseminare zu besuchen. In nur noch elf Jahre werde ein unumkehrbare Kettenreaktion beginnen, an deren Ende das Ende unserer Zivilisation stehen werde, genau wie es ein Bericht der Bild-Zeitung schon 2007 vorhergesagt habe.

Dunkle Prophezeiungen, die viele Deutsche erschrecken, aufrütteln und zu Mitstreitern der Sache machen werden, für die Thunberg so engagiert wie kaum jemand anders kämpft, nicht nur auf der Bühne der Goldenen Kamera, sondern am Abend auch noch bei „Anne Wille auf dem angestammten Sendeplatz der Bundeskanzlerin. Am 22. April startet „We don´t have time“, das von ihr mitvorangetriebene erste Social Network für Klimaverängstigte . Prominente dürfen sich schon vorab anmelden und Teil der Lösung der weltweiten Erwärmungsproblme werden.

Tapfere Preisträger:
Max-Zimmering-Preis für Alltagsmut verliehen
Menschenrechtspreis für mutige Pussy-Rocker
Wider das Antanzen: Wirte-Initiative erhält Courage-Preis

Tichys Einblick: Einwanderungskritikerin – und raus bist DU

 

 

Aleksandra Rybinska ist eine führende polnische Journalistin – und war viele Jahre lang häufig Gast in deutschen Talkshows. Doch seit einiger Zeit wird sie nicht mehr eingeladen – sie gilt als Kritikerin von Merkels Flüchtlingspolitik.

TE will wissen: „Was ist da geschehen, Frau Rybinska, warum sehen wir Sie nicht mehr auf dem Bildschirm?“